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Manuela Wade: Mikrokosmos Stadtviertel

Cover Manuela Wade: Mikrokosmos Stadtviertel. Lokale Partizipation und Raumpolitik. transcript (Bielefeld) 2015. 213 Seiten. ISBN 978-3-8376-2888-3. D: 29,99 EUR, A: 30,90 EUR, CH: 40,10 sFr.
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Thema

Stadtviertel werden zunehmend zu zentralen Orten sozialer Integration. Im Stadtviertel gelingt es Menschen sich sozial zu verorten, Anerkennung von anderen zu erfahren, Bedeutung zu haben für andere, einfach dazu zu gehören.

Auf der anderen Seite werden sozialräumliche Bedingungen des unmittelbaren Wohnumfeldes auch zu Faktoren sozialer Statussicherung. Verstärkte sozialräumliche Disparitäten in einer Stadt verstärken auch die Bedingungen sozialer Integration und Ausschließung. Sage mir, wo Du wohnst und ich sage Dir, wer du bist. Die Adresse wird zunehmend zu einem Statusmerkmal.

Umso wichtiger wird, wie Menschen in einem Quartier zu bewussten Akteuren gemacht werden, die sich als Teil einer res publica verstehen können, der sie sich verantwortlich fühlen und die sie mitgestalten können.

Autorin

Dr. Manuel Wade lehrt an der Universität Wien. Ihre Forschungsgebiete sind Partizipation, räumliche Dimensionen sozialer Ungleichheit und das Verhältnis von Zentrum und Peripherie.

Aufbau

Nach einer Einleitung gliedert sich das Buch in acht Kapitel:

  1. Methodische Überlegungen
  2. Zu den einzelnen Stadtvierteln
  3. Exkurs: Räumliche Praxis an unterschiedlichen Orten
  4. Von Ungleichheit geprägte Wahrnehmungen
  5. Räume begrenzter Staatlichkeit
  6. Geförderte und geforderte Partizipation
  7. Zusammenführungen: „Und dass sich jeder bewusst wird, hier wohne ich“
  8. Schlussbemerkungen: Repolitisierung der Stadt.

Danach folgen neben Danksagungen eine ausführliche Literaturliste und ein Anhang mit einer Liste der Interviewpartner/innen und „mental maps“.

Zu: Einleitung: „Sag´ mir, wo du wohnst…“

Die Autorin beschäftigt sich zunächst mit unterschiedlichen Aspekten einer neuen Wohnungsfrage: mit Zwangsräumungen in Berlin, Räumungen von Elendsvierteln in Brasilien, mit Gentrifizierungsprozessen und der zunehmenden Homogenisierung von Quartieren; man wohnt lieber unter seinesgleichen.

Und sie fragt in Anlehnung an Bourdieu, inwieweit das Habitat den Habitus bestimmt, inwieweit allein sozialräumliche Bedingungen Quartierseffekte erzeugen, die Integration eher behindern oder fördern, also auch Ausgrenzung eher behindern oder fördern, inwieweit also allein die Struktur des Quartiers Handlungsbedingungen erzeugt, die einschränkend wirken. Die Frage ist also was ein benachteiligtes Quartier z. B. zu einem benachteiligenden Quartier werden lässt und wie ein privilegiertes Quartier privilegiert.

Weiter begründet die Autorin einen anderen Aspekt ihres Interesses, nämlich die Frage des Wechselverhältnisses von globalen und nationalen Entwicklungen auf der einen Seite und den lokalen Prozessen, Aktivitäten, Initiativen und Interaktionen auf der Ebene von Stadtvierteln und Quartieren. Wie reagiert die Bewohnerschaft eines Viertels etwa auf stadtpolitische Entscheidungen, die ihre Wohnumwelt betreffen und ab wann wird sie in Entscheidungsprozesse involviert?

Zu: Methodischen Überlegungen

Stadtviertel sind auch überschaubare Einheiten, zumindest bilden sich dort relativ einheitliche Interaktionsstrukturen, Erwartungshaltungen und Vorstellungen des Zusammenlebens aus. Deshalb wird hier das Stadtviertel in einer vergleichenden Analyse als Untersuchungseinheit benutzt; verglichen werden Stadtviertel von Dakar, Philadelphia und Wien.

