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Constanze Eylmann: Es reicht ein Lächeln als Dankeschön

Cover Constanze Eylmann: Es reicht ein Lächeln als Dankeschön. Habitus in der Altenpflege. V&R unipress (Göttingen) 2015. 558 Seiten. ISBN 978-3-8471-0510-7. D: 79,99 EUR, A: 82,30 EUR, CH: 101,00 sFr.

Pflegewissenschaft und Pflegebildung, Band 12.
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Autorin

Constanze Eylmann hat eine Professur für Pflegewissenschaft Evangelischen Hochschule Ludwigsburg inne. Sie arbeitete als Krankenschwester und Praxisanleiterin und nahm ein Studium der Berufspädagogik in Bielefeld auf. Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehraufträge begleiteten ihren Werdegang. Frau Eylmann promovierte an der Universität Osnabrück.

Thema

In einer Rezension Hermann Brandenburgs über den Beitrag Ralf Twenhöfels von 2011 „Die Altenpflege in Deutschland am Scheideweg“ merkt der Rezensent an: „Es geht [bei der Analyse des Handlungsfelds Altenpflege, Anm. V.S.] um das Wissen, (…), die Haltung, (…) den Habitus der Pflegenden selbst (Brandenburg 2011). Damit verbunden sei eine enorme Bildungsaufgabe im Sinne kritischer Distanz, die darauf abzielt, „nicht so regiert zu werden“ (Foucault in Brandenburg 2011). Im Rahmen ihrer Dissertation antwortet Eylmann auf dieses Analysedesiderat, indem sie das Thema ´Habitus in der Altenpflege´ bearbeitet. Was nicht selten in Form von Klischees und Vermutungen über Altenpflegende gesagt ist, gerät damit in ein neues Licht. Die entstandene Studie verweist einmal mehr auf die Notwendigkeit, nicht nur angesichts berufspolitischer Entwicklungserfordernisse aus der Vergangenheit eines Berufs (vgl. hierzu auch Kellner 2011) für die Gestaltung seiner Zukunft zu lernen. ´Nutzbar´ wird eine solche verdienstvolle Arbeit in ökonomisierten Arbeits- und Bildungssphären, indem durch Verstehen Emanzipation möglich wird.

Entstehungshintergrund

Im abstract zum Buch sind folgende Fragen zu finden: „Welche verborgenen Dispositionen und Regeln herrschen in der Altenpflege? Und warum erweisen sich Belastungen und Mängel in der Pflege älterer Menschen als besonders beständig?“ (vgl. ebd.). Damit wird deutlich, dass es der vorgenommenen ´Habitus- und Milieuanalyse auf der Grundlage der Theorien Pierre Bourdieus´ (vgl. ebd.) nicht ausschließlich darum geht, manifeste Sachverhalte darzustellen, sondern Logiken des Felds aus dem Feld heraus sichtbar zu machen. Einer historischen stellt Eylmann hier eine aufwändige, methodisch innovative empirische Analyse zur Seite.

Aufbau und Inhalt

Das Buch besteht im Kern neben zahlreichen Abbildungen und Tabellen aus neun Kapiteln.

Bereits das die Wahrnehmung für das Kommende schärfende Vorwort durch den Herausgeber Hartmut Remmers macht deutlich, wie differenziert die Analyse Eylmanns gelesen werden muss: So sei die Berufsgruppe Altenpflege trotz überwiegender Verortung in einem traditionellen kleinbürgerlichen Arbeitnehmermilieu mit gewissen Ausfransungen nach unten zu eher traditionslosen Milieus kein homogener Block (vgl. Remmers in Eylmann 2015). Stark trivialisierend kann gesagt werden: Altenpflege wird klein gehalten und hält sich selbst klein, indem sie sich vermeintlich mit einem „Lächeln als Dankeschön“ und symbolischem Kapital (S.494) begnügt. Gesellschaftspolitischer Spielraum zur Erweiterung der Einflusssphäre Altenpflegender bleibt weitgehend ungenutzt (vgl. auch Kellner 2011).Wie sich besagte Verortung der (noch existierenden) Altenpflege in der deutschen Gesellschaft reproduziert, zeigt die Arbeit Eylmanns eindrücklich.

