socialnet - Das Netz für die Sozialwirtschaft

Anja Gregor: Constructing Intersex. Inter­geschlechtlichkeit […]

Cover Anja Gregor: Constructing Intersex. Intergeschlechtlichkeit als soziale Kategorie. transcript (Bielefeld) 2015. 380 Seiten. ISBN 978-3-8376-3264-4. 34,99 EUR.

Soma studies, Band 2.
Recherche bei DNB KVK GVK

Besprochenes Werk kaufen
über socialnet Buchversand


Thema

Obwohl die Biographieforschung längst herausarbeitete, dass Biographien aktive Konstruktionen derer darstellen, die sie erzählen, und immer als (auch) vergeschlechtlichte Konstruktionen zu betrachten sind, – das Geschlecht als gesellschaftliche, binär organisierte Strukturkategorie stets in die biographischen Narrative eingewoben ist – stellt sich die Frage, wie Menschen ihre Biographie erzählen, bei denen das Geschlecht als Verortung in der Gesellschaft konstitutive Eigenschaft grundlegend in Zweifel gezogen ist.

Intergeschlechtliche Menschen sind Menschen, denen die Medizin kein eindeutiges, d.h. kein eindeutig weibliches bzw. männliches, Geschlecht attestieren kann. In Folge werden die ambivalenten Körper zumeist bereits im Kleinst- und Kleinkindalter über irreversible chirurgische Eingriffe und später durch Hormonersatzbehandlungen geschlechtlich vereindeutigt. Dies geschieht nicht selten, ohne die Betroffenen über ihren intergeschlechtlichen Status umfassend zu informieren. Die Medizin eliminiert als „Exekutive kultureller Körpernormen“ (S. 313) die Möglichkeit einer sozial-lebbaren, körperlich unversehrten Existenz im Bereich der Zwischengeschlechtlichkeit. Welchen Einfluss haben medizinische Techniken der Zurichtung auf die Ausgestaltung der Biographie? Wie verhalten sich intergeschlechtliche Menschen zur Strukturkategorie Geschlecht, wenn genau diese bei ihnen in Zweifel gezogen ist? Wie schildern intergeschlechtliche Menschen ihre gesellschaftliche Positionierung als Andere? Diese Fragen werden von Anja Gregor in ihrer qualitativ angelegten Studie vor dem Hintergrund sozialkonstruktivistischer Prämissen verhandelt. Das Forschungsvorhaben beabsichtigt die Spezifik intergeschlechtlicher Biographien nachzuzeichnen und argumentiert für die These, dass Menschen, die ihre intergeschlechtlichen Anteile in biographischen Erzählungen thematisierten, besondere biographische Konstruktionen liefern, die das eng aufeinander bezogene Verhältnis der Kategorien Biographie, Geschlecht und Körper herausstellen.

Autor_in und Entstehungshintergrund

Die veröffentlichte Biographieforschung mit intergeschlechtlichen Menschen ist das Dissertationsprojekt von Dr. Anja Gregor, wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in am Lehrstuhl für Allgemeine und Theoretische Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Forschungsprojekt wurde betreut von Prof. Dr. Hartmut Rosa und Prof. Dr. Melanie Steffens.

Begonnen als Forschungsvorhaben im Kontext der Doktorandenschule „Laboratorium Aufklärung“ der FSU Jena, führte Gregor 2009-2011 fünf narrative Interviews mit intergeschlechtlichen Menschen durch, die in Folge qualitativ ausgewertet, und deren Erkenntnisse auf aktuelle Debatten der Geschlechtertheorie, der Körpersoziologie und der Biographieforschung bezogen wurden. Die Dissertationsschrift wurde als zweiter Beitrag der neuen Reihe des Transcript-Verlags, der Soma Studies, im November 2015 veröffentlicht.

Aufbau

Die Studie ist grob untergliedert in drei Teile: Prolog, Performance und Epilog.

  1. Der Prolog umfasst die Einleitung mit einer Herleitung der Forschungsabsicht, dem generellen Erkenntnisinteresse der Studie und dem Forschungsvorgehen sowie zwei weitere Kapitel, eines zur Geschichte der Medikalisierung von Intergeschlechtlichkeit, das andere zum theoretisch verhandelten Zusammenhang von Biographie und Geschlechtlichkeit.
  2. Der zweite Teil – als Performance bezeichnet – beinhaltet neben der Darstellung des Erhebungs- und Auswertungsprozesses die in drei Kapiteln strukturierte Rekonstruktion der aus dem empirischen Material gewonnenen Erkenntnisse.
  3. Der Epilog als Schlusskapitel bündelt die wichtigsten Folgerungen aus der Studie und liefert für die Biographieforschung weiterführende Überlegungen für die Integration des Körpers in Biographien und bietet zudem eine neue, als queer-neomaterialistisch benannte Perspektive auf das Verhältnis von Biograpie, Körper und Geschlecht an.

