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Wolfram Wette: Ernstfall Frieden. Lehren aus der deutschen Geschichte seit 1914

Cover Wolfram Wette: Ernstfall Frieden. Lehren aus der deutschen Geschichte seit 1914. Donat Verlag (Bremen) 2017. 640 Seiten. ISBN 978-3-943425-31-4. D: 24,80 EUR, A: 25,50 EUR.

Schriftenreihe Geschichte & Frieden - Band 38.
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Thema

Im Artikel I Charta der Vereinten Nationen wird als Ziel formuliert den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren. Das Grundgesetz enthält im Artikel 26 das Gebot der Friedenssicherung. Dieser Artikel ist Programmsatz und Rechtsnorm zugleich. In diesem Band werden die Lehren aus den beiden Weltkriegen dargestellt und Konsequenzen für die Gegenwart gezogen. Leitmotiv hierfür ist eine Rede des Bundespräsidenten Gustav W. Heinemann vor dem deutschen Bundestag und dem Bundesrat am 1.07.1969. In der Ansprache des Bundespräsidenten hieß es: „Ich sehe als Erstes die Verpflichtung, dem Frieden zu dienen. Nicht der Krieg ist der Ernstfall, in dem der Mann sich zu bewähren habe, wie meine Generation in der kaiserlichen Zeit auf den Schulbänken lernte, sondern der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bewähren haben. Hinter dem Frieden gibt es keine Existenz mehr.“ (S. 9).

Autor

Verfasser des Werkes ist Wolfram Wette, Prof. Dr. phil., Historiker, Friedensforscher und freier Autor. Dieser war 1971 bis 1995 am Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Freiburg i.Br. und seit 1998 bis 2005 als außerplanmäßiger Professor für Neueste Geschichte am historischen Seminar der Universität Freiburg tätig. Als Militärhistoriker hat er eine Vielzahl von Veröffentlichungen zur Geschichte des Militarismus und Pazifismus in Deutschland verfasst. Dies bedingte die Auseinandersetzung mit Positionen, mit denen die Lehren aus der deutschen Geschichte ignoriert wurden.

Zu verweisen ist auf die von Wolfram Wette verfasste Biographie von Gustav Noske, die in erster Auflage 1987 erschien. Damals wurde der Versuch unternommen, durch einen innerhalb des MGFA eingesetzten Beirat unter dem Vorsitz von General a.D. Johann Adolf Graf von Kielmansegg, die Veröffentlichung des Manuskripts für diese Biographie zu verhindern. Argumentiert wurde damit, dass Noske lediglich kritisiert und abqualifiziert wurde. Letztendlich ging es dabei um die Auseinandersetzung mit militaristischen Traditionen. Nach Einholung weiterer Gutachten konnte dann diese Biographie veröffentlicht werden. Eine Vielzahl weiterer Publikationen des Autors sind der Friedensforschung gewidmet. Erwähnt seien nur die Schriften:

  • Kriegstheorien deutscher Sozialisten, 1971
  • Militarismus und Pazifismus, Auseinandersetzung mit den deutschen Kriegen, Donat Verlag, Bremen 1991
  • Die Wehrmacht, Feindbilder, Vernichtungskrieg, Legenden 2002
  • Militarismus in Deutschland Geschichte einer kriegerischen Kultur, 2011
  • Ehre, wem Ehre gebührt: Täter, Widerständlern und Retter (1939 bis 1945), Donat Verlag, Bremen 2014

Entstehungshintergrund

Der Band basiert auf 26 Publikationen von Wolfram Wette aus den Jahren 1993 bis 2016, mit denen die Lehre aus den beiden Weltkriegen gezogen und mit denen die Auseinandersetzung um Krieg und Frieden dargestellt wurde. Es ist jedoch kein Sammelband von Beiträgen zum Thema, sondern eine inhaltlich geschlossene Darstellung, mit der, wie es im Untertitel heißt, „Lehren aus der deutschen Geschichte seit 1914“ für Gegenwart gezogen wurden.

