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Monika Jäckle, Sandra Eck u.a.: Doing Gender Discourse

Cover Monika Jäckle, Sandra Eck, Meta Schnell, Kyra Schneider: Doing Gender Discourse. Subjektivation von Mädchen und Jungen in der Schule. Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2016. 235 Seiten. ISBN 978-3-658-08511-7. D: 34,99 EUR, A: 35,97 EUR, CH: 44,00 sFr.
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Thema

An Judith Butler´s Werk „scheiden sich die Geister“. Für die einen ist die im Februar 1956 geborene US-amerikanische Philosophin und Philologin ein akademischer Star (nicht nur) der feministischen Theorie. Dafür spricht u.a.: Ihr wurde 2012 als erster Frau der Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt verliehen. 2015 wurde Butler in die British Academy aufgenommen und im Juni 2016 hatte sie die Albertus-Magnus-Professur der Universität zu Köln inne. Die mit mehreren Ehrendoktorwürden ausgezeichnete Tochter einer Wirtschaftswissenschafterin ungarischer Herkunft und eines Zahnarztes aus Russland (beide waren praktizierende Juden und politisch engagiert) stieß aber immer wieder auch auf vehemente Kritik, z.B. weil sie sich gegen einen populären Sprachstil aussprach (was in ihren Worten, insbes. wohl auch in den (deutschen) Übersetzungen deutlich bemerkbar ist), weil sie nicht zwischen Sprache und Praxis trenne, was ihre Zentrierung auf eine sprachlich-diskursive Subjektbildung hermetisch mache, weil es ihren machttheoretischen Analysen an historisch-gesellschaftlicher Fundierung ermangele und weil sie den Feminismus zu einer Debatte über symbolische Repräsentationsformen von Geschlecht verkürze, anstatt sich auf Themen zu konzentrieren, die Frauen „wirklich“ beträfen. Geschlecht – so die Kritiker – bilde nun mal einen wesentlichen Bestandteil vieler individueller Identitäten, deren Umgestaltung und/oder Neuinterpretation für die meisten Frauen (und Männer) nicht in Frage käme.

Dieses Wissen über Judith Butler, die mit ihrer Lebensgefährtin Wendy Brown in Berkeley lebt und an der University of California, Berkeley, die Maxime-Elliot-Professur für Komparative Literatur innehat, ist von Bedeutung, weil Frau Butlers´ Werk den zentralen Bezug in dem hier zu besprechenden Buch von Monika Jäckle. Sandra Eck, Meta Schnell und Kyra Schneider einnimmt.

Autorinnen

Die vier soeben erwähnten Frauen arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Lehrstuhl für Schulpädagogik der Universität Augsburg (Dr. Monika Jäckle), an der FAM Frauenakademie München (Sandra Eck) bzw. haben Soziologie, europäische Ethnologie und Kunstgeschichte an der Universität Augsburg (Meta Schnell) bzw. Sozialwissenschaften an der Universität Augsburg (Kyra Schneider) studiert (aus dem Klappentext des Buches). Sie danken Herrn Prof. Dr. Dr. Wener Wiater, dem Initiator und Förderer der vorliegenden Studie (Professor Wiater war von 1987 bis 2015 Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg und „Professor des Jahres“ 2013).

Thema

Die ausführlichen Vorbemerkungen sollen auch helfen zu verstehen, warum sich die Verfasserinnen einer überaus komplexen, „wissenschaftlichen“ Sprache bedienen. Die Wahl dieser komplexen Sprache wird auch von Judith Butler getroffen, an der sich demzufolge nicht nur inhaltlich orientiert wird. Der Titel des Buches heißt „Doing Gender Discourse. Subjektivation von Mädchen und Jungen in der Schule“. Es behandelt die zentralen Begriffe Normen – Macht – Subjektivität bzw. die Frage, was Geschlechtsnormen mit jungen Menschen machen: „Dies sind die sprachlichen Begriffe, die wir mit dieser Studie im Kontext Schule und vor dem theoretischen Hintergrund der Anerkennung aufspannen“ (S. 11).