Kapitel 1 beginnt mit einer Einleitung der Autorin, mit der sie ihre Arbeit in einen Kontext stellt. Sie wendet sich bekannten Diskussionen in der Altenpflege zu, welche etwa die anhaltende Belastung innerhalb des Berufsstands betreffen und begründet vor diesem Hintergrund ihr Erkenntnisinteresse. Besonders hervorzuheben sind neben den zahlreichen Thesen (S.31 ff.) zwei wichtige Diagnosen: So sei der Habitus Altenpflegender durch (vermeintlich?) weibliche Attribute geprägt, was die untergeordnete Stellung des Berufs maßgeblich mitbestimme. Zudem hemme die Ausrichtung der Altenpflegeausbildung am Kompetenzbegriff einen verstehenden Zugang zu den vorherrschenden Machtverhältnissen. Die ebenso bedeutsame wie folgenreiche Kritik am Kompetenzbegriff baut die Autorin später in einem hervorragenden Exkurs aus. Im Anschluss gibt Eylmann einen Überblick über die folgende Arbeit (Kapitel 1.3), bevor mit dem zweiten Kapitel Pierre Bourdieus Erkenntniswerkzeuge vorgestellt werden.

Kapitel 2 wendet sich den Schlüsselbegriffen des besagten Autors zu (S. 37 ff.). Diese bestehen in Habitus, Kapital und Feld. Erneut wird die Bedeutung einer historischen Betrachtung des Felds hervorgehoben (2.6, S.63 ff.), bevor der oben erwähnte Exkurs zu Habitus versus Kompetenz (S.65 ff.) eingeschoben wird. Die mit der Kompetenzorientierung einhergehende Outcome- Fokussierung bei der Gestaltung von Lernprozessen wird einer kritischen Analyse unterzogen, bevor die Begründung der gewählten Forschungsmethoden erfolgt (S. 73 ff.).

Kapitel 3 legt dar, warum es sich lohnt, die Untersuchung mit dem Instrumentarium Bourdieus vorzunehmen. Ein historischer Zugang zu Feld und Habitus wird plausibilisiert (S. 75 ff.), ehe die empirische Vorgehensweise der Autorin begründet wird (S.78 ff.). Letztere bestehe in einer durch Bremer aus der Gruppendiskussion heraus entwickelten Gruppenwerkstatt (S.80 ff.), welche über die sprachliche Ebene hinaus Zugänge zum Forschungsgegenstand in Form gestalterischer Elemente (Collagen) ermöglicht. Mit dem komplexen methodischen Design leistet die Autorin zudem eine Verschränkung qualitativer mit quantitativen Daten.

Kapitel 4 eröffnet die Diskussion über den sozialen Raum Deutschlands (S.83 ff.). Dabei bezieht sich Eylmann unter Anderem auf Vesters Ausführungen zu sozialen Milieus in Westdeutschland (S.87 ff.). Die unterschiedlichen Milieus werden dargestellt, bevor ab S.94 erneut Bezug auf den Genderaspekt sozialer Verortung eingegangen wird. Ausgewählte mit der Trennlinie zwischen Mann und Frau verbundene soziale Konsequenzen werden aufgegriffen. Darauf folgend widmet sich die Autorin der modernen Reproduktionsarbeit (S. 96 ff.) und hebt hervor, dass es nach wie vor Frauen seien, welche die Letztverantwortung für Kindererziehung und Pflege Angehöriger übernehmen (S. 98, 99). Zu geschlechtsspezifischer Segregation von Bildung und Erwerbsarbeit nimmt Eylmann anschließend Stellung, bevor sie das Geschlechterverhältnis mit dem Milieu in Bezug setzt.

Kapitel 5 ist dem Leben im Alter und dessen Rahmenbedingungen gewidmet (S. 121). Es wird ein historischer Rückblick vorgenommen, der im 19, Jahrhundert beginnt und über den Nationalsozialismus, den wirtschaftlichen Aufschwung und weitere Stationen bis in die Gegenwart reicht. Anschließend zieht Eylmann Schlussfolgerungen aus ihrer Rekonstruktion, die sich auf Lebenslagen alter Menschen beziehen. Diese beinhalten unter Anderem folgende Thesen (S.188 ff.): a) Alte Menschen werden hinsichtlich ihrer Fähigkeiten bewertet und die Hilflosen werden als Last charakterisiert; b) die Bewertungen des Alters konstruieren kollektive Verhaltenserwartungen; c) das Alter ist eine soziale Konstruktion, die zu kollektiven Dispositionen führt; d) die soziale Konstruktion des Alters und die Versorgung hilfebedürftiger alter Menschen werden sozialpolitisch gesteuert; e) Austauschbeziehungen zwischen den Generationen haben einen großen Einfluss auf die Versorgung der älteren Menschen; f) das Vermögen der alten Menschen bestimmt die Art ihrer Versorgung in Einrichtungen zur Unterstützung und Pflege; g) Generationen alter Menschen bilden jeweils eine soziale Gruppe und teilen ein soziales Feld. Diese Thesen werden jeweils nochmals mit Argumenten aus der zuvor entfalteten Geschichte belegt, wobei auf die Bedeutung kollektiver Altersbilder eingegangen wird. Intendiert ist damit eine Identifikation „typischer Muster, die das soziale Feld charakterisieren“ (Eylmann 2015: 195), bevor im anschließenden Kapitel auf den Aspekt der Qualifizierung Pflegender eingegangen wird (S.195 ff.).

