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Anke Eichrodt: Wissenstransfer an der Schnittstelle von Individuum und Organisation

Cover Anke Eichrodt: Wissenstransfer an der Schnittstelle von Individuum und Organisation. Qualitative Untersuchung von Handlungsorientierungen unter Beachtung der organisationalen Rahmenbedingungen : ein Beitrag aus dem elementaren Bildungsbereich. Verlag Dr. Kovač GmbH (Hamburg) 2017. 246 Seiten. ISBN 978-3-8300-9655-9. D: 88,80 EUR, A: 91,30 EUR.

Schriftenreihe Studien zur Berufs- und Professionsforschung - Band 31.
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Thema

Change Management als Antwort auf gesellschaftliche, ökonomische und professionelle Herausforderungen gehört zum Alltag von Organisationen. Das bedeutet aber nicht, dass Change Management immer erfolgreich ist. Ergebnisse von Studien zeigen, dass rund 40 % aller Change-Management-Projekte scheitern (Lauer, Thomas 20142: Change Management. 47). Die Gründe dafür sind vielfältig. Aus der Sicht von Mitarbeitern wird als Ursache häufig eine fehlende Transparenz der Ziele, eine zu geringe Bereitschaft, Mitarbeiter zu beteiligen, ungenügende Orientierung bzgl. des Prozesses und eine nicht ausreichende Sinnhaftigkeit genannt. Auch wenn diese Ergebnisse sich in erster Linie auf strategische struktur- und prozessbezogene Organisationsentwicklungsprozesse beziehen, sind sie dennoch auf andere Veränderungsprozesse in Organisationen übertragbar. Dies gilt auch für Organisationen aus dem Bildungs- und Sozialbereich. Die vorliegende Studie setzt an diesem Punkt an. Im Fokus steht der intraorganisatorische Wissenstransfer eines Trägers von Kindertagesstätten bei der Einführung neuer pädagogischer Konzepte. Dabei wird von der Prämisse ausgegangen, dass Wissenstransfer den Mitarbeitern nicht „verordnet“ werden kann. Um den Transferprozess erfolgreich zu gestalten ist es vielmehr erforderlich, an den Handlungsorientierungen der Mitarbeiter anzuknüpfen.

Entstehungshintergrund

Die Studie von Dr. Anke Eichrodt wurde als Dissertation an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingereicht und dort erfolgreich angenommen. Doktormutter war Frau Prof. em. Dr. Ursula Rabe-Kleberg.

Aufbau

Der Aufbau der Studie ist in drei Teile gegliedert.

  • In Teil 1 (Kapitel 1) werden einleitend die Fragestellung der Arbeit, der Forschungskontext im Rahmen der Elementarpädagogik sowie die Eckpunkte des pädagogischen Konzeptes vorgestellt, auf die sich der Wissenstransfer in der Kita bezieht.
  • Teil 2 (Kapitel 2) stellt die theoretischen Grundlagen zum Wissenstransfer inklusive der Paradigmen dieses Konzepts dar und formuliert Hypothesen für einen gelingenden Wissenstransfer.
  • In Teil 3 (Kapitel 3 bis 7) werden die gelingenden Bedingungen eines Wissenstransfers ausformuliert, methodologische Fragen erörtert, der Bezug zwischen personellen und organisatorischen Aspekten hergestellt, um daran anschließend die Ergebnisse der Befragung vorzustellen und daraus eine Typenbildung zu generieren.

Die Deutsche Nationalbibliothek bietet Einblick in das vollständige Inhaltsverzeichnis.

Inhalte

Im ersten Kapitel wird in den Themenkontext der Arbeit eingeführt. Die Implementierung von neuem, professionell begründetem Wissen in die pädagogische Arbeit von Kitas hat zu berücksichtigen, dass der Wissenstransfer als individueller und organisatorischer Lernprozess zu verstehen ist, bei dem es auch um die „Reflexion und Modifikation der Transferinhalte“ (13) geht. Folglich sind die Handlungsorientierungen der Beteiligten (in der vorliegende Studie: Erzieherinnen in den Praxiseinrichtungen, Fachberaterinnen und die Leitung auf Trägerebene) im Zusammenwirken mit strukturellen und inhaltlichen Rahmenbedingungen zu analysieren. Dabei wird geklärt, von welchem Wissensbegriff ausgegangen wird und welches Verständnis bzgl. des Konstrukts „Wissenstransfer“ zugrunde gelegt wird.

