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Carolin Ehlke, Senka Karic u.a.: Soziale Dienste und Glaubens­gemeinschaften

Cover Carolin Ehlke, Senka Karic, Christoph Muckelmann, Karin Böllert, Nina Oelkers u.a.: Soziale Dienste und Glaubensgemeinschaften. Eine Analyse regionaler Wohlfahrtserbringung. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2017. 311 Seiten. ISBN 978-3-7799-3672-5. D: 29,95 EUR, A: 30,80 EUR, CH: 40,10 sFr.
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Thema

Die vorliegende Publikation vermittelt, wie konfessionelle Träger sozialer Dienste heute in Deutschland etabliert und aktiv sind. Sie beschreibt Kooperationsformen und die Definitionsmacht von Glaubensgemeinschaften im Bereich der Wohlfahrtserbringung, wie sie sich historisch herausgebildet haben sowie aktuelle Veränderungs- bzw. Öffnungstendenzen der Macht- und Beziehungsstrukturen vor Ort.

Das Buch fasst die Ergebnisse eines Forschungsprojektes zusammen, das die Aktivitäten von Gemeinden und konfessionellen Trägern in drei Regionen, konkret der heterogenen „Großstadt“, der stark von nicht-religiösen Angeboten geprägten „Oststadt“ (ländlicher Raum neue Bundesländer) und der katholisch verwurzelten „Weststadt“ (ländlicher Raum alte Bundesländer) untersucht hat. Ausgangspunkt ist, dass die Anfänge der Wohlfahrtserbringung für Arme, Kranke und Bedürftige in Deutschland durch die Arbeit kirchlicher, diakonischer wie karitativer Einrichtungen und Vereine geprägt waren. Die historische Rolle der Gemeinden bzw. konfessionellen Träger für die Expansion, Definitionsmacht, aber auch alltagsnahe Ausrichtung sozialer Dienste ist unumstritten und hält sich bis heute. Im sozialpädagogischen Fachdiskurs spiegelt sich dieser Stellenwert der Glaubensgemeinschaften und des Religiösen aber nicht adäquat wieder und wurde bislang nicht systematisch untersucht. Hier setzt das Forschungsprojekt an. Zudem treten in den letzten Jahren zunehmend islamische Akteure in Erscheinung. Das Buch widmet sich dem Thema in einem Exkurs.

Die Studie insgesamt bezieht sich auf den Zeitraum kurz vor dem massenhaften Zustrom von Geflüchteten und Migranten nach Deutschland 2015/16.

Entstehungshintergrund

Die Autoren wirkten 2013–2016 in einem Verbundprojekt der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (Institut für Erziehungswissenschaft), Universität Vechta (Institut für Soziale Arbeit, Bildungs- und Sportwissenschaften) und der Stiftung Universität Hildesheim (Institut für Sozial- und Organisationspädagogik) zusammen, gefördert von der Deutschen Forschungsgesellschaft. Detailinformationen zum Projekt finden sich unter: www.sozial-glauben.de/soziale-dienste-und-glaubensgemeinschaften/.

Verbundkoordinatorin

Verbundkoordinatorin war Prof. Dr. Karin Böllert, Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik in Münster und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ). Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören u.a. die Theorieentwicklung der Sozialpädagogik im Kontext gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse sowie soziale Dienste und Glaubensgemeinschaften.

Aufbau

Das Buch setzt sich – nach einem kurzen Aufriss des Forschungsansatzes und Untersuchungsdesigns – ganz überwiegend mit der Beschreibung und Analyse der Wohlfahrtserbringung in drei Referenzregionen („Großstadt“, „Oststadt“, „Weststadt“) in Deutschland auseinander, denen jeweils eine Pfadabhängigkeit zuerkannt wird.