Im weiteren Verlauf geht es um die Erforschung lokaler Partizipation und in der Tat werden Handlungsräume in der Reproduktionssphäre, wie Wohnen zu zentralen Ausgangspunkten für Partizipation und soziale Integration.

Auf das Wohnen als gesellschaftliche Praxis wird kurz eingegangen, die Wohnung als gesellschaftlicher Ort diskutiert und Wohnungspolitik als zentrales Handlungsfeld einer integrativen Sozialpolitik verstanden.

Danach wird das Datenmaterial vorgestellt. Neben Literaturrecherchen sind es vor allem Interviews mit Experten und Verantwortlichen der Wohnungspolitik, dann aber auch Interviews mit Viertelbewohnern.

Zu: Zu den einzelnen Stadtvierteln

In diesem Kapitel werden die einzelnen Stadtviertel vorgestellt, Stadtviertel aus unterschiedlichen Kulturkreisen, die zunächst nichts gemeinsam zu haben scheinen.

  • Arafat, Dakar ist das Produkt kolonialer französischer Stadtplanung in einer der Regionen Afrikas, die am stärksten urbanisiert sind. Diese Geschichte und die heutige Struktur des Stadtteils werden ausführlich dargestellt.
  • East Kensington, Philadelphia befindet sich in der am stärksten urbanisierten Region Nordamerikas Die Geschichte der US-amerikanischen Urbanisierung ist die Geschichte des rapiden Bevölkerungszuwachses in den Städten insbesondere durch die starke Zuwanderung ländlicher Schichten. Mit 1,5 Mio. Einwohnen und einer Armutsrate von 25% ist Philadelphia eine Metropolregion mit hohen sozialen Spannungen. Die Geschichte der Stadt Kensington wird ebenfalls ausführlich dargestellt und die Autorin begründet den Charakter dieser Stadt als „Arbeiterviertel“ einleuchtend.
  • Das Triester Viertel in Wien wird mit seiner Geschichte eingebettet in die historische Entwicklung von Wien im Kontext der Nationalstaatsentwicklung. Diese allgemeine Geschichte wird zunächst ausführlich vorgestellt, bevor auf die spezifische Struktur des Triester Viertels eingegangen wird dessen Geschichte auch als Arbeiterquartier geprägt ist.

Zu: Exkurs: Räumliche Praxis an unterschiedlichen Orten

Ausgangspunkt der folgenden Überlegungen der Autorin ist Friedrich Engels Studie „Zur Lage der arbeitenden Klasse in England“, in der er die Wohnbedingungen der Arbeiter als Behausungen beschreibt, in denen das Wechselspiel von Privatheit und öffentlichem Raum schlicht keine Bedeutung hat, weil die Wohnungen in den Hinterhöfen keinen Zugang zum öffentlichen Raum haben. Daran schließt die Autorin die Frage an, welcher Raum für wen zugänglich ist. Räumliche Distanzen werden auf diese Weise auch zu sozialen Distanzen – eine These, die dann auch die Chicagoer Schule zu ihren Kernthesen gemacht hat und die von vielen klassischen Autoren wie Lefèbvre übernommen wurde. Diese Überlegungen werden entfaltet, ebenso wie die These, dass menschliche Praxis räumliche Praxis ist. Menschen geben den Räumen durch ihre Interaktionen und Aktionen eine Bedeutung und zwar nach Maßgabe ihres Bewusstseins und ihrer Wahrnehmung, sowie ihrer Interessen, die sie im Raum und durch den Raum zu entfalten gedenken. Deshalb haben öffentliche Räume in Afrika eine andere Bedeutung und erfordern einen anderen mentalen und sozialen Zugang zu ihnen als in Europa. Auch dies wird dargestellt und begründet.

Die Autorin beschäftigt sich dann auch mit dem Ort, der sich auf lokaler Ebene durch ökonomische, soziale und politische Prozesse konstituiert.

