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Hans Ebli: Pädagogisierung, Entpolitisierung und Verwaltung (Schuldnerberatung)

Cover Hans Ebli: Pädagogisierung, Entpolitisierung und Verwaltung eines gesellschaftlichen Problems? Die Institutionalisierung des Arbeitsfeldes "Schuldnerberatung". Nomos Verlagsgesellschaft (Baden-Baden) 2003. 277 Seiten. ISBN 978-3-8329-0422-7. 44,00 EUR, CH: 76,00 sFr.
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Thema und Entstehungshintergrund

Bereits 1995 hat Hans Ebli mit seiner Diplomarbeit "Professionelles soziales Handeln in der Schuldnerberatung" (veröffentlich im Eigenverlag des Deutschen Vereins, Frankfurt am Main) einen Beitrag geliefert, der nach eigenem Bekunden "dem Aufspüren von expertokratischen Arbeitsansätzen gewidmet" (2003, S. 20) war. Er hat jetzt mit der vorliegenden Dissertation eine Rekonstruktion des Institutionalisierungsprozesses des Arbeitsfeldes "Schuldnerberatung" und seiner Karriere als Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit entwickelt. Er möchte die vorgefundenen "Wahrheiten" der Schuldnerberatung und den gesellschaftlichen Umgang damit, sowie ihre Selbstverständlichkeiten hinterfragen, Widersprüche entdecken, gesellschaftliche Konflikte benennen und ihre strukturellen Ausgangspunkte deutlich machen. Für ihn heißt dies, "zunächst auf das zu schauen, was geschehen ist und getan worden ist und dabei nach dem "in den Selbstverständlichkeiten Ausgeblendeten" zu suchen und das Gefundene zu deuten. Er untersucht vorliegende Materialien zur Schuldnerberatung (Zeitschriftenartikel; Bibliographien; Tagungsprotokolle, Anhörungen, u. s. w.). Dabei schreibt er übrigens konsequent "Schuldnerberatung" in Anführungszeichen, offenbar um den Konstruktionscharakter deutlich zu machen, den er nicht unhinterfragt übernehmen will.

Historische Rekonstruktion der Institutionalisierung der "Schuldnerberatung"

Ebli beginnt die Rekonstruktion geschichtlich und betreibt Ursachenforschung. Es bietet sich an, hier seine Analysen in einigen Punkten nachzuzeichnen, um das Interesse zu wecken.

Die Wirtschaftskrise in Deutschland (aber auch weltweit) ab Mitte der siebziger Jahre, verbunden mit dem Anstieg der Arbeitslosenzahlen (Stichwort Massenarbeitslosigkeit) und einer progressiv steigenden Staatsverschuldung zwang den deutschen Staat in einen grundlegenden Widerspruch zwischen den Anforderungen der ökonomischen Rahmenbedingungen und der Aufgabe der Massenintegration durch den Sozialstaat. Durch die einsetzende Globalisierung und die damit verbundene radikale Liberalisierung der Geld- und Kapitalmärkte versuchten die Unternehmen "Standortunterschiede" flexibel zu nutzen und regionale Entwicklungs- und Differenzierungsprozesse zu beeinflussen. Gleichzeitig aber verlor der Staat immer mehr an Zugriffsmacht über Steuer-, Haushalts- und Geldpolitik und zudem seine Möglichkeiten, sozial regulierend in diese Strukturen und Prozesse einzugreifen. Ebli zeigt die jeweiligen wirtschafts- und sozialpolitischen Zusammenhänge auf und verdeutlicht die jeweiligen ineinandergreifenden Faktoren.

Durch den Umbau des "Wohlfahrtsstaates" zum "Wettbewerbsstaat" wurden auch die Sozialleistungen nach privatwirtschaftlichem Muster reorganisiert und die sozialen Risiken privatisiert. Vor diesem geschichtlichen, wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Hintergrund konstituierte sich nun eine neue wohlfahrtsstaatliche Institution, die "Schuldnerberatung".

Zu Beginn der Expansion des Konsumentenkreditmarktes Ende der sechziger und in den siebziger Jahren war vom sozialen Problem des "modernen Schuldturms" und der "Überschuldung" von Millionen von Haushalten in Deutschland noch keine Rede. Ende der siebziger Jahre war der Konsumentenkredit bereits zur gesellschaftlichen Normalität geworden, 1980 hatten bereits 48 % der Privathaushalte in Deutschland einen Kredit aufgenommen. Sehr informativ zeigt Ebli die Entwicklung der organisierten Verbraucherberatungsarbeit auf, die bei den Wirtschaftsverbänden natürlich auf erhebliche Widerstände gestoßen ist. Auch hier verbindet der Autor geschichtliche Aspekte mit wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten, um Entwicklungen verstehbar zu machen. Die bereits in den fünfziger Jahren plakatierten Ziele der Verbraucherberatung unterscheiden sich wenig von den heutigen ("Verbrauchererziehung zu preisbewussten Konsumverhalten", "mit dem Einkommen auszukommen", "Preisvergleiche anzustellen" u. s. w.). Ab 1961 existierten in allen Bundesländern und in West-Berlin Verbraucherzentralen, die auch finanziell von der Bundesregierung unterstützt wurden. Dazu muss man wissen - und Ebli weist darauf hin -, dass zur damaligen Zeit auch die Verbraucherverbände, neben der Bundesregierung, einen wirksamen Wettbewerb als oberster wirtschaftpolitisches Ziel anstrebten, um monopolbildende und damit wettbewerbzerstörende Marktkonzentrationen fernzuhalten. Die Bundesregierung schuf in den siebziger Jahren eine Vielzahl von verbraucherfreundlichen Gesetzen und die Verbraucherorganisationen konnten in diesem Rahmen ihre gesellschaftliche Stellung festigen und ausbauen.

Natürlich missfiel die verbraucherfreundliche Politik den Wirtschaftsverbänden, man sprach gar davon, dass manche Gruppen diese Verbraucherfreundlichkeit auch als willkommenes Instrument von systemverändernder Politik bis zur Aushöhlung unseres Wirtschaftsystems nutzen. Auch die Kreditinstitute kritisierten die Verbraucherpolitik und wiesen auf erhöhte Kosten und Risiken hin, die letztendlich der Verbraucher zu tragen hätte. Ebli hat hier eine Reihe von Aussagen der Kreditwirtschaft zusammengetragen (z. B. "es müsse vermieden werden, dass sich Gesetze im Endeffekt gegen den Verbraucher richten, zu dessen Schutz sie eigentlich bestimmt sind"). Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages z. B. warnte 1981 vor einem "überzogenem Verbraucherschutz"; die Verbände der Kreditwirtschaft bemühten Forschungsergebnisse, um ein "falsches" Bild eines "beliebig manipulierbaren Konsumidioten" (den die Verbraucherverbände so behandelten) richtig zu stellen. Eine 1978 vom Bundesministerium für Justiz in Auftrag gegebene Studie stützte den Standpunkt der damaligen SPD-Regierung und der Verbraucherverbände: Der hohe Verbreitungsgrad des Konsumentenkredite und der "Kenntnismangel" und das "Schutzbedürfnis" unter den Privathaushalten begründe die gesetzlichen Regulierung des Konsumentenkreditmarktes, da "die Kreditnehmer von ihren Kenntnissen her oft nicht Voraussetzungen mitbrachten, um sich auf dem Kreditmarkt tatsächlich marktgerecht verhalten zu können". Es wird zu widerlegen versucht, dass die Teilzahlungsinstitute aufgrund der besonderen "Refinanzierungsstruktur" und " höheren Risikobereitschaft" auch besondere und somit "höhere" Kreditzinsen beanspruchen konnte. Die Auseinandersetzung um "Wucher" und "Sittenwidrigkeit" führten zu einer Reihe von gerichtlichen Entscheidungen. Die Teilzahlungsinstitute mussten sich heftiger Kritik der Öffentlichkeit stellen, die Großbanken versuchten sich abzugrenzen.

1984 kam in einem Artikel das Schlagwort des "modernen Schuldturms" auf, dessen Autoren verdeutlichten, dass diese Problematik sich nicht auf Einzelfälle beziehe, sondern es sich um ein "soziales Problem handelte, was einer gesellschaftlichen Reglung bedurfte". Nach Hochrechnung und Schätzung der Autoren des Artikels betraf die finanzielle Notlage bereits über eine Million Menschen (1984), als Problemgruppe wurde vorwiegend der "Unterschicht" festgestellt. Damit wurde zum einen dem "Sachverhalt" ein verständlicher und einprägsamer Name ("moderner Schuldturm") gegeben und zum anderen das Problem durch die Nennung von Bezugsgruppen personalisiert. Die Regelung des § 367 BGB (Verrechnung der eingehenden Zahlungen des Schuldners zuerst auf die Kosten, dann auf die Zinsen und zuletzt auf die Hauptforderung), welche als gewichtige Mauer des "modernen Schuldturms" schon immer galt, wurde schließlich 1991 mit dem neuen Verbraucherkreditgesetz geändert. Seither werden eingehende Zahlungen des Schuldners zuerst auf die Verzugskosten, dann auf die Hauptforderung und zuletzt auf die Zinsen verrechnet. Da somit durch Zahlungen die Hauptforderung sich verringert, entfällt der Effekt des "Einmauerns" in den modernen Schuldturm.

