socialnet - Das Netz für die Sozialwirtschaft

Christine Meyer: Essen und Soziale Arbeit

Cover Christine Meyer: Essen und Soziale Arbeit. Eine Einführung. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (Wiesbaden) 2018. 247 Seiten. ISBN 978-3-658-20290-3. D: 19,99 EUR, A: 20,55 EUR, CH: 21,00 sFr.

Basiswissen Soziale Arbeit, Band 8.
Recherche bei DNB KVK GVK.

Besprochenes Werk kaufen
über socialnet Buchversand


Thema

Obwohl Essen, Ernährung und esskulturelle Fragen zu den alltäglichen Aufgaben der Professionellen in der Sozialen Arbeit gehören, sind jene gleichwohl in Disziplin und Profession nahezu unsichtbar, wie die Autorin hervorhebt (S. 4). Hier eine Sensibilisierung zu erreichen, ist ein wichtiges Ziel, das sich das Lehrbuch setzt. Ein zweites besteht darin zu motivieren, sich mit Fragen zum Essen, zur Ernährung und Esskultur auseinanderzusetzen.

Autorin

Christine Meyer ist Professorin für Soziale Arbeit an der Universität Vechta.

Aufbau

In sechs Kapiteln (neben der Einleitung als erstem Kapitel) setzt sich das Lehrbuch „Essen und Soziale Arbeit“ mit Essen, Ernähren und Esskultur auseinander.

Geht es im Kapitel 2 um grundlegende Fragen zur physiologischen Notwendigkeit des Essens, so wendet sich das dritte Kapitel dem Thema des Essens in der Sozialen Arbeit als alltäglich sich wiederholende Herausforderung zu. Thematisiert wird vor diesem Hintergrund der Zusammenhang mit Armut(-slagen). Angesprochen wird auch der enge Zusammenhang mit Erziehung in stationären Einrichtungen.

Im Kapitel 4 geht es um Essen in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit: z.B. Kitas, Schulen und Diensten für Menschen mit einer Behinderung, aber auch um das Handlungsfeld „Unterstützung für Menschen mit Migrationshintergrund“ und „Hilfen für Menschen in Arbeitslosigkeit und Armut“ und schließlich auch um das Handlungsfeld „Ausbildung, Lehre, Forschung Fort- und Weiterbildung“.

Das fünfte Kapitel erörtert Zuständigkeiten, Zeiten und Orte für die Ernährungserziehung und -sozialisation. Im Mittelpunkt stehen: Mutter, Tisch und die Mahlzeit. Die Mutter ist die erste Person in der Ernährungsbiografie des Kindes. Das fünfte Kapitel behandelt außerdem Ernährungserziehung im Kleinkindalter und die Bedeutung der Familie „am Tisch zur gemeinsamen Mahlzeit“.

Da sich Essen und Ernährung zunehmend mehr außerhalb der „eigenen vier Wände“ vollzieht, wächst die ernährungsbezogene Verantwortung der Sozialen Arbeit, nicht zuletzt im Kontext nachhaltigkeits- und gesundheitsbezogener Fragen. Diese Thematik wird im sechsten Kapitel angesprochen.

Das Kapitel 7 schließlich fasst Ergebnisse zur Bedeutung des Essens in der Sozialen Arbeit mit Blick auf disziplinäre und professionelle Zuständigkeit der Sozialen Arbeit zusammen.

Inhalt

In der Einleitung werden zentrale Fragen rund um das Essen gestellt: z.B.

  • „Was wollen wir essen? UND: Wie wollen wir essen?“
  • „Wer kauft ein? UND: Wer bereitet es zu?“
  • „Wer isst was am liebsten? UND: Wer wählt das Essen und die Zusammenstellung der Mahlzeiten aus?“
  • „Wer isst was am liebsten? UND: Wer wählt das Essen und die Zusammenstellung der Mahlzeiten aus?“

Angesprochen werden ferner Fragen zur Verantwortlichkeit für Esskultur und wer sich für welche Formen von Esskultur einsetzt. Dabei geht es um die Verbesserung der Lebensqualität und um das Entstehen von Gemeinschaft. Am Tisch geht es um mehr als um Nahrungsaufnahme. An ihm werden Beziehungen gestaltet. Hier setzen sozialpädagogische Anknüpfungsmöglichkeiten an: im Sinne von Selbstversorgung im Kreislauf von Einkauf, Zubereitung und Verzehr.