Zu: Von Ungleichheit geprägte Wahrnehmungen

Es geht eben nicht nur darum, wie jemand wohnt, sondern darum, wo jemand wohnt. Die räumliche Konzentration der Armen prägt bestimmte Viertel, die wiederum die Menschen nicht nur dort prägen. Vielmehr nimmt man die Armut von außen auch in spezifischer Weise wahr. Die Wahrnehmung von außen schafft eine bestimmte Reputation als Slum, Ghetto oder benachteiligtes Quartier, was auch zu Diskreditierungen außerhalb des Quartiers führt. Diesen Fragen und ihren Hintergründen ist die Autorin auf der Spur, wenn sie „Zugänge zur räumlichen Dimension sozialer Ungleichheit“ thematisiert. Dabei unterscheiden sich die Wahrnehmungen der Betroffenen von denen, die nicht betroffen sind. Diese Aspekte werden von der Autorin am Beispiel der drei untersuchten Stadtviertel auch noch mal ausführlich kulturspezifisch reflektiert.

Im weiteren Verlauf setzt sich die Autorin mit dem Begriff der sozialen Exklusion auseinander. Dabei thematisiert die Autorin die Frage, inwieweit Orte ausgrenzen, Quartierseffekte ausgrenzend wirken, das Quartier in seiner städtebaulichen Beschaffenheit und seinen Grenzen zu anderen Quartieren benachteiligend wirkt.

Anhand der Interviews fragt die Autorin dann, welche Bedeutung die Viertel in den unterschiedlichen kulturellen Kontexten für ihre Bewohnerschaft hat, und sicher werden Unterschiede sichtbar, die auch ausführlich besprochen werden.

Zu: Räume begrenzter Staatlichkeit

Der Rückzug des Staates aus vielen Bereichen der Sozialpolitik lässt die Frage aufkommen, welche Rolle der Staat auf kommunaler Ebene spielt, wenn es um die Gestaltung des Sozialen und die soziale Integration auf kommunaler Ebene geht. Wie wirken staatliche Institutionen und welche Rolle spielen lokale und kommunale Institutionen im Kontext staatlicher Reglementierung? Diesen Fragen geht die Autorin nach, fragt dann auch, was Wohnungspolitik als Form des wohlfahrtsstaatlichen Eingreifens bedeutet und welche Rolle sie als Teil der Sozialpolitik im Produktionsbereich, im Verteilungsbereich und im Reproduktionsbereich spielt.

Damit ist auch gerade im Bereich der Wohnungspolitik auch die Frage verbunden, welches Raumverständnis dem Staat angetragen wird und wie er über soziale Nahräume regiert.

Diese Frage wird auch im Vergleich virulent, haben doch Österreich, Senegal und die Vereinigten Staaten auch ein sehr unterschiedliches Konzept von Gemeinde als sozialer Einheit (community) und von Kommune als politischer Einheit.

Alle diese Aspekte werden gründlich und ausführlich diskutiert.

Zu: Geförderte und geforderte Partizipation

Hier geht es um Beteiligungsmöglichkeiten auf lokaler Ebene, um die Einbindung von Bewohnerinnen und Bewohnern, von Nachbarschaftsorganisationen und lokalen Akteuren in den Planungs- und Entscheidungsprozessen im Quartier. Letztlich geht es um eine Repolitisierung und Aktivierung der Stadtpolitik auf Quartiersebene.

In allen drei Untersuchungsgebieten können derartige Tendenzen festgestellt werden – so die Autorin. Ob es um die Entwicklung der Community Development Corporations in den USA geht oder um die Kooperativen im Wohnungsbereich in Dakar oder um die Gebietsbetreuungen in Wien: Sie alle sind Ausdruck eines verstärkten Bestrebens, die Wohnbevölkerung einzubeziehen - wenngleich mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Ressourcen. Dies wird kritisch analysiert und beschrieben.

