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Andreas Böss-Ostendorf, Roland Brake u.a.: Studien-­Starter-Pack Soziale Arbeit

Cover Andreas Böss-Ostendorf, Roland Brake, Ulrich Deller, Armin Schneider, Holger Senft: Studien-Starter-Pack Soziale Arbeit. Verlag Barbara Budrich (Opladen, Berlin, Toronto) 2014. 731 Seiten. ISBN 978-3-8252-4286-2. 49,99 EUR.
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Thema

Wie andere im selben Verlag erschienene Studien-Starter-Packs führen auch diese drei Bände Studienanfänger in die wesentlichen Elemente des gewählten Studienfachs (hier: Soziale Arbeit) ein. Band 1 gibt Einblick in die Bandbreite der Sozialen Arbeit, Band 2 stellt ein zentrales Forschungsinstrument (Fragebogen) vor und Band 3 liefert praktische Unterstützung für effiziente Prüfungsvorbereitungen.

AutorInnen

Die Autoren des ersten Bandes, Ulrich Deller und Roland Brake, sind Professoren an der Katholischen Fachhochschule Aachen (KatHO NRW). Das Curriculum ist geprägt durch intensiven Praxisbezug mit integrierten Studienprojekten und persönlichkeitsbildenden Angeboten, wie z.B. Supervision. Prof. Dr. Ulrich Deller ist Professor für Soziale Arbeit und Leiter des Masterstudiengangs Kooperationsmanagement mit den Schwerpunkten Supervision und Management-Training. Prof. Dr. Roland Brake führt als Dr. päd. Diplom-Sozialpädagoge und Diplom-Pädagoge die Schwerpunkte Gestalttherapie/Gestaltpsychotherapie und Supervision.

Der Autor des zweiten Bandes zum Forschungsinstrumentarium Fragebogen im Studium der Sozialen Arbeit, Prof. Dr. Armin Schneider, vertritt das Lehrgebiet Empirische Sozialforschung, Sozialmanagement und Soziale Arbeit an der Hochschule Koblenz. Seine Arbeits- und Praxisschwerpunkte sind Organisations- und Personalentwicklung, Change-Management, Evaluation, Leadership, Organisations- und Wirtschaftsethik.

Andreas Böss-Ostendorf und Holger Senft haben als Autoren des dritten und letzten Bandes dieses Studien-Starter-Packs bereits 2005 den unterhaltsamen Prüfungsratgeber „beat it!“ sowie 2010 eine „Einführung in die Hochschullehre“ mit dem Untertitel „Ein Didaktik Coach“ publiziert. Andreas Böss-Ostendorf ist Theologe, Pädagoge, Gruppenanalytiker, arbeitet als Studentenseelsorger und Prüfungscoach in Frankfurt am Main und ist Lehrbeauftragter für Schlüsselqualifikationen an der dortigen Fachhochschule. Holger Senft ist Germanist, Werbetexter und Prüfungscoach sowie mehrfach ausgezeichneter Autor von Kurzgeschichten und lebt in Offenbach am Main.

Entstehungshintergrund

Im Vorwort des ersten Bandes begründen Brake und Deller die Publikation des Studien-Starter-Packs damit, dass sich in den letzten 50 Jahren die Zahl der Stellen in der Sozialen Arbeit in Deutschland verzehnfacht hat. Auch durch den sozialen Wandel in unserer Gesellschaft gehört die Soziale Arbeit zu den beliebtesten Studiengängen und hat mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Die Grundlagen des Fachgebietes mit seiner so notwenigen Praxisnähe sollen durch dieses Fachbuch aufzeigen, „…dass es eine gute Basis gibt, diese Profession auch als Disziplin im Wissenschaftssystem zu etablieren“ (Band 1, S. 11).

Schneider schließt daran an, indem er in der Einleitung zum zweiten Band anmerkt, dass Soziale Arbeit als wissenschaftliche Disziplin und Profession darauf angewiesen ist, systematisch wissenschaftliche Erkenntnisse über Datenerhebungen zu generieren.

Die Autoren des dritten Bandes ermuntern dazu, das System (auch das Prüfungssystem) Hochschule im Studium detailliert kennen zu lernen und sich bewusst zu machen, dass alle notwendigen Prüfungskompetenzen (Konzentrationsfähigkeit, Denkvermögen, sprachliche Ausdrucksfähigkeit, soziale Kontaktaufnahme) auch im späteren beruflichen Handeln Sinn machen.

