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Frank Jessen (Hrsg.): Handbuch Alzheimer-Krankheit

Cover Frank Jessen (Hrsg.): Handbuch Alzheimer-Krankheit. Grundlagen – Diagnostik – Therapie – Versorgung – Prävention. Walter de Gruyter (Berlin) 2018. 654 Seiten. ISBN 978-3-11-040345-9. D: 99,95 EUR, A: 100,80 EUR.
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Thema

Das massive Auftreten der Alzheimer-Demenz ist Ausdruck einer kollektiven Langlebigkeit, da diese Erkrankung erst im höheren Alter klinisch manifest wