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Halit Öztürk, Sara Reiter: Migration und Diversität in Einrichtungen der Weiterbildung

Cover Halit Öztürk, Sara Reiter: Migration und Diversität in Einrichtungen der Weiterbildung. Eine empirische Bestandsaufnahme in NRW. W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG (Bielefeld) 2017. 140 Seiten. ISBN 978-3-7639-5812-2. D: 34,90 EUR, A: 35,90 EUR.
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Vorbemerkung

Die vorliegende Rezension ist in zwei Teile gegliedert: im ersten Teil erfolgt eine deskriptive Darstellung der zu rezensierenden Studie, im zweiten Teil, der mit der „Diskussion“ einsetzt, wird die Besprechung der Studie vor allem aus der Perspektive einer historischen Epistemologie (sensu G. Bachelard und H.-J. Rheinberger) vorgenommen. In dem so aufgespannten Bedeutungshorizont lässt sich die vorliegende Untersuchung als exemplarischer Fall eines epistemischen Bruchs herausarbeiten, aus dem zukunftsweisende Konsequenzen für (erwachsenenpädagogische) Migrationsforschung erkennbar werden. Insbesondere der letztgenannte Aspekt wird an späterer Stelle ausführlicher darzustellen sein, weil er noch offene Fragen aufwirft. Sie sind von der Einsicht getragen, dass die vorliegende Studie innerhalb der erwachsenenpädagogischen Migrationsforschung einen Umschlagspunkt in den Blick geraten lässt, an dem der traditionelle Forschungszugang in der Studie selbst als Erkenntnishindernis den entscheidenden Abstoßpunkt bietet. Erst die Einsicht in die bisherige Abschattung des Forschungsgegenstands durch alltagsbasiertes Vorwissen legt einen Blick frei, der nicht mehr an das substanzialistische Konstrukt „Menschen mit Migrationshintergrund“ als Untersuchungseinheit gebunden bleibt, sondern nunmehr eine pluralisierte Offenheit für andere Hinsichten und empirische Zugänge auf Migration im Sinne einer „Grand Societal Challenge“ hervorbringen kann.

Thema

Bei der Untersuchung „Migration und Diversität in Einrichtungen der Weiterbildung. Eine empirische Bestandsaufnahme in NRW“ handelt sich um eine Sichtung von Strategien und Maßnahmen von Weiterbildungseinrichtungen und ihrem Umgang mit Migration und Diversität im Bundesland NRW auf der Ebene der Organisation, auf der Ebene des Personals und auf der Ebene des inhaltlichen Angebots. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf kommerziellen und als gemeinnützig anerkannten Einrichtungen, die in einem organisationstheoretischen Horizont beobachtet und als Datengrundlage für die am Ende der Untersuchung deduzierten Handlungsempfehlungen herangezogen werden.

Autor und Autorin

Bei den Autor_innen handelt es sich um Halit Öztürk, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, und Sara Reiter, akademische Mitarbeiterin an derselben Professur. Insbesondere Halit Öztürk gilt in der Migrationsforschung innerhalb der Erwachsenenbildung/Weiterbildung als ein anerkannter langjähriger Experte.

Entstehungshintergrund

Die Untersuchung wurde in der Buchreihe „Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung“ des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) veröffentlicht und mit „Vorbemerkungen“ von Karin Dollhausen versehen (S. 7–8). Dort wird zum Entstehungshintergrund der Untersuchung herausgestellt, dass erwachsenenpädagogische Diskussion über Migration und Diversität in den letzten Jahren vor dem Hintergrund der steigenden Migrationsbewegungen Auftrieb erhalten hat. An dieser Stelle wird weiterhin vermerkt, dass die Untersuchung von Öztürk und Reiter ein mit Eigenmitteln durchgeführtes Forschungsprojekt darstellt, das von Oktober bis Dezember 2016 durchgeführt wurde. Dollhausen stellt zur Untersuchung heraus, dass die „richtungsweisende Qualität“ (S. 8) der vorgelegten Studie „vor allem in der gewählten Herangehensweise, die als modellhaft bezeichnet werden kann“ (ebd.), hervorzuheben sei.

Aufbau und Inhalt

Die gut 110 Seiten (exkl. Literatur und weiterer Verzeichnisse, S. 122–138) umfassende Untersuchung von Öztürk und Reiter ist in sieben Kapitel gegliedert:

  1. „Einführung – Migration und gesellschaftlicher Wandel im Fokus der Weiterbildung“ (S. 9–12),
  2. „Stand der Forschung – Migration in der Weiterbildung“ (S. 13–27),
  3. „Organisationaler Wandel im Kontext von Migration“ (S. 28–41),
  4. „Forschungsfeld und Forschungsdesign“ (S. 42–61),
  5. „Ergebnisse der Bestandsaufnahme“ (S. 62–98),
  6. „Zusammenfassung und Diskussion“ (S. 99–105),
  7. „Handlungsempfehlungen“ (S. 106–121).

