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Gerhard Neuhäuser, Hans-Christoph Steinhausen u.a. (Hrsg.): Geistige Behinderung

Cover Gerhard Neuhäuser, Hans-Christoph Steinhausen, Frank Häßler, Klaus Sarimski (Hrsg.): Geistige Behinderung. Grundlagen, Erscheinungsformen und klinische Probleme, Behandlung, Rehabilitation und rechtliche Aspekte. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2013. 4., vollst. überarbeitete und erweiterte Auflage. 508 Seiten. ISBN 978-3-17-022192-5. 54,90 EUR.
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Thema

Im Fokus des Sammelbandes steht die interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Phänomen geistige Behinderung. Theorie und Praxis werden miteinander verknüpft und „Perspektiven für das Leben in der Gemeinschaft aufgezeigt“ (Klappentext). Einbezug finden Sichtweisen der Medizin, der Psychologie, der Pädagogik und der Rechtswissenschaften.

Die Publikation folgt dabei u.a. diesen Fragen: Wie entsteht geistige Behinderung? Welche Ausprägungen geistiger Behinderung sind möglich? Mit welchen Problemstellungen sehen sich Menschen mit geistiger Behinderung konfrontiert? Wie können diese diagnostiziert werden? Welche Maßnahmen zur Förderung, Therapie und Rehabilitation liegen für die Personengruppe vor? Wie sind die rechtlichen Bedingungen zur Betreuung und Pflege von Menschen mit geistiger Behinderung beschaffen?

Herausgeber

  • Prof. em. Dr. Gerhard Neuhäuser war Leiter der Abteilung für Neuropädiatrie und Sozialpädiatrie im Zentrum für Kinderheilkunde der Justus-Liebig-Universität Gießen.
  • Prof. Dr. Dr. Hans-Christoph Steinhausen ist an den Universitäten Aalborg in Dänemark und Basel in der Schweiz in den Disziplinen Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Klinische Psychologie tätig, zudem war er Leiter der Universitätsklinik Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst an der Universität Zürich (Schweiz).
  • Prof. Dr. Frank Häßler leitet die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie/Psychotherapie an der Universität Rostock.
  • Prof. Dr. Klaus Sarimski hat den Lehrstuhl für sonderpädagogische Frühförderung und allgemeine Elementarpädagogik am Institut für Sonderpädagogik der PH Heidelberg inne.

Entstehungshintergrund

Das Phänomen ‚geistige Behinderung‘ erlebt durch Ergebnisse aus Forschung und Praxis stetige Erweiterung im Wissen über Ätiologie, Diagnostik, Therapie und Begleitung. Mit der 4. Auflage des Lehrbuchs möchten die Herausgeber einen zeitgemäßen Überblick zur Thematik bieten und zusätzlich durch Kapitel zu Substanzmissbrauch, Sexualität, Pflege, Altern sowie Forensik aktuelle Entwicklungen in der Disziplin der Geistigbehindertenpädagogik einbeziehen.

Aufbau und Inhalt

Der Sammelband von Gerhard Neuhäuser, Hans-Christoph Steinhausen, Frank Häßler und Klaus Sarimski beinhaltet vier Teile mit insgesamt 25 Kapiteln:

    Teil A Grundlagen

  1. Epidemiologie, Risikofaktoren und Prävention (Gerhard Neuhäuser und Hans-Christoph Steinhausen)
  2. Genetische und biologische Grundlagen (Alexander von Gonthard)
  3. Psychologische Theorien geistiger Behinderung (Klaus Sarimski)

    Teil B Erscheinungsbilder und klinische Probleme

  4. Klinische Syndrome (Gerhard Neuhäuser)
  5. Psychische Störungen und Verhaltensprobleme (Hans-Christoph Steinhausen, Frank Häßler und Klaus Sarimski)
  6. Substanzmissbrauch (Frank Häßler)
  7. Sexualität und sexuell abweichendes Verhalten (Frank Häßler)
  8. Klinische Diagnostik und Früherkennung (Gerhard Neuhäuser und Hans-Christoph Steinhausen)
  9. Psychologische Diagnostik (Klaus Sarimski)

