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Widersprüche e.V., Verein für Kritische Analyse und Bildung im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich (Hrsg.): Soziale Arbeit. Kritisch - reflexiv - radikal. Praxis der Kritik

Cover Widersprüche e.V., Verein für Kritische Analyse und Bildung im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich (Hrsg.): Soziale Arbeit. Kritisch - reflexiv - radikal. Praxis der Kritik. Verlag Westfälisches Dampfboot 2014. 152 Seiten. ISBN 978-3-89691-992-2. D: 15,00 EUR, A: 15,50 EUR, CH: 21,90 sFr.
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Thema

Wäre der Untertitel nicht zu sperrig, könnte er bei diesem wie bei allen vorherigen Heften statt „Praxis der Kritik“ auch lauten: „Praktiken der Kritik und des dialogischen Nachdenkens über eine Politik des Sozialen“, merkt die Redaktion gleich eingangs an. Ganz in diesem Sinne geht es in den sieben Beiträgen des Heftes schwerpunktmäßig um den „unauflöslichen, widersprüchlichen Zusammenhang von ‚Hilfe und Herrschaft‘“ in den „neoliberalen Varianten“ und darum, die „Möglichkeiten und Bedingungen einer Politik des Sozialen“ auszuloten, und zwar unter der Perspektive einer Selbstgestaltung von Lebensverhältnissen seitens der Subjekte (oder Betroffenen), was in emanzipatorische politische Praxen nächst Reflexion und Diskussion aufzunehmen ist. (S. 3) Was dabei Not tut, ist, in einem nicht abbrechenden Bildungsprozess i. S. von Selbstaufklärung das eigene Handeln und Verhalten wie etablierte und dabei sich selbst sogar als kritisch verstehende Denkmuster zu überprüfen, „Distanz zu kultureller Hegemonie“ und selbstredend insbesondere „Distanz zu herrschenden Logiken der Sozialen Arbeit“ zu wahren, natürlich auch die „Bedingungen der Wissensproduktion“, vornehmlich der kulturindustriellen, zu analysieren, um sie in der Praxis in ihrer Gestalt als – wie auch immer – „Gedanken der herrschenden Klasse“ (Marx) aufzubrechen und als Gewissheiten erschüttern zu können.

Kurzum: Immer noch gilt (für dieses Heft der Widersprüche wie für alle anderen davor) das Wort von Heinz Steinert: „‚genau hinzusehen, geduldig nachzudenken und sich nicht dumm machen lassen‘.“ (S. 4 f.) Davon wird auch das aktuelle Heft der ‚Widersprüche‘ getragen, mit dem Redaktion und AutorInnen beanspruchen, „Formen des Nachdenkens, Diskussionen und Gedanken zu Papier zu bringen, die als Scharnier zwischen getrennten Feldern und nicht deckungsgleichen Praktiken von Kritik in Gebrauch genommen werden können.“ (S. 5)

Aufbau und Inhalt

Gesellschaftskritik hat wieder Konjunktur. In gesellschaftswissenschaftlichen und philosophischen Seminaren wird die betuliche und zugleich gähnende Langeweile und pseudo-betriebsame Geschäftigkeit durch eine scheint´s noch schmale Kohorte intellektuell unbefriedigter StudentInnen empfindlich gestört, die Wiederkehr (nur) affirmativer und legitimatorischer Ausrichtung von Wissenschaft zerbröselt. Länger schon sei diese Wende in der Praxis politischer Bewegungen und Initiativen zu beobachten, habe auch die Soziale Arbeit erreicht, meinen die Herausgeber und stellen die AutorInnen in ihren Beiträgen dann gegenstandsbezogen und in (selbst)kritischer Reflexion dar. Unter dem Strich geht es um Herrschaftskritik.