Christine Meyer arbeitet im zweiten Kapitel heraus, dass nur wenige kultur- und sozialwissenschaftliche Disziplinen ihre Schwerpunkte im Themenfeld Essen sehen. Die Autorin plädiert deshalb dafür, dass Essen stärker ins Blickfeld von Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit rücken sollten, zumal Essen zum Überleben unerlässlich wichtig sei. Gegenstand des Kapitels sind ferner Ausführungen zur Zivilisierung des Essens. Mit ihr ist „die Überführung des natürlichen Nahrungsbedürfnisses in eine kulturelle und soziale Angelegenheit“ (S. 11) gemeint. Des Weiteren erörtert die Autorin die Bedeutung gemeinsamer Mahlzeiten als soziale Situationen in der Familie wie auch in sozialen Institutionen. Dabei werden auch Ess- und Tischgesellschaftsrituale, wie z.B. Benimmregeln, auch in historischem Rückblick angesprochen. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich die Esskultur durch die Entwicklung der Produktion und Haltbarmachung von Lebensmitteln verändert. Aber auch „die größere Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt hat ebenso Folgen für das in den Köpfen verankerte Ideal der gemeinsamen Familienmahlzeit“ (S. 19).

„Übers Essen etwas wissen und für Soziale Arbeit denken“ (S. 23) ist der Abschnitt 2.3 überschrieben. Angesprochen wird das von Thomas Lemke entwickelte Konzept der Gastrosophie. Sie bearbeitet das Zusammenwirken der natur- und geisteswissenschaftlichen Fächer, die sich mit Ernährung befassen. In Bezug auf Soziale Arbeit heißt dies, sich mit disziplinübergreifenden Aspekten auseinanderzusetzen, nicht zuletzt mit den kulturellen und sozialen Qualitäten des Essens. Sie bilden -wie bereits gesagt- nach wie vor ein Randthema in den Kultur- und Sozialwissenschaften. Für die disziplinäre Bearbeitung der Sozialen Arbeit können Themen wie Essen in verschiedenen Lebensaltern, in Lebenslagen (z.B. Essen und Armut, im Gefängnis, auf der Flucht…), aber auch Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegungen (Kitas, Schulen Altenheimen) in den Vordergrund rücken.

Das dritte Kapitel vertieft den im zweiten Kapitel angedeuteten Facettenreichtum an Aufgaben, die mit dem täglichen Essen in der Sozialen Arbeit verbunden sind. Dabei geht Christine Meyer auch auf Darstellungen sozialpädagogischer Klassiker wie Siegfried Bernfeld ein. Zum Beginn des Kapitels geht es um Essen als alltäglich wiederkehrende Herausforderung für die Soziale Arbeit. Fallbeispiele konkretisieren die sich stellenden Herausforderungen. Sichtbar wird, dass die Frage der Essensversorgung in den verschiedenen sozialen Lagen zu den Aufgaben der Sozialen Arbeit gehört. Wie aber steht es um Essen als politische Bildung sowie Erziehung und Bildung bei Tisch oder ästhetische Bildung und Esskultur? Hier könnte die Soziale Arbeit in der Sicht von Christine Meyer viel stärker ihre Potenziale einbringen. In der Geschichte zumindest verstand sie sich auch als Notversorgerin. In einem historischen Rückblick reflektiert die Autorin Versorgungsproblematiken und -praktiken, u.a. werden hierbei die Sichtweisen von Siegfried Bernfeld, August Aichhorn, Janusz Korczak und Bruno Bettelheim zu einer guten Versorgung und Esskultur (dabei in Heimeinrichtungen für Kinder und Jugendliche im Blick von Bernfeld , Bettelheim, Korczak) sichtbar gemacht. Deutlich wird, wie wichtig das Mitmachen und Mitgestalten aller Beteiligten bei der Zubereitung der täglichen Mahlzeiten ist.

Das vierte Kapitel, das längste der sieben Kapitel, liefert einen Eindruck von der Vielfalt an Thematisierungen zu Ernährungs- und Essenssituationen. Anhand elf verschiedener Handlungsfelder, orientiert an dem Systematisierungsversuch von R.-C. Amthor, werden die unterschiedlichen Gestaltungsnotwendigkeiten zu Ernähren und Essen vorgestellt. Zu jedem der elf Handlungsfelder gibt Christine Meyer eine knappe Übersicht. Es beginnt mit dem Handlungsfeld „Maßnahmen für Kinder und Jugendliche“, und zwar mit Kindertageseinrichtungen. Anhand der Bildungspläne aus unterschiedlichen Bundesländern wird die Vielfalt sichtbar, wie Ernährung der Kinder im Elementarbereich z.B. betrachtet wird. Von Essen ist dabei nicht die Rede. In Ganztagsschulen dominieren Zeitfragen die Essenssituation (S. 88). Hervorgehoben wird von der Verfasserin eine Übersicht über zentrale Forschungen im Bereich Gemeinschaftsverpflegung von Kindern und Jugendlichen (S. 88-91). Ausführlich wird auf unterschiedliche Modellprojekte zur Ernährungs- und Verbraucherbildung in Schulen eingegangen.

