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Ueli Merten, Peter Zängl (Hrsg.): Ethik und Moral in der Sozialen Arbeit

Cover Ueli Merten, Peter Zängl (Hrsg.): Ethik und Moral in der Sozialen Arbeit. Wirkungsorientiert - kontextbezogen - habitusbildend. Verlag Barbara Budrich (Opladen, Berlin, Toronto) 2016. 373 Seiten. ISBN 978-3-8474-0781-2. D: 29,90 EUR, A: 30,80 EUR.
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Herausgeber

Ueli Merten und Peter Zängl sind Professoren an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW Basel/ Olten, Schweiz

Thema

Eine verbindliche Professionsethik ist für Professionen konstitutiv. Da sie eine relative Autonomie gegenüber ökonomischer und administrativer Kontrolle benötigen, müssen sie an eine spezielle Professionsethik gebunden sein, die universell ist, aber nur für die Profession gilt. Nach Parsons (1958) ist der Patient aufgrund der Verbindung von Hilflosigkeit, Mangel an fachlicher Kompetenz und Störung des emotionalen Gleichgewichts in besonderem Maße ausnutzbar. Man könne sagen, dass die Ausnutzung eines hilflosen Patienten in unserer Gesellschaft als moralisch besonders verwerflich angesehen werde. Eine vergleichbare Begründung kann man auch für die Soziale Arbeit formulieren. Eine weiterer Begründung ist, dass nur Professionelle die fachliche Qualität der Dienstleistung kompetent beurteilen können. Eine Operation kann zum Beispiel für eine Krankenhaus lukrativ sein, aber andere Maßnahmen können im Einzelfall aus medizinischer Sicht eher indiziert sein. „Eine Selbstbindung der Berufsgruppe an einen Ethikkodex ist eine notwendige Voraussetzung für eine Professionalisierung“ (Wolfgang Klug, zitiert nach Merten/Zängl in diesem Band S. 11) Daran schließt sich die Frage an, welches die verbindlichen Normen und Werte sind. Kunz bezeichnet im Vorwort des Bandes Menschenwürde, selbstbestimmte Lebensgestaltung und sozialer Gerechtigkeit als zentrale Werte ( S. 8) Professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit, das nicht diesen Werten dient oder sogar gegen diese Werte verstößt, wäre dann unmoralisch.

Im Editorial führen Ueli Merten und Peter Zängl in das Thema ein. Behandelt werden einzelne Begriffe wie deskriptive und normative Ethik und professioneller Habitus. Eine Problematik wird in der Definition der International Federation of Social Worker deutlich: „Soziale Arbeit fördert als Profession und wissenschaftliche Disziplin gesellschaftliche Veränderungen und Entwicklungen, den Zusammenhalt und die Ermächtigung und Befreiung des Menschen“ (S. 16) Eine solche Sozialarbeit der Befreiung wäre so brisant wie die Theologie der Befreiung. Sie dürfte sich auch schwer in berufspraktisches Handeln umsetzen lassen, da dieses häufig in gesellschaftliche Organisationen, die spezifische Ziele und Interessen haben, geschieht.

Aufbau

Der Band ist in zwei Abschnitte gegliedert.

  1. Nach einem Beitrag von Bruno Keller folgt der Abschnitt mit sieben Beiträgen zur Ethik in der Sozialen Arbeit.
  2. Dann folgt ein Abschnitt mit zehn Beiträgen zu Ethik in einzelnen Handlungsfeldern

Bruno Keller skizziert in seinem Beitrag philosophische Begriffe und Theorien zu Ethik und Moral, die eine Grundlage für die Ethikdiskussion in der Sozialen Arbeit sein können. Eingegangen wird u.a. auf Kant und Habermas.

Zum 1. Abschnitt

(Ethik und Moral in ihrer Bedeutung für die Disziplin und Profession)

Wolf Rainer Wendt behandelt in seinem Beitrag die Ethik von Individuen und kollektive Ethik von Gruppen und sozialen Milieus. Dieses Thema ist für die Soziale Arbeit bedeutsam, wenn es um die Ethik von einzelnen Klienten oder Klientinnen und der kollektiven Ethik der Milieus und sozialen Welten dieser Klientinnen und Klienten geht. Auch die Berufsethik der sozialen Berufe wird kurz behandelt. Eingegangen wird dabei auf die „advokatorischen Ethik“ nach Brumlik ( S. 57) und das Ethos des Engagements in den sozialen Berufen und der ehrenamtlichen Arbeit. Nach Meinung des Rezensenten wäre es sinnvoll, hier die berufliche Sozialisation in der sozialen Arbeit zu untersuchen. Wie verändert sich die Ethik bzw. moralische Grundeinstellung der Studienanfänger in der theoretischen und praktischen Ausbildung und durch die Praxiserfahrung in unterschiedlichen Arbeitsfeldern und wird sie Bestandteil des Habitus?