Helga Cremer-Schäfer, Fabian Kessl, Michael May und Albert Scherr lassen sich in einer virtuellen Diskussion über den „Sinn der Streitbarkeit in Fragen von Kritik und Reflexivität“ aus, was meint, dass sie von unterschiedlichen Positionen her erörtern, ob es sich um unterschiedliche und vor allem in ihrer Reichweite zu unterscheidende Kritikformen handelt, die das Geschäft reformerischen Tuns eben auch in der Sozialen Arbeit begleiten. Augenscheinlich skeptisch im Hinblick auf die ‚Radikalität von Kritik‘, erkennen die DiskutandInnen doch, dass in Diskursen, die durch Reflexivität ausgezeichnet sind, eine Perspektive erhalten bleibt, die aus den Bedingungen im Hier und Jetzt auf Möglichkeiten des besseren Anderen sinnt. Dialogische Beziehungen, getragen von Anerkennung, sind unverzichtbar zu etablieren, um den ‚herrschaftskritisch‘ aufgenommen Faden weiter in der Hand zu behalten. Eulenspiegelei scheint den AutorInnen dabei ein gangbarer Weg. Im Anschluss an Judith Butlers Dekonstruktivismus könne für den Zweck „praktisch dissoziativer Kritik“ an Parodistisches angeschlossen werden, und zwar ganz so, wie es Marx empfohlen habe: „‚diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zu zwingen, dass man ihnen ihre eigene Melodie‘ – zu ergänzen wäre: des Verhaltenszwanges – ‚vorsingt‘.“ (S. 47)

Dieser Gedanke wird im folgenden Beitrag aufgenommen und konkretisiert. Reflexive Professionelle braucht es, den als Typus Sue White und David Wastell unter dem Etikett des „Tricksers“ vorstellen, eines „klugen Schelms“, der an eben Eulenspiegel oder die Figur des höfischen Narrens erinnert. Sie wollen die professionellen Akteure, und zwar auf bindungstheoretischem Hintergrund, auf selbstkritische Analyse ihrer Sprechhandlungen mit dem Ziel verpflichten, über spielerisch listiges Ironisieren auf der Klaviatur des anders Möglichen zu spielen, die Taste einer praktischen Kritik anzuschlagen, eine, die je aktuell und spontan gegen die eintönige Melodie des neuen Managerialismus anzuschlagen ist – was in der Lehre Sozialer Arbeit auf der Theorieebene schwierig vorwegzunehmen, gleichwohl aber dringendes Desiderat aus der und für die Praxis ist, da sich gerade SozialarbeiterInnen „als spielerische EthnographInnen der eigenen Bereiche empirisch mit ihren Praxis-Kulturen auseinandersetzen“ müssen. (S. 68)

Christine Resch geht pointiert auf „Reflexivität als Denkmodell und Perspektive in den Sozialwissenschaften“ ein und zieht eine scharfe Grenze zwischen affirmativer und kritischer Reflexivität und will eben kritische „Reflexivität als Lebensweise“ etabliert wissen (als Begriff von Steinert übernommen und als lebenspraktisch gewendete Form des Nachdenkens über alles Erlebte ganz in dessen Sinne), wobei die Verfasserin sich (wie es scheint) in eine Denktradition von Kant bis Marx einklinkt und zugleich methodenkritisch anmerkt. Vor allem aber sinnt die Verfasserin auf der Folie ihrer Argumentation für die Praxis jene nicht immer erfreuliche „Selbsterkenntnis“ an, „dass und wie man dazu beiträgt, (…) institutionelle Zwänge als das vermeintlich Notwendige zu reproduzieren“. (S. 88)

Abolitionismus sei „Denkweise mit Möglichkeitssinn“ und aktuell, argumentiert Helga Cremer-Schäfer und zielt dabei auf (tatsächlich) radikale Herrschaftskritik, die auch einer wissenschaftlichen ‚abolitionistischen‘ Arbeit in der Form anzutragen sei, eben nicht mehr am Geschäft der Verdinglichung teilzunehmen (oder gar weiter an verdinglichten Theorien der Verdinglichung zu basteln, die eben nicht nur Glasperlenspiele sind, sondern mit affirmativer Tünche überdecken). Auch bei ihr geht es – wesentlich – um das, was als Möglichkeit zu imaginieren ist (und was vormals unter dem Begriff einer konkreten Utopie firmierte). An den Philosophen Günther Anders anschließend setzt sie gegen die „Bevorratung und die Verwaltung von verdinglichten Etiketten“ für kritische Sozialwissenschaften eine „Wissensarbeit als Arbeit an Nonkonformität und an Nicht-Anpassung.“ (S. 98)

