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Georg Hellmann (Hrsg.): Markenzeichen Ethik! Führung durch Ethik und Identität

Cover Georg Hellmann (Hrsg.): Markenzeichen Ethik! Führung durch Ethik und Identität. Ethikmanagement und Ethikführung in konfessionell geführten Krankenhäusern. medhochzwei Verlag GmbH (Heidelberg) 2015. 399 Seiten. ISBN 978-3-86216-253-6. D: 74,00 EUR, A: 76,10 EUR, CH: 99,00 sFr.
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Thema

Die Selbstverpflichtung von Krankenhäusern in konfessioneller Trägerschaft auf eine besondere Werteorientierung ist zugleich Verpflichtung angesichts einer dieser Werteorientierung entsprechenden Erwartungshaltung von PatientInnen und deren Angehörigen einerseits und von MitarbeiterInnen andererseits. Dem Herausgeber und den AutorInnen der Beiträge in diesem Sammelband folgend lohnt es sich deshalb, die Bedeutung von Ethik als Markenzeichen ernst zu nehmen und als Proprium von Krankenhäusern in konfessioneller Trägerschaft weiter auszubauen – durch eine konsequente Implementierung in die Strukturen des Unternehmens auf allen Ebenen für eine nachhaltige Glaubwürdigkeit nach innen und nach außen.

Herausgeber

Prof. Dr. Georg Hellmann ist Professor für Betriebswirtschaft und Management im Gesundheitswesen an der Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin. Er arbeitet außerdem als Berater, Trainer und Coach im Gesundheitswesen.

Aufbau

Das Buch enthält 16 Beiträge von Prof. Dr. rer. pol. Georg Hellmann, Prof. Dr. theol. Constanze Giese, Jörg Gottschalk, Dr.-Ing. Bettina Hahne, Prof. Dr. phil. Dr. rer. medic. Silvia Hedenigg, Prof. (em.) Dr. med. Dr. h.c. Günter Henze, Dr. Klaus Klother, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ulrich H.J. Körtner, Prof. Bernd H. Mühlbauer, Dr. med. Michael Prang, Dr. Klaus-Dieter Revermann, Stephan Schmitz, Anika Walter und Prof. Dr. med. Kai Wehkamp.

Den einzelnen Beiträgen sind ein Inhaltsverzeichnis mit Schlagwortübersicht sowie ein Abstract vorangestellt und ein Literaturverzeichnis angefügt. Die Abschnitte der Beiträge sind durchnummeriert, das Inhaltsverzeichnis der Beiträge orientiert sich an diesen „Randnummern“. Ergänzt wird das Buch durch ein Vorwort des Herausgebers sowie durch ein Herausgeber- und Autorenverzeichnis.

Ausgewählte Inhalte

Die beiden einführenden Beiträge von Georg Hellmann sollen als grundlegend für den vorliegenden Band ausführlicher betrachtet werden. Die weiteren Beiträge sollen in ihrer Wendung auf das Thema des Sammelbandes betrachtet und jeweils nur die Hauptgedanken wegen der für eine Rezension gebotenen Kürze dargestellt werden.

Im ersten Beitrag (Markenzeichen und Ethik in konfessionellen Krankenhäusern) beschreibt Hellmann die besonderen Merkmale konfessioneller Krankenhäuser, die als deren „Identität“ (2f.) zugleich Mehrwert im Kontext des Wettbewerbs im Gesundheitswesen sind. „Die Identität und Position der Krankenhäuser gründen sich auf ihre Werteorientierung mit besonderer Qualität der menschlichen Zugewandtheit. Sie gründen ihr Handeln auf Grundhaltungen der Caritas (Achtung, Nächstenliebe, Wohltätigkeit) und der Diakonie (Dienst am Nächsten, tätige Nächstenliebe), woraus sich eine besondere Verantwortung gegenüber Patienten und Mitarbeitern ableitet.“ (2) Aufgrund dieser Ausrichtung geraten konfessionelle Krankenhäuser in Konflikt mit den im Gesundheitswesen dominanten ökonomischen Marktforderungen – außer: sie nutzen diesen Mehrwert als Wettbewerbsvorteil auf dem Markt des Gesundheitswesens (15) und konzentrieren hier ihre Kraft. Ethik wird dann zum Markenzeichen, sie wird zum Magnet für Patienten und Mitarbeiter gleichermaßen, so die leitende These dieses Bandes. Hellmann sieht das darin begründet, dass trotz aller ökonomischen Herausforderungen, denen sich freilich auch konfessionelle Häuser nicht verschließen können (6), nicht davon ausgegangen werden kann, „dass ein Krankenhaus aus einem ökonomischen Impuls heraus betrieben wird […] Warum ein Krankenhausträger ein Krankenhaus betreibt, ist eine ethische Frage. Die Antworten darauf müssen vor allen Dingen konfessionelle Häuser geben.“ (3) Diese Begründung lädt ein zur Diskussion und zum Blick in die Krankenhauslandschaft insgesamt mit der Frage, wie öffentliche, private und andere nicht-konfessionelle freigemeinnützige Krankenhäuser hierauf antworten würden. Der Autor lässt das an dieser Stelle offen. Ethik muss also als „Markenzeichen“, d.h. als unternehmerisch-kulturelle Aufgabe aufgefasst und als Chance wahr- und ernstgenommen werden.

Ethik ist „zum Markenzeichen der medizinischen und pflegerischen Behandlung zu entwickeln.“ (9) Das bedeutet, dass auf ethische Fragen „nicht nur institutionelle oder organisatorische, sondern auch prozessuale und personale Antworten gefunden und kommuniziert werden“ müssen – über Ethik soll nicht nur gesprochen werden, Ethik soll für Patienten und Mitarbeiter spür- und erlebbar sein. (12) Im „Rahmen einer Raum gebenden Vertrauens- und Kommunikationskultur […] besteht die Möglichkeit der Bildung einer in sich geschlossenen ethischen Verhaltenskette“, die in eine wertschätzende Patientenversorgung einmündet. (14)

Im zweiten Beitrag (Ethikmanagement und Ethikführung) stellt Hellmann die Verbindungslinien zwischen Ethik und Management (Ethikmanagement) sowie zwischen Ethik und Führung (Ethikführung) her. Damit Verantwortung als Prinzip des beruflichen Handelns nicht ins Leere läuft, braucht es Handlungs- und Verantwortungsspielräume, die das berufliche Handeln und Entscheiden als sinn- und bedeutungsvoll erfahrbar machen. (28) Diese kulturell in der jeweiligen Institution zu verankern, ist Management- und Führungsaufgabe. Ethikmanagement prägt die Unternehmenskultur als „Verantwortung für organisatorische und personelle Rahmenbedingungen für ethisches Handeln im Krankenhaus.“ (31) Ethikführung „betrifft das individuelle Handeln durch Führungskräfte“ (30) innerhalb dieses kulturell verankerten ethischen Rahmens (50).

Stephan Schmitz greift im dritten Beitrag (Das Verhältnis der Ordnungen. Eine Betrachtung zwischen gewünschter Menschlichkeit und falsch verstandener Barmherzigkeit) auf das für die Betrachtung wirtschaftsethischer Fragen entwickelte Konzept des französischen Philosophen André Comte-Sponville zurück, „das helfen soll, in ethischen Entscheidungen die betroffenen Dimensionen (Ordnungen) angemessen zu berücksichtigen und die Komplexität ethischer Entscheidungen im Krankenhaus zu reduzieren.“ (57) Orientierungspunkt solcher ethischer Entscheidungen ist der Patient, der im konfessionellen Kontext „Menschlichkeit“ erwarten darf, „dass diejenigen, die mich behandeln, mich beraten oder gar mit mir und für mich entscheiden, Rücksicht nehmen auf meine besondere Bedürftigkeit in der Situation Krankheit“. (57) Die Ordnungen, die zueinander in Beziehung stehen und im Rahmen ethischer Entscheidungssituationen ins rechte Verhältnis gebracht werden sollen, sind die technowissenschaftliche (was wir wissen und können), die rechtlich-politische (was erlaubt ist und was verboten), die moralische Ordnung (was Pflicht ist) und die Ordnung der Liebe (ethische Ordnung). (66ff.) Orientierungspunkt der „Ordnung“ dieser Ordnungen sind Wohl, Wille und Würde des Patienten. (78ff.)

