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Marie-Theres Modes: Raum und Behinderung

Cover Marie-Theres Modes: Raum und Behinderung. Wahrnehmung und Konstruktion aus raumsoziologischer Perspektive. transcript (Bielefeld) 2016. 244 Seiten. ISBN 978-3-8376-3595-9. D: 29,99 EUR, A: 30,90 EUR, CH: 36,80 sFr.
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Thema

„Eine allgemein anerkannte Definition von Behinderung liegt bis zum heutigen Tage nicht vor, obwohl der Begriff seit einigen Jahrzehnten im allgemeinen Sprachgebrauch gängig und wissenschaftlich etabliert ist. Ein wesentlicher Grund hierfür liegt darin, dass es sich um einen medizinischen, psychologischen, pädagogischen, soziologischen sowie bildungs- und sozialpolitischen Terminus handelt, der auf der Grundlage heterogener theoretischer und methodischer Voraussetzungen formuliert wird“ (Dederich 2009: S. 15)

Das multidimensionale Phänomen der Behinderung beinhaltet nach Günther Cloerkes eine spezifische, teilweise schwer greifbare Relativität (vgl. hierzu und im Folgenden Cloerkes 2007: S. 9); so kann der Mensch einerseits zeitlich begrenzt behindert sein oder auch sein gesamtes Leben von Behinderungen beeinflusst werden; in Abhängigkeit von Grad und Schwere der Behinderung wird diese subjektiv erlebt und bewertet; Behinderung kann u.a. in Abhängigkeit von verschiedenen Lebensbereichen und Lebenssituationen entstehen, in denen jeweils die Bedeutung und das Empfindungen von Behinderung variieren können; im Kontext kulturspezifischer Rahmenbedingungen wird Behinderung durch unterschiedliche Barrieren und/oder Reaktionen manifestiert.

Bei dem Versuch, Behinderung eindeutig zu definieren und/oder abzugrenzen stößt demnach jeder Autor / jede Autorin an das Dilemma, einen komplexen und komplizierten Begriff zu spezifizieren, der untrennbar mit individuellen, kulturspezifischen Beobachtungen, Bewertungen; Erfahrungen und/oder Empfindungen verknüpft ist; vor allen Dingen die (stets) subjektive Wahrnehmung von Behinderung erscheint unweigerlich geprägt durch den jeweiligen gesellschaftlichen und/oder sozialräumlichen Kontext in der Begegnung mit diesem multiperspektivischen Phänomen.

Im Rahmen der vorliegenden Publikation Raum und Behinderung ergeht es Marie-Theres Modes nicht anders; auch sie thematisiert dementsprechend an zentraler Stelle die Frage, wie mit dem Begriff der Behinderung umgegangen werden kann, ohne die Problematik, die damit verbunden ist, auszusparen; die Verfasserin begibt sich in ihrem Text vor allen Dingen auch auf die Suche nach einer Begriffsbestimmung, mit der den Menschen, die Behinderung erfahren und Beeinträchtigungen aufweisen, sprachlich adäquat begegnet werden kann (vgl. S. 50f.).

Die Autorin sieht dabei einen Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung von Behinderung durch den einzelnen / die einzelne und dem Raum – als Kategorie und forschungsrelevantes Phänomen; im Rahmen einer ethnografischen Feldstudie untersucht Marie-Theres Modes in einem Hotel – in welchem Menschen mit Behinderung und so genannte nicht behinderte Menschen gemeinsam arbeiten und/oder sich als Gast und Hotelbediensteter begegnen – welche wechselseitigen und wechselwirkenden Beeinflussungen zwischen räumlichen Strukturen und Behinderung bestehen und/oder entstehen.

Zentrale Fragen der durchgeführten Studie sind unter anderem, was es bedeutet, einen Raum zu erleben, welchen Einfluss Räume auf das soziale Handeln des einzelnen Menschen haben (können), wie Räume bestimmte Wirkungsweisen erzielen können; wie die Wirkungsweisen von Räumen sichtbar gemacht werden könnten und welche Wechselwirkungen zwischen Raum und Behinderung – als dynamische, aufeinander bezogene Prozesse – bestehen (vgl. S. 13f.)

Autorin

Marie-Theres Modes (Dr. rer.pol.) studierte zunächst an der Georg-August-Universität Göttingen im Rahmen eines Magisterstudiengangs Soziologie, Linguistik, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte; ihre Magisterarbeit verfasste sie zum Thema: „Die Interaktion zwischen Darstellern und Publikum im politischen Kabarett“; Marie-Theres Modes ist diplomierte Mediatorin; aktuell lehrt sie Soziologie an der Hephata Akademie für Soziale Berufe in Schwalmstadt und an der Ev. Hochschule Darmstadt im Bereich Soziale Arbeit; ihre Forschungsschwerpunkte sind Disability Studies, Soziale Differenzkonstruktionen und Raumsoziologie; mit der vorliegenden Publikation erscheinen im transcript-Verlag die Ergebnisse ihres erfolgreich abgeschlossenen Dissertationsprojektes zur „Wahrnehmung und Herstellungsweisen von Raum und Behinderung“.

Aufbau und Inhalt

Im Rahmen der Einleitung führt Marie-Theres Modes in grundlegende Thesen und das gegebene Forschungsinteresse ein; sie skizziert erstmalig die Frage, was Behinderung mit Raum bzw. was Raum mit Behinderung zu tun hat und/oder zu tun haben kann; der Aufbau und die Struktur der vorliegenden Studie wird ebenso kurz vorgestellt, wie der Ablauf des Forschungsprozesses als ethnographische Beschreibung soziologischer Phänomene.

Forschungsort, Forschungsfeld, Forschungsraum werden im folgenden zweiten Kapitel dargestellt; nicht zuletzt aufgrund einer sich verändernden Auftragslage in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung ist, findet die berufliche Rehabilitation von Menschen mit Behinderung zunehmend im Dienstleistungsbereich statt; da gerade im Hotel- und Gaststättengewerbe Best-Practice-Beispiele für die Integration von Menschen mit Behinderung im allgemeinen Arbeitsmarkt beobachtbar sind, und einem Hotel eine spezifische, auf den Raum bezogene Ordnungsfunktion menschlicher Handlungsweisen attestiert werden kann, bietet sich – so die Autorin – das Hotel als Forschungsort geradezu an; das methodische Vorgehen im Forschungsfeld ist – wie schon erwähnt – geprägt durch ethnographische Forschungsstrategien; die Autorin wählt primär die teilnehmende Beobachtung wie auch das ero-epische Gespräch als empirische Techniken der Datenerhebung; eingebunden werden insbesondere auch Fragestellungen der emotionssoziologischen Forschung, so dass vermutete und/oder gegebene Verknüpfungen zwischen den Kategorien Raum, Differenz und Gefühl dargestellt werden können; die Beschreibungen zur Datenerhebung, die Überlegungen zum subjektiven Empfinden im Forschungsfeld oder auch die Ausführungen zur Analyse und Auswertung des Datenmaterials verdeutlichen den sorgsamen, wissenschaftlich fundierten Aufbau des Forschungsprojektes.

Die schon angesprochenen Probleme mit der Definition von Behinderung diskutiert Marie-Theres Modes im III: Kapitel: Behinderung im Kontext von räumlichen Dimensionen; neben der Beschreibung von Behinderung als relative soziale Kategorie skizziert die Verfasserin unter anderem das bio-psycho-soziale Modell des ICF (International Classification of Functioning, Disability and Health); während die grundlegenden Definitionen und Diskussionen des Behindertenbegriffs – da als bekannt vorausgesetzt – doch eher knapp aufgegriffen sind, nehmen kultursoziologische Perspektiven von Behinderung einen größeren Raum in der Bearbeitung ein; in diesem Zusammenhang lenkt die Autorin den Fokus immer auf den vorliegenden Forschungsraum des Hotels und erläutert den damit verknüpften Paradigmenwechsel im Forschungsprozess – den sogenannten Spatial Turn, d.h. dass ein spezifischer Raum als kulturelle Größe wahrgenommen werden muss; mit dem stets erkennbaren Blick auf ihre Forschungsergebnisse (unter anderem die Auswertung von Gästebucheinträgen oder Interviewpassagen) charakterisiert die Verfasserin den Raum als relationales Konzept; Behinderung wird in Abhängigkeit von räumlichen Erfahrungen geschildert; räumliche Strukturen werden im Kontext der Konstruktion verkörperter Differenz analysiert; kompakt – aber nachvollziehbar – schließt das Kapitel mit einer theoretischen Fundierung bzw. der interessanten Darstellung eines speziellen raumtheoretischen Konzepts; hier beruft sich die Autorin in erster Linie auf die Soziologin Gabriele Sturm und ihre Habilitationsschrift „Wege zum Raum“.

Im anschließenden IV. Kapitel: Voraussetzungen der Wahrnehmung von Raum und Differenz erfolgt die Verknüpfung der theoretischen Fundierungen mit den Forschungsergebnissen der Studie; betrachtet werden unter anderem die raumzeitlich gebundenen Erfahrungen von Unterschieden / Unterschiedlichkeiten im Hotel (so ist z.B. die Begegnung von Menschen mit Behinderung und nichtbehinderten Menschen im Hotelbetrieb vielfach ja von vornherein zeitlich begrenzt); skizziert wird die Ambivalenz der Gäste als Akteure zwischen Öffentlichkeit und Privatheit (u.a. bietet ein Hotel die Möglichkeit sich auf dem Zimmer ins Private und in der Lobby oder im Speisesaal in der Öffentlichkeit zu bewegen und sich entsprechend zu präsentieren oder eben nicht bzw. Menschen mit Behinderung zu begegnen oder eben nicht); als Besonderheit identifiziert die Autorin im Folgenden die normierten Raumkonzeptionen in Hotels (so gibt es Bereiche, die den Gästen offen stehen und Bereiche, die ausschließlich dem Personal vorbehalten sind – auch dies ermöglicht allen Akteuren Chancen für Begegnung und/oder bietet Schutz vor sozialer Interaktion); thematisiert wird im Weiteren, wie die Platzierung von Objekten (Einrichtungsgegenstände oder Kunstobjekten) auf Begegnungen und Definitionen von Differenzen wirken kann (im untersuchten Hotelraum trägt z.B. die unkommentierte Präsentation von Gemälden behinderter und nicht behinderte Künstler dazu bei, dass Grenzen „verwaschen“); spannend ist die Schilderung von beobachteten kleinen „Missgeschicken“ unterschiedlicher Akteure und deren unterschiedlich wahrgenommene Besonderheit (so wird z.B. der zu laut niesende Gast als störend erlebt; das Verschütten einer kleinen Menge Kaffee durch einen Mitarbeiter mit Handicap erfährt aber keine außergewöhnliche Beachtung – Beispiel aus dem VI. Kapitel); gerade über die vielen in den Text eingestreuten Fallbeispiele aus den Beobachtungen und Befragungen im Forschungsvorhaben wird die These, dass Raum und Behinderung wechselwirkend miteinander verbunden sind, verständlich untermauert.

Die Bedeutung der Raumatmosphäre bildet den Schwerpunkt des anschließenden V. Kapitels; die positive oder negative Wirkung von Räumen auf die individuelle Befindlichkeit von Menschen kann – so die Erkenntnis der Verfasserin – gerade im bewusst gewählten Forschungsfeld Hotel beobachtet und/oder zielgerichtet gelenkt werden; das Hotel als „Atmosphärenraum“ beeinflusst offensichtlich die Wahrnehmung und Bewertung der Menschen, denen man/frau in diesem Umfeld begegnet; die sinnliche Wahrnehmung über optische Eindrücke, Gerüche und vor allen Dingen auch die verschiedenen „komponierten“ Lichtverhältnisse erzeugt / fördert / steuert Empfindungen; es entsteht eine Dynamik zwischen Raumatmosphäre und der Wahrnehmung von verkörperten Differenzen; die innerhalb eines Raumes wahrgenommenen Atmosphären sind z.B. wohl in der Lage, Emotionen hervorzurufen und zu verändern; und dies kann sich natürlich auf Menschen in diesen Räumen übertragen; dies kann sich auf durch Räume hervorgerufene Empfindungen übertragen; und dies wiederum wirkt verständlicherweise auf die Wahrnehmung und Bewertung der Menschen mit Handicap oder Beeinträchtigungen, denen hier begegnet werden kann.