Dabei geht im Weiteren die Autorin auf die Wechselwirkung von Partizipation und Stadtviertel ein. Es geht nicht nur um die Verbesserung der räumlichen und materiellen Lage der Bewohnerschaft, sondern auch um Netzwerkaufbau, um institutionelle Vernetzungen von Initiativen und Organisationen mit der Stadtpolitik und um assoziative Vernetzung der Bewohnerinnen und Bewohner, die auf diesem Wege zu Akteuren werden. Dies kann in allen drei untersuchten Stadtvierteln nachvollzogen werden.

Weiter beschäftigt die Autorin die Frage der Partizipation über Selbstinitiative, wobei Lokalität Ausgangspunkt für Partizipation, und Vernetzung der Akteure zu ihrer Ausgangsbedingung wird.

Somit wird zusammenfassend das Stadtviertel zum Ort lokaler Vergemeinschaftung und Gemeinschaft als etwas anderes bezeichnet als Gesellschaft. Es geht um ein besseres Zusammenleben als Gemeinschaft, um dichtere Beziehungen untereinander, auch um umfassendere und zugleich nicht spezialisierte Beziehungen der Bewohnerschaft untereinander – und das ist aber nicht Gesellschaft im Sinne fortgeschrittener und moderner Gesellschaften!

Zu: Zusammenführungen: „Und dass sich jeder bewusst wird, hier wohne ich.“

Welche Rolle spielt das Wohnen für die Identitätssicherung der Menschen, welche Art der sozialen Verortung brauchen sie, um sich im Stadtviertel nicht nur wohl zu fühlen, sondern auch sagen zu können: „Hier gehöre ich her“. Und: wer gehört dazu und wer nicht, wer grenzt aus und inkludiert? Ist es nur eine Stadtpolitik, die dafür Rahmenbedingungen schafft oder sind es andere in der Stadt, die sagen: der gehört zu uns weil… und der nicht, weil… nicht? Und schafft es eine Stadt überhaupt, trotz besten Wohlfahrtsregimes, alle zu integrieren?

Die Autorin setzt sich mit diesen Fragen teilweise auseinander, macht einiges auch nochmals an den drei untersuchten Quartieren fest. Dabei nimmt sie ihre folgenden Hypothesen noch einmal kritisch und ausführlich unter die Lupe:

  • Eine bewusste Wohnentscheidung für ein bestimmtes Stadtviertel begünstigt ein Engagement für dieses… Die verstärkte Kommodifizierung des Wohnungswesens schränkt allerdings die Entscheidungsmöglichkeit ein.
  • Je weniger ein Ort bzw. ein Stadtviertel im Fokus staatlicher Strategien liegt und je peripherer er in Bezug auf politische Entscheidungsprozesse wahrgenommen wird, desto eher organisieren sich Bewohner von Stadtvierteln auf lokaler Ebene bzw. bleiben ihre Handlungen lokal beschränkt.

Schließlich geht um eine theoretische Verortung und hier taucht der Begriff Mikrokosmos als qualitativer Begriff zum ersten Mal auf. Alles, was bisher zu Fragen des Stadtviertels als sozial-kommunikativer Kontext und als Struktur und Raum gesagt wurde, wird nunmehr zusammengeführt und als Mikrokosmos dargestellt und begründet: Interaktionsstrukturen, Handlungsbedingungen, Raumverständnis und Raumwahrnehmung, Raumgestaltung, Identifikation mit dem Stadtteil, Orte der Identifikation, Zugehörigkeit u. v. m. Dies wird mit Literatur unterlegt und ausführlich diskutiert und auch in Bezug auf Beteiligungsformen kritisch beleuchtet. Dabei kommen auch noch einmal deutlich Unterschiede in den untersuchten Viertel zum Tragen.

Zu: Schlussbemerkungen: Repolitisierung der Stadt

In diesem kurzen Kapitel stellt die Autorin die Frage nach der Repolitisierung der Stadt als eine Frage, die heißt: „Wem gehört die Stadt?“ Dass die Stadt unterschiedlich geprägte Viertel kennt, auch sozial ungleiche Viertel kennt, weiß man seit der Chicagoer Schule. Und dass benachteiligte Quartiere benachteiligen und privilegierte privilegieren, ist der Stadtforschung auch bekannt. Auch die Tatsache, dass die Adresse heute eher etwas über den sozialen Status aussagt als die Berufsposition, ist uns inzwischen als Fragestellung bekannt.