Die regionalen Portraits zeigen die jeweils präsenten glaubensgemeinschaftlichen Akteure, ihr Zusammenspiel innerhalb der Glaubensgemeinschaft, mit anderen Glaubensgemeinschaften und nicht-glaubensgemeinschaftlichen Stellen. Im Mittelpunkt stehen die großen christlichen Kirchen und Wohlfahrtsverbände. Die Veränderungen der gewachsenen Macht- und Beziehungsstrukturen werden – immer mit Bezug zur Wohlfahrtserbringung in der jeweiligen Region – näher beleuchtet.

Daran schließt sich ein Einblick in den Einfluss der Glaubensgemeinschaften als Arbeitgeber und Gestalter der regionalen Arbeitsmarkt- und Ausbildungsstrukturen an, der auf einer Online-Befragung von Fachkräften aus den drei Regionen beruht. Bei der Untersuchung zur Bedeutung des Religiösen im Allgemeinen und in den konfessionellen Ausbildungsstätten im Konkreten lösen sich die Autoren von der regionalen Einteilung wieder ab und formulieren im Ergebnis regionsübergreifende Thesen.

Es folgt ein Exkurs zur Rolle islamischer Glaubensgemeinschaften in der Wohlfahrtserbringung, beschränkt auf „Großstadt“. Den Abschluss bildet ein kurzer Ausblick auf die verbandsinterne und regionale Öffnung der etablierten (korporatistischen) Strukturen für neue Akteure und neue Adressatenkreise der sozialen Dienste in den Regionen.

Inhalt

Der einleitende Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen der Wissenschaftler/innen und erläutert die empirischen Zugänge über egozentrierte Netzwerkkarten, Expert/inneninterviews und eine Online-Befragung von Fachkräften. Die ausgewählten Untersuchungsregionen werden definiert: als multikulturelle Großstadt in den alten Bundesländern („Großstadt“), als Stadt im ländlichen Raum ohne religiöse oder wenn, dann protestantisch geprägte, Bindung in den neuen Bundesländern („Oststadt“) und als Stadt im ländlichen Raum mit überwiegend katholischer Bevölkerung in den alten Bundesländern („Weststadt“).

Im zweiten Abschnitt werden die Forschungsergebnisse zu den glaubensgemeinschaftlichen Akteuren in der Wohlfahrtserbringung jeweils für die einzelne Region dargestellt, beginnend mit „Großstadt“. Sie wird als religiös heterogen beschrieben, mit klarer Vorrangstellung der christlichen Wohlfahrtsverbände, die in bekannten und bewährten Strukturen als Erbringer sozialer Dienste wie auch sozialpolitische Akteure mit kommunalen Stellen zusammenwirken. Die beiden großen Kirchen übernehmen im Kontext der Wohlfahrtserbringung eher die Aufgabe der Gewinnung und Koordination von Ehrenamt und sind politisch aktiv. Jüdische Gemeinden und muslimische Vertreter treten zunehmend als Erbringer sozialer Dienste auf und wirken punktuell bzw. über informelle Angebote, die von dieser Studie allerdings nicht erfasst wurden. Die Kooperation der christlichen Wohlfahrtsverbände mit ihnen beschränkt sich weit gehend auf Einzelprojekte, obwohl eine Öffnung zum interreligiösen Zusammenwirken in der Stadtteil- oder sozialräumlichen Arbeit durchaus erwünscht sei. Treiber der Veränderung der Macht- und Beziehungsstrukturen in „Großstadt“ sind vor allem Änderungen der Bevölkerungsstruktur, Rationalisierung sozialer Dienstleistungen, erhöhter Koordinationsbedarf für das Ehrenamt und das Auftreten neuer Akteure im Sozialraum. Die Studie zeigt, das sich die korporatistischen christlichen Verbände an die neue Bedarfslage anpassen und ihre traditionell starke Stellung behaupten.