Dabei bedeutet der Begriff des „Doing Gender Discourse“ in der Schule, dass machtvollen diskursiv vermittelten Geschlechternormen eine zentrale Bedeutung für die geschlechtliche Identität zugestanden wird. „Anerkennung“ hingegen wird als Akt der Konstitution bezeichnet, in dem das Subjekt ins Leben gerufen wird (Butler 2006, S. 46f, zit n. Jäckle u.a., S. 46).

Aufbau

  1. Nach einer ausführlichen Einleitung wird im 1. Kap. in die „Konzeption von Schule als Genderregime eingeführt“ (S. 21).
  2. Kap. 2 behandelt die „zentralen Theoriefiguren“ der Philosophin und Geschlechterforscherin Judith Butler. Hinzu kommt eine Darstellung der Annahmen zur diskursiv bedingten Subjektivation (Subjektivation bezeichnet verkürzt ausgedrückt das Entstehen des Subjekts) (Butler bezieht sich in ihren Ausführungen über das Subjekt stark auf die Psychoanalyse Freuds und Lacans sowie auf Foucaults´ Machttheorie).
  3. In Kap. 3 ist die Schule und dortige Praktiken, Strategien und dispositive Machtverhältnisse zentral.
  4. Kap. 4 beschäftigt sich mit methodologischen und methodischen Fragen.
  5. In Kap. 5 werden die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung vorgestellt, die die vier Wissenschaftlerinnen mit insgesamt 242 Schüler_innen (127 Jungen und 115 Mädchen) an verschiedenen bayrischen Gymnasien im Kontext des Lehrbetriebs durch die Lehrkräfte haben durchführen lassen. Dabei wurden Schüler_innen der 9. und 10. Klasse (Alter 14-19 Jahre) mittels Fragebögen befragt.
  6. Das Buch abschließend erfolgt in Kap. 6 ein Ausblick mit an die Untersuchung anschließenden Forschungsfragen und „methodologischen Forschungsdesideraten“.

Inhalt

Geschlechterrolle oder Geschlechtsrolle (engl. gender role) werden Verhaltensweisen genannt, die in einer Kultur für ein bestimmtes Geschlecht als typisch oder akzeptabel gelten (und Individuen zugewiesen werden), oder die Verhaltensweisen eines Individuums, die dieses mit seiner Geschlechtsidentität in Verbindung bringt und/oder mit denen es seine Geschlechtsidentität zum Ausdruck bringen will.

In der aktuellen soziologischen und psychologischen Diskussion wird zunehmend Geschlecht und Gender nicht mehr gleichgesetzt, um die kulturell und gesellschaftlich vorgegebenen Geschlechterrollen von den biologischen Gegebenheiten zu unterscheiden (aus: Wikipedia: Geschlechterrolle; entnommen am 10.01.2017). Für Butler ist diese Trennung wesentlich. Einer ihrer signifikanten Beiträge bezieht sich auf das sog. „performative Modell von Geschlecht“. Demnach werden die Kategorien männlich und weiblich als Wiederholung von Sprechakten verstanden, und nicht als natürliche oder unausweichliche Absolutheiten (Performativ ist die Sprachhandlung, wenn sie ausgeführt oder konkretisiert wird – Beispiele: das tun, was man sagt, oder einen konkreten Entscheidungszeitpunkt nennen). Performativität bezeichnet also die Ausführung oder Konkretisierung des gesprochenen Wortes (aus: Wikipedia: Performativität; entnommen am 10.01.2017).

M.a.W.: Uns werden (durch unsere Mitmenschen) Identitäten „zugesprochen“ oder auch entsagt. Diese Prozesse sind eingebunden in Kämpfe, „deren Macht sich über eine (normalisierende) Bindung an ‚Identitäten‘ offenbart und mit Verletzbarkeiten einhergeht“ (Jäckle u.a. 2016, S. 13). Wenn ich als (männlicher) Jugendlicher von meinen Verwandten absichtlich als „Fräulein“ angesprochen wurde (was mir offensichtlich bis heute in guter Erinnerung geblieben ist), geschah dies, um mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich durch meine langen Haare in der Sicht einiger meiner Verwandten (die sich durch geltende gesellschaftliche Normen ermächtigt fühlten) eine Grenze zum weiblichen Geschlecht und zum gesellschaftlich Tolerierbaren überschritt, die nicht hingenommen werden konnte: „Zum Subjekt werden heißt, in und durch Normen angesprochen zu werden und dadurch erst zu ‚werden‘ – als ein jemand, der gleichzeitig durch diese Normen unterworfen wird und damit innerhalb dieses bedingten Raumes (des Lebbaren) an-erkennbar ist – so lautet verdichtet gesprochen eine zentrale Aussage der Philosophin Judith Butler zur ‚Subjektivation‘“ (ebd.)

Anders formuliert: Normen machen aus Jugendlichen das, was sie sein können und geben ihnen die Möglichkeit, sich in einem bestimmten Rahmen zu bewegen (ebd., S. 15). Aus dieser Setzung ergibt sich die übergreifende Fragestellung der hier vorliegenden Untersuchung: „Mit welchen Begriffen werden Jugendliche von wem in welchen Kontexten mittels welcher pädagogischer Praktiken als ein Subjekt anerkennbar?“ (ebd.). Und konkreter heißt das: „Die durch diese Studie vorgenommene Fokussierung auf die Fragen, wie sich junge Menschen durch geschlechtliche Fremdadressierungen zu sich selbst in ihrer Geschlechtlichkeit positionieren und wie sie sich zur normativen Dimension der Anerkennbarkeit bewegen, stehen somit im Vordergrund dieser Arbeit“ (ebd.).

Der empirischen Studie werden Butlersche Theoriefiguren wie die der Anrufung, der Anerkennung und der Performativität zugrunde gelegt (ebd., S. 23ff). Dabei geht es darum, den „Anrufungsraum“ von Schüler_innen hinsichtlich der Frage zu untersuchen, wie diese sich hinsichtlich der Geschlechternormen positionieren (ebd.). Mit Hilfe der Butlerschen Theoriefiguren (die als „sensitizing concepts“ fungieren) kommen die vier Wissenschaftlerinnen zu der zentralen Frage, wie sich Normen der Anerkennbarkeit von Geschlecht in den verschriftlichten Selbstverhältnissen der Schüler_innen zeigen (ebd.). Weitere zentrale Fragen der Untersuchung finden sich in dem Buch auf S. 23f.

Im Theorieteil erfolgt zunächst eine differenzierte Analyse des Begriffes „Subjekt“ („Das Andere ist konstitutiv für das Subjekt“; ebd., S. 30), zur „Subjektivität“ und zur „Subjektivierung“. Danach gehen die Verfasserinnen auf die Schule „als Ort des Zusammenlebens, des gemeinsamen Lernens, der Vergabe von Lebenschancen, ein Ort von Freundschaften und Feindschaften, von Vorbildern und Disziplinierungen, von Könnenserfahrungen und Selbstwirksamkeitskrisen, von Gestaltungsmöglichkeiten und Zwängen – all dies ist Teil des schulischen Hintergrundes“ (ebd., S. 55).

Jugendliche werden vor diesem Hintergrund in diskursiven Praktiken als Mädchen und Jungen konstituiert „und in ihrer Positionierung mit Handlungsmächtigkeit ausgestattet“ (ebd.). Sie sind stets selber aktiv beteiligt, wenn sie beispielsweise ihre Wünsche, ihre unausgesprochenen Träume und Phantasien zum Gegenstand der Selbstreflexion machen und sie daraufhin absuchen, „welchen Kategorien und Persönlichkeitsmustern sie entsprechen, um sich aktiv mit dem dazugehörigen Umfeld und den normalen Verhaltensweisen dieser Gruppe zu identifizieren“ (Hauskeller 2000, S. 18f; zit. nach Jäckle et al, S. 55). Es folgen einige Fallbeispiele, die helfen, die komplexen Zusammenhänge zu erklären.

Im methodischen und methodologischen Teil geht es den Verfasserinnendarum, einen empirischen Zugang zu diskursiv verfügbarem Wissen innerhalb eines bestimmten Feldes zu gewinnen (S. 78): „Unsere Perspektive setzt also am Subjekt an, ohne bei diesem stehen zu bleiben und betrachtet das Subjekt als Zugangspunkt zu Dispositiven“ (S. 85) – „Wer sagt was, unter Formierung welcher Normen, mit welcher strategischen Bedeutung, zu wem in welchem Kontext?“ (S. 87). Mit dem Fokus auf diesen Fragen soll der performative Charakter in Unterrichts- und Schulsituationen empirisch zugänglich gemacht werden (S. 89).

Es wurden schriftliche Befragungen mit insgesamt 242 Schüler_innen an verschiedenen bayrischen Gymnasien durchgeführt. Dabei wurden Schüler_innen der 9. und 10. Klasse im Alter von 14 bis 19 Jahren befragt. In den Fragebögen wurde die Geschlechtszugehörigkeit explizit gemacht, d.h. die Jungen wurden beispielsweise gefragt: „Wie siehst Du Dich als Junge? Schreibe deine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen auf!“ (S. 101).

Die von den Schüler_innen formulierten Antworten wurden daraufhin untersucht, wie die Schüler_innen auf der Basis einer geschlechtlichen Adressierung (als Mädchen/Junge) spezifische Konzepte und Erfahrungen aus verschiedenen Diskursen zitieren und zu einer Selbst- und Fremdpositionierung nutzen (S. 105f).

In der ausführlichen Ergebnisdarstellung finden sich viele Zitate von Jungen und Mädchen hinsichtlich der Frage, wie sie ihre Geschlechtsgenossen und das andere Geschlecht einschätzen. Die Verfasserinnen betonen: „In der Gesamtschau dessen, wie sich Normen der Geschlechtsidentität aus der Perspektive der Jungen darstellen, erweist sich der Blick der Jungen auf die Jungen als spannungsgeladenere und aktivitätsbetontere, wohingegen der Blick auf Mädchen die Ein- und Angepasstheit dieser betont. Als Konsequenz daraus, aber vor allem wegen der starken Eindimensionalität des normativen Gefüges (Mädchen werden auf einen engen Normativitätsstrang (‚nett sein‘ etc.) reduziert) erscheint der Spielraum an ‚sozialen Bewegungsmöglichkeiten‘ bei den Mädchen reglementierter als bei den Jungs“ (S. 154).

Darüber hinaus wird in der Ergebnisdarstellung auf drei Geschlechterpositionierungen eingegangen (denen jeweils spezifische Geschlechterfiguren zugrunde liegen) (S. 156f). Die erste beispielsweise ist die sog. ´Akzeptierende Geschlechterpositionierung´, bei der keine prinzipiellen Widerstände gegenüber wahrgenommenen Normativitäten und Wissensbeständen artikuliert werden (S. 157): „Geschlechternormen fungieren innerhalb dieser Positionierung also als unhinterfragbare Wahrheit, als eine naturwüchsige Konstante“ (ebd.). Innerhalb dieser akzeptierenden Geschlechterordnung werden verschiedene Geschlechterfiguren identifiziert wie z.B. die „sexualisiert-abwertende Geschlechterfigur“ bei Jungen (S. 160ff) oder die „modern-stereotype Weiblichkeitsfigur“ bei Mädchen (S. 163ff).

Die Ergebnisdarstellung wird fortgesetzt mit sechs verschiedenen Typen von Aussagedynamiken (jeweils drei für Mädchen und drei für Jungs). Diese beschreiben, „auf welche Art und Weise Geschlechtlichkeit und Individualität in Beziehung gesetzt werden“ (S. 192). Zur plastischen Veranschaulichung werden die jeweiligen Aussagedynamiken mit Verweisen auf mediale Inszenierungen wie Britney Spears oder Xavier Nadoo umschrieben (S. 192ff). Unabhängig von der geschlechtlichen Positionierung werden den Ergebnisteil abschließend zwei Fremdpositionierungen erörtert: Es ist die Rede von der Unangepasstheit der männlichen Schüler („Die Jungs sind die Bad Boys“) und der Sexualisierung weiblicher Schülerinnen (S. 205ff).

Diskussion

Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung zeigen, wie Geschlechternormen in den verschiedenen Geschlechterfiguren wirksam werden (S. 211). Zusammenfassend formulieren die Verfasserinnen die These, „dass die Unterwerfung unter hegemoniale Geschlechterfiguren einerseits und die Unterwerfung unter Bildungsziele der Schule andererseits eine spannungsvolle Dynamik mit Folgen für die geschlechtliche Subjektivation aufspannt“ (ebd.).

Gegenstand der Untersuchung ist das „über sich Sprechen bzw. Schreiben“ als Akt von Subjektivationsprozessen (S. 214). Den Verfasserinnen erscheint diese Herangehensweise als sinnvoll, da Sprechen und Schreiben innerhalb des Genderregimes Schule sehr wirkmächtige Praktiken darstellen (ebd.). Doch deckt dieser Zugang – dies bemerken die Verfasserinnen selbst – lediglich einen Aspekt des Genderregimes Schule ab (ebd.). Tatsächlich geht es um Praktiken, performative Körperlichkeit/Leiblichkeit, biografisch sich verdichtende Erfahrungen des Erzählens und Erlebens von Geschlecht – was weiter über die Dimension des Sprachlichen (nicht jedoch über die Dimension des Diskursiven) hinausgeht (ebd.). Verschiedene Anknüpfungspunkte bieten sich demzufolge zur weiteren Bearbeitung an (z.B. die Ebene der Körperlichkeit/Leiblichkeit oder die Ebene des subjektiven (biografischen) Erlebens).

Fazit

Das hier zu besprechende Werk fordert die Leser_innen zu erhöhter Aufmerksamkeit auf. Es ist sehr dicht, sehr konzentriert, sehr „wissenschaftlich“ geschrieben. Es besticht durch seine Genauigkeit (Ausnahme: auf S. 34 wird mit Ricken (2010) Literatur zitiert, die es im Literaturverzeichnis nicht gibt) und treffsichere Beschreibungen im theoretischen wie auch im methodologisch/methodischen Bereich.

Die Verfasserinnen haben sich mit ihrer Studie sehr viel Arbeit gemacht. Sie erweisen sich immer auf dem aktuellsten Stand der Theorie. Von daher ist das Buch (bzw sind die Verfasserinnen…) in den höchsten Tönen zu loben.

Die Diskussionen um die Bedeutung des Butler´schen Ansatzes für die Erklärung und für das Verständnis von Geschlechterrollen haben sich mit dieser Veröffentlichung nicht erledigt. Es wird (und soll!) auch in Zukunft weiter darüber diskutiert werden, ob und wie (und mit welchen Implikationen) es sein kann, den Menschen als „Konstrukt“ zu betrachten. Es wird (und soll) ebenso auch in Zukunft weiter darüber diskutiert werden, wozu eine „sophisticated language“ nötig ist. Von solcherlei Diskussionen werden sich die Verfasserinnen hoffentlich nicht beeindrucken lassen: Sie haben sich auf intensive, die wissenschaftlichen Diskussionen weiterbringende Weise mit dem Thema „Doing Gender Discourse“ auseinandergesetzt.


Rezensent
Prof. Dr. Joachim Thönnessen
Hochschule Osnabrück Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Tätigkeitsfelder: Unterricht in den Bereichen Methoden der empirischen Sozialforschung, Kulturelle Diversität, Soziale Randgruppen, Soziale Milieus; Forschung in den Bereichen Illegale Drogen und Biographie, Soziale Netzwerke, Bedingungsloses Grundeinkommen
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Zitiervorschlag
Joachim Thönnessen. Rezension vom 16.02.2017 zu: Monika Jäckle, Sandra Eck, Meta Schnell, Kyra Schneider: Doing Gender Discourse. Subjektivation von Mädchen und Jungen in der Schule. Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2016. ISBN 978-3-658-08511-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/21881.php, Datum des Zugriffs 20.08.2019.


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ISSN 2190-9245

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