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Günther Deegener: Risiko- und Schutzfaktoren des Kinder- und Jugendhilfesystems […]

Cover Günther Deegener: Risiko- und Schutzfaktoren des Kinder- und Jugendhilfesystems bei Prävention und Intervention im Kinderschutz. Pabst Science Publishers (Lengerich) 2014. 510 Seiten. ISBN 978-3-89967-987-8. D: 40,00 EUR, A: 41,20 EUR, CH: 53,90 sFr.
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Thema

Angesichts der zahlreichen und durchaus unterschiedlich zu bewertenden Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere im Kontext des Kinderschutzes in Deutschland in den letzten Jahren, ist es das Anliegen des Autors, Günther Deegener, die Risiko- und Schutzfaktoren des Helfersystems bzw. der Helfersysteme zu beleuchten. Gerade im Kinderschutz erfahren zumeist die Risiko- und Schutzfaktoren nur auf Seiten der Klienten Beachtung – Fachkräfte und das System blenden ihre eigenen Anteile an den Entwicklungen von Kindern aus. Dabei bleiben die vorliegenden Ausführungen nicht auf die Kinder- und Jugendhilfe beschränkt, sondern beziehen auch die Gesundheitshilfe mit ein sowie die Prävention, z. B. die Frühen Hilfen oder die Hilfen zur Erziehung. Dabei wird der Zeitraum der letzten 75 Jahre in den Blick genommen, um aus der Vergangenheit zu lernen, die gegenwärtige Situation besser zu begreifen und daraus angemessene Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Dazu ist es notwendig, sich mit möglichen Fehlerquellen im eigenen Handeln und den Organisationszusammenhängen zu beschäftigen, um die Praxis zu verbessern.

Der Autor weist in seinem Vorwort jedoch darauf hin, dass der Titel der Veröffentlichung eine Engführung bedeutet, die er einerseits mit seinen Ausführungen belegt und andererseits den Blick weitet und zahlreiche weitere Aspekte beleuchtet. So hält er es für angemessener, von Belastungsfaktoren und Ressourcen zu sprechen, statt von Risiko- und Schutzfaktoren.

Entstehungshintergrund

Günther Deegener begründet in seinem Vorwort die vorliegende Veröffentlichung damit, dass gerade die Praktikerinnen und Praktiker, auch aufgrund ihrer beruflichen Belastungen, häufig einen erschwerten Zugang und Überblick über die aktuelle Literatur zum Thema haben und darüber hinaus wissenschaftliche Veröffentlichungen mit ihrer fachspezifischen Sprache oftmals nicht leicht zu verstehen sind. Auch ist eine gewisse Distanziertheit der Praxis gegenüber wissenschaftlichen Forschungsmethoden und -ergebnissen zu konstatieren. Selbst Fort- und Weiterbildungsangebote bewertet der Autor in dieser Hinsicht als mangelhaft bzw. verbesserungswürdig. Insofern ist es das Anliegen des Autors, die vielfältige Fachliteratur gut verständlich und aufbereitet den Praktiker/innen zugänglich zu machen. Dabei fokussiert er nicht nur die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, sondern spricht die Bandbreite der Professionen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, an. Er verwendet bewusst sehr viele Zitate aus einer großen Literaturfülle, um sozusagen Autorinnen und Autoren aus „erster Hand zu Wort kommen zu lassen“. So können sich die Leserinnen und Leser selbst eine Meinung zu den Aussagen und Fakten bilden und Diskussionen in ihren Teams oder im Rahmen von Vernetzungsaktivitäten anstoßen.

