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Frank Schulz-Nieswandt: Sozialökonomie der Pflege und ihre Methodologie

Cover Frank Schulz-Nieswandt: Sozialökonomie der Pflege und ihre Methodologie. Abriss der forschungsorientierten Lehre in Vallendar. Nomos Verlagsgesellschaft (Baden-Baden) 2016. 97 Seiten. ISBN 978-3-8487-3299-9. D: 29,00 EUR, A: 29,90 EUR.

Studien zum sozialen Dasein der Person, Band 21.
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Thema

Das Fachbuch skizziert – als Jubiläumspublikation für das 10-jährige Bestehen der Pflegewissenschaftlichen Fakultät im Oktober 2016 – die forschungsorientierte bzw. forschungspolitische Ausrichtung der Fakultät an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar. Der Autor liefert in diesem Werk die wissenschaftlich-fachliche und auch sozialpolitische Begründung dieser curricularen Ausrichtung. Er fokussiert in seiner Publikation auf die besonderen Rahmenbedingungen der Sozialökonomie in der Pflege und bringt diese in Zusammenhang mit geistes- bzw. sozialwissenschaftlichen Bezügen.

Aufbau und Inhalt

1. Der Verfasser beginnt in seinem Hauptkapitel mit der Bedeutungsbeschreibung der Sozialökonomie der Pflege. Diese hat das versorgungswissenschaftliche Leistungsgeschehen in der Pflege – und das ist das Nicht-gewöhnliche in dieser Betrachtung – auf der ganzheitlichen Grundlage eines bio-psycho-sozialen Anspruchs zu thematisieren. Der Lebenszyklus der menschlichen Person als homo patiens steht im Vordergrund. Der Autor denkt folglich seine sozialökonomische Skizze strikt von der Daseinsfürsorge, genauer von der kreatürlichen menschlichen Existenz (S. 23) her. In diesem Sinn füllt er die normativen Lücken von „Meta-Begrifflichkeiten“ wie z.B. „Soziale Marktwirtschaft“, „Sozialpolitik“, „Wohlfahrtsstaat“, „Sozialmarkt“ oder „Soziale Gerechtigkeit“ anthropologisch bzw. ontologisch auf. Es geht in der (praktischen) Sozialpolitik immer um die Ermöglichung von Daseinsgestaltung. Der Sozialstaat hat eine Gewährleistungsaufgabe, die infrastrukturtheoretisch und als Befähigungskonzept zu denken ist. Sozialökonomie muss demzufolge auf sozialwissenschaftliche und auch kulturwissenschaftliche Bezüge aufbauen. Beispielhaft am § 140a SGB V (verstanden als selektivvertragliche Integrationsversorgung) zeigt er diese Notwendigkeit der Erweiterung auf, da hier die Versorgungslandschaften sozio-demographisch-epidemiologisch quasi zu kalibrieren – in seinen Worten: gestalttheoretisch – zu fassen sind. Letztendlich müssen sozialrechtliche Leistungen einer „Gestalt-Transformation“ unterworfen werden, die auf der Grundlage einer „personalistischen Anthropologie“ zu geschehen hat (S. 32).

2. Die nächsten Abschnitte definieren die Orte, in denen heutzutage Wohlfahrtsproduktion geschieht:

  1. in primären Vergemeinschaftungsformen der Moralökonomie (primäre Haushaltsgemeinschaften)
  2. in staatlichen und staatsnahen Institutionen (z.B. Körperschaften und Anstalten)
  3. in Trägern und Einrichtungen des Dritten Sektors (z.B. Wohlfahrtsverbände)
  4. in privaten Unternehmen, die unter marktkonformen Rahmenbedingungen, verstanden als wettbewerbsfähige (europäische [1]) soziale Marktwirtschaft mit den sozialrechtlichen Prinzipien der Gleichbehandlung, Anti-Diskriminierung, Freizügigkeiten, Daten- und Persönlichkeitsschutz, agieren.

