socialnet - Das Netz für die Sozialwirtschaft

Andreas Methner, Kerstin Popp u.a. (Hrsg.): Verhaltensprobleme in der Sekundarstufe

Cover Andreas Methner, Kerstin Popp, Barbara Seebach (Hrsg.): Verhaltensprobleme in der Sekundarstufe. Unterricht - Förderung - Intervention. Kohlhammer Verlag (Stuttgart) 2017. 373 Seiten. ISBN 978-3-17-030187-0. D: 42,00 EUR, A: 43,20 EUR, CH: 48,30 sFr.
Recherche bei DNB KVK GVK.

Besprochenes Werk kaufen
über socialnet Buchversand

über Shop des Verlags


Thema

Dieses Werk thematisiert den Unterricht in der Sekundarstufe, mit seiner Vielzahl an Anforderungen. Dabei wird auf theoretischer Ebene der fachliche Kontext dargestellt, um eine eigene Reflexion des Lesers zu ermöglichen. Darüber hinaus werden aus praktischer Sicht diverse Beispiele und Anregungen gegeben, welche die pädagogische Arbeit erleichtern können.

Herausgeber und Herausgeberinnen

  • Dr. Andreas Methner ist Förderpädagoge in Merseburg an der Schule am Südpark, wo er als Leiter der eigenständigen Abteilung der Ausgleichsklassen tätig ist.
  • Im Fachbereich Pädagogik lehrt und forscht Prof. Dr. Kerstin Popp im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung an der Universität Leipzig.
  • Dr. Barbara Seebach ist als Förderpädagogin an der Klinikschule in Leipzig tätig.

Aufbau

Dieses Buch besteht inhaltlich aus vier Teilen, dessen verschiedenen Kapitel von unterschiedlichen Autoren verfasst wurden. Dabei kommen in den ersten beiden Teilen namenhafte Wissenschaftler zu Wort. Die Toolbox hingegen wird von Praktikern gestaltet, welche sich zu ihrer pädagogischen Arbeit äußern.

Im ersten Teil werden die theoretischen Rahmungen für den Unterricht in der Sekundarstufe, bezogen auf Diagnostik, Intervention, Förderung sowie Trainingsprogrammen im Bereich der Verhaltensstörung dargestellt:

  • Einführung in die Problematik von Verhaltensstörung in der Sekundarstufe (Andreas Methner und Kerstin Popp)
  • Emotionale und soziale Kompetenzen – Entwicklungsrisiken und offene Fragen der Prävention (Michael Fingerle)
  • Die Normabhängigkeit des Lehrerurteils (Peter Jogschies)
  • Pädagogisch-psychologische Diagnostik – unverzichtbares Werkzeug für gelingende Lehr-und Erziehungstätigkeit aller Lehrkräfte (Ingrid Hesse und Brigitte Latzko)
  • Verlaufsdiagnostik bei Verhaltens- und Lernschwierigkeiten (Blanka Hartmann)
  • Lebensproblemzentrierung und Unterrichtsgestaltung (Manfred Wittrock und Heinrich Ricking)
  • Auf der Suche nach Sinn: Sinnzentrierte Arbeit mit Schülerinnen und Schülern im Kontext schulischer Erziehungshilfe (Ines Budnik)
  • Effektive Förderung zwischen Prävention und Intervention (Tatjana Leidig und Thomas Hennemann)
  • Schulbasierte Interventionen bei Verhaltensproblemen in der Sekundarstufe nach dem Response-to-Intervention-Ansatz (Yvonne Blumenthal, Bodo Hartke und Robert Vrban)

Im zweiten Teil des Buches werden die einzelnen Erscheinungsformen vorgestellt:

  • Einführende Worte zu den Erscheinungsformen von Verhaltensproblemen in der Sekundarstufe (Kerstin Popp und Andreas Methner)
  • Angst und sozial unsicheres Verhalten (Roland Stein)
  • Aggressives Verhalten (Clemens Hillenbrand und Conny Melzer)
  • Schulabsentismus, Motivation und Engagement in der Schule (Heinrich Ricking und Manfred Wittrock)
  • Die SehnSUCHT nach dem anderen Leben (Barbara Seebach)
  • Psychische Beeinträchtigungen im Kindes- und Jugendalter (Birgit Herz und Anett Platte)
  • »Einmal das Getriebe wechseln?« Warum didaktische Konzepte in der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen nur wenig helfen (David Zimmermann und Claudia Reinhardt)
  • Sprachliches Verhalten (Markus Spreer und Christian W. Glück)

Den dritten Teil dieses Buches bildet die „Toolbox“. Dort werden 44 Methoden vorgestellt, die von Pädagogen wie auch den Herausgebern erprobt wurden. Diese Methodiken bieten Handlungsalternativen für den Unterricht und dienen als Inspiration für das eigene Handeln.

Im vierten Teil werden die großen und kleinen Sorgen im Unterricht der Sekundarstufe, im Sinne eines Schlusswortes von Petra Koinzer dargestellt.

Zu Teil 1

Andreas Methner und Kerstin Popp geben Aufschluss über begriffliche Einordnung einer Definition von Verhaltensstörungen und stellen dies im Zusammenhang mit dem emotionalen Erleben und dem sozialen Handeln dar. Darüber hinaus geben sie an, dass durch die Interaktion und der persönlichen Wahrnehmung, ein Verhalten verschieden eingeordnet wird. Demnach sei in der jeweiligen Handlung immer ein subjektiv sinnvolles Verhalten zu sehen (vgl. S. 24). Bezogen auf den Umgang mit Verhaltensproblemen benennen sie unter anderem die Bedeutung der Prävention in Verbindung mit unterschiedlichen Alternativen der Unterrichtung.

Michael Fingerle thematisiert die psychologischen Konstrukte der Selbstregulation und der sozialen Kompetenzen. Neben deren Definitionen setzt er sich mit den Problemen der Förderung von sozial-emotionalen Kompetenzen auseinander und stellt in diesem Zusammenhang die Adaptivität von Förderansätzen sowie deren möglichen Probleme in Bezug auf Präventionsansätze.

In seinem Artikel befasst sich Peter Jogschies mit den Lehrerurteilen und dem in diesem Zusammenhang auftretenden Einfluss von Normen. Dabei gibt er neben der theoretischen Einordnung und Fokussierung der Lehrerrolle auch Bezüge zu Beurteilungen von Schülern an, welche im Kontext deren Verhaltens und der Leistung, einen von Normen beeinflussten Bestandteil pädagogischen Handelns darstellen.

Ingrid Hesse und Brigitte Latzko geben Auskunft über die pädagogisch-psychologische Diagnostik. Dabei werden Argumente für und wider einer Diagnostik vorgelegt, wenngleich als weiterer Schwerpunkt die wissenschaftliche pädagogisch-psychologische Diagnostik als unabdingbar dargestellt wird. Hier werden neben den Bedingungen und Standards, Informationen zu den verschiedenen Stellen und Prozessen diagnostischen Handelns auch Vorschläge für eine Koordination der diagnostischen Tätigkeit an Schulen gegeben.

Der Artikel von Blanka Hartmann stellt einen Zusammenhang zwischen Lern- und Verhaltensschwierigkeiten dar. Für eine adäquate Förderung und Planung der Lernprozesse wird von ihr die Verlaufsdiagnostik als Möglichkeit vorgestellt, die Aussagen über die Veränderung der emotionalen und sozialen sowie der Lernentwicklung ermöglicht. Neben dem CBM (curriculum-based measurement) im Bereich der Lernverlaufsdiagnostik wird das Leipziger Kompetenzscreening in der Lehrerversion thematisiert, mit dem Kompetenzen im Kontext sozial-emotionaler Entwicklung sowie Lern- und Arbeitsverhalten erfasst werden können.