Im zweiten Kapitel folgt die Untersuchung der sozialen Dienste und Glaubensgemeinschaften in „Oststadt“. Die Bevölkerungsstruktur wird als vergleichsweise homogen beschrieben, mit einem hohen Anteil konfessionsloser Personen. Die Wohlfahrtserbringung von nicht-religiösen und religiösen Trägern teilt sich zu gleichen Teilen auf, wobei evangelische und diakonische Angebote das Gros ausmachen. Die konfessionellen Träger sind über die kommunalen Gremien eingebunden. Sie sind stärker auf die praktische soziale Arbeit bezogen als in „Großstadt“ und vorwiegend in der Suchthilfe, Schuldnerberatung und bei der Unterstützung von Menschen in besonderen Lebenslagen aktiv. Die Vernetzung zwischen den Glaubensgemeinschaften beschränkt sich vorrangig auf ökumenische Aktivitäten. Soweit nicht-religiöse und religiöse Träger kooperieren, betrifft das Angebote der offenen Kinder- und Jugendhilfe, Bildungsarbeit und Senior/innenarbeit. Nach der Wiedervereinigung zeigte sich wenig Dynamik im ostdeutschen Wohlfahrtssektor. Die Aufteilung der Aufgabenfelder und Zielgruppen und die gewachsene Vernetzung sorgen für relativ konkurrenzfreies Agieren und einen guten persönlichen Umgang der Akteure in „Oststadt“. Der größte Veränderungsdruck für die Macht- und Beziehungsstrukturen geht von der Ökonomisierung der Wohlfahrtserbringung und dem sinkenden Bedarf an einer religiösen Ausrichtung der Wohlfahrtserbringung aus. Folge ist, dass der evangelisch-christliche Etablierungspfad der glaubensgemeinschaftlichen Akteure in „Oststadt“ langsam „aufweicht“. Die Frage, ob der bisherige Einfluss durch Zusammenschlüsse mit anderen, neuen Akteuren oder durch eine weitere Spezialisierung gehalten werden kann, ist noch offen.

Im dritten Kapitel setzen sich die Wissenschaftler/innen mit der glaubensgemeinschaftlichen Wohlfahrtserbringung in „Weststadt“ auseinander. Auch hier ist die Bevölkerungsstruktur relativ homogen, insbesondere mit Blick auf familiale Lebensformen. Die beiden christlichen Kirchen spielen im Vergleich zu den christlichen Wohlfahrtsverbänden eine weniger starke Rolle. Dominierend in der glaubensgemeinschaftlichen Wohlfahrtserbringung ist der katholisch geprägte Caritasverband. Kooperationen finden vorwiegend innerhalb des Verbandes oder mit diakonischen Stellen statt. Die Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche erfolgt in erster Linie auch hier, um Ehrenamt zur Unterstützung der sozialen Angebote zu organisieren. Mit den politischen Vertreter/innen und der Diakonie vor Ort wird das Zusammenspiel als rege beschrieben, wobei die Kontakte oft informell sind und auf persönlicher Basis beruhen. Die Macht- und Beziehungsstrukturen geraten zunehmend unter Druck, da der Anteil der katholisch verwurzelten Bevölkerung abnimmt, neue Anbieter mehr Konkurrenz in der Region erzeugen und transparentere und stärker formalisierte Verfahren bei der Kooperation zwischen wohlfahrtsstaatlichen und öffentlichen Stellen Einzug halten. Das führt zum Einflussverlust der Caritas, schwächt aber insgesamt auch die Position nichtstaatlicher Akteure der Wohlfahrtserbringung gegenüber den öffentlichen Stellen und in den kommunalen Gremien.

