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Johanna Schockemöhle, Margit Stein (Hrsg.): Nachhaltige Ernährung lernen [...]

Cover Johanna Schockemöhle, Margit Stein (Hrsg.): Nachhaltige Ernährung lernen in verschiedenen Ernährungssituationen. Handlungsmöglichkeiten in pädagogischen und sozialpädagogischen Einrichtungen. Julius Klinkhardt Verlagsbuchhandlung (Bad Heilbrunn) 2015. 272 Seiten. ISBN 978-3-7815-2031-8. D: 19,90 EUR, A: 20,50 EUR, CH: 28,50 sFr.
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Für eine eigenständige, gesunde und nachhaltige Ernährungsweise

Der aus der Forstwirtschaft übernommene Begriff „Nachhaltigkeit“, bei dem die Erkenntnis dahinter steckt, dass der Mensch bei seiner Daseins- und Produktionsweise darauf achten solle, nicht mehr zu verbrauchen, als das natürliche Wachstum auf der Erde ermöglicht, hat sich als „ökologischer Fußabdruck“ in den Diskurs eingeprägt. Eine gerechte Welt ist möglich, dieser Optimismus funktioniert nur dann, wenn es gelingt, ein nachhaltiges Bewusstsein auf allen Gebieten des individuellen und gesellschaftlichen, menschlichen Zusammenlebens zu implementieren, ökonomisch, ökologisch und anthropologisch (Ulrich Grober, Die Entdeckung der Nachhaltigkeit. Kulturgeschichte eines Begriffs, 2010, www.socialnet.de/rezensionen/9284.php). Dass dabei ein grundlegender Perspektivenwechsel erforderlich ist, wie ihn die Weltkommission „Kultur und Entwicklung“ bereits 1995 formuliert hat – „Die Menschheit steht vor der Herausforderung umzudenken, sich umzuorientieren und gesellschaftlich umzuorganisieren, kurz: neue Lebensformen zu finden“ – ist heute genau so aktuell. Wenn also der Mensch ein mit Vernunft ausgestattetes, zwischen Gut und Böse unterscheidungsfähiges und auf ein gutes, gegenwärtiges und zukünftiges Leben hin orientiertes Lebewesen ist, wie dies in der anthropologischen Philosophie (Aristoteles) zum Ausdruck kommt, ist er in der Lage, diesen erstrebenswerten Zustand lernend zu erreichen.

„Jedermann hat das Recht auf einen für die Gesundheit und das Wohlergehen von sich und seiner Familie angemessenen Lebensstandard, einschließlich ausreichender Ernährung…“, so wird in Artikel 25 der „globalen Ethik“ der Vereinten Nationen das Menschenrecht auf Nahrung festgelegt. Und gleich im darauffolgenden Artikel wird das Recht auf Bildung proklamiert. Ausreichende Ernährung wird somit mit der Notwendigkeit und dem Bedürfnis nach Bildung gleichgesetzt (Deutsche UNESCO-Kommission, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, in: Menschenrechte. Internationale Dokumente, Bonn 1981, S. 48ff). Und doch: In großen Teilen der Welt fehlt es an beidem. Die in den Millenniums-Entwicklungszielen von 2000 formulierten Zukunftsperspektiven für eine gerechtere, bessere und friedlichere (Eine?) Welt hinken, das stellen wir gerade fest, hinter den hehren Erwartungen hinterher (Asit Datta, Armutszeugnis. Warum heute mehr Menschen hungern als vor 20 Jahren, 2013, www.socialnet.de/rezensionen/16400.php). Als erkenntnisleitendes Interesse an der Thematik werden dabei die physischen und pädagogischen Zusammenhänge grundgelegt: „Wird Bildung in einem weiten Sinne als prozessuale Veränderung und Transformation von Menschen verstanden, dann ist es offensichtlich, dass sich diese Prozesse auch bei der Nahrungsaufnahme und der Vermittlung von Nahrung vollziehen“. Der interdisziplinäre, anthropologische Diskurs um „Nahrung als Bildung“ verweist auf ein bisher im pädagogischen Bildungs- und Erziehungsdiskurs eher vernachlässigtes Feld humaner Entwicklung. Das existentielle Verlangen nach Nahrung als Befriedigung von physiologischen Grundbedürfnissen zum Leben verlangt zwangsläufig nach der ebenso bedeutsamen Erkenntnis, dass Nahrungsaufnahme eine immanent soziale Bedeutung hat und „(Essens)Gaben für Bildung und Bildungsprozesse bedeutsam sind“ (Birgit Althans / Friederike Schmidt / Christoph Wulf, Hrsg., Nahrung als Bildung. Interdisziplinäre Perspektiven auf einen anthropologischen Zusammenhang, 2014, (www.socialnet.de/rezensionen/18385.php).

