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Reiner Klingholz, Wolfgang Lutz: Wer überlebt? Bildung entscheidet (...)

Cover Reiner Klingholz, Wolfgang Lutz: Wer überlebt? Bildung entscheidet über die Zukunft der Menschheit. Campus Verlag (Frankfurt) 2016. 300 Seiten. ISBN 978-3-593-50510-7. D: 24,99 EUR, A: 25,70 EUR, CH: 31,60 sFr.
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Autoren

Reiner Klingholz (www.berlin-institut.org), promovierter Chemiker und Molekularbiologe, hat rund anderthalb Jahrzehnte als Wissenschaftsjournalist (ZEIT, GEO) gearbeitet und ist seit Juli 2003 Direktor, seit 2009 Vorstand des „Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung“. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden ist er als (Mit-)Autor einiger Sachbüche; darunter „Sklaven des Wachstums“ (Frankfurt: Campus, 2014; socialnet-Rezension: www.socialnet.de/rezensionen/16526.php). ZEIT-Leser(innen) kennen ihn von verschiedenen Beiträgen her; der jüngste vom 18.2.2016 behandelt die Frage nach der Lernkultur im arabischen Raum (www.zeit.de/2016).

Wolfgang Lutz (https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Lutz_(Sozialwissenschaftler)) promoviert in Demographie und habilitiert in Demographie und Sozialstatistik, leitet seit 1994 das World Population Program des International Institute for Applied Systems Analysis, war in den Jahren 1995-1998 Forschungsdirektor des Österreichischen Instituts für Familienforschung und 1998-2001 Generalsekretär der International Union for the Scientific Study of Population (IUSSP). Seit 2002 ist er Direktor des Vienna Institute of Demography der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und seit 2008 Professor für Sozialstatistik an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Entstehungshintergrund

Die Angaben zu den beiden Autoren zeigen, welche sich teilweise ergänzenden Kompetenzen in die Erstellung des Buches eingeflossen sind. Doch wie fanden die beiden zusammen? Angaben in den Dankesworten (auf S. 273) zufolge waren sie sie Ende 2014/Anfang 2015 als Fellows am Stellenbosch Institute for Advanced Studies, wo das Buch zu weiten Teilen geschrieben wurde.

Thema

In einem Interview mit dem Verlag haben die Autoren zum Ende Thesen formuliert, die sich als Zusammenfassung der hier behandelten Thematik lesen lassen: „Die Menschheit steht zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor den größten Aufgaben ihrer Geschichte. Sie muss die Armut besiegen, das Bevölkerungswachstum zähmen, den Klimawandel bekämpfen und für Frieden in einer Welt sorgen, die im Moment aus allen Fugen zu geraten scheint. Ohne ausreichende Bildung für die Menschen in allen Ländern sind diese Probleme nicht lösbar. Die Alternative zu Bildung sind Chaos, Elend, ungebremstes Bevölkerungswachstum und immer größere Probleme. Das Dumme ist, dass Bildung Zeit braucht, um ihre Wirkung zu entfalten. Bildung löst akut kein einziges der Probleme, die heute die Zeitungen füllen. Aber auf längere Sicht ist sie ohne Alternative.“ (http://www.berlin-institut.org/fileadmin/user_upload/Presseschau/20160218_campus.de_Interview-Klingholz-Lutz-deutsch.pdf)

Aufbau und Inhalt

Auf den Prolog folgen acht Kapitel, an die sich nach dem Dank kapitelweise nummerierte Anmerkungen, die zugleich das Quellenverzeichnis darstellen, und ein Sachregister anschließen.

