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C. Wright Mills: Soziologische Phantasie

Cover C. Wright Mills: Soziologische Phantasie. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (Wiesbaden) 2015. 325 Seiten. ISBN 978-3-658-10014-8. D: 39,99 EUR, A: 30,83 EUR, CH: 37,50 sFr.
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Thema

C. Wright Mills „The Sociological Imagination“ erschien 1959 in den USA. Das Werk diskutiert die Sichtweise des Autors auf die Soziologie. Dabei erläutert Mills was er als Verheißung bzw. als Versprechen der Soziologie sieht und zeigt die Abweichungen der soziologischen Großtheorien und empirischen (Auftrags-)Forschung von diesem Versprechen. Die Soziologie wird von Mills grundlegend als historisch, vergleichend, Herrschaft hinterfragend konzipiert und sowohl als Mittel der Selbsterkenntnis als auch der Verteidigung erreichter Demokratie gesehen. Mills hätte wohl dem Satz von Bourdieu zugestimmt, wonach Soziologie ein Kampfsport sei (2009 Filmportrait).

Herausgeber und Autor

Dr. Stephan Lessenich ist Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er ist Herausgeber des vorliegenden Bandes und gibt zusammen mit Rahel Jaeggi und Hans-Peter Müller die Edition Theorie und Kritik im VS Verlag heraus.

Charles Wright Mills war ein US-amerikanischer Soziologe, der v.a. bekannt wurde mit seiner Trilogie zur US-amerikanischen Sozialstruktur der fünfziger und beginnenden sechziger Jahre: „The New Men of Power“ über die Gewerkschaftsführer, „White Collar“ über die Angestellten und als bekanntestes Werk „The Power Elite“ über die Machttrias aus Eliten in Industrie, Militär und Politik. Mills verortete sich in der sogenannten klassischen Tradition der Soziologie, wozu für ihn u.a. Marx, Weber, Mannheim, Veblen, Durkheim gehörten (vgl. Klassik der Soziologie, 1966). Darüber hinaus war er besonders vom Pragmatismus Deweys beeinflusst. Seine Dissertation hatte er über den Zusammenhang der Etablierung des Pragmatismus und der Entwicklung der Hochschulbildung in den USA geschrieben. Darüber hinaus zählt zu seinen US-amerikanischen ideengeschichtlichen Einflüssen der „Jeffersonianism“, den Mills aus dem Progressivismus und dem Populismus bezog (zu Letzterem Kreitz 2009, unver. Magisterarbeit).

Aufbau und Inhalt

In der Einleitung gibt Lessenich einen Überblick über Mill´s Leben und Werk und begründet die Neuübersetzung der Sociological Imagination. Im Anschluss an Michael Burawoys Forderung nach einer Public Sociology weist er auf die immer noch bestehende Relevanz von Mill´s Forderungen an die Vertreter*innen der Soziologie/der Sozialwissenschaften hin.

Die Verheißung der Soziologie (Kap. 1) besteht für Mills im Verständnis der Zusammenhänge von geschichtlicher Entwicklung, sozialer Struktur und individueller Biographie. Wer das Vermögen besitzt diese Zusammenhänge für sich selbst, aber auch für andere und für verschiedene Bereiche und Phänomene einer Gesellschaft zu erkennen, der/die besitzt Soziologische Phantasie.

Großtheorie

Im zweiten Kapitel kritisiert Mills die Abgehobenheit abstrakter Theorien von beobachtbarer gesellschaftlicher Realität. Insbesondere setzt er sich mit Parsons Strukturfunktionalismus, insbesondere dessen Werk The Social System auseinander. Seine inhaltliche Kritik gleicht dabei derjenigen der Konfliktsoziologie, z.B. von Lockwood, Bendix, Dahrendorf. Parsons sei machtvergessen, herrschenden Ideologien verhaftet und könne sozialen Wandel nicht adäquat erklären. Darüber hinaus kritisiert Mills auch die Form der Darstellung bei Parsons. Er „übersetzt“ einzelne Passagen in verständliches Englisch und macht so deutlich, dass er Inhalt und Form dieser Großtheorie als abgehoben, undurchsichtig und somit in letzter Konsequenz als wenig erhellend für die Beschreibung des Sozialen betrachtet.