Entstehungshintergrund und Herausgeberinnen

Die Vereinten Nationen haben das Jahrzehnt von 2005 bis 2014 als Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" mit dem Ziel ausgerufen, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung zu implementieren. Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) hat dazu, in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), den „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung“ vorgelegt (BMZ/KMK, Bonn 2008, 235 S.). In zahlreichen Initiativen wird diese schulische und außerschulische Bildungsherausforderung theoretisch und praktisch bearbeitet. An der (ländlichen) Universität im ostfriesischen Vechta haben sich 2012 Theoretiker und Praktiker in der interdisziplinären AG Nachhaltigkeit zusammengefunden, „um gemeinsam das Themen- und Handlungsfeld ‚Ernährung‘ an der Hochschule in Lehre und Forschung zu fördern und auf diese Weise zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen“.

Im Sammelband „Nachhaltige Ernährung lernen in verschiedenen Ernährungssituationen“ informieren 23 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über ihre Arbeit und die Ergebnisse einer Ringvorlesung im Sommersemester 2013. Die geschäftsführende Leiterin des Zentrums für Lehrerbildung, Johanna Schockemöhle und die Erziehungswissenschaftlerin Margit Stein geben das Buch heraus. Sie verweisen darauf, dass es didaktisch, methodisch und curricular notwendig ist, den Bildungs- und Handlungsbedarf „im Bereich Ernährung im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung aufzuzeigen… (und) ein nachhaltiges Ernährungshandeln zu lernen – lebensbegleitend und quer durch alle Lebenslagen und Lebensalter“. Es sind Fragen nach einer (neuen) Essenskultur, und sie fordern zu einem Perspektivenwechsel heraus. Diese Herausforderung aber ist nicht allein mit Wissensvermittlung zu leisten; vielmehr kommt es darauf an, „das Wissen über gesunde und nachhaltige Ernährung auch in die Gestaltung von gesunden und nachhaltigen Ernährungssituationen einfließen zu lassen“.

Aufbau und Inhalt

Der Sammelband wird in vier Kapitel gegliedert.

  1. Im ersten werden „Grundlagen einer nachhaltigen Ernährung“ diskutiert;
  2. im zweiten geht es darum, „Ernährungssituationen auf dem Bildungsweg (zu) erkennen und (zu) nutzen“;
  3. im dritten spannen die Autorinnen und Autoren den Bogen von der Fragen einer nachhaltigen Ernährung hin zur Sozialen Arbeit;
  4. im vierten werden „Praxisbeispiele zur Förderung einer nachhaltigen Ernährung“ thematisiert.

Der Münchner Ernährungswissenschaftler Karl von Koerber ist Leiter der Arbeitsgruppe „Nachhaltige Ernährung“ am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaus an der Technischen Universität München/Weihenstephan und Gründer des Beratungsbüros für ErnährungsÖkologie. Sein Konzept für nachhaltige Ernährung wurde von der UNESCO als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Bildung“ anerkannt. Mit seinem Beitrag „Nachhaltige Ernährung und ihre fünf Dimensionen: Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur“ verweist er auf die herausfordernden Verantwortlichkeiten, die jeder Einzelne individuell und gesellschaftlich, lokal und global zu leisten habe. Es ist das Bewusstsein vom Mehrwert, den Menschen erzielen, wenn sie nachhaltige Ernährung als politischen Anspruch verstehen und die Umsetzung in alltägliches, gegenwartsbezogenes und zukunftsorientiertes Handeln als eine nachhaltige Lebenskultur begreifen.

