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Elmar Brähler, Wolfgang Herzog: Sozialpsychosomatik

Cover Elmar Brähler, Wolfgang Herzog: Sozialpsychosomatik. Das vergessene Soziale in der Psychosomatischen Medizin. Schattauer (Stuttgart) 2018. 400 Seiten. ISBN 978-3-608-43134-6. D: 49,99 EUR, A: 51,40 EUR.
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Thema

Grundlage der modernen Psychosomatik ist das biopsychosoziale Modell, wobei die empirischen und theoretischen Schwerpunkte bislang eher die biologischen und psychologischen Aspekte berücksichtigte. Soziale Aspekte, also die gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen psychosomatischer Störungen kamen dabei zu kurz, obwohl sie für Verlauf und Genese mit entscheidend sind. Der Herausgeberband geht auf diese sozialen Merkmale und Aspekte ein und präsentiert dazu neueste Forschungs- und Studienergebnisse, den aktuellen interdisziplinären Diskurs innerhalb der Psychosomatik um Themen wie Interkulturalität, transgenerationale Effekte, sozioökonomische Merkmale und die Bedeutung von Arbeits- und Lebensumweltmerkmalen.

Herausgeber und AutorInnen

Elmar Brähler, Prof. Dr. rer. biol. hum., Senior Researcher an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Mainz. Ehemaliger Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie an der Universität Leipzig.

Wolfgang Herzog, Prof. Dr., Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Innere Medizin, Ärztlicher Direktor der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik der Universität Heidelberg. Sprecher der ständigen Konferenz der Leitenden Hochschullehrer für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Die Einzelbeiträge wurden von forschenden und praktisch tätigen Fachleuten aus den Bereichen der Medizin, Soziologie und Psychologie verfasst.

Aufbau

Der Band ist in fünf Schwerpunktkapitel gegliedert:

  1. Sozioökonomische Perspektive
  2. Arbeitsumwelt
  3. Lebensumwelt
  4. Interkulturelle Perspektive
  5. Transgenerationale Perspektive – Kinder und Jugendliche

Hinzu kommen ein Vorwort der Herausgeber sowie ein AutorInnen- und Stichwortverzeichnis.

Die Deutsche Nationalbibliothek bietet Einblick in das vollständige Inhaltsverzeichnis.

Zum Vorwort

Als historische Klammer zeichnen Brähler und Herzog in ihrem Vorwort die kurze Geschichte der Psychosomatik nach, die in ihren Anfängen in den 1950er Jahren und befeuert durch den kritisch-gesellschaftspolitischen Impetus der 1960er und 1970er Jahre erhebliche Fortschritte hinsichtlich der Integration der sozialen Dimension im Verständnis körperlicher und psychischer Erkrankungen erbrachte. Bedingt durch den gesellschaftlichen Paradigmenwechsel im Nachgang zur Deutschen Wiedervereinigung und der dann starken (und bis heute anhaltenden) Fokussierung auf ökonomische Aspekte geriet die Psychosomatik in Bedrängnis und schließlich in den Hintergrund. Erst in jüngerer Zeit meldet sich eine stärker auf die soziale Dimension bezogene psychosomatische Forschung (und Lehre) zurück, deren Erträge im vorliegenden Band vorgestellt werden.

Der Untertitel des Werkes „Das vergessene Soziale in der Psychosomatischen Medizin“ impliziert, dass es längst eine reichhaltige Forschung zu sozialen Aspekten von Gesundheit und Krankheit gab, diese verdrängt und damit „vergessen“ wurde und nun, auch befeuert durch neue empirische Befunde wieder belebt wird.

