socialnet - Das Netz für die Sozialwirtschaft

Ronald Lutz, Doron Kiesel (Hrsg.): Sozialarbeit und Religion

Cover Ronald Lutz, Doron Kiesel (Hrsg.): Sozialarbeit und Religion. Herausforderungen und Antworten. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2016. 366 Seiten. ISBN 978-3-7799-2357-2. D: 24,95 EUR, A: 25,60 EUR, CH: 34,60 sFr.
Recherche bei DNB KVK GVK

Besprochenes Werk kaufen
über socialnet Buchversand

über Shop des Verlags


Herausgeber

Doron Kiesel und Ronald Lutz sind Professoren für Soziale Arbeit an der Fachhochschule Erfurt. Ihre Schwerpunkte bewegen sich im Bereich interkultureller und internationaler Sozialer Arbeit, Migration, sozialer Ungleichheit und besonderer Lebenslagen.

Thema

Die beiden Herausgeber bekunden im Vorwort ihre Intention, die sie mit dem Sammelband verfolgen, folgendermassen: „Mit dem Buch soll eine Debatte ausgelöst werden, die dazu auffordert, Religionen und Religiosität in ihren vielfältigen Varianten, als Fundamentalismus und als Ressource des Sinns, in der Sozialen Arbeit zu reflektieren.“ (Lutz und Kiesel, S. 8). Denn obwohl Religion in irgendeiner Form zum Alltag vieler Adressaten der Sozialen Arbeit gehört, hat die Profession bisher nur zögerlich auf das Thema reagiert.

Aufbau

Das Buch beinhaltet 21 Beiträge und ist in drei Abschnitte gegliedert:

  1. Diskurse und Horizonte
  2. Fundamentalismus und Deradikalisierung
  3. Lebenswelten und Dialoge

Inhalt

Im ersten Artikel mit dem Titel „Sinn als Ressource“ begründet Ronald Lutz – sich stützend auf Ulrich Beck, Gert Pickel, Jürgen Habermas, Volker Gerhardt, Reimer Gronemeyer und Hartmut Rosa – seine These zur Religionsaffinität Sozialer Arbeit. Die Moderne, die längst eine ‚verwobene‘, ‚polyzentrische‘ und ‚postsäkulare‘ Moderne, wenn nicht gar eine ‚Vielfalt an Modernen‘ geworden ist, treibt durch ihre Kontingenz und Krisenhaftigkeit, durch ökonomische und soziale Beschleunigungsprozesse, sowie ihren versachlichten Charakter Menschen an den Rand der Entfremdung oder gar in die Verzweiflung. Dieser Erfahrung der Sinn- und Hoffnungslosigkeit hat die Soziale Arbeit wenig entgegenzusetzen, solange sie das Bedürfnis der Menschen nach Religiosität nicht anerkennt, und solange Sinn, Transzendenz, Heil und Zuversicht nicht Eingang in die Wissenssysteme der Sozialen Arbeit finden. Religionsaffine Soziale Arbeit darf dieses Bedürfnis, insbesondere junger orientierungsloser Menschen nicht „den ‚Rattenfängern‘ überlassen, die von Religion reden aber was gänzlich anderes meinen.“ (Lutz, S. 25) Stattdessen hat sie „sich den Ressourcen zu öffnen, die im Glauben für ein eigen gestaltetes und gelingendes Leben aufscheinen. Letztlich geht es darum, das Attraktive der Religionen positiv aufzugreifen und es für die Menschen sowie deren Weltbeziehungen zu aktivieren und dies als vernunftgeleitete Methode der Sozialen Arbeit zu sehen – nicht mehr aber auch nicht weniger.“ (Lutz, S. 43)

Axel Bohmeyer nennt in seinem Artikel „Soziale Arbeit in postsäkularer Gesellschaft“ insbesondere zwei Gründe, warum Soziale Arbeit und Religion wieder näher zusammenrücken sollten:

  1. Hat sich Soziale Arbeit dem Theoriestrang der Soziologie angeschlossen, ohne dies explizit darzustellen und verleugnet dadurch ihre religiösen Wurzeln, wie sie z.B. bei Alice Salomon zu finden sind, gemäss der Gerechtigkeit nur als religiöses Konzept denkbar ist.
  2. Ist in der derzeitigen interkulturellen und multireligiösen Gesellschaft eine Soziale Arbeit ohne Einbezug von religiöser Identität und daraus resultierender Handlungspraxis unhaltbar.