Manfred Wittrock und Heinrich Ricking befassen sich mit der Lebensproblemzentrierung und im Bezug darauf, mit der Gestaltung von Unterrichtsprozessen. Sie zeigen die Relevanz von sechs Lebensproblemen und den Anspruch der Berücksichtigung dieser, für den Unterricht, um neben der Persönlichkeitsentwicklung unter anderem auch auf beruflich orientierende Tätigkeiten vorzubereiten.

Mit der sinnzentrierten Arbeit für Schüler im Bereich der schulischen Erziehungshilfe befasst sich Ines Budnik in ihrem Artikel. Hierbei legt sie die Logotherapie und Existenzanalyse von Viktor E. Frankl zu Grunde. Weiterhin werden diverse logotherapeutische Übungen vorgestellt, die im pädagogischen Kontext durchgeführt werden können. Konkrete Rahmenbedingungen sowie ein Durchführungsbeispiel geben zusätzliche Informationen über die praktische Arbeit zur sinnzentrierten Arbeit mit den Lernenden.

Tatjana Leidig und Thomas Hennemann beschäftigen sich mit der effektiven Förderung im Kontext zwischen Prävention und Intervention. Dabei stellen sie verschiedene Aspekte wie eine positive Schüler-Lehrer-Beziehung und einem qualitativ hochwertigen Unterricht in Bezug auf eine effektive Förderung heraus. Darüber hinaus wird zur präventiven Arbeit bei Verhaltensauffälligkeiten ein Mehrebenenansatz dargestellt, welcher im Rahmen eines inklusiven Settings durch vielerlei Aspekte ein bedeutendes Element für die Schulpraxis darstellt.

Yvonne Blumenthal, Bodo Hartke und Robert Vrban fokussieren den Response-to-Intervention-Ansatz, bezogen auf schulische Interventionen bei Verhaltensproblemen in der Sekundarstufe. Dabei wird die präventive Rahmung vorgestellt und Möglichkeiten der Umsetzung mittels verschiedenen Förderebenen dargestellt. Außerdem geben sie Auskunft über die datenbasierten Fördermöglichkeiten im Kontext von Verhaltensentwicklungen. Ferner präsentieren die Autoren ausführlich ein Material für Handlungsmöglichkeiten an der Sekundarstufe.

Zu Teil 2

Kerstin Popp und Andreas Methner geben eine kurze theoretische Rahmung der verschiedenen Erscheinungsformen von Verhaltensproblemen. Dabei wird eine mögliche Klassifizierung dargestellt.

Roland Stein setzt sich mit der Thematik Angst und sozial unsicherem Verhalten auseinander. Dabei stellt er unter anderem die theoretischen Konstrukte sowie Bedingungsfaktoren vor. Ferner werden die Prävention und die Intervention von situativen Bedingungen, wie auch bei der Arbeit mit dem Kind herausgearbeitet. Darüber hinaus stellt er ausführlich verschiedene Ansatzpunkte, versehen mit speziellen Zielen sowie Aspekten der praktischen Arbeit bei Angstproblematiken- und eine Checkliste zur Problembeurteilung vor.

Clemens Hillenbrand und Conny Melzer fokussieren in ihrem Artikel das aggressive Verhalten. Demnach nehmen sie zunächst eine Begriffsklärung vor, ehe die Formen und Entwicklungen aggressiver Verhaltensweisen dargestellt werden. Weiterhin gibt dieser Text einen Überblick zur Prävention, wie auch zur Intervention bei eben jenen Störungsbildern. Im praktischen Bereich wird bezüglich der Didaktik und Methodik das Classroom Management als Handlungsalternative herausgestellt. Die Autoren stellen am Schluss die Bedeutung von Ratingverfahren vor und geben hierfür beispielhafte Einblicke.