Der Autor betont, dass das ausschlaggebende Charakteristikum der sozialökonomischen Wohlfahrtsproduktion nur die öffentliche Daseinsvorsorge sein kann, die an öffentliche Aufgaben gebunden ist und die bekanntermaßen vom „Markt“ in erwünschter Weise nicht erledigt werden kann. [2] Gegenwärtige sozioökonomische Herausforderungen sind die (sozialrechtliche) Sicherstellung der sozialen Infrastruktur im Raum (Verfügbarkeit, Erreichbarkeit, Zugänglichkeit, Qualitätsakzeptanz, Informiertheit über die angebotenen sozialen Dienstleistungen) unter den Bedingungen der derzeitigen Megatrends des sozialen Wandels: Sozio-Demographie (Älterwerdende Gesellschaft), Sozio-Epidemiologie (Rasanter Anstieg der nicht übertragenen chronischen Krankheiten), Sozio-Ökonomie (Veränderung der Arbeitsorganisation aufgrund von Digitalisierung, finanzialisierte Marktwirtschaft, angespannte Haushaltslagen und Budgetierung von sozialen Dienstleistungen) und Moral-Ökonomie (soziale Individualisierung über Ver-Schuldungsimperative durch den sog. „Aktivierenden Staat“ versus dem sozialpädagogischen Ansatz der lebensweltorientierten, menschenrechtsnormierten Inklusion).

3. Der nächste größere Strang seiner Argumentation ist die Verknüpfung seiner Skizze mit der daraus abzuleitenden Logik qualitativer Sozialforschung. Aus seiner Sicht lauten die entscheidenden forschungsrelevanten Fragen, die von der notwendigen Kalibrierung der Sozialökonomie auf die „personale und dialogische Daseinsarbeit“ (S. 44) handeln: Was ist gutes Leben, wann gelingt das Dasein, wann und wie verfehlen Menschen ihr Dasein? Aber auch: Was ist gute Medizin, was ist gute Pflege (ebda.)? Seine forschungsmethodologische Antwort hierauf ist, auf der Grundlage post-strukturalistischer Theorien de-zentrierter Subjekte (wie z.B. bei Bourdieu, Foucault), ein Habitus-orientierter, strukturhermeneutischer Methodenmix. Für den Verfasser sind post-strukturalistische methodische Ansätze im mainstream der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften noch gar nicht angekommen (S. 46f.). In diesem Methoden-Kontext geht es ihm nicht nur um alle Varianten an Befragungen, der Sozialreportage, oder Beobachtungen im Feld der qualitativen Sozialforschung, sondern auch um alle Arten der Inhaltsanalyse von Text- bzw. Dokumentensorten, aber auch um die Erfassung von Gebärden (inklusive Aufstellung im Raum), von Affekten und bildsprachlichen Phänomenen wie z.B. Metapher. Es geht ihm darum, die Inter-Subjektivität (als Inbegriff des Sozialen), insbesondere in der horizontalen Inter-Textualität von Rezeptionssinn und Produktionssinn zu „entdecken“, da nur hieraus wesentliche Informationen für die womögliche Weiterentwicklung von Versorgungssettings generiert werden kann. Er unterscheidet grundlegend zwischen einer Hermeneutik 1. Ordnung (Alltag sozialer Wirklichkeit) und Hermeneutik 2. Ordnung (Wissenschaft des Alltags) (S. 48). Die wissenschaftliche Relevanz dieses Forschungsgegenstandes bekräftigt er, gerade auch unter Bezugnahme auf den capability approach (Amartya Sen und Martha Nussbaum), mit seinem ontologischen Verständnis einer Faltung des Verhältnisses zwischen Individuum und Umwelt (Gesellschaft) über das Außen des Innen des Außen (S.68). Der Mensch ist Kind seiner Zeit; daher ist er biographisch als Werdender und Gewordener eingebettet in die Zeitgeschichte. Diese Faltung des homo creativus verlangt eine poetische Wissenschaft und eine epistemische Poetik (S. 52ff.).