Die Erringung der "ideellen Hegemonie" durch Soziale Arbeit

In der Auseinandersetzung um die Definitionsmacht für diese Problematik konnte sich die Sozialarbeit gegen die Mitstreiter "Anwaltschaft" und "Verbraucherarbeit" durchsetzen, um die Pfründe und die finanziellen Fördermittel konkurrierten nunmehr die Träger der sozialen Wohlfahrtsverbände.

Die Vertreter der Institution "Sozialarbeit" nutzten, so Ebli, die Diskussion zu einer "Dramatisierung" und "Personalisierung" des "Sozialen Problems": Sie führten an, dass dauerhafte Zahlungsunfähigkeit (aufgrund der Schuldturm-Problematik) zu Stromsperre, Wohnungsverlust und damit verbunden zu Obdachlosigkeit führen kann. Neben dem Verlust der gesellschaftlichen Existenz wurde auch auf den Zusammenhang von Verschuldung und Arbeitsplatzverlust, sowie Verschuldung und Straffälligkeit hingewiesen. "Überschuldung" wurde beschrieben mit "sozialer Abstieg" und "Verarmung". Nach Ebli nutzten die Bankenvertreter wiederum die "Vorlagen" der Sozialarbeit (hört man hier einen Vorwurf an die Sozialarbeit heraus?) geschickt aus, indem sie der besonderen Klientel der Sozialarbeit eigenes Verschulden (mangelndes Konsumverhalten, fehlendes Budgetdenken u. s. w.) unterstellten und damit die Schuld am Problem weit von sich wiesen.

Nachdem sich nun verstärkt auch die Sozialarbeit mit der Behauptung, über besondere berufliche Kompetenz im Umgang mit den "Problembetroffenen" ("Überschuldeten") zu verfügen, zu Wort gemeldet hatte (Ebli weist auch auf die ersten schuldenbezogenen Ansätze in der Straffälligenarbeit ab Mitte der siebziger Jahre), entwickelte sich zunehmend ab Mitte der achtziger Jahre ein Ringen zwischen den Institutionen "Verbraucherarbeit", "Anwaltschaft" und "Sozialarbeit" um "Deutungsmacht, Einfluss und Finanzmittel, auf einem, durch öffentliche Gelder, geförderten Markt der personalen Problembearbeitung". Die "Sozialarbeit" konnte diesen "Machtkampf" bis Ende der achtziger Jahre als eindeutiger Sieger für sich entscheiden. "Schuldnerberatung" durch die Sozialarbeit wurde als geeignete und kompetente Form der "Problembearbeitung" bestätigt. Der Deutsche Anwaltsverein akzeptierte schließlich die durch die Sozialarbeit gedeutete "sozialpädagogische" Schuldnerberatung und suchte zumindest flexible Formen der Zusammenarbeit mit den sozialen Institutionen. Für Ebli wurde damit die Schuldenproblematik als persönliches Defizit der Schuldner definiert und das Problemmuster des "modernen Schuldenturms" (definiert durch die Verbraucherarbeit) geschwächt. Forderung nach gesetzlichen Änderungen wurden angesichts der Personifizierung der Schuldfrage (auf die betroffene Klientel) sowohl von den Banken als auch der Gesetzgeberseite zurückgewiesen und weitere Maßnahmen des "sozialen Verbraucherschutzes" als "systemkritisch" und "gesellschaftsverändernd" abgelehnt.