„Es geht darum, dass sich die Wissenschaft der Sozialen Arbeit der Religion gegenüber als lernbereit zeigen sollte und im Kontext ihres Normativitätsdiskurses bislang nicht eingeholte und somit nicht abgegoltene religiöse Motive in den Blick nimmt. Sie muss in ein dialogisches Verhältnis mit der reflexiven Religion – beispielsweise in Gestalt der Theologie – treten.“ (Bohmeyer, S. 63)

Josef Freise thematisiert „Soziale Arbeit und Religion in der Migrationsgesellschaft“, indem er anhand neuerer Zahlen für Deutschland belegt, dass vor allem muslimische Jugendliche sehr religionsgebunden sind. Idealtypisch lassen sich Kulturreligion, Gesetzesreligion und reflektierte Religion unterscheiden, welche mit unterschiedlichen Graden an Absolutheitsanspruch korrelieren. Jugendliche mit Defiziten und Diskriminierungserfahrungen sind besonders anfällig für gefährliche Formen von Religiosität; richtig verstandene Religion dagegen kann ein Resilienzfaktor sein. Die Jugendarbeit muss daher zweifach umdenken: In der Migrationsgesellschaft macht es nicht mehr Sinn, Jugendkultur weit weg vom Elternhaus und religionsfrei zu denken; sinnvoller ist es, sowohl Eltern wie auch religiöse Themen mit einzubeziehen. So können Jugendarbeitende auch in Religionskonflikten Vermittler werden, den interreligiösen Dialog vorantreiben und Präventionsarbeit gegen Islamismus und Salafismus betreiben.

Micha Brumlik nimmt in seinem Artikel „Fundamentalismus und Soziale Arbeit“ eine Unterscheidung zwischen schlechter und guter Religion vor: Erstere zeigt sich in intoleranten, fundamentalistischen, autoritären, dogmatischen und demokratiefeindlichen Ausprägungen, während gute Formen von Religion den Gläubigen eine geistige Heimat bieten und Menschenwürde auch allen nicht in diesem Glauben verhafteten Menschen selbstverständlich zusprechen. Als neues Themenfeld eröffnet sich für die Soziale Arbeit eine antifundamentalistische Jugendarbeit, die sich auch mit Religions- und Moralentwicklung auseinandersetzt; auch an Schulen gilt es, einen aufgeklärten „euroislamischen“ Religionsunterricht zu etablieren. Für Sozialarbeitende eröffnet sich damit die Chance, in religiösen Themen „vernachlässigte oder verdrängte Anteile der eigenen Biografie noch einmal aufzunehmen, ja wiederzuentdecken.“ (Brumlik, S. 88).

Nina Oelkers, Senka Karic, Carolin Ehlke, Wofgang Schröer und Karin Böllert stellen das Forschungsprojekt „Soziale Dienste und Glaubensgemeinschaften – Pfade regionaler Wohlfahrtsproduktion“ vor, welches das Angebot im Bereich der Wohlfahrtserbringung durch Glaubensgemeinschaften anhand dreier exemplarischer Regionen – Grossstadt, Weststadt und Oststadt – aufzeigt. Die Erhebung bezieht statistische Daten, Dokumentenanalysen und 25 narrative Interviews mit ein und kommt zu folgenden Schlüssen:

  • Die christlichen Kirchen und die ihnen angegliederten Wohlfahrtsverbände decken nach wie vor die allergrössten Anteile der Angebotsstruktur sozialer Dienstleistungen ab; sie spielen eine tragende Rolle als Arbeitgeber und Träger von Ausbildungsstätten; sie geniessen hohe Anerkennung und Legitimität in der Bevölkerung und haben ihre Dienstleistungen zunehmend für Andersgläubige geöffnet.
  • Durch die Pluralisierung der Glaubensformen hat sich ein breiter ‚Sinn-Markt‘ mit vielen Optionen gebildet, und auch evangelikale, muslimische, buddhistische, hinduistische und neu-religiöse Gemeinschaften erbringen zahlreiche ehrenamtliche und professionelle Hilfsleistungen. Oft sind diese Angebote aber chaotisch organisiert und führen sich widersprechende Formen von Sozialer Arbeit in ihrem Angebot.
  • Soziale Arbeit als Wissenschaft blendet dagegen religiöse Aspekte aus und hat es bisher unterlassen, solche Angebote als Ressource der Wohlfahrtserbringung miteinzubeziehen; eine religionssensible Soziale Arbeit hingegen würde „professionelle Anschlussmöglichkeiten an religiös geprägte Lebenswelten der Adressat*innen bieten und Religion damit als ein (sic!) Ressourcenspeicher (neben möglichen anderen) für die Lebensführung begreifen.“ (Oelkers et al., S. 103).

Auch Sabrina Weiss beschäftigt sich – insbesondere anhand koreanischer Freikirchen – mit der Frage: „Religiöse Migrantengemeinden als soziale Wohlfahrtserbringer?“ Im Zuge der Versammlungsorte für religiöse Rituale bündeln Migrantengemeinden soziales Kapital, indem sie z.B. an religiöse Treffen anschliessend gemeinsame Mahlzeiten anbieten, Jugendsportaktivitäten, Krankenbesuche oder Chorauftritte organisieren. In der Regel finanzieren sie sich über Spenden und Mitgliederbeiträge und erbringen ihre Dienstleistungen ehrenamtlich. Im Gegensatz zu den neueren muslimischen Migrationsgemeinden sind die koreanischen Freikirchen unter sich geblieben und haben weder eine staatliche Anerkennung gesucht, noch ihr Angebot professionalisiert oder für nicht zur Glaubensgemeinschaft Gehörende geöffnet.