Abstrakter Empirismus (Kap. 3)

Mills kritisiert hier das Voranschreiten einer Soziologie die sich nur noch als allgemeine Methodenlehre der Sozialwissenschaften versteht. Besonders problematisch sieht er einen Methodenfetischismus, d.h. eine ständige Arbeit an der Verbesserung empirischer Methoden anstelle einer Arbeit an relevanten Problemen. Der Fokus auf die Methoden führe zu einer „Selbstknebelung“. Die beherrschten Methoden entschieden über den Untersuchungsgegenstand und nicht umgekehrt. Eine Fülle von Problemen bzw. Fragestellungen geriete somit aus dem von der vorherrschenden Methodik getrübten Blick.

Typen von Praxisbezug (Kap. 4)

In diesem Kapitel legt Mills dar, dass es eine wertfreie Sozialwissenschaft nicht geben kann. Befasst man sich mit Gesellschaftsforschung und veröffentlicht die erzielten Ergebnisse „handelt [man] definitiv auf irgendeine Weise moralisch und auch politisch (…). Die Frage ist nur ob er (der Sozialwissenschaftler) sich dieser Situation stellt und die Konsequenzen für sich zieht“ (127) oder eben nicht. Hervorgegangen aus Reformbewegungen einerseits und journalistischem „muckraking“ andererseits, sehe der gegenwärtige Praxisbezug der Sozialwissenschaften so aus, dass sie sich direkt in die Dienste staatlicher und privater Großbürokratien stellen würden.

Das bürokratische Ethos (Kap. 5)

Auftragsforschung gefährdet die Unabhängigkeit von Sozialwissenschaftler*innen. Die Ziele ihrer Forschung werden ihnen vorgegeben und sie stehen damit gedanklich und finanziell in Abhängigkeit zu staatlichen und unternehmerischen Großbürokratien. „Brains Inc.“ hieß eine Überschrift in Mills „White Collar“ und eben um diese Bürokratisierung der Hirne, der Intellektuellen geht es Mills. Zugespitzt auf die Sozialwissenschaft und Sozialwissenschaftler*innen schreibt er: Soweit einzelne Sozialwissenschaftler*innen in ihrer Arbeit von Bürokratien abhängen, besteht die Gefahr persönliche Autonomie zu verlieren; soweit die Sozialwissenschaft aus bürokratischer Arbeit besteht läuft sie Gefahr ihre politische und soziale Autonomie zu verlieren (166).

Wissenschaftsphilosophien (Kap. 6)

Nachdem Mills seine Kritik an der Großtheorie und dem abstrakten Empirismus erläutert hat, präsentiert er sein eigenes Verständnis von Theorie und Methode, wobei er die Kritik an der Großtheorie und am abstrakten Empirismus erneuert und nun beginnt seinen Gegenvorschlag zu diesen Entwicklungstendenzen der Soziologie/der Sozialwissenschaften darzustellen. Alle Wissenschaft hänge einem Fortschrittskonzept an, denn niemand würde bestreiten, dass die Wissenschaft ein kumulatives Unterfangen ist.

Dabei hoffen die Empiristen aus lauter mikroskopischen Wissensstücken das Wissensgebäude der Sozialwissenschaften zu errichten. Mills hält dem entgegen, dass die jeweiligen empirischen Forschungen nicht über ihren unmittelbaren Zweck und die gefundenen Ergebnisse hinausweisen und aus ihnen nicht generelle, größere Erklärungen abgeleitet werden könnten, als partikulare, mit eben der jeweiligen Studie herausgefundene.

Die Hoffnung der Großtheoretiker sei hingegen, dass sie mit ihrer Theorie für die totale Erklärung gewappnet sind, sollten passende empirische Daten gefunden werden: Sie könnten dann alles erklären. Auch dieser Fall wird nach Mills nicht eintreffen.

