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Barbara Ehring-Hüttemann, Hildegard Berger u.a.: Handorfer Spielekartei für Voltigier- und Reitpädagogen

Cover Barbara Ehring-Hüttemann, Hildegard Berger, Mechthild Everding-Kraß, Uschi Gohl, Sigrid Heermann: Handorfer Spielekartei für Voltigier- und Reitpädagogen. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2016. 3., durchgesehene Auflage. ISBN 978-3-497-02631-9. D: 44,90 EUR, A: 46,20 EUR.

161 farbige Karteikarten zu verschiedenen Förderbereichen und eine Anleitung zur Nutzung der Kartei.
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Thema

Die Handorfer Spielekartei bietet sowohl den Anbietern von klassischem Voltigier- und Reitunterricht als auch des Heilpädagogischen Reitens eine Ideensammlung für die kreative Ausgestaltung der (Unterrichts-) Einheiten. Gegliedert in neun Förderbereiche werden verschiedene Spiel-und Förderimpulse in Form eines Karteikastensystems vorgestellt.

Autorinnen

Die Handorfer Spielekartei wurde von fünf Pädagoginnen zusammengestellt, die über langjährige Erfahrungen sowohl in der Voltigier- und Reitpädagogik als auch dem Heilpädagogischen Reiten verfügen.

Aufbau

Die Kartei umfasst insgesamt 161 farbige Karteikarten zu verschiedenen Förderbereichen und eine Anleitung zur Nutzung der Kartei. Enthaltene Förderbereiche sind:

  1. Körperwahrnehmung
  2. Taktile Wahrnehmung
  3. Auditive Wahrnehmung
  4. Visuelle Wahrnehmung
  5. Visumotorik
  6. Verbale Kommunikation
  7. Merkfähigkeit
  8. Kreativität
  9. Partnerschaft/ Gruppenverhalten

Inhalt

Die ersten vier Karteikarten sind der Einführung in die Nutzung der Spielekartei gewidmet. Erläutert wird, dass die vorgestellten Spiele jeweils einem vorrangig berücksichtigten Förderbereich zugeordnet wurden, jedoch andere Bereiche auch tangiert werden. Zu Beginn jedes Förderbereiches wird in einer Übersicht dargestellt, welche weiteren Förderbereiche von dem vorgestellten Spielimpuls ebenfalls behandelt werden. Zudem wird auf die drei in der Legende erläuterten Übungsformen verwiesen, welche in der Spielekartei Berücksichtigung gefunden haben: Einzelübungen auf dem Pferd, Doppelübungen auf dem Pferd und Spiel oder Übungsformen, die nicht auf dem Pferd stattfinden. Bereits zu Beginn verweisen die Autorinnen darauf, dass die Spielekartei lediglich von ausgebildeten Reit- oder Voltigierpädagogen genutzt werden sollte, um die Übungen situations- und klientengerecht durchführen zu können. Zudem wird auf die spezielle Eignung des involvierten Pferdes als Basis für eine gefahrlose Durchführung verwiesen.

Anzahl der Karteikarten für die einzelnen Förderbereiche:

  • Körperwahrnehmung: 17 Spiele/Übungen
  • Taktile Wahrnehmung: 11 Spiele/Übungen
  • Auditive Wahrnehmung: 22 Spiele/Übungen
  • Visuelle Wahrnehmung: 14 Spiele/Übungen
  • Visumotorik: 26 Spiele/Übungen
  • Verbale Kommunikation: 10 Spiele/Übungen
  • Merkfähigkeit: 19 Spiele/Übungen
  • Kreativität: 7 Spiele/Übungen
  • Partnerschaft/ Gruppenverhalten: 16 Spiele/Übungen

Zu allen Spielen bzw. Übungen werden auf den Karteikarten die konkrete Durchführung sowie die benötigten Materialien vorgestellt. Eine Vielzahl der Karten enthalten zudem weitere Ausführungen zu Abwandlungsmöglichkeiten bzw. Erweiterungen der vorgestellten Übungen.

Diskussion

Die Handorfer Spielekartei bildet eine Ideensammlung für verschiedenste Aktionen auf dem Pferd und thematisch um das Pferd herum. Durch die Strukturierung der Kartei in neun Förderbereiche ist es für den Anwender sehr leicht, passende klientengerechte Ideen zu finden. Die farbliche Differenzierung der einzelnen Förderbereiche innerhalb der Kartei unterstützt diese anwenderfreundliche Strukturierung. Die Darstellung der Spielideen ist ausreichend, es werden die benötigten Materialien und mögliche Abwandlungen genannt und der konkrete Ablauf beschrieben. Wünschenswert wäre bei der Darstellung der Spielideen eine kurze theoretische Erläuterung, wie das jeweilige Spiel bestimmte Aspekte fördern möchte und worauf der durchführende Pädagoge dabei zu achten hat.

Positiv zu bemerken ist, dass der Kartei eine Schutzhülle beigelegt wurde, die mehrere Karteikarten fasst und diese somit im praktischen Einsatz vor den Einflüssen in der Reithalle schützt.

Fazit

Die Handorfer Spielekartei bildet eine umfassende Basis für die praktische Arbeit als Voltigier- und Reitpädagoge mit vielen Ideen und Anregungen für die Gestaltung der einzelnen Einheiten. Durch die Abwechslung der Übungsformen (Einzelübung und Partnerübungen auf dem Pferd aber auch Spiele ohne den direkten Bezug zum Tier) gelingt es, eine abwechslungsreiche Einheit zu gestalten. Positiv aufgefallen ist, dass sich der Großteil der Übungen in verschiedenen Settings (einzeln und in der Gruppe) durchführen lassen und die Spielekartei dadurch eine breite potentielle Nutzergruppe anspricht.

Die Spielekartei stellt somit für den praktizierenden Reit-und/oder Voltigierpädagogen eine wertvolle Arbeitshilfe für die Gestaltung individueller Fördereinheiten für die Klientel dar.


Rezensentin
Maike Beine
M.A. Soziale Arbeit, B.A. Kindheitspädagogik, Marte Meo Therapeutin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Praxisreferat an der Kath. Hochschule NRW, Abteilung Paderborn
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Zitiervorschlag
Maike Beine. Rezension vom 23.05.2017 zu: Barbara Ehring-Hüttemann, Hildegard Berger, Mechthild Everding-Kraß, Uschi Gohl, Sigrid Heermann: Handorfer Spielekartei für Voltigier- und Reitpädagogen. Ernst Reinhardt Verlag (München) 2016. 3., durchgesehene Auflage. ISBN 978-3-497-02631-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/22661.php, Datum des Zugriffs 21.08.2019.


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ISSN 2190-9245

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