Jan Skrobanek und Solvejg Jobst fragen nach „Religion und Religiosität von Jugendlichen“ und stellen trotz der Popularität des Themas einen Mangel an Längsschnittstudien fest. Die aktuell verfügbaren globalen Daten zeigen Brasilien, Indien, die Türkei und die USA als Länder, in denen Religion für die Menschen eine starke Bedeutung hat, während in diversen nord- und zentraleuropäischen Staaten Religion ihre Bedeutung verliert. Zudem sind für evangelische, sunnitische und schiitische Gläubige religiöse Inhalte deutlich wichtiger als für Alewiten, Protestanten und Buddhisten. Während in Deutschland ausschliesslich junge Muslime argwöhnisch auf die Demokratiefähigkeit ihrer Religion beäugt werden, zeigt die internationale Debatte ein differenziertes Bild und betrachtet auch fundamentalistische Strömungen und deren Kompatibilität mit Demokratie in Hinduismus, Christentum und Judentum kritisch.

Thomas Eppenstein stellt in seinem Artikel „Faszination des Fundamentalismus“ die Frage, wie eine Sozialarbeiterin der offenen Jugendarbeit auf die Forderung salafistischer Jugendlicher, sie solle nach islamistischen Gesetzen handeln, reagieren kann. Je nachdem, wie Fundamentalismus definiert und empfunden wird – z.B. als Ausdruck eines Kampfs der Kulturen oder als Kampf innerhalb aller Kulturen; als gegen die Moderne gerichtet oder als Produkt der Moderne selbst; als Missbrauch eigentlich friedlicher Religionen oder als der Religion inhärentes Potential von Totalitarismus… – fallen die pädagogischen Antworten entsprechend anders aus. Das Dilemma jedoch bleibt: Während Fundamentalismus einfache Antworten und Handlungsanweisungen vorgibt, sind rechtsstaatliche und pädagogisch sinnvolle Reaktionen differenzierter und tragen damit das Risiko in sich, immer zu früh oder zu spät zu erfolgen. So bietet der vorliegende Text der Jugendarbeiterin, die auf salafistische Forderungen ihrer Jugendlichen zu reagieren hat, letztlich nur den Trost, dass nicht nur sie in der Falle sitzt, sondern auch die Fundamentalisten selber: „Der Aufwand, legitimatorische Gefühle im Fundamentalismus immer wieder aufs Neue zu erzeugen und aufrecht zu erhalten, ist immens: Teufel, Schurken oder nicht Rechtgläubige müssen identifiziert und bekämpft werden; das hält eine Weile bei Laune. Solange das Paradies jedoch nur lockt, als dieser Kampf gegen das Reich der Feinde andauert, bleibt es diesem Reich der Feinde verhaftet; es sitzt in der Falle.“ (Eppenstein, S. 159).

Daniel Hajok beschäftigt sich mit der besorgniserregenden Polarisierung der Gesellschaft, die „politischer Extremismus und religiöser Fundamentalismus“ verursachen. Aus Sicht des Jugendschutzes wird festgestellt, dass in Medien nicht nur vermehrt zu Gewalt, Extremismus und Fundamentalismus aufgerufen wird, sondern sich diese Aufrufe zunehmend direkt an Jugendliche richten. Jugendschutz.net macht 2015 drei zentrale Dimensionen der Anwerbung aus: Die Rekrutierung über anschlussfähige Themen, die Provokation mit jugendkulturellen Phänomenen als Anknüpfungspunkt und die Radikalisierung mit unverhohlenen Hass- und Gewaltaufrufen. Inhaltlich stehen Fremden- und Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus, Verschwörungstheorien, Antiziganismus und Homophobie im Zentrum des Jugendschutzes. Neben Pornographie und Gewaltdarstellungen hat damit auch der Extremismus einen prominenten Platz auf der Indizierungsliste der Bundesprüfstelle erobert, die meisten Fälle betreffen rechtsextreme Hetze wie Holocaust-Verleugnung, NS-Verherrlichung und Judenhass, während im Bereich islamistischer Gewaltaufrufe und Kriegsverherrlichung bisher nur etwas mehr als 20 Internetangebote und zwei Broschüren durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indexiert wurden. Der Sozialen Arbeit kommt die Aufgabe zu, sowohl auf die Radikalisierung der salafistischen Bewegung wie auch auf rechtsradikale Muslimfeindlichkeit aufmerksam zu reagieren.

Saba Nur Cheema und Nicole Broder zeigen anhand zweier Beispiele, wie die „Wahrnehmung von ‚religiösen Konflikten‘ im pädagogischen Raum“ durch wirkmächtige Zuschreibungen und Ausgrenzungsprozesse der Mehrheitskultur überhaupt erst entstehen. Die strukturellen Ungleichbehandlungen christlicher Lebensformen, die auch im säkularen Alltag bestehen blieben (z.B. Feiertage, religiöse Feste an Schulen), führen zu Benachteiligung und Diskriminierung anderer Glaubensformen und insbesondere zu antimuslimischem Rassismus. Hingegen meint Postsäkularität nach Habermas „einen Bewusstseinswandel, der von einer bleibenden Bedeutung von Religion(en) ausgeht und den Beitrag von und durch Religionsgemeinschaften in pluralistischen Gesellschaften anerkennt.“ (Cheema und Broder, S. 179). Pädagogisches Handeln, das den Menschenrechten verpflichtet ist, anerkennt die Diskriminierungserfahrung muslimischer Menschen und wirkt deren Verstärkung – beispielsweise durch die gängigen Narrative des gewalttätigen Muslim und der unterdrückten Muslima – entgegen, denn: „Ein menschenrechtliches Zusammenleben sollte demnach das Verhandeln unterschiedlicher Bedürfnissen (sic!) auf Augenhöhe beinhalten und nicht nach dem Massstab einer dominierenden Vorstellung von Norm gestaltet sein.“ (Cheema und Broder, S. 190).