Der Prolog: Bildung, ihre Gegner und die Zukunft der Menschheit stellt die zentrale (Doppel-)These des Buches vor: „Die Konfliktlinie des 21. Jahrhunderts verläuft zwischen denen, die Bildung fördern, und jenen, die sie behindern. [Samuel] Huntingtons Kampf der Kulturen ist in Wirklichkeit ein Kampf der Bildungskulturen. Wenn eine ‚Kultur‘ der Unbildung die Oberhand gewinnt, dann steht es schlecht um die Zukunft der Menschheit.“ (S. 12) Damit stellen sich mehrere Fragen, auf deren Beantwortung man gespannt ist. Die etwa, ob die zentrale Konfliktlinie des 21. Jahrhunderts tatsächlich eine von Bildung und Unbildung ist, oder nicht doch wie schon früher eine machtpolitische, deren neuzeitliche Variante „geostrategisch“ genannt wird. Eine weitere Frage: Fallen die Grenzen von Bildung und Unbildung denn nicht manchmal und in einem gewissen Maße mit denen von Religion und/oder Kultur zusammen? Man wird derzeit vor allem darauf achten, was die Autoren zum Islam und zur arabischen Kultur zu sagen haben. Und schließlich, um auf den letzten oben zitierten Satz einzugehen: Wer von „schlecht“ redet, fällt ein Werturteil. Nur stellt sich die Frage, und das gilt es bei Lektüre des Buches ebenfalls zu beachten, was die Basis eines solchen Werturteils ist; vielleicht haben wir hier ein weiteres Werturteil, das sich dem Eurozentrismus verdankt.

Im 1. Kapitel Der Kampf der Bildungskulturen werden die Gebiete der Welt genannt, in denen der Bildungsmangel, hier gefasst als fehlende oder unvollständige Grundschulbildung, am größten ist: in der nahöstlichen und der afrikanischen Welt. Diese Karte deckt sich teilweise, aber auch nur teilweise mit einer zweiten; jener, auf der die Länder zu sehen sind, in denen islamistische Gruppen das Grundrecht auf Bildung bekämpfen: Pakistan, Afghanistan, Irak, Jemen, Somalia und Nigeria.

Kapitel 2 Der unbeabsichtigte Wegbereiter der Moderne berichtet davon „Wie Martin Luther die Bildung unter das Volk brachte“. „Es gab im Laufe der Geschichte drei wichtige Ereignisse, die den Umgang mit Wissen und den daraus resultierenden Erfolg erheblich beschleunigt haben. Erstens die Evolution des abstrakten Denkens. Zweitens die Erfindung von Schrift und Zahl zur Konservierung von Wissen… Und drittens die Ausweitung der Bildung von elitären Minderheiten auf breite Teile der Bevölkerung.“ (S. 37) Von allem Dreien handelt das vorliegende Kapitel, dessen Titel die Frage aufwirft, ob man denn wirklich von einem „unbeabsichtigten Wegbereiter“ reden kann und es nicht vielmehr „Der unabsichtliche Wegbereiter“ heißen muss.

Aus bitterster Armut an die Spitze (Kap. 3) beschreibt an verschiedenen Beispielen die Bedeutung des o. g. dritten Faktors für die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung: „die Verbreitung der Bildung nicht nur innerhalb von kleinen Eliten, sondern in breiten Bevölkerungsschichten“ (S. 78). „Wie aus Humankapital Erfolgsgeschichten werden“ (so der Untertitel des Kapitels) wird zunächst an drei sehr eindrücklichen Beispielen illustriert: Finnland, Singapur und Mauritius. Danach wird Asiens später Start in die Wissensgesellschaft betrachtet und anschließend „Juden und Roma: Schicksalsgenossen mit und ohne Schrift“ verglichen.

Kapitel 4 Auf der Verliererstraße berichtet „Über die schwierige Lage in der arabischen Welt“ – der arabischen Welt wohlgemerkt, nicht der weitaus größeren und auch in Sachen Bildung vielerorts „westlicheren“ muslimischen Welt. Neben anderen Faktoren schlägt hier ein – nach Einschätzung der Autoren schwer zu ändernder – ideologischer negativ zu Buche: „das ‚insistierende Selbstwertgefühl vorgeblich religiös-zivilisatorischer Überlegenheit‘, das der Historiker Dan Diener beschreibt“ (S. 134). Dass (auch) in Sachen Bildung „arabisch“ und „muslimisch“ nicht deckungsgleich ist, zeigt der anschließende Blick auf nicht-arabische muslimisch geprägte Länder / Staaten: Türkei, Iran, Bangladesch, Indonesien und Malaysia.