Obwohl der Anschein bestehen mag, die Arbeit sei unterteilt in einen theoretisch ausgerichteten und einen empirischen Teil, sind beide ganz im Sinne der von der Grounded Theory Methodologie vorgeschlagenen „spiralförmige[n] Hin- und Herbewegung zwischen theoretisch angeleiteter Empirie und empirisch gewonnener Theorie“ (S. 150, zitiert nach Dausien 1996: 93) aufeinander bezogen und voneinander beeinflusst.

Inhalt

Das erste und umfangreichste Kapitel „Intergeschlechtlichkeit – Grundlegung einer sozialen Kategorie“ arbeitet in Rekurs auf bereits bestehende Studien zu Intergeschlechtlichkeit (vgl. Klöppel 2010, Voß 2010, Zehnder 2010, Eckert 2010) anhand der in verschiedenen Epochen spezifischen Medikalisierungsweisen von Geschlechtszuweisungen (von der Bestimmung des Geschlechts durch die Gonaden im 19. Jhd. über Hormone und Gene im 20. Jhd. hin zu Botenstoffen, die die Genaktivierung auslösen im 20./21. Jhd.) heraus, dass es sich bei Intergeschlechtlichkeit vor allem um ein durch den Medizindiskurs dominiertes Phänomen handelt, das jedoch als soziale Kategorie verstanden werden muss, da die Umgangsweisen mit diesem das gegenwärtige Konzept von Zweigeschlechtlichkeit als Zweikörperlichkeit definiert und absichert und somit eine wesentliche Rolle spielt bei der Aufrechterhaltung der sozialen, bipolar organisierten Geschlechterordnung. Seit der Frühen Neuzeit etabliert sich die Medizin als hegemoniale Wissenschaft vom menschlichen Körper, die die Grenzziehung zwischen vermeintlich männlichen und weiblichen Körpern über die Erforschung und Pathologisierung intergeschlechtlicher Körper definiert, festschreibt und sukzessive weiter ausdifferenziert. Für die Ausgestaltung intergeschlechtlicher Biographien folgenreich ist die mit dem Baltimorer Behandlungsprogramm in den 1950er Jahren etablierte übliche Praxis der chirurgischen Vereindeutigung der Genitalien. Das Behandlungsprogramm beruht auf der Annahme, dass die Genitalien die Basis darstellen für die Entwicklung einer kohärenten Geschlechtsidentität.

Um überzuleiten zu jener Spezifik intergeschlechtlicher Biographien reflektiert Gregor im zweiten Kapitel „Biographie und Geschlecht – Eine queertheoretische Betrachtung“ den sozialtheoretischen Zusammenhang von Biographiekonstruktion, Geschlechtlichkeit und Körper. Im Anschluss an von Alheit und Dausiens expliziertem „Konzept der Biographizität“ geht di_er Autor_in davon aus, dass Individuen die Fähigkeit besitzen, in biographischen Krisen auf vergangene Erfahrungen zurückzugreifen sowie vorhandene Erfahrungen vor dem Hintergrund zugewonnenen Wissens neu zu sortieren. Dies ist für intergeschlechtliche Biographien insofern von Relevanz, als dass dort der Status einer ambivalenten Geschlechtlichkeit, bedingt durch im Medizindiskurs etablierte Geheimhaltungsstrategien, erst sukzessive auf- und entdeckt wird und so in einer Re-Konstruktion der eigenen Biographie mündet. Um vor allem die eigenlogische Geschlechterdimension intergeschlechtlicher Biographien darzulegen, stellt die_r Autor_in dem Konzept der Biographizität eine eigens entwickelte Perspektive auf GeschlechtsKörperlichkeit zur Seite, die als „Konzept der Einkörperung“ bezeichnet wird, und wesentlich beeinflusst ist durch poststrukturalistische Ansichten zum Körper/Materialität und daran anschließende Subjektivierungsweisen sowie einem neomaterialistischen Verständnis von Körperlichkeit.

Nachdem in Kapitel drei „Statt eines Methodenkapitels“ der Erhebungs- und Auswertungsprozess der Studie erläutert wird, schließt das vierte Kapitel „Pathologisierung und Geheimhaltung als Mittel der Normalisierung“ daran an, was sichim zweiten Kapitel andeutete: Der Prozess der Intersexualisierung, d.h. die medizinische Zurichtung intergeschlechtlicher Körper, strukturiert maßgeblich die Geschichtlichkeit der Biographie. Die im Medizindiskurs eingesetzten Taktiken der Verschleierung und Geheimhaltung von Wissen über den intergeschlechtlichen Körper führen bei den Betroffenen zu umfassenden Pathologisierungserfahrungen, und können auf diskursiver Ebene als „praktisch umgesetzte Möglichkeit der Nicht-Repräsentation gesellschaftlicher Normen“ (S. 224) betrachtet werden.