Uwe Hirschfeld redet über das, was war und nicht mehr ist und was es bei Strafe geistiger Verödung zu revitalisieren gilt, nämlich – wie dem Autor durchaus bewusst – die Wiederkehr kritischen Denkens an den Hochschulen, dessen Notwendigkeit er darlegt und zugleich Handreichungen der Umsetzung gibt. Er übersieht natürlich nicht die Schwierigkeiten der Umsetzung, schlägt den Bogen zu Gramscis „Kritik des Alltagsverstandes“ und zeigt damit, womit in kritischer Lehre zu rechnen ist: auf den nicht-kohärenten etc. und vor allem nicht-reflexiven Alltagsverstanden der Studierenden (heute: Kunden!), der auf (nur) praktische Lebensbewältigung geeicht ist und (nicht nur) Intellektuellen schlecht zu Gesicht steht (und kein Hoffnungs- noch Zukunftsträger ist). Bei kritischer Lehre, so Hirschfeld, geht es immer „um die qualitative Herausforderung des anderen, eben des umfassenden Welt- und Selbstverständnisses, sich, die Welt und die Theorie im Zusammenhang zu verstehen.“ (S. 103)

Die beiden abschließenden Beiträge rubrizieren unter ‚Forum‘, das mit der „Stimme der Betroffenen“ beginnt, in dem sich Birgit Meyer und Ulrike Zöllner mit ehemaligen Heimkindern beschäftigen und die Nachwirkungen erfahrener psychischer wie physischer Gewalt darstellen und analysieren. Auch hier geht es, und dann in erweitertem Sinne, um Macht: um Beziehungsmacht, die allgegenwärtig ist, wogegen allenthalben zu sensibilisieren ist. Dabei kehren sie die Kritik der ‚Ehemaligen‘ an den Beratungsstellen hervor, eine Kritik, die ohne Weiteres auch auf die Kälte eines heutigen ‚Managerialismus‘ zu beziehen ist.

Erlösoptimierung ist die Devise (und Falle) in den „Ökonomien des medizinischen Kodierens“, womit sich Andreas Peuffer auf Brüche und Konflikte in aus dem Spannungsfeld von medizinisch-pflegerischen und betriebswirtschaftlichen Ansprüchen zumal im Krankenhausbereich auseinandersetzt. Selbstredend kommen hier Rationalisierungsmaßnahmen zur Sprache, die, wie hinlänglich bekannt und immer wieder Nährstoff für reißerische Medienereignisse, in der Tat zu Lasten des ‚aktiven‘ Personals gehen, den Berufsalltag von ÄrztInnen und PflegerInnen gelegentlich nicht nur zur Tortur machen, sondern auch arg am Selbstverständnis über die eigenen Tätigkeit kratzen. „Dirty work“ wird das „Kodieren“ darum nicht umsonst genannt und eine Fachkraft, die ‚Kodierfachkraft‘, kann durchaus entlastend sein, soweit man an sie delegieren kann. Was bleibt, ist das Dilemma aus Profitabilität der ‚Ware Gesundheit‘ – (wie soll es auch anders sein): Zum einen stellt die Kodierfachkraft eine Ausdifferenzierung aus dem Tätigkeitsfeld des ärztlichen Kompetenzbereichs dar, zum anderen – so zitiert der Autor abschließend einen Arzt – ist „‚das betriebswirtschaftliche Messer (…) mindestens genauso scharf wie das Skalpell‘.“

Das Heft schließt mit zwei Rezensionen zur Problematik der Fürsorgeerziehung und ihrer Folgen für die „Lebensbewährung“ (von Jürgen Blandow) sowie zur Analyse von dreißig Jahren Erwerbslosenprotest (von Wolfgang Völker), die sich in den thematischen Schwerpunkt des Heftes einpassen.