Weder die mikroskopische Erforschung sozialer Phänomene, noch die Arbeit an theoretischen Begriffen ist seinem Verständnis nach für praktische Sozialwissenschaftler*innen adäquat. Diese sollen sich nicht von theoretischen oder methodologischen Überlegungen abhängig machen, sondern von Problemen ausgehen (eine Position, die zur gleichen Zeit auch Adorno und Popper – sich widersprechend – im sogenannten Positivismusstreit vertreten).

Probleme müssen laut Mills so formuliert werden, dass sie private Schwierigkeiten von Individuen unterschiedlicher Milieus umfassen, die wiederum in historischen und „gesellschaftlichen Strukturen verortet“ werden (197). Dabei muss deutlich werden, welche Werte von dem untersuchten Problem bedroht sind und welche Personen wie davon betroffen sind. Mills geht davon aus, dass die Wahrnehmung des Forschenden, der sieht, was hinter dem Rücken der Akteure passiert, als auch die „Werte, Gefühle, Argumente und Ängste der Menschen“ unbedingt in Forschungsfragen mit einfließen müssen (199).

Die Vielfalt menschlicher Lebensformen (Kap. 7)

Die Vielfalt menschlicher Lebensformen meint die historische Gleichzeitigkeit unterschiedlich entwickelter Gesellschaften und verschiedener Individuen. Die Tiefe und Bandbreite dieser Unterschiede erschwert es den Sozialwissenschaften Aussagen über den Menschen an sich zu treffen. Was ist eine sinnvolle Bezugseinheit, fragt Mills, wenn ich nicht dem mikrosoziologischen Empirismus noch der angehobenen Großtheorie verfallen möchte? Ganz im Sinne seiner Bewunderung für die klassische Tradition der Soziologie teilt er mit dieser auch seinen Bezugsrahmen: die Gesellschaftsstruktur des Nationalstaates. Dieser Bezugsrahmen erlaube es ihm, so Mills, Aussagen zu treffen, die für eine Vielzahl von Personen, in einer Vielzahl von Milieus, unter Berücksichtigung geschichtlicher Gewordenheit zutreffen und somit allgemein und spezifisch sein können. Hier wird deutlich, dass er das Problem der Vielfalt wiederum im Rahmen angemessener Problemstellungen diskutiert. Wenn man, wie Mills, Probleme untersuchen möchte, die eine Vielzahl von Personen angehen, dabei die geschichtliche und die strukturelle Dimension von Gesellschaft berücksichtigen und auch die Perspektive der Akteure nicht vernachlässigen, dann ist der Nationalstaat die Ebene, auf der Fragestellungen angesiedelt werden müssen.

Vom Umgang mit der Geschichte

Mills macht in Kap. 8 deutlich, dass ohne eine solide Kenntnis und ohne Einbezug von Geschichte s. E. keine relevante soziologische Gesellschaftsanalyse betrieben werden kann. Ebenso plädiert er dafür, immer auch historische Vergleiche und Vergleiche zwischen Gesellschaften zu nutzen. Die Gesellschaftsanalyse ist für Mills die klassische Tradition der Soziologie. Die Frage, die er aus dieser Tradition ableitet ist: Welcher Zusammenhang besteht zwischen Biographie, Gesellschaft und Geschichte? Jede Gesellschaft muss im Kontext ihrer spezifischen historischen Periode betrachtet werden, nur dann gewahrt man das Muster, das ihre Institutionen, herrschenden Ideologien und Typen von Menschen bilden.

Über Vernunft und Freiheit (Kap. 9)

Mills stellt sich selbst in die klassische Tradition der Soziologie, deren Hauptmerkmal er darin erkennt, dass alle Soziologen, die er sich zu Vorbildern nimmt, versuchten ein Bild ihrer eigenen Epoche zu zeichnen. Allen sei dabei gemein gewesen, dass sie Vernunft und Freiheit als historische Kräfte verstanden hätten, mit deren Hilfe Menschen bewusst Geschichte gestalten können.