Des Weiteren liefert die Autorin knappe Einblicke in die Kinder- und Jugendarbeit, in Ferienlager, in stationäre Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in die Sozialpädagogische Familienhilfe. Weitere kürzer abgehandelte Institutionen sind für das

  • Handlungsfeld „Angebote für Frauen, Mütter, Ehe und Familie“ das Eltern-Kind-Zentrum,
  • für das Handlungsfeld „Hilfen für ältere Menschen“ Altenpflegeeinrichtungen und Essen auf Rädern,
  • für das Handlungsfeld „Dienste für Menschen mit einer Behinderung“ Menschen mit Behinderungen als Nahrungsmittelerzeuger*innen in Green Care Angeboten,
  • für das Handlungsfeld „Unterstützung für Menschen mit Migrationshintergrund“ kulturelle und religiöse Ernährungsvielfalt in Kindergarten, Schule und der Kinder- und Jugendhilfe,
  • für das Handlungsfeld „Hilfen für Menschen in Arbeitslosigkeit und Armut“ Trinkräume, Gastronomie für Wohnungslose und Lebensmittelverteilung als Armutsverminderung,
  • für das Handlungsfeld „Hilfen für Straffällige“ Essen im Strafvollzug,
  • für das Handlungsfeld „Zentrale übergreifende und sonstige Aufgaben“ Gemeinwesenarbeit und Mehrgenerationenhaus und
  • für das Handlungsfeld „Ausbildung, Lehre und Forschung, Fort- und Weiterbildung“ Essen im Erziehungs- und Bildungsalltag.

Anhand der elf Handlungsfelder, in denen jeweils der Fokus auf ausgewählte Einrichtungen liegt, wird die Vielfalt des Essens in der Sozialen Arbeit sichtbar. Die Autorin hebt hervor (S. 147), damit nicht ungewollt ökotrophologischen Forderungen nachgegangen wird, sei es wichtig, die Frage nach dem jeweiligen sozialpädagogischen Erkenntnis- und Handlungsinteresse zu stellen.

Das fünfte Kapitel thematisiert Ernährungsbiografien von der Geburt an. Gezeigt wird, dass Essen und der Umgang mit Lebensmitteln von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, der Lebenslage und vom historischen Kontext abhängig sind. Ausführlich thematisiert werden die Bedeutung der Mutter als Erste in der Verantwortung für die Ernährungsbiografie des Kindes, Erkenntnisse zur Kleinkind-Ernährungserziehung und hierbei die Unterstützung bei der Entwicklung des Eigensinns als Ziel gesunder Entwicklung und schließlich der Beitrag der Familie bei der gemeinsamen Mahlzeit am Tisch.

Im sechsten Kapitel wird ein zentrales Phänomen der Spätmoderne angesprochen: die Individualisierung bei gleichzeitig wachsenden Angeboten im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung. Die Individualisierung vollzieht sich jenseits der eigenen Erziehung und Sozialisation. Individualisierung verändert Haltungen gegenüber Ernährung und Essen und relativiert erworbene Gewissheiten zu gesunder und ungesunder Ernährung. Für den kulturellen Wandel und die Nahrungsmittelerfordernisse zeigt sich die Lebensmittelindustrie hochsensibel (S. 204). Sie reichen von Fast Food bis Slow Food. Esspräferenzen werden als Ausdruck von Persönlichkeit verstanden und bewusst eingesetzt. Parallel dazu verändern sich Mahlzeiten im Privathaushalt. Sie müssen schnell gehen und sich einfach zubereiten lassen. Trotz unabweisbarer Tendenzen zur Individualisierung gibt es gleichwohl übergreifende Erfordernisse. Dies sind Nachhaltigkeit und Gesundheit. Sie stehen mit übergeordneten Zielen in Verbindung, z.B. Klimaschutzzielen und ökologischer Landwirtschaft. Beide stehen in enger Beziehung zur Nahrungsmittelherstellung. Zwischenzeitig hat sich diese in größerem Umfang soweit ausdifferenziert, dass es zunehmend schwieriger geworden ist, „sich all das erforderliche Wissen an Ernährung anzueignen und daraufhin die bestmögliche, möglichst gesunde Ernährungsweise anzueignen“ (S. 229). Mit Bezug auf Gesundheitsförderung und den Hinweisen auf Wohlbefinden und Geschmack hebt Christine Meyer die Relevanz von Genuss und intensivem Sinnerleben beim Essen hervor (S. 232). Sie können Lebensqualität und Zufriedenheit steigern. Im letzten Teil des sechsten Kapitels wird das Gegenstück zu Letzterem angesprochen: mögliche Folgen ungesunder Ernährung und Krankheitsrisiken und dabei auf Aufgaben gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit verwiesen. Sie handelt im Spannungsfeld von Individuum, Lebenswelt und Politik (S. 235). Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit ist bemüht, Gesundheit und in ihr eingebettet Ernährung und Essen in sozialpädagogisch relevanter Weise zu fördern.