Kapitel 6 zeichnet die historische Entwicklung des Altenpflegeberufs nach, welche Hinweise auf das Gewordensein ´des´ Habitus der besagten Berufsgruppe geben soll. Hierbei stellen Prozesse wie Verberuflichung und schließlich Professionalisierung (samt professionstheoretischer Hintergrundtheorien) Aspekte der Auseinandersetzung dar, wobei betont wird, dass Letztere in pflegerischen Kontexten nicht als abgeschlossener Vorgang verstanden werden kann und sollte. Nach einer Hinführung (S.203 ff.) steigt Eylmann in die Rekonstruktion ein, die sie unter Anderem über die Stationen ´Pflege alter Menschen im Nationalsozialismus´, über die Begründung der beruflichen Altenpflege bis hin zur Gegenwart des Berufs nachzeichnet. Dabei widmet sie sich auch der Debatte um die Zusammenführung der pflegerischen Berufsgruppen im Rahmen der Generalistik, bevor sie aus den Ausführungen erneut Schlussfolgerungen in Bezug auf die Berufsentwicklung der Altenpflege zieht (S.273 ff.). Angesichts aktueller Umwälzungen weisen diese große Relevanz auf, insbesondere, wenn das ambivalente Verhältnis zwischen Alten- und (Gesundheits- und) Krankenpflege sowie überdauernde Muster hinsichtlich der Berufswahlmotivation hervorgehoben werden.

Kapitel 7 nähert sich der empirischen Seite der Arbeit an (S.279 ff.). Dabei wird die sogenannte Habitus-Hermeneutik vorgestellt, aus der sich vier Zieldimensionen der Untersuchung ergeben (S.282): Einzelperson und Gruppe, manifeste und latente Ebene (ebd.) Im Sinne der Gegenstandsangemessenheit bedient sich die zur Anwendung kommende Gruppenwerkstatt zur Erschließung nicht lediglich der Analyse sprachlicher, sondern auch außersprachlicher Zugänge (siehe oben). Ab S.284 stellt Eylmann die Konzeption der besagten Gruppenwerkstätten ausführlich dar, bevor die Präsentation der Ergebnisse erfolgt.

Kapitel 8 und 9 stellen den empirischen Ergebnisteil der Arbeit sowie Resümee und Ausblick dar. Die Autorin leitet mit einer sorgfältigen Beschreibung der Stichprobe ein, bevor sie die Resultate aus den stattgefundenen Gruppenwerkstätten (S. 310 ff.) anhand einer sich jeweils wiederholenden Systematik darlegt. Im Anschluss an jedes Teilkapitel erfolgt eine Verortung der Teilnehmer_innen (Leitungskräfte, examininierte Altenpfleger_innen, Auszubildende) im sozialen Raum. Aufgrund der umfangreichen Ausführungen sollen hier lediglich ausgewählte Ergebnisse aus der Integration der Empirie (S. 491 ff.) skizziert werden, die die Rezensentin als besonders folgenreich erachtet.