Wechselseitige Dynamiken und Konstitutionsprozesse von Raum und verkörperter Differenz bilden den Rahmen für das VI. Kapitel der vorliegenden Dissertation; unter dem Schlagwort: Räume machen Körper – Körper machen Räume wird das spezifische, durch Regeln geprägte Miteinander von beeinträchtigten und nicht beeinträchtigen Akteuren in Hotelräumen verdeutlicht; im Wechselspiel der Interessen einer – ökonomischen / wirtschaftlichen Prinzipien verpflichteten – Hotelleitung und dem verständlichen Bedürfnis der Gäste, eine möglichst optimale Dienstleistung zu erfahren, entsteht ein besonderes Für- und Miteinander; einerseits dürfen körperliche Differenzen oder kognitive Handicaps nicht dazu führen, dass die Arbeits- und Dienstleistungsqualität reduziert ist; andererseits werden – „normale“ / „selbstverständliche“ – Aktivitäten von Menschen mit Behinderung vielfach überhöht und geradezu romantisiert (so schildert ein Gast seinen Aufenthalt im perfekt geführten Restaurant als eine Stunde im „Garten Eden“); darüber hinaus bildet eine Hotelatmosphäre die Möglichkeit, Teilhabe, Integration und Inklusion erlebbar zu machen und – eben gerade durch die spezifischen Regelungen und Konzepte eines Hotelbetriebes – auch die Unsicherheiten im Umgang mit Menschen mit Handicap zu reduzieren.

Wahrnehmung und Herstellungsweisen von Raum und Behinderung fasst – als abschließende Betrachtungen – die Ergebnisse der Feldforschung noch einmal kompakt zusammen; noch einmal skizziert Marie-Theres Modes Forschungsaufbau, Forschungsinteresse, Quellenlage und mögliche Chancen und Risiken in der Bewertung der – auch durch individuelle Emotionen und/oder Wahrnehmungsfehler – geprägten teilnehmenden Beobachtung – erarbeiteten Ergebnisse; die Verfasserin identifiziert noch einmal die Atmosphäre als bedeutsames Element in der Raumwahrnehmung; sie nimmt eine erst disziplinäre Verortung ihrer Ergebnisse vor und versucht einen Ausblick auf ein zielgerichtetes Konzept, das Raum als inklusiv wirkendes Gestaltungselement betrachtet – nicht nur im Hotel als besonderen Ort der Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung.

Diskussion

Marie-Theres Modes gelingt mit und in ihrem Forschungsprojekt ein innovativer, interessanter Blick auf die Entstehung und Entwicklung des multidimensionalen Begriffs der Behinderung; der Ansatz die Wahrnehmung und Konstruktion von Behinderung aus einer raumsoziologischen Perspektive zu betrachten erbringt in vielen Passagen durchaus überraschende Erkenntnisse und neue Zugänge zu den viel genutzten – und in der fachlichen Diskussion gelegentlich auch schon ein wenig „abgenutzten“ – Schlagworten der Integration / Inklusion und/oder Sozialraumorientierung etc.

Gerade der differenzierte und fokussierte Blick auf das Hotel als Raum der beruflichen Rehabilitation zeigt nachvollziehbar; warum dieser besondere Lern- und Begegnungsraum eine gelingende Einbindung von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht; vor allem die systemimmanente Verknüpfung zielgerichteter pädagogischer Maßnahmen zur Förderung und Unterstützung von Menschen mit Handicap mit dem – wirtschaftlichen Mechanismen unterworfenen – Hotelbetrieb zeigt, dass es die Leitidee der Inklusion erforderlich macht, den bisherigen Rahmen – z.B. die „klassische“ Betreuung und Begleitung von Menschen mit Behinderung in Werkstätten für Menschen mit Behinderung – zu verlassen.