Die medizinische Kontrolle intergeschlechtlicher Körper führt zu versehrten, zugerichteten und traumatisierten Körpern, deren eigensinniger Gehalt einerseits auf inhaltlicher Ebene der biographischen Narration thematisiert wird, sich aber auch im Prozess der Erzählhandlung selbst Bahnen bricht. Das fünfte Kapitel „Widerständiges KörperGeschlecht. Zwischen Intersexualisierung und Körperbezug als Selbstbezug“ macht besonders deutlich, dass der Körper expliziter Bestandteil der biographischen Konstruktion aller Befragten darstellt.

Alle Befragten erfuhren früher oder später von an ihren Körpern durchgeführten medizinischen Praktiken der geschlechtlichen Vereindeutigung. Dokumentiert wird im sechsten Kapitel „‚Wer seine Vergangenheit nicht kennt, ist dazu verdammt, seine Vergangenheit zu wiederholen‘. Neue Perspektiven auf Biographizität“ der Prozess der Wiederaneignung der eigenen Biographie im Sinne der (relativen) Emanzipation von medizinischen Regulierungstechniken. Entlang des Materials entwickelt die_r Autor_in ein vier-phasiges „Modell der Emanzipation vom fremdbestimmten medizinischen Zugriff“ (S. 281):

  1. „Coming In“ als Phase der Enteinzelung (Anerkennung der eigenen Intergeschlechtlichkeit und anschließende Vergemeinschaftungsaktivitäten)
  2. „Coming Out“ als Phase der Selbstermächtigung (Sammeln von Wissen, Studium der eigenen Krankenakte, Neu-Aneignung der Biographie)
  3. „Coming Off“ als Phase der Entwicklung von Expert_innentum in eigener Sache
  4. „Coming Clean“ als Phase der Korrektur der bisherigen Biographie

Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse zeigt die Autorin im letzten Kapitel „Intergeschlechtlichkeit als soziale Kategorie“ Anknüpfungspunkte ihrer Erkenntnisse an weitergehende Forschungsvorhaben auf, so könnte die These der aufgrund der Erschütterung von Strukturkategorien angeleiteten re-konstruktiven biographischen Arbeit auf dem Felde der Disability Studies, der Queer Studies und der Altersforschung überprüft werden. Nicht nur hinsichtlich der Strukturen biographischer Konstruktionen sondern auch nicht-normativer Geschlechtlichkeit(en) per se muss dem Stellenwert des Körpers zukünftig außerdem vertiefend nachgegangen werden.

Diskussion

Es handelt sich bei „Constructing Intersex. Intergeschlechtlichkeit als soziale Kategorie“, auch wenn lediglich auf fünf narrativen Interviews basierend, um eine äußerst gründlich ausgewertete Biographieforschung, die vor allem durch die sehr dichte An- und Rückbindung an sozial- und geschlechtertheoretische Erkenntnisse besticht. Der stete Wechselbezug von Erkenntnissen aus dem empirischen Material und theoretischen Überlegungen zum Verhältnis von Körper, Biographie und Geschlecht zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Dissertationsschrift, und begründet die entfaltete These, dass die Tabuisierung und Pathologisierung von Intergeschlechtlichkeit nicht nur ein konstitutives Element des kulturellen zweigeschlechtlichen Systems darstellt, sondern biographische Konstruktionen provoziert, die sich dezidiert von „verzweigeschlechtlichte[n] Biographien unterscheide[n]“ (S. 319).

Die_r Autor_in versucht in der Studie kontinuierlich und durchaus erfolgreich, die „Binnensicht der betreffenden Menschen“ (S. 155) solidarisch und wohl-wollend einzufangen – diese eben nicht als Forschungsobjekte sondern als Expert_innen in eigener Sache auszuweisen –, während si_er gleichzeitig die Standards wissenschaftlichen Arbeitens einhält. Auf dieser Grundlage betrachtet ist es ein unglücklicher Umstand, dass in der Auswertung auf alle Befragten mit Vornamen verwiesen wird, während sämtliche Wissenschaftler_innen, wie üblich, mit vollem Namen benannt sind.