So konfrontiert Eylmann die Pflegenden (und Pflegenden in Ausbildung) anhand einer Filmsequenz mit dem Thema Gewalt in der Altenhilfe und damit mit ihrem Arbeitsethos, das in komplexer Weise mit dem Teamkodex (S.495 ff.) verwoben ist. Die untersuchten Pflegenden weisen einen Habitus des „Mitgefühls“ (S.494) auf, der sie einerseits Gewalthandlungen an Bewohner_innen scharf verurteilen lässt, andererseits eine Überforderung im Umgang mit Grenzerfahrungen zur Folge hat. Dies ist der Fall, wenn das Arbeitsethos den Blick auf Pflegesituationen verengt und Situationsdeutungen überlagert (vgl. ebd.). Ein wirkmächtiger Teamkodex wiederum, dessen Einfluss auf das Pflegehandeln als mindestens ebenso hoch einzuschätzen ist wie der des Arbeitsethos sorgt dafür, dass berufliche Belastungen vermeintlich abgefedert werden. Das Team gewinnt über diese Mechanismen mit der Zeit gegenüber dem im Feld ohnehin nicht einlösbaren Arbeitsethos an herausragender Bedeutsamkeit, was Eylmann wie folgt prägnant auf den Punkt bringt: „Die Schülerinnen lernen (…), dass die Integration in ein Team und die Erfüllung der Gesetzmäßigkeiten des Feldes über ihre erfolgreiche Bewältigung des Berufsalltags entscheiden wird und ihnen zukünftig zu einer tragfähigen Position im Feld verhilft“ (Eylmann: 501). Dieser wichtige Befund spiegelt an anderer Stelle explizierte Sachverhalte wider (vgl. Kühme, Balzer 2009), denen zufolge die pflegeberufliche Sozialisation von einer Gratwanderung zwischen Anpassung und Selbstbestimmung Auszubildender im Feld geprägt ist. Die (teilweise als Deformation zu bezeichnenden, Anm. V.S.) Lernprozesse in der Praxis beziehungsweise auf der informellen Ebene (vgl. Bohrer 2014) haben überragenden Stellenwert. Ob und inwieweit für die Aufrechterhaltung der Teamzugehörigkeit durch Pflegende auch Mängel in der Versorgung mitbedingt werden, soll an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Dennoch ist anzunehmen, dass besagter Teamkodex ambivalenten Charakter hat. Er dient als Rettungsanker angesichts der zweifellos bestehenden Zumutungen im Feld. Zugleich befördert er die Reproduktion eines Systems mit, das auf Selbstlosigkeit einzelner Akteur_innen (vgl. Kellner 2011), und sei es gegenüber dem Team und seinen Mitgliedern, setzt.

Zuletzt gibt Eylmann einen Ausblick auf die pflegerische Versorgung alter Menschen (S.519 ff.) sowie auf die Gestaltung der Altenpflegeausbildung. Die Autorin gibt angesichts der Befunde zu bedenken, dass weitere Untersuchungen des pflegerischen Arbeitsethos zu fordern seien, nicht zuletzt, damit ein Schutz desselben in einer beschleunigten, ökonomisierten Gesellschaft geleistet werden könne (vgl. ebd.). Das Ethos sei angesichts sich wandelnder Anforderungen in modernisierten, säkuarisierten Gesellschaften vor allem auch weiterzuentwickeln um diese aufzunehmen, nicht der vorherrschenden Marktlogik zum Opfer zu fallen und nicht zu einem Exklusionsfaktor für in der Pflege Tätige zu werden.

Für die Ausbildung gelte weiterhin, dass eine Sensibilität gegenüber sozialen Ungleichheiten zu fordern sei, die nicht durch bloße Outcome-orientierung der Bildungsprozesse erreicht werden könne, sondern durch eine in-Blicknahme „überwundener Hindernisse“ (Bourdieu in Eylmann 2015, S.519). Zugleich sei eine solche Gleichstellung sozial Benachteiligter dahingehend kritisch, dass ihre Bevorzugung selbst wieder zu einem Kriterium der Exklusion werden könne (ebd.). Es sei daher geboten, dass sich auch Lehrende über jene Mechanismen informieren. Jedoch ist, so Eylmann, der Habitus träge und nicht allein über Qualifizierung beeinflussbar. Vielmehr sei eine Veränderung kultureller und materieller Bedingungen erforderlich, um langfristig zur Veränderung des Habitus in der Altenpflege zu führen (S.521).

Trotz scheinbarer Determiniertheit sei Bourdieu folgend zu sagen, dass das einzelne Subjekt Möglichkeiten habe, Distanz zur eigenen Position einzunehmen. Um dies zu befördern und Emanzipation zu ermöglichen, müssten Ziele der Ausbildung darin bestehen, vorherrschende Bedingungen zu reflektieren und eine Stärkung von Widerstandsfähigkeit zu evozieren (vgl. Kellner 2011 u.a.m.). Habitussensibles Lehren, so der Schluss Eylmanns, sei weiterzuentwickeln, ohne dabei die Reichweite pädagogischen Handeln zu überschätzen.