Aufbau und Inhalt

Das erste Kapitel ist mit „Die letzten 75 Jahre: Was wir heute aus ihnen für uns lernen können“ überschrieben. Nach einer Einleitung wird „der Zeitgeist der 50iger bis 70iger Jahre“ beschrieben. Sodann folgen Ausführungen zu „Gesellschaftliche Umbrüche (I) und (zu späte Aufarbeitung der) Heimerziehung in den 50iger bis 70iger Jahren“ und „Gesellschaftliche Umbrüche (II): Erziehungseinstellungen und -verhaltensweisen in Elternhaus und Jugendhilfe“. Im Anschluss beschreibt Günther Deegener in einem Exkurs die „Reaktionen in Öffentlichkeit und Fachwelt auf delinquente, gewalttätige Kinder und Jugendliche. Oder: Von der stetigen Wiederkehr dualen Denkens hin zu differenzierten Diskursen“. Danach geht es um „Grundlegende Haltungen und Einstellungen einer Erziehung, die unantastbare Würde des Menschen zu achten und zu schützen“. Das erste Kapitel endet mit „Repressive vs. Proaktive Sexualpädagogik. Oder: Wie rückständig ist heutige Sexualpädagogik in der Jugendhilfe?“

Im zweiten Kapitel beschäftigt sich Günther Deegener mit „Frühe Hilfen/Frühwarnsysteme zwischen Prävention und Gefährdungseinschätzung“. Er beginnt mit einem „Fallbeispiel“ und arbeitet dann das Spannungsverhältnis zwischen „Frühe Hilfen/Frühwarnsysteme vs. Gefährdungseinschätzung“ heraus. Am Beispiel der „Frühe Hilfen für Bochumer Familien“ werden die vorher beschriebenen Probleme konkretisiert. In einem weiteren Beitrag stellt der Autor die „Diskurse/Antworten der Fachwelt“ dar. Sodann wird das Problem von „Vertrauensvolle Beziehung und Datenschutz“ vertiefend thematisiert. Sehr interessant sind die „Probleme der Gefährdungseinschätzung und Diagnostik einer Kindesmisshandlung in der psychosozialen Praxis“ sowie die „Ergebnisse der ersten Metaanalyse zu Frühen Hilfen in Deutschland“.

Im dritten Kapitel greift Günther Deegener die unterschiedlichen Aspekte der „personelle(n) und strukturelle(n) Riskofaktoren der HelferInnen, des Helfersystems“ auf. Er nimmt das „Risikoinventar der HelferInnen, des Helfersystems“ in den Blick und betreibt „Ursachenforschung im Fall Kevin in Bremen“. Kritisch beleuchtet er sodann die „Modellvorstellungen zur Erfassung der Risiko- und Schutzfaktoren bei KlientInnen/Familien sowie Fachkräften bzw. beim Helfersystem“ und die „Einstellungen und Haltungen bei der Umsetzung der Risiko- und Schutzfaktoren-Modellvorstellungen“. Die weiteren Ausführungen handeln „von der Notwendigkeit der Selbstreflexion und des systemischen Denkens“. „Schwierige KlientInnen + schwierige Fachkräfte = schwierige Beziehungen“ ist die Überschrift des anschließenden Beitrages. Um Beziehungen handelt es sich dann auch in den weiteren Ausführungen „Standardisierungen, Strukturierungen, Verfahrensabläufe, Checklisten, Diagnoseschemata usw. – Verkümmern die Beziehungen?“ Unter der nächsten Überschrift „Quantitative und qualitative Verbesserung der Partizipation der Familienmitglieder ist grundlegend für einen gelingenden Hilfeprozess“ zeigt Günther Deegener Perspektiven auf. Des Weiteren beschäftigt sich der Autor mit den „Missverständnisse(n) beim Paradigemenwechsel von Jugendwohlfahrtsgesetz zum Kinder- und Jugendhilfegesetz“. Ausführungen zur „Ökonomisierung der Heilberufe (Maio, 2011) und ihre Auswirkungen auf die Beziehungsqualität und den Hilfeprozess“ beschließen das dritte Kapitel.