Das abschließende siebte Kapitel liefert einen Rückblick auf die vorangegangenen Kapitel des Lehrbuches. Resümierend hebt die Autorin hervor (S. 243), Soziale Arbeit wurde und werde mehr in die gesellschaftliche Verantwortung genommen, Essen mit all seinen Facetten z.B. zu Ernährungsweisen, Esskultur in Erziehungs- und Sozialisationsprozessen zu bewältigen und daraufhin Essenssituationen selber viel stärker als sozialpädagogische Prozesse zu bewerten. Mit ihnen lassen sich ganz verschiedene Zielsetzungen verbinden mit dem Ziel der Verbesserung der Lebensqualität.

Diskussion

Bietet das Lehrbuch „Essen und Soziale Arbeit“ einen Einstieg in Fragen des Essens? Und liefert die Einführung erstmals einen Überblick aus sozialpädagogischer Perspektive auf das komplexe Thema mit den dazugehörigen Aspekten wie Ernährungsweisen, Esskulturen, Ernährungserziehung? Beide Fragen lassen sich positiv beantworten.

Überdies erfüllt der Band auch die Kriterien eines Lehrbuches. Es veranschaulicht durch Beispiele, gibt Tipps, fasst zusammen, stellt Fragen zur Wiederholung, liefert einschlägige Literatur zur Vertiefung und umfassend Literatur, die im Buch benutzt wird. Das Buch ist übersichtlich in sieben Kapiteln gegliedert, die gut aufeinander aufbauen. Es ist außerdem als Einführung gut lesbar.

Weitgehend überzeugend ist auch die Argumentationslinie, in der die Relevanz des Themas und gleichzeitig seine bisherige Vernachlässigung in den Fachdiskursen der Sozialen Arbeit sichtbar gemacht wird. Hervorzuheben ist die Einbettung von „Essen in der Sozialen Arbeit“ in Gesundheit und ihre Förderung und am Ende des Lehrbuches in eine gesundheitsbezogene Soziale Arbeit. Überzeugend ist die Darstellung, dass Essen/Ernähren verknüpft ist mit Lebensverhältnissen und gesellschaftlichen Strukturen. Leider wird hier die Verknüpfung mit anderen gesundheitsbezogenen Gradienten, wie Bewegen, Stress bewältigen und ggf. Kleiden, nicht hergestellt.

Es verwundert ein weiteres: Nicht selten verwischt sich der Unterschied zwischen Essen und Ernähren. Unklar bleibt mir letztlich, worin die Autorin den Unterschied sieht. Meint Essen den direkten Vorgang der Nahrungsaufnahme, oder ist es als Oberbegriff gemeint, der auch Nahrung und Ernährung einbezieht? Hilfreich könnte eine Unterscheidung im Sinne von „Gegessen wird mit den Sinnen, ernährt wird mit dem Verstand“ sein. So ist in einem Abschnitt im Zusammenhang mit Darstellungen zu Siegfried Bernfeld (S. 67) im gleichen Abschnitt die Rede von Ernährungsfrage und Essensfrage. Meint beides das Gleiche oder Unterschiedliches? Es erschließt sich nicht. Erziehung wird stets mit Ernährung verknüpft als Ernährungserziehung. Wie steht es mit Essen und Erziehung? Und beginnt die Ernährungserziehung wirklich erst vom ersten Tag der Geburt an? Hier könnte doch kritisch reflektiert werden, wie sich Ernährung im Mutterleib vollzieht. Beginnt Erziehung durch Ernährung wirklich erst postnatal? In Bezug auf eine sozialpädagogische Betrachtungsweise könnte eine Reflexion des „aktiven Fötus“ doch lohnen, zumal bekannt ist, dass durch nicht ganz neue Erkenntnisse der Psychobiologie sowie der pränatalen Psychologie die vorgeburtliche Beziehung zwischen ungeborenem Kind und Mutter einen wichtigen Einfluss auf die Lebensgrundstimmung des Menschen hat. Professionelle Überlegungen für eine Soziale Arbeit des ungeborenen Lebens und hier im Hinblick auf Ernähren und Essen von Mutter und Vater sollte zum Aufgabenfeld der Sozialen Arbeit gehören, wenngleich nach SGB VIII Soziale Arbeit nach wie vor erst nach der Geburt des Kindes anzusetzen hat. Möglicherweise gelingt es bei einer zweiten Auflage, diese Überlegung einzubinden, zumal die Autorin ja hervorhebt, dass mit dem Essen in der Sozialen Arbeit „viele verschiedene sozialpädagogische Zielsetzungen verbunden werden“ (S. 246) können.