4. Das Thema der sozialen Gerechtigkeit als wesentlicher Maßstab für die Praxis der Sozialpolitik streift der Autor ebenfalls kurz. In einem kurzen Abriss führt er die rechtsphilosophische Herleitung und ihre pluralen Ausprägungen in einem (modernen) Sozialstaat auf anthropologische bzw. ontologische Fundamente zurück. Das „Person-Sein ist nur im Modus des sozialen Mitseins möglich“ (S. 62). Die gedanklich, eigentlich auf die Philosophie der Aufklärung zurückgehende, dreidimensionale und „homologische“ Verbindung des Menschen, theoretisch-konzeptionell aktualisiert durch die Kritische Theorie der Frankfurter Schule, als Wirtschafts-, Staats- und Sozialbürger führt zu einer trans-aktionalen Betrachtung über fragmentierte Systemlogiken hinweg. Oft wird diese trans-aktionale Perspektive in der epistemischen Bewältigung im Forschungsdesign substanziell nicht erreicht. Das gilt ebenfalls und leider viel zu oft, auch auf Grund des Bologna-Prozesses, für viele curriculare Figurationen gesundheits- und sozialwirtschaftlicher Studiengänge. Der Sozialstaat (und Rechtsstaat), als mehr oder weniger kompetenter Mittler zwischen dem marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaftssystem und den angebotenen (und finanzierten) sozialen Leistungen („Gewährleistungsstaat“), die dem aktuellen Paradigma der „Teilhabe an der Gesellschaft“ unterliegen, wird dabei – im Rahmen der normativen Fundierung und rechtlicher Ausgestaltung sozialer Gerechtigkeit – eine systemstabilisierende bzw. Governance-förderliche Position einnehmen müssen, die auf der einen Seite die so genannte Ökonomisierung der Sozialen Arbeit, mit dem starken Fokus auf Markt- und/oder Wettbewerbsorientierung in allen Bereichen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft, aufgrund von globalisierten (auch: europäisierten) und transnationalen Austauschsystemen bewerkstelligen und auf der anderen Seite die sozialintegrative Funktion sozialer Dienstleistungen, auch die der Sozialversicherungen, unter Berücksichtigung starker gesellschaftlicher Umbrüche menschenrechtlich-humanistisch ausgestalten muss. Dies führt naturgemäß zu einer akzentuierten Einforderung von „Humankapitalinvestitionen im Rahmen ‚investiver Sozialpolitik‘“ (S. 63), um die Integrationsfunktion sozialer Dienstleistungen zu (ver-) stärken. Mit Recht verweist der Autor darauf, dass der übliche, als Grundannahme vieler gesundheits- und sozialwirtschaftlicher bzw. ökonomischer Studiengänge vorherrschende, sowohl individualistische und als auch organisationstheoretische Präferenzutilitarismus zu einer wohlfahrtstheoretischen „Pseudo-Ent-Politisierung der Zielbasisproblematik von Allokation und Distribution“ führt (S. 65). Oder in anderen Worten: Man begründet eine Schein-Plausibilität mit ideologisch überhöhten, aus anderen historisch-semantischen Kontexten herausgezogenen und schließlich fachlich falsch benützten Begriffen wie z.B. Neoliberalismus, Markt, Gewinnorientierung. Die für einen reflexiven Ausgleich der o.g. „Kolonialisierung“ bzw. „Landnahme“ [3] von sozialen Räumen durch ideologische Kategorien notwendig zu nützende Disziplin einer spezifischen Ethik des institutionellen (politischen) Entscheidens findet sich allerdings oftmals nur als curriculare Randerscheinung wieder. Sie verbleibt in der Lehre und der Didaktik größtenteils als methodisches Feigenblatt ohne Wirkung. Der Verfasser konstatiert ferner mit Recht, dass sich der „sozialprofessionelle Umgang mit dem Thema der Ökonomisierung [in der sozialen Arbeit] als verwirrt“ erweist (S. 66). Entweder finden wir eine Behandlung mit einer Praxis der Tabuierung durch Dämonisierung vor oder es findet eine unreflektierte „Apotheose“ des „Sozialmarkts“ als konstitutive conditio sozialer Dienstleistungen statt. Es gibt „gute Gründe, die Modelle und Instrumente der etablierten Betriebswirtschaftslehre für kapitalistische Unternehmen nicht einfach auf die solidarische Ökonomie zu übertragen“ (S. 67).

5. Gesellschaftspolitisch, so schließt der Verfasser, ist sowohl auf die Kompetenzen (von Klienten, aber m.E. auch von sozialen Dienstleistungen) als auch auf die Infrastrukturen zu setzen, auf die abilities und auf die capacities, um eine Strategie der capabilities zu ermöglichen (S. 69).

