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Jürgen Micksch: Interkulturelle Modelle gegen Rassismus

Cover Jürgen Micksch: Interkulturelle Modelle gegen Rassismus. EB-Verlag Dr. Brandt Rainer Kuhl (Berlin) 2014. 98 Seiten. ISBN 978-3-86893-165-5. D: 9,80 EUR, A: 10,10 EUR, CH: 14,90 sFr.
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Thema

Es werden verschiedene Aktivitäten des interkulturellen Rates in den letzten 20 Jahren vorgestellt.

Herausgeber

Jürgen Micksch ist Gründungsmitglied der Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus und war maßgeblich an der Etablierung des interkulturellen Rates 1994 beteiligt.

Aufbau

Den Kern des kleinen Buches macht eine Darstellung der verschiedenen Aktivitäten des interkulturellen Rates geordnet nach verschiedenen Themen aus.

Im Anhang werden verschiedene, kurze Texte des interkulturellen Rates und Satzungen des interkulturellen Rates und der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus aufgeführt.

Inhalt

Der Überblick über die Arbeit des interkulturellen Rates in den letzten 20 Jahren ist inhaltlich in sieben thematische Abschnitte gegliedert, die wiederum in kleine Abschnitte mit Beispielen (darauf bezieht sich das Wort „Modelle“ im Titel) aufgeteilt sind. Die Themen sind zeitlich angeordnet und erlauben dem Leser die Entwicklung der Arbeit des Rates nachzuvollziehen.

Zunächst wird auf die Idee der Bildung eines interkulturellen Rates und der Probleme der Kooperation eingegangen. Weitere Abschnitte sind:

  • „Nein zum Rassismus“ (mit dem Beispiel der internationalen Wochen gegen Rassismus),
  • „Für gleiche Rechte“ (u.a. mit Hinweisen zum kommunalen Wahlrecht, Staatsangehörigkeitsrecht, Abschiebehaft oder Aussiedlern),
  • „Friede zwischen den Religionen“ (mit dem Kernthema der Abrahamischen Teams),
  • „Muslime gehören zu Deutschland“ und
  • „Muslimische Frauen gleich behandeln“.

Abgeschlossen werden die Ausführungen mit einem Statement zum Thema „Für ein Europa ohne Rassismus“.

Diskussion

Obwohl der Rückblick über die Aktivitäten des interkulturellen Rates gut zwanzig Jahre umfasst, hat die Themenbreite nichts an Aktualität verloren. Der Rückblick wirkt ehrlich, da auch offen über das Scheitern von Aktivitäten und Ansätzen berichtet wird. Hier hätte man sich eine zumindest kurze Analyse oder Reflexion über mögliche Ursachen gewünscht. So bleiben die Ausführungen durchgängig auf der Darstellungsebene verhaftet. Das Ergebnis der langjährigen Aktivitäten wirkt eher ernüchternd und regt dadurch zum Nachdenken an, welche Vorgehensweisen über Bildungsarbeit und Dialogformen hinaus hilfreicher sein könnten.

Fazit

Der Rückblick über die Aktivitäten des interkulturellen Rates könnte insbesondere für Bildungsträger und Einrichtungen interessant sein, die sich mit der Arbeit gegen Rassismus beschäftigen.


Rezension von
Prof. Ulrich Paetzold
Professor für Psychologie an der Hochschule Lausitz, Fachbereich Sozialwesen in Cottbus. Neben interkulturellen Fragen sind Schwerpunkte in der Lehre: sexueller Missbrauch, Klinische Psychologie, Beratung. Zusatzqualifikationen: Approbation zum Psychologischen Psychotherapeuten sowie verschiedene kognitive Therapieverfahren.
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Zitiervorschlag
Ulrich Paetzold. Rezension vom 07.03.2015 zu: Jürgen Micksch: Interkulturelle Modelle gegen Rassismus. EB-Verlag Dr. Brandt Rainer Kuhl (Berlin) 2014. ISBN 978-3-86893-165-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/18043.php, Datum des Zugriffs 13.08.2020.


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ISSN 2190-9245

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