Nachdem bis Ende der achtziger Jahre die Vorherrschaft der Schuldnerberatung in der Auseinandersetzung mit Verbraucherarbeit und Anwaltschaft geklärt war, war man im weiteren Prozess der Institutionalisierung des Arbeitsfeldes Schuldnerberatung damit beschäftigt, die "richtige" Arbeitsweise der Schuldnerberatung zu finden, hier ging und geht es bis zum heutigen Tag um Fragen der Professionalisierung, Standardisierung, Spezialisierung in der Schuldnerberatung. Es entstand aber auch eine Konkurrenz innerhalb der vorhandenen Verbände (Caritas, Diakonie, u.a.) in ihrem stetigen Kampf um Fördermittel und die Finanzierung ihrer Stellen. Bis Ende der achtziger Jahre enthielt das Bundessozialhilfegesetz keine eindeutige Formulierung zum Anspruch Betroffener auf das Leistungsangebot "Schuldnerberatung". Vertreter der Schuldnerberatung versuchten aber einen Anspruch auf Finanzierung ihres Angebotes durch die kommunalen Finanzierungsträger (Schuldnerberatung als Pflichtaufgabe der Kommunen) herzuleiten. Im § 6 BSHG und im § 8 Abs. 2 BSHG (persönliche Hilfe - Beratung auch in sonstigen sozialen Angelegenheiten) wurde schließlich die notwendige Argumentation gefunden. Ebli unterstreicht, dass die von der Schuldnerberatung als Überschuldungsursache festgestellten "persönlichen Defizite" als hilfreich zur Erschließung der finanziellen Fördermittel durch die Kommunen erwiesen.

Situation nach Inkrafttreten der Insolvenzordnung

Ebli erschließt sehr differenziert und sachgerecht die Fördergrundlagen nach dem Bundessozialhilfegesetz und zeigt uns die Konkurrenzsituation der verschiedenen Träger auf. Geprägt von den "Verteilungskämpfen" differenzierten sich die Schuldnerberatungsstellen in Beratungsstellen mit "integriertem" oder "spezialisierten" Beratungsansätzen, um einen "Idealtypus" der Organisierung von Schuldnerberatung zu finden. Bis heute scheinen sich die großen Träger nicht einigen zu können, welche Art von Beratungsansatz wohl der bessere wäre, obwohl schon sehr früh Rahmenkonzeptionen als Grundlage zur Erstellung von Handlungskonzepten entstanden sind.

Mit Inkrafttreten der Insolvenzordnung wurde die soziale Schuldnerberatung von ihrer Position als "zentrale Ressource für Überschuldete" verdrängt. Nach den Positionierungskämpfen gegenüber Anwaltschaft und Verbraucherarbeit und der rechtlichen Festigung durch den § 8 BSHG und später durch den § 17 BSHG bot sich für die Betroffenen (Schuldner- und Gläubigerseite) durch das Privatkonkursverfahren ein Entschuldungsinstrument, das "verlässlicher" und "klarer" war. Ebli erkennt, dass die soziale Schuldnerberatung bevorzugt als wichtige "Instanz" (Durchführung des außergerichtlicher Einigungsversuches und Bescheinigung des Scheiterns) eingesetzt wurde. Trotzdem oder gerade auch dadurch (siehe § 17 BSHG - Einzelfallabrechnung) kam die Schuldnerberatung immer mehr in Zugzwang gegenüber ihren Zuschussgebern (Sozialhilfeträger), ihre Leistungsangebote differenziert darzustellen. Sie mussten ihr Produkt "Schuldnerberatung" gegenüber ihren Geldgebern verkaufen. Dies führte nach Ebli auch dazu, dass die Träger der Schuldnerberatungsstellen sich verstärkt um eine Standardisierung und Professionalisierung ihrer Arbeit bemühten (Entwicklung eines Berufsbildes, Entwicklung einer Berufs- und Weiterbildungsordnung zur Vereinheitlichung von Ausbildungs- und Qualifikationsstandards, Entwicklung einer professionellen Identität, Politikfähigkeit, u. s. w.). Der Autor sieht in diesem Prozess auch eine "Entpädagogisierung" der schuldnerberaterischen Praxis. Er meint damit die Verlagerung der zentralen Aufgabe der Schuldnerberatung von der Bearbeitung der persönlichen Defizite im Umgang mit Geld und Konsum zu einer zunehmenden Zentrierung auf die Bearbeitung der wirtschaftlichen Not.