    Teil C Behandlung und Rehabilitation

  10. Körperliche Störungen und ihre Behandlung (Johannes Buchmann und Gerhard Neuhäuser)
  11. Psychopharmakotherapie (Frank Häßler und Olaf Reis)
  12. Psychologische Behandlungen (Klaus Sarimski)
  13. Sonderpädagogische Aufgaben und Beiträge (Theo Klauß)
  14. Frühförderung mit der Familie (Klaus Sarimski)
  15. Kommunikationsförderung (Susanne Wachsmuth)
  16. Bewegung, Spiel und Sport (Klaus Fischer)
  17. Berufliche Habilitation und Rehabilitation (Gerd Grampp)
  18. Aufgaben der Pflege (Samuel Elstner)
  19. Probleme des Alters (Maximilian Buchka)
  20. Psychiatrische Versorgung (Christian Schanze)
  21. Selbsthilfe (Theo Frühauf)

    Teil D Rechtliche Bestimmungen und Hilfen

  22. Gesetzliche Grundlagen der Rehabilitation und Pflege für Menschen mit geistiger Behinderung (Sabine Wendt)
  23. Betreuungsrecht (Ulrich Hellmann)
  24. Behindertenrechtskonvention und ihre Folgen (Klaus Lachwitz)
  25. Forensische Fragen und Probleme (Frank Häßler)

sowie ein Autor_innenverzeichnis und ein Vorwort.

In Kapitel 1 setzen sich Neuhäuser und Steinhausen mit der Epidemiologie geistiger Behinderung - ebenso wie mit biologischen und psychosozialen Risikofaktoren für deren Entstehung - auseinander, um abschließend Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention geistiger Behinderung unter ethischen Gesichtspunkten zu erläutern.

Hypothesen zur Entstehung geistiger Behinderung werden in Kapitel 2 erörtert, ergänzend werden Ätiologie und diagnostische Erhebungsinstrumente skizziert. Zur Illustration der Entwicklung geistiger Behinderung dient die Epidemiologie des Fragilen-X-Syndroms.

Sarimski schildert in Kapitel 3 das psychologische Verständnis geistiger Behinderung, das diese als ein „verzögertes Erreichen von Entwicklungsstufen“ (S. 47) auffasst. Zusätzlich werden perspektivisch Anknüpfungspunkte für weitere Forschungsvorhaben zum psychologischen Verständnis benannt.

Die Überleitung in den zweiten Teil der Publikation stellt Kapitel 4 dar, das sämtliche prä-, peri- und postnatal entstehenden Syndrome (z.B. Lipidosen, Aicardi-Syndrom, Dubowitz-Syndrom, Noonan-Syndrom, Trisomien, Schädel-Hirn-Trauma), die zu einer geistigen Behinderungen führen können, erläutert. Es werden jeweils Entdeckung, Ursachen, Symptome und Prävalenz beschrieben.

Daran schließt sich Kapitel 5 an, das psychische Störungen im Kontext geistiger Behinderung expliziert. Zunächst werden die Schwierigkeiten in der Diagnose von ebenjenen Erkrankungen bei Menschen mit geistiger Behinderung angeführt. Anschließend werden mögliche psychische Störungen und Verhaltensprobleme erörtert, die im Zusammenhang mit spezifischen Syndromen wie Prader-Willi-Syndrom oder Williams-Beuren-Syndrom betrachtet werden.

In Kapitel 6 erläutert Häßler den Komplex des Substanzmissbrauchs von Menschen mit geistiger Behinderung. Neben einer grundlegenden Definition des Begriffs ‚Substanzmissbrauch‘ erfolgen Ausführungen zur Epidemiologie und Risikofaktoren bei Menschen mit geistiger Behinderung sowie zu therapeutischen Handlungsempfehlungen.

Sexualität im Kontext geistiger Behinderung stellt das Thema von Kapitel 7 dar, indem sexuelle Entwicklung und sexuelles Verhalten im Kindes- und Jugendalter mit und ohne geistige Behinderung referiert werden. Ergänzend werden sexuelle Devianz, sexualisierte Gewalt, Sexualerziehung und sexualtherapeutische Interventionen skizziert.