Johanna Schockemöhle und die Münsteraner Geographiedidaktikerin Gabriele Schrüfer (deren Vita im Autorenverzeichnis fehlt) stellen zum Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ein „Leitbild für das Lernen in verschiedenen Ernährungssituationen“ vor. Sie fordern auf, gegen den aktuellen geringen Stellenwert, der im Bildungskanon des schulischen Curriculums zum Thema nachhaltige Bildung vorherrscht, in der Lehreraus-, -fortbildung und Unterrichtspraxis Konzepte für Handlungsfelder und Kompetenzmodelle zu entwickeln und in der schulischen und außerschulischen Bildung zu etablieren.

Johanna Schockemöhle zeigt mit dem weiteren Beitrag „Über das Lernen in der Region Zusammenhänge zwischen Ernährung und Umwelt unmittelbar erfahren“ Möglichkeiten für regionales Lernen auf; ein Anspruch, der sich im Konzept „Nachhaltige Entwicklung“ in der idealen Verbindung von lokalem und globalem Lernen darstellt.

Margit Stein setzt sich mit ihrem Beitrag „Erlernen von Ernährungsmustern und Essenspräferenzen in der Familie“ mit den Bedeutungen auseinander, die Ernährungswissen, -verhalten, -prägung und -aneignung im Bildungs- und Erziehungsprozess haben. An Fallbeispielen diskutiert die Autorin Situationen, bei denen Ernährungswissen nicht zwingend auch zu einem gesunden und angemessenen Ernährungsverhalten führt; es bedarf didaktischer, methodischer, rationaler und emotionaler Kompetenzen hin zu einer handlungsbezogenen Ernährungs- und Essensorientierung.

Der Vechtaner Erwachsenenbildner Lukas Scherak stellt mit seinem Beitrag „Theoretische Überlegungen zur Überwindung der Kluft zwischen Ernährungsbewusstsein und Ernährungshandeln“ an. Am Beispiel der „integralen Theorie“ (AQAL-integral, Ken Wilber) vermittelt er Forschungs- und Erkenntnisaspekte, wie unterschiedliche Sichtweisen, Weltanschauungen und Verhaltensformen im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung erschlossen werden können.

Das zweite Kapitel beginnt der Sozialwissenschaftler von der Hochschule Emden-Leer, Martin Stummbaum, indem er feststellt: „Essen ist mehr als 19-mal kauen und alle 14 Sekunden schlucken“, indem er über. „Nutrition Literacy in der frühkindlichen Bildung“ reflektiert und (europäische) ländervergleichende Forschungsergebnisse bei der organisatorischen Einbindung von Nahrung in den Lebens- und Bildungsort „Kindertagesstätte“ vorstellt. Er vermittelt Handlungsperspektiven, wie „Synergien eines Essens für die Pädagogik und einer Pädagogik für das Essen als Bildungs- und Lebensort für und mit Kindern erfahrbar“ gemacht werden können.

Margit Stein wirbt mit ihrem Beitrag „Essenssituationen in der Schule gestalten als Teil einer wertebasierten Schulentwicklung“ für ein ganzheitliches Ernährungsbewusstsein: „Kinder und Jugendliche erkennen, dass der Wert des Essens darin besteht, Beziehungen zu gestalten“.

Die Ernährungs- und Haushaltswissenschaftlerin Katja Schneider und die Doktorandin Martina Metz von der Justus-Liebig-Universität in Gießen plädieren mit ihrem Text „Essen in der Schule“ für eine nachhaltige Schulverpflegung und Partizipation beim institutionalisierten Bildungs- und Erziehungsprozess. Sie zeigen Ansätze und Möglichkeiten für eine „bewusste oder unbewusste, formelle oder informelle Bildung für nachhaltige Entwicklung im Kontext Ernährung“ auf.

Der Didaktiker für den Sachunterricht an der Universität Vechta, Steffen Wittkowske, provoziert mit seiner Aufforderung „Hört endlich auf, von gesunder Ernährung zu reden!“, indem er ein „Plädoyer für Schulgartenarbeit und den Spaß der Kinder an gutem Essen“ ausdrückt. Er verweist darauf, dass es (auch) bei der Ernährungslehre und -erziehung eines Perspektivenwechsels bedarf, weg von der negativen und warnenden Diktion, dass (gewisse) Nahrungsmittel ungesund sind und hin zu Genusserfahrungen: „Schulzeit ist Genusszeit“.

Die Geographiedidaktikerin Martina Flath und die wissenschaftliche Mitarbeiterin Carolin Duda von der Universität Vechta thematisieren am Beispiel des Geographieunterrichts Fragen nach „Kerncurriculum, Schulbuch und Ganztagsschule“, indem sie das Thema Ernährung im Unterricht der Sekundarstufe diskutieren und in ausgewählten geographischen Lehrplanbeispielen für die Sekundarstufe I und II vorstellen.

Die Erziehungswissenschaftlerin beim UNESCO Chair Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung der Universität Lüneburg, Sonja Richter, der wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Umweltkommunikation, Daniel Fischer und der Umweltwissenschaftler Marco Rieckmann stellen das „Handlungsfeld ‚Ernährung‘ als Katalysator einer nachhaltigen Hochschulbildung und -entwicklung“ vor. Dabei verweisen sie auf die vielfältigen Formen und Möglichkeiten, wie die Hochschule als Ort für nachhaltige Bildung wirksam werden kann. Dazu ist es „erforderlich, die Hochschulangehörigen für die Vielzahl der Bezüge zum Thema zu sensibilisieren und dafür zu werben, sich für Veränderungen an ihrer Einrichtung zu engagieren“.

Christine Meyer, Professorin für Soziale Arbeit aus Vechta, beginnt das dritte Kapitel mit dem Beitrag „Esskulturen und Tischgesellschaften in sozialpädagogischen Institutionen entlang des Lebenslaufs und besonderer Lebenslagen“. Sie stellt fünf essensethische Bereiche vor und verweist darauf, dass „soziale Arbeit ( ) über viele Handlungsfelder (verfügt), in denen von der Herstellung von Nahrungsmitteln über die Zubereitung bis zur Gestaltung von Essenssituationen tagtäglich mehrmals die ganze Welt als Mahlzeit auf den Tisch kommt und Wesentliches zur Erziehung, Bildung und Sozialisation“ beizutragen vermag.

Die Gesundheitswissenschaftlerin Kerstin Walther von der Evangelischen Hochschule in Bochum ist ebenfalls überzeugt: „Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme“. Sie diskutiert die Herausforderungen für gesunde Ernährung aus der Perspektive von sozialer Gesundheitsarbeit, indem sie die zahlreichen Pro und Contra einer Gesundheitsernährung thematisiert und auf die theoretische und praktische Bedeutung von sozialer Gesundheitsarbeit herausstellt: „Es geht darum, Lebensfreude und Genießen zu fördern, statt Leistungsdruck und schlechtes Gewissen zu vermitteln, Vielfalt anzuerkennen und zu schätzen, Möglichkeiten zu eröffnen und gerecht zu verteilen“.

Im vierten und letzten Kapitel werden Praxisbeispiele zur Förderung einer nachhaltigen Ernährung vorgestellt. Die Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzende des Regionalen Umweltbildungszentrums Hollen e.V., Marina Becker-Kückens, berichtet über ihre Erfahrungen mit einem Bildungsprojekt, bei dem es darum geht, zur Verringerung bei der Verschwendung und dem Wegwerfen von Lebensmitteln beizutragen.