Recht ausführlich widmet sich der Autor dann dem "Privatinsolvenzverfahren". Er zeigt die Entstehungsgeschichte, auch im Hinblick der politischen Auseinandersetzung zwischen Schuldnerberatung und Bankenseite, auf und stellt das Verfahren im Einzelnen recht ausführlich vor. Dabei betont er auch die wichtige Rolle der Bundesarbeitsgemeinschaft der Verbände, der Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände, der Bundesarbeitgemeinschaft Schuldnerberatung und des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Die Verbraucherinsolvenz mit Restschuldbefreiung orientiert sich an den überschuldeten Einzelpersonen. Ebli sieht hierhin erneut die "Personalisierung" des sozialen Problems "Überschuldung". Auch die Unterteilung in "redliche" und "unredliche" Schuldner, die Obliegenheitspflichten der Schuldner in der Wohlverhaltensphase und dem damit verbundenen Ausschluss aus dem Verfahren bei Verstoß und Verletzung der Mitwirkungspflichten, zeigt das personifizierte Disziplinierungsziel des Verfahrens. Eine Festlegung zur Differenzierung der Gläubiger in "redlich" und "unredlich", entsprechende Prüfverfahren (über Berechtigung und Wirksamkeit der Forderung, u. s. w.) und Ausschlussfolgen gibt es nicht. Entsprechende Vorschläge der Schuldnerberatung finden sich im Gesetz nicht wieder.

Für die Schuldnerberatungsstellen änderte sich durch die Einführung des Verbraucherinsolvenzverfahrens einiges. So wurden die Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen im Rahmen ihrer Aufgaben als "geeignete Stellen" gegen den Vorwurf der unerlaubten Rechtsberatung abgesichert. Ihr Zuständigkeitsbereich erstreckt sich nun auch auf die, bisher nicht erlaubte "Rechtsbesorgung". Die Ausführungsgesetze der Bundesländer setzten Vorgaben für qualitative Mindeststandards für die "geeigneten Stellen" und tangierten damit wesentliche "Dimensionen" des Institutionalisierungsprozesses der Schuldnerberatung. Das "Pädagogische" in der "sozialpädagogischen" Schuldnerberatung, also die Bearbeitung persönlicher Defizite durch sozialpädagogische Interventionen, verlor nach Ebli mehr und mehr an argumentativer Bedeutung und praktischer Relevanz. Er stellt fest, dass "zumindest ein schwacher Hinweis" sich daraus ergibt, dass in den neunziger Jahren die Aufgabenbereiche "psychosoziale Stabilisierung" und "Bearbeitung der persönlichen Defizite" gegenüber dem Aufgabenbereich "Bearbeitung der wirtschaftlichen Notlage" an Bedeutung verloren. Durch die Einführung der Privatinsolvenzordnung und der Anerkennung als "geeignete Stellen" konnte die Schuldnerberatung eine zusätzliche Finanzierungsquelle erschließen, da auch nach Festschreibung der Schuldnerberatung im § 17 BSHG eine gesicherte Finanzierung der Schuldnerberatungsstellen in Deutschland nicht gegeben war.

Die Entwicklung des Arbeitsfeldes Schuldnerberatung definiert Ebli als "einen institutionellen Differenzierungs- und Spezialisierungsprozess", der von Diskussionen um die Vor- und Nachteile der idealtypisch unterschiedenen "integrierten" Schuldnerberatung und "spezialisierten" Schuldnerberatung" bis Anfang der neunziger Jahre begleitet wurde.

Beobachtungen zur "Schuldnerberatung" als Sozialarbeit

Man könnte sagen, dass die sozialarbeiterische Schuldnerberatung für Ebli einen Geburtsfehler hat, nämlich den der "von Vertretern der Institution 'Sozialarbeit' in die Debatte eingebrachten 'psychosozialen' Aspektierungen des Problemmusters, also die 'psychosoziale' Aspektierung der 'Problementstehung' mit der Behauptung 'persönlicher Defizite' als 'psychosoziale Ursachen', und die 'psychosoziale' Aspektierung der "Problembeschreibung" mit der Behauptung ' psychosozialer Folgeprobleme' bis hin zur Hilflosigkeit" (S. 156) und die "ideelle Hegemonie" dieser Argumentation. Er kritisiert die vorgenommenen Definitionsprozesse der "Problementstehung", der "Problembeschreibung" und der "Problembearbeitung".

Anhand der Beurteilung der Studie zur Überschuldungsituation und Schuldnerberatung in der BRD der GP-Forschungsgruppe aus den Jahren 1988/1989 verdeutlicht er mögliche Probleme der "Problementstehung" und "Problembeschreibung". Das Ergebnis der Studie war im Sinne der Problemdefinition der sozialen Schuldnerberatung. Sie stellte als Ergebnis persönliche Defizite der Schuldner vordergründig als Problemursachen fest, die es nun zukünftig galt, im Rahmen der Schuldnerberatung zu bearbeiten. Strukturelle und politische Ursachen wurden nur punktuell angedeutet. Der Autor zeigt unter anderem auf, dass unter den zur Beantwortung der Frage nach den Ursachen von Überschuldung vorgegebenen Antwortmöglichkeiten sich lediglich "Arbeitslosigkeit" als strukturelle Ursache befand, alle anderen bezogen sich auf die persönlichen Verhältnisse der Schuldner. Andere Ursachenkomplexe, wie "Verhalten der Kreditgeber", Reallohnentwicklung, "Zinsentwicklung" u. s. w. waren nicht vorgegeben.