Im vierten Kapitel stehen die „Probleme des Helfersystems bei Vernetzung und Kooperation“ im Vordergrund. Der „Binsenweisheit zur Notwendigkeit von Vernetzung/Kooperation“ folgt „mehr Demut gegenüber den eigenen Erkenntnismöglichkeiten. Oder: Achtsamkeit gegenüber Wahrnehmungs- und Beurteilungsfehlern“. Unter der Überschrift „Entwicklung von Vernetzungssystemen hin zu Organisations-Ungeheuern?“ wirft Günther Deegener einen kritischen Blick auf derzeitige Entwicklungen und zeigt sodann mit „effizienzerhöhende(n) (Steuerungs-)Merkmale(n) von Netzwerken“ wie es anders und besser funktionieren kann. Dass dazu eine entsprechende Ausstattung und Rahmenbedingungen zwingend gehören, zeigt er in seinen Ausführungen zu „effektive Vernetzung im überlasteten Jugendhilfe- und Kinderschutzsystem ohne zusätzliche personelle und zeitliche Ressourcen?“ auf.

Das fünfte Kapitel widmet sich einem weiteren, relativ neuen Themenkomplex im Kinderschutz „Fehlern vorbeugen und aus Fehlern lernen – aber mit welcher Fehlerkultur?“. Zunächst wird die „Geschichte der Fehlervermeidung in Deutschland“ skizziert und dann der „systemische Ansatz zur Fehlerentstehung und -vermeidung“ vorgestellt. Unter der Überschrift „Ursachen der Fehl(er)entwicklungen: Wer trägt die Verantwortung?“ folgt eine kritische Auseinandersetzung mit der oftmals zu beobachtenden Fehlerzuschreibung auf einzelne Personen, die das System und seine Anteile an Krisen ausblendet. In einem weiteren Beitrag werden die „Formen dialogischer Qualitätsentwicklung“ dargestellt. Sehr aufschlussreich sind die folgenden Antworten auf die Frage „Welche Organisationen unterstützen Fehleroffenheit?“ Die das fünfte Kapitel abschließenden Ausführungen sind ein Plädoyer für eine „Kultur der Achtsamkeit in Organisationen“.

Die dringende Notwendigkeit einer verbesserten „Aus-, Fort- und Weiterbildung“ der verschiedensten Professionen in der Kinder- und Jugendhilfe und im Kinderschutz zeigt Günther Deegener im sechsten Kapitel auf.

Das siebte Kapitel befasst sich mit den „Grundlagen zur empirischen Forschung sowie zur Praxis der Erfassung von Belastungs-/Risikofaktoren und Ressourcen/Schutzfaktoren“. Nach einer Einleitung wird ein „Beispiel einer empirischen Untersuchung zur Erfassung von Risikofaktoren für den Zeitraum Früher Hilfen“ dargestellt. Die weiteren Ausführungen beschäftigen sich mit „Berechnung und Interpretation von Odds-Ratio“. Es folgen „Beispiele heutiger Forschungen zu Risikofaktoren“. In einem weiteren Beitrag zeigt der Autor „Probleme von Screeningverfahren zur Erfassung des Risikos von Kindeswohlgefährdungen/Kindesmisshandlungen“ sowie die „Komplexität der Bewertung von Risiko- und Schutzfaktoren im Praxisalltag des Kinderschutzes“.

Im achten Kapitel wird der Blickwinkel nochmals über das Helfersystem hinaus erweitert unter dem Titel „Hinderliche gesellschaftliche, politische Rahmenbedingungen für das Helfersystem“. Die „überwertige Beachtung des sexuellen Missbrauchs gegenüber den anderen Formen der Kindesmisshandlung“ wertet Günther Deegener in diesem Kontext als problematisch, weil damit die anderen Formen der Gewalt gegen Kinder aus dem Blick geraten. In einem weiteren Beitrag widmet er sich der „Kinder- und Jugendhilfe sowie Kinderschutz(-Politik): Gegenwart und Zukunftsperspektiven“. Die letzten Ausführungen der Veröffentlichung ziehen ein Resümee der gegenwärtigen Entwicklung und zeigen gleichzeitig Perspektiven auf „Zu viel reaktiver, kontrollierend-überwachender Kinderschutz vs. zu wenig proaktiver, präventiv-unterstützender Kinder- und Jugendhilfe-Praxis?“.