Stefan E. Hössl und Nils Köbel diskutieren „Religiöse Radikalisierung und Deradikalisierung im biographischen Verlauf“. Neofundamentalistische Angebote sprechen vor allem die zweite Generation muslimischer Einwanderer an, die sich damit von der traditionellen, Herkunftskultur ihrer Eltern und Grosseltern abwendet. Neuere Studien belegen, dass Erfahrungen von Diskriminierung und Stigmatisierung einen Radikalisierungsprozess begünstigen können (Frindte et al., 2011), dass in Deutschland und Grossbritannien weniger als 0,5% und in Frankreich 4% der Muslime gefährliche Einstellungen zu Gewalt äussern (Gallup Coexist Index, 2009) und dass Radikalisierungsprozesse junger Muslime oft mit einer Wahrnehmung kollektiver Benachteiligung von Muslimen einhergehen (Brettfeld und Wetzels, 2007). Mit eigenen narrativen Interviews zeichnen Hössl und Köbel Radikalisierungs- und Deradikalisierungsprozesse nach, und zeigen im vorliegenden Artikel anhand des Fallbeispiels des 24-jährigen Tareks, wie die an ihn herangetragenen Fragen im Ethikunterricht ihn dazu bewegten, sich vertieft mit seiner Religion auseinanderzusetzen und zu identifizieren, wie er sich während seiner Gymnasialzeit zunehmend radikalisierte und in Konflikt mit seinen zwar gläubigen, aber nicht fundamentalistischen Eltern geriet. Eine Deradikalisierung erfolgte in der direkten Begegnung mit gemässigten Muslimen in einer Moschee und dem zunehmenden Verständnis einer toleranten Vielfalt an Lebensentwürfen innerhalb des Islam. Als Fazit stellen Hössl und Köbel fest, dass gerade diese narrativen Interviews mit jungen Muslimen, die den Absprung aus der Radikalisierungsspirale rechtzeitig geschafft haben, Auskunft darüber erteilen, wie Präventionsarbeit gelingen kann.

Andre Taubert beschreibt mit „Deradikalisierung über Bande“ den Ansatz der Angehörigenberatung, den er als den erfolgsversprechendsten für die Deradikalisierung hält. Denn junge Dschihadreisende zeigen sich ausserhalb ihres salafistischen Netzes immer als sehr isoliert, und folglich muss der Abschottungsprozess durchbrochen werden, um die Radikalisierung zu beenden. Aus der praktischen Beratungstätigkeit mit über 200 Fällen in Norddeutschland entwickelt Taubert eine Typologie an Persönlichkeiten:

  • Der Weltverbesserer (der sich um gesellschaftliche Probleme, um Diskriminierung und Unrecht kümmert)
  • Der Puppenspieler (der Menschen manipuliert und über die Zugehörigkeit zur Gruppe wacht)
  • Der Traumatisierte (der mit einschneidenden Vorerlebnissen belastet ist)
  • Der Enttäuschte (der eine Liebe, Freundschaft, Familienangehörige, eine Arbeit oder Ideale verloren hat)
  • Der ewig Scheiternde (der die Erwartungen nicht erfüllen kann)

Diese Typologie kann helfen, die richtige Ansprache für einen betroffenen Jugendlichen zu finden. Allerdings ist die traditionelle Jugendarbeit hierfür wenig geeignet, da sie in einer „falsch verstandenen romantisiert sozialarbeiterischen Haltung“ (Taubert, S. 217) dem Jugendlichen als mündiges Gegenüber begegnet und das direkte Gespräch mit ihm sucht. Gelingende Deradikalisierungsarbeit besteht hingegen vielmehr darin, über einen längeren Zeitraum im Umfeld des Jugendlichen über Angehörige, Imame und Aussteiger einen religiösen Dialog in Gang zu bringen; die „Fachkompetenz Muslim“ (Taubert, S. 219) ist dabei mindestens genauso wichtig wie die Fachkompetenz der Sozialen Arbeit.