Der Artikel von Heinrich Ricking und Manfred Wittrock stellt die Thematik Schulabsentismus, Motivation und Engagement im schulischen Kontext heraus. Nach der theoretischen Einordnung wird die Form des Schulschwänzens schwerpunktartig vorgestellt und im Zusammenhang mit präventiven Handlungsalternativen sowie mit motivationstheoretischen Aspekten fokussiert. Verschiedene Bereiche präventiver Arbeit, wie die Förderung sozialer Einbindung werden von den Autoren ebenso beschrieben. Bezüglich der didaktisch-methodischen Arbeit werden Schwerpunkte dargestellt. Abschließend informiert der Text über alternative Möglichkeiten der Beschulung.

Barbara Seebach fokussiert in ihrem Artikel das Suchtverhalten der Heranwachsenden. Dabei ordnet sie diesen Begriff theoretisch ein und beschäftigt sich mit den persönlichen Gründen für das Konsumverhalten von Jugendlichen. Eine Einordnung der Substanzen und substanzunabhängiger Abhängigkeitsfaktoren wird von der Autorin ebenso herausgestellt wie mögliche Anzeichen im schulischen Kontext, samt Checkliste. Außerdem wird hier stark die Suchtprävention im unterrichtlichen Kontext fokussiert.

Mit psychischen Beeinträchtigungen im Kindes- und Jugendalter beschäftigen sich Birgit Herz und Anett Platte. Es werden neben begrifflichen auch klassifikatorische Äußerungen getätigt. Ein reales Beispiel verdeutlicht die theoretischen Angaben. Anhand dessen, wird ebenso ein Zusammenhang zu möglichen institutionellen Schwierigkeiten und Entwicklungen herausgestellt. Abschließend geben die Autoren Informationen zur professionellen Handlungskompetenz und den pädagogischen Rahmenbedingungen für einen gelingenden Dialog.

David Zimmermann und Claudia Reinhardt befassen sich mit dem Mehrwert didaktischer Konzepte in der Arbeit bei traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Eine theoretische Einordnung bildet die Grundlage dieses Artikels, bevor die Zusammenhänge der Traumapädagogik mit dem Förderbedarf emotionale und soziale Entwicklung hervorgehoben werden. Die Autoren befassen sich zudem mit den Erlebens- und Verhaltensmustern, welche traumatisierte Schüler zeigen. Die pädagogische Beziehungsarbeit wird im Bereich der Praxis besonders hervorgehoben, wenngleich auch didaktische Ideen hier Erwähnung finden. Abschließend wird in einem Ausblick nochmals die Bedeutung der Erfahrung für die Selbst- und Fremdwahrnehmung angesprochen und verdeutlicht.

Dem sprachlichen Verhalten widmen sich Markus Spreer und Christian W. Glück in ihrem Artikel. Die Autoren zeigen hierbei die Zusammenhänge zwischen sprachlichen und sozial-emotionalen Auffälligkeiten auf. Darüber hinaus fokussieren sie diverse didaktisch-methodische Möglichkeiten, mit welchen man den Sprachbarrieren begegnen kann. Dabei werden unter anderem der sprachheilpädagogische Unterricht, die Lehrersprache und sprachsensibler Fachunterricht genauer betrachtet. Weiterhin wird dem Leser eine Checkliste präsentiert, um die sprachlichen Anforderungen im Unterricht zu berücksichtigen, zu der beispielsweise die sprachsensible Aufarbeitung des Unterrichtsgegenstandes zugehörig ist.

Zu Teil 3

Andreas Methner und Kerstin Popp geben anfangs eine Einführung zum Umgang mit der Toolbox und erarbeiten einen Zusammenhang zum Handlungsmodell von Mutzeck (2011).