Aufbau

Wegen der umfangreichen Inhalte erfolgt zur Orientierung ein Blick in das Inhaltsverzeichnis der drei Bände.

Band I: Soziale Arbeit. Grundlagen für Theorie und Praxis von Ulrich Deller und Roland Brake

  1. Was ist Soziale Arbeit? (S. 13 – 48)
  2. Anforderungen an die Profession „Soziale Arbeit“ (S. 55 – 73)
  3. Geschichte der Sozialarbeit und Sozialpädagogik (S. 76 – 109)
  4. Die Entwicklung der Sozialen Ausbildung (S. 111 – 130)
  5. Theorien und Ansätze Sozialer Arbeit (S. 132 – 156)
  6. Methoden der Sozialen Arbeit (S. 160 – 202)
  7. Träger (S. 207 – 244)
  8. Ökonomie und Soziale Arbeit (S. 247 – 264)

Anhang: Literaturverzeichnis und Index (S. 269 – 287)

Band II: Fragebogen in der Sozialen Arbeit von Armin Schneider

  1. Fragebogen und Soziale Arbeit (S. 9 – 19)
  2. Fragebogen in Forschung, Diagnose und Intervention (S. 23 – 48)
  3. Von den Vorannahmen und der Theorie zum standardisierten Fragebogen (S. 67 – 89)
  4. Methodik des Fragebogens (S. 93 – 130)
  5. Fallstricke, Unwägbarkeiten und Herausforderungen (S. 133 – 146)
  6. Auswertung, Analyse und Interpretation (S. 149 – 178)
  7. Fragebogen und externe Wirkung (S. 181 – 195)
  8. Gütekriterien für einen guten Fragebogen in der Sozialen Arbeit (S. 197)

Anhang: Literaturverzeichnis, Sach- und Personenregister (S. 201 – 210)

Band III: Alles wird gut. Ein Lern- und Prüfungscoach von A. Böss-Ostendorf und H. Senft

  1. Ohne Prüfung kein Studium (S. 11 – 28)
  2. Orientierung finden (S. 31 – 74)
  3. In sechs Schritten zur Prüfung (S. 83 – 147)
  4. Zeigen Sie Ihr Können (S. 155 – 194)
  5. Nach der Prüfung (S. 203 – 223)

Anhang: Literatur, Angaben zu den Autoren und der Grafikerin (S. 225 – 227)

Zu Band I

Band I des Studien-Starter-Packs führt umfassend in die Komplexität des Faches und Handlungsfeldes der Sozialen Arbeit ein, indem zunächst der Gegenstand in seiner Vielfalt beschrieben wird, bevor die Anforderungen an die professionellen Akteure im Licht der Geschichte und der aktuellen Problemlagen verdeutlicht werden. Durch alle Kapitel hinweg wird die Haltung vertreten, dass die Theorie der Sozialen Arbeit immer eine Theorie der Sozialen Praxis resp. des Sozialen Handelns ist.

Bereits im ersten Kapitel werden die unterschiedlichen Arbeitsfelder mit ihren Zielgruppen, Interventionsmöglichkeiten, Handlungsorten und Problemlagen aufgeführt, wonach deutlich wird, dass die professionellen Fachkräfte weniger Spezialisten als Generalisten sind. Kapitel 1.8 zum „Grundverständnis der Sozialen Arbeit“ wirft die zentrale Frage auf, was die Vielfalt der Aufgaben, Zielgruppen, Theorien, Träger und Methoden zusammenhält. Die Antwort wird (nach Vahsen 1996) über Max Weber gegeben, wonach soziales Handeln deutend verstanden und erklärt werden muss, um daraus handlungsleitende Arbeitsprinzipien idealtypisch zu systematisieren (S. 50). Es werden die Handlungslogiken im Einzelnen aufgeführt: Fürsorge (individuelle Not), Bildung (Selbstwirksamkeit), Politik (Teilhabe, Integration).

