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Markus Rüther (Hrsg.): Grundkurs Metaethik

Cover Markus Rüther (Hrsg.): Grundkurs Metaethik. Grundlagen - Positionen - Kontroversen. mentis Verlag (Paderborn) 2016. 192 Seiten. ISBN 978-3-95743-060-1. D: 28,80 EUR, A: 29,70 EUR.
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Thema

Da für viele nicht Philosoph*innen der Begriff Metaethik vielleicht etwas abschreckend wirkt, sei an dieser Stelle etwas weiter ausgeholt. Moralische Urteile werden tagtäglich ausgesprochen, aber viele Fragen bleiben offen, vor allem methodische Fragen der Moralbegründung. Dazu gehören Fragen, was moralische Urteile eigentlich seien: Ist die Aussage, etwas sei moralisch gut, die Beschreibung einer Gefühlsregung oder durch Erfahrungswissen abzuleiten? Motiviert ein moralisches Urteil auch dazu, nach dem moralischen Urteil zu handeln?

Metaethik will ethisches Denken mit Rückgriff auf sprachphilosophische oder wissenschaftstheoretische Konzepte erklären. Das philosophische Nachdenken darüber, welche Handlungen als „gut“ oder verwerflich anzusehen seien, kann bis zur antiken griechischen Philosophie nachvollzogen werden, aber auch die Frage, wie z.B. Moral begründet und vermittelt werden kann – klassisch ist Platons Dialog „Menon“.

Die Frage, ob und wie Moral lehrbar sei, treibt nach wie vor die Akademie um, aber auch Praktiker im Bildungs- und Sozialwesen. Dem chemnitzer Philosophen Ferdinand Fellmann zufolge können Ethiklehrer es schon mit der Angst zu tun bekommen, wenn sie vor eine Klasse treten, die möglicherweise vom Bösen eher fasziniert sei als vom Guten [1]. Die Frage, wie man Moral vermitteln sollte, stellt sich nicht nur in der Schule, sondern auch für Jugendarbeiter, die ethische Inhalte vermitteln wollen, in der Erwachsenenbildung, aber auch für die Soziale Arbeit generell. Man ist neben seinem Klientel und den Arbeitgebern auch seiner eigenen Profession moralisch besonders verpflichtet. Für die professionelle Soziale Arbeit ist die Frage, wie man mit abweichenden Werthaltungen der Klientel umgeht, wesentlich.

Aber auch Fragen, ob die Aussage, „die Handlung X ist gut“ den gleichen Wahrheitswert hat wie „Das Gras ist grün“, die Frage, ob ein moralisches Urteil auch gleichzeitig zu moralisches Handeln motiviert und vieles mehr. Die Fragen, wie moralische Urteile in das System der Wissenschaften eingeordnet werden können, sind unter anderem die Themen der Metaethik.

Entstehungshintergrund

Obwohl Fragen der Metaethik so alt sind wie das philosophische Denken selbst, ist ihr systematischen Nachdenken auf den Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts anzusiedeln und mit der steigenden Verbreitung der analytischen Philosophie ist auch die Metathik zu einer gefragten Teildisziplin der Philosophie geworden. Die wachsende Zahl der akademischen Publikationen wird durch die Tatsache konterkariert, dass es bislang recht wenig einführende und systematisierende Literatur zur Metaethik gibt. Markus Rüther hat mit diesem von ihm herausgegebenen Einführungsband zweifellos eine wichtige Lücke in der derzeitigen Publikationslandschaft geschlossen. Neben einem einführenden Band von Titus Stahl und einer Junius Einführung von Markus Rüther liegen noch Publikationen aus dem Suhrkamp Verlag vor, die allerdings den Stand der 1970er Jahre abbilden. [2] Ein weiterer Band aus dem Surkamp Verlag wurde zum Zeitpunkt dieser Rezension noch nicht gesichtet, nimmt sich aber offensichtlich der Sammlung klassischer Texte der Metaethik an.

Aufbau

Der Band folgt einer Dreiteilung in

  1. „Grundlagen“,
  2. „Positionen“,
  3. „Kontroversen“.