Zu 1. Sozioökonomische Perspektive

Im ersten Abschnitt und damit an prominenter Stelle im Buch werden die Aspekte „Hartz IV und Gesundheit“, „Wohnungslosigkeit“ und „Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten Kindern und Familien“ aufgegriffen. Die Autoren legen hier aktuelle Forschungsbefunde vor, die – erneut – belegen, dass Langzeitarbeitslosigkeit ein Gesundheitsrisiko darstellt, da bei den Betroffenen eine Prekarisierung in fast allen Lebens- und Funktionsbereichen besteht, die sich ungünstig auf den Gesundheitsstatus auswirken kann. Das System des „Forderns und Förderns“ das mit der Reform des Arbeits- und Sozialhilfebezugs eingeführt wurde und einen hohen normativen Druck auf die Gruppe der Leistungsempfänger entwickelt wirkt dabei als weiterer (negativer) dynamischer Faktor, etwa wenn Sanktionen und Leistungskürzungen zu einer weiteren Verschärfung der Lebenslage führen. Sozialwissenschaftlich gesehen markiert „Hartz IV … die Grenze eines akzeptierten Lebensstandards und der bürgerlichen Seriosität in einem sozial fragmentierten und zunehmend politisch-ideologisch polarisiertem Land“ (15), das u.a. den Begriff der „Harzt-IV-Gesellschaft“ geprägt hat und in eigene Versorgungssysteme (u.a. Lebensmitteltafeln) überführt hat, was zur Subkulturprägung beiträgt und entsprechende Auswirkungen in Bezug auf biopsychosoziale Merkmale entfaltet.

Als Fortführung dieser Thematik ist das Phänomen der Wohnungslosigkeit zu sehen, wo das Prekariat abgehängt von sozialstaatlichen Unterstützungsmaßnahmen unter dann chronifizierten und in der Ausprägung dramatischeren Gesundheitsproblemen leidet. Neben strukturellen Problemen zeichnet sich im Feld der Wohnungslosenhilfe ab, dass es längst spezialisierte Hilfeangebote braucht, die in aufsuchender, zugehender Form die Menschen an ihren Orten und Plätzen kontaktiert und dort Hilfen anbietet, sei es als Straßenambulanz oder kombiniertes Angebote in stationären Facheinrichtungen.

Im Sinn der Sekundärprävention werden abschließend Ansätze der Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen vorgestellt, die etablierten Methoden in diesem Feld erörtert und die möglichen institutionellen Orte (Schule, Familie, Kommune) als Ansatzpunkte für gesundheitliche Chancengleichheit beschrieben.

Zu 2. Arbeitsumwelt

Die Bedeutung der Arbeitsumwelt für psychische und körperliche Gesundheit ist das klassische Thema psychosomatischer Forschung und nimmt mit sieben Beiträgen den breitesten Raum in der vorliegenden Publikation ein.

Den grundlegenden Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastungen (Stress) und Gesundheit beschreibt Johannes Siegrist, Urgestein der Medizinsoziologie und Arbeitsweltforschung, hier insbesondere die beachtliche Fülle an Forschungserträgen und Theorien zum Zusammenhang Berufsbelastung-Stress-Krankheit (u.a. das von ihm entwickelte Modell der „beruflichen Gratifikationskrise“).

Mit den Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeitswelt auf die psychosomatische Gesundheit befasst sich im Folgenden ein Beitrag von Dragano und Kollegen. Der digitale Wandel der Arbeitswelt wird hier zunächst in seinen unterschiedlichen Facetten beschrieben und die sich daraus ergebenen Belastungen (Arbeitsverdichtung, Multitasking, Kontrollaspekte, ständige Erreichbarkeit, Work-Life-Balance) diskutiert. Im Sinn eines Rahmenkonzepts leiten die AutorInnen daraus Überlegungen für betriebliche Prävention, Gesundheitsförderung und Therapie psychosomatischer Störungen ab.

Ein Plädoyer für eine (sozial)politische bewusste Psychotherapie, insbesondere die systemischen Vertreter des Fachs formuliert Schweitzer-Rothers im folgenden Kapitel. Die Kenntnis sozialer Veränderungsprozesse (Stress und Burn-Out, Ökonomisierung, Arbeitsdruck, Flüchtlingspolitik) in individuellen Psychotherapien erlauben hinsichtlich des Störungsverständnisses eine sozialtherapeutische Komponente und damit weitergehende, breiter gefasste Interventionen, deren Ansätze, vor allem hinsichtlich Verbandspolitik, Ausbildung, Praxisreflektion) erschlossen werden.