Eine umfangreiche Literaturliste schließt die Veröffentlichung ab, wobei Günther Deegener bereits viele Hinweise auf weitere Literatur und Materialquellen in seine Ausführungen eingeflochten hat. Er selber gibt im Vorwort an, dass er insbesondere hinsichtlich verfügbarer Materialien im Internet unmittelbar vor der Veröffentlichung eine Aktualisierung und nochmals Ergänzungen vorgenommen hat.

Diskussion

Seit 2005 der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (§ 8a SGB VIII) Einzug in das Kinder- und Jugendhilfegesetz gehalten hat und 2012 durch das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) eine weitere Konkretisierung erfuhr sowie auf weitere Berufsgruppen ausgedehnt wurde, gibt es hinsichtlich seiner Umsetzung eine schier unübersichtliche Fülle von Literatur, Interpretationen und Bewertungen sowie Materialien. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Für Praktikerinnen und Praktiker ist es daher in ihrem beruflichen Alltag in der Tat schwierig, einen Überblick zu gewinnen und Nützliches von Überflüssigem zu unterscheiden. Hinzu kommt eine nicht nur von Günther Deegener konstatierte Distanzierung der Praxis hinsichtlich relevanter Forschungsergebnisse. Insofern ist es sehr zu begrüßen, dass der Autor mit der Veröffentlichung den Versuch unternimmt, aus seiner Sicht wichtige und hilfreiche Erkenntnisse, aus der Forschung und Fachdiskursen aufzubereiten und der Praxis zur Verfügung zu stellen. Dazu wird auch internationale Literatur herangezogen. Im Mittelpunkt steht dabei der kritische Blick auf die Helfersysteme, das Hilfeverständnis und den Umgang mit Familien, grundsätzlich und speziell im Kontext des Kinderschutzes. Es ist ein besonderer Verdienst des Autors, dabei auch die historische Perspektive der letzten 75 Jahre einzubeziehen. Denn eine Beschäftigung mit der Vergangenheit ist hilfreich für ein besseres Verständnis der Gegenwart und muss natürlich auch bei der Entwicklung von Perspektiven für die Zukunft berücksichtigt werden im Sinne von „aus Fehlern lernen“.

Festzustellen ist, dass sich die Stimmen derer mehren, die die derzeitige Entwicklung im Kinderschutz, aber auch in der Kinder- und Jugendhilfe insgesamt, mit großer Sorge betrachten. Beklagt werden eher technokratisch angelegte Hilfeprozesse, die darauf abzielen, Risiken in Familien auszumachen und zu intervenieren. Und das so früh wie möglich. Das läuft einem angemessenen, vertieften Fallverstehen oft zuwider, das mit intensiver Beziehungsarbeit einher geht, ein Verstehen der Situation der betroffenen Familie und ihrer Dynamiken erfordert und auch die Ressourcen hinreichend in den Blick und den Abwägungsprozess nimmt. Stattdessen dominieren Dienstanweisungen, Verfahrensabläufe und Instrumente die Praxis, insbesondere in den Jugendämtern, die als Hilfsmittel durchaus sinnvoll sind, aber nicht als Ersatz für das schon angesprochene vertiefte Fallverstehen dienen können. Auf diese Weise engen sich die Handlungsspielräume der Praktikerinnen und Praktiker ein und die Möglichkeiten, das verfügbare professionelle Knowhow zur Anwendung zum Wohle der Kinder und ihrer Familien zu bringen. Und damit – so arbeitet Günther Deegener heraus – werden Fehler personalisiert und individualisiert, während das Helfersystem als solches oder die strukturellen Faktoren und Rahmenbedingungen in den Organisationen unberücksichtigt bleiben. Dabei ist die Erkenntnis nicht neu, dass Krisen oder schwierige Entwicklungen in Fällen immer multifaktoriell verursacht sind. Nicht ein Fehler führt zu Katastrophen, sondern ein Bündel von Ereignissen bzw. Gegebenheiten, die zu einer Verschärfung beitragen bzw. zueinander in Wechselwirkung eine bestimmte Dynamik entfalten. Wer aus Fehlern lernen will, muss all diese Faktoren in den Blick nehmen und auch organisationsbezogene Veränderungen vornehmen.