Diskussion

Jeder Beitrag des Heftes eröffnet Anschlussdiskussionen, was gewollt und erwünscht (und vor allem zu wünschen) ist. Das ist eh und je gleichsam ein Markenzeichen der ‚Widersprüche‘, denen hoch anzurechnen ist, dass sie die Fahne der Kritik, nicht Kritikasterei, über die Zeit einerseits stromlinienförmiger Sozialwissenschaften und andererseits Durststrecken für theoretische wie praktische Kritik hoch gehalten hat, eben nicht bloß neben dem Mainstream, auch dem vermeintlich kritischen nicht, hergelaufen sind. Solche Anschlussdiskussionen werden den Bereich der theoretischen Fundierung der einzelnen Beiträge betreffen, auch die Perspektiven, die über die Analysen der jeweiligen Gegenstände eröffnet werden. Konstruktive Kontroversen sind zu erwarten, die aber in der weitergehenden Frage nach dem Möglichen, Machbaren und darin zugleich kritisch über das Mögliche Hinausweisende zusammenlaufen. Man mag in neoliberalen Zeiten jenes „Soyons réalistes, demandons l´impossible“ aus dem Mai 68 als linksnostalgische Biedermeierei bespötteln, die Zeichen der Zeit stehen anders, seinem Sinngehalt nach wirkt es fort. Es mag unter derzeitigen Voraussetzungen als Stein des Sisyphos erscheinen, was sich einer kritischen Sozial- und Gesellschaftswissenschaft und einer sich immer noch rührenden praktischen Philosophie in aufklärender Absicht als Aufgabe stellt und was in die Praxis Sozialer Arbeit, politischer Initiativen u.a.m. einfließen sollte und muss: Dass Theorie hier und heute „unabdingbar kritisch“ (Adorno) sein muss, dass ‚praktisch-vernünftig‘ mögliche ‚Ausgänge‘ aus jener „selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Kant), die als solche erkannt ist, nicht mehr nur einzeln und vereinzelt zu suchen und zu eröffnen sind, dass jener von Descartes überkommene Vernunftbegriff und seine Aufweichung im herrschenden Begriff von Rationalität und dabei der Zusammenhang von Geist und Materie weiter kritisch zu reflektieren sind (etwa in Fortführung von Damasio), steht (u.a.) auf der (derzeitigen) Tagesordnung. In diesem Sinne ist mit „soziologischer Phantasie“ (Negt) in wohl allen „Menschenwissenschaften“ (Elias) jenem „Möglichkeitssinn“ (Musil, vgl. Cremer-Schäfer) Gehör zu verschaffen, wozu die Beiträge anleiten. Dieser Sinn ist nicht nur auf der Ebene der Theoriearbeit zu entwickeln, sondern er sollte auch – nolens volens und vermutlich über ein „exemplarisches Lernen“ (Negt) – dem Alltagsbewusstsein zuwachsen.

Fazit

Wer in einem Feld Sozialer Arbeit tätig ist und wen klammheimlicher Unmut ob der eigenen Routine beschleicht, wer in der Lehre tätig ist und wem es nicht nur um Publikationen und Drittmittelakquise zu tun ist und wer den Anspruch hat, ein ‚guter Lehrer‘ zu sein, der ist mit der Lektüre dieses Heftes nicht nur gut beraten, sondern er oder sie wird Haltepunkte mit Aufforderungscharakter finden. Zumal für die sich mehrenden kritischen StudentInnen – wie ihnen Hirschfeld eine Entwicklungschance geben will – wird das Heft eine Anleitung und Orientierungshilfe sein: in ihrem Studium, auch neben und außerhalb der Institute und Universitäten.


Rezensent
Arnold Schmieder
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Zitiervorschlag
Arnold Schmieder. Rezension vom 30.10.2014 zu: Widersprüche e.V., Verein für Kritische Analyse und Bildung im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich (Hrsg.): Soziale Arbeit. Kritisch - reflexiv - radikal. Praxis der Kritik. Verlag Westfälisches Dampfboot 2014. ISBN 978-3-89691-992-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/17517.php, Datum des Zugriffs 16.09.2019.


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