Welche konkreten Stressphänomene im Kontext von Berufsausbildung entstehen beschreiben Bugaj und Nikendei am Beispiel des Medizinstudiums. Sie rezipieren zunächst die seit dem Jahr 2000 vorliegenden Forschungsbefunde, welche das individuelle Stresserleben, vor allem aber die Struktur der Belastungen die durch ein Medizinstudium gegeben sind beschreiben und geben dann einen Überblick zur Wirksamkeit von Anti-Stress-Interventionen, hier in Form von Übersichtsarbeiten, was verdeutlicht, welche Präventionsmöglichkeiten zur Stressreduktion gegeben sind.

Die Aufgaben, Ansatzmöglichkeiten und gelungene Interventionsansätze der betrieblichen Gesundheitsförderung beschreibt ein weiterer Beitrag zum Thema Arbeitswelt und psychosomatische Erkrankungen. Gündel definiert zunächst die postmodernen Arbeitswelten und dort etablierten Stressoren und leitet daraus präventive Strategien auf den Ebenen Führung, Verhaltensprävention und berufliche Wiedereingliederung ab. Als relativ neuen Ansatz geht der Autor auf die Möglichkeiten mittels eHealth, also internetgestützter Präventionsprogramme am Arbeitsplatz ein.

Die Ergebnisse einer Längsschnittuntersuchung zum Zusammenhang Erwerbstätigkeit-Arbeitslosigkeit-Gesundheit an ausgewählten nordostdeutschen Landgemeinden (mit Untersuchungszeitpunkten in 1973, 1994 und 2008 stellt Elkeles im Folgebeitrag vor. Die Untersuchung beschreibt Veränderungen der Arbeits- und Berufssituation hinsichtlich eines Trends zur Höherqualifizierung bei schulischer und beruflicher Ausbildung, überwiegend positive Einstellungen zur Erwerbsarbeit und eine Zunahme von Arbeitsbelastung hinsichtlich Arbeitszeit und Arbeitstempo.

Mit den Folgen zeitlich lang andauernder Berufsbelastung beschäftigt sich abschließend Maatouk. Das Phänomen „Älter werden im Pflegeberuf“ ist gekennzeichnet durch in den letzten Jahrzehnten gestiegene Belastungen durch eine Zunahme von älteren Bevölkerungsgruppen, erhöhten Pflegebedarfen, gleichzeitigen Personalstrukturproblemen (Stichwort: Pflegenotstand) und Arbeitsbelastung. Der Beitrag enthält auch Vorschläge zur Implementierung spezieller Gesundheitspräventionsprojekte für die betroffene Berufsgruppe in Form eines modularen Präventionsangebots in Gruppenform

Zu 3. Lebensumwelt

Der Abschnitt umfasst lediglich zwei Beiträge die auf den Zusammenhang von Internetnutzung und Gesundheit und auf den Umgang mit der Demenzerkrankung eingehen.

Der Text zur Internetnutzung beleuchtet einige Aspekte, z.B. im Bereich Online-Sexualität (Pornografie, Online-Foren), Online-Shopping, Online-Kommunikation, Online-Therapie und Online-Spiele und zeigt damit verbundene Risiken und Chancen auf, wobei betont wird, dass die Forschung im Bereich der Medienwirksamkeitsforschung hier noch nicht weit entwickelt ist.

Demenz wird in seiner ausschließlichen Zuschreibung als Krankheit, Behandlungsanlass und Gegenstand einer „Demenzindustrie“ im zweiten Beitrag kritisch hinterfragt. Der Autor plädiert für eine offenere Haltung gegenüber Alterungsprozessen und Hinfälligkeit und fordert eine politische Reflexion des Themas.