Insgesamt liegen 13 Artikel vor, die auch jeweils eigenständig gelesen werden können. In seiner Dreiteilung mit 13 in etwa gleich langen Beiträgen könnte man sich diesen Band auch gut als eine Textgrundlage für eine Lehrveranstaltung vorstellen.

Zu I Grundlagen der Metaethik
Jan-Hendrik Heinrichs und Markus Rüther: Eine kurze Geschichte der Metaethik. In diesem historischen Überblick zeichnen Heinrichs und Rüther die Entwicklung der Ethik von George-Edward Moores Principia Ethica über ein Revival des (meta-) ethischen Denkens mit John Rawls Arbeiten in den 70ern bis hin zu aktuellen metaethischen Konzeptionen.

Titus Stahl: Metaethik – ein systematischer Gebietsüberblick. Titus Stahl führt an dieser Stelle in wünschenswerter sprachlicher Klarheit in die Metaethik ein. Im Mittelpunkt stehen die Positionen des Kognitivismus/Non-Kognitivismus (der Frage, ob moralische Aussagen wahrheitswertfähig sind oder nicht) sowie der Thematik des Externalismus/ Internalismus (die Frage, ob aus einem ethischen Urteil auch die Verpflichtung ergeht, entsprechend zu handeln).

Michael Kühler: Aufgaben und Ziele. Wozu eigentlich Metaethik? Michael Kühler greift die verbreitete Dreiteilung der Ethik in normative und deskriptive sowie in Metaethik auf. Der Beitrag orientiert sich an der Metapher, dass man sich die Metaethik als Radiomoderator bei einer Sportveranstaltung vorstellen könnte und problematisiert die aus dieser Vorstellung hervorgehende Neutralität des Metaethikers und diskutiert die Frage, ob die Relevanz der Metaethik möglicherweise größer ist, als eine intrinsisch philosophische Motivation. Es werden die Implikationen metaethischen Denkens nicht nur für Genuin philosophische Disziplinen aufgezeigt, sondern auch handlungstheoretische, anthropologische oder moralpsychologische Fragestellungen aufgezeigt.

Zu II Positionen

Susanne Hiekel und Oliver Hallaich: Nonkognitivismus / Nondeskriptivismus. Dieser Beitrag greift das Ausgangsproblem der modernen Metaethik auf, dass man ein moralisches Urteil nicht aus Erfahrungen verifizieren kann, bzw. dass es dafür momentan keine Methode zu geben scheint. Es werden die ontoloischen Kategorien diskutiert, zu denen man moralische Aussagen zählen könnte. Ist der Satz, „Es ist moralisch falsch, Geld zu stehlen“ eine Tatsachenbehauptung? Sind Sie Ausdruck einer Gefühlsregung, etwa Empörung im Sinne von „Geld stehlen? Pfui!“ oder sind sie als Appel zu verstehen, wie der Satz „Geld stehlen – tu das nicht!“

Christine Tiefensee: Quasi-Realismus. Vertreter*innen des Quasi-Realismus sind Nachfahren der Expressivsten, d.h., dass sie Moral vor allem zur Koordinierung und Anleitung unserer Handlungen sieht. Die Sprache der Moral wird als eine Beschreibung psychischer Zustände aufgefasst. An der quasi-realistischen Position überrascht nun, dass moralische Aussagen als Tatsachenbeschreibungen verstanden werden. Christine Tiefensee führt anhand der moralischen Bedeutung, die die Sprache der Moral hat in die quasi-realistische Position ein, ihre Bedeutung wird uns dann deutlich, wenn wir annehmen, wir hätten keine Möglichkeiten des moralischen Ausdrucks, sondern lediglich knappe Möglichkeiten Zustimmung oder Ablehnung zu signalisieren, etwa „Hurra“ oder „Buh!“. Anhand des Frege-Geach-Problems werden Probleme dieses Ansatzes deutlich, da aus moralischen Aussagen nicht in der Maße logisch geschlossen werden kann, wie aus „anderen“ Tatsachenbeschreibungen. Logische Inkonsistenzen sind nicht mit moralischen Inkonsistenzen gleichzusetzen. Der Irrtum Ansprüche an ein gesundheitsbewusstes Leben zu haben und gleichzeitig rauchen ist nicht vergleichbar mit dem Irrtum, anzunehmen, dass es regnet und diese Aussage gleichzeitig zu verneinen (S. 87). Christine Tiefensee trägt weiterhin Antworten auf dieses Problem sowie Lösungsansätze der Quasi-Realisten vor.