Kapitel 1 führt in die Thematik Migration in der Weiterbildung ein. Dabei wird von den Autor_innen herausgestellt, dass ein Bewusstseinswandel in Deutschland in den letzten Jahren stattgefunden habe, wonach Migration als „gesellschaftlicher Normalfall“ (S. 9) eingestuft und Deutschland nicht mehr in Abrede stellen kann, ein „Einwanderungsland“ (ebd.) zu sein. Diese Dynamik und gesellschaftliche Relevanz haben hingegen nicht dazu geführt, dass die Forschung zu Migration im Bereich der Weiterbildung ebenso Konjunktur erhält (S. 11). Diese als mangelhaft eingestufte gesellschaftliche Ausgangslange wird nun zum Einsatzpunkt für die Untersuchung. Als Untersuchungsgegenstand „unit of inquiry“, M. Emirbayer) dient dabei – worauf deutlich hingewiesen wird – der „mittlerweile gängige ( ) Ausdruck ‚Migrationshintergrund‘“ (ebd.), der in „Anlehnung an das Statistische Bundesamt“ (ebd.) zur Anwendung gebracht wird. Dass es sich bei der „unit auf inquiry“ um eine „konstruierte Differenzierung“ (ebd., Hervorh.i.O.) handelt, wird zusätzlich betont, auch wenn diese Einsicht weder epistemologisch, methodologisch und methodisch im weiteren Verlauf der Untersuchung berücksichtigt wird. Diese von den Autor_innen getroffene Entscheidung wird uns an späterer Stelle noch ausführlich beschäftigen, weil sie Auskunft über die Legitimation der Untersuchung gibt.

In Kapitel 2 wird der gering elaborierte Stand der Forschung zu Migration in der Weiterbildung wird in Belegen zusammengetragen. Bislang seien Weiterbildungseinrichtungen im Umgang mit Migration wenig erforscht. Dies sei von Gewicht, weil sich aufgrund der „migrationsbedingten gesellschaftlichen Herausforderungen“ (S. 14) sich die Herausforderungen für die Einrichtungen enorm und innerhalb kürzester Zeit gewandelt hätten. Auf breiter Front zeigen die bisher vorgelegten Forschungserträge, dass Erwachsene mit so genanntem Migrationshintergrund im Durchschnitt weniger häufig an Angeboten in der Weiterbildung teilnehmen als Erwachsene ohne den sogenannten Migrationshintergrund (S. 19). Dabei zeigen sich nicht nur in der Teilnahme signifikante Unterschiede, sondern auch vonseiten der Einrichtungen der Erwachsenenbildung/Weiterbildung besteht nur wenig Wissen darüber, welche Angebote von den sogenannten Menschen mit Migrationshintergrund verstärkt aufgegriffen werden würden. Mit der gesteigerten Aufmerksamkeit für Migrationsfragen in der Erwachsenenbildung, die in der Untersuchung vor allem an der Dynamik gesellschaftsstruktureller Entwicklung angeknüpft wird, und dem bislang noch ausbaufähigen Wissensbeständen zu Migration in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung markieren die Autor_innen ihren Einsatz. Gleichwohl bleibt festzustellen, dass der von den Autor_innen zutreffend markierte Befund einer gering elaborierten erwachsenenpädagogischen Migrationsforschung nicht dazu führt, den disziplinären Blickwinkel zu erweitern, ihn möglicherweise als erkenntnishinderlich einzustufen, und die breiten Diskurse zu Migration aus der Erziehungswissenschaft (z.B. P. Mecheril) oder aus angrenzenden Forschungsgebieten wie der Ethnizitätsforschung (z.B. R. Brubaker), der Historischen Migrationsforschung (z.B. S. Hahn), der Ethnologie (z.B. R. Römhild), den Sozial- und Kulturwissenschaften (z.B. N. Glick Schiller, N. Foroutan, S. Schondelmeyer) oder der Grenzregimeforschung (z.B. S. Hess, H. Schwenken) heranzuziehen, und als erkenntnistheoretisches Kontrastmittel einzusetzen.

In Kapitel 3 richten die Autor_innen vor dem Hintergrund der bisherigen Ertragslage in der erwachsenenpädagogischen Migrationsforschung ihr Augenmerk auf organisationale Veränderungen in Weiterbildungseinrichtungen im Kontext von Migration. Dafür stehen vor allem die Ansätze „Diversity Management“ und „Interkulturelle Öffnung“, über die die migrationsbedingte Diversität in Weiterbildungseinrichtungen verarbeitet wird, im Fokus. Beide Ansätze werden als Reaktionsweisen auf die Zunahme gesellschaftlicher Komplexität eingeordnet, die je spezifische Umgangsstrategien vorschlagen. Während Diversity Management den Schwerpunkt auf die Verbesserung von Unternehmenszielen legt und stärker „organisationsinterne Prozesse der Veränderung“ (S. 40) fokussiert, steht für Interkulturelle Öffnung die „Grenze zur Umwelt“ (ebd.) im Vordergrund unter der stärkeren Berücksichtigung gesellschaftlicher Entwicklung.