Repolitisierung bedeutet ja auch, dass Stadtpolitik von unten ermöglich wird. Die Frage ist also auch, was den Mikrokosmos als Ausgangspunkt einer Repolitisierung der Stadt besonders ausmacht. Ist es die Dichte vergemeinschaftender Interaktionen und Strukturen nachbarschaftlicher Vernetzung, ist es die assoziative Vernetzung derjenigen Akteure im Stadtteil, die ihn verantwortlich mitgestalten wollen, die letztlich dazu führen, dass die Stadtadministration nicht mehr einfach regieren kann, sondern, dass es im Sinne von Governance zu Aushandlungsprozessen zwischen den Akteuren in den Vierteln und der Stadtverwaltung kommt?

Diskussion

Stadtviertel sind Teile einer Stadt, die strukturell und institutionell auf die Stadt als Ganzheit bezogen sind. Insofern ist interessant, wie sich Stadtviertel entwickeln können im Kontext der Entwicklungslogik der ganzen Stadt und inwiefern es ihnen gelingt, sich einen eigenständigen Charakter zu geben, der in der Tat ein Viertel vom anderen trennt. Für die Identifikation mit dem Stadtteil ist also auch der Charakter des Viertels wichtig, der eben anders ist als der Charakter jeden anderen Quartiers.

Dabei stellt sich die Frage, ob Integration in die Stadt der Identifikation mit dem Stadtteil bedarf und ob eine Stadt überhaupt das leistet und der Städter das braucht, um sich in der Stadt wohl zu fühlen, seine Interessen zu realisieren und seine Bedürfnisse zu befriedigen, auch sich zugehörig zu fühlen: die Identifikation mit der Stadt.

Denn Städter sind immer nur unvollständig in die Stadt integriert, und das macht ja auch die Stadt als urbanes Gebilde aus: dass sie im Spannungsverhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit nur unvollständig integriert. Insofern ist Stadt auch Gesellschaft und nicht Gemeinschaft. Das Erfordernis von Vergemeinschaftung, den die Autorin dem Stadtviertel anträgt, ist vielleicht auch eine Überforderung eines urbanen Stadtviertels.

Und trotzdem ist der Ansatz von Bedeutung, Menschen im Quartier zu Akteuren zu machen. Man ist ja nicht nur in einen Raum integriert, sondern auch durch den Raum integriert. Der Raum prägt die Verhaltensweisen, Deutungsmuster, Wertvorstellungen und prägt auch die Art und Weise, wie Menschen dem Raum eine besondere Bedeutung geben, wie sie sich ihn aneignen und besetzen.

Insofern wäre auch eine Auseinandersetzung mit den Vorstellungen von Stadt gerade im kulturellen Vergleich wichtig gewesen. Wie versteht man die europäische Stadt im Unterschied zur afrikanischen oder nordamerikanischen Stadt. Denn da gäbe es auch nochmal eine andere Facette des Verständnisses der Integrationsressourcen und der Ausgrenzungslogiken von Stadt und damit auch von Stadtvierteln.

Fazit

Das Buch ist ein interessanter Ansatz des Verständnisses von Stadtvierteln im kulturellen Vergleich, der alle Möglichkeiten einer Weiterentwicklung bietet.


Rezension von
Prof. Dr. Detlef Baum
Professor em. Arbeits- u. Praxisschwerpunkte: Gemeinwesenarbeit, stadtteilorientierte Sozialarbeit, Soziale Stadt, Armut in der Stadt Forschungsgebiete: Stadtsoziologie, Stadt- und Gemeindeforschung, soziale Probleme und soziale Ungleichheit in der Stadt
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Zitiervorschlag
Detlef Baum. Rezension vom 20.08.2015 zu: Manuela Wade: Mikrokosmos Stadtviertel. Lokale Partizipation und Raumpolitik. transcript (Bielefeld) 2015. ISBN 978-3-8376-2888-3. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/19081.php, Datum des Zugriffs 05.07.2020.


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ISSN 2190-9245

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