Das zweite Kapitel beleuchtet die Anforderungen an die Profession „Soziale Arbeit“ auf der Grundlage der Entwicklung des Begriffes „Profession“. Es wird das AGIL-Schema nach Parsons beispielgebend erläutert: A (adaption), G (goal attainment: Anpassung gelingt nur, wenn die Ziele klar formuliert werden), I (Integration), L (latent pattern mainenance: Sozialsysteme müssen für eine stabile Struktur und Motivation der Handelnden sorgen). Des Weiteren wird die Unterscheidung zwischen Beruf und Profession nach Daheim erläutert und der Professionalisierungsprozess eines Berufes beschrieben. Dies macht insbesondere in der Sozialen Arbeit Sinn, da hier nach Oevermann das Problem der Abgrenzung zum Alltagswissen ganz besonders besteht. Vor diesem Hintergrund werden drei Grundprobleme der sozialpädagogischen Kompetenzdebatte unterschieden: a) das Zusammenleben mit den Klienten, b) Entwicklung von Angeboten, die von den KlientInnen freiwillig angenommen werden und c) Ausführung und Verwaltung von gesetzlich vorgeschriebenen Eingriffen und Leistungen. Bei aller Diversität der Ansichten, was eine sozialpädagogische Fachkraft können muss, werden drei zentrale Forderungen deutlich: Alltagskompetenz (Organisation von Festen bis hin zu Problemlösungen im zwischenmenschlichen Bereich), Repertoire an musischem, medienpädagogischem und speziellem Beratungswissen sowie Gesetzes- und Verwaltungskenntnisse. Es wird weiterhin zwischen formaler (wissenschaftlich fundierte Grundkenntnisse) und sozialer Kompetenz (Beziehungsaufnahme und Beziehungsgestaltung) unterschieden. Im Verlauf der Lektüre wird deutlich, dass die Autoren des ersten Bandes insbesondere Wert auf die (Aus-)Bildung der emotionalen Kompetenz durch Selbsterfahrung und Selbstreflexion bereits im Studium legen.

Das dritte Kapitel vertieft die Selbstverständnis-Debatte der Jetztzeit durch einen umfassenden Blick in die Geschichte, wobei noch einmal deutlich wird, dass es überwiegend Frauen waren, die soziale Probleme erkannt haben und beheben wollten.

Daran anschließend wird im vierten Kapitel die Geschichte der sozialen Ausbildung nachvollzogen und am Ende nach den neuen und alten Ausbildungsproblemen gefragt. Typische Probleme in der Ausbildung sind nach Aussage der Autoren zum Beispiel, dass es kein einheitliches Berufsbild, geschweige denn – trotz zahlreicher Bemühungen – einheitliche Ausbildungen gibt. Es bleibt die Frage: Welche praxisorientierten Handlungskompetenzen und welche theoretischen Erklärungsansätze machen einen ‚guten‘ Sozialarbeiter aus? (S. 128).

Das fünfte Kapitel zu den „Theorien und Ansätzen Sozialer Arbeit“ beginnt mit der Frage: Was ist Wissenschaft? und verweist auf die Nachbardisziplinen Psychologie, Soziologie, Rechtswissenschaft, Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaft etc. Der „bunte Flickenteppich“ (S. 137) theoretischer Ansätze und Problemlösungskonzepte erfordert von den professionellen Fachkräften zukünftig eine klarere Positionierung auf fundamentale Begründungszusammenhänge, was aber aufgrund der Heterogenität der Ausbildung und des fehlenden wissenschaftlichen Austauschs der Hochschulen nur schwer zu leisten ist. Die Autoren sind sich einig, dass die Vielgestaltigkeit der Lebenslagen nur über die Verbindung unterschiedlicher Theorien analysiert werden kann, die sie – um das „Theoriewirrwarr“ (Schilling/Zeller) nicht fortzuführen – auf der Grundlage einer vorherigen Strukturierung vorstellen. Darin werden verschiedene theoretische Positionen und ihre Vertreter aufgelistet, bevor deren Theorien im Einzelnen vorgestellt werden.