Afrika und Indien: zwei große Unbekannte (Kap.5) sind bei aller sonstiger Unterschiedlichkeit gekennzeichnet „Von enormen Bildungsdefiziten und einem bedrohlichen Bevölkerungswachstum“ (Untertitel). Zu Afrika heißt es zusammenfassend: „Das kontinuierliche sozioökonomische Zusammenspiel aus steigendem Bildungsstand, wirtschaftlicher Entwicklung, sinkenden Kinderzahlen und wachsender politischer Stabilität, das andernorts auf der Welt den Weg in die Moderne geebnet hat, konnte sich südlich der Sahara bis heute nicht entfalten.“ (S. 158) Indien ist ein Kontinent, auf dem mehr Einwohner leben als in Afrika und fast so viele wie in China. An China wird Indiens wirtschaftliche Entwicklung heute zumeist gemessen. Hätten noch vor nur vier Jahrzehnten alle auf Indien gewettet, ist heute die Frage, warum China trotz schlechterer Startbedingungen Indien binnen kurzer Zeit bei Weitem überflügeln konnte. Im Buch finden sich dazu einige Überlegungen; eine betrifft den Unterschied im allgemeinen Bildungsniveau, das seinerseits noch immer stark bestimmt wird durch Indiens Kastensystem.

In Nichts als Vorteile (Kap. 6) werden Sechs starke Argumente für die Bildung“ vorgetragen:

  1. Bildung verbessert die Gesundheit
  2. Sie wirkt sich positiv auf das Einkommen aus
  3. Und erhöht die Lebenszufriedenheit
  4. Die Bildung von Frauen bremst das Bevölkerungswachstum
  5. Bildung ist ein protektiver Faktor bei Naturkatastrophen
  6. Und sie fördert die Demokratisierung

Dem voraus finden sich zwei Erklärungen, die die Position der Autoren zur Bedeutung von Bildung präzisieren. Zum einen: „Aus unserer Sicht ist Bildung daher eine notwendige, wenngleich nicht immer hinreichende Bedingung für eine positive soziale und wirtschaftliche Entwicklung.“ (S. 177) Ferner legt die gut dokumentierte jüngere Entwicklung in vielen Ländern (von Finnland bis China) die These nahe, „dass Basisbildung die Grundlage für eine wirtschaftliche Entwicklung ist und nicht umgekehrt“; Ausnahmen wie etwa die Ölstaaten der arabischen Halbinsel bestätigen diese Annahme nur.

Kapitel 7 Fortschritt oder Katastrophe? Beschreibt drei „Szenarien für die Zukunft“, in denen Bildung eine bedeutsame Rolle spielt; skizziert werden drei „Shared Socioeconomic Pathways“. Diese sind

  1. Best Case: Der Weg zu rascher und nachhaltiger sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung
  2. Business as usual oder Weiterwursteln wie bisher
  3. Die Entwicklung stagniert und die Welt spaltet sich in Arm und Reich

Bildung kann in dem Bedingungsgeflecht deshalb eine bedeutsame Rolle spielen, weil es wie kein anderer Einzelfaktor hemmend auf ein überwucherndes Bevölkerungswachstum einwirkt.

Im 8. und letzten Kapitel Was tun? Wird eine „Bildungsagenda für das 21. Jahrhundert“ (Untertitel) mit 12 Punkten präsentiert:

  1. Bildung beginnt vor der Schule
  2. Mindestens zehn Jahre Schule für alle
  3. Mehr und bessere Lehrer ausbilden
  4. Bildungsverlierern eine zweite Chance geben
  5. Marginalisierte Gruppen mitnehmen
  6. Diskriminierung von Mädchen beenden
  7. Zeitgemäße Möglichkeiten nutzen (etwa E-Learning)
  8. Lebenslang lernen
  9. Bildung als gesellschaftliches Steuerungsinstrument nutzen
  10. Regierungen der armen Länder in die Verantwortung nehmen
  11. Aufklärung innerhalb der Religionen fördern
  12. Wissenschaftliche Bildungskultur als Grundlage für staatliches Handeln akzeptieren