Ebli spricht deshalb sogar von "einer offensichtlichen mehrfachen Verengung des forschenden Blickes". Damit unterstellt er der Studie Parteinahme für eine bestimmte, wahrscheinlich vorgegebene, Position und eine "besondere" Dateninterpretation durch die Forschungsgruppe. Damit steht er im Übrigen aber nicht allein. Fachleute aus der Schuldnerberatung haben diese Studie von Beginn an kritisiert und ihre Ergebnisse angezweifelt. Nicht zu unrecht rügt Ebli die besondere Dateninterpretation und fügt hinzu, "ein sozialpolitisch engagiertes Forschungsteam sollte es doch ganz besonders interessieren, wenn nach Angaben der 'Schuldnerberatungsstellen' ein nicht zu vernachlässigender Anteil Betroffener zur Sicherung des Lebensunterhaltes Kredite aufnehmen, Fragen nach Einkommensverteilung, Arbeitslosigkeit, Absicherung durch Sozialleistungssysteme und darüber hinaus hätten gestellt werden können" (S. 133). Ebli sieht diese erste und bis heute größte Studie der GP Forschungsgruppe als Voraussetzung für den wirklichen Durchbruch der "sozialpädagogischen" Schuldnerberatung. Er bemängelt, dass die Kompetenzen der Schuldnerberatung nicht tatsächlich hinterfragt wurden, sondern im juristischen und ökonomischen Bereich problematisiert und im psychosozialen als entscheidender Kompetenz als vorhanden angesehen wurden.

Über ein Berufsbild des Schuldnerberaters wurde lange diskutiert und gestritten. Die berufliche Grundqualifikation zur Abdeckung der beim Schuldnerberatungsklientel vorgefundenen "ökonomischen, juristischen und psychosozialen" Probleme wurde vor allem bei den Sozialpädagogen, aber auch bei anderen Berufsgruppen, wie Juristen, Bankkaufleuten, Ökotrophologen gesehen. Durch Fortbildung und Kooperation mit anderen Fachberatungsstellen sollten jeweils fehlende Qualifikationen ausgeglichen werden. Zudem entwickelte sich eine Fachdebatte zur Zielgruppenbestimmung. Aus der von ihr bevorzugten beruflichen Grundqualifikation und der Bestimmung von Zielgruppen für die "sozialpädagogische" Schuldnerberatung sollte sich jetzt die "richtige" Arbeitsweise der Schuldnerberatung (Aufgabenstellung, Leistungsangebote, Arbeitsprinzipien) entwickeln. Dem gegenüber beharrt Ebli darauf, dass unter den Aufgabenstellungen der Schuldnerberatung ("Bearbeitung der wirtschaftlichen Notlage", "Bearbeitung der persönlichen Defizite", "psychosoziale Stabilisierung" und "Aktivierung der Selbsthilfe") die Aufgabe der "Bearbeitung der wirtschaftlichen Notlage" als die mit zentraler Bedeutung zu gelten hat, deren Leistungskatalog die Sicherung des materiellen Existenzminimums, Vollstreckungsschutzmaßnahmen, Beantragung von Sozialleistungen, Sicherung des Arbeitsplatzes, der Wohnung, der Stromzufuhr (alles Grundlagen unserer Existenz) beinhaltet.