Das Buch erschien in der Schriftenreihe Geschichte & Frieden des Donat Verlags. In dieser Reihe wurden Darstellungen, Biographien, Dokumentationen, Streitschriften und Abhandlungen, die mit dem Problemfeld Krieg und Frieden zusammenhängen verlegt. Gegenstand dieser Beiträge sind bedeutende Pazifist/innen, Friedensgruppen und -organisationen sowie übernationale Institutionen, deren Ziel es war, Krieg zu verhindern und Frieden zu fördern. Das Interesse gilt zugleich Kriegsursachen, Erscheinungsformen der Gewalt und des Militarismus, der Rolle des Militärs, den Problemen von Rüstung und Abrüstung in der Geschichte und innergesellschaftlichen Konflikten. Der Verleger Helmut Donat hat intensiv an der Gestaltung des Bandes mitgearbeitet. Das betrifft die Illustration mit über 500 Bildern und die Aufbereitung vieler Quellentexte, die in die inhaltlichen Darstellungen eingefügt wurden und diese ergänzen. Dieses Werk ist daher auch eine Leistung von Helmut Donat, der sich als Verleger und Historiker der Friedensforschung widmet und für sein Wirken mit dem Carl von Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik der Stadt Oldenburg ausgezeichnet wurde.

Aufbau und wesentliche Inhalte

DerBand besteht aus 26 Kapiteln, die in fünf Teile gegliedert werden. Die Deutsche Nationalbibliothek bietet Einblick in das vollständige Inhaltsverzeichnis.

Die Einleitung verweist auf S. 9 ff unter dem Titel: „Ernstfall Frieden – nur eine Vision für Sonntagsreden?“ auf die behandelten inhaltlichen Schwerpunkte.

Hier wird unter Bezugnahme auf das Heinemann Zitat „Ernstfall Frieden“ und dessen Ansprache bei der Gründungsversammlung der deutschen Gesellschaft für Friedens- und Konfliktforschung am 28.10.1970 deutlich gemacht, dass damit die Initialzündung für die historische Friedensforschung gesetzt wurde. Gustav Heinemann kritisierte die Einseitigkeit der traditionellen Geschichtswissenschaft in dem er hervorhob: „Unendlicher Fleiß ist seit erdenklichen Zeiten von Geschichtsschreibern darauf verwandt worden, den Verlauf von Schlachten und Kriegen darzustellen. Auch den vordergründigen Ursachen von Kriegen wurde nachgespürt. Aber nur wenig Kraft, Energie und Mühe wurden in aller Regel darauf verwandt, sich darüber Gedanken zu machen, wie man sie hätte vermeiden können.“

Die sich entwickelnde Friedens- und Konfliktforschung stieß auf Anfeindungen von konservativer Seite, „die in der militärischen Stärke noch immer den wichtigsten Faktor zur Friedenssicherung und zur Durchsetzung politischer Interessen sahen. Sie interpretierten das wissenschaftliche Nachdenken über den Abbau von Feindbildern, über Vertrauensbildung als Voraussetzung für Rüstungskontrolle und Abrüstung, über blockübergreifende Kooperation sowie über zukunftsorientierende Konzepte für eine neue europäische Sicherheitsstruktur tendenziell als Anzeichen von Schwäche und bekämpften sie.“ (Seite 10).

Die Ergebnisse der historischen Friedensforschung wurden in einer Vielzahl von Publikationen, u.a. in der Schriftenreihe „Geschichte & Frieden“, (Stand August 2015, 35 Bände) und im Jahrbuch für Historische Friedensforschung umbenannt in „Frieden & Krieg & Beiträge zur historischen Friedensforschung“ (Stand August 2015, 21 Bände) veröffentlicht.

Obwohl sich der Band auf den Zeitraum von 1914 bis zur Gegenwart erstreckt, findet man nur in einer Anmerkung der Einleitung eine ausdrückliche Bezugnahme auf die Friedensbewegung in der DDR. Dort wird auch die Frage aufgeworfen, ob die Jahrzehntelange Friedenspropaganda der DDR Führung – bei gleichzeitiger Aufrüstung und Militarisierung der Gesellschaft – gegebenenfalls zu einer spezifischen Mentalität der Friedfertigkeit in der DDR geführt hat. Dies sei jedoch noch nicht hinreichend erforscht. An anderer Stelle taucht diese Problematik nochmals auf. So heißt es auf Seite 505 zum Einstellungswandel der Bevölkerung zu Fragen von Krieg und Frieden: „Obwohl die friedenspolitisch relevanten Wandlungsprozesse in der Gesellschaft der vormaligen DDR bislang noch nicht wissenschaftlich untersucht worden sind, wird man vermuten können, dass sich dort vergleichbare zivilisierende Entwicklungen vollzogen haben.“.

