socialnet - Das Netz für die Sozialwirtschaft

Christian Buckard: Moshé Feldenkrais

Cover Christian Buckard: Moshé Feldenkrais. Der Mensch hinter der Methode. Berlin Verlag (Berlin) 2015. 366 Seiten. ISBN 978-3-8270-1238-8. D: 24,00 EUR, A: 24,70 EUR, CH: 32,50 sFr.
Recherche bei DNB KVK GVK

Besprochenes Werk kaufen
über socialnet Buchversand


Thema

Christian Buckard erzählt die eindrucksvolle Geschichte jenes Mannes, der das bewusstheitsschärfende Potenzial der leichten Bewegung entdeckte: Moshé Feldenkrais. Es ist die erste Biografie zu Feldenkrais.

Die Feldenkrais-Methode ist weltberühmt, doch der Mensch, nach dem sie benannt wurde, nahezu unbekannt. Zu seinen Schülern zählten u.a. David Ben-Gurion, Margaret Mead, Yehudi Menuhin. Anhand von Auszügen aus Feldenkrais' unveröffentlichter Autobiographie, von Gesprächen mit Zeitzeugen und Archiv- und Fotomaterial wird seine Geschichte erzählt.

Autor

Der Autor (Jg. 1962) ist freiberuflich tätig und studierte Judaistik und Niederländische Philologie. Er veröffentlichte bereits eine Biografie über Arthur Koestler.

Entstehungshintergrund

Das vorliegende Buch ist das „Ergebnis glücklicher Umstände“. Der Autor hatte bereits einige Jahre zu Feldenkrais' Leben geforscht, als ihn seine Agentin fragte, ob er eine Biografie über Feldenkrais schreiben möchte. Er sagte zu und konnte bei der weiteren Detektivarbeit auf zahlreiche Informationen aus dem familiären, privaten und beruflichen Feld von Feldenkrais zurückgreifen.

Aufbau und Inhalt

Die Deutsche Nationalbibliothek bietet Einblick in das vollständige Inhaltsverzeichnis.

Entlang der Kapitelüberschriften werden Einblicke in Feldenkrais' vielfältige Lebensgeschichte gegeben. Einige wichtige Daten: Feldenkrais wurde am 6. Mai 1904 in Slawuta / Ukraine geboren. Er wuchs in einer jüdischen Familie auf. In der Kindheit war er mehreren Traumata ausgesetzt. Im vorpubertären Alter missbrauchte ihn seine Tante über längere Zeit sexuell. Obwohl er nichts Genaueres über die langfristigen Folgen mitteilte, war er sich im Rückblick sicher, dass der sexuelle Missbrauch sein Leben nachhaltig beeinflusst hatte.

Als Elfjähriger hatte Feldenkrais einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. In den Kriegswirren wurde die jüdische Bevölkerung vertrieben. Das politische Projekt der britischen Regierung, die sich im November 1917 verpflichtete, eine „nationale Heimstätte der Juden in Palästina zu fördern“ wirkte wie ein Lichtblick. Feldenkrais war von den Nachrichten aus Palästina wie elektrisiert und entschloss sich als Vierzehnjähriger, mit anderen Jugendlichen nach Palästina auszuwandern: Sein „Weg ins Freie“. Auf dem Weg dorthin hatte er eine erste unangenehme Begegnung, er wurde Opfer eines Exhibitionisten. Kurz nach seiner Ankunft in Java fand er Arbeit auf einer Baustelle. Zwischen Arbeit und Freizeit gab es für den jungen Idealisten keine Trennung. „Tagsüber wurde gearbeitet, und abends wurde am Strand gesungen und getanzt.“ (65)

1920 brachen in Jerusalem und im Norden des Landes Unruhen in der arabischen Bevölkerung aus. Feldenkrais wurde Mitglied der neugegründeten landesweiten Selbstverteidigungs- und Untergrundorganisation Haganah. Ihr Auftrag war nicht nur Verteidigung sondern auch die Bestrafung gewöhnlicher Verbrecher. Da Juden nach geltendem Recht keine Waffen tragen durften, mussten sie lernen, andere Möglichkeiten einzusetzen. Wegweisend und entscheidend war für Feldenkrais der Unterricht in Jiu-Jitsu, der sich aus dem Judo entwickelte. Daneben trainierte er in einem Tel-Aviver-Boxclub. Er stellte sich einer ungewöhnlichen Aufgabe: eine neue Art des Jiu-Jitsu entwickeln. Neben den zahlreichen Übungsstunden las er Fachliteratur, um ein wissenschaftliches und offenes Menschenbild theoretisch begründen zu können. Er arbeitete weiterhin auf dem Bau. Später bot sich ihm die Möglichkeit, ein Gymnasium zu besuchen und das Abitur abzulegen.

1926 trat ereine Arbeit als festangestellter Landvermesser der Mandatsregierung an, was ihm ein materiell gutes Leben ermöglichte und auch die Gelegenheit bot, seine zurückgebliebene Familie zu unterstützen. Er hoffte, eines Tages, seine Eltern und Geschwister nach Palästina nachzuholen. Neben dem Training in Jiu-Jitsu und Boxen nahm er Ballettunterricht und entdeckte für sich den Fußball. Bei einem Spiel rannte ein gegnerischer Spieler gegen sein ausgestrecktes Bein. „An Sport war vorerst nicht mehr zu denken.“(98) Er musste sechs Monate das Bett hüten. Genug Zeit, um sein Jiu-Jitsu-Buch fertigzustellen. Dann begann erauch selbst zu unterrichten. Die Spätfolgen des Unfalls führten zur sukzessiven Entwicklung seiner späteren Lernmethode.

Er träumte davon – obwohl ihm alle seine Freunde davon abrieten – im Ausland zu studieren und beschloss, nach Paris zu gehen. Im Herbst 1930 machte er sich auf die Reise, in ein fremdes Land, dessen Sprache er kaum beherrschte und wo er niemanden kannte. Er war als Jude zweifacher Außenseiter und lebte in der Diaspora. Trotz der anfänglich großen sprachlichen Schwierigkeiten schloss er sein Studium der Ingenieurwissenschaften 1933 mit Auszeichnung ab. Eine Begegnung im Herbst 1933 mit Jigoro Kanos, der in Japan Judo entwickelt hatte und zu Besuch in Paris war, öffnete ihm neue Möglichkeiten. Als einer „Art Botschafter japanischer Kultur“ in Frankreich sollte er die Lehre des Judo zunächst in Paris und danach in ganz Frankreich verbreiten.1933 eröffnete Feldenkrais den Jiu-Jitsu Club de France. Fünf Jahre später wurde sein ABC du Judo ein Beststeller.

Er bekam das Angebot, einen Doktortitel an der Sorbonne zu erwerben. Das Team des französischen Nobelpreisträgers für Chemie Frédéric Joliot, das den ersten französischen Teilchenbeschleuniger entwickelte, nahm ihn 1935 auf. Feldenkrais fertigte Entwürfe für den Bau eines Generators an, was ihm viel Anerkennung brachte.

Der Einmarsch der deutschen Truppen im Frühjahr 1940 führte zu großen Veränderungen in seinem Leben. Er wollte Frankreich unterstützen – nicht als Militär sondern als Wissenschaftler beim Bau eines Gerätes zum Aufspüren feindlicher akustischer Minen, die gegnerische U-Boote orten und zerstören sollten. London wurde sein neuer Lebensmittelpunkt. Ab September 1940 trat er als temporärer Wissenschaftsoffizier in ein Forschungszentrum in Schottland ein, das Anti-U-Boot-Waffen entwickelte. Daneben konnte er an seiner Dissertation arbeiten und bot seinen Kollegen Judo-Unterricht an. Eines Tages rutschte er aus und fiel ausgerechnet auf sein chronisch gestauchtes Knie. Das Kreuzband war gerissen und der Arzt empfahl, das Knie operieren zu lassen, was er ablehnte. Die jahrelange bewusste Schonung seines Knies hatte nichts genützt. Er beschloss, „sich zunächst wieder so zu bewegen, wie er es vor dem Unfall in Palästina getan hatte. Dabei bemerkte er, dass er nicht nur Schmerzen hatte, sondern auch etwas mit seiner Stabilität nicht in Ordnung war. Offensichtlich musste er nicht nur sein Bein, sondern seinen ganzen Körper anders bewegen.“ (161) Kurze Zeit später fiel er erneut, doch dieses Mal auf sein gesundes Knie.

Nach der neuerlichen Knieverletzung begann er mit der Entwicklung seiner Lernmethode. Feldenkrais fing an, sich anhand von Fachliteratur der Physiologie und Psychologie über die Funktionsweise des Körpers kundig zu machen. „Es gab kein einziges Buch, das sich damit befasste, wie wir funktionieren.“ (162) Er ging davon aus, dass er den Kreuzbandriss nie würde heilen können und wollte herausfinden, „ob er durch Umlernen in der Lage sein würde, all das mit dem verletzten Knie zu tun, was er wollte. Um eine Lösung zu finden, musste er – geradeso wie ein Techniker, der auf U-Boot-Signale horcht – mit allen Sinnen aufmerksam sein, in sich hineinhorchen“ (164). Er fand schließlich heraus, dass er „erst einmal gleichsam mehrere Schritte in seiner Entwicklung zurückgehen musste: Er versuchte wieder auf die Art und Weise zu lernen, wie dies Kleinkinder tun…“ (ebd).

Und so lernte er experimentierend „mit einem solchen Knie umzugehen“. Seinen Entdeckungsprozess hat er nicht dokumentiert. Nach zahlreichen Rückschlägen war er schließlich in der Lage, sich auch ohne funktionierendes Kreuzband im linken Knie und trotz des gestauchten rechten Knies frei zu bewegen: Der „Schongang“ wurde integriert in seine anderen Bewegungsabläufe. Er hatte eine Möglichkeit gefunden, „sich intelligenter zu bewegen“ (165).

Erste Ergebnisse seiner Nachforschungen und Überlegungen diskutierte er 1943 mit Kollegen, er hielt Vorträge und erstellte eine Veröffentlichung „Körper und reifes Verhalten. Eine Studie über Angst, Sex, Gravitation und Lernen“. Er kam Zusammenhängen auf die Spur, die von ihm selbst bislang übersehen worden waren. Bereits früher hatte er formuliert, „dass Judo die Kunst sei, den Körper in seiner Gesamtheit zu gebrauchen.“ Als Judokämpfer hatte er gelernt, den Körper dem Geist unterzuordnen. Er war immer mehr überzeugt, „dass Körper und Geist … eine untrennbare Einheit, nur zwei Seiten derselben Münze sind“ (168). Für die Erfassung der untrennbaren Einheit von Körper und Geist beschäftigte er sich mit dem Phänomen der Angst. „Er war der Überzeugung, dass die Fallangst, die ‚größte, erste Angst‘ im Leben des Menschen ist, eine Angst, die er schon wenige Sekunden nach seiner Geburt spürt.“ (170) Die Körperposition ist auch für das Lernen wichtig: Höhere Bewusstheit lässt sich im Liegen erreichen, „weil der Einfluss der Gravitation auf die Muskulatur dann auf ein Minimum reduziert und das Nervensystem, nicht mehr mit Aufrichtung und Gleichgewicht des Zweibeiners beschäftigt, spürbar entlastet und aufmerksamer ist. Wer also durch Erfahrung lernen will, wie er am besten mit einem verletzten Knie umgehen soll, der muss dabei liegen, nicht laufen. Liegen – wie es die Kinder tun, wenn sie ihre ersten Bewegungen ausprobieren.“ (Ebd.)

Nach dem Sieg über Hitler beendete er seine Arbeit für die britische Armee. Er machte sich im Herbst 1945 auf den Weg nach Paris. Ende November desselben Jahres wurde ihm mit der Bestnote der Titel „Ingénieur-Docteur“ verliehen. Danach zog er nach London und wurde Anfang 1949 britischer Staatsbürger. Im darauffolgenden Jahr nahm er das Angebot an, am Aufbau einer modernen Armee und unabhängigen Waffenproduktion für den neuen jüdischen Staat mitzuwirken. Er siedelte nach Israel um und trat in die elektronische Forschungsabteilung der Streitkräfte ein. Daneben gab er „nicht nur Gruppenunterricht, er wandte seine Methode bei Menschen an, deren Probleme mit schulmedizinischen Therapien nicht zu lösen waren“ (218). Im Laufe des Jahres 1953 stellte er die Forschungsarbeit für die Armee zugunsten des Gruppenunterrichts ein.

Feldenkrais beschloss in Tel Aviv zu wohnen „Unter israelischen Tänzern, Sport- und Gymnastiklehrern war der ‚Bewegungswissenschaftler‘ und Fachmann für ‚Körperkultur‘ anfangs noch ein Geheimtipp gewesen“ (224). Wenige Jahre nach seiner Rückkehr nahmen die Mehrheit der Tänzerinnen und Gymnastiklehrerinnen Israels bei ihm Unterricht.

Im September 1957 gelangte Feldenkrais wegen eines weltweit erschienenen Fotos des auf dem Kopf stehenden israelischen Staatsgründers und Premierministers Ben-Gurion – er war Klient und Schüler bei Feldenkrais – in die Aufmerksamkeit der Presse. Dort wurde er mit einem Satz als Motto der Feldenkrais -Methode zitiert: „Erst wenn du weißt, was du tust, kannst du tun, was du willst.“

Die mitunter spektakulären Lernerfolge seiner Schüler fanden in der Fachwelt wenig Beachtung und wurden eher als „nützliches Kuriosum betrachtet“ (243). Er suchte nach wissenschaftlicher Anerkennung und der Möglichkeit, ein eigenes Institut zu gründen, was sich als sehr schwierig erwies. Ben-Gurion machte sich stark dafür und gründete 1961 ein „Institut zur Anpassung von Körper und Geist“. Zwei Jahre später trat Ben-Gurion aus Protest im Zuge einer politischen Affäre zurück. Dem bislang nur auf dem Papier existierende Institut wurden daraufhin alle steuerlichen Vergünstigungen gestrichen. Der Prophet war im eigenen Land nicht erhört worden.

Bereits 1964 konnte Feldenkrais ein auf seinen Vorträgen basierendes Buch in hebräischer Sprache veröffentlichen. Drei Jahre später erschien dann sein erstes großes Werk über die Methode des von ihm entwickelten Ansatzes. Die deutsche Übersetzung trug den Titel Der aufrechte Gang und machte ihn innerhalb kurzer Zeit im deutschsprachigen Raum bekannt. Auf Feldenkrais' Wunsch wurde dieser dann in „Bewusstheit durch Bewegung“ (1968) geändert. Es ging ihm nicht um Beweglichkeit des Körpers, sondern um Selbsterkenntnis.

Ende der 1960er Jahre begann er mit einem dreijährigen Ausbildungskurs für künftige Feldenkrais-Lehrer. Er schien dabei insbesondere Frauen anzusprechen. Er war ein ungewöhnlicher Lehrer. Sein autoritärer Unterrichtsstil und seine überlebensgroße Ausstrahlung bedeutete für viele Auszubildende eine große Herausforderung. Er unterrichtete seine Klienten wortlos durch „langsame, erkundende Berührungen und Bewegungen“ (267). Fragen konnten während der Behandlung nicht gestellt werden. Dass er „durch sein persönliches Verhalten Bedingungen schuf, die seinen Ideen vom notwendigerweise entspannten und angstfreien Lernen widersprachen, schien ihm überhaupt nicht aufzufallen. … Die Studenten sollten endlich wieder lernen, nicht in Worten zu denken. Geradeso wie Babys, die sich zu bewegen lernen.“ (268 f.)

Anfang der 1970er Jahre ging Feldenkrais in die USA und begann im Esalen-Institut / Kalifornien zu unterrichten. In Nordamerika öffneten sich ihm nun Türen, die in Israel verschlossen geblieben waren. Universitäten und Regierungsstellen in Kanada und den USA erteilten ihm Aufträge, um mit behinderten Kindern und Pensionären zu arbeiten. Er tourte von einem Projekt zum nächsten, dazwischen unterrichtete er bekannte Persönlichkeiten, wie Margaret Mead, Yehudi Menuhin, Peter Brook, Leonard Bernstein. Am Esalen-Institut begann 1975 ein erster Ausbildungskurs außerhalb Israels. Er fand sich zunehmend in der „Rolle eines kalifornischen Gurus“ (296).

Er setzte „alles dran, das eingefahrene Denken seiner Studenten in Bewegung zu bringen. Denn wie sollten sie offen für neue Erfahrungen zu sein, wenn sie sich weigerten, die Spinnweben in ihren Denkstuben fortzuwischen und frischen Wind einzulassen?“ (304)

Einige Studierende kamen nicht damit zurecht, dass ihr Guru ein „männlicher Mann“ (305) war. „Ein Mann, der es liebte, mit hübschen Mädchen zu flirten, und der auf keinen Fall darauf verzichten wollte, ab und an eine witzige Bemerkung zu machen, nur weil die von manchen Anwesenden vielleicht als Ausdruck von ‚Sexismus‘ verstanden würde. Er hatte zu dieser Zeit eine Freundin, die rund fünfzig Jahre jünger war als er. Doch seine junge Freundin verließ ihn bald.“

Feldenkrais haderte in den letzten Jahren mit seinem körperlichen Verfall, der durch einen risikohaften Lebenswandel begünstigt wurde. Er rauchte täglich mindestens zwei Schachteln Zigaretten (oftmals auch während der Einzelarbeit). In den letzten Lebensjahren fröhnte Feldenkrais – trotz künstlicher Zähne – einer ungebrochenen Freude an gutem Essen mit der Folge eines zunehmenden Leibesumfangs. Seine Sehkraft war bereits eingeschränkt.

Im September 1981 erleidet er in Zürich einen ersten Schlaganfall und wird operiert. Entgegen der Empfehlung seiner Ärzte fliegt er bald darauf nach Tel Aviv zurück, beginnt wieder zu arbeiten und erleidet in Folge mehrere Schlaganfälle. Am 1. Juli 1984 stirbt er.

Am Schluss des Buches finden sich

  • ein Nachwort von Lea Wolgensinger, einer seiner frühestens Schülerinnen; ein Verzeichnis der Anmerkungen;
  • Auswahl der Werke von Feldenkrais und weiterführender Literatur und eine
  • Danksagung an viele unterstützende Personen und Institutionen.
  • Mit einem Register der zitierten Namen und einem Nachweis der verwendeten Bilder schließt das Buch ab.

Anmerkung

Im vorliegenden Werk wird Feldenkrais' Leben plausibel dargestellt. Für eine inhaltliche Überprüfung bedürfte es einer präzisen Recherche, die im Rahmen dieser Rezension aber nicht zu leisten ist.

Fazit

Das vorliegende Werk ist weltweit die erste und einzige bisher vorliegende Biografie zu Moshé Feldenkrais. In einer jahrelangen Detektivarbeit recherchierte der Autor Christian Buckard, trug wichtige Bausteine aus Feldenkrais' Leben zusammen und schrieb einen leicht nachvollziehbaren und lesbarenText, der auch Feldenkrais' Widersprüchlichkeiten andeutet. Aufschlussreich auch, dass in dem Werk deutlich wird, wie Feldenkrais zwischen Welten gelebt hat. Bildmaterial verdeutlicht manches Geschriebene.

Mein Gesamturteil lautet „sehr empfehlenswert“: Das Buch gibt einen Einblick in die Persönlichkeit von Feldenkrais und hilft die von ihm entwickelte Methode der individuellen Selbsterforschung im Liegen besser zu verstehen, indem ihre Entstehungsschritte deutlicher werden. Absicht ist es Bewegung, Sinnesempfindung, Gefühl und Denken über das Element Bewegung zu verändern und zu entfalten. Jedem Interessenten, der Feldenkrais gemacht hat oder daran interessiert ist, ist das Buch ohne Vorbehalt als Hintergrundlektüre zu empfehlen.


Rezensent
Hans-Joachim Lenz
Sozialwissenschaftler, Geschlechterforscher, Dozent,
Homepage www.geschlechterforschung.net
E-Mail Mailformular


Alle 5 Rezensionen von Hans-Joachim Lenz anzeigen.

Besprochenes Werk kaufen
Sie fördern den Rezensionsdienst, wenn Sie diesen Titel – in Deutschland versandkostenfrei – über den socialnet Buchversand bestellen.


Zitiervorschlag
Hans-Joachim Lenz. Rezension vom 03.08.2018 zu: Christian Buckard: Moshé Feldenkrais. Der Mensch hinter der Methode. Berlin Verlag (Berlin) 2015. ISBN 978-3-8270-1238-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/21771.php, Datum des Zugriffs 13.12.2019.


Urheberrecht
Diese Rezension ist, wie alle anderen Inhalte bei socialnet, urheberrechtlich geschützt. Falls Sie Interesse an einer Nutzung haben, treffen Sie bitte vorher eine Vereinbarung mit uns. Gerne steht Ihnen die Redaktion der Rezensionen für weitere Fragen und Absprachen zur Verfügung.


socialnet Rezensionen durch Spenden unterstützen
Sie finden diese und andere Rezensionen für Ihre Arbeit hilfreich? Dann helfen Sie uns bitte mit einer Spende, die socialnet Rezensionen weiter auszubauen: Spenden Sie steuerlich absetzbar an unseren Partner Förderverein Fachinformation Sozialwesen e.V. mit dem Stichwort Rezensionen!

Zur Rezensionsübersicht

Hilfe & Kontakt Details
Hinweise für

Bitte lesen Sie die Hinweise, bevor Sie Kontakt zur Redaktion der Rezensionen aufnehmen.
rezensionen@socialnet.de

ISSN 2190-9245

Mehr zum Thema

Leider liegen aktuell keine passenden Rezensionen vor.

Literaturliste anzeigen

Newsletter bestellen

Immer über neue Rezensionen informiert.

Newsletter

Über 13.000 Fach- und Führungskräfte informieren sich monatlich mit unserem kostenlosen Newsletter über Entwicklungen in der Sozialwirtschaft.

Gehören Sie auch schon dazu?

Jetzt kostenlosen Newsletter abonnieren!

socialnet optimal nutzen!

Recherchieren

  • Rezensionen liefern den Überblick über die aktuelle fachliche Entwicklung
  • Materialien bieten kostenlosen Zugang zu aktuellen Fachpublikationen
  • Lexikon für die schnelle Orientierung und als Start für eine vertiefende Recherche
  • Sozial.de für tagesaktuelle Meldungen

Publizieren

  • wissenschaftliche Arbeiten
  • Studien
  • Fachaufsätze

erreichen als socialnet Materialien schnell und kostengünstig ihr Publikum

Stellen besetzen
durch Anzeigen im socialnet Stellenmarkt

  • der Branchenstellenmarkt für das Sozial- und Gesundheitswesen
  • präsent auf führenden Fachportalen
  • schnelle und preiswerte Schaltung
  • redaktionelle Betreuung