Um die neuen professionellen Herausforderungen im Handlungsfeld besser zu verstehen, wird der Paradigmenwechsel in der Elementarpädagogik kurz beschrieben. Grundlage der neuen pädagogischen Konzepte bilden u.a. die Selbstbildungsprozesse von Kindern, die neuen Anforderungen, die an Leitungskräfte gestellt werden und die veränderte Rolle der Erzieherin. Ziel der Studie ist es, den Zusammenhang zwischen den Handlungsorientierungen der Personen (siehe oben), den zu transferierenden Inhalten (neue professionelle Anforderungen) und den strukturellen Rahmenbedingungen (Leitungs- bzw. Führungsverständnis, Zusammenarbeit im Team etc.) empirisch genauer zu untersuchen.

Im zweiten Kapitel steht die Klärung der theoretischen Grundlagen im Mittelpunkt. Dazu wird der Wissensbegriff analytisch unterschieden und in die Gegenüberstellung zwischen einem „kognitivistischen“ und einem „konstruktivistischen“ Wissensverständnis eingeführt. Im Weiteren geht die Studie von einem konstruktivistischen Wissensbegriff aus, nach dem Wissen „als mentale Strukturen aufgefasst werden [kann], die Teile der Realwelt auf der Basis von Beobachtung oder Interpretation von Daten repräsentieren.“ (38) Nach der Unterscheidung von Wissensdichotomien (implizit/explizit; individuell/kollektiv) werden theoretische Grundlagen des Konstrukts „Wissenstransfer“ entwickelt.

Anke Eichrodt grenzt sich dabei von einem instrumentell-technischen Verständnis von Wissenstransfer ab und favorisiert stattdessen ein kognitivistisches Wissensverständnis. Dieses beinhaltet auch eine organisationstheoretische Sicht auf den Transferprozess. Die Organisationsprobleme, die dabei zu beachten sind, werden als „Koordinationsproblem“ (59) (Informationslogistik und Ressourcenallokation), als „Orientierungsproblem“ (60) (relevantes Wissen der Veränderung) und als „Motivationsproblem“ (60) (Zusammenführung von individuellen und organisatorischen Zielen) definiert. Vor diesem Hintergrund werden das Verständnis von Wissenstransfer, das erkenntnisleitend für die Studie ist sowie Hypothesen zu Barrieren des Wissenstransfers vorgestellt.

Im dritten Kapitel erfolgt zunächst „eine Betrachtung des Wissenstransfers unter dem Schwerpunkt transferfördernder bzw. transferhemmender Merkmale an der Schnittstelle von Individuum und Organisation“ (100). Dazu wird u.a. auf ein Forschungsparadigma von E.M. Rogers (Diffusion of Innovation, 1995 bzw. 2003) zurückgegriffen, das zwischen

  • wahrgenommenen Eigenschaften der Innovation,
  • Entscheidungsbedingungen,
  • Kommunikationskanäle,
  • Eigenschaften des sozialen Systems und
  • Engagement des Change Agents

unterscheidet (vgl. 74 ff.)

Als weitere Faktoren des Wissenstransfers werden außerdem der zeitliche Verlauf, die Art des Handelns im Transfer (Routine vs. Kreativität) und die Transfermotivation analysiert. In Bezug auf die Transfermotivation werden verschiedenen Akteure von je typischen Einstellungen beim Umgang mit Innovationen beschrieben („Die Innovativen“, „Die Vorreiter“, „Das frühe Hauptfeld“, „Das späte Hauptfeld“ und „Die Nachzügler“). Diese Ausführungen, verbunden mit einem Phasenverlauf der Innovationsübernahme, werden schließlich in ein Transfermodell integriert (97 ff.), dessen Eckpunkte a) die neuen pädagogischen Konzepte (Inhalte), b) die Unterstützung der Motivation (Person) und c) das professionelle Management sowie die Zusammenarbeit aller relevanter Beteiligten (Struktur) darstellen. Dieses Modell bildet die Grundlage für die darauf aufbauende empirische Untersuchung.