Fazit

Das Lehrbuch füllt eine Lücke in der Sozialen Arbeit. Lohnend ist der Band für Studierende, Lehrende der Sozialen Arbeit, aber auch für Erzieher und Erzieherinnen wie auch für Lehrer und Lehrerinnen.

Der Band liefert vielfältige Anregungen zur Durchführung von Praxisforschung und ethnografischen Studien in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit. Wie sich Essen und Ernähren im Alltag z.B. alleinerziehender Elternteile und auch in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf vollzieht, darüber ist z.B. nach wie vor wenig bekannt, ist aber im Hinblick auf eine gesundheitsbezogene Soziale Arbeit von großer Bedeutung.


Rezensent
Prof. Dr. Hans Günther Homfeldt
Prof. em. an der Universität Trier, Fach Sozialpädagogik/ Sozialarbeit
E-Mail Mailformular


Alle 33 Rezensionen von Hans Günther Homfeldt anzeigen.

Besprochenes Werk kaufen
Sie fördern den Rezensionsdienst, wenn Sie diesen Titel – in Deutschland versandkostenfrei – über den socialnet Buchversand bestellen.


Zitiervorschlag
Hans Günther Homfeldt. Rezension vom 18.07.2018 zu: Christine Meyer: Essen und Soziale Arbeit. Eine Einführung. Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (Wiesbaden) 2018. ISBN 978-3-658-20290-3. Basiswissen Soziale Arbeit, Band 8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/24504.php, Datum des Zugriffs 25.05.2019.


Urheberrecht
Diese Rezension ist, wie alle anderen Inhalte bei socialnet, urheberrechtlich geschützt. Falls Sie Interesse an einer Nutzung haben, treffen Sie bitte vorher eine Vereinbarung mit uns. Gerne steht Ihnen die Redaktion der Rezensionen für weitere Fragen und Absprachen zur Verfügung.


socialnet Rezensionen durch Spenden unterstützen
Sie finden diese und andere Rezensionen für Ihre Arbeit hilfreich? Dann helfen Sie uns bitte mit einer Spende, die socialnet Rezensionen weiter auszubauen: Spenden Sie steuerlich absetzbar an unseren Partner Förderverein Fachinformation Sozialwesen e.V. mit dem Stichwort Rezensionen!

Zur Rezensionsübersicht

Hilfe & Kontakt Details
Hinweise für

Bitte lesen Sie die Hinweise, bevor Sie Kontakt zur Redaktion der Rezensionen aufnehmen.
rezensionen@socialnet.de

ISSN 2190-9245

Newsletter bestellen

Immer über neue Rezensionen informiert.

Newsletter

Über 13.000 Fach- und Führungskräfte informieren sich monatlich mit unserem kostenlosen Newsletter über Entwicklungen in der Sozialwirtschaft.

Gehören Sie auch schon dazu?

Jetzt kostenlosen Newsletter abonnieren!

socialnet optimal nutzen!

Recherchieren

  • Rezensionen liefern den Überblick über die aktuelle fachliche Entwicklung
  • Materialien bieten kostenlosen Zugang zu aktuellen Fachpublikationen
  • Lexikon für die schnelle Orientierung und als Start für eine vertiefende Recherche
  • Sozial.de für tagesaktuelle Meldungen

Publizieren

  • wissenschaftliche Arbeiten
  • Studien
  • Fachaufsätze

erreichen als socialnet Materialien schnell und kostengünstig ihr Publikum

Stellen besetzen
durch Anzeigen im socialnet Stellenmarkt

  • der Branchenstellenmarkt für das Sozial- und Gesundheitswesen
  • präsent auf führenden Fachportalen
  • schnelle und preiswerte Schaltung
  • redaktionelle Betreuung