Wenn es nicht gelingt, Räume (und Zeiten) für die Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen, kann die Vision der Inklusion nicht oder nur unzulängliche gelingen; wenn solche Räume (und Zeiten) für Begegnung geschaffen werden, dann muss dies fachlich begleitet und zielgerichtet erfolgen, und es müssen Räume so geschaffen werden, die – eben so wie im Hotel – verhaltenssichernde Regeln und unterstützende Räumlichkeiten entstehen lassen, Räume eben, die es den Menschen mit und ohne Handicap erleichtern, sich auf den notwendigen Perspektiv- und Paradigmenwechsel einzulassen.

Marie-Theres Modes unterstützt mit ihrem Text den fachlichen Diskurs zur Thematik und Problematik der Behinderung (als soziales Phänomen) mit einer neuen durchaus bedenkenswerten und zum Nachdenken auffordernden Perspektive. Was so ein wenig fehlt ist eine Idee für weitere Forschungsfelder und Arbeitsbereiche für das dargestellte raumsoziologische Konzept; so bleibt u.a. die Frage offen (und daher umso interessanter), wie und wo inklusive berufliche Rehabilitation ebenso erfolgreich und durch zielgerichtete Raumkonzepte unterstützt werden kann, wie in einem integrativen / inklusiven Hotelprojekt.

Der vorliegende Text ist – und das ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass es sich um die Publikation einer Dissertation handelt – durchaus anspruchsvoll zu lesen; gerade die soziologisch-philosophischen Überlegungen und Inhalte erleichtern – so zumindest die subjektive Wahrnehmung des Rezensenten – den Zugang zu diesem Text stellenweise nicht wirklich; aufgelöst wird manches – beim ersten Lesen – doch ein wenig „sperrig“ wirkende Kapitel aber auf der anderen Seite durch die vielen beispielhaften Verweisungen auf die Erlebnisse, Beobachtungen und Befragungsergebnisse im Forschungsfeld des ausgewählten Hotels; gerade dieser Theorie-Praxis-Transfer des Textes macht viele Aspekte der Gedankenführung deutlich plastischer und nachvollziehbarer.

Fazit

Zusammenfassend bewertet, kann Marie-Theres Modes Text: Raum und Behinderung als anspruchsvolles, reflektiertes, kluges und facettenreiches Buch beschrieben werden, das den fachlichen Diskurs um Behinderung, behinderte Wirklichkeiten sowie die Gestaltung integrativer und inklusiver Handlungsperspektiven in diesem Arbeitsfeld und Aufgabengebiet in jedem Fall erweitert und bereichert; aktuell mag der Text vielleicht primär für Lehrende und Lernende in der Hochschulausbildung und/oder der empirischen Sozialforschung interessant sein; eine weitere Wirkung der vielschichtigen Grundgedanken und -ideen auf die berufliche Praxis in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung bleibt dieser Forschungsarbeit in jedem Fall zu wünschen.

Literatur

  • Cloerkes, Günther (2007): Soziologie der Behinderten. Eine Einführung. Unter Mitarbeit von Kai Felkendorff und Reinhard Markowetz. 3., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Heidelberg (vgl. www.socialnet.de/rezensionen/5104.php).
  • Jantzen, Wolfgang, Dederich, Markus (Hrsg.) (2009): Behinderung und Anerkennung. Stuttgart; (vgl. www.socialnet.de/rezensionen/7536.php).

Rezensent
Dipl. Soz.-Päd. Mathias Stübinger
Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Hochschule Coburg, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, u.a. in tätig in den Lehrgebieten: Sozialmanagement / Organisationslehre / Praxisanleitung und Soziale Arbeit für Menschen mit Behinderung
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Zitiervorschlag
Mathias Stübinger. Rezension vom 28.11.2016 zu: Marie-Theres Modes: Raum und Behinderung. Wahrnehmung und Konstruktion aus raumsoziologischer Perspektive. transcript (Bielefeld) 2016. ISBN 978-3-8376-3595-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/21458.php, Datum des Zugriffs 21.11.2017.


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