Fazit

Anja Gregor gelingt es, das Verhältnis von Biographie, Körper und Geschlechtlichkeit im Kontext von Intergeschlechtlichkeit zugänglich heraus zu arbeiten. Veröffentlicht als erste Biographieforschung mit intergeschlechtlichen Menschen erreicht die Studie dadurch, dass sie Einblicke in das subjektive Erleben medizinisch zugerichteter intergeschlechtlicher Menschen liefert, nicht nur die öffentliche Aufmerksamkeit auch weiterhin und zunehmend auf fragwürdige medizinische Behandlungspraxen zu lenken, sondern befördert zudem verschiedenste Überlegungen zur Ausrichtung der geschlechtertheoretisch-inspirierten Biographieforschung.

Das Buch ist vor allem jenen zu empfehlen, die eine sozialtheoretische Auseinandersetzung mit queerer Biographieforschung suchen. Äußerst anschlussfähig sind die Erkenntnisse auch für Forschungsvorhaben im Umkreis der Körpersoziologie und des in den Sozialwissenschaften florierenden neomaterialistischen Ansatzes.

Literatur

  • Dausien, Bettina (1996): Biographie und Geschlecht. Zur biographischen Konstruktion sozialer Wirklichkeit in Frauenlebensgeschichten. Bremen.
  • Eckert, Lena (2010): Intervening in Intersexualization: The Clinic and the Colony. Utrecht.
  • Klöppel, Ulrike (2010): XX0XY ungelöst. Hermaphroditismus, Sex und Gender in der deutschen Medizin. Eine historische Studie zur Intersexualität. Bielefeld.
  • Voß, Heinz-Jürgen (2010): Making Sex Revisited. Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive. Bielefeld.
  • Zehnder, Kathrin (2010): Zwitter beim Namen nennen. Intersexualität zwischen Pathologie, Selbstbestimmung und leiblicher Erfahrung. Bielefeld.

Rezensentin
Katarina Saalfeld
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Kunsthistorisches Seminar und Kustodie Lehrstuhl für Geschichte und Ästhetik der Medien
Homepage www.kunstgeschichte.uni-jena.de/Institut/Mitarbeite ...
E-Mail Mailformular


Alle 2 Rezensionen von Katarina Saalfeld anzeigen.

Besprochenes Werk kaufen
Sie fördern den Rezensionsdienst, wenn Sie diesen Titel – in Deutschland versandkostenfrei – über den socialnet Buchversand bestellen.


Zitiervorschlag
Katarina Saalfeld. Rezension vom 27.01.2016 zu: Anja Gregor: Constructing Intersex. Intergeschlechtlichkeit als soziale Kategorie. transcript (Bielefeld) 2015. ISBN 978-3-8376-3264-4. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/19681.php, Datum des Zugriffs 18.09.2019.


Urheberrecht
Diese Rezension ist, wie alle anderen Inhalte bei socialnet, urheberrechtlich geschützt. Falls Sie Interesse an einer Nutzung haben, treffen Sie bitte vorher eine Vereinbarung mit uns. Gerne steht Ihnen die Redaktion der Rezensionen für weitere Fragen und Absprachen zur Verfügung.


socialnet Rezensionen durch Spenden unterstützen
Sie finden diese und andere Rezensionen für Ihre Arbeit hilfreich? Dann helfen Sie uns bitte mit einer Spende, die socialnet Rezensionen weiter auszubauen: Spenden Sie steuerlich absetzbar an unseren Partner Förderverein Fachinformation Sozialwesen e.V. mit dem Stichwort Rezensionen!

Zur Rezensionsübersicht

Hilfe & Kontakt Details
Hinweise für

Bitte lesen Sie die Hinweise, bevor Sie Kontakt zur Redaktion der Rezensionen aufnehmen.
rezensionen@socialnet.de

ISSN 2190-9245

Newsletter bestellen

Immer über neue Rezensionen informiert.

Newsletter

Über 13.000 Fach- und Führungskräfte informieren sich monatlich mit unserem kostenlosen Newsletter über Entwicklungen in der Sozialwirtschaft.

Gehören Sie auch schon dazu?

Jetzt kostenlosen Newsletter abonnieren!

socialnet optimal nutzen!

Recherchieren

  • Rezensionen liefern den Überblick über die aktuelle fachliche Entwicklung
  • Materialien bieten kostenlosen Zugang zu aktuellen Fachpublikationen
  • Lexikon für die schnelle Orientierung und als Start für eine vertiefende Recherche
  • Sozial.de für tagesaktuelle Meldungen

Publizieren

  • wissenschaftliche Arbeiten
  • Studien
  • Fachaufsätze

erreichen als socialnet Materialien schnell und kostengünstig ihr Publikum

Stellen besetzen
durch Anzeigen im socialnet Stellenmarkt

  • der Branchenstellenmarkt für das Sozial- und Gesundheitswesen
  • präsent auf führenden Fachportalen
  • schnelle und preiswerte Schaltung
  • redaktionelle Betreuung