Der angesprochen Forschungsdefizit schließt m.E. auch die Frage ein, welche Relevanz die Methoden der DDR Friedensbewegung noch haben können. Das betrifft auch die Problematik, dass die Auseinandersetzung sich nicht nur auf die Friedensfrage beschränkte, sondern sich vom Ansatz her auf die Gesellschaftsproblematik insgesamt bezog.

Nach den Ausführungen zum Anliegen und zu den Ergebnissen der Forschung wird darauf hingewiesen, dass sich die Friedensforschung für die empirische Frage interessiert: „Was haben welche Gruppen von Menschen in Deutschland zu welcher Zeit in friedenspolitischer Hinsicht gelernt? Naheliegender Weise kommen dabei besonders die Nachkriegszeiten in den Blick. Im Gegenzug ist von gleichem Interesse zu ermitteln, welche politischen und gesellschaftlichen Kräfte sich einem solchen Lernprozess ganz oder teilweise verschlossen haben“ (S. 14.)

An die Einleitung schließen sich die fünf Teile (S. 25 ff – 588) an.

Teil 1 Warum der 1. Weltkrieg nicht verhindert wurde. Hierzu gehören folgende Kapitel:

  • 1. Krieg dem Kriege! Guerre à la Guerre! Der Basler Internationale Friedenskongress 1912
  • 2. Kriegsverhütung – damals und heute: Was hat uns der Basler Friedenskongress von 1912 noch zu sagen?
  • 3. Der Weg der Sozialdemokratie von Basel 1912 bis zur Kriegskreditbewilligung 1914
  • 4. Gegner der Kriegskultur: Die bürgerliche Friedensbewegung in Deutschland vor 194
  • 5. Krisenjahr 1914: Deutscher Wille zum Zukunftskrieg
  • 6. Militarismus und die Rolle der Wissenschaft 1914
  • 7. Seit 100 Jahren umkämpft: Die Kriegsschuldfrage

Mit diesem ersten Teil werden die Grundlagen für die behandelnde Thematik gelegt. Die Erörterung dieser Fragen erfolgt sehr detailliert. Es erfolgte die Bezugnahme auf die entsprechenden Quellen. Es soll hier nur beispielhaft auf das Zitat aus dem Neujahrsbrief des Kaiser Wilhelm II an den Reichskanzler von Bülow nach der russischen Revolution von1905 verwiesen werden, in dem es wörtlich heißt: „Erst die Sozialisten abschießen, köpfen und unschädlich machen, wenn nötig, per Blutbad, und dann Krieg nach außen. Auch nicht vorher und nicht a tempo“. (S. 95)

Es erfolgt die Darstellung der Friedensbewegung vor dem 1. Weltkrieg und die Auseinandersetzung mit der Kriegspropaganda. Es wird die „Kriegsschuldfrage“ erörtert. Vor dem Hintergrund von 2 Millionen toten deutschen Soldaten im 1.Weltkrieg gab es nach dem Ende des Krieges „eine hasserfüllte Auseinandersetzung über zwei zentrale Fragen, nämlich erstens über die Frage der Kriegsschuld und zweitens über die Ursachen der Niederlage bzw. die Schuld an der Niederlage.“ ( S. 145).

Hierzu wird nicht nur auf die Historie eingegangen, sondern es wird darauf hingewiesen, dass in aktuellen Debatten des Erinnerungsjahres 2014 versucht wird, die Kriegsschuld Deutschlands am 1. Weltkrieg zu relativieren. Dies erfolgte durch Christopher Clark im Buch „Die Schlafwandler. Wie Europa 1914 in den Krieg zog“. (München 2013) und durch das Buch des Politwissenschaftlers Herfried Münkler „Der große Krieg. Die Welt 1914 bis 1918“ (Berlin 2014), der hinsichtlich der deutschen Kriegsschuld ähnliche Ansichten wie Clark vertritt.

Die von beiden Autoren vorgenommenen Relativierungen basieren nicht auf neuen Quellen, sondern lediglich auf neu Interpretationen des veröffentlichen Quellenmaterials (S. 146).

Als Hilfsmittel der Entschuldung (S. 151) dient hier Clarks Bild von den „Schlafwandlern“. Gemeint sind damit die führenden Persönlichkeiten von Politik und Militär, die an den Hebeln der Macht saßen. Die Zielrichtung dieser Schuldrelativierung, der Verteidigungslüge von 1914, wurde in verschiedenen Kapiteln herausgearbeitet. Zur Aktualität der Schuldfrage wird betont: „Denn (nur) die Entlastung von alter Schuld befähigt zu neuen Taten.“ (S. 151). Hierzu wird auch auf ein Interview von Münkler mit der Süddeutschen Zeitung (S. 151 f) verwiesen, in dem es heißt: „Es lässt sich kaum eine verantwortliche Politik in Europa betreiben, wenn man die Vorstellung hat: Wir sind an allem schuld gewesen.“ Weiter heißt es dann bei Münkler: „Weil wir historisch schuldig sind, müssen, ja dürfen wir außenpolitisch nirgendwo mitmachen; also kaufen wir uns lieber frei, wenn es darum geht, Europa an den Krisenrändern zu stabilisieren.“

Die Argumentation derjenigen, die die deutsche Kriegsschuld in Frage stellen oder relativierten steht im Widerspruch zu den Ergebnissen der historischen Forschung. In den entsprechenden Anmerkungen wird auf historisches Quellenmaterial und entsprechende Literatur verwiesen. Neu aufgelegt wurde hierzu ein Buch des sozialdemokratischen Publizisten Salomon Grumbach (1884 – 1952), „Das annexionistische Deutschland. Eine Sammlung von Dokumenten, die seit dem 4.08.1914 in Deutschland öffentlich oder geheim verbreitet wurden“. Erstmals 1917 veröffentlicht, erfolgte die Neuauflage im Jahr 2018 ebenfalls im Donat Verlag.

Die Kapitel 8 bis 19 sind Gegenstand der Teile II bis IV:

Teil II Die Chance zur Umkehr: Frieden und Krieg in der Weimarer Republik

Teil III Weil sich die Wahrheit nicht sehen lassen kann: Das System der Kriegslügen

Teil IV Nach 1945: Die zweite Chance der Umkehr

Die Darstellung der Entwicklung seit dem Golfkrieg von1991 und den Resümee dient der letzte Teil (S. 483 ff):

Teil V – In der Berliner Republik: Verliert die zentrale Lehre „Nie wieder Krieg“, ihre Verbindlichkeit? Hier geht es um die aktuellen Schlussfolgerungen, die ihren Niederschlag in folgenden Kapiteln gefunden haben:

  • 20. Drückebergerei oder Friedfertigkeit? Die Deutschen während des Golfkrieges von1991
  • 21. Die Enttabuierung des Militärischen in der Berline Republik
  • 22. Der General und die Bischöfin – eine exemplarische Kontroverse
  • 23. Export des Todes: Waldkircher Erklärung gegen Waffenexporte
  • 24. Erinnern für die Zukunft: die NS-Zeit als Negativ-Folie für eine angestrebte Friedenskultur
  • 25. Von der Verpflichtung, dem Frieden zu dienen
  • 26. Die richtigen Lehren aus 1914: Deeskalation und nicht-militärische Konfliktbearbeitung

Es wird darauf verwiesen, dass zunehmend seit den 90iger Jahren in der BRD die praktizierte Kultur der militärischen Zurückhaltung schrittweise abgelöst wurde, durch eine aktive internationale Politik, „die das militärische Instrument wieder in den Dienst der Außenpolitik stellte“ (S. 499). In Krisenzeiten durchgeführte Massendemonstrationen gegen den Krieg sowie viele Meinungsumfragen belegen jedoch, dass nach der Erfahrung des zweiten Weltkrieges die große Mehrheit der Bürger weiterhin friedlich gesinnt ist.