Diskussion

Der Autor betont in seiner Publikation, dass die Sozialökonomie in ihrem Denken eine erweiterte und fokussierte Perspektive auf die Humanities unternehmen muss, um der fachlichen Komplexität der Daseinsfürsorge konzeptionell gerecht werden zu können. Diese notwendige und fachlich richtige Erkenntnis wird allerdings in den allermeisten Fällen in gesundheits- und sozialwirtschaftlichen deutschen Curricula, die größtenteils in den 1990er und 2000er Jahren in Deutschland erstellt wurden, (noch) nicht lehrpraktisch stringent umgesetzt. Diese Studiengänge werden konventionell vom „Markt“-Denken her konzipiert. Hierbei wird eklatant übersehen, dass ein „Markt“, verstanden als ein spezifisches, preisorientiertes Allokationssystem, auf Grund seiner Strukturbedingungen historisch bis in die Gegenwart hinein niemals in der Lage war und ist, meritorische Güter, wie z.B. soziale Dienstleistungen, mit einer fachlich gerechtfertigten Güte hervorzubringen. „Die steuernden, anreizenden und zuordnenden (allokativen) Eigenschaften der Marktwirtschaft sind dergestalt, dass Bedürfnisse, die zu ihrer Befriedigung eher gesellschaftliche als individuelle Aktivitäten erfordern, nur mit Schwierigkeiten identifiziert, formuliert oder entwickelt werden können. […] Nicht einmal […] soziale[.] Kosten-Nutzen-Relationen [bei Entscheidungen in Marktkontexten] werden korrekt eingeschätzt, weil nämlich die externen Effekte falsch bewertet werden […]. Aus den Allokationen folgt eine Unterversorgung mit kollektiven, hingegen eine Überversorgung mit individuellen Gütern“. [4] Der Verfasser konstatiert weiterhin – im Zusammenhang mit der notwendigen Öffnung der Sozialökonomie, insbesondere in der Pflege (aber nicht nur dort), zur Multi-Disziplinarität – durch Ignorieren derselben „selbst-referentielle Fehlentwicklungen“ (S. 31) aufgrund von selbstbornierten, „kommunikationsgestörten, un-kooperativen Disziplinen […] und Professionen“ (ebda.). Er bestätigt die kontinuierlich zu führenden, mühseligen „Diskussionen“ mit Professoren und anderen Lehrtätigen, die immer noch der klassisch-liberalen und daher veralteten „Marktidee“ als entscheidendes Strukturierungskriterium in der Sozialökonomie anhängen und nicht registrieren (wollen), dass die Marktwirtschaft aufgrund der Finanzialisierungen [5] der letzten 20 Jahre sich dergestalt verändert hat: das Prinzip der Steuerung über Angebot und Nachfrage in den drei klassischen sozialen Märkten (Leistungsmarkt, Versicherungsmarkt, Vertragsmarkt) war niemals funktionabel; und das letzte Scheitern reiner kapitalistischer Märkte in neuester transformierter Form zeigt deren Unfähigkeit evidentermaßen auf, dass ein Marktgleichgewicht nicht so einfach durch sich selbst reguliert entsteht, wie – pars-pro-toto – die Immobilienblase in den USA und deren Zusammenbruch in 2008 gezeigt hat. Daher verweist der Autor richtigerweise auf die unbedingte Notwendigkeit der Öffnung der Sozialökonomie zu den Geistes- bzw. den Sozialwissenschaften und ihre substantiierte curriculare Manifestierung in gesundheits- und sozialwirtschaftlichen bzw. sozioökonomischen Studiengängen hin. Hierbei zeigt der Verfasser mutig und profund auf, dass sich ökonomische, betriebswirtschaftliche, sozialpolitische und sozialrechtliche Argumente kompatibel mit Daseins-orientierten Ansätzen (bzw. lebensweltorientierten Ansätzen) sozialer Arbeit verknüpfen lassen. Negativ ist jedoch zu dieser Abhandlung zu sagen, dass diese „nur“ eine Skizze ist, die begriffliche und fachliche Verknüpfungen aufzeigt. Die Möglichkeit, tiefer in die Argumentation des Autors einzusteigen und sich damit auseinanderzusetzen, kann mit dem Lesen dieser Publikation nicht erreicht werden.

Fazit

Der Autor beschäftigt sich in seinem Werk mit den besonderen Rahmenbedingungen der Sozialökonomie in der Pflege, bringt diese in Zusammenhang mit abzuleitenden Vorgaben für die notwendig spezifische Logik der (qualitativen) Sozialforschung, insbesondere mithilfe der Strukturhermeneutik (S. 50ff.), in der Sozialökonomie im Allgemeinen und der Pflegeökonomie im Besonderen und betont schließlich, auf der Auftragsgrundlage für die Vertreter_innen der Wissenschaft, „Mitverantwortung für die Gestaltung des sozialen Wandels zu übernehmen“ (S. 84), ein „neues“ Forschungsprogramm. Forschungsgegenstand ist hierbei stets die lebensweltorientierte und psychodynamisch angereicherte „Kultur des gelingenden sozialen Miteinanders“ (S. 82), die zu berücksichtigende „Personalität des Menschen“ auf der Mikroebene und die „Idee der Partizipation am Gemeinwesen“ (ebda.) auf der lokalen/regionalen Mesoebene und auf der Makroebene die sozialpolitische und sozialrechtliche Bewirtschaftung von Versorgungslandschaften im Rahmen der „Gewährleistungsstaatsaufgabe“ (S. 25).

Wer mit diesem Buch ein klassisches Ökonomiebuch zur Pflege erwartet, wird überrascht sein. Denn der Verfasser bringt seine breite geistes- und sozialwissenschaftliche Kompetenz multiperspektivisch in die schriftliche Darstellung hinein. Damit ist das Werk gegenüber der klassischen gesundheits- und sozialwirtschaftlichen Mainstream-Literatur in jedem Fall gegen den Strich gebürstet: erfrischend anders für den „Insider“, für die/den interessierte/n Leser_in jedoch, die noch keine geisteswissenschaftlichen Berührungspunkte gehabt haben, eine große Herausforderung, den Text und damit das Denken des Autors zu verstehen.


[1] EU-Primärrecht gemäß Art. 3 (3) EUV [Europa ist eine soziale Marktwirtschaft] und insbesondere Art. 36 [Grundrechtscharta] i.V.m. der Verankerung in Art. 6 EUV.

[2] Siehe exemplarisch: Bowles, Samuel (2014): Was Märkte können – und was nicht, in: Herzog, Lisa/Honneth, Axel (Hrsg.): Der Wert des Marktes. Ein ökonomisch-philosophischer Diskurs vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Suhrkamp: Berlin, 470-484; Lukes, Steven (2014): Invasionen des Marktes, in: Herzog, Lisa/Honneth, Axel (Hrsg.): a.a.O., 485-510.

[3] Vgl. Lutz, Burkart (1984): Der kurze Traum immerwährender Prosperität. Eine Neuinterpretation der industriell-kapitalistischen Entwicklung im Europa des 20. Jahrhunderts, Campus: Frankfurt/Main; Luxemburg, Rosa (1913): Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus, Buchhandlung Vorwärts Paul Singer: Berlin.

[4] Vgl. Albert, Michael (2014): Parecon. Leben nach dem Kapitalismus, in: Herzog, Lisa/Honneth, Axel (Hrsg.): Der Wert des Marktes. Ein ökonomisch-philosophischer Diskurs vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Suhrkamp: Berlin, 329-353. Siehe auch eine historische Analyse von ökonomischen Transaktionen in Polanyi, Karl (2014): Die Entbettung des Marktes. Aristoteles entdeckt die Volkswirtschaft, in: dito, 268-305.

[5] Vgl. Sahr, Aaron (2016): Reichtum aus Feenstaub: Das Free-Lunch-Privileg des Keystroke-Kapitalismus, in: Bude, Heinz/Staab, Philipp (Hrsg.): Kapitalismus und Ungleichheit. Die neuen Verwerfungen, campus: Frankfurt/Main, 25-44.


Rezensent
Prof. Dr. phil Alexander Th. Carey
M.A., Professor für Sozialwirtschaft Duale Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen
Homepage www.dhbw-vs.de/hochschule/mitarbeitende/alexander-c ...
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Zitiervorschlag
Alexander Th. Carey. Rezension vom 23.11.2016 zu: Frank Schulz-Nieswandt: Sozialökonomie der Pflege und ihre Methodologie. Abriss der forschungsorientierten Lehre in Vallendar. Nomos Verlagsgesellschaft (Baden-Baden) 2016. ISBN 978-3-8487-3299-9. Studien zum sozialen Dasein der Person, Band 21. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/21211.php, Datum des Zugriffs 12.12.2017.


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