Ebenfalls im dritten Kapitel werden die Konzeption der empirischen Studie (problemzentriertes Interview), die Stichprobenauswahl, die verschiedenen Zielgruppen der Interviews und weitere methodologische Fragen dargelegt.

Mit dem vierten Kapitel beginnt die Darstellung der empirischen Ergebnisse. Dabei stehen zunächst die Ergebnisse aus den 3 Interviews mit den Vertretern der Leitungsebene (Träger) im Fokus. Als Ergebnis kann festgehalten werden: Die Trägervertreter sehen Kitas als Bildungsinstitutionen und begleiten den Professionalisierungsprozess der Erzieherinnen durch Fortbildungsmaßnahmen. Ergänzt wird das Trägerhandeln durch die Schaffung von externen Unterstützungsstrukturen sowie durch Angebote der internen Vernetzung.

Die Interviewten der mittleren Ebene (4 Fachberaterinnen) weisen einen hohen Grad an Identifikation mit den Transferinhalten und Veränderungsprozessen auf. Modulare Fortbildungen für die Erzieherinnen werden als eine wesentliche Unterstützungsstruktur gesehen. Die Fachberaterinnen selbst sehen sich in der Rolle eines Prozessbegleiters. Sie haben Verbindlichkeiten herzustellen und Verzögerungen im Prozess zu vermeiden. Aber: Sie sehen sich auch als Entschleuniger der Veränderungsprozesse.

Den Hauptteil der empirischen Ergebnisse bilden 17 Interviews mit den Erzieherinnen in den Praxiseinrichtungen und die Darstellung der Handlungsorientierungen im Transferprozess. Die fünf vorgestellten Interviews werden nach folgenden Kriterien systematisiert:

  • Relevanz der Transferinhalte für die eigene pädagogische Arbeit
  • Beeinflussende Entscheidungsbedingungen
  • Veränderungsgeschwindigkeit
  • Kommunikation
  • Veränderungsprozesse im Team
  • Netzwerke

Die Ergebnisse münden in eine Typenbildung auf der Ebene der Praxiseinrichtungen, die wie folgt charakterisiert wird:

  • Die Gestalterin (beinhaltet u.a. Aspekte wie aktive, reflexive und eigenverantwortliche Handlungsorientierung; hohe Offenheit gegenüber Veränderungen; nutzt eigene Handlungsspielräume; sehr teamorientiert etc.)
  • Die Neugierige (beinhaltet u.a. Aspekte wie reflexive und eigenverantwortliche Handlungsorientierung; sucht nach Möglichkeiten zur Testung der Transferinhalte unter Regelstrukturen; nutzt zwar eigene Handlungsspielräume aber empfindet sich nur teilweise als autonom; sehr teamorientiert aber vertritt Transferinhalte nur eingeschränkt nach außen etc.)
  • Die Resistente (beinhaltet u.a. Aspekte wie verweigernde Handlungsorientierung; Neuerungen werden als wenig relevant für das berufliche Handeln begriffen, zeigt Überforderung und Angst; lässt reflexives Verhalten vermissen; bewertet Lösungsvorschläge des Teams negativ etc.)

Abschließend werden die Ergebnisse in Bezug zur Schnittstelle „Person und Inhalt“, „Inhalt und Struktur“ sowie „Person und Struktur“ interpretiert und Schlussfolgerungen für den Transfer der Forschungsergebnisse vorgestellt.

Diskussion

In jüngster Zeit werden verstärkt Forschungsergebnisse veröffentlicht, die bei Entwicklungs- und Transferprozessen in Organisationen die subjektive Perspektive der Beteiligten und deren Wahrnehmungs- und Handlungsmuster in den Fokus nehmen. Die hier vorgestellte Studie gehört in diesen Kontext. Sie hat eine hohe Relevanz für die qualitative Forschung, weil sie die Bedeutung der Wahrnehmungs- und Deutungsprozesse für Veränderungsprozesse klar unterstreicht und zu weiteren vertiefenden Forschungsarbeiten anregt. Darüber hinaus gibt die Studie Anregungen für geplante Transferprozesse in der Praxis und fördert eine differenzierte Sichtweise auf Transferprozesse.