In seiner eigenen Epoche müsse die zunehmende Rationalität jedoch kritisch betrachtet werden, denn es sei fraglich, ob sie auch zu mehr Freiheit führe. Technologie könne nicht unhinterfragt als Indikator für kulturellen Fortschritt und eine Zunahme von Vernunft und Freiheit gedeutet werden.

Die dringlichste Frage ist für Mills dann auch, wie der entfremdete Mensch als genereller Typus der Epoche verhindert werden kann. Wie kann man gegen politische Apathie und die Degradierung der Menschen zu „fröhlichen Robotern“ vorgehen?

Da Freiheit für Mills bedeutet, dass man mögliche Alternativen zum Bestehenden formulieren, diskutieren und dann auswählen kann, sieht er die Rolle der Sozialwissenschaftler*innen darin, diese Möglichkeiten bewusst Geschichte zu gestalten für möglichst viele soziale Gruppen offen zu halten.

Dies führt er im nächsten Kapitel Über Politik aus (Kap. 10).

Mills sieht drei mögliche Rollen für Sozialwissenschaftler*innen:

  1. den Philosophen-/Soziologenkönig, also eigenes Machtstreben und der Wunsch eine Elite des Geistes mögen herrschen.
  2. Berat*in der Mächtigen, die*der Mills zufolge vor allem Bürokrat ist und sehr wahrscheinlich der Gruppe der abstrakten Empiristen zuzuordnen ist.
  3. Unabhängige, die Problemstellungen selber wählen und ihre Arbeit sowohl an die Mächtigen als auch an bestehende „Öffentlichkeiten“ adressieren. Dabei ist es die ständige Aufgabe persönliche Schwierigkeiten in öffentliche Probleme zu übersetzen und deren Bedeutung für eine Vielzahl von Personen darzustellen, um ihnen die Möglichkeit zu geben an der Lösung dieser Probleme mitzuarbeiten.

Demokratie bedeutet für Mills, „dass diejenigen, die von einer Entscheidung (.) betroffen sind, bei dieser Entscheidung eine wirksame Stimme haben.“ (278f.) Die Macht zu solchen Entscheidungen muss immer öffentlich legitimiert und die Träger dieser Macht öffentlich verantwortlich sein. Darum ist es die „ (.) pädagogische und die politische Rolle der Sozialwissenschaften in einer Demokratie (.), Öffentlichkeiten und Individuen heranzuziehen und zu unterstützen, die fähig sind, persönliche und gesellschaftliche Wirklichkeiten angemessen zu definieren, mit diesen Wirklichkeitsdefinitionen zu leben und auf ihrer Basis zu handeln. (284)“ D.h. die Soziologie/Sozialwissenschaften sollen zur Aufklärung im besten Sinne des Wortes beitragen.

Diskussion

Wie und zu welchem Zweck betreibt man Sozialwissenschaft?

Beides lässt sich bei Mills nicht trennen. Auch wenn er uns zunächst sagt, wie man Sozialwissenschaft nicht betreibt: keine formelhafte abstrakte Großtheorie jenseits des konkret Erfahrbaren und keine abhängige Auftragsforschung für Bürokratien.

Was also dann? Selbst gewählte Probleme, die dazu angetan sind die wesentlichen Muster einer Epoche zu verstehen! Dabei möchte Mills historisch, vergleichend und transdisziplinär vorgehen und er erwartet – von sich und von anderen – die deutliche, klare, präzise und v.a. nachvollziehbare Darlegung der eigenen Gedanken für möglichst viele Öffentlichkeiten: Politiker, Wissenschaftler, Bürger. Soziologische Phantasie macht immer wieder klar, dass die Aufgabe der Sozialwissenschaften darin besteht, den Zusammenhang aus Biographie, Geschichte und Gesellschaftsstruktur für so viele Menschen wie möglich begreifbar zu machen, damit sie auf Grundlage dieses Wissens handeln können – dies ist der Zweck bzw. die Verheißung der Sozialwissenschaften.