Die Darstellung klinischer Diagnoseverfahren zur Früherkennung von geistiger Behinderung bildet den Schwerpunkt von Kapitel 8. Anamnese, psychopathologische sowie somatische Befunde, Untersuchungsverfahren und Vorsorgeuntersuchungen werden benannt und in ihren Abläufen erläutert.

Daran anschließend bietet Kapitel 9 einen Überblick über psychologische Diagnoseverfahren, die sich mit der Einordnung personeller Kompetenzen im Verhältnis zu altersgemäßen Normwerten beschäftigen. Die Beurteilung kognitiver, sprachlicher, adaptiver und Wahrnehmungskompetenzen erfolgt; zusätzlich werden Entwicklungstests als Diagnoseinstrument erörtert. Abschließend werden problematische Verhaltensweisen benannt.

Mit Kapitel 10 erfolgt die Überleitung zum dritten Teil des Sammelbandes, in dem Behandlungs- und Rehabilitationsmöglichkeiten vorgestellt werden. Buchmann und Neuhäuser beschreiben nach allgemeinen Ausführungen zur Gesundheitsfürsorge bei Menschen mit geistiger Behinderung körperliche Störungen wie z.B. Epilepsie, Infantile Cerebralparesen oder das Tourette-Syndrom, um mit Therapiemaßnahmen beim Down-Syndrom sowie alternativen Therapieformen zu enden.

Psychopharmaka und deren Gabe bei psychischen Erkrankungen von Menschen mit geistiger Behinderung werden in Kapitel 11 skizziert. Auf Grundlage allgemeiner Leitlinien, die sich u.a. mit dem Zulassungsstatus und Dosierungsempfehlungen befassen, werden der Einsatz und die Wirkung von Antipsychotika, Antidepressiva, Stimmungsstabilisatoren, Opioidantagonisten, Stimulanzien und Atomoxetin bei Kindern, Jugendlichen sowie Erwachsenen erörtert.

Psychologische Behandlungsmöglichkeiten werden in Kapitel 12 anhand verschiedener Therapiekonzepte wie z.B. positiver Verhaltensunterstützung oder Kriseninterventionen beschrieben und mit adäquaten Maßnahmen bei bestimmten psychischen Störungsbildern (z.B. Essstörungen, Angststörungen) illustriert. Abschließend wird die Kombination von psychologischer Behandlung mit der Gabe von Psychopharmaka dargestellt.

Auf die psychologische Sichtweise folgend wird die sonderpädagogische Perspektive in Kapitel 13 eingenommen. Der Diskurs zur Bildungsfähigkeit und aktuelle Paradigmen der Heil- und Sonderpädagogik stellen die theoretischen Grundlagen dar, auf denen Teilhabe in den Bereichen elementare Bildung, Schule, Arbeit, Wohnen, Freizeit und Erwachsenenbildung für Menschen mit geistiger Behinderung ausdifferenziert wird.

In Kapitel 14 wird Frühförderung im Familienverband erörtert, indem Ziele, Organisation, Finanzierung, Elternberatung sowie Entwicklungsförderung des Kindes beschrieben werden. Einfluss auf das Gelingen von Frühförderung haben ebenfalls ärztliche Interventionen, so dass sich im Gesamtkontext aller Einflüsse Aussagen über die Wirksamkeit von Frühförderung formulieren lassen.

Ein weiterer zentraler Aspekt der Unterstützung von Menschen mit geistiger Behinderung ist die Kommunikationsförderung, wie sie in Kapitel 15 erörtert wird. Bedeutung und Entwicklung von kommunikativen Fähigkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung werden benannt, um darauf basierend Ursachen für kommunikative Einschränkungen herauszustellen. Im Fokus des Beitrags steht die Kommunikationsförderung, die z.B. Logopädie und Unterstützte Kommunikation umfasst.