Zu 4. Interkulturelle Perspektive

Der mit fünf Beiträgen ebenfalls sehr umfangreiche Abschnitt zeigt, dass es im Verständnis von und im Umgang mit psychischen Problemen, Störungen und Erkrankungen darauf ankommt sozio-kulturelle Rahmenbedingungen der unterschiedlichen Herkunftsländer, die unterschiedlichen Vorstellungen und Konzepte von Gesundheit und Krankheit, die Aspekte Flucht/Vertreibung, damit verbundene spezifische Problemlagen und Risikoaspekte im Sinn einer „interkulturellen Kompetenz“ zu erfassen und darauf einzugehen.

Die Texte befassen sich mit den Themen

  • „Adipositas im kulturellen Kontext“,
  • „Psychische Gesundheit bei Migranten“,
  • „Die Kulturabhängigkeit der Ausprägungsformen der Hysterie“,
  • „Psychosoziale Unterstützung von Flüchtlingen mit Traumafolgestörungen“ und
  • „Soziale Ungleichheit und depressive Symptome in Europa“ (mit Darstellung der Ergebnisse des European Social Survey).

Zu 5. Transgenerationale Perspektive – Kinder und Jugendliche

Der letzte Abschnitt fokussiert auf die Situation von Kindern und Jugendlichen, deren Gesundheitsstatus, das Auftreten körperlicher und psychischer Störungen und Erkrankung im Kontext sozialer Strukturen, die durch Erfahrungen im Umgang mit erwachsenen Erziehungs- und Bezugspersonen aber auch dem (durch diese) vorgegebenen sozioökonomischen Status geprägt werden bzw. assoziiert sind. In ebenfalls fünf Beiträgen werden folgende Aspekte behandelt:

  • „Transgenerationale Übertragung traumatischer Erfahrungen“,
  • „Weitergabe von traumabezogenen Erfahrungen im intergenerationellen Diaglog“,
  • „Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage“,
  • „Sozioökonomischer Status und weitere umweltbezogene Risikofaktoren“ und
  • „Neue Morbidität und Zeitgeist“ (im Fokus: ansteigende Zahlen psychischer Störungen und Erkrankungen bei dieser Altersgruppe).

Zielgruppe

Die Herausgeber wenden sich mit diesem Band an „ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Psychiater, Psychosomatiker, Psychologen, Gesundheitswissenschaftler und Medizinsoziologen“ (Umschlagtext).

Diskussion

Das biopsychosoziale Modell ist eines der am häufigsten zitierten theoretischen Konzepte, das die Beziehung von Leib und Seele zu erklären versucht. Längst hat sich der rein biomedizinische Ansatz als zu eng, als zur kurz greifend herausgestellt, ist die Gleichzeitigkeit der Ebenen (oder Systeme) des Sozialen, Psychischen und Biologischen eine etablierte Größe im Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Ein Tatsächlicher Wandel von der biomedizinischen hin zu einer biopsychosozialen Medizin ist damit aber nicht real vollzogen worden. Die Forschungsbemühungen im medizinischen Feld fokussieren mehr denn je auf biologische Aspekte, auch – und besonders – im psychiatrischen Feld. Es dominiert die biologisch-medizinische Wissenschaft.

Die Auswirkungen dieser Entwicklung, weg von einem „ganzheitlichen“ Verständnis hin zu an somatischen Merkmalen und ökonomischen Aspekten orientierten Ansätzen in Forschung, Diagnostik und Behandlung sind unübersehbar und mit den Begriffen der Ökonomisierung und Medikalisierung des Gesundheitsbereichs treffend beschrieben.

Andererseits erfährt der Begriff der biopsychosozialen Orientierung eine gewisse Aufladung und umfangreiche Bezugnahme, wobei eine genaue Definition oder gar entsprechend ausformulierte methodische Konzepte fehlen bzw. nicht weiter entwickelt wurden, auch weil entsprechende empirische Belege für den Zusammenhang der Systemebenen oftmals fehlen.