Thomas Mücke erzählt in „Deradikalisierungsstrategien im Phänomenbereich des religiös begründeten Extremismus“ von seiner Arbeit als Streetworker Ende der Achtzigerjahre mit Skinheads und seiner überraschenden Erkenntnis, dass diese Menschen durch authentische Beziehungen und ernst gemeinte Gesprächsangebote durchaus erreichbar waren und Bereitschaft zur Veränderung entwickeln konnten. Der Ansatz von ‚Violence Prevention Network‘, der extremistische Entwicklungen und ideologisierte Straftaten verhindern will, setzt folgende Schwerpunkte:

  • Aufbau einer professionellen Beziehung
  • Vermeidung von Selbst- und Fremdgefährdung
  • Entwicklung und Zunahme der Dialogfähigkeit
  • Zulassen von Zweifeln
  • Entwicklung von Ambiguitätstoleranz
  • Aufbau eines neuen privaten Netzwerkes
  • Persönlicher Zukunftsplan jenseits des ‚politischen Kampfes‘
  • Biographisches Verstehen des eigenen Extremismus

Für diese Beratungstätigkeit braucht es – nebst pädagogischen und psychologischen – grosse politikwissenschaftliche und theologische Kenntnisse, und im Falle salafistischer Deradikalisierung ist eine muslimische Identität von Vorteil.

Götz Nordbruch betont mit seinem Text „Orientierung, Gemeinschaft, Teilhabe“ die Wichtigkeit primärpräventiver Ansätze, die im Vorfeld von Radikalisierungsprozessen stattfinden müssen. Denn die salafistische Szene in Deutschland holt ihre potentielle Kundschaft gezielt im Umfeld von Jugendeinrichtungen, Schulen, Shisha-Cafés und vor Flüchtlingsunterkünften ab und führt erst mal sinnvolle Freizeitbeschäftigungen in ihrem Angebot. Die neue Gemeinschaft bietet Raum für das Erzählen von Diskriminierungserfahrungen und für das Erlebnis der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern, unabhängig der ethnischen und sozialen Herkunft. Die Konflikte im Nahen Osten, die oft die Herkunftsfamilien betreffen und in der Schule zu wenig thematisiert werden, werden hier ernst genommen. Auch religiöse Fragen und Interessen – in der herkömmlichen Jugendarbeit ausgeklammert – bekommen Raum. Trotz klarer Geschlechterrollen bietet für einige Mädchen der salafistische Freizeitraum weitere Freiheiten und Möglichkeiten als das Elternhaus sie bisher zuliess.

Vieles, was aus der Präventionsarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen bereits bekannt ist, kann auch bei salafistischer Radikalisierung angewendet werden, zusätzlich müssen aber die besonderen Bedürfnisse muslimischer Jugendlicher unbedingt einbezogen werden.

Doron Kiesels Artikel beschäftigt sich mit „Juden aus der ehemaligen Sowjetunion zwischen religiöser und säkularer Orientierung“, die zwischen 1990 und 2015 nach Deutschland eingewandert sind. Die rund 220.000 jüdischen Zuwanderer stellen gängige Migrationskonzepte auf den Kopf, gehen doch diese davon aus, dass Migration von ökonomisch unterentwickelten in modernere Regionen stattfindet, und dass dabei Mitglieder traditioneller Kulturen eine identitäre Anpassung an säkularere Lebensformen leisten müssen. Die jüdischen Gemeinden ihrerseits begrüssten die Zuwanderung, da sie sich eine Stärkung ihrer Kultur und Tradition in Deutschland erhoffen. Tatsächlich aber handelt es sich bei den jüdischen Zugewanderten um mehrheitlich gut ausgebildete und oft religionsferne Menschen, die damit weder den Migrationstheorien des Aufnahmelandes noch den Erwartungen der jüdischen Gemeinde entsprechen. Zudem bildet für sie weniger die deutsche Geschichte des Holocaust als vielmehr die stalinistische Verfolgung einen biographischen Referenzrahmen. Anzahlmässig übersteigen die jüdischen Migranten in vielen Fällen die Mitglieder der jeweiligen deutschjüdischen Gemeinden, so dass eine weitere Annahme widerlegt wird, nämlich die, dass Integration von einer Minorität in eine Majorität stattfindet.

Stephan J. Kramer fragt danach, welche Elemente einer lebensweltlichen Ethik die „Jüdische Sozialarbeit“ bietet. Sowohl in der Tora, wie auch im Talmud, in Mischna-Traktaten, im Schulchan Aruch und bei Maimonides finden sich Aufforderungen zu Mildtätigkeit und Diskussionen um Höhe und Pflicht der Gaben für Bedürftige. Das Judentum ist nicht nur eine Religion des Gottesglaubens, sondern eine Religion der Tat – die soziale Gerechtigkeit bildet eine religiöse Pflicht. Damit entwickelte sich das Sozialwesen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft schon früh zu einer tragenden Säule und formulierte Grundsätze, die auch heutigen Theorien der Sozialen Arbeit zugrunde liegen. Mit der Gründung der Zentralwohlfahrtssstelle der deutschen Juden im Jahre 1917 beeinflusste die jüdische Sozialarbeit auch das deutsche Wohlfahrtssystem.