Ebli thematisiert auch die Zugangsregelungen zur Schuldnerberatung. Er hat zahlreiche Bekenntnisse zum Prinzip der Freiwilligkeit gefunden, aber er vermutet zumindest auch Zusammenhänge zwischen der Gewährung von Sozialhilfeleistungen und der Aufforderung (vermutlich des Sozialamtes) Schuldnerberatung "über sich ergehen zu lassen". Grundsätzlich ist sicher nicht von der Hand zu weisen, dass das "Zusammenwirken" von Sozialhilfeträgern und Schuldnerberatungsstellen nicht immer zweifelsfrei und eindeutig zugunsten der Klientel war und ist, gerade auch dadurch, dass die Sozialhilfeträger zumeist über die Fördermittel der Schuldnerberatungsstelle entscheiden. Ebli informiert uns darüber, dass bei aller Freiwilligkeit der Beratung eine gewisse Disziplin in Form von Beratungsregeln vorhanden sein muss (auch wenn Verhaltensänderungsprozesse einer "tragfähigen" Beziehung zwischen Schuldner und Berater bedürfen). Er betont aber doch zu sehr den Kontroll-Aspekt (Hilfe in den wirtschaftlichen Angelegenheiten nur gegen Einhaltung der Spielregeln psychosozialer Beratung). Er erweckt den Eindruck, als wäre die Überprüfung der Motivation einer der wichtigsten Bausteine der Schuldnerberatung und würde von den Beratern restriktiv überwacht. Er sieht jedoch nicht, dass dies ein Teil der psychosozialen Beratung bereits ist (Veränderung des Verhaltens). Ebli sieht neben der "unterstützenden" auch eine "disziplinierende und "kontrollierende" Schuldnerberatung.

Für den Autor stellt sich das Engagement der sozialpädagogischen Schuldnerberatung als Pädagogisierung (und Verwaltung) eines gesellschaftlichen Sachverhaltes (gesellschaftlichen Problems) dar. Er erkennt in der Personifizierung des Problems und der Problembearbeitung eine Entpolitisierung des Themas Überschuldung durch die Schuldnerberatung und damit auch der Entpolitisierung alternativer Problemdeutungen und Deutungsmöglichkeiten. Nach Ebli war die sich entwickelnde personbezogene Schuldnerberatung deshalb der Kritik ausgesetzt, durch die personalisierende Deutung der Überschuldung und der personalen Ausrichtung der Problembearbeitung die politische Komponente zu vernachlässigen.

"Beobachtung des Beobachters": Sozialarbeitswissenschaftliche Betrachtung.

Ebli nennt explizit seinen theoretischen Zugang zur Überschuldung, den er über einen gesellschaftstheoretischen Rahmen in einem regulationstheoretischen Ansatz findet, der "die Lücke zwischen einer allgemeinen Theorie des Kapitalismus und der empirischen Erforschung konkreter Situationen schließen" und den "Dualismus von struktur- und akteurszentrierter Perspektive auf die Gesellschaft" (S. 33) überwinden soll. Es stellt sich allerdings die Frage, warum ausgerechnet dieser Zugang privilegiert gegenüber anderen sein soll, warum Überschuldung als ein "gesellschaftlicher Sachverhalt" (und sonst nichts?) zu betrachten ist.

Damit hat man zwar einen politisch und moralisch gerechtfertigten Standpunkt, da man die Beseitigung von sozialen Missständen verficht, in erkenntniskritischer Hinsicht ist man weniger standfest: Theorien haben bekanntlich ihre Geltungsansprüche und ihre Geltungsbereiche - wie kann man sicher sein, dass die verwendete Theorie-Konstruktion (nicht nur "Schuldnerberatung", "Problementstehung", "Problembeschreibung" hätte in Anführungszeichen gesetzt werden müssen!) den Gegenstandsbereich einigermaßen zutreffend erfassen kann? Der Nachweis, dass ein Konstrukt die "ideelle Hegemonie" erringen konnte, bedeutet noch nicht automatisch, dass sich (wieder einmal) die (schlechten) gesellschaftlichen Verhältnisse auf institutioneller Ebene reproduziert haben. Hat sich die Soziale Arbeit durchgesetzt, weil sie die entsprechend griffigen verbalen Formeln erfand, oder hat sie eine besondere Attraktivität, da sie die Nachteile spezialistischer Zugänge (juristischer, finanzwissenschaftlicher, therapeutisch-pädagogischer) überwindet und einen problemadäquateren integrativen Zugang ermöglicht?

Es genügt auch nicht, eine bestehende Praxis als widersprüchlich und expertokratisch zu bewerten und es dabei bewenden zu lassen (sie muss ja immer "korrumpiert" sein, solange die strukturellen Verhältnisse nicht geändert sind). Das ist für Leute im akademischen Raum ein komfortabler Standpunkt, der aber verhindert, dass die Akteure der Praxis ihre Tätigkeit hinsichtlich ihrer Ausführung und der relevanten Unterschiede reflektieren können, sie werden auf ihre Alltagsplausibilität zurückgeworfen. Für solche Fragen (Mit welchen Theoriekonstruktionen kann man einen Gegenstandsbereich umgreifen? Wie müssen Modelle konstruiert sein, damit sie Praktiker in die Lage versetzen, die für ihre Tätigkeit relevanten Unterschiede zu treffen?) hat sich die Sozialarbeitswissenschaft für zuständig erklärt, in der eine Wissenschafts-Systematik entwickelt wird (besonders von den Züricher Kollegen Werner Obrecht und Silvia Staub-Bernasconi). Für diese kommt man ohne Objekt-Theorien (zu denen selbstverständlich Gesellschaftstheorien, aber auch personale Theorien gehören) und Handlungstheorien nicht aus.