In Kapitel 4 wird auf die bisher dargelegten Erträge aufgesetzt und das Forschungssampling vorgestellt. Grundlage der empirischen Untersuchung ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Es erweist sich für die Untersuchung als besonders relevant, weil für NRW sich „die durch Migration bedingte gesellschaftliche Vielfalt als sehr prägend (erweist)“ (S. 43). Der quantitativen empirischen Untersuchung (Fragebogenstudie) ging eine „qualitative Befragung von Professionellen aus acht öffentlichen und acht kommerziellen Weiterbildungseinrichtungen aus dem Münsterland und Umgebung“ (S. 53) voraus, aus denen Erkenntnisse zu den drei Untersuchungsebenen Organisation, Personal und Angebot gewonnen wurden. Im Zentrum der Bestandsaufnahme steht eine Online-Befragung, an der sich 260 Einrichtungen, untergliedert in Volkshochschulen, gemeinnützige Einrichtungen unterschiedlicher Trägerschaft und kommerzielle Einrichtungen, wobei die gemeinnützigen Einrichtungen nochmals gegliedert sind in Familienbildungseinrichtungen und sonstigen gemeinnützigen Einrichtungen. Um der vielfältigen Verwendung der Kategorie „Menschen mit Migrationshintergrund“ für die Antworten in den Fragebögen entgegenzuwirken, haben sich die Autor_innen dazu entschieden, „zu Beginn der Befragung diesen Begriff in Anlehnung an die Definition des Statistischen Bundesamtes (Mikrozensus)“ (S. 55) zu erläutern.

Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme werden in Kapitel 5 auf drei Analyseebenen entwickelt. Zunächst wird auf der „Analyseebene I: Organisation“, S. 62) herauszufinden versucht, wie organisationstheoretisch auf migrationsbedingte Diversität eingegangen wurde. Indikatoren dafür sind u.a., ob die Einrichtung die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet haben, ob die Anerkennung migrationsbedingter Vielfalt im Leitbild der Einrichtungen verankert wurde und/oder ob organisationsumfassende Konzepte zum Umgang mit Migration, z.B. Diversity Management oder Interkulturelle Öffnung, bekannt sind oder umgesetzt werden. Auf der „Analyseebene II: Personal“, S. 72) interessierte die Autor_innen, wie sich die Beschäftigungssituationen von „Erwachsenen mit Migrationshintergrund“ darstellt, wie der zukünftige Bedarf an „Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund“ eingeschätzt wird sowie die damit verbundene Erwartungshaltung und nach Strategien der Personalgewinnung. „Analyseebene III: Angebote“, S. 79) bezieht sich auf Fragen nach den Adressat_innen „Erwachsene mit Migrationshintergrund“) und wie die Einrichtungen ihr Angebot auf diese identifizierte Gruppe hin entwickeln.

Eine Zusammenfassung und Diskussion der zentralen Befunde in Bezug zur Organisation, zum Personal und zu den Angeboten werden in Kapitel 6 resümierend zusammengestellt.

Im Schlusskapitel 7 werden auf Grundlage der Ergebnisse der empirischen Erhebung Handlungsempfehlungen formuliert, die sich auf die Entwicklung einer diversitätsorientierten Organisation, Personalarbeit sowie Angebotsentwicklung und Adressatenorientierung beziehen. Ohne alle Empfehlungen hier in den Blick zu nehmen zu können, sei exemplarisch auf Vorschläge der Autor_innen hingewiesen, wonach die Anerkennung und Förderung migrationsbedingter Vielfalt im Leitbild der Einrichtungen zu verankern wäre, die Sensibilisierung von Personalverantwortlichen für Zugangsbarrieren oder der Ausbau von Beratungs- und Informationsangeboten.