Diese Forderung ist nach wie vor aktuell und muss gerade dann erneuert werden, wenn Fachpersonen wieder darüber diskutieren, was denn nun der Auftrag der Sozialwissenschaften sei oder rein inner-wissenschaftliche Diskurse pflegen und sich gleichzeitig beschweren, dass sozialwissenschaftliche Ergebnisse vermeintlich ignoriert oder als irrelevant abgetan werden.

Es ist daher unbestreitbar, dass es sich bei Mills´ Werk um einen Klassiker handelt. Fraglich ist allerdings, warum dieser dringend in einer Übersetzung vorliegen muss. Freilich ist die Neuübersetzung wesentlich besser als der Text der 1963/73 Ausgaben von Luchterhand, nur erübrigt sich diese Frage dadurch nicht.

Bei populärkulturellen Erzeugnissen scheint es mittlerweile ausgemacht, dass diese direkt auf Englisch konsumiert werden, man denke an den neusten Harry Potter-Band oder eine Staffel „Game of Thrones“, „Big Bang Theory“ oder „House of Cards“. Dies ist vor allem bei Jugendlichen zu beobachten (vgl. dazu: Spiewak, 30.10.2016, zeit online).

D.h. aber auch: Studienanfänger*innen kommen mit besseren Englischkenntnissen denn je ins Studium. The Sociological Imagination ist im Original kein Jargon strotzender unverdaubarer soziologischer Brocken, sondern Mills hat seine eigenen Kriterien für Direktheit und Klarheit immer auch angewendet. „Gestandenen“ Wissenschaftler*innen, als weiterer Zielgruppe, sollte darüber hinaus die Lektüre des Originals zugetraut werden können. Dass in der Neuübersetzung immer wieder Textstellen im Originalwortlaut in Klammern vorkommen, nervt spätestens dann, wenn man zum dritten Mal: „… intellektuelles Handwerk (intellectual craftsmanship)“ hat lesen müssen.

Fazit

Mills gibt den Autor*innen und Leser*innen sozialwissenschaftlicher Werke einen Fragenkatalog zu deren Beurteilung an die Hand:

  1. Sind sie verständlich geschrieben?
  2. Befassen sie sich mit der „main drift“ – der Hauptentwicklungslinie einer Gesellschaft?
  3. Wird komparativ vorgegangen, also werden geschichtliche Vergleiche und Vergleiche zwischen verschiedenen Gesellschaften genutzt?
  4. Ist man nach der Lektüre besser informiert über die Zusammenhänge von Geschichte, Biographie und Gesellschaftsstruktur?
  5. Könnte man auf dieser Basis entscheiden, ob die Gesellschaft in der man lebt, diejenige ist in der man leben möchte bzw. was möchte man verändern, was beibehalten?

Sind diese Merkmale nicht erfüllt und hat der/die Leser*in nach der Lektüre eines sozialwissenschaftlichen Werkes nichts darüber gelernt, warum er und seine Mitmenschen in dieser Zeit und in dieser bestimmten gesellschaftlichen Konstellationen diese bestimmten und keine anderen Probleme haben und welche Handlungsspielräume es für bestimmte soziale Gruppen gibt, dann würde Mills davon ausgehen, dass der Autor oder die Autorin nicht mithilfe der Sozialwissenschaften zur Beantwortung öffentlich relevanter Fragestellungen beiträgt. Menschen sollen in die Lage versetzt werden möglichst intelligent über sich selbst und ihre Lebensumstände nachzudenken, wenigstens die, die nicht schon völlig verbohrt in ihren Ansichten sind.


Rezension von
David Kreitz
M.A., Mitarbeiter der Zentralen Einrichtung für Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre an der Universität Hannover. Freiberuflicher Schreibberater und Schreibtrainer, Mitherausgeber der Zeitschrift JoSch – Journal der Schreibberatung und der Reihe „Theorie und Praxis der Schreibwissenschaft“.
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Zitiervorschlag
David Kreitz. Rezension vom 10.01.2017 zu: C. Wright Mills: Soziologische Phantasie. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (Wiesbaden) 2015. ISBN 978-3-658-10014-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/21768.php, Datum des Zugriffs 21.10.2020.


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