Schmitz identifiziert im vierten Beitrag („Das ist bei uns so üblich“ ist auch für konfessionell geführte Krankenhäuser noch kein ethisches Argument) handlungsleitende ethische Prinzipien und Positionierungsstrategien für konfessionelle Krankenhäuser. Im Spannungsfeld von Freiheit und Verantwortung soll eine größtmögliche Selbstbestimmung ermöglicht werden – unter Wahrung und Schutz der Menschenwürde als letztem Orientierungspunkt eines ethisch verantworteten Handelns. (99f.) Die „Erklärung zum Weltethos“ nutzt Schmitz zur Konkretion der ethischen Grundorientierung eines konfessionellen Krankenhauses in entsprechenden Positionierungsstrategien (Menschlichkeit, Gewaltlosigkeit, Ehrfurcht vor dem Leben, Solidarität, gerechte Wirtschaftsordnung, Toleranz, Wahrhaftigkeit, Gleichberechtigung, Partnerschaft von Mann und Frau). (100ff.)

Getragen von der Auffassung, dass das „Wohl der in der Organisation Krankenhaus behandelten Patienten […] in hohem Maß von der ethischen Ausrichtung des Krankenhauses abhängig“ ist (111), plädiert Kai Wehkamp im fünften Beitrag des Buches (Ethikmanagement im Krankenhaus. Vermittlung zwischen Wirtschaftlichkeit und guter Medizin) für die Etablierung einer Organisationsethik, die zwischen medizinethischen Ansprüchen einer guten Patientenversorgung einerseits und notwendigen wirtschaftlichen Prinzipien (Effizienz und Optimierung) zum Nutzen einer nachhaltigen Patientenversorgung andererseits gut zu vermitteln weiß. Organisationales Ethikmanagement nimmt die formelle, informelle und kulturelle Ethikinfrastruktur des eigenen Unternehmens wahr und greift in diese steuernd ein, indem über Implementierungen auf der formellen Ebene gezielt die informelle und kulturelle Ebene geprägt werden. (114f.)

Im sechsten Beitrag machen Georg Hellmann und Klaus-Dieter Revermann (Wie Werte und Normen durch eine ganzheitlich orientierte Krankenhausführung für alle Beteiligten spürbar werden) mit Bezug auf das St. Gallener Managementmodell deutlich, „wie die Inhalte einer wert- und ethikorientierten Führung in Medizin und Pflege auf allen Ebenen des Krankenhausmanagements [normativ – strategisch – operativ, MB] wirksam verankert werden müssen, um das Verhalten, Entscheiden und Handeln aller Organisationsmitglieder spürbar und nachhaltig daran auszurichten.“ (127)

Bernd H. Mühlbauer orientiert sich im siebten Beitrag (Organisationskultur und Ethik. Methoden der Diagnose der Organisationskultur im Krankenhaus unter ethisch-moralischen Aspekten) am Kulturebenen-Modell von Edgar H. Schein und unterscheidet als Ebenen zur Beschreibung einer Organisationskultur die Ebene der Artefakte (sichtbarer Ausdruck der Organisationskultur), die Ebene der Werte und Normen sowie die Ebene der Grundannahmen. (158ff.) Eine solche Beschreibung ist Ausgangspunkt für eine normativ-ethisch orientierte Kultivierung der Krankenhausorganisation, die das Krankenhaus unverwechselbar und nichtimitierbar macht. (180) Als Ankerpunkt einer solchen Kultivierung diskutiert Mühlbauer im achten Beitrag (Identität und Ethik als Ziel und Instrument für die Personalentwicklung im konfessionellen Krankenhaus) die strategische Funktion der Personalentwicklung als Erfolgsfaktor. (190ff.)

„Die Un-Ethik der Verschwendung“ betrachtet Jörg Gottschalk im neunten Beitrag. Solche Handlungen sind un-ethisch, die sich als unnötig oder unwirksam herausstellen und deshalb Ressourcen und Arbeitszeit verschwenden, weil sie ohne Wertschöpfung, d.h. ohne Nutzen für den Patienten sind. (214f.)

