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Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (Hrsg.): Jahrbuch Sucht 2002

Rezensiert von Dipl. Soz.-Wiss. Kurt Groll, 18.01.2002

Cover  Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (Hrsg.): Jahrbuch Sucht 2002 ISBN 978-3-87581-217-6

Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (Hrsg.): Jahrbuch Sucht 2002. Neuland Verlag (Geesthacht) 2001. 286 Seiten. ISBN 978-3-87581-217-6. 13,90 EUR.
ISSN 0940-4910.

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Bedeutung der Veröffentlichung

Aktuellere und zuverlässigere Daten zur Entwicklung der Suchtproblematik und ihrer Bearbeitung in der BRD findet man in derartig kompakter Form nirgends besser als im "Jahrbuch Sucht.

Aufbau

Insgesamt beinhaltet die Publikation neun Kapitel mit alles in allem 14 von unterschiedlichen Fachautoren (aus dem Bundeskriminalamt, dem Institut für Therapieforschung, der Bundesanstalt für Strassenwesen, der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren, dem Zentrum für Sozialpolitik, dem Robert-Koch-Institut, dem Fachverband Drogen und Rauschmittel etc.) verfassten Beiträgen, denen jeweils kurze Zusammenfassungen, auch in englischer Sprache, vorangestellt sind.

Inhalte

Eingeleitet wird das Jahrbuch (nähme man es genau müsste man von einem Drei-Jahrbuch sprechen: Daten bis einschließlich 2000, veröffentlicht 2001 und als Jahrbuch 2002 im Titel geführt) wie gewohnt durch ein erstes Kapitel "Zahlen und Daten in Kürze", aufgegliedert nach Alkohol, Tabak, psychotrope Medikamente, illegale Drogen und Glücksspiel.

Kapitel zwei zu den "Suchtstoffen, Suchtformen und ihren Auswirkungen" fasst dann die jüngsten Statistiken und Entwicklungen zum Konsum von Alkohol, Tabak, Arzneimitteln mit Missbrauchspotenzial und illegalen Drogen (hier allerdings ausschließlich auf der Grundlage polizeilicher Daten) sowie zum Glücksspiel, ergänzt um Informationen zu Suchtmitteln im Straßenverkehr, auf rund 100 Seiten zusammen.

Kapitel drei informiert unter Zugrundelegung einer Zeitreihe von 1990 bis 2000 (Datengrundlage sind die Repräsentativerhebungen des Bundesgesundheitsministeriums) über Konsumtrends und Konsumverhalten in Bezug auf den Konsum illegaler Drogen bei Erwachsenen (18-39 Jahre).

Kapitel vier informiert über den Stand der Versorgung Suchtkranker in Deutschland in Rückgriff auf Statistiken der professionellen Suchtkrankenhilfe (Jahresstatistiken der Dokumentationssysteme EBIS, Horizont und Patfack).

Kapitel fünf bespricht in vier Beiträgen unter der gewohnten Überschrift "aktuelle Themen" diesmal 1. die Rückfallproblematik bei Alkoholabhängigen und den Umgang der Selbsthilfeorganisationen hiermit, 2. die besondere Lage bei Suchterkrankungen von Migranten in Deutschland, 3. die Grundlagen kommunaler Suchthilfeplanung, bzw. die Möglichkeiten der Optimierung von Planungs- und Entscheidungsprozessen, sowie 4. einen besonders hervorzuhebenden Beitrag zur Suchtprävention, welchem dem Leser unter der Überschrift "Suchtprävention – Der politische Wille zur Umsetzung fehlt" verdeutlicht, in welchem krassen Gegensatz die in der fachlichen politischen Diskussion breiten Raum einnehmende Suchtprävention zu den für ihre Umsetzung zur Verfügung gestellten Ressourcen steht.

Kapitel sechs stellt die "Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren", ihre Aufgaben und Gremien vor.

Kapitel sieben beinhaltet das Autorinnen- und Autorenverzeichnis incl. ihrer Anschriften. Kapitel acht enthält einen umfangreichen Adressenteil einschlägiger Einrichtungen in der Bundesrepublik und im europäischen Ausland (postalische, E-Mail- und Internetadressen). Das etwas magere Kapitel neun informiert unter der Überschrift "Veranstaltungskalender" über 18 zentrale Veranstaltungen im bundesdeutschen Suchtbereich im Jahre 2002.

Fazit

Die jährlich von der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) herausgegebenen Taschenbücher "Jahrbuch Sucht" gehören ohne Zweifel in das Bücherregal von all denen, welche sich professionell mit der Problematik des Missbrauchs und der Abhängigkeit von legalen und illegalisierten psychoaktiven Substanzen sowie stoffungebundenen Süchten auseinanderzusetzen haben.

Rezension von
Dipl. Soz.-Wiss. Kurt Groll
Dipl.-Soz.Wiss. Lehrbeauftragter und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Sozialwissenschaftlichen Institut der Heinrich Heine Universität Düsseldorf im Forschungsprojekt "Kommunale Drogenpolitik"
Lehrbeauftragter (Soziologie abweichenden Verhaltens und sozialer Kontrolle) des FB Wirtschaftswissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal
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Es gibt 7 Rezensionen von Kurt Groll.

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Zitiervorschlag
Kurt Groll. Rezension vom 18.01.2002 zu: Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (Hrsg.): Jahrbuch Sucht 2002. Neuland Verlag (Geesthacht) 2001. ISBN 978-3-87581-217-6. ISSN 0940-4910. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/244.php, Datum des Zugriffs 08.12.2022.


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