Hinzu kommt, dass in der Kinder- und Jugendhilfe nicht selten der Eindruck entsteht, es gäbe nur noch „8a-Fälle“, also Fälle von möglicher Kindeswohlgefährdung. Der grundsätzliche Anspruch von Familien auf Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen mit ihren Kindern mit dem vielfältigen Leistungsangebot des SGB VIII scheint dabei zu oft auf der Strecke zu bleiben. Und erst recht der Auftrag des § 1 SGB VIII an die Jugendhilfe, jeden jungen Menschen hinsichtlich seiner Entwicklung und Erziehung hin „zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“ zu fördern, scheint angesichts des Kinderschutzes zunehmend ins Vergessen zu geraten.

Positiv ist auch, dass nicht nur das Kinder- und Jugendhilfesystem, sondern auch das Gesundheitssystem kritisch beleuchtet wird. Da der Autor selbst lange Jahre in der Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig war, kennt er das Gesundheitssystem sozusagen von innen und hat daher einen guten Ein- und Überblick, welche Entwicklungen bzw. Gegebenheiten kritisch zu bewerten sind und welcher Verbesserungsbedarf zu konstatieren ist. So belegt er manche Aussagen und Feststellungen mit persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen. Ein Anliegen ist ihm darüber hinaus die Situation von Mädchen und Jungen mit Behinderungen, die gerade auch im Kontext des Kinderschutzes nicht vergessen werden dürfen.

Günther Deegener wäre nicht Günther Deegener, wenn er als einen Risikofaktor des Hilfesystems im Kontext des Kinderschutzes die Fokussierung auf Formen der sexualisierten Gewalt gegen Mädchen und Jungen ausmachte. Seine zahlreichen Veröffentlichungen sind immer ein engagiertes Plädoyer dafür, gerade auch die Kindesvernachlässigung sowie psychische und physische Kindesmisshandlung mehr und qualifizierter als bisher in den professionellen Blick zu nehmen. Denn nach vorliegenden Erkenntnissen handelt es sich hierbei um die quantitativ häufigeren Formen von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, denen sie in ihren Familien ausgesetzt sind. Darüber hinaus – auch das zeigen Forschung und Praxis – erleiden Mädchen und Jungen zumeist eine Kombination verschiedener Formen der Gewalt. So wichtig die Verbesserung der Praxis im Kontext sexualisierter Gewalt als auch weitere Forschung zu dem Thema ist, sollten dabei die anderen Formen der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zumindest die gleiche Berücksichtigung und Beachtung erfahren.

Fazit

Die Veröffentlichung sei allen in der Kinder- und Jugendhilfe, der Gesundheitshilfe sowie den im Bereich der Frühen Hilfen Tätigen ans Herz gelegt. Die mit den Ausführungen zusammengestellten komprimierten Erkenntnisse aus der Forschung, das Zugänglichmachen weiterer Einschätzungen über das Hilfesystem und seine Ausrichtung anderer Fachleute, insbesondere im Kinderschutz, sind ein sehr guter „Service“ für Praktikerinnen und Praktiker, denen es an Zeit oder auch an Zugängen zu entsprechender Literatur mangelt. Dennoch ist sicherlich der Umfang der Veröffentlichung in dieser Hinsicht auch eine Herausforderung. Es bleibt zu hoffen, dass die vielschichtigen Facetten dieses Buches Diskurse und Reflexion in der Praxis anstoßen werden.


Rezensentin
Martina Huxoll-von Ahn
Stellv. Geschäftsführerin Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
Homepage www.dksb.de
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Zitiervorschlag
Martina Huxoll-von Ahn. Rezension vom 23.09.2015 zu: Günther Deegener: Risiko- und Schutzfaktoren des Kinder- und Jugendhilfesystems bei Prävention und Intervention im Kinderschutz. Pabst Science Publishers (Lengerich) 2014. ISBN 978-3-89967-987-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/18623.php, Datum des Zugriffs 22.09.2019.


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