Das Buch endet mit dem Absatz: „Der Kampf der Bildungskulturen vergrößert die Entwicklungskluft zwischen dem besser und schlechter qualifizierten Teil der Weltbevölkerung immer weiter, denn die Unbildung produziert ihre eigenen Kinder. Deren Chancen werden immer geringer, während die Bildungskulturen von den Erkenntnissen der Wissenschaft profitieren und ihr Leben weiter verbessern können. Dieses Auseinandertreiben ist vermutlich die größte Gefahr für die Zukunft der Weltgemeinschaft. Unbildung ist der ärgste Feind der Menschheit.“ (271)

Diskussion

Wie soll man das verstehen? Warum ist Unbildung der ärgste Feind „der Menschheit“ – und nicht nur des Teils der Menschheit in Unbildungskulturen? Na ja, anscheinend wohl, weil besagtes „Auseinandertreiben“ „vermutlich die größte Gefahr für die Zukunft der Weltgemeinschaft“ ist. Aber worin besteht denn die Gefahr für den Teil der Weltgemeinschaft, zu dem die Bildungskulturen gehören? Kein Wort davon. Nichts was deren Angehörige, wozu die Leser(innen) vorliegenden Buches gehören, verstören, ja vielleicht sogar hilfreich verstören könnte. Stattdessen nur Beruhigendes: Die Mitglieder der Bildungskulturen können (auch weiterhin) „von den Erkenntnissen der Wissenschaft profitieren und ihr Leben weiter verbessern“.

Es gibt andere Buchpassagen, die dieselbe Grundfrage aufwerfen: Bringt die Unbildungskultur auch für Mitglieder der Bildungskultur bedeutsame Gefahren mit sich oder nicht? Nach Äußerungen auch anderenorts: scheinbar nicht. So heißt es etwa im ersten Kapitel: „Politische Führer wie der ugandische Präsident Yoweri Museveni, in dessen Land die Bevölkerung so schnell wächst wie sonst fast nirgendwo auf der Welt, haben stets betont, sie sähen in dem demographischen Wachstum einen wirtschaftlichen und machtpolitischen Vorteil… Zu glauben, dass die Zeugungskraft letztlich mächtiger ist als die Bildungskraft, ist vermutlich ein großer Fehler und sicher eine große Gefahr. Und zwar vor allem für die demographisch stark wachsenden Länder und weniger für den Rest der Welt.“ (S. 33) Demographisch stark wachsende Länder sind, das haben die Autoren material- und wortreich dargelegt, solche mit ausgeprägter Unbildungskultur.

Und von solchen Ländern soll keine Gefahr für uns ausgehen, uns in Deutschland, uns in Europa? Ja, bitteschön, woher stammen denn all die Migrant(inn)en, die heute an Europas Außengrenzen abgewehrt werden sollen und wofür Europa einen wahrhaft faustischen Pakt eingegangen ist. Ferner: Woher stammen denn die in Deutschland residierende Migrant(inn)en, die abgeschoben werden, wann immer sich dafür eine Rechtsgrundlage (an-)bietet? Etwa nicht aus Ländern mit mehr oder minder großen Mängeln im Bildungssystem? Und sind die für mehrere europäische Orte geplanten und in Brüssel und Paris durchgeführten Terroranschläge nicht etwa Kriegshandlungen? Aktionen in einem nicht etwa unerklärten Krieg, sondern in einem, der sich erklärtermaßen gegen die „westlichen Werte“ richtet, zu denen Bildung für alle seit bald einem halben Jahrtausend gehört. Ich empfehle, das Buch unter dieser Perspektive zu lesen, weil sich dann Manches anders liest, als von den Autoren intendiert.

Kommen wir zu einem zweiten Kritikpunkt mit einiger Bedeutung. Ich greife Worte aus der schon oben referierten Passage aus dem 1. Kapitel auf: „Politische Führer wie der ugandische Präsident Yoweri Museveni, in dessen Land die Bevölkerung so schnell wächst wie sonst fast nirgendwo auf der Welt, haben stets betont, sie sähen in dem demographischen Wachstum einen wirtschaftlichen und machtpolitischen Vorteil… Zu glauben, dass die Zeugungskraft letztlich mächtiger ist als die Bildungskraft, ist vermutlich ein großer Fehler und sicher eine große Gefahr.“ (S. 33) Hat Yoweri Museveni einen gebildeten Berater, dann könnte er die deutschen Kritiker anhand vieler historischer Beispiele darüber belehren lassen, dass in (macht-)politisch entscheidenden Situationen viele weniger Gebildete den Sieg über wenige besser Gebildete davontrugen. Er würde das, der geographischen und ethnischen Herkunft der Autoren eingedenk, im Detail dann am Rheinübergang von 406 (https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinübergang_von_406) ausführlich darlegen. „Wer überlebt?“ fragt der Titel des Buches und dessen Autoren wollen uns glauben machen: ganz sicher die besser Gebildeten. Dessen bin ich mir nicht so sicher, jedenfalls dann, wenn man bei den „Wers“ nicht Individuen, sondern Sippen, Ethnien und Völker ins Auge fasst und den Blick über mehr als eine Generation schweifen lässt.

Mit Blick auf Individuen und einem Zeitfenster einer Lebensspanne sieht die Sache anders aus. So ist Bildung offensichtlich in der Regel ein gutes Investment, was nicht heißen soll, Bildung sei eine Garantie für ein gutes Einkommen. Die Bildungsrendite schwankt in einem Land von Zeit zu Zeit (in meiner Generation war sie höher als sie in der meiner Kinder ist). Ferner ist sie von Land zu Land verschieden; in manchem „hängt der gesellschaftliche Aufstieg mehr von Korruption ab als von Qualifikation“ (S. 193), oder es fehlen einfach entsprechende Arbeitsplätze und Frauen werden auf dem Arbeitsmarkt schlichtweg diskriminiert. In einem Punkte aber scheint Bildung einen Effekt zu haben, der weitgehend unabhängig von Umständen ist: bei der individuellen Lebensdauer; Bildung hat darauf einen positiven (Baker et al., 2011).

Fazit

Lesen bildet, und die Lektüre des vorliegenden Buches trägt Einiges zur Bildung bei – und damit ein wenig zu einem längeren Leben. Man kann künftig über die Bedeutung von Bildung in einer globalisierten Welt und den Gefahren von Unbildung für eine vernetzte Welt nicht mehr so gut mitreden, wenn man das Buch nicht gelesen hat. Es ist auch für weder ökonomisch noch statistisch sonderlich vorgebildete Mitglieder der Sozialen Kultur gut lesbar, und dürfte auch oder gerade dort Zustimmung finden, weil hier auf breitem Faktenwissen beruhende ethische Grundhaltungen vertreten werden, wie sie auch in der Sozialen Kultur ihre Heimat haben.

Literatur

Baker, D. et al. (2011). The education effect on population health: A reassessment. Population and Development Review, 37, 307-332 (Online verfügbar ist die Arbeitspapier-Version von 2010 unter http://papers.ccpr.ucla.edu/).


Rezensent
Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Heekerens
Hochschullehrer i.R. für Sozialarbeit/Sozialpädagogik und Pädagogik an der Hochschule München
Homepage de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Heekerens
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Zitiervorschlag
Hans-Peter Heekerens. Rezension vom 19.05.2016 zu: Reiner Klingholz, Wolfgang Lutz: Wer überlebt? Bildung entscheidet über die Zukunft der Menschheit. Campus Verlag (Frankfurt) 2016. ISBN 978-3-593-50510-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/20501.php, Datum des Zugriffs 22.09.2019.


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ISSN 2190-9245

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