Ebli erneuert den Verdacht aus den 70er Jahren, dass Soziale Arbeit "aufgrund der personalisierenden Problemdeutungen und Problembearbeitungen gesellschaftliche Widersprüche als Bedingungsfaktoren von 'sozialen Problemen' unterbelichtet, zur Entpolitisierung gesellschaftlicher Konflikte, damit zur Verwaltung von Widersprüchen und Konflikten beiträgt und dadurch die ungleichheitsproduzierenden Gesellschaftsstrukturen kapitalistischer Gesellschaftsformationen stabilisiert" (S. 238). Es muss in diesem Zusammenhang auf das Missverständnis hingewiesen werden, dass personorientiertes Arbeiten die Negierung des gesellschaftspolitischen Kontextes bedeuten soll. Dies ist nur dann der Fall, wenn man in Ausschließlichkeits-Kategorien denkt, warum sollte man nicht personorientiert arbeiten und trotzdem den gesellschaftlichen Kontext bedenken, beide Problemebenen haben nur völlig verschiedene Handlungszugänge? Nicht zuletzt aufgrund der Wahl des Obertitels entsteht der Eindruck, dass Ebli nur die gesellschaftspolitische Aspektierung für die eigentlich relevante hält. Dieser wird verstärkt durch den Umstand, dass die zitierte Literatur zu Methodenfragen meist älteren Datums ist.

Allerdings sollte man das Buch damit nicht beruhigt wieder beiseite legen. Auch wenn man in verschiedenen Punkten anderer Meinung sein kann, kommt man nicht umhin, die Irritation aufzunehmen, die mit der Lektüre verbunden ist. Es zeigt nämlich die Gefahr ungerechtfertigter Selbstgewissheiten, die mit vordergründig "professionellen", praxeologisch-individualistischen Verkürzungen verbunden sind (allerdings sollte man sich auch vor einer "Verbannung des Methodischen" hüten).

Zusammenfassende Würdigung

Hans Ebli beschreibt und analysiert engagiert und sehr präzise die Institutionalisierung der Schuldnerberatung, er wirft für eine kritische Reflexion Sozialer Arbeit zu behandelnde Fragen auf und leistet so, ohne es ausdrücklich zu wollen, einen wertvollen Beitrag zu ihren im Rahmen der Sozialarbeitswissenschaft zu systematisierenden wissenschaftlichen Grundlagen. Er zeigt exemplarisch, dass die Soziale Arbeit ihre Praxis nicht einfach vorfindet, sondern wie ein "Praxisfeld" in der Auseinandersetzung verschiedener sozialpolitischer Akteure in Abhängigkeit von Definitionsprozessen etabliert wird. Dabei aufzuwerfende empirische, professionspolitische und methodische Fragen können erst nach und nach bearbeitet werden, doch könnte eine zu vorzeitige Selbstgewissheit und Selbstsicherheit könnte dazu führen, dass die Definitionsprozesse sich in einer der Sozialen Arbeit weniger willkommenen Art und Weise verändern.

Das Buch sollte in keiner Schuldnerberatungsstelle fehlen, es bietet auch für das Studium der Sozialen Arbeit eine ausgezeichnete Gelegenheit, über die Grundlagen der Profession und die Anforderungen an ihre wissenschaftlichen Bezüge zu diskutieren.


Rezensent
Prof. Dr. Hans-Juergen Goeppner
Katholische Universitaet Eichstätt, Fakultät für Sozialwesen (FHStg.)


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Zitiervorschlag
Hans-Juergen Goeppner. Rezension vom 12.10.2004 zu: Hans Ebli: Pädagogisierung, Entpolitisierung und Verwaltung eines gesellschaftlichen Problems? Die Institutionalisierung des Arbeitsfeldes "Schuldnerberatung". Nomos Verlagsgesellschaft (Baden-Baden) 2003. ISBN 978-3-8329-0422-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/2082.php, Datum des Zugriffs 20.09.2019.


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