Bianca Dümling definiert in „Integration und Religiosität in Migrationskirchen“ letztere als Gemeinden, deren Pastor und ein grosser Teil der Mitglieder einen Migrationshintergrund aufweisen und deren Hauptsprache nicht Deutsch ist. Bundesweit sind 50% der Neuzugewanderten Christen, insbesondere syrisch-Orthodoxe, finnische Lutheraner, brasilianische und nigerianische Pfingstgemeindeangehörige, koreanische Presbyterianer, russlanddeutsche Brüder, sowie koreanische und polnische Katholiken. Die Zahl der Migrationskirchen ist nicht exakt bekannt, Schätzungen nennen 2000-3000. Während die deutsche Aufnahmegesellschaft zunehmend säkular wird und die Anzahl Konfessionsloser steigt, spielt – zumindest in der ersten Generation der Zugewanderten – Religion eine grosse Rolle im Alltag. Migrantenorganisationen, die oft religiös geprägt sind, leisten ihren Gläubigen ehrenamtliche Hilfe, treten als Interessevertreter auf und helfen bei der Identitätsfindung im Integrationsprozess. Wie weit das vielfach fundamentalistische Religionsverständnis und die eher konservativ moralethischen Vorstellungen vieler Migrationskirchen der Integration förderlich oder hinderlich sind, hängt aber wesentlich auch von der Dialogbereitschaft der Aufnahmegesellschaft ab, die die tiefe Religiosität und die konservativen Werte zu oft pauschal als Fundamentalismus diffamieren: „Es besteht die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen akademischer und migrationskirchlicher Seite.“ (Dümling, S. 296)

Martin Jäggle plädiert für eine „Religionssensible Bildung“, da, erstens Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oft zu unterprivilegierten Schichten und damit zum Klientel der Sozialen Arbeit gehören, zweitens Religion in ihrem Alltag eine grosse Rolle spielt und damit drittens die traditionelle Kinder- und Jugendarbeit, die Religion tabuisiert, verdrängt oder offensiv ablehnt, diesen Bedürfnissen nicht gerecht wird. Religiöse Pluralität sollte deshalb weniger als Quelle von Problemen angesehen werden, sondern vielmehr als Chance für Konfliktlösungen: „Die religiös plurale Gesellschaft bildet nicht das Problem, sondern den gegenwärtigen Kontext für Bildung.“ (Jäggle, S. 300). Anhand dreier Beispiele aus der Arbeitswelt, dem Privatleben und der offenen Jugendarbeit zeigt Jäggle, wie religiöse Bedürfnisse und Haltungen besser abgeholt und wertschätzender thematisiert werden können, so dass gegenseitige Vorurteile abgebaut werden. Eine religionsfeindliche Kultur dagegen führt in Polarisierung und Isolation. Daher benötigt jede Bildungseinrichtung ein Konzept religionssensibler Bildung, das zur Selbstreflexion, zur Anerkennung, zum Aushalten von Verschiedenheit und zum Dialog in der heterogenen Lebenswelt, wenn nicht gar zu inter-spirituellem Lernen voneinander führt.

Christine Funk zeigt in ihren beiden Beiträgen „Interreligiöse Dialoge in modernen Gesellschaften: Interreligiöses Geschehen innerhalb von Community-Organizing-Prozessen“ und „Weil es um die Achtung des Menschen geht: Religionssensibilität als pädagogische Kompetenz“, wie in der persönlichen Begegnung Menschen mit ihren individuellen Geschichten erfahrbar werden. Anlässlich der Bürgerplattformen in Berlin und Köln zeigen sich Vertreter religiöser Gemeinschaften als hochmotiviert, an demokratischen Gestaltungsprozessen teilzunehmen: „Religion ist keine Privatsache! Sie [die religiösen Gemeinden, uc] prägen Kommunikation auf lokaler Ebene. Mitglieder von religiösen Gemeinden gestalten gesellschaftlichen Wandel gemeinsam mit anderen religiösen Akteuren vor Ort.“ (Funk, S. 317). Der interreligiöse Dialog bekräftigt auch die intrareligiöse Auseinandersetzung, und den meisten religiösen Gemeinschaften ist die Gestaltung des sozialen Wandels ein Kernanliegen. Gläubige Menschen sind keineswegs demokratieunfähig, und Prozesse des Community Organizing helfen, Vorurteile zu widerlegen, Begegnungen und Austausch zu inszenieren und politische Partizipation zu fördern.

Aber nicht nur für die Gemeinschaft, sondern auch für das Individuum stellt Religion eine wesentliche Ressource für ein gelingendes Leben dar. Als anthropologische Konstante bedarf sie der kulturellen Gestaltung. Gerade die monotheistischen Religionen enthalten ein grosses Friedenspotential, da sie die Gleichheit der Menschen vor Gott betonen. Jugendliche müssen daher in ihrer Suche nach und in der Auseinandersetzung mit Religion bestärkt werden. „Pädagogische Fachkräfte können und sollen nicht Religiosität oder Glauben erzeugen, aber sie müssen dazu anleiten können, auf diese Grunderfahrung des Menschen zu reflektieren, und somit sie nicht nur tolerieren, sondern fördern können.“ (Funk, S. 333). Konkret wird dies etwa an einem Fotoprojekt von Angelika Gabriel aufgezeigt, die Jugendliche Fotos aus ihrem Lebensumfeld machen liess, und diese individuellen Erfahrungen heutiger junger Menschen mit einer spirituellen Zugabe biblischer Texte versah und damit in universelle Menschheitserfahrungen einbettete. Auch Besuche von religiösen Stätten (Kirchen, Moscheen, Synagogen und Tempel), sowie von Friedhöfen können den Dialog mit Kindern und Jugendlichen über Transzendentes fördern und ihnen die Verbundenheit aller Menschen nahebringen. Religionssensible Pädagogik anerkennt die positive Kraft der Religionen und ihre unterschiedlichen Ausdrucksweisen, sie unterhält gute Kontakte zu verlässlichen Angehörigen anderer Religionen, sie kann die Religionspraktiken der Menschen im Nahbereich von politisierter Religion unterscheiden und sie bezieht die konkrete Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen mit ein.