Ergänzend zur Untersuchung der glaubensgemeinschaftlichen Akteure in den drei Erhebungsregionen wurden im Projektzeitraum 285 sozialpädagogische Fachkräfte online zu den Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen in konfessionellen und nicht-konfessionellen sozialen Einrichtungen befragt. Die Ergebnisse der nicht-repräsentativen Stichprobe sind im dritten Abschnitt des Buches zusammengefasst. Die befragten Fachkräfte haben zu ca. 80 % akademische Abschlüsse, drei von vier Befragten einen Abschluss im Bereich der Sozialen Arbeit. Die Fachkräfte verteilten sich zu je ungefähr einem Drittel auf konfessionelle, nicht-konfessionelle und öffentliche Arbeitgeber und stammten vorwiegend aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Eine Religionszugehörigkeit gaben in „Großstadt“ und „Weststadt“ ca. 80 % an, in „Oststadt“ nur 48 %. Da der Rücklauf aus den drei Erhebungsregionen unterschiedlich stark war, wurden die Ergebnisse weitgehend regionsübergreifend formuliert. Bei den konfessionellen Trägern spielt die Religiösität für die Mitarbeiter/innen laut Studie eine große Rolle. Ca. 93 % der Mitarbeiter/innen von konfessionellen Trägern sind einer Religionsgemeinschaft zugehörig und beschreiben die Werte, Haltung und Menschlichkeit, wie auch ein klareres Profil, welche durch die glaubensgemeinschaftliche Ausprägung erzeugt werden, als ansprechend. Gleiche Ergebnisse zeigt die Erhebung hinsichtlich der Rolle und Bewertung konfessioneller Ausbildungseinrichtungen.

Der letzten Abschnitt enthält einen Exkurs von Jonas Pfeiffer und Inga Selent zu Aktivitäten islamischer Glaubensgemeinschaften in der Wohlfahrtserbringung. Der Bereich ist wenig erforscht und wurde auf der Grundlage von sechs Interviews mit Vertreter/innen in leitender Position, zwei davon bei anerkannten Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, in „Großstadt“ untersucht. Das Kapitel gibt einen Überblick über das heterogene Akteursfeld. Moschee-Vereine und Cem-Häuser unterhalten soziale Angebote im Rahmen der Gemeindearbeit. Sie bieten Beratung, Seelsorge, gemeinsame Freizeitangebote für verschiedene Altersgruppen und Bildungsangebote, v.a. für Kinder und Jugendliche. Die Dienste sind vorwiegend für Mitglieder oder Besucher der Gemeinden attraktiv und wirken vergleichsweise schwach nach außen. Sie sind überwiegend ehrenamtlich organisiert, da persönliches Engagement die wichtigste verfügbare Ressource ist. Die Interviews zeigten, dass die Vernetzung mit anderen Akteuren umso höher ist, je institutionalisierter die Strukturen innerhalb der Glaubensgemeinschaft waren. Entsprechend hoch ist der Wunsch nach Professionalisierung, um die Gemeindearbeit auch zukünftig absichern zu können. Der Bedarf am Ausbau und Öffnung der Wohlfahrtserbringung der islamischen Institutionen wurde jedoch unterschiedlich stark formuliert.

Die Erkenntnisse aus der Projektarbeit münden am Ende des Buches in einen kurzen Ausblick. Ausgehend von den Beobachtungen zum historischen Entwicklungskontext der korporatistischen Wohlfahrtserbringung in den drei Referenzregionen geht es hier darum, wie sie sich – pfadabhängig – selbst reproduziert. Die Forscher/innen deuten die Ergebnisse der Untersuchung so, dass sich das Phänomen der Säkularisierung in der Wohlfahrtserbringung weniger stark auswirkt als in der Gemeindearbeit der Kirchen, da die traditionellen, korporatistischen Strukturen die Arbeit der konfessionellen Träger in gewisser Weise sichern. Der dennoch zunehmende Legitimationsdruck und der steigende Bedarf an sozialen Diensten führen gleichwohl zwangsläufig zur Öffnung der Wohlfahrtslandschaft für neue Anbieter und neue Adressatenkreise. In einem nächsten Schritt sollte die Reflexion darüber in der freien Wohlfahrtspflege, insbesondere bei den konfessionellen Trägern, erfolgen.