Stéphane Beuchat zitiert nach einer kurzen Einleitung den Berufskodex der Avenir Social – soziale Arbeit Schweiz. Der Rezensent sieht hier ein Problem bei der Umsetzung des dreifachen Mandats. Die Diskriminierung sozialer Gruppen in einer Gesellschaft geschieht häufig nicht zufällig, sie ist vielmehr häufiger beabsichtigt oder aber wird billigend in Kauf genommen. Ein Beispiel hierfür ist Armut und Arbeitslosigkeit. Damit wendet sich das dritte Mandat gegen das erste ( vgl. S. 67) Es wird auch nicht reichen, zwischen beiden Mandaten einen Kompromiss auszuhandeln, etwa ein bisschen weniger Diskriminierung. Eine weitere Frage ist, wie weit das politische Mandat einer Profession reicht. Eine Profession kann und sollte sich gegen Strukturen, zum Beispiel im Gesundheitswesen, wenden, die professionelles Handeln entsprechend der eigenen Berufsethik erschweren oder verhindern. Schwieriger aber wird es, wenn es um Diskriminierung von Gruppen geht. Möglich ist die Aufklärung der Betroffenen über gesellschaftliche Ursachen ihrer Probleme ( s. S. 70), was aber einen Konsens in der Profession darüber voraussetzt [1]. Die Ermächtigung könnte die Widerstandsfähigkeit der Betroffene auch gegen gesellschaftliche Organisationen und die Position der betroffenen Gruppen in der politischen Auseinandersetzung stärken. Aber die politische Auseinandersetzung selbst können die Betroffenen nicht den Professionen überlassen.

Eine Alternative zu dem Berufskodex des Avenir Social in der Schweiz ist der Vorschlag von Silke Müller-Hermann und Roland Becker-Lenz in dem anschließenden Beitrag. Der Autor und die Autorin gehen von der Professionalisierungstheorie von Oevermann (1996) aus. Die Sozialarbeit betrachten sie als „professionalisierungsbedürftig“ ( vgl. Oevermann 1996). Wichtig in dieser Theorie von Oevermann ist der Begriff des professionellen Habitus zu dem auch ein verinnerlichtes Berufsethos gehört ( S. 79). Der Vorschlag der Autorin und des Autors wird in fünf Thesen formuliert. ( S. 82/83) Wichtig sind die Begriffe Autonomie, Integrität, Mitwirkung der Klienten, Gemeinwohlbezug und Berücksichtigung wissenschaftliche Erkenntnisse. Ähnlichkeiten mit therapeutischen Professionen aber auch zur Struktur von Erziehung werden deutlich. Dieser Vorschlag ist spezifischer und weniger komplex als der des Avenier Social Soziale Arbeit Schweiz. Ein Problem sieht der Rezensent in der Habitualisierung, die eine Sozialisation in eine bereits professionalisierte relativ autonome Praxis voraussetzt. Dann aber wäre eine Verinnerlichung eher zu erwarten.

In dem Beitrag von Daniel Gredig geht es um einen akzeptierenden respektvollen und bestärkenden Umgang mit Diversität in der Ausbildung zur Sozialen Arbeit. Die Hochschule Nordwest-Schweiz hat hierzu ein Papier erstellt, das in dem Beitrag zitiert und kommentiert wird. Ein Problem sieht der Rezensent in der Bestimmung von Diversität. Der Autor weist auch daraufhin, dass Pluralität nicht immer Ausdruck von Selbstverwirklichung ist, sondern auch eine Form von Lebensbewältigung sein kann (S. 88). Ein Obdachlosenmilieu kann vielleicht von Einzelnen freiwillig gewählt werden, häufig wird es aber auch als eine Möglichkeit genutzt unter der Bedingung von Armut und Wohnungslosigkeit das eigene Leben zu bewältigen und soziale Beziehungen einzugehen. Unterschiedliche sexuelle Orientierungen oder Konfessionen werden heute vielleicht mehrheitlich akzeptiert. Aber Drogenszenen, salafistische Moscheen oder Jugendzentren, die vorwiegend von rechtsradikalen Jugendlichen besucht werden, gehören auch zur Diversität. Armut, zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit, führt auch zu mehr Diversität.