Max Kölbel: Relativismus. Der moralische Relativismus vertritt die These, dass die Richtigkeit moralischer Urteile relativ sei. Es gibt prinzipiell kein Wertesystem, dass einem anderen übergeordnet werden könnte. Der moralische Relativismus umfasst sowohl psychologische Argumente, warum man seine Urteile anzweifeln könnte wie auch kulturelle und soziologische Faktoren. Max Kölbel illustriert dies an einem Beispiel aus der Literatur, dass in bestimmten Kulturkreisen die Privatsphäre der Kinder respektiert werde, sodass keine persönlich adressierten Briefe von den Eltern geöffnet werden, während andere Kulturen das Bedürfnis, dass die Eltern auch über Intimitäten der Kinder informiert sein sollten, höher bewerten.

Bastian Reichardt: Konstruktivismus. Die Frage, ob die Realität mit dem über-sie-reden beginnt oder (vor-)gegeben ist befasst auch die Ethik. Konstruktivist*innen nehmen an, dass z.B. mathematische Sachverhalte wie der Satz „2*2=4“ nicht eine externe Realität repräsentiert, sondern ein Produkt des mathematischen Diskurses selbst ist, etwa durch die Verfahren des Rechnens und Beweisens etc. produziert wird. Analog dazu wird in einem konstruktivistischen Verständnis von Ethik argumentiert, dass moralische Aussage die korrekte Aussage auf Begründungsverfahren sein. Die Konsequenz ist, dass die Existenz moralischer Urteile von den Personen abhängt, die diese Begründungen anwenden. Das besondere Potenzial, dass der konstruktivistische Ansatz für die Soziale Arbeit hat, wird an der Aussage deutlich, „[d]ie Lösungen für praktische Probleme zu verstehen, ist gleichbedeutend damit zu verstehen, was es heißt, das Leben einer Person zu führen“ (S. 102). In Hinblick auf die oben abgesteckten ethischen Anforderungen an die Soziale Arbeit ist dieser Artikel sehr lehrreich und lesenswert, ebenso sind die Anknüpfungspunkte an Nachbardisziplinen wie Soziologie und Pädagogik offensichtlich.

Sebastian Muders: Nicht-realistischer Kognitivismus. Mit der weiteren Entwicklung der Metaethik haben sich einige Positionen herausgebildet, die auch Ideen anderer Ansätze aufnehmen. Mit dem nicht-relativistischen Kognitivismus wird eine solche sowohl als auch Position vorgestellt. Er geht von der Wahrheitswertfähigkeit moralischer Urteile aus, aber die sind nicht von ihren Entstehungsbedingungen losgelöst, berücksichtigt die Genealogie Moralentwicklung und verzichtet auf eine metaphysische Begründung der Moral. Anhand der jeweiligen Abgrenzung zu den Konkurrenzangeboten wird die Position des Nicht-realistischen Kognitivismus referiert.

Markus Rüther: Realismus. Der metaethische Realismus nimmt an, dass moralische Eigenschaften unabhängig vom Subjekt existieren und die nicht durch die Zustände des Wertungssubjektes (z.B. Wünsche) beeinflusst werden. Der Realismus besticht als eine rein ontologische Position, die ohne weitere sprachphilosophische und wissenschaftstheoretische Unterstützung auskommt. Referiert wird ebenfalls einer der bekanntesten Einwände gegen diese ontologische metaethische These: Das Absonderlichkeitsargument Mackies, dass moralische Entitäten sich in jeder Hinsicht von anderen Dingen, die wir kennen oder über die wir Wissen ansammeln sind, wenn man ihre Existenz annehmen würde.