Diskussion

Die erhobenen Daten sind weitgehend nicht repräsentativ. Letztlich fällt auch die Ableitung der Weiterentwicklung der Wohlfahrtserbringung von den z.T. sehr detailliert beschriebenen und mit viel Aufwand untersuchten Entwicklungspfaden vergleichsweise knapp aus. Dennoch leistet das Buch einen bemerkenswerten Erkenntnisgewinn, gerade weil es in einem nur wenig erforschten Feld eine aktuelle Beschreibung der Akteure und Verhältnisse vor Ort liefert. Mehr noch, mittels der Expert/inneninterviews erhält der Leser Einblick in die Vorgeschichte, lokale Besonderheiten und Erwartungen an zukünftige Kooperationen vor Ort. Auch wenn die historisch starke Verlinkung zwischen den großen Kirchen und der Arbeit konfessioneller Träger deutlich abgenommen hat bzw. arbeitsteiliger geworden ist, zeigt gerade die Befragung der Expert/innen und Fachkräfte, dass die Konfessionszugehörigkeit und Religiosität der Nutzer/innen und der Mitarbeiter/innen nicht vernachlässigt werden kann.

Die gleiche Struktur der regionalen Portraits ermöglicht den Vergleich der Situation vor Ort auch für die/den Leser/in. Die Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel erleichtern den Überblick angesichts der unterschiedlichen Konstellationen in den Regionen und der Fülle von Beobachtungen. Sehr wertvoll für die weitere Untersuchung sozialer Dienste und Glaubensgemeinschaften dürften die an mehreren Stellen festgehaltenen Forschungsfragen sein, die sich im Rahmen des Projektes aufgetan haben, z.B. welche Rolle religiöse Überzeugungen für die eigene Arbeit spielen oder welche Rolle jüdische oder islamische Wohlfahrtserbringer inzwischen einnehmen. Insgesamt bietet die Studie einen sehr guten, und vor allem aktuellen, Einstieg in das Thema und einen ausgezeichneten Impuls, glaubensgemeinschaftliche Wohlfahrtserbringung in Theorie und Empirie der Sozialpädagogik adäquater zu beachten und zu bewerten.

Fazit

Die Publikation fasst die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Soziale Dienste und Glaubensgemeinschaften“ (2013-2016) zusammen, die mittels Netzwerkkarten, Experte/inneninterviews und einer Online-Befragung unter Fachkräften der sozialen Arbeit erhoben und analysiert wurden, ergänzt durch die Zusammenfassung des Forschungsstandes zur Wohlfahrtserbringung durch Glaubensgemeinschaften in Deutschland.

Die Untersuchung erfolgt anhand von drei Referenzregionen („Großstadt“, „Oststadt“, „Weststadt“). Für die Wohlfahrtserbringung wird regional jeweils ein (historischer) Entwicklungspfad aufgezeigt. Auf dieser Grundlage werden die aktuellen Veränderungen der Macht- und Beziehungsstrukturen in der Region beschrieben und untersucht. Das Hauptaugenmerk gilt den großen christlichen Glaubensgemeinschaften sowie ihren Wohlfahrtsverbänden. Durch einen Exkurs werden islamische Glaubensgemeinschaften in einer der drei Erhebungsregionen ergänzend mit einbezogen. An etlichen Stellen werden neue Forschungsfragen festgehalten, da das Thema in der sozialpädagogischen Fachlichkeit bisher eher randständig ist und wenig systematisch untersucht wurde. Die Erhebung der Daten erfolgte vor dem massenhaften Zustrom von Geflüchteten und Migrant/innen nach Deutschland 2015/2016.

Die Publikation leistet einen wertvollen Beitrag zum Thema soziale Dienste und Religion und gibt gleichzeitig einen sehr guten Impuls, glaubensgemeinschaftliche Wohlfahrtserbringung in Theorie und Empirie der Sozialpädagogik adäquater zu beachten und zu bewerten.


Rezensentin
Cornelia Markowski
Leiterin der Stabsstelle Internationales beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.
Homepage www.deutscher-verein.de
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Zitiervorschlag
Cornelia Markowski. Rezension vom 14.06.2018 zu: Carolin Ehlke, Senka Karic, Christoph Muckelmann, Karin Böllert, Nina Oelkers u.a.: Soziale Dienste und Glaubensgemeinschaften. Eine Analyse regionaler Wohlfahrtserbringung. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2017. ISBN 978-3-7799-3672-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/23027.php, Datum des Zugriffs 26.09.2018.


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