Ethische Reflexionsweisen in der sozialen Arbeit ist das Thema des Beitrags von Stefan Armenti. Der Autor beginnt mit einer Skizze und Diskussion von Begriffen und Theorien allgemeiner Ethik. Hier gibt es einige Überscheidungen zum Beitrag von Keller im selben Band. Behandelt werden u.a. normative Ethik, deskriptive Ethik, Metaethik und allgemeine Ethik und angewandte Ethik/Bereichsethik. Anschließend geht der Autor auf die kontroverse Diskussion zur Ethik in der Sozialen Arbeit ein. Begonnen wird mit der Kontroverse über die Notwendigkeit einer spezifischen Bereichsethik. Es folgt eine Darstellung normativer Ethikkonzeptionen, die sich vor allem auf allgemeine Ethikkonzepte beziehen und der Ansätze auf der Basis von Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit ein Ethikkonzept zu entwickeln. Der Autor selbst plädiert dafür, ethische Leitprinzipien in engem Zusammenhang mit den strukturlogischen Aufgaben der Profession zu entwickeln. Unabdingbar sei, dass diese Leitprinzipien als Bestandteil des professionellen Habitus verinnerlicht würden.

Beat Schmocker bezeichnet seinen Beitrag als „Versuch über die Prinzipien der Sozialen Arbeit“. Die Prinzipien selbst seien noch nicht bestimmt (s. S. 139/140) Er beginnt mit dem Gegenstandswissen. Ausgangspunkt ist die internationale IFSW/IASSW- Definition der Sozialen Arbeit. Diese Definition zielt sowohl auf gesellschaftliche Veränderungen als auf die Befähigung einzelner Menschen und Gruppen. Eingegangen wird dann auf das Menschenbild, das Gesellschaftsbild, das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft und auf den Begriff „soziale Probleme“. Nach Ansicht des Rezensenten ist das Abstraktionsniveau der Darstellungen zu hoch, um als Grundlage für Veränderungen einer konkreten Gesellschaft und von Individuen oder als Problembezug einer Profession zu dienen. Dies gilt auch für den moralischen Bezug auf das „Wohlergehen anderer Menschen“. Die Darstellungen werden mit Abbildungen veranschaulicht. Eingegangen wird auf das dreifache Mandat, wobei das dritte Mandat die erste Priorität habe. Offen bleibt, wie dies konkret umsetzbar ist. So haben zum Beispiel in Deutschland einige soziale Organisationen die Aufgabe, eine bestimmte Wirtschafts- und Sozialpolitik nach dem SGB II durchzusetzen, aber nicht dem Wohlergehen aller Menschen zu dienen. Im zweiten Kapitel seines Beitrags behandelt der Autor moralphilosophische Grundbegriffe und Konzepte auf der Grundlage einer allgemeinen Ethik. Eingegangen wird auf den idealistischen Liberalismus und den sozialistischen Humanismus als Konzepte, auf Werte in demokratischen Gesellschaften, auf Menschenwürde und Menschenrechte und den Ort des Sozialen. Es folgen berufsethische Überlegungen zu einer Wertelehre der Sozialen Arbeit. Der Rezensent sieht hier drei Probleme. Zum einen verbleiben viele Darstellungen auf einem hohem Abstraktionsniveau. Erst durch eine Konkretisierung auf einzelne Praxen würden sie auch praktisch bedeutsam. Zweitens sind viele Aspekte nicht spezifisch für die soziale Arbeit, sondern betreffen alle Menschen (z.B. Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit). Drittens stellt sich die Frage, inwieweit eine Profession gesellschaftliche Strukturen verändern kann und dazu legitimiert ist. Als wissenschaftliche Disziplin Soziale Arbeit darf sie solche Strukturen kritisieren. Entschieden aber wird politisch, wobei auch die Machtfrage bedeutsam ist.