Diskussion

Vor dem Hintergrund des gegenwärtigen Stands der Migrationsforschung in der Erwachsenenbildungswissenschaft, so wie ihn auch die Autor_innen rekonstruieren und wie er in gleicher Tonlage in den „Vorbemerkungen“ Zustimmung erfährt, sei mit der Untersuchung eine Studie vorgelegt worden, die ontologisch und epistemologisch an die bisherigen Wissensbestände der erwachsenenpädagogischen Migrationsforschung anknüpft und diese konzeptionell fortzuschreiben anstrebt. Innerhalb eines konventionell tradierten Erkenntnishorizonts wird in der Untersuchung trotz zugestandener Vorbehalte auf die seit Jahren als problematisch erkannte Kategorie von sogenannten „Menschen oder Erwachsenen mit Migrationshintergrund“ zurückgegriffen. Das führt letztlich dazu, ihre Etablierung und Verfestigung als Untersuchungseinheit im empirischen Verfahren zu institutionalisieren und damit im Sinne einer üblich gewordenen gesellschaftspolitischen Zuschreibung zu normalisieren. Aus ethnomethodologischer Sicht betrachtet, macht sich hierdurch die Untersuchung „the native view“ ihres gesellschaftlichen Untersuchungsfeldes zueigen. Das meint im hier gegebenen Zusammenhang konkret, dass mit dem Rückgriff auf die zunächst anschaulich erscheinende Konstrukt eines objektivierbaren „Migrationshintergrunds“ eine alltäglich unreflektierte und zudem politisch motivierte Hintergrundannahme zur methodologisch zentralen unit of inquiry erhoben wird, anstatt diese Vorannahme als latentes Deutungsmuster ihres Untersuchungsfeldes zur Sichtbarkeit zu verhelfen, um es sodann hinsichtlich ihren sozialen Folgen einer ideologiekritischen Analyse unterziehen zu können. Aus Sicht der Rezensenten besteht in diesem fehlenden Übergang auf ein dem Alltagswissen übergeordneten Abstraktionsniveau die forschungsmethodologisch grundlegende Schwäche. Aus ihr heraus erklärt sich eine komplexe Verstrickung, die zu einem forschungspraktischen Dilemma führt. Es handelt sich dabei um eine Verstrickung von forschungstheoretisch exemplarischer Bedeutung, was einer eigenen rekursiven Rekonstruktion bedarf, die in einer Rezension nicht in der notwendigen Ausführlichkeit geleistet werden kann. Vor dem Hintergrund dieser problematischen Ausrichtung auf die Untersuchungseinheit „Migrationshintergrund“ in der Studie rückt die kategoriale Ebene der Gegenstandsbestimmung empirischer Erkenntnisgewinnung in den Blick. Der substanzialistische Zuschnitt verweist auf einen epistemischen Bruch, der erst dann zum Vorschein gebracht werden kann, wenn die vorgenommene Gegenstandsbestimmung der Untersuchung selbst als folgenreiches Erkenntnishindernis kenntlich gemacht wird. Der von den Autor_innen vorgeschlagene sowie ausgewählte und u.E. nicht mehr verantwortbare Weg zur Gewinnung von Forschungserträgen markiert letzten Endes die zentrale Problematik der Untersuchung. M.a.W.: Der epistemologische Gewinn der vorliegenden Untersuchung sollte vor allem für die erwachsenenpädagogische Migrationsforschung darin gesucht werden, dass die Studie eine Erkenntnisgrenze sichtbar werden lässt, die mit einem Mehr-des-selben nicht mehr überschritten werden kann, sondern ein Nachdenken einfordert, das offen für neue Hinsichten vor dem Hintergrund weltweiter planetarischer Transformationslagen und Bewegungsdynamiken ist.

In der nun folgenden Diskussion der Untersuchung wird daher in Form eines Stärken-Schwächen-Abgleichs eine strukturell erkennbare Ambivalenz herausgearbeitet, wie sie von den Autor_innen freimütig eingestanden, nur jedoch in ihren methodologischen Konsequenzen nicht kategorial gelöst werden kann. An diesem Punkt setzen weiterführende Überlegungen dieser Rezension an, die skizzieren, wie sich zukünftig der bisherige empirische Zugang und inhaltliche Ertrag der durchweg konventionell angelegten Studie in Anlehnung an Forschungskonzepte einer historischen Epistemologie zum Ausgang einer methodologisch weiterführenden Entwicklung genommen werden könnte.