Zu III Kontroversen

Jan-Hendrik Heinrichs: Semantische Fragen in der Metaethik. Jan-Hendrik Heinrichs widmet sich der Frage, wie moralische Aussagen sprachphilosophisch zu fassen sind. Die Aussage „X ist gut“ stellt eine Behauptung dar, die man aber auch zu einem Befehl: „Tu X!“ umwandeln könnte. Die Besonderheit moralischer Urteile wird deutlich, da man nicht jede Behauptung in einen Imperativ umwandeln kann, etwa der Satz „Das Gras ist grün“ ist schwer als Aufforderung zu verstehen. Jan-Hendrik Heinrichs beschreibt in seinem Beitrag Bestrebungen, hier durch Vereinheitlichungen Abhilfe zu schaffen. Diskutiert werden vor allem die Versuche, Vereinheitlichung auf der Ebene der Eigenschaftszuschreibung (assertorisch) auf der Ebene des Ausdrucks von Einstellungen (emotional-expressivistisch) oder auf der Aufforderungsebene (präskriptiv) zu schaffen.

Nico Scarano: Normative und motivierende Gründe. Aus Perspektive der Sozialen Arbeit besonders interessant ist die Frage, ob und inwiefern moralische Urteile zum Handeln motivieren. Nico Scarano beginnt seine Ausführungen mit der Standarttheorie der Handlungstheorie, die mit der Beschreibung einer Handlung, die auf rationale Weise ein Ziel zu erreichen sucht, der soziologischen Konzeption von Handlung sehr nahe kommt. Kritik wird an dieser Standarttheorie vorgebracht, dass Handlungen nur durch eine normative Beziehung zwischen Gründen und der Handlung gegeben sein muss, um eine Handlung zu erklären. Die Diskussion des Verhältnisses zwischen Handlungen und Begründung folgt im Anschluss, sowie die Erweiterung der Standarttheorie, dass es zwei Arten von Gründen gäbe, die eher psychologische Motivation und die moralische Rechtfertigung der Handlung.

Mario Bandhorst: Naturalismus und die Autonomie der Ethik. Die Strömungen in der Ethik, die auf die „Natur“ Bezug nehmen, werden in diesem Band behandelt. Aus drei klassischen Strömungen wird jeweils ein zeitgenössisches Paradigma herausgearbeitet: Aus dem metaphysischen Konzept, Ethik aus der Natur heraus lesen zu können, wird das der Lebensform. Aus den Versuchen G.E. Moores, die traditionellen ethischen Probleme durch exakte sprachphilosophische Untersuchungen lösen zu können, wird das Paradigma der Analyse und Versuche, die den Menschen mit allen Aspekten des ethischen Lebens als Teil der Natur zu sehen, wird als „Erklärung“ verstanden. Neben diese drei Ansprüche, den Menschen als Teil der Autonomie zu sehen, werden drei Autonomieansprüche des Menschen gestellt: Die Loslösung des Ethischen von Ideen der menschlichen Natur, der Unabhängigkeit der ethischen Sprache gegenüber einer rein deskriptiven und „natürlicher“ Sprache und schließlich auch die Unabhängigkeit der Ethik, die sich nicht aus empirischen Beobachtungen ableiten lässt.

Bert Heinrichs: Moralisches Wissen und Rechtfertigung. Die klassische Frage, ob Moral eine Form des Wissens darstellt, betrachtet Bert Heinrichs vor dem Hintergrund der epistemologischen Entwicklungen des zwanzigsten Jahrhunderts. Platon verneint im Menon die Frage, dass Tugend eine besondere Art des Wissens sei und führt an gleicher Stelle den klassischen Wissensbegriff ein, dass Wissen wahre, gerechtfertigte, Meinung sei. Der Philosoph Edmund Gettier stellte diese Definition in Frage, als er mit anschaulichen Beispielen illustrierte, dass auch bei einer wahren Überzeugung, die Rechtfertigung nicht immer nachvollziehbar sein muss. Anhand dieser Problematik wird die Grundfrage der Moralepistemologie formuliert, ob es wahre gerechtfertigte moralische Überzeugung geben kann. Bert Heinrichs zeigt im folgenden einige Lösungsvorschläge für diese Frage.