Sonja Hug behandelt in ihrem ersten Beitrag das Thema Menschenwürde als Bezugspunkt in der Sozialen Arbeit. Eingegangen wird auf die Begriffe kontingente und inhärente Menschenwürde. Als drei Begründungen wird auf wird auf Autonomie und Würde, Menschenwürde und Selbstachtung und auf die Verletzlichkeit und Empfindsamkeit der Menschen eingegangen. Ein Problem bei diesem Thema ist aus Sicht des Rezensenten, dass Menschenwürde ein unbestimmter Begriff ist, der je nach Einzelfall und Situation ausgelegt werden muss. Behandelt wird auch das Thema Menschenwürde in Organisationen. U.a. wird vom Autor die Frage gestellt: „Kann die schwer traumatisierte Klientin einen Arbeitsversuch ablehnen, weil Lärm an der Arbeitsstelle sie zu sehr belastet, oder wird sie dann mit einer Sanktion belegt oder zu einem Versuch gezwungen, der zum Scheitern verurteilt ist.“ (S. 181). Hier wird noch ein anderes professionelles Problem deutlich. Maßnahmen, die nicht indiziert oder sogar kontra-indiziert sind, sind ein Kunstfehler. Das Ziel, nämlich die nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt wird wahrscheinlich nicht erreicht, die Schäden der Maßnahme werden aber wahrscheinlich eintreten. Nach der Logik der Organisation werden alle Arbeitslosen, die formal erwerbstätig sind, gleich behandelt. Auch hat die Arbeitsverwaltung eine andere Hierarchie von Zielen als die Soziale Arbeit. Das steht aber manchmal im Widerspruch zur Professionsethik von Professionen.

Zum 2. Abschnitt

(Ethik und Moral in der Bedeutung für ihre Handlungsfelder)

Behandelt wird in diesem Abschnitt Ethik in vier Handlungsfeldern, bei der Anwendung einzelner Methoden und in der Sozialpolitik

Um ethische Aspekte von Kooperation und Partizipation geht es in dem Beitrag von Ueli Merten. Zunächst wird das Thema Kooperation behandelt. Auf Anlässe und Wirkungsziele von Kooperation, die Definition von Kooperation, Gestaltungs- und Leitprinzipien und Voraussetzungen von Kooperation wird eingegangen. Schwierig dürfte in Einzelfällen die Arbeitsplanung sein, wenn es um eine Lebenspraxis mit offener Zukunft geht. So lässt sich zum Beispiel im Hilfeplanprozess die Entwicklung einer Familie schwer vorhersehen. Eine Scheidung könnte vieles ändern. Eingegangen wird auch auf die Konflikthaftigkeit von Kooperation. Es folgt eine Diskussion von Normen und Werten in der Kooperation, dem Menschenbild und der Grundhaltung. Das Leitbild der Partizipation wird in Kapitel 5 behandelt. Eine Frage wäre hier die Einbeziehung der Klientinnen und Klienten in die Kooperation selbst bei unterschiedlichen Klienten. Kinder könnten Entscheidungsprozesse zum Beispiel auch überfordern. Andererseits könnte das Kooperationsnetzwerk gegenüber den Klienten übermächtig werden. In Kapitel 6 wird die Wirksamkeitsorientierung behandelt. Gefordert werde von Schweitzer, dass Kooperation lohnenswert sein müsse. Nach Ansicht des Rezensenten müsste aus professioneller Sicht hier eine Verringerung des Leidens und/oder mehr Autonomie der Lebenspraxis im Vordergrund stehen. Dies wird schwer zu bestimmen sein. Die Kooperation hat auch Kosten, u.a. Arbeitszeit, die zum Beispiel auch für die direkte Arbeit mit Klienten verwendet werden könnte. Was besser sein könnte, wäre im Einzelfall zu entscheiden, zu evaluieren und ggf. zu korrigieren. In Kapitel 7 wird ein Abwägungs- und Beurteilungsmodell vorgeschlagen. Wünschenswert wäre ein Bezug zu einem Praxisfeld (zum Beispiel Fegert/Schrapper 2004)

Psycho-soziale Beratung ist kein Handlungsfeld sondern eine multi-professionelle Diskursform in dem Sinne, dass sie von Ärzten, Psychotherapeuten, Juristen, Sozialarbeiterinnen und anderen Berufsangehörigen durchgeführt wird. Wolfgang Widulle behandelt das Thema Ethik und Beratung in der sozialen Arbeit. Grundbegriffe und Werte werden zunächst allgemein und dann bezogen auf drei Beratungsansätze behandelt. Auf Besonderheiten der Ethik der Beratung in der sozialen Arbeit wird eingegangen, wobei auch das Thema Beratung in Zwangskontexten (S. 230/231) behandelt wird. Für einige Fachleute ist die Freiwilligkeit zwingend erforderlich, andere lehnen diese Position ab und halten Beratungen in Zwangskontexten für möglich. Der Rezensent ist der Meinung, dass der Beratungsbegriff klarer definiert werden sollte. Bei einer „Beratung zwischen Tür und Angel“ ( S. 215) scheint es sich eher um eine alltägliche Beratung oder auch Belehrung (vgl. Klepper 1989) zu handelt, die man von einer Beratung als institutionellen Diskurs (vgl. z.B. Bergmann u.a. 1998) unterscheiden muss. Was die Regeln und Methoden sind, die spezielle Diskursform ausmachen und wie sie sich von anderen Diskursformen wie Therapie, Unterweisung, Case-Management oder sozialpädagogische Familienhilfe unterscheidet, sollte deutlicher gemacht werden. Auf Dilemmata und Paradoxien in der Beratung könnte noch eingegangen werden: zum Beispiel auf das „Adressatendilemma“ (vgl. Riemann 2000), wenn mehrere Personen involviert sind, oder auf die Gefahr des Klientenverrats in Zwangskontexten.