Hierzu heißt es: „Die Politik musste bislang schon auf diese Haltung der Menschen Rücksicht nehmen. Aber es gibt im Lande gleichzeitig auch einen beängstigenden bellizistischen Diskurs in Teilen der Meinungseliten. Die pazifistische Haltung der deutschen Bevölkerung bietet den Regierenden die einmalige Chance, sich international durch eine kompetente nicht-militärische Bearbeitung von Konflikten hervorzutun und diese Politik als ihre Lehre aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts präsentieren.“ (S. 576).

Zum Schluss des 26. Kapitels werden die Lehren aus der Geschichte seit 1914 wie folgt zusammengefasst (S. 580):

  • Frieden nach außen lohnt sich.
  • Demokratie sichert ein friedliches Zusammenleben im Innern. Gewalt scheidet als Mittel der politischen Auseinandersetzung aus.
  • Ausgrenzung von Minderheiten geht mit uns nicht, weil wir die Unantastbarkeit der Menschenwürde als unser zentrales Gebot sehen und folglich den Gleichheitsgrundsatz achten.
  • Humanität hat die Leitlinie unseres Umgangs mit Flüchtlingen zu sein, in der großen Politik wie im Zusammenleben „vor Ort“. Bei allen Problemen im Einzelnen gilt nach wie vor: Vieles ist nicht eine Frage des Könnens, sondern des Wollens.
  • In der gegenwärtigen Krise geht es – über alle Parteigrenzen und -interessen hinweg – um die Abwehr des Rechtsradikalismus, den Rückfall in Gewalt und Rassismus. Es geht darum, den Frieden als Ernstfall zu leben, im politischen, aber auch im persönlichen Bereich.

Das Werk ist an Befürworter und Gegner des „Ernstfall Frieden“ gerichtet. Es bricht mit Tabus und fordert zur Revision von Geschichtslegenden auf. Es dient der Entwicklung einer Sichtweise auf die deutsche Geschichte und Gegenwart, die ihren Ausdruck im Streben nach Friedenssicherung findet.

Der Band ist reich illustriert. Beginnend mit der Zeichnung „Nie wieder Krieg“ auf dem Umschlagtitel, die von Käthe-Kollwitz stammt. Bei den Illustrationen handelt es sich u.a. um Grafiken, Fotos von Persönlichkeiten der Friedensbewegung und Titelblättern von Büchern zur Friedensproblematik. Es werden viele Quellentexte abgedruckt, die die Relevanz der Ausführungen unterstreichen.

Soweit es sich um Äußerungen von Kriegsbefürwortern handelt, sind diese Stellungnahmen vielfach von brutalen Offenheit und nicht wie in heutiger Zeit mit Pseudoargumenten verschleiert.

Auf Grund der Quellentexte und der Anmerkungen kann die entsprechende Literatur zum Thema erschlossen werden.

Fazit

„Ernstfall Frieden“ ist ein aktuelles Buch. Dies ist auf Grund aktueller weltpolitischer Entwicklungen nicht zu bestreiten. Es regt zum Nachdenken an und lädt zum Engagement für den Frieden ein. Es handelt sich damit um eine Thematik, die letztendlich für alle Bürger dieses Landes von existentieller Bedeutung ist. Es ist ein Werk mit dem Ergebnisse der Friedensforschung mit hohen wissenschaftlichen Anspruch dargestellt werden. Zugleich werden Fragen aufgeworfen, die der weiteren wissenschaftlichen Bearbeitung bedürfen. Auf Grund der großen Relevanz der in diesem Band dargestellten Schlussfolgerungen aus der deutschen Geschichte seit 1914 ist diese Schrift allgemein zu empfehlen.


Rezensent
Dr. Richard Schüler
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Homepage www.anwaelte-ssk.de
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Zitiervorschlag
Richard Schüler. Rezension vom 12.09.2018 zu: Wolfram Wette: Ernstfall Frieden. Lehren aus der deutschen Geschichte seit 1914. Donat Verlag (Bremen) 2017. ISBN 978-3-943425-31-4. Schriftenreihe Geschichte & Frieden - Band 38. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/24256.php, Datum des Zugriffs 18.10.2018.


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