Diskussion

Ethisches Denken hat nicht nur im Lehrbetrieb der Hochschulen eine steigende Relevanz, in der Profession der Sozialen Arbeit besonders, da mitunter auch das Einfühlen in Personen mit Werthaltungen, die nicht die eigenen sind, gefordert wird oder auch ein ethisches Bewusstsein der eigenen Disziplin gegenüber und schließlich auch im Alltagsleben, etwa wenn es um nachhaltigen oder ethisch verträglichen Lebensstil geht. Insofern steigt auch der Bedarf an ethischer Bildung und Lehrmaterialien wie dem vorliegenden Band.

Die Autor*innen informieren über die wesentlichen Positionen der Metaethik, die Aktualität der Beiträge lässt sich nicht zuletzt daran erkennen, dass auf neuste Debattenbeiträge der Ethik eingegangen wird, z.B. auf die jüngste Veröffentlichung Thomas Nagels. Inhaltlich ist hervorzuheben, dass ein grundsätzliches Einverständnis über die metaethische Thematik vorliegt und nicht jeder Beitrag quasi bei null beginnen muss. Gelegentlich kommt es zu inhaltlichen Überschneidungen, das ist allerdings bei einem Band, in dem jeder Beitrag solitär zu verstehen ist, nachzusehen.

Es fällt gelegentlich ein selbstverständlicher Schreibstil auf, der das Lesen für nicht philosophisch geschulte Menschen oder Studierende in den ersten Semestern erschwert. So informieren die Autoren z.B. an einer Stelle darüber, dass die Konzeption des naturalistischen Fehlschlusses vor dem Hintergrund Freges Begriffsschrift eigentlich schon als überholt gelten haben müsste, ohne dies näher zu erklären (S.16).

An der Gestaltung des Layouts ist positiv hervorzuheben, dass ausgewählte Detailprobleme jeweils in einem gesonderten Kasten hervorgehoben werden und dass die Leser*innen dadurch eine intensivere Beschäftigung mit einzelnen, ausgewählten Detailfragen ermöglicht wird. Positiv ist eine Reihe von Übungs- und Wiederholungsfragen hervorzuheben, die das Selbststudium erleichtern was auch angesichts der steigenden Nachfrage an Fernstudien hilfreich anzusehen ist.

Wünschenswert wäre ein Glossar gewesen, da die Autorinnen oft einige Fachbegriffe nutzen, ohne sie detailliert einzuführen. Das würde den Band auch für Studierende attraktiv machen, die in ihrer philosophischen Entwicklung eher am Anfang stehen. Gerade Studierende der Sozialen Arbeit und der Medizinalfachberufe in frühen Semestern könnten eine solche Hilfe gut gebrauchen.

Fazit

Der vorliegende Band schließt eine wichtige Lücke in der derzeitigen Bücherlandschaft und kann sowohl Expert*innen als auch Studierenden der Philosophie wichtige Grundlagen und neue Einsichten vermitteln. Die Autorinnen ziehen Verbindungslinien zu Disziplinen, die nicht genuin philosophische Disziplinen betreffen, wie der Moralpsychologie oder der Handlungstheorie. Dies macht den Band auch für eher sozialwissenschaftlich orientierte Kolleg*innen lesenswert. Inhaltlich gelingt es sowohl die aktuellen philosophischen Kontroversen aufzugreifen, wie auch in die Grundlagen der Disziplin einzuführen. Der vorliegende Band ist insgesamt als sehr lehrreich und lesenswert anzusehen, denn nicht nur fortgeschrittene Studierende als auch Lehrende können aus seiner Lektüre großen Nutzen ziehen.


[1] Fellmann, Ferdinand (2000): Die Angst des Ethiklehrers vor der Klasse. Ist Moral lehrbar? Reclam Verlag, Stuttgart.

[2] Stahl, Titus (2013). Einführung in die Metaethik. Reclam Verlag, Stuttgart.


Rezensent
Martin Gloger
Diploma Hochschule – Fachhochschule Nordhessen
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Zitiervorschlag
Martin Gloger. Rezension vom 21.04.2017 zu: Markus Rüther (Hrsg.): Grundkurs Metaethik. Grundlagen - Positionen - Kontroversen. mentis Verlag (Paderborn) 2016. ISBN 978-3-95743-060-1. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/22443.php, Datum des Zugriffs 16.09.2019.


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ISSN 2190-9245

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