Beat Schmocker behandelt in seinem Beitrag „Kompetenzen des prinzipiengeleiteten Argumentierens in der sozialen Arbeit“. Aus konversationsanalytischer Sicht gehört die Argumentation zunächst zur alltäglichen Kommunikation. Jedes normal kompetente und erwachsene Mitglied einer Gesellschaft kann argumentieren. Die Kompetenzen sind habitualisiert. Gemeint ist hier aber ein institutioneller Diskurs (vgl. z.B. Böhringer u.a. 2012, S. 24 – 27), nämlich die „kollegiale berufsethische Beratung“. Es geht um einer Methode der Selbstreflexion in der Sozialen Arbeit. Der Beitrag des Autors ist normativ und programmatisch. Dargestellt werden Ziele, Gebote, Regeln und Voraussetzungen dieser Methode.

Die pädagogische Arbeit mit schwerstbehinderten und mehrfachbehinderten Menschen liegt an der Schnittstelle zwischen Heilpädagogik, Sonderpädagogik und Sozialarbeit. So sind zum Beispiel in Deutschland nur die psychisch behinderten Kinder und Jugendlichen nach § 35 a SGB VIII in die Jugendhilfe einbezogen. Dorothea Lange und Christina Knobel behandeln in ihrem Beitrag ethische Aspekte im Kontext von Behinderung und Beeinträchtigung. Auf die Begriffe Beeinträchtigung, Behinderung und Entwicklungsbeeinträchtigungen wird eingegangen. Behandelt wird die ethische Diskussion um die Frage, inwieweit die Zielgruppe in allgemeine Ethikkonzepte eingeschlossen sind. Weitere Themen sind inhärente und kontingente Menschenwürde und ihre Bedeutung für das professionelle Handeln und das Konzept der kooperativen Pädagogik

Luiza Jurt und Christopher Roulin reflektieren in Beitrag ethische Aspekte der Betreuung und Begleitung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. Dieses Handlungsfeld ist aus professionsethischer Sicht besonders interessant, weil verschiedene Paradoxien oder „widersprüchliche Einheiten“ ( Oevermann 1996) relevant werden. Da die minderjährigen Flüchtlinge von den leiblichen Eltern getrennt leben, geht es um eine Ethik der öffentlichen Ersatzerziehung. Fachkräfte müssen in einer Berufsrolle Aufgaben übernehmen, für die ansonsten Familien zuständig sind (diffuse Sozialbeziehungen, Unkündbarkeit etc.). Die Interaktionspraxis ist folgenreich für den noch offenen Bildungsprozess (vgl. Oevermann 1996, S. 146 ff.). Die Zöglinge sind noch nicht voll autonom handlungsfähig, sollen aber durch Erziehung zu autonomen Handeln befähigt werden. Erziehung ist immer mit Macht verbunden (.z.B. Aufenthaltsbestimmungsrecht), aber auch Mitsprache und Beteiligung sind erforderlich. Gleichzeitig ist den Erzieherinnen häufig die Herkunftskultur ihrer Zöglinge fremd. Die Kündbarkeit der Beziehung ist gegeben durch Personalwechsel, aber auch durch die Ablehnung des Asylantrags. Die Daten stammen aus einer Studie, die in einem Wohnheim durchgeführt wurden. Befragt wurden Fachpersonen und zwölf ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner. Die Interpretation und Reflexion erfolgt anhand der Begriffe Hilfsbedürftigkeit, Vertrauen und Partizipation.