Von der Theorie geht es im sechsten Kapitel zur methodischen Praxis, die im Bereich der Klienten bezogenen Arbeit folgendermaßen unterteilt und im Einzelnen vorgestellt wird: Soziale Einzelhilfe, soziale Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit. Als vierte professionsbezogene Methode wird die Supervision eingeordnet, die die reflexive Kompetenz der Fachkräfte und die Kontrolle des Praxishandelns in den Fokus rückt. Zur Strukturierung der Träger entscheiden sich die Autoren im siebten Kapitel für die Begriffe „öffentlich“, „frei“ und „gewerblich“, womit sie verdeutlichen wollen, dass man nicht mehr im klassischen Sinne von den Trägern der Sozialen Arbeit sprechen kann, da Leistungserbringer und Leistungsträger zusammen mit den Leistungsempfängern in einem Dreieck abzubilden sind. Das öffentlich-rechtliche Sozialrechtsverhältnis zwischen Bürgern und Sozialleistungsträgern bildet den tragenden Schenkel dieses Dreiecks. Seit den 1980er Jahren zwingen die öffentlichen Kassen auch die Soziale Arbeit zu ökonomischem Denken und Handeln, weswegen die Autoren im achten Kapitel die Entwicklungen im Bereich „Ökonomie und Soziale Arbeit“ vorstellen. Zwei kontroverse Haltungen werden deutlich: a) Furcht vor Ausverkauf der Sozialen Arbeit zu Lasten der KlientInnen und b) Hoffnung auf ein besseres Image der Sozialen Arbeit durch mehr Managementorientierung. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass bereits die mittelalterliche Caritas unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gearbeitet hat und die Hauptmotivation der Almosengeber im Glauben an die Belohnung im Jenseits lag. Auch Alice Salomon stellte 1908 die Volkswirtschaftslehre als eines von vier Fächern in den Mittelpunkt der Ausbildung. Wegen grundsätzlicher Kritik an einer Normierung der Sozialen Arbeit über Qualitätsmanagement und ähnlichen Dingen sollte nach Ansicht der Autoren die Frage für die Zukunft lauten: Was kann die Soziale Arbeit von Profit-Unternehmen lernen, um wirkungsvoller und effizienter Soziale Arbeit zu leisten? (S. 250/51) Alte und neue Managementansätze beschließen mit Verweis auf die Notwendigkeit einer fortlaufenden Diskussion über die Vereinbarkeit von Sozialer Arbeit mit den Prinzipien des (Sozial-)Managements dieses letzte Kapitel.

Zu Band II

Nach dieser relativ ausführlichen Vorstellung des ersten Bandes zu den Hintergründen der Sozialen Arbeit in Theorie und Praxis komme ich kurz zu den beiden folgenden Bänden, die sich eher auf die praktischen Anforderungen im Studium der Sozialen Arbeit beziehen.

Band II widmet sich dem Fragebogen, der im Studium und späteren Beruf der Sozialen Arbeit als zentrales Instrument der Forschung, Diagnose und Intervention gelernt und eingesetzt wird. Wie im Klappentext ausgeführt, ist dieses Praxishandbuch die erste grundlegende Einführung in die Nutzung des Fragebogens in der Sozialen Arbeit. Gerade weil sich die Soziale Arbeit auch als (handlungs-) wissenschaftliche Disziplin versteht, ist die Arbeit mit dem Fragebogen nach Ansicht der Autoren unerlässlich, um Erkenntnisse aus der Praxis zu erheben und für die Theoriebildung als aber auch für den Transfer zurück in die Praxis zu systematisieren. Gleichwohl wird darauf hingewiesen, dass der Fragebogen seine Fallstricke und Problematiken hat und natürlich nicht die professionelle empathische Handlungskompetenz der Fachkräfte ersetzen kann. Die Spannung zwischen Datenerhebung und individueller Hilfe bleibt immer bestehen. Erhebungen über einen gut ausgearbeiteten Fragebogen können aber helfen, soziale Lebenslagen zum Beispiel im Gemeinwesen (Wohnsituation, Demografie, Kindeswohl etc.) zu analysieren, um entsprechende Konzepte zur Hilfe zu erarbeiten und gezielter in der Praxis umzusetzen. Auch die Umsetzungserfolge können im Rahmen einer Evaluation sinnvoll mithilfe von Fragbogen überprüft werden. Nach einer kurzen Einführung über diesen Sinn und Zweck des Instrumentes zur Forschung, Diagnose und Intervention (mit Evaluation) werden konkrete Schritte zur Erstellung eines Fragebogens vorgestellt sowie typische Schwierigkeiten und deren Vermeidung aufgezeigt.