In Kapitel 16 erfolgt eine Auseinandersetzung mit Sport und Bewegung als Mittel zur Körpererfahrung und Entwicklungsförderung. Es werden Handlungsempfehlungen für die Praxis skizziert, um abschließend Sportangebote für Menschen mit geistiger Behinderung unter dem Leistungsgedanken kritisch zu betrachten.

Berufsbildung und Berufsausübung im Kontext geistiger Behinderung benennt Kapitel 17 als einen weiteren zentralen Teilhabebereich. Die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen wie SGB IX und UN-BRK werden erörtert, um die bundesweiten Verfahren ‚Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit‘ und ‚Unterstützte Beschäftigung‘ vorzustellen und anhand des Beispiel Baden-Württembergs zu verdeutlichen.

Unterstützung bedürfen Menschen mit geistiger Behinderung bei Erkrankungen auch im pflegerischen Bereich, wie Kapitel 18 darlegt. Den Ausgangspunkt des Beitrags bildet die grundlegende Überlegung, wie Kontakt zur Personengruppe aufzunehmen und ihre Teilhabe zu fördern ist. Anschließend werden u.a. Strukturen in Kliniken, somatische Besonderheiten als Konsequenz bestimmter Syndrome, aggressives Verhalten und Medikation expliziert.

In Kapitel 19 wird das Altern von Menschen mit geistiger Behinderung näher betrachtet, indem geragogische Handlungsempfehlungen erläutert und hinsichtlich geragogischer Diätetik, Begleitung und Bildung differenziert ausgeführt werden.

Die Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung mit Angeboten der Psychiatrie wird in Kapitel 20 fokussiert, wenn die stationäre Versorgung, aber auch ambulante Angebote mit einer Spezialisierung auf Menschen mit geistiger Behinderung, benannt werden. Zur Ergänzung werden Möglichkeiten zur Finanzierung durch die Eingliederungshilfe und spezialisierte Weiterbildungsangebote für Mediziner_innen hervorgehoben.

Der letzte Beitrag des dritten Teils der Publikation, Kapitel 21, befasst sich mit der historischen Entwicklung der Selbsthilfe in Deutschland. Die Entstehung der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. wird beschrieben und sonderpädagogische Paradigmen werden benannt. Zusätzlich werden Bioethik sowie das Persönliche Budget erläutert und Einflussfaktoren auf das „neue Menschenbild“ (S. 406) bezogen auf Menschen mit geistiger Behinderung klassifiziert.

Kapitel 22 stellt die Überleitung zum vierten Teil des Sammelbandes dar. Es werden Leistungen zur Rehabilitation und Teilhabe als gesetzliche Gegebenheiten dargestellt und anhand unterschiedlicher Teilhabebereiche wie z.B. Frühförderung, Schule und Wohnen ausgeführt. Insbesondere die Bereiche Pflege und medizinische Rehabilitation werden hinsichtlich ihrer gesetzlichen Verankerung erklärt. Die Ausführungen enden mit Angaben zum Persönlichen Budget.

Das Betreuungsrecht mit seinen rechtlichen Voraussetzungen, dem Gerichtsverfahren und dem Komplex der Geschäftsfähigkeit werden in Kapitel 23 erörtert. Die Person der_des Betreuer_in stehen besonders im Fokus, da sie großen Einfluss auf die tatsächliche Umsetzung der Betreuung haben. Ergänzend werden die Auswirkungen von Betreuung auf das Sozialleistungsverfahren beschrieben.

In Kapitel 24 werden die UN-BRK und ihre Konsequenzen auf die deutsche Gesetzgebung referiert und anhand ausgewählter Artikel (z.B. Art. 25 Gesundheit; Art. 26 Habilitation und Rehabilitation) exemplarisch in ihrer Wirkung dargestellt.

Abschluss findet der Sammelband mit Kapitel 25, in dem geistige Behinderung unter forensisch-kriminologischen Aspekten hinsichtlich Brandstiftung, ‚Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung‘ sowie Gewaltkriminalität erörtert wird. Implikationen auf Straf-, Zivil- und öffentliches Recht werden formuliert.