Orientiert man sich am klassischen biopsychosozialen Modell (Engel 1976) werden die relevanten Systemebenen benannt, deren gegenseitige Einflussnahme erschlossen. Diese umfassen die Biosphäre, die Ebene der Gesellschaft, Kultur und Subkultur, den Bereich der Gemeinde und Gemeinschaft und im engeren Kreis die Beziehungen in Familie/Gruppe und Zweierbeziehungen. Auf naturwissenschaftlicher Ebene sind die Organe, das Gewebe, Organellen, Moleküle, Atome und subatomare Teilchen genannt.

Dieser Systematik folgend ist der von Brähler und Herzog vorgelegte Sammelband aufgebaut und belegt, dass die in dem seit mittlerweile über 40 Jahren etablierten Konzept formulierten sozialen Ebenen beforschbar sind und sich empirische Belege darstellen lassen, wenn es um die Wechselwirkung von psychischen, sozialen und somatischen Merkmalen geht und so die Entstehung von Störungen/Krankheit, deren Verlauf und sich daraus ableitbare Interventionen (in Beratung und Therapie) formulieren lassen. Es handelt sich dabei um exemplarische Beiträge die für die fünf Schwerpunktkapitel ausgewählt wurden. Damit kommt Einzelnes zu kurz, z.B. die Frage nach den Belastungsmerkmalen und Wechselwirkungen in Familien mit einem schwer erkrankten Elternteil, oder der Aspekt zur Bewältigung schwer psychischer und Suchterkrankungen und es fehlen jegliche Hinweise auf die Praxis psychosozialer Interventionen in Klinischer Sozialarbeit, Sozial- und Psychotherapie. Dies liegt möglicher Weise an der z.T. nicht stark ausgeprägten Darstellung solcher Befunde durch die genannten Disziplinen, wohl aber auch am interdisziplinären Verständnis der scientific community, welche die Forschungserträge aus dem Bereich der Angewandten Sozialwissenschaften bislang eher ausklammern (z.B. Gahleitner & Hahn 2012).

Allerdings ist der Wert der aktuellen Publikation nicht zu unterschätzen, werden dadurch – unterlegt durch beeindruckendes empirisches Material – die Bedeutung der sozialen Ebene für individuelle Leidenszustände, oder anders formuliert, die sich im Individuellen ausdrückenden sozialen Phänomene sichtbar und so einer ganzheitlichen Bearbeitung zugänglich gemacht. Für die hier bearbeiteten Fragestellungen und Rahmenaspekte eröffnen sich so wertvolle Hinweise für die methodisch-konzeptionelle Planung und Interventionsgestaltung. Diese sind für Psychotherapie, Soziale Therapie und psychosoziale Beratung unabdingbar.

Fazit

Eine wertvoller Forschungsreader, der die Praxis psychosozialer Beratung und Therapie bereichern wird. Der Leserin eröffnen sich Einblicke in die sozioökonomischen Aspekte, Merkmale der Arbeits- und Lebensumwelt, in Fragen interkultureller und transgenerationaler Fragestellungen. Dem Sammelband ist eine kontinuierliche Fortschreibung zu wünschen, in deren Rahmen künftige Forschungsbefunde zugänglich gemacht werden und ein stärkerer Theorie-Praxisbezug erfolgen kann.

Literatur

  • Engel, G. L. (1976). Psychisches Verhalten in Gesundheit und Krankheit. Bern: Huber
  • Gahleitner, S. B. & Hahn, G. (2009/2012). Klinische Sozialarbeit. Forschung aus der Praxis-Forschung für die Praxis. Bonn: Psychiatrie Verlag

Rezensent
Dr. phil. Gernot Hahn
Dipl. Sozialpädagoge (Univ.), Sozialtherapeut
Klinikum am Europakanal Erlangen Forensische Ambulanz
Homepage www.gernot-hahn.de
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Zitiervorschlag
Gernot Hahn. Rezension vom 29.10.2018 zu: Elmar Brähler, Wolfgang Herzog: Sozialpsychosomatik. Das vergessene Soziale in der Psychosomatischen Medizin. Schattauer (Stuttgart) 2018. ISBN 978-3-608-43134-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/23990.php, Datum des Zugriffs 18.03.2019.


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ISSN 2190-9245

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