Zu Band III

Band III hilft den Studierenden schließlich ganz praktisch bei der Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen, wobei der Sinn dieser für das Studium notwendigen Leistungskontrollen gerade in Bezug auf die neuen Studiengänge nach dem Bologna-Prozess durchaus kritisch (wenn auch notwendig) gesehen wird.

Die Notwendigkeit von Prüfungen erweist sich daran, wie ein Prüfling mit seiner Angst umgehen kann, die nahezu alles verhindert, was in einer Prüfung gefragt ist: Konzentration, Ausdrucksfähigkeit, Kontaktaufnahme, Denkvermögen, Phantasie und so weiter. Wenn man es recht bedenkt, besteht das gesamte Leben aus Prüfungen, sodass dieser Ratgeber den Sinn guter Vorbereitung auch über solche lebensnahen Überlegungen herzustellen vermag. Mit Checklisten und anschaulichen Grafiken wird Lust aufs Lernen gemacht und gezeigt, dass auch der größte Wissensberg in kleineren Häppchen genießbar wird. Mit Überschriften „Drum prüfe, wer sich ewig windet“ oder „Den Horizont des Prüfers erweitern“ verstehen es die Autoren, dem Prüfungsprozedere neue Seiten abzugewinnen und die Aussicht auf einen erfolgreichen Studienabschluss in greifbare Nähe zu rücken.

Diskussion

Studierende und zukünftige Fachkräfte der Sozialen Arbeit erhalten im ersten Band einen anspruchsvollen, ausführlichen und doch komprimierten Einblick in alle wesentlichen Fragen und Verzweigungen des Berufsfeldes und Studienfaches, wobei die Autoren trotz aller objektiven Darstellung auf anregende Weise kenntlich werden (Ethik, Persönlichkeitsbildung, Grundwerte etc.). Dieser Band kann meines Erachtens aufgrund der wertvollen Informationen aus Theorie und Praxis in Geschichte und Gegenwart auch im späteren Berufsleben als hintergründiger Berater und Motivator fungieren.

Der zweite Band erschließt plausibel den Sinn und die Techniken eines oftmals ungeliebten Instrumentariums für das Studium und die spätere Tätigkeit, ersetzt aber keinesfalls eine seminaristische oder Projekt bezogene Begleitung im Studium der Sozialen Arbeit. Sehr wesentlich sind hier die kritischen Anmerkungen zum Einsatz der Fragebogen, die immer nur unterstützend und nie zum Selbstzweck (Daten sammeln) oder als Herrschaftsinstrument eingesetzt werden sollten.

Der dritte Band wird ebenfalls deutlich von der fachlichen Herkunft der Autoren geprägt und ist nicht nur für Studierende der Sozialen Arbeit eine kenntnisreiche und dabei unterhaltsame Anleitung für erfolgreiches Selbstmanagement im Studium sowie zur Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen.

Fazit

Studierende fragen oft und insbesondere, wenn es an die Erarbeitung einer Hausarbeit oder spätestens der Bachelor- oder Masterarbeit geht, nach dem Fachbuch, das alle Grundlagen zum Studienfach komprimiert und dennoch übersichtlich zusammenfasst. Dieser dreibändige Studien-Starter-Pack hat in diesem Sinne die Chance zum Bestseller für Studierende der Sozialen Arbeit zu werden, da die drei Bände alles vereinen, was ein Studienstarter – oder jemand, der gegen Ende noch einmal wesentliche Inhalte nachlesen möchte – braucht. Auch für bereits im Beruf stehende Fachkräfte können die drei Bände weiterhin eine wertvolle Hilfe zur Selbsthilfe sein.


Rezensentin
Prof. Bettina Brandi
Theaterwissenschaftlerin mit Zusatzqualifikation Medienpädagogik, Lehrgebiet Theater- und Medienpädagogik an der Hochschule Merseburg im Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur von 1994 - 2013
Homepage web.hs-merseburg.de/~brandi/
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Zitiervorschlag
Bettina Brandi. Rezension vom 05.08.2015 zu: Andreas Böss-Ostendorf, Roland Brake, Ulrich Deller, Armin Schneider, Holger Senft: Studien-Starter-Pack Soziale Arbeit. Verlag Barbara Budrich (Opladen, Berlin, Toronto) 2014. ISBN 978-3-8252-4286-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/18685.php, Datum des Zugriffs 25.04.2018.


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