Anhand von ethischen Begriffen und Theorien diskutiert Felix Wettstein in seinem Beitrag Wertorientierungen in der Gesundheitsförderung und Prävention. Behandelt werden u.a. Autonomie und Fürsorge, Rechtsgleichheit, Leistungsgerechtigkeit und Bedarfsgerechtigkeit In der Gesundheitsförderung und Prävention sind neben Lehrern, außerschulisch arbeitende Pädagogen und Ärzten auch Fachkräfte der sozialen Arbeit tätig. Die Argumentation des Autors bleibt primär auf der Ebene allgemeiner Begründungen. Wichtig wären auch die konkreten beruflichen Handlungen und Settings. Zum Beispiel kann man zwar über den Wert allgemeiner Warnungen vor Alkoholmissbrauch und Tabakkonsum streiten, weil dies bereits zum Allgemeinwissen gehört. Aber der Eingriff in die Autonomie bleibt gering. Anders kann dies sein bei der Überwachung junger Eltern, wenn keine Anhaltspunkte für Erziehungsdefizite vorliegen (vgl. z.B. Hildenbrand 2014 a, 2014b). Es gibt eine Vielzahl von potenziell gesundheitsbeeinträchtigen Einflüssen ( z.B. Extremsportarten, Stress bei der Arbeit, Armut) Die Prävention scheint aber nur bestimmte Einflüsse zu fokussieren

Sonja Hug behandelt in ihrem Beitrag ethische Fragen in der klinischen Sozialarbeit. Behandelt werden verschiedene Themen wie medizinische Ethik, Krankheit, Gesundheit biopsychosoziales Menschenbild, Entscheidungsautonomie und stellvertretenden Entscheidungen. Für den Rezensenten stellt sich die Frage, inwieweit die Sozialarbeit im Gesundheitswesen überhaupt einen eigenständige Berufskodex neben denen der Medizin und Pflege benötigt. Ein Krankheitsmodell, das psychische und soziale Einflüsse einbezieht, wird auch der Medizin in Abgrenzung zu einem rein biologischen Verständnis seit Jahrzehnten vertreten. Die Arbeit von Ärzten, Krankenschwestern, Sozialarbeiterinnen und Psychologen überschneidet sich häufig. Wünschenswert wäre auch ein stärkerer Bezug zur Praxis. Umfassende Sozialarbeit in Klinik wird sich eher auf bestimmten Patientengruppen (z.B. Onkologie, Geriatrie, Psychiatrie, Palliativmedizin) konzentrieren, in anderen Fällen wäre es eher eine Bevormundung der Lebenspraxis. Auch ist in vielen Fällen der Klinikaufenthalt relativ kurz, so dass wenig Zeit für ein längeres Arbeitsbündnis ist. Ein weiteres Arbeitsfeld ist das Entlassungsmanagement im Interesse der Klinik. Es kann sich die Frage stellen wo das Gesundheitssystem ( zum Beispiel durch Fallpauschalen in Deutschland) moralischen Handeln nach dem Berufskodex erschwert ( vgl. hierzu z, B. Borasio 2014: 161 ff.).

Jeremias Amstutz behandelt das Thema Ethik und Moral im Case-Management. Nach einer kurzen Skizze zu Grundzügen im Case-Management wird u.a. auf ein Papier der Deutschen Gesellschaft für Care und Case-Management zur Ethik eingegangen und Themen wie Autonomie, Toleranz und Nachhaltigkeit behandelt. Es folgt ein kurzer Abschnitt zur Ethik in der Praxis wobei auf einen Dokumentarfilm eingegangen wird. Nach Ansicht des Rezensenten wäre ein stärkere Einbeziehung von einzelnen Handlungsfeldern wünschenswert gewesen, zum Beispiel im Feld der Hilfen zur Erziehung (vgl. Messmer 2004, Müller 2016 S. 120 ff.) oder in Jobcentern in Deutschland( vgl. Böhringer u.a. 2012, Müller 2016, S. 170 ff.)

Durch die Ökonomisierung des Gesundheitswesens in Deutschland sind Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter auch in profitorientierten Organisationen tätig. Andere Organisationen streben zwar keinen Profit an, stehen aber in Konkurrenz zueinander und zu Profit-Organisationen und müssen daher wirtschaftlich arbeiten. Daher ist das Verhältnis von Wirtschaftsethik und Professionsethik ein wichtiges Thema. Dominik Schenker und Peter Zängl behandelt in ihrem Beitrag das Thema Wirtschaftsethik. Eingegangen wird auf Theorien und Konzepte, die im Abgrenzung zur Position von Milton Friedmann die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen einbeziehen. Unternehmen haben hier jedoch, nicht erst seit dem Abgasskandal ein Glaubwürdigkeitsproblem (S. 353). Nach Ansicht des Rezensenten sollte die Soziale Arbeit nicht auf die Unternehmensethik vertrauen, sondern intervenieren, wo unternehmerisches Handeln in Widerspruch gerät zum Berufskodex der Sozialen Arbeit.