Diskussion

Eylmanns Arbeit leistet einen erheblichen Beitrag zur weiteren Freilegung berufsfeldimmanenter Problemfelder und Antinomien (vgl. Remmers in Eylmann 2015, S. 17). Wie weitere oben zitierte Arbeiten, die insbesondere in der pflegedidaktischen Diskussion stehen (vgl. zusammenfassend Ertl-Schmuck, Greb 2015), zielt der Beitrag einerseits auf Forderungen einer kritischen Bildungstheorie in der Pflege ab, andererseits weist er Care-ethische Implikationen (vgl. hierzu Kohlen, Kumbruck 2008) auf. Die mit besagten Perspektiven verbundenen Anforderungen an Lehre und Praxis sind angesichts der Dynamik im Handlungsfeld Pflege vielfältig. Wird der Habitus Pflegender in den Blick genommen, so werden soziokulturelle Bedingungsgefüge sprachfähiger: Wer pflegt und warum pflegen gerade diese Menschen und nicht andere? Die kulturelle Vielfalt wächst, auch bei Auszubildenden, im Übrigen nimmt in der Erfahrung der Rezensentin der Anteil an Männern mit weitaus pragmatischeren Berufswahlmotiven (Altenpflege als DIE Möglichkeit, eine Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen) im Feld zu [1]. Bildungseinrichtungen, die bislang diese Themen ausgeblendet haben, werden spätestens jetzt daran erinnert, dass soziale Fragen konsequent in Bildungsprozessen mitzudenken sind. Nur dann kann die Metapher des „Sammelbeckens“, die den (Alten-)pflegeberuf despektierlich als letzte Möglichkeit beschreibt, von anderen Vorstellungen abgelöst werden.

Fazit

Ein unbedingt empfehlenswertes Buch für Lehrende an Berufsfachschule und Hochschule, aber auch Pflegende und in Pflegemanagement und -wissenschaft Tätige.

Literatur

  • Abstract zu Eylmann, Constanze (2015): Es reicht ein Lächeln als Dankeschön. Habitus in der Altenpflege. Osnabrück: V & R Unipress
  • www.vr.de/de/es_reicht_ein_laecheln_als_dankeschoen, Datum des Zugriffs 13.01.2016
  • Bohrer, Annerose (2014): Die Perspektive der Lernenden. Empirische Erkenntnisse zum informellen Lernen in der praktischen Pflegeausbildung. Verfügbar unter:
  • www.ksfh.de/files/Weiterbildung Datum des Zugriffs 22.02.2016
  • Brandenburg, Hermann: Rezension vom 26.04.2011 zu: Twenhöfel, Ralf (2011): Die Altenpflege in Deutschland am Scheideweg. Medizinalisierung oder Neuordnung der Pflegeberufe? Baden- Baden: Nomos Verlagsgesellschaft. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, http://www.socialnet.de/rezensionen/11321.php, Datum des Zugriffs 14.01.2016
  • Ertl-Schmuck, Roswitha; Greb, Ulrike (Hrsg.) (2015): Pflegedidaktische Forschungsfelder. Weinheim, Basel: Beltz Verlag
  • Kellner, Anne (2011): Von Selbstlosigkeit zur Selbstsorge. Eine Genealogie der Pflege. Münster: Lit Verlag
  • Kühme, Benjamin; Balzer, Sabine (2009): Anpassung und Selbstbestimmung in der Pflege:Studien zum (Aus-)Bildungserleben von PflegeschülerInnen. Frankfurt am Main: Mabuse
  • Kohlen, Helen; Kumbruck, Christel (2008): Care- (Ethik) und das Ethos fürsorglicher Praxis. Verfügbar unter: www.ssoar.info/. Datum des Zugriffs 22.02.2016.
  • Twenhöfel, Ralf (2011): Die Altenpflege in Deutschland am Scheideweg. Medizinalisierung oder Neuordnung der Pflegeberufe? Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft

[1] Welchen Einfluss der Genderaspekt in dieser Hinsicht tatsächlich hat, müsste Gegenstand weiterer Untersuchungen werden.


Rezensentin
Viola Straubenmüller
Pflegewissenschaft M.A., Pflegepädagogik B.A.
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Zitiervorschlag
Viola Straubenmüller. Rezension vom 03.03.2016 zu: Constanze Eylmann: Es reicht ein Lächeln als Dankeschön. Habitus in der Altenpflege. V&R unipress (Göttingen) 2015. ISBN 978-3-8471-0510-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/20195.php, Datum des Zugriffs 25.08.2019.


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