Im zehnten Beitrag (Operationalisierung von Ethik als Führungsverantwortung unter den Bedingungen der Ökonomisierung der Medizin) stellen Silvia Hedenigg und Günter Henze im Rückgriff auf die Logik einer Integrierten Medizin (biomedizinethische Prinzipien und Care Ethik, 249f.) fest, dass für Sorgebeziehungen eine ausreichende Personalausstattung nötig ist, ein Care-Konzept also wirtschaftlich fundiert sein muss. (229)

Ulrich H.J. Körtner argumentiert im elften Beitrag (Ethik in der Pflege und Ethik in der Medizin: Sektoren oder Kooperationen und organisatorische Anforderungen) gegen eine Versäulung konkurrierender Berufe in Professionsethiken. Medizin- und Pflegeethik sind vielmehr Bereichsethiken innerhalb einer Ethik im Gesundheitswesen, deren jeweils besondere Bedingungen von einer topischen, d.h. systemisch zu verstehenden Konzeption von Ethik, die multiprofessionell und multiperspektivisch ausgerichtet ist, analysiert und reflektiert wird. (274ff.) Eine „Bereichsethik geht […] davon aus, dass uns unterschiedliche Praxisfelder mit ganz verschiedenen Arten von Problemen konfrontieren, die unterschiedliche Arten der ethischen Reflexion erforderlich machen.“ (274) Ausgangspunkt einer solchen Ethik ist nicht die Anwendung theoretisch begründeter Prinzipien in der konkreten Praxis. Ethik entsteht nicht in der Theorie, sondern in ganz konkreten konflikthaften Situationen. Das bedeutet, „dass konkret nach Bereichen oder Orten des Ethischen […] zu fragen ist, deren Topographie es sorgfältig zu analysieren gilt. Dies ist mit topischer Ethik gemeint“. (274) Klinische Ethik ist die „praxisorientierte Form von Medizinethik und Pflegeethik“. (274) „Klinische Ethik, Medizinethik und Pflegeethik sind […] Teil einer Ethik des Gesundheitswesens (Gesundheitsethik).“ (275) Klinische Ethik als Bereichs- und topische Ethik „richtet ihr besonderes Augenmerk auf die Schnittstellen der verschiedenen Lebens- und Handlungsbereiche. […] Ihr Ziel ist es, die symmetrische Kommunikation über ethische Fragen zu fördern und Hierarchien abzubauen […] In diesem Sinne versucht klinische Ethik, die unterschiedlichen Orte medizinischen und pflegerischen Handelns als Orte der ethischen Urteilsbildung ernstzunehmen.“ (285f.)

Constanze Giese plädiert im zwölften Beitrag (Professionalisierung der Pflege und ihre Auswirkungen auf ethisches Handeln und die Verantwortungsübernahme in den Organisationen) für eine starke professionelle Pflege, indem sie die Chancen einer Professionalisierung der Pflege für ein fachlich und ethisch fundiertes Handeln der Pflegenden zugunsten der Pflegebedürftigen betont. (290; 301) Pflegende sind Experten für unsere Vulnerabilität und Verwiesenheit auf andere, die aus unserer grundsätzlichen leiblichen Verfasstheit resultiert. (300f.) Pflegende tragen durch eine professionell gestaltete Pflegebeziehung verbunden mit Verantwortungsübernahme zur Verbesserung der Patientensicherheit und Versorgungsqualität bei. (292; 299) Die professionelle Haltung und das professionelle Handeln der Pflegenden geraten aber „unter aktuellen Bedingungen unter Druck“ und sind Veränderungen unterworfen – dem „Wandel der Werte der Pflege […] mit einer schleichenden Aufgabe der Care-Potentiale und einer Rückkehr zu funktionalistischen Versorgungsstrukturen“. (300) Diese Veränderungen betreffen „den Kern der Pflegebeziehung und ihre Interpretation durch die Pflegenden“. (296) Deshalb stellen ein „schwaches Auftreten der Pflege und eine schwache Vertretung der Pflege eine existentielle Bedrohung der Interessen der auf Pflege angewiesenen Menschen dar.“ (298)