Diskussion

Neuhäuser, Steinhausen, Häßler und Sarimski möchten mit dem Sammelband auf spezifische Teilhabebereiche wie auch Erschwernisse im Kontext geistiger Behinderung hinweisen. Die Sammlung der interdisziplinären Perspektiven wie auch die Vielfalt der behandelten Themen betont die Varianz geistiger Behinderung mit dem Ziel, „zu ihrer [gemeint sind: Menschen mit geistiger Behinderung] Inklusion in die Gemeinschaft beizutragen“ (S. 12).

Die im Sammelband vereinte Darstellung von Theorie und Praxis zeigt vielfältige Aspekte des Themenkomplexes auf. Insbesondere entsprechen die ergänzten Thematisierungen von Sexualität, Substanzmissbrauch, psychiatrischer Unterbringung, Pflege, Alter, Forensik und der UN-BRK aktuellen Fragestellungen innerhalb wissenschaftlicher und in der Praxis verorteter Auseinandersetzungen. Die ausführlichen Darstellungen der beteiligten Disziplinen Medizin, Psychologie, Pädagogik und Rechtswissenschaften vermitteln ein differenziertes Bild von geistiger Behinderung und den möglichen Bedürfnissen der Personengruppe. Insgesamt überwiegen aber medizinische und psychologische Sichtweisen, so dass die pädagogische Perspektive auf geistige Behinderung eine Ergänzung durch weitere einschlägige Publikationen benötigt.

Den Beiträgen des Sammelbandes gelingt es trotz dieser Kritik, Wissen über und Kompetenzen zum Umgang mit Menschen im Kontext geistiger Behinderung von Kindheit bis Erwachsenenalter und unter Einbeziehung unterschiedlicher Lebensbereiche aufzuzeigen und wissenschaftlich fundiert darzulegen. Es bedarf in Theorie und Praxis weiterer Auseinandersetzungen mit dem Phänomen geistige Behinderung, um bestehende und neu zu konzipierende Beratungs- und Partizipationsmöglichkeiten auf die spezifischen Bedürfnisse der Personengruppe anzupassen. Neben der Erweiterung des Bewusstseins dafür in der Gesellschaft, sind konkrete Handlungsempfehlungen dazu (wie z.T. der Publikation zu entnehmen sind) notwendig.

Fazit

Es ist den Herausgebern und den zahlreichen Autor_innen gelungen, einen fundierten Einblick in den aktuellen Forschungsstand zu geistiger Behinderung aus medizinischer, psychologischer, pädagogischer und rechtswissenschaftlicher Perspektive zu geben. Als Argumentationsgrundlage trägt das Werk dazu bei, die Bedürfnisse von Menschen mit geistiger Behinderung - durch interdisziplinäres Faktenwissen verifiziert - stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Notwendigkeit weiterer Forschung sowie Intervention hervorzuheben.

Für Leser_innen, die sich bislang wenig mit dem Komplex beschäftigt haben, bietet das Buch umfassende Informationen. Für Menschen, die sich bereits intensiver mit dem Thema beschäftigt haben, bietet das Buch einen umfassenden Überblick über den aktuellen Forschungsstand sowie eine Sammlung von Handlungsempfehlungen und Argumenten für eine verstärkte Thematisierung in Theorie und Praxis.

Das Buch kann Wissenschaftler_innen, Fachkräften und Studierenden sowie weiteren interessierten Leser_innen dringend empfohlen werden.


Rezensentin
Dr. Karoline Klamp-Gretschel
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Zitiervorschlag
Karoline Klamp-Gretschel. Rezension vom 21.07.2015 zu: Gerhard Neuhäuser, Hans-Christoph Steinhausen, Frank Häßler, Klaus Sarimski (Hrsg.): Geistige Behinderung. Grundlagen, Erscheinungsformen und klinische Probleme, Behandlung, Rehabilitation und rechtliche Aspekte. Verlag W. Kohlhammer (Stuttgart) 2013. 4., vollst. überarbeitete und erweiterte Auflage. ISBN 978-3-17-022192-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/18902.php, Datum des Zugriffs 16.12.2019.


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ISSN 2190-9245

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