Inkje Sachau ist es ein Anliegen, mit ihrem Text „Religion und Friedensförderung – am Beispiel von Bosnien und Herzegowina“ das Potential für Frieden, das Religionen haben, aufzuzeigen, sozusagen als Gegenpunkt zu der dominierenden öffentlichen Wahrnehmung und der medialen Darstellung von Religion als Quelle von Kriegen und Konflikten. In allen drei monotheistischen Religionen nimmt die Vorstellung von Frieden unter den Menschen grossen Raum ein; in einem multireligiösen Staat (72% der Bevölkerung beschreiben sich als religiös) wie Bosnien Herzegowina dürfen Religion und Politik nicht vollkommen voneinander getrennt sein. Bereits vor und während den Kriegen rund um das zerbrechende Jugoslawien riefen katholische Bischöfe immer wieder zu einer friedlichen Beilegung der Konflikte auf – dennoch konnte die katholische Kirche weder zur Verhinderung des Krieges noch zur schnelleren Beendigung beitragen. Das Ende des Bosnienkrieges 1995 teilte das Land in die Serbische Republik, in der vorwiegend orthodoxe Serben leben und in die Föderation Bosnien und Herzegowina, in der muslimische Bosniaken, katholischen Kroaten, orthodoxe Serben und eine Minderheit an Juden seither mehr schlecht als recht zusammenleben. Der Krieg hinterliess unverarbeitete Traumata und die Gesellschaft blieb entlang ihrer ethnisch-religiösen Zugehörigkeiten tief gespalten. In Bosnien und Herzegowina sind rund 600 internationale NGOs tätig, nicht wenige davon definieren sich religiös. Sachau zeigt drei gelungene Beispiele für Friedensarbeit in der Region:

  • Small Steps: Interreligiöse Jugendarbeit
  • Center for Peacebuiling & Sanski Most Interreligious Council
  • Die jüdische Apotheke.

Diskussion

In den 21 Beiträgen werden verschiedene Zugänge zum Thema ‚Sozialarbeit und Religion‘ gewählt, und damit eine breite Variation der gegenwärtigen Herausforderungen zu Integration, Antidiskriminierung und Deradikalisierung aufgezeigt. Wer Ideen sucht, um Religion und Soziale Arbeit einander anzunähern, wird hier fündig. Dennoch wirkt der Sammelband insofern einseitig, als er wenig kontroverse Haltungen, Theorien und Ansichten zur Diskussion stellt, sondern immer wieder dieselben Prämissen – die der postsäkularen Gesellschaft, die des Fundamentalismus als Phänomen der Moderne oder die der Notwendigkeit einer religionsaffinen Sozialen Arbeit – repetiert. Stellenweise kommt das Buch einem engagierten Plädoyer, wenn nicht gar einer Predigt gleich, etwa wenn Lutz schreibt: „Niemand kann bestreiten, dass menschlichem Leben ein Sinn innewohnt, sonst wäre ein Nichts zugegen, ohne einen solche (sic!) verlöre es jeden Halt für den Einzelnen.“ (Lutz, S. 38) oder: „Ein gutes und glückliches Leben, ein Leben in Heil und Zuversicht, bedarf dessen, was Religionen und die darin aufscheinende Religiosität durchaus anzubieten vermögen.“ (Lutz, S. 42). Die herkömmliche Soziale Arbeit, die sich als eher säkular versteht und in Nähe zur Soziologie verortet, wird mehrfach als defizitär kritisiert, kommt aber selber nicht zu Wort. Stattdessen wird eine neue (und alte, sich stützend auf Jane Addams und Alice Salomon) Religionsaffinität Sozialer Arbeit als einzige sinnvolle Antwort sowohl auf die Herausforderung der Radikalisierung jugendlicher Muslime wie auch auf die Integration Zugewanderter postuliert. Ein Wiedererstarken religiöser Werte in Europa wird implizit und explizit begrüsst. Nicht diskutiert werden dagegen die Grenzen dieser geforderten Religionsaffinität, beispielsweise die Erfahrungen, die der englische Staat mit der teilweisen Akzeptanz von Scharia-Gerichtsbarkeiten macht oder Konflikte, die sich aus dem Zusammentreffen konservativer Sexualmoral und dem Leben in der modernen Gesellschaft ergeben (Stichworte: Jugend- und Homosexualität, Geschlechterrollen, Abtreibung…), ebenso wenig wird klar, wie religionsaffine Soziale Arbeit mit esoterischen Patchworkglaubensgebäuden (Schamanismus, Voodoo…) und ‚Sekten‘ (Scientology, Zeugen Jehovas…) umgehen sollte. Während das Buch religiösen Menschen aus verschiedensten Glaubensbekenntnissen eine grosse Toleranz entgegenbringt, fehlt die Sensibilität dafür, dass nicht alle zugewanderten Menschen durch eine religiöse Ansprache abgeholt werden möchten und bei einigen sogar die Ausreise in einen säkularen Staat als Flucht vor Verfolgung durch Religion erfolgt sein könnte.

Nebst der Beschäftigung mit religiösen Fragen und der Offenheit für transzendente und kulturelle Themen macht es sich eine religionsaffine Soziale Arbeit zu einfach, wenn sie die laïzistische Haltung eines Staates und die Verdrängung der Religion aus dem öffentlichen Raum nur als Tabuisierung und Religionsfeindlichkeit sieht, nicht aber auch als das Ende von Religionskriegen in Europa und als Ablösung religiöser Gewalten durch staatliche, konfessionell neutrale Institutionen. So sind Bildungseinrichtungen in Europa traditionell mehr der Aufklärung und der Wissenschaft verpflichtet als der Transzendenz, und wer dies verändern möchte, z.B. mittels einer religiös ausgerichteten Jugendarbeit, sollte sich nicht nur mit den – zweifellos vorhandenen – Chancen, sondern auch mit den – ebenso vorhandenen – Gefahren eines solchen Prozesses auseinandersetzen.

Bei weiteren Auflagen wäre dem Buch unbedingt ein besseres Lektorat zu gönnen, denn die stellenweise zahlreichen orthographischen Fehler mindern das Lesevergnügen.

Fazit

Dieser Sammelband an Aufsätzen stellt einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung Sozialer Arbeit mit religiösen Fragen dar. Er liefert zahlreiche Denkanstösse und Anknüpfungspunkte für pädagogisches Handeln in multikulturellen Räumen, insbesondere auch im Umgang mit sich radikalisierenden muslimischen Jugendlichen und mit Migrationskirchen. Dabei sind die in den einzelnen Texten vertretenen Haltungen aber wenig kontrovers, sondern transportieren einheitlich den Wunsch, dass die Soziale Arbeit dazu beitragen möge, das positive Potential von Religion vermehrt zur Geltung zu bringen.

© 12:52:11 socialnet GmbH, Bonn rezensionen@socialnet.de 21991.html, 7. Januar 2016


Rezensentin
Ursula Christen
E-Mail Mailformular


Alle 11 Rezensionen von Ursula Christen anzeigen.

Besprochenes Werk kaufen
Sie fördern den Rezensionsdienst, wenn Sie diesen Titel – in Deutschland versandkostenfrei – über den socialnet Buchversand bestellen.


Zitiervorschlag
Ursula Christen. Rezension vom 19.04.2017 zu: Ronald Lutz, Doron Kiesel (Hrsg.): Sozialarbeit und Religion. Herausforderungen und Antworten. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2016. ISBN 978-3-7799-2357-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/21991.php, Datum des Zugriffs 24.08.2019.


Urheberrecht
Diese Rezension ist, wie alle anderen Inhalte bei socialnet, urheberrechtlich geschützt. Falls Sie Interesse an einer Nutzung haben, treffen Sie bitte vorher eine Vereinbarung mit uns. Gerne steht Ihnen die Redaktion der Rezensionen für weitere Fragen und Absprachen zur Verfügung.


socialnet Rezensionen durch Spenden unterstützen
Sie finden diese und andere Rezensionen für Ihre Arbeit hilfreich? Dann helfen Sie uns bitte mit einer Spende, die socialnet Rezensionen weiter auszubauen: Spenden Sie steuerlich absetzbar an unseren Partner Förderverein Fachinformation Sozialwesen e.V. mit dem Stichwort Rezensionen!

Zur Rezensionsübersicht

Hilfe & Kontakt Details
Hinweise für

Bitte lesen Sie die Hinweise, bevor Sie Kontakt zur Redaktion der Rezensionen aufnehmen.
rezensionen@socialnet.de

ISSN 2190-9245

Newsletter bestellen

Immer über neue Rezensionen informiert.

Newsletter

Über 13.000 Fach- und Führungskräfte informieren sich monatlich mit unserem kostenlosen Newsletter über Entwicklungen in der Sozialwirtschaft.

Gehören Sie auch schon dazu?

Jetzt kostenlosen Newsletter abonnieren!

socialnet optimal nutzen!

Recherchieren

  • Rezensionen liefern den Überblick über die aktuelle fachliche Entwicklung
  • Materialien bieten kostenlosen Zugang zu aktuellen Fachpublikationen
  • Lexikon für die schnelle Orientierung und als Start für eine vertiefende Recherche
  • Sozial.de für tagesaktuelle Meldungen

Publizieren

  • wissenschaftliche Arbeiten
  • Studien
  • Fachaufsätze

erreichen als socialnet Materialien schnell und kostengünstig ihr Publikum

Stellen besetzen
durch Anzeigen im socialnet Stellenmarkt

  • der Branchenstellenmarkt für das Sozial- und Gesundheitswesen
  • präsent auf führenden Fachportalen
  • schnelle und preiswerte Schaltung
  • redaktionelle Betreuung