Zwischenfazit: Ein Stärke-Schwäche-Abgleich

Ein unbestreitbares Verdienst kommt der Studie auf einer institutionstheoretischen und organisationspädagogischen Beurteilungsdimension zu: Aus ihrem empirisch erhobenen und als signifikante Stichproben einzuschätzenden Daten wird abermals nachweisbar, in welch hohem Maße die Institutionalformen der Erwachsenenbildung und beruflichen Weiterbildung auf sozialstrukturellen Wandel und gesellschaftliche Transformationsprozesse resonant zu antworten vermögen. Erkennbar wird auch, dass die techno-ökologischen Veränderungen im System-Umwelt-Verhältnis in einem Zusammenspiel organisationaler, personeller und thematisch-inhaltlicher Resonanz prozessiert werden. Insofern bietet die Studie einen aktuellen Befund für das bereits historisch nachgewiesene Strukturmerkmal von Weiterbildungseinrichtungen als ein sensibler „Resonanzboden ihrer pädagogisch relevanten Umwelt“, für deren Transformation sie gleichermaßen als Symptom wie auch Veränderungsursache angesehen werden können. Für beides hat dies weitreichende bildungspolitische Folgen und erklärt, weshalb derartige Untersuchungen eine wichtige institutionelle Legitimationsquelle darstellen. Auf der damit angesprochenen pragmatischen Ebene einer Organisation-Umwelt-Verschränkung wird auch der spezifische Ertrag einer empirischen Untersuchung konkretisierbar, bei der die Untersuchungseinheit als eine, dem Alltagsbewusstsein entlehnte Kategorie wie „Menschen mit Migrationshintergrund“ gewählt wird. Zudem wird hierdurch erkennbar, dass die nachgewiesene strukturelle Resonanz der untersuchten Weiterbildungseinrichtungen auf historische Veränderungen in ihrer gesellschaftlichen Umwelt, wie das Migrationsphänomen aus der Sicht von Sesshaftigkeit erlebt wird, nicht zwingend mit einer reflexiven Bildungsfunktion gleichzusetzen ist. In Gegensatz zu einer kritisch aufklärenden Selbstthematisierung im Verlauf einer organisationspädagogisch begleiteter Entwicklung handelt es sich bei der hier nachgewiesenen Resonanz um organisationale Ausdrucksweisen einer mimetischen Widerspiegelung von gesellschaftlichen Veränderungen, die nicht ideologiekritisch hinterfragt zu werden brauchen, sondern dem jeweiligen „Zeitgeist“ entsprechend alltagsweltlich beiläufig erfahrbar werden. Zum legitimierenden Nachweis von struktureller Resonanz auf gesellschaftlichen Wandel ermöglicht daher die zunächst unscharf erscheinende Begrifflichkeit des „Migrationshintergrunds“ aufgrund seiner konkreten Nähe zum aktuellen Alltagsverständnis eine konventionelle Passung. In den Befragungen bedient sie ein gemeinsames Vorverständnis hinsichtlich der angesprochenen Problemlage und erweist sich hierdurch als durchaus anschlussfähig. Eine derartig enge Perspektivenverschränkung hat allerdings auch seinen Preis, der als Verlust an wissenschaftlicher Autonomie und d.h. in einer zunehmenden Anpassung an das politische und ökonomische Funktionssystem zu entrichten ist. Erwachsenenbildungsforschung gerät hierdurch zu einer Instanz, deren Fähigkeit zu einer professionellen Gegensteuerung gegenüber nichtpädagogischen Teilsystemen wie Staat oder Wirtschaft eingeschränkt wird. In der vorliegenden Untersuchung wird das zugrundeliegende Dilemma an einer geradezu exemplarisch zu nennenden unkritischen Übernahme der kategorial präformierten „Zielgruppenbestimmung“ in Form einer politisch motivierten Vorgabe durch das Statistische Bundesamt mit der begrifflich unscharfen Formel „mit Migrationshintergrund“ performativ zum Ausdruck gebracht. Die hierzu einschlägige begriffskritische Literatur wird nicht explizit in Anschlag gebracht bzw. nicht derart berücksichtigt, dass die vorgebrachten Einwände Einfluss auf den Untersuchungsverlauf genommen hätten.

Nun kann den Forscher_innen fairerweise konzediert werden, dass ihnen das in den Sozial- und Kulturwissenschaften ausführlich diskutierte Kategorienproblem durchaus bewusst war, nur dass sie hier meinten, eine praxisfeldbasierte Entscheidung treffen zu müssen. Offenbar sahen sie von einer kulturwissenschaftlich verantwortbaren und damit reflexiven Gegenstandskonstitution ab, die in herbem Kontrast zum Alltagsverständnis des untersuchten Praxisfeldes gestanden hätte. Stattdessen fiel trotz aller intellektueller Skrupel die Entscheidung, sich pragmatisch einer aktuell politisch opportunen Zuschreibungspraxis zu unterwerfen, die das Alltagsverständnis des untersuchten Praxisfeldes „realistisch“ widerspiegelte. Nicht oder nur unzureichend in Betracht gezogen wurden hierbei jedoch die Folgewirkungen einer derartigen „Situationsdefinition“: Ob in Anführungszeichen gesetzt oder nicht: Die fiktionale Konstruktion eines wie immer gefassten „Migrationshintergrunds“ erhält im Sinne des allseits bekannten „Thomas-Theorems“ in der Folge seines diskursiven Gebrauchs den Status von sozialer Wirklichkeit, der schließlich in Form substanzialistisch gefasster und empirisch erhobener Daten zudem noch quantifizierbar belegt zu sein scheint. Wissenschaftliche Forschung verstrickt sich hierdurch in einen von ihr selbst kategorial erzeugten „Gegenstand“ und gerät durch die Hypostasierung sozialer Zuschreibungen in ein epistemologisch unentrinnbares Dilemma. Man bekommt es folglich in der Untersuchung mit der empiristischen Verdinglichung eines Konstrukts klassifizierender Zuschreibung zu tun.

Begründet wird diese keineswegs naiv getroffene kategoriale Entscheidung von den Forscher_innen jedoch nicht wissenschaftlich, vielmehr folgt die Legitimation einer politisch-administrativen Logik: „An dieser Stelle möchten wir besonders darauf hinweisen, dass es sich bei dem mittlerweile gängigen Ausdruck ‚Migrationshintergrund‘, den wir in dieser Studie in Anlehnung an das Statistische Bundesamt als Arbeitsbegriff (sic!) für alle Menschen, die selbst nach Deutschland eingewandert (rund 11,5 Millionen) oder in Deutschland als Nachkommen von Eingewanderten geboren sind (5,7 Millionen), verwenden (…), um eine konstruierte Differenzierung handelt“ (S. 11; Hervorh.i.O.). In ihren „Handlungsempfehlungen für eine diversitätsorientierte Personalarbeit“ (S. 110) halten sie beispielsweise fest: „Grundsätzlich ergibt sich mit der Anerkennung von ‚migrationsspezifischen‘ Kompetenzen zugleich ein Dilemma bzw. die Gefahr, ethnisierende Zuschreibungen zu verfestigen (Sprung 2015, S. 48). Zu vermeiden ist in jedem Fall eine einseitige und kulturalisierende Potenzialwahrnehmung und die Reduktion von Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund auf Stellen mit migrations- und integrationsthematischen Schwerpunkten“ (S. 112). An anderer Stelle jedoch, nämlich bei den „Handlungsempfehlungen für eine diversitätsorientierte Angebotsentwicklung und Adressatenorientierung“ (S. 113), problematisieren sie mit Blick auf Intersektionalitätsanalysen: „Wie die Bestandsaufnahme gezeigt hat, knüpft diesbezüglich der Großteil der nordrhein-westfälischen Weiterbildungseinrichtungen bereits an verschiedene Merkmale von Erwachsenen mit Migrationshintergrund an. Allerdings ist weiterhin der relativ häufige Gebrauch der Sammelkategorie ‚Personen mit Migrationshintergrund‘ unübersehbar. Teilweise unberücksichtigt bleiben dabei – insbesondere in ihrer intersektionalen Verwobenheit – Merkmale wie beispielsweise Geschlecht, Behinderung, religiös- weltanschauliche Zugehörigkeit, Bildungshintergrund oder organisationale Einbindung (Kap. 3)“ (S. 117; s.a. 118 f.). Öztürk und Reiter bringen diesen Gedanken abermals an anderer Stelle auf den Punkt: „Einerseits tritt auch in der Weiterbildungsforschung die Untauglichkeit von Sammelkategorien (Ausländer, Migrant, Personen mit Migrationshintergrund) immer deutlicher zutage. Mit Blick auf die relativ heterogenen Erwachsenengruppen erlauben solche kategorialen Begriffe kaum aussagekräftige Ergebnisse etwa über ihre Weiterbildungsmotive, -erfahrungen und -hindernisse. Andererseits besteht auch aufgrund des Konstruktions- und Zuschreibungscharakters solcher Bezeichnungen die Gefahr, von homogenen und in sich geschlossenen Zielgruppen auszugehen, wo schnell auch (unbewusst) eine Grenze zwischen dem ‚Wir‘ und dem ‚Anderen‘ bzw. Personen mit und ohne Migrationshintergrund bzw. Deutschen und Nicht-Deutschen gezogen wird“ (S. 117). Trotz der von Öztürk und Reiter vorangestellten Generalklausel, wonach die Zuschreibung Migrationshintergrund unter grundsätzlichem Vorbehalt zu stellen ist, weil es sich bei dem vom Statistischen Bundesamt übernommenen politisch motivierten Formel letztlich um eine „konstruierte Differenzierung“ handele, meinte man, im gesamten Forschungskontext auf das Setzen von Anführungszeichen verzichten zu dürfen. Verzichtet wurde damit während des gesamten Forschungsverlaufs in logischer Konsequenz auch auf eine differenzierte Rezeption und methodischer Berücksichtigung der einschlägigen sozial- und kulturwissenschaftlichen Fachdiskurse, die diesen Sprachgebrauch ideologiekritisch untersuchen und den Begriff in seiner Eignung zur Bestimmung eines empirischen Forschungsgegenstrands argumentativ begründet verwerfen. Die pragmatische Umgehung der bekannten Diskurse zur Migrationsforschung außerhalb der Erwachsenenbildung mag indes eine Begründung liefern, weshalb sich an dieser Stelle im Forschungsprozess methodologisch nicht entschieden von der Untersuchungseinheit „Menschen mit Migrationshintergrund“ verabschiedet wurde.

Mit der Untersuchung von Öztürk und Reiter wird folglich die traditionelle Erkenntnispraxis in der empirischen Erwachsenenbildungswissenschaft mit einem erkenntnistheoretischen und wissenschaftspolitischen Dilemma konfrontiert, das gerade an der Migrationsproblematik in ihren nicht-intendierten gesellschaftspolitischen und psychosozialen Folgewirkungen eine besonders anschauliche Sichtbarkeit erlangt und die forschungsmethodisch allerdings bisher noch keiner befriedigenden Lösung zugeführt werden konnte. Vor diesem gesellschaftlich-historischen Hintergrund gesehen, besteht in der Tat kein Anlass zu polemischer Zurückweisung der Arbeit – Das gilt aber nur dann, wenn nicht über das hier beschriebene Dilemma der empiristischen Hypostasierung kategorialer Konstrukte selbst beiläufig hinweg gegangen wird, Um dies pointiert zu verdeutlichen: Aus forschungsmethodologischer Sicht lässt sich die wissenschaftshistorische Bedeutung der Untersuchung von Öztürk und Reiter daran festmachen, dass an ihr unübersehbar die Notwendigkeit einer „kategorialen Richtungsumkehr“ in Hinblick auf bislang praktizierte forschungszentrierte Gegenstandsbestimmung erkennbar und wissenschaftstheoretisch begründbar wird. Hierzu bietet die Untersuchung einen aktuellen Anlass sowie in Form des in ihr Sichtbarkeit erlangten Dilemmas eine auch sachlich adäquate Problematik. Um Einsicht in einen sich im Umbruch befindlichen Erkenntnisprozess im Sinne einer historischen Innovation zu gewinnen und forschungspraktisch nutzen zu können, eröffnen sich aber erst dann neue Entwicklungsperspektiven, wenn die problematische Forschungssituation unter dem von Gaston Bachelard entwickelten Konzepts des Erkenntnishindernisses re-interpretiert und an ihm der zukünftige Forschungsverlauf orientiert wird. Erst so lässt sich der zunächst als ein Scheitern erfahrene Forschungsstand als ein wichtiger Abstoßpunkt in Richtung auf eine nun endlich zu entwickelnde partizipatorische Empirie rekonzeptualisieren.

Im wissenschaftstheoretischen Deutungshorizont von Gaston Bachelard legt die vorgelegte Studie von Öztürk und Reiter paradigmatisch einen Blick auf einen epistemischen Bruch frei, der für die Wissensproduktion in der (erwachsenenpädagogischen) Migrationsforschung von Gewicht ist. Öztürks und Reiters Entscheidung, das Konstrukt „Menschen mit Migrationshintergrund“ als Untersuchungseinheit trotz all seiner Schwierigkeiten heranzuziehen, gibt eine Anschauung für die Erkenntnishinderlichkeit des Untersuchungsansatzes. Die entscheidende Pointe liegt dabei in dem, was Bachelard als epistemologisches Hindernis bzw. Erkenntnishindernis herausstellt. Mit dem Sichtbarmachen und der Thematisierung eines Erkenntnishindernisses wird eine Grenze oder ein eben ein epistemischer Bruch erkennbar, der die bisherigen Erträge und Erkenntnisse in einem neuen Licht erscheinen lässt. Ein derartiger Bruch sollte jedoch nicht einem creative misreading zum Opfer fallen, sondern er ist konstitutiver Bestandteil einer diskontinuierlich verlaufenden wissenschaftlicher Erkenntnisentwicklung. Was sich als epistemologischer Bruch erweist, zeigt sich immer erst retrospektiv; d.h. aber auch, dass jedem Erkenntnishindernis notwendig ein Erkenntnisfortschritt vorausging, den es nun wiederum zu markieren und zu thematisieren gilt. M.a.W.: Im besten Sinne muss überhaupt erst etwas erforscht werden, um die Voraussetzung für ein aufkommendes Hindernis zu schaffen. Dies entspricht weitgehend dem pragmatistischen Wahrheitskonzept von John Dewey.

Gleichwohl bewirkt das Erkenntnishindernis für sich allein noch keine weitere Erkenntnisentwicklung, sondern erst seine kritische Thematisierung ermöglicht die Entwicklungsdynamik des Erkenntnisverlaufs. Umgekehrt formuliert wird es noch einsichtiger: Es ist vielmehr die ausbleibende Thematisierung, die problematisch wäre. Um nicht missverstanden zu werden, sei hier ausdrücklich festgestellt, dass die recht mühevoll ausgearbeitete Einsicht das Scheiterns, die wir an dem in der Untersuchung vorgenommenen Zuschnitt der Untersuchungseinheit festmachen, nicht nur eine Chance für Erkenntnisentwicklung darstellt, sondern geradezu als unabdingbare Voraussetzung für neue daran anschließende Erkenntnisperspektiven zu betrachten ist.

Ein weiterführendes Fazit

Ein kulturwissenschaftliches Deutungsangebot aus historisch epistemischer Perspektive, wie sie hier in Anschluss an Gaston Bachelard eingenommen wird, verzichtet auf billige Polemik und versteht das forschungstheoretische Dilemma, das in der Untersuchung zu performativem Selbstwiderspruch geführt hat, als eine epochenspezifisch gemeinsame Erkenntnisproblematik, an deren Klärung und forschungspraktischer Lösung ein allgemeines Interesse besteht. Ihr wird sich empirische Migrationsforschung zukünftig in kategorialer Verantwortung zu stellen haben. Insofern lässt sich die organisationspädagogisch angelegte Untersuchung in ihrem Dilemma als ein epistemischer Musterfall verstehen, der weitere Klärung verdient. Das strukturelle Dilemma, in das sich Forschung aufgrund einer politisch-alltagsgebundenen Bestimmung ihres Erkenntnisgegenstands verstrickt, ist von hoher exemplarischer Bedeutung und dies nicht zuletzt aufgrund der gesellschaftlich akuten Migrationserfahrungen, bei denen die enge Verschränkung von wissenschaftlicher Erkenntnispraxis und ihren gesellschaftlich politischen Folgen von bedrängender Anschaulichkeit wirksam wird. Diese wechselseitige Resonanz dynamisiert gegenwärtig das Verhältnis zwischen Wissenschaft und gesellschaftlicher Öffentlichkeit grundlegend. Das Wort „Verstrickung“ verweist daher darauf, dass empirische Forschung auf einer kategorialen Ebene genau die Konstruktionen legitimiert, die sie in ihren sozialen Folgen in ihrer politischen Problematik kritisch zu untersuchen trachtet. Die Untersuchung wird dadurch zum konstituierenden Bestandteil ihres eigenen Forschungsgegenstands. Sie hat diese Verschränkung bei ihren kategorialen Entscheidungen verantwortungsvoll zu begründen und in ihren methodischen Verfahren zu berücksichtigen.

In Zeiten eines epistemischen Epochenbruchs gilt es, im Zuge einer Forschungswende „Wissenschaft neu denken“ (H. Nowotny, P. Scott & M. Gibbons) und sie in direkten Bezug zu stellen zu den „Grand Societal Challenges“ (vgl. Empfehlungen der Europäischen Kommission). Stellt man die hier rezensierte Studie in einen umfassenderen Entwicklungszusammenhang, so kommt man notwendigerweise zu dem Schluss, den in ihr sichtbar gewordenen performativen Selbstwiderspruch einer problemreproduzierenden Forschungspraxis zum Abstoßpunkt eines nun erforderlichen epistemischen Bruchs zu erklären. Was aber könnte das für eine künftige (erwachsenenpädagogische) Migrationsforschung konkret bedeuten?

Stichwortartig lassen sich bereits folgende Punkte benennen, mit denen sich neue Hinsichten auf eine komplexe Problemlage eröffnen, die in der Untersuchung bedauerlicherweise aus den Blick geraten war:

  • Migration als eine epochale Grand Societal Challenge
  • Weiterbildungsforschung – eine responsible Innovation
  • Dialogische Konstitution des Untersuchungsgegenstands „Migration“ – eine transitorische Lebenslage
  • Migrationsforschung – die Verschränkung von reflexiver Bildung und partizipativer Forschung in Prozessen gesellschaftlicher Transformation

Dies bereits genauer auszuführen würde das Format einer Rezension bei weitem sprengen. Deutlich sollte an dieser Stelle jedoch werden, welche weiterführenden Möglichkeiten sich eröffnen, wenn empirische Migrationsforschung sich von politisch-administrativ motivierten Bestimmungen wie dem des „Migrationshintergrunds“ zu lösen vermag und stattdessen in dialogischer Auseinandersetzung mit dem untersuchten Praxisfeld und seinen Akteursgruppen eine partizipative Analyse transformativer Lebenslagen des Übergangs zu entwickeln vermag. Dass sich ein derartiges Aufspüren von und Öffnen für neue Hinsichten nur in gemeinsamer Anstrengung entwickeln lässt, ist unbestritten, weshalb die Rezension gerade als Einladung für die Weiterentwicklung an einer erwachsenenpädagogischen Migrationsforschung verstanden werden soll, die ihren Einsatz an die Überwindung von Erkenntnishindernissen knüpft.


Rezensent
Dr. Malte Ebner von Eschenbach
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Philosophische Fakultät III - Erziehungswissenschaften
Institut für Pädagogik
Arbeitsbereich Erwachsenenbildung/Weiterbildung
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Rezensent
Prof. em. Dr. Ortfried Schäffter
Humboldt-Universität zu Berlin
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Zitiervorschlag
Malte Ebner von Eschenbach/Ortfried Schäffter. Rezension vom 18.10.2019 zu: Halit Öztürk, Sara Reiter: Migration und Diversität in Einrichtungen der Weiterbildung. Eine empirische Bestandsaufnahme in NRW. W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG (Bielefeld) 2017. ISBN 978-3-7639-5812-2. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/23979.php, Datum des Zugriffs 12.11.2019.


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