Bei der Vorstellung der einzelnen Methoden in der Toolbox werden von verschiedenen Praktikern jeweils die Aspekte:

  • Zielgruppe
  • Förderziele
  • Zeitlicher Aufwand
  • Materialien
  • Ablauf
  • Persönliche Voraussetzungen

angesprochen. Die Titel der 44 Toolboxes lauten:

  1. »Dialogische Erziehungskonzeption« nach Paolo Freire (Christiane Mettlau)
  2. Elternarbeit mittels WhatsApp (Andreas Methner)
  3. Spiegeln (Susanne Eßer)
  4. Schallplatte mit Sprung (Andreas Methner)
  5. Der Paradoxauftrag – sagen, wie es nicht sein sollte (Uwe Brönstrup)
  6. Das Gehör abschalten (Andreas Methner)
  7. Agenten (Andreas Methner)
  8. Quatsch-Bingo (Andreas Methner)
  9. Lärmprotokoll (Andreas Methner)
  10. Unerwünschtes Verhalten mithilfe des Erklärbären re?ektieren (Maik Kießling)
  11. Motivation durch Re?exivität (Annette Oettmeier)
  12. Wertschätzende Dialoge (Andreas Methner und Conny Melzer)
  13. Magic Circle (Ute Schnabel)
  14. Wir schauen genau – Arbeit mit Videofeedback (Andreas Methner)
  15. Soziale Anleitungen (Philipp Knorr)
  16. Spiel zur Verbesserung der Organisations- und Lernkompetenz 1 (Frauke Methner)
  17. Spiel zur Organisations- und Lernkompetenz 2 (Frauke Methner)
  18. Gutes-Benehmen-Bingo (Andreas Methner)
  19. Toolbox 19: Ich bin fertig! Was soll ich jetzt machen? (Anja Richter)
  20. Ringkampf nach olympischen Regeln (Petra Koinzer)
  21. Schau genau (Andreas Methner)
  22. Feedback-Fließband (Andreas Methner)
  23. Interventionskoffer (Andreas Methner)
  24. Störungskarte (Andreas Methner)
  25. Eiergeschichten (Susanne Büssow)
  26. Ein Weltgarten auf dem Fensterbrett (Michael Schlesier)
  27. Gestaffelte Auszeiten (Susanne Eßer)
  28. Jeder hat sein Wappen (Barbara Seebach)
  29. Genialer Wortkreis (Andreas Methner)
  30. Der große Ei-Fall (Hans Christian Karger)
  31. Lauf-Merkspiel (Hans Christian Karger)
  32. Die drei Musketiere bzw. die Fantastischen Vier (Michael Rogg)
  33. Differenzierung nach »Lerntypen« im Mathematikunterricht (Ute Rühling und Oliver Rybniker)
  34. Mitschüler aus dem Hut (Andreas Methner)
  35. Turmbau (Andreas Methner)
  36. Hindernisse auf dem Flugfeld (Andreas Methner)
  37. SMS (Andreas Methner)
  38. »Systemisch-konfrontatives Handeln« – angelehnt an Konfrontative Methode (Tobias Leonarczyk)
  39. Wiedergutmachung als eine Art der Kon?iktlösung (Stefanie Völs)
  40. Originelle Zusatzaufgaben bei Regelverstößen (Barbara Seebach)
  41. Kartenrückmeldung (Andreas Methner)
  42. Token-Programm (Andreas Methner)
  43. Kombiniertes Punktabzugs- und Token-Programm (Oliver Carnein)
  44. Tootling mit Gruppenkontingenzverfahren (Andreas Methner)

Zu Teil 4

Petra Koinzer stellt im Schlusswort die Sorgen im Unterricht für die Sekundarstufe aus ihrer Sicht vor. Dabei benennt sie primär verschiedene Schulentwicklungsprozesse, die vornehmlich das Bundesland Sachsen als Beispiel thematisieren.

Diskussion

Bereits der Aufbau lässt eine klare und logische Struktur erkennen. Dabei wird eine Fülle von Themen angesprochen, welche in Bezug auf Verhaltensprobleme in der Sekundarstufe elementar sind. So werden neben einer Einführung die Themen Diagnostik, Interventionsformen, Trainingsprogramme sowie Förderung aufgegriffen. Mit diesen gegebenen Basisinformationen werden die Herausgeber durchaus ihrer anfänglichen Intention gerecht, das persönliche Lehrerverhalten zu reflektieren und Anregungen für den eigenen Unterricht zu erhalten. Die Vorstellung der verschiedenen Erscheinungsformen geben einen detaillierten Überblick in die differenten Ausprägungen von Verhaltensstörungen.

Dieses Buch kann somit neben Studierenden und ReferendarInnen auch etablierten Lehrkräften helfen, didaktische Ansätze auf ihre Fächer zu beziehen und methodische Anregungen zu erhalten. Hierbei sei vor allem der dritte Teil des Buches hervorzuheben, der diverse Möglichkeiten und Methoden der Unterrichtspraxis in dieser Schulform vorstellt.

Fazit

Das Buch „Verhaltensprobleme in der Sekundarstufe“ ermöglicht einen guten theoretischen Überblick über verschiedene Schwerpunkte pädagogischer Arbeit. Außerdem werden die Erscheinungsformen auffälligen Verhaltens vorgestellt, bereits versehen mit didaktischen sowie methodischen Hinweise für die unterrichtliche Praxis. Die Toolbox bietet durch die Vorstellung verschiedener Methoden, zusätzlich diverse Handlungsbeispiele und Alternativen, die sich für die praktische Arbeit eignen. Grundsätzlich stellt dieses Werk, durch seine Vielzahl an Informationen und praktischen Hinweisen sowie Methoden, eine gute Orientierung für die Sekundarstufe dar. Folglich kann es als hilfreiches Instrument für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit Auffälligkeiten in der emotionalen und sozialen Entwicklung gesehen werden.


Rezensent
Chris Helemann
E-Mail Mailformular


Alle 1 Rezensionen von Chris Helemann anzeigen.

Besprochenes Werk kaufen
Sie fördern den Rezensionsdienst, wenn Sie diesen Titel – in Deutschland versandkostenfrei – über den socialnet Buchversand bestellen.


Zitiervorschlag
Chris Helemann. Rezension vom 12.09.2017 zu: Andreas Methner, Kerstin Popp, Barbara Seebach (Hrsg.): Verhaltensprobleme in der Sekundarstufe. Unterricht - Förderung - Intervention. Kohlhammer Verlag (Stuttgart) 2017. ISBN 978-3-17-030187-0. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/23167.php, Datum des Zugriffs 23.10.2017.


Urheberrecht
Diese Rezension ist, wie alle anderen Inhalte bei socialnet, urheberrechtlich geschützt. Falls Sie Interesse an einer Nutzung haben, treffen Sie bitte vorher eine Vereinbarung mit uns. Gerne steht Ihnen die Redaktion der Rezensionen für weitere Fragen und Absprachen zur Verfügung.


socialnet Rezensionen durch Spenden unterstützen
Sie finden diese und andere Rezensionen für Ihre Arbeit hilfreich? Dann helfen Sie uns bitte mit einer Spende, die socialnet Rezensionen weiter auszubauen: Spenden Sie steuerlich absetzbar an unseren Partner Förderverein Fachinformation Sozialwesen e.V. mit dem Stichwort Rezensionen!

Zur Rezensionsübersicht

Hilfe & Kontakt Details
Hinweise für

Bitte lesen Sie die Hinweise, bevor Sie Kontakt zur Redaktion der Rezensionen aufnehmen.
rezensionen@socialnet.de

Newsletter bestellen

Immer über neue Rezensionen informiert.

Newsletter

Schon 13 000 Fach- und Führungskräfte informieren sich monatlich mit unserem kostenlosen Newsletter über Entwicklungen in der Sozialwirtschaft

Gehören Sie auch schon dazu?

Ansonsten jetzt für den Newsletter anmelden!