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Martina Stercken, Ute Schneider (Hrsg.): Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern

Cover Martina Stercken, Ute Schneider (Hrsg.): Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern. Böhlau Verlag (Wien Köln Weimar) 2016. 252 Seiten. ISBN 978-3-412-22272-7. D: 27,90 EUR, A: 28,70 EUR, CH: 38,50 sFr.
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Thema

Städte unterscheiden sich nicht nur in ihrer Struktur, der Art ihrer urbanen Lebensweise oder ihrer Dynamik ihres kulturellen und sozialen Lebens und in ihrer ökonomischen Dynamik. Sie unterscheiden sich auch in der Art der Darstellung dieser Struktur und Dynamik und in der Präsentation ihrer städtischen Lebensweise. Städte haben in dieser Richtung auch ihre eigene Logik der Darstellung. Das, was ihre Themen sind, die in öffentlichen Diskursen artikuliert werden und das, was nach außen als die Eigenart dieser Stadt „angeboten“ wird, unterliegt in modernen Gesellschaften immer mehr der medialen Darstellung. Die mediale Inszenierung im Kontext eines Stadtmarketings bringt möglicherweise etwas anderes zum Ausdruck, als der eine oder die andere Bewohner/in der Stadt es sieht.

Eigentlich war es schon immer so. Seit es Städte gibt, präsentieren sie sich als Herrscherstädte, als Residenzen, als Handelsstädte oder als dynamische Metropolen. Die Art der medialen Darstellung hängt vom jeweiligen Zeitgeist ab, aber auch von den vorherrschenden Techniken und Methoden der Präsentation. Insofern ist Stadtgeschichte auch immer Kulturgeschichte. Damit sind auch die Veränderungen dessen verbunden, was wir Urbanität nennen. Dementsprechend vielfältig und schillernd ist der Begriff und seine soziologischen, stadtplanerischen oder stadtentwicklungstheoretischen Bestimmungen werden dann vielleicht auch dem Begriff nicht immer gerecht.

Herausgeberinnen

Dr. Martina Stercken ist Professorin für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Vergleichende Landesgeschichte am Historischen Seminar/NCCR Mediality der Universität Zürich.

Dr. Ute Schneider ist Professorin für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte am Historischen Seminar der Universität Duisburg-Essen.

Autorinnen und Autoren

Die übrigen Autoren kommen aus dem universitären Bereich und aus der Forschung. Sie vertreten die Fächer Geschichte, Kunstgeschichte, Romanistik, Anglistik und Kultur- und Medienwissenschaften.

Aufbau

Nach einem kurzen Vorwort, in dem die Intention des Buches erläutert wird, verschiedenen Verzeichnissen und einem einleitenden Kapitel von den Herausgeberinnen folgen zehn Beiträge, einige Farbtafeln und ein Index der Orts- und Personennamen.

Zu: Urbanität. Formen der Inszenierung

(Martina Stercken, Ute Schneider) Die im Vorwort geäußerte Intention dieses Buches ist die Darstellung einer kulturgeschichtlich geprägten Mediengeschichte. Es geht um die Frage, auf welche Weise, in welchen Kontexten und mit welcher Wirkmacht Texte, Bilder, Karten und Filme zeitspezifische Vorstellungen und Konzepte des Urbanen erzeugen. In ihrem einleitenden Kapitel setzen sich die beiden Herausgeberinnen mit dem Begriff der Urbanität auseinander, wie er bei den Römern, im hohen und späten Mittelalter verstanden wurde und wie er heute – vielleicht auch in einer spezifischen Verkürzung – von Soziologen, Stadtplanern und -entwicklern oder Geographen verstanden wird.

Es geht dann aber im Folgenden nicht um den Begriff, sondern um die Formen der Inszenierung, um die qualitativen Momente medialer Darstellung und um ihre Weise, wie sie Eigenheiten und Eigenstellungsmerkmale der Stadt vergegenwärtigen, in die öffentliche Diskurse einbringen und so zu typischen Merkmalen der Stadt werden, die auch identitätsstiftend sind. Damit ist Urbanität nicht von vornherein gegeben, sondern medial vermittelt.

Die Autorinnen machen drei Prozesse aus, die in den Beiträgen den Zugang zu Inszenierung analysieren und die Bedingungen der Vermittlung von Urbanität nachzeichnen.

Einmal geht es um Modelle, die zu bestimmten Zeiten Reflexionen über ein vielschichtiges und sich stetig wandelndes Phänomen beschreiben. Zum anderen geht es um die Analyse der pragmatischen, gelehrten und künstlerischen Strategien des Entwurfs von Urbanität und der Produktion von Stereotypen und zum dritten werden die historischen Konstellationen analysiert, in denen mediale Formen gebraucht werden, um Differenzen aufzuzeigen und (identitätsbildenden?) Sinn zu stiften.

Diese drei Aspekte der Entwicklung und Darstellung von Urbanität werden im Weiteren ausführlich diskutiert. Unter Verstetigungen diskutieren die Autorinnen die Grenzziehungen zwischen Städtischem und Ländlichem. Dann wird der Stadtbegriff benutzt, um zentrale Orten zu definieren, in denen das öffentliche Leben geregelt wurde; weiter werden Städtedarstellungen als ästhetische Form der Präsentation benutzt.

Mit komplexen Anlagen meinen die Autorinnen eine neue Form der Reflexion (groß)städtischer Strukturen in Texten, Bildern und Karten. Diese Reflexion bezieht sich auf die Auseinandersetzung mit grundsätzlichen architektonischen und städtebaulichen Entwicklungen vor allem in den Großstädten. Und die Frage der Lancierung von Eigenarten ist eine Frage nach der Art und Weise, wie spezifische Gruppierungen in der Stadt die medialen Formen benutzen, um Unterschiede deutlich zu machen und festzuschreiben.

Zu: Urbanität. Stadtbilder vom Spätmittelalter bis in die Frühe Neuzeit

(Georg Fouquer) Die urbane Wirklichkeit der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt entsprach nicht den Darstellungen in Stadtbildern. Sie entsprachen eher der Idee von der „schönen Stadt“, wie sie von der Kunst rezipiert wurde. Dabei wird die Stadt als Gemeinschaft dargestellt, die sich in gemeinsam für wichtig gehaltenen öffentlichen Bauten und Plätzen widerspiegelt; der Gemeine Nutzen wird in verdinglichter Form dargestellt, die Leistungen der „Gemeine“ sind es, die identitätsstiftend und integrationssichernd zugleich sind. Und das, was der Autor mit „innerer Urbanisierung“ beschreibt, nämlich die Straßenbepflasterung, der Ausbau der öffentliche Hygiene, die Feuersicherheit und die Dachgestaltung, sowie die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind Aspekte der schönen Stadt und des Gemeinen Nutzens. Der Autor geht ausführlich auf diese Aspekte ein und zeigt dies an Hand einer Reihe von Beispielen.

Weiter geht der Autor ausführlich auf die Darstellung der Stadt in Straßenkarten ein. Die erste stammt aus dem Jahr 1492 von der Stadt Nürnberg. Dabei wurde auf die Darstellung der essentiellen Grundlagen des Lebens in der Stadt nicht verzichtet. Wälder und Flüsse wurden mit aufgenommen. Und deutlich sollte auch werden, dass die Stadt dies alles geschaffen hat, um den Gemeinen Nutzen zu sichern und zu mehren. Es waren Leistungen der Kultivierung von Land, von Äckern, Weiden, Wiesen und Wäldern. Gleichzeitig wurde dargestellt, wie sehr sich einerseits die Stadt vom Land unterschied, aber gleichzeitig auf das Land als Versorger angewiesen war.

Die „schöne“ Stadt sollte auch eine Stadt des guten Regiments und des inneren Friedens sein. Dabei tauchen auch Entwürfe der idealen Stadt, Stadtutopien auf, was der Autor an eine Reihe von Stadtbildern nachweist. Und es sind Reiseberichte, die von verschiedenen Städten erzählen. Ausführlich wird der italienische Humanist Antonio de Beatis vorgestellt, der eine Reihe von italienischen, österreichischen und deutschen Städten besuchte und ihren Charakter beurteilte. Dabei waren die Kriterien die Lage (z. B. im Tal), das schöne Wohnen, die schönen Plätze, die Eleganz der Häuser, die Kirchen und überhaupt ein geordneter Straßengrundriss.

Immer wieder geht es um den Gemeinen Nutzen, um das bonum commune. Der Autor zitiert den Rostocker Syndikus Johann Oldendorp, der in seinem „Büchlein von Ratschlagen und von guter Ordnung“ den guten Zustand des Regiments und der Ordnung von einer guten Verfassung abhängig macht, die von der Mehrheit der Stadtbürger getragen wird. Dies dokumentieren auch die Augsburger Monatsbilder.

Der Autor diskutiert dies ausführlich, veranschaulicht auch einiges mit Bildern und stellt dann auch einen zunehmenden Fortschritt in der inneren Urbanisierung fest.

Zu: ‚Wissenschaft‘ und ‚Unmoral‘ in den mittelalterlichen Vorstellungen von der Bildungsmetropole Paris

(Frank Rexroth) Paris firmiert als Inbegriff der Schnittstelle von intellektuellem Milieu, Künstlermilieu und sexuell libertinem Milieu und hat sich so einen Platz im kollektiven Gedächtnis der Moderne erobert.

Der Autor beschäftigt sich mit Paris und er will erörtern, unter welchen Umständen und Gründen Paris diese Position einnehmen konnte. Er leitet seinen Beitrag mit einigen Erläuterungen zu einem Film des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki „La vie de Bohème“ ein. Der Autor sieht einen Aspekt in der Soziotopographie der Stadt. Die Universität links der Seine steht für ein Konglomerat von Vorstellungen und steht in Beziehungen zu den anderen beiden Dritteln, der Kirche bzw. der Politik und der Altstadt auf der Seine-Insel rechts der Seine. Entsprechend sind es wissenschaftliche, historiographische und dichterische Erzeugnisse, die das Bild von Paris entscheidend geprägt haben. Weiter stellt der Autor das Bild von Paris an Hand einiger Beispiele vor und schließlich geht es um die sozialgeschichtliche Deutung, die auf die demographische Entwicklung und ihre Sozialtopographie abhebt.

Am Beispiel der Verssatire vom „Architrenius“ von Johannes de Hausvilla macht der Autor die Bilder vom Pariser Scholaren des 12. Jahrhunderts deutlich. Der Scholar ist ein unruhiger Geist, getrieben von Wissensdurst und Schlaflosigkeit, arm aber begeistert von der Kultur der Schulen, der urbanen Umgebung und der Mobilität der Besucher.

Seine sozialgeschichtliche Deutung überschreibt der Autor mit „Intellektuelles Proletariat“ und „Underworld of Learning“. Im 12. Jahrhundert erlebt Paris einen Aufschwung. Paris entwickelt sich zur Stadt des Königs und seine Urbanisierung schreitet voran; es wird gebaut und geplant. Und Paris ist die entwickelte Stadt der Schulen. Zu diesem Urbanisierungsprozess einer expandierenden Stadt gehören offensichtlich auch die Folgen der Großstadtentwicklung, die Ausdifferenzierung von Milieus und Lebensstilen bis hin zu Orten der Unmoral. Das gilt aber auch für eine Reihe von Großstädten bereits im 19. Jahrhunderts. Was ist an Paris Besonderes?

Es geht um den Weg von der Bildung der Schulen zur Wissenschaft, den die Schulen beschritten. Und diese Wissenschaft ist vornehmlich Philosophie. Der Autor erläutert diesen Prozess auch als einen Prozess von einer vermittelten Bildung zum autonomen Denken. Und es waren die Jugendlichen, die diesen Weg beschritten. Das bedeutete auch, Normen und Wertvorstellungen zu entwickeln, die der eigenen Logik entsprangen und im Prinzip sorglos, weil ohne Konsequenzen angewandt werden konnten.

So entwickelte sich so etwas wie eine Subkultur durch Zuschreibungen bereits im 12. Jahrhundert. Der Autor beschreibt diesen Prozess, wie aus Dialektikern Bohèmies werden, das nach ihrer eigenen Logik Lebensentwürfe realisierten und dieser Prozess wurde mit Text gleichsam „stabilisiert“.

Paris blieb bis an die Schwelle der Moderne für Europa die Stadt der Wissenschaft und die deutschen Hochschulen sahen in Paris bis zum Ende des Angien Regime in Paris ein Vorbild. Das Bild des Scholarenmilieus wurde indes weniger gradlinig vermittelt. Zwischen Bildungsidealen, wissenschaftlichen Strömungen und politisch-sozialen Bewegungen waren es auch immer unterschiedliche Trägerschichten, die das Bild prägten, aber es war grundsätzlich gut. Und es war immer eine randständige Subkultur, die dazu gehörte. Der Autor verweist auf einige prominentere Versuche, dieses Milieu zu beschreiben.

Zu: Behauptete Städte. Urbanisierung und Urbanität in Texten adliger Herrschaftspraxis aus dem Oberelsass um 1300

(Gabriel Zeilinger) Anders als die Erforschung und Darstellung der mittelalterlichen Urbanisierung Europas greift der Autor auf Quellen herrschaftlicher Herkunft zurück, wenn er auf adlige Urbare und Güterverzeichnisse aus dem Oberelsass um 1300 zurückgreift. Insbesondere setzt er sich mit dem elsässischen Rodel des Habsburgischen Urbas und einem Teilungsvertrag der Herrschaft Rappoltstein auseinander. Dabei fragt er nach dem Niederschlag dieser Quellen bezüglich Urbanisierung und Urbanität.

Der Autor stellt dabei auch den Forschungsstand differenziert dar, wenn es um die Zuschreibungen von urbanen Funktionen und Qualitäten an elsässische Orte geht. Dies wird ausführlich beschrieben und mit Beispielen aus verschiedenen Quellen und Orten belegt.

Das zweite Beispiel ist das der Familie Rappoltstein, die hinter dem Ort Rappoltsweiler steht. Die damit verbundenen verwandtschaftlichen Verflechtungen werden vom Autor detailliert dargestellt.

Bei allen Unterschieden der Herrschaft – so der Autor – behielt der herrschaftliche Nutzen in den südwestdeutschen Kleinstädten und zentralen Orten die Oberhand. Und dennoch entwickelte sich eine Urbanität in den Kleinstädten. Das bedeutete auch, dass diese Städte bei aller herrschaftlichen Abhängigkeit ein gewisses öffentliches Leben einer Bürgerstadt entwickeln konnten, das sich vom Privaten getrennt vollzog – wenn gleich ganz allmählich.

Zu: Das Konzil im Gedächtnis der Stadt. Die Verhandlung von Wissen über die Vergangenheit in der Städtischen Geschichtsschreibung am Oberrhein im 15. und 16. Jahrhundert

(Pia Eckhart, Birgit Studt) Die Autorinnen setzen sich zunächst mit der Geschichtsschreibung des späten Mittelalters auseinander, in der sie neue Formen der Wissensorientierung auf den städtischen Raum beobachten. Neue Formen der politischen Kommunikation sind in den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Städten auf den politischen Raum bestimmter Gruppen bezogen. Das hatte Einfluss auf die Rolle und Bedeutung der Geschichtsschreibung.

Vor dem Hintergrund der entfalteten Diskussion dieser Überlegungen fragen die Autorinnen, wie mit Hilfe der Historiographie stereotype Auffassungen über die Stadt in Schriften manifestiert und reproduziert wurden. Die Stadt war im Mittelalter nie eine Einheit, sondern auch immer geprägt durch partikulare Interessen. Die spätmittelalterliche Stadt war nicht funktional differenziert – das war die gesamte Gesellschaft damals nicht, wenn man überhaupt von Gesellschaft reden kann. Die Stadt war eine durch Kooperation hierarchisch geordnete Ordnungseinheit, in der verschiedene Gruppen unterschiedlichen Zugang zur den kommunikativen, sozialen und ökonomischen Ressourcen hatte. Dies wird gründlich und differenziert dargestellt.

Die Autorinnen beschäftigen sich dann mit der Konzilschronik des Konstanzer Konzils 1414 – 1418, die eine Schlüsselrolle für das Nachdenken und Reden innerhalb der Stadt Konstanz hatte. Die Chronik dokumentiert weniger die internen theologischen Auseinandersetzungen auf dem Konzil als vielmehr die Kommunikation der Konzilsangehörigen mit den Konstanzer Bürgerinnen und Bürgern während der Zeit des Konzils.

Die Chronik soll unter drei Aspekten als ein „zentraler historiographischer Gedächtnisort“ untersucht werden.

Einmal sollen die wichtigsten Rezeptionsphasen analysiert werden und nach den Gründen für das Interesse an ihr im späten 15. Jahrhundert gesucht werden. Weiter sollen die Adaptionen und Transformationen der Chronik in der Reformationszeit untersucht werden. Dies soll an Fallstudien gezeigt werden. Und zum dritten soll die Rolle der Konzilschronik im innerstädtischen Austausch der historiographischen Überlieferung und der Vernetzung von weiteren Texten des Oberrheingebietes untersucht werden.

Alle drei Aspekte werden ausführlich erörtert und mit Quellen und historischem Material differenziert dargestellt.

Zu: Die Stadt im Buch. Die Konstruktion städtischer Ordnung am Beispiel frühneuzeitlicher Beschreibungen Neapels

(Tanja Michalsky) Beschreibungen von Städten nehmen im 16. Jahrhundert ihren Aufschwung. Im Zentrum dieses Beitrags stehen Texte der sogenannten Guiden-Literatur von Neapel.

Ihre Konzeption von räumlicher und sozialer Ordnung sollen hier analysiert werden. Neapel ist eine griechische Gründung. Als zu einer Metropole zugehörige neue Stadt wurde sie von den Römern weiter ausgebaut. Ihre Struktur wird von der Autorin beschrieben, ebenfalls die soziale Ordnung. Die italienischen Städte kannten bereits eine Stadtplanung, die allerdings in Neapel nicht zu erkennen ist. Die räumliche Struktur der Stadt wird an Hand von mehreren Karten veranschaulicht.

Im Weiteren geht die Autorin auf Orte der Erinnerung im Text des städtischen Raums ein. Dabei setzt sie sich mit dem Werk von Pietro de Stefano auseinander. Dessen Werk hat Bedeutung für die materielle und schriftliche Erinnerung für die Geschichte der Stadt. In diesem Werk werden bedeutende Familien und Bürger genannt und die Autorin verweist auf die Bedeutung der Materialität eines kulturellen Gedächtnisses, die Pietro de Stefano betont. Weiter werden Kirchenbeschreibungen und deren Ordnung sowie Dokumente der Grabmäler und ihre Lokalisierung referiert.

Eine weiterer Autor – Giovanni Tacagnota – beschreibt Neapel in seiner Lage und der Geschichte. Er ist weniger an Momenten und schriftlichen Überlieferungen interessiert. Dies wird von der Autorin ausführlich erläutert

Die Autorin nennt dann Giulio Cesare Capccio, der Zweifel daran hat, dass angesichts der Fülle der Informationen eine Geschichte geschrieben werden kann. Die Autorin zeigt aber auf, dass ihm eine Entflechtung und Problematisierung der Verbindung von chronologischer und konzeptioneller Darstellung der Stadt durchaus gelingt.

Zu: Der Festungsbau als Initiator des Stadtplanes. Zur Entwicklung der Wiener Stadtpläne im 16. Jahrhundert

(Ferdinand Oppl) Einleitend stellt der Autor fest, dass es Stadtpläne bereits im Gebiet der Sumerer gab und Rom und Jerusalem können ebenfalls mit Stadtplänen aus früher Zeit aufwarten. Dann beschäftigt sich der Autor mit Plänen und Ansichten von Wien im 15. Jahrhundert. Bereits in den 1420er Jahren entstand der Albertinische Plan, eine der ältesten Stadtansichten von Wien.

Die Frage des Autors in diesem Beitrag ist, weshalb solche Stadtdarstellungen entstanden, was man mit ihnen bezweckte, welche Bildstrategien in ihnen eingeschrieben waren und welche Vorstellungen von Urbanität damit verbunden waren.

Der Autor unterscheidet sechs Formen von Stadtplänen:

  1. Repraesentario: die Versinnbildlichung von Stadtherrschaft und bürgerlichem Selbstverständnis,
  2. memoria: der Stadtplan als historiographisches Zeugnis,
  3. Illustration und Ästhetik: der Stadtplan als schönes Ausstellungsstück,
  4. militärisch: der Stadtplan als Grundlage militärischer Planung,
  5. administrativ: der Stadtplan als Grundlage administrativen Zugriffs,
  6. Stadtmarketing: der Stadtplan als Mittel der Selbstdarstellung gegenüber Fremden und im Zuge des Wettbewerbs mit anderen Städten.

Der Autor verweist darauf, dass bereits im 15. Jahrhundert Aspekte des Stadtmarketings Bedeutung hatten, auch wenn es sich um Karten handelte, die den Kirchenbesuchern den „Weg des Glaubens“ wiesen.

Ein Einschnitt für die Stadtentwicklung ist für Wien die Abwehr der Türken in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts und der Ausbau Wiens zur Festungsstadt. Diese Phase wird ausführlich beschrieben, vor allem wie dieser Ausbau in den Stadtplänen dokumentiert wurde. Damit hat sich nämlich auch die städtebauliche Gestalt Wiens grundsätzlich verändert.

Der Autor geht dann auf die Manuskriptpläne der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert und des frühen 17. Jahrhundert ein, die nur handschriftlich überliefert sind. Auch diese werden ausführlich und detailliert erörtert.

Zu: Maschinen, Rhythmen und Texturen. Berlin – Die Sinfonie der Großstadt von Walter Ruttmann. Die filmische Imagination einer Metropole

(Jörg Schweinitz) Die Entwicklung der Großstadt und vor allem die industrielle Verstädterung und der damit verbundenen sozialen Probleme beschäftigen Literatur und Film. Vor allem die damit aufkommende Spannung zwischen industriellem Arbeiten und urbanem Leben interessierte und transportierte kulturelle Vorstellungen vom Großstadtleben. Der Autor sieht in dem von Walter Ruttmann inszenierten Film „Sinfonie der Großstadt“ (1917) einen vorläufigen Höhepunkt dieser Debatte um die Großstadt. Dieser Film will vom Autor näher untersucht werden. Seine Besonderheit ist, dass er ausschließlich aus Dokumenten besteht und nicht aus gestellten Szenen. Er drückt eine neue Sachlichkeit aus, weiter verweist er auf eine Form der Mechanisierung gesellschaftlicher Beziehungen als Zeichen einer Moderne, die sich in der Großstadt verdichtet zeigt. Mit Mechanisierung ist auch die Rhythmisierung der Abläufe verbunden. Die industrielle Arbeit prägt auch die Reproduktion und den rhythmisierten Ablauf des Alltags in der Stadt. Mechanisierung war damals bereits ein kulturkritisches Thema. „Die Mechanisierung der Welt“ (Walter Rathenau 1912) thematisierte die kapitalistische Logik von Arbeiten und Leben. Die Großstadt als Maschine passt auch in die damalige konservative Großstadtkritik. Das ist schon die vom Autor betitelte soziologische Abstraktion, der die ästhetische Abstraktion der Großstadt folgt: die Großstadt als Rhythmus und Textur. Dies macht der Autor an verschiedenen Szenen des Films deutlich.

Insgesamt – so der Autor – ist der Film mehr als eine filmische Dokumentation des Großstadtlebens. Es ist zugleich eine Vorstellung von Großstadt im Spannungsfeld von Imagination des Großen und einem alles verschlingendem Moloch.

Zu: Text – Spektakel – Praxis. Begriffliche Konjunkturen kulturwissenschaftlicher Stadtforschung

(Julika Griem) Die Stadtforschung ist in den letzten Jahrzehnten von drei zentralen Begriffen geprägt: die Stadt als Text, die Stadt als Spektakel und die Stadt als Praxis. Vor diesem Hintergrund fragt die Autorin, ob und wie der historische und der historisierende Blick auf die Stadt von sozial- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven auf Urbanität profitieren können. In einem weiteren Schritt fragt die Autorin, ob der Gegenstand Stadt nicht dadurch auch erschlossen werden kann, dass sich die Konzepte Text, Spektakel und Praxis nicht gegenseitig ausschließen, sondern in einen Kontext „Stadt“ integriert werden können.

Mit Stadt als Text verweist die Autorin auf die Semiotik der sechziger und siebziger Jahre mit der Aufforderung zur Textualisierung von Urbanität. Jede Stadt hat ihre Eigenlogik und ihren eigenen Zeichencode, die auf ihre spezifische Urbanität verweisen und die hier eine höhere Dignität haben als in einer anderen Stadt. Dazu bietet der mit dem spatial turn verbundene Paradigmenwechsel in der Stadtforschung eine theoretischen Rahmen.

Wie inszeniert sich eine Stadt? fragt die Autorin unter dem Stichwort Stadt als Spektakel. Geht es nur um visuelle Inszenierungen, um Sehen und Gesehen werden und um Schaueffekte, Events und „Leuchttürme“? Selbst die City wird zum Spektakel, wenn sie sich nur noch als Erlebniswelt präsentiert.

Stadt als Praxis verweist auf die Produktion von Raum, die mit dem Namen H. Lefèbvre verbunden ist und der damit meint, dass der Raum durch die Praxis erst konstituiert wird. Das 1980 erschienene Buch „Arts de faire“ von Michel de Certeau bezieht sich darauf, wenn es auf die Konstitution, Aneignung und Umgestaltung von städtischen Räumen durch die Akteure anspricht.

Alle drei Aspekte von Stadt werden ausführlich diskutiert und differenziert dargestellt.

In einem weiteren Abschnitt wird der Versuch unternommen, diese drei Aspekte mit einander zu verbinden und ihrer Wechselbeziehung zu durchleuchten. Dies wird mit Beispielen unterlegt, etwa wenn die Autorin auf William Wordsworths Sonnett „Composed upon Westminster Bridge“ (1802) eingeht oder auf die Eröffnungsszene des Tatorts „Duisburg Ruhrpott“ (1981). Auch dies wird ausführlich vorgestellt und diskutiert.

Zu: Zur Literarischen Modellierung von Urbanität und urbaner Komplexität. Literaturwissenschaft im Kontext disziplinübergreifender Stadtforschung

(Jens Martin Gurr) In seinem Beitrag versucht der Autor zu zeigen, wie literaturwissenschaftliche Forschung zu komplexer Urbanität aussehen könnte. Nachdem er einleitend beklagt, dass kulturelle Phänomene in der wenngleich interdisziplinären Forschung kaum eine Rolle spielen, möchte der Autor gerade die quantifizierenden Aspekte einer Modellbildung zu einer komplexen Urbanität in den Vordergrund rücken. Sicher wird die Großstadt als komplex empfunden und auch beschrieben. Der Autor verweist auf Georg Simmels Vortrag „Die Großstädte und das Geistesleben“ oder auf Jane Jacobs „Tod und Leben großer amerikanischer Städte“, in der sie vier Kriterien für ein urbanes Leben herausarbeitet: Viertel mit Mischungsnutzung, nach Gebäudetyp -alter, -größe und -zustand durchmischte Viertel, hohe Bevölkerungsdichte und eher kleine überschaubare Häuserblocks. Auch gegenwärtige Analysen werden zitiert, etwa Frank Eckarts Die komplexe Stadt (2009).

Wie aber findet Urbanität und urbane Komplexität Berücksichtigung in den gegenwärtig dominanten Formen quantitativer Modellierung urbaner Systeme? fragt der Autor weiter. Er setzt sich dabei mit Fragen der Messung und Quantifizierung urbaner Komplexität auseinander, zitiert die einschlägigen Forschungen und fragt auch nach dem Sinn solcher quantifizierenden Zugänge, wenn sie nicht auch qualitativ begleitet werden. Was unterscheidet etwa eine Großstadt von einer Metropole, wenn nicht quantitativ?

Der Autor geht dann auf literarische Texte als komplementäre Form der Modellierung ein. Der Wert dieses literarischen Zugangs liegt in Anlehnung an Mainzer in der Betonung der „weicheren“ Merkmale von Urbanität: Werte und Überzeugungen, Menschen, Interessen, Konzepte und Wahrnehmungen. Dies wird ausführlich diskutiert. Es ist gerade das nicht Messbare und nicht Klassifizierende und das nicht informationstechnisch Verarbeitbare, was die Urbanität ausmacht – und die Stadtplanung und Stadtentwicklung hat dies Übrigens längst verstanden.

Zu: Visions d´urbanité et paysages ensoriels. Le condours Europan en France

(Enirco Chapel) In seinem französischsprachigen Beitrag stellt der Autor vor, wie sich Architektenteams mit ihren verschiedenen Projekten für den 8. Wettbewerb „Europan“ präsentieren und mit welchen architektonischen und städtebaulichen Bildern sie arbeiten. Dabei lassen sich drei Gemeinsamkeiten feststellen. Die größte Gemeinsamkeit ist, dass durch die Abbildungen versucht wird, den Menschen in seiner interaktiven Umwelt darzustellen. Urbanität als aktive Auseinandersetzung mit der Stadt soll in ihrer ganzen Vielfalt und Dichte dargestellt werden. Die Darstellungen sind nicht nur pragmatisch Bilder sondern verweisen auf die Verschiedenartigkeit der Blickwinkel und damit auf die Subjektivität des Blicks.

Die zweite Gemeinsamkeit bezieht sich auf die dargestellten Personen. Auf allen Bilden sin die Menschen zufrieden und glücklich, mit ihrer Situation eins. Das Projekt Urbanität funktioniert! Es ist die Mittelschicht, die dort mit ihrer eigenen Selbstdarstellungsaspekten dargestellt wird.

Eine weitere Gemeinsamkeit bezieht sich auf die Darstellung der Natur. Sie nimmt einen anderen, komplexeren Platz ein. Sie ist nicht nur Raum der Entspannung, sondern wird auch in ihren ökologischen, klimatischen und umwelttechnischen Aspekten dargestellt. Der Autor sieht eine inflationäre Verwendung des Begriffs Nachhaltigkeit, die in den Projekten mit der Farbe grün dargestellt wird.

Insgesamt erkennt der Autor in den Darstellungen die Bemühungen, die urbane Welt so darzustellen, dass es sich lohnt darin gut leben zu können.

Diskussion

Gibt es zwischen dem Wesen und den Strukturen einer Stadt und ihren Erscheinungsformen und Inszenierungspraktiken einen Zusammenhang? Oder anders gefragt: Kann man sich anders inszenieren, als man ist? Welche Inszenierungsstrategien muss sich eine schrumpfende Stadt oder eine von Deindustrialisierung geprägte Stadt einfallen lassen, um sich attraktiv darstellen zu können? Muss sie Theater spielen?

In den Beiträgen zu diesem Buch wird aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven der Versuch unternommen, Urbanität und Eigenheiten des Urbanen über ihre Darstellung in Karten, Texten und Bildern zu fassen. Ein Medienbegriff, der die mediale Darstellung der Urbanität ins Zentrum der Analyse stellt und fragt, wie sich Städte präsentieren und diese Darstellung gleichsam mit der Urbanität einer Stadt gleichsetzt, kann ja nicht von der historischen oder gegenwärtigen Realität der ökonomischen, kulturellen und sozialen Dynamik einer Stadt absehen. Schließlich geht es ja nicht um die Fähigkeiten zu einer Strategie der Darstellung, also wie was dargestellt werden soll, sondern auch um das, was dargestellt werden soll – und das ist immer auch mit der Realität verbunden.

Natürlich verschafft das Buch interessante Einblicke in die Art der Darstellungen und dem Leser/der Leserin wird auch bewusst, dass die Mediengesellschaft älter ist als unsere modernen Techniken der medialen Darstellung. Und möglicherweise relativiert sich auch die Entwicklung in vielen Städten, sich nur noch über ihre Highlights und Events zu präsentieren im Kontext der historischen Betrachtung. Und sicher braucht Konstanz sein Konzil, um ein Eigenstellungsmerkmal zu haben, mit dem man sich im Wettbewerb mit anderen Städten von diesen abheben kann. Möglicherweise ist dieses Faktum auch für die spezifische Eigenlogik der Stadt, mit der sie Menschen integriert und ausgrenzt, konstitutiv. Aber reicht dies aus, um die Urbanität einer Stadt damit schon zu begründen, dass die Konzilschronik schon seinerzeit eine bedeutende Rolle bei der Definition der Stadt als urbanem Raum gespielt hat und deswegen heute noch von Bedeutung für die Darstellung von Urbanität ist?

Fazit

Ein faszinierendes Buch, das viele Quellen erschließt und Perspektiven eröffnet, wenn es um die Frage geht, was die Urbanität einer Stadt ausmacht und wie sie dargestellt wird. Die mediale Darstellung der Urbanität in Schriften, in Stadtplänen und in Bildern der Stadt sagen ja mehr aus, als dass man etwas darstellen wollte. Sie sagen auch etwas darüber aus, welches Verständnis man hatte, wenn man von der Stadt sprach oder von ihrer Urbanität.

Und es ist ein anregendes Buch, das zur Diskussion auffordert und zum Nachdenken einlädt. Seine historiographische Sichtweise und die historische Rekonstruktion und Betrachtung der Deutung von Wirklichkeit in deren Darstellung ist überzeugend und regt an, darüber nachzudenken, ob man den heutigen Darstellungen der Stadt – bis auf den Stadtplan – immer trauen kann.

Summery

In 11 articles presents this book a fascinating overview over the perspectives and historical sources of the understanding of urbanity and the changes of this understanding in different historical periods. Above all it is the medial presentations of urbanity, which shaped this understanding.

The historiographic consideration and the historic reconstruction of the reality invite to overthink the question what the interpretation of reality is and what its description is. A further question is, whether we can always have confidence in the presentations of cities nowadays – may be the city map is true!


Rezensent
Prof. Dr. Detlef Baum
Professor em. Arbeits- u. Praxisschwerpunkte: Gemeinwesenarbeit, stadtteilorientierte Sozialarbeit, Soziale Stadt, Armut in der Stadt Forschungsgebiete: Stadtsoziologie, Stadt- und Gemeindeforschung, soziale Probleme und soziale Ungleichheit in der Stadt
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Zitiervorschlag
Detlef Baum. Rezension vom 12.12.2016 zu: Martina Stercken, Ute Schneider (Hrsg.): Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern. Böhlau Verlag (Wien Köln Weimar) 2016. ISBN 978-3-412-22272-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/21335.php, Datum des Zugriffs 17.07.2019.


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