Der Jenenser Naturpädagoge Thomas Pohler, die bayerische Lebensmittelchemikerin und Geschmackstrainerin Cornelia Ptach und die Frankfurter Sozialwissenschaftlerin Lotte Rose informieren mit ihrem Beitrag „Essgärten für Kinder“ über ‚Edible Education‘ und ‚Slow Food‘. Die Spannweite der Herausforderungen, Entdeckungsfreude, Geschmacksschulung und Kreativität als Bestandteile des sozialen Lernens zu erleben und Kinder und Jugendliche beim Prozess von KonsumentInnen hin zu Ko-ProduzentInnen zu unterstützen, ist groß und nützlich für individuelle und gesellschaftliche Identitätsbildung.

Der Verwaltungswissenschaftler und Geschäftsführer der Berliner Sarah Wiener Stiftung, Iordanis Daniel Mouratidis und die ebenfalls dort tätige Redakteurin und Autorin Stephanie Lehmann stellen das Pilotprojekt „Landschaft schmeckt“ vor, das an pädagogischen Fachschulen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt von Oktober 2010 bis April 2014 durchgeführt wurde und mit dem mehr als 1.600 ErzieherInnen in Ausbildung und Praxis erreicht wurden. Die Initiative, so genannte „Genuss-BotschafterInnen“ auszubilden und so ein Bewusstsein für nachhaltige Ernährung ganz früh im Kindesalter zu erreichen, kann als beispielhaft bezeichnet werden.

Der Publizist und Gastro-Fachjournalist Michael Polster stellt mit seinem Beitrag „Schulmensa 2.0“ die Zielvorstellungen und Förderrichtlinien vor, wie sie vom „Deutschen Netzwerk Schulverpflegung“ (DNSV) herausgegeben wurden und mit dem Projekt food@ucation als Ernährungserziehung angeboten wird.

Astrid Wasmann, Lehrerin für Biologie, Beraterin für Umwelt und nachhaltige Entwicklung und Vertretungsprofessorin für Didaktik der Biologie in Vechta, beschließt den Sammelband, indem sie ihre Studie über die Initiierung und Bedeutung von Best Practice-Projekten für gesunde Ernährung vorstellt und deutlich macht, dass in einer „Zukunftsschule“ nachhaltige Lern- und Bildungsziele unverzichtbar sind.

Fazit

Nachhaltige Bildung für nachhaltiges Leben! Die Bedeutung von nachhaltiger Ernährung für ein gutes, gelingendes, nachhaltiges, individuelles und gesellschaftliches, lokales und globales Dasein ist einzuschreiben in ein humanes Bewusstsein des Menschseins. Weil falsche, gesundheitsschädliche Ernährung im „falschen“ Leben erworben wird, bedarf es auch der Aufklärung darüber, wie der Mensch zu gesunder, nachhaltiger Nahrung kommt – durch erfahrendes, soziales Lernen. Die Autorinnen und Autoren der Hochschul-AG „Nachhaltigkeit“ an der Universität im niedersächsischen Vechta nehmen die Herausforderung an und zeigen Mittel und Wege auf, wie ein nachhaltiges Ernährungslernen in der Familie, in der vorschulischen Bildung, der Schule und Erwachsenenbildung als lebenslange Lernprozesse wirksam werden und einen Perspektivenwechsel herbeiführen können hin zu einer Essens- und damit Lebenskultur.

Die einzelnen, interdisziplinären Beiträge bieten in Theorie und Praxis Beispiele für die Lehreraus-, -fortbildung und Unterrichtspraxis an und zeigen Wege für ganzheitliche, nachhaltige und aufgeklärte Bildungs- und Lernprozesse auf. Der Sammelband sollte als Reader und Anreger in den Bildungsinstitutionen zur Verfügung stehen.


Rezensent
Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer
Ehemaliger Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim
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Zitiervorschlag
Jos Schnurer. Rezension vom 19.11.2015 zu: Johanna Schockemöhle, Margit Stein (Hrsg.): Nachhaltige Ernährung lernen in verschiedenen Ernährungssituationen. Handlungsmöglichkeiten in pädagogischen und sozialpädagogischen Einrichtungen. Julius Klinkhardt Verlagsbuchhandlung (Bad Heilbrunn) 2015. ISBN 978-3-7815-2031-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/19070.php, Datum des Zugriffs 15.09.2019.


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