Der theoretische Rahmen ist angemessen und macht die Komplexität von Prozessen des Wissenstransfers deutlich. Die Darstellung der Theorie vermittelt eine grundsätzliche Perspektive auf das Thema und gibt deshalb auch Anregungen für eine Übertragung auf ähnlich angelegte Veränderungsprozesse in Organisationen. Das Modell der Verschränkung von Person, Inhalt und Struktur ist plausibel und in den Grundzügen auch gut entwickelt. Allerdings wären die Argumentationen zu den Verknüpfungen an manchen Stellen noch ausbaufähig gewesen.

Von besonderem Interesse sind die herausgearbeiteten Handlungsorientierungen und die daraus abgeleiteten Typologien. In der Verknüpfung mit unterschiedlichen Einflussfaktoren geben sie wichtige Erkenntnisse und Hinweise darauf, wie Handlungsorientierungen und organisatorischer Kontext miteinander verknüpft sind und welche förderlichen bzw. hemmenden Faktoren dabei zu berücksichtigen sind. Hilfreich dabei sind auch die Anregungen, die bezüglich der Übertragung auf ähnlich gelagerte Transferprozesse bei Trägern im Bereich der Elementarbildung gegeben werden. Dies gibt insbesondere praktisch orientierten Lesern eine Orientierungshilfe für eigene Veränderungsprozesse.

Bezüglich der inhaltlichen Zuordnung der Kapitel und der Gestaltung ergeben sich beim Lesen allerdings einige Fragen. So erschließt sich beispielsweise nicht, warum der Theorieteil zum gelingenden Wissenstransfer in das Kapitel „Empirische Analyse“ eingebaut wurde, in dem auch die methodischen und methodologischen Fragen bearbeitet werden. Darüber hinaus tragen Gliederung, gewählte Zwischenüberschriften und Seitenumbrüche nicht an allen Stellen zur Klarheit bei.

Fazit

Das Handlungsfeld der Elementarpädagogik steht unter einem enormen Veränderungs- und Innovationsdruck. Die Folge ist u.a. ein Paradigmenwechsel im Professionsverständnis und damit in den praktischen Handlungskonzepten. Wie aber entwickeln Mitarbeiter ein neues Professionsverständnis? Wie korrespondiert der formulierte Anspruch der Profession mit der Umsetzung in der Praxis? Welche Formen der Unterstützung und Begleitung kann dabei auf organisatorischer Ebene geleistet werden? Die vorliegende Studie liefert zu diesen Fragen wichtige Erkenntnisse. Sie macht deutlich, wie der Zusammenhang zwischen den Handlungsorientierungen von Erzieherinnen und der Unterstützung durch die Organisation bei der Implementierung von Prozessen des Wissenstransfers erfolgreich stattfinden kann. Die Studie ist deshalb für theoretisch wie praktisch orientierte Leser und Leserinnen gleichermaßen geeignet. Sie liefert einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung eines neuen Professionsverständnisses im Organisationskontext der Elementarpädagogik.


Rezensent
Prof. Dr. Hans-Joachim Puch
Präsident i.R. Evangelische Hochschule Nürnberg
Homepage www.evhn.de/fh_tv_detail.html?adr_id=1
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Zitiervorschlag
Hans-Joachim Puch. Rezension vom 20.09.2018 zu: Anke Eichrodt: Wissenstransfer an der Schnittstelle von Individuum und Organisation. Qualitative Untersuchung von Handlungsorientierungen unter Beachtung der organisationalen Rahmenbedingungen : ein Beitrag aus dem elementaren Bildungsbereich. Verlag Dr. Kovač GmbH (Hamburg) 2017. ISBN 978-3-8300-9655-9. Schriftenreihe Studien zur Berufs- und Professionsforschung - Band 31. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/24390.php, Datum des Zugriffs 14.11.2018.


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