Der Besonderheit von Ethikberatung in konfessionellen Krankenhäusern widmen sich die Beiträge 13 und 14. Klaus Klother betont in seinem Beitrag (Klinische Ethikberatung – Baustein der Profilbildung christlicher Krankenhäuser) die Bedeutung der Profilbildung christlicher Krankenhäuser für deren Selbstverständnis und für deren Außenwahrnehmung (Identität der Krankenhäuser, 306ff.). Kirchliche Krankenhäuser orientieren sich am „Versprechen, dass christliche Werte und ein christliches Menschenbild den Alltag und die Abläufe in einem christlichen Krankenhaus prägen.“ (322) Ethik nun macht das besondere Profil eines Hauses in konkretem Handeln greifbar als die praktische Seite der zwei Seiten eines Profils. „Die Reflexion des eigenen Handelns auf individueller wie auch auf organisationaler Ebene […] stellen Verwirklichungen des christlichen Profils dar.“ (314) Ethikberatung ist für Anika Walther (Ethikberatung – Ein innovativer Baustein für mehr Pflegequalität) nicht nur Instrument zur Krisenintervention, sondern vielmehr als Instrument zur Steigerung der Pflegequalität zu erkennen und entsprechend zu nutzen. (327ff.)

Wie sich Qualitätsmanagement und Ethik im Krankenhaus verbinden lassen, betrachtet Bettina Hahne im fünfzehnten Beitrag (QM und Ethik – Kür oder Pflicht für eine bessere Versorgungsqualität in konfessionellen Krankenhäusern?). Sie sieht die Bedingung der erfolgreichen Umsetzung eines unternehmensweiten ethischen Handelns darin, dass „ein Unternehmen eine Kultur der offenen Reflektion auf allen Ebenen etabliert und dieses auch verbindlich umsetzt und einfordert […] Folglich ist die umfassende Integration von Ethik in (T)QM-Systeme heutzutage keine Kür mehr, sondern eindeutig Pflicht!“ (379)

Im sechzehnten und letzten Beitrag (Marketing und die Integration von Ethik) regt Michael Prang im Sinne des Sammelbandes dazu an, „kluges Marketing zu betreiben und dabei Ethik als Markenzeichen hervorzuheben.“ (382) Und er erinnert daran: nur wer „authentisch ethisch handelt, wird Anerkennung und Erfolg ernten.“ (390)

Zielgruppe

„Krankenhausmanager und Krankenhausmanagerinnen sowie medizinische und pflegerische Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“. (Vorwort, X)

Fazit

Der Leser / die Leserin erhält mit den Beiträgen in diesem Sammelband hilfreiche Hinweise zu den Themen Ethikmanagement und Ethikführung und darauf, wie diese als Instrumente zur Profilierung von Krankenhäusern in konfessioneller Trägerschaft genutzt werden können. Sie beleuchten die Chancen und den Nutzen, den eine ethische Ausrichtung im Gesundheitswesen für PatientInnen und Mitarbeitende gleichermaßen haben kann und soll (so die normative Anlage des Bandes), gleichwohl nicht nur für konfessionelle Krankenhäuser, wie ich hier gerne ergänzen möchte. Die den einzelnen Beiträgen vorangestellten Inhaltsverzeichnisse und Abstracts unterstützen die schnelle Orientierung auch innerhalb der einzelnen Beiträge. Warum eine Fokussierung auf zwei Berufsgruppen ohne Erwähnung all der anderen (programmatisch angelegt im Vorwort), die das Ganze eines Krankenhauses aus- und wertvoll machen, stattfindet, bleibt offen. Für das Verständnis des Buches leitend ist das Fazit am Ende des einleitenden Beitrages: „Es geht darum, Wirtschaft und Ethik nicht zu zentralen Bestandteilen der Krankenhausführung zu machen, sondern Wirtschaft und Ethik in einer untrennbaren Form zu vereinen, dass diese Vereinigung das zweckorientierte Handeln des (gesamten) Krankenhauses bestimmt.“ (18)


Rezensent
Manfred Baumann
Ev. Dipl.-Theologe, Gesundheits- und Krankenpfleger, Ethikberater, M.A. Pflegewissenschaft
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Zitiervorschlag
Manfred Baumann. Rezension vom 04.03.2016 zu: Georg Hellmann (Hrsg.): Markenzeichen Ethik! Führung durch Ethik und Identität. Ethikmanagement und Ethikführung in konfessionell geführten Krankenhäusern. medhochzwei Verlag GmbH (Heidelberg) 2015. ISBN 978-3-86216-253-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/19927.php, Datum des Zugriffs 22.04.2019.


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ISSN 2190-9245

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