Politische Parteien und einzelne Politikerinnen und Politiker geben meisten an, bestimmten Werten verpflichtet zu sein. Inwieweit diese Werte dann auch die politischen Praxen prägen, ist eine empirische Frage. Ueli Mäder behandelt in seinem Beitrag für ethische Sozialpolitik. Er behandelt politische und wirtschaftliche Entwicklungen, geht auf wichtige Begriffe, Auseinandersetzungen (u.a. auf die katholische Soziallehre), auf ökonomischen Globalismus und die Dominanz globaler Unternehmen und Finanzinstitute gegenüber der Politik. Nach Ansicht des Rezensenten könnte der Bezug zur Sozialen Arbeit gestärkt werden. Soziale Arbeit beansprucht einerseits das Mandat Autonomie und Integrität von benachteiligten Personen zu fördern. Andererseits ist sie nicht selten an öffentliche Organisationen gebunden, die öfters auch Benachteiligung stabilisieren. Zum Beispiel wird die Integration in prekäre Beschäftigung durch Aktivierung häufig nicht zu mehr Autonomie und Selbstbestimmung führen.

Diskussion

Die Beiträge des Sammelbandes sind heterogen. Unterschiedliche Aspekte werden behandelt und unterschiedliche Positionen vertreten. Auch das Abstraktionsniveau und der Praxisbezug sind unterschiedlich. Viele Beiträge sind wichtig und interessant für die notwendige Diskussion der Themen Berufskodex und Berufsethik als einer Bereichsethik. Ein Problem in einigen Beiträgen ist die Abgrenzung gegenüber einer allgemeinen Moral und Ethik, die Geltung nicht nur für eine Berufsgruppe, sondern für alle Menschen beansprucht. Auch ein Vergleich mit den anderen Professionen kann sinnvoll sein. So hat die Medizin es häufig auch, wie die soziale Arbeit, mit Personen zu tun, die in einer besonderen Lebenssituation oder auch längerfristig Hilfe benötigen, deren Autonomie aber gewahrt oder mittelfristig wiederhergestellt werden soll.

Insgesamt wäre aber ein stärkerer Praxisbezug wünschenswert. „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt darauf an, sie zu verändern“ (Marx 1958, S. 535). Nun ist es nicht die Aufgabe der Sozialen Arbeit, die Welt als Ganze zu verändert. Es geht primär um die Berufswelt, vielleicht auch um mehrere soziale Berufswelten, und Organisationen in verschiedenen Praxisfelder. Auf dieser Grundlage müsste die Diskussion in der Disziplin soziale Arbeit als deskriptive Ethik fortgesetzt werden. Die Entwicklung eines Berufskodex könnte daran anschließen. Dies kann zunächst zur Kritik an Rahmenbedingen der Arbeit führen, im Extremfall auch zu „Exit und Voice“ (vgl. Rabe-Kleberg 1996,276). So wie in Teilen der Medizin diskutiert wird, inwieweit Entwicklungen im Gesundheitswesen in Gegensatz zum Berufskodex stehen ( zum Beispiel de Ridder 2015, Borasio 2014), könnten auch in der Sozialen Arbeiten Rahmenbedingungen diskutiert werden. Der Band kann hier nur ein Anfang sein.

Besonders Praxisfelder, in denen moralische Dilemmata und berufliche Paradoxien verstärkt auftreten, sollten untersucht werden ( z.B. Hilfeplanung bei den Hilfen zur Erziehung, Bewährungshilfe, Arbeit mit Arbeitslosen, soziale Arbeit im Strafvollzug, Sozialpsychiatrie). Eine normative Fragestellung kann dann sein, welche Paradoxien und Dilemmata für professionelles Handeln konstitutiv sind und welche professionelles Handeln erschweren oder verhindern, zum Beispiel weil gegen das subjektive Wohl oder das objektive Wohl des Klienten (bei Entscheidungen gegen dessen Willen) gehandelt werden müsste. In den professionellen Praxen der sozialen Arbeit würde eher der Habitus wirken. Ethische Diskurse sind in der Praxis mit Klienten kaum zu erwarten. Für Praktiker kann es aber um Kritik der Organisation und Rahmenbedingungen der Arbeit gehen.

Fazit

Das Buch enthält wichtige Beiträge zur Entwicklung eines gemeinsamen Berufskodex, die notwendig ist zur Entwicklung der sozialen Arbeit zur Profession. Der erste Abschnitt ist ein erster Schritt für diese Entwicklung. Der zweite Schritt wäre der Bezug eines Berufskodex auf die Sozialpolitik, auf Praxisfelder und gegenüber sozialen Organisationen. Hierzu gibt es einige Beiträge im zweiten Abschnitt, die aber öfters nicht konkret genug sind und insgesamt nicht ausreichen. So könnte Soziale Arbeit auch kritischer werden, sie wäre keine „konfliktscheue Profession“ (Messmer 2015)

Literatur

  • Bergmann, Jörg R.; Goll, Michaela; Wiltschek, Ska (1998). Sinnorientierung durch Beratung? Funktionen von Beratungseinrichtungen in der pluralistischen Gesellschaft. In: Luckmann, Thomas (Ed.), Moral im Alltag, S. 143 – 218. Gütersloh: Verlag Bertelsmann Stiftung
  • Böhringer, Daniela; Karl, Ute; Müller, Hermann: Schröer, Wolfgang; Wolff, Stephan (2012), Den Fall bearbeitbar halten – Gespräche in Job-Centern mit jungen Menschen Verlag Barbara Budrich in der Reihe Rekonstruktive Forschung zur Sozialen Arbeit Band 13, Opladen
  • Borasio, Gian Domenico(2014), selbst bestimmt sterben, München; C.H. Beck
  • Fegert, Jörg M.; Schrapper, Christian (Hg.) (2004): Handbuch Jugendhilfe – Jugendpsychiatrie. Interdisziplinäre Kooperation. Weinheim und München: Juventa
  • Hildenbrand, Bruno (2014a) Frühe Hilfen aus soziologischer Sicht, In: Kontext, Zeitschrift für systhemische Therapie und Familientherapie S 295 -319
  • Hildenbrand, Bruno (2014b) Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Pr5ävention im 21. Jahrhundert In: Familiendynamik 3/ Juli 2014, S. 175 – 202
  • Keppler, A. (1989), Schritt für Schritt. Das Verfahren der alltäglichen Belehrung. Soziale Welt 40. S. 538 -557
  • Marx, Karl (1958), Thesen über Feuerbach in: Karl Marx; Fridrich Engels Werke Band 3, Berlin: Diez Verlag, S. 533 – 525,
  • Messmer, Heinz (2004): Hilfeplanung als reflexiver Modernisierungsprozess. In: Sozialwissenschaftliche Literaturrundschau, Jg. 48, S. 73-93.
  • Messmer, Heinz (2015), Soziale Arbeit als konfliktscheue Profession. Konversationsanalytische Beobachtungen aus dem Feld der Kinder- und Jugendhilfe. In: S. Stövesand; D. Röh (hrsg.) Konflikte – theoretische und praktische Herausforderungen für die soziale Arbeit, Opladen:Barbara Budrich S. 80 – 90
  • Müller, Hermann (2016 ) Professionalisierung von Praxisfelder der Sozialarbeit, Opladen u.a.0.: Verlag Barbara Budrich
  • Oevermann, Ulrich (1996). Theoretische Skizze einer revidierten Theorie professionellen Handelns. In: Combe, A.; Helsper, W.; Pädagogische Professionalität. Untersuchungen zum Typus professionellen Handelns, Frankfurt/Main: Suhrkamp, S. 70 – 182
  • Parsons, Talcott (1958), Struktur und Funktion der modernen Medizin, in: Kölner Zeitsachrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Sonderheft 3, s. 10 – 57
  • Rabe-Kleberg, Ursula, Professionalität und Geschlechterverhältnis, in: Combe, A.; Helsper, W.; Pädagogische Professionalität. Untersuchungen zum Typus professionellen Handelns, Frankfurt/Main: Suhrkamp, S. 276 – 302
  • Ridder, Michael de (2015) Welche Medizin wollen wir?, München: DVA
  • Riemann, Gerhard (2000): Die Arbeit in der sozialpädagogischen Familienberatung Interaktionsprozesse in einem Handlungsfeld der sozialen Arbeit. Edition Soziale Arbeit. Weinheim; München: Juventa

[1] Über die Ursachen von Armut wird zum Beispiel politisch gestritten.


Rezensent
Dr. Hermann Müller
Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik
Homepage HermannMuellerHildesheim.de
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Zitiervorschlag
Hermann Müller. Rezension vom 25.08.2017 zu: Ueli Merten, Peter Zängl (Hrsg.): Ethik und Moral in der Sozialen Arbeit. Wirkungsorientiert - kontextbezogen - habitusbildend. Verlag Barbara Budrich (Opladen, Berlin, Toronto) 2016. ISBN 978-3-8474-0781-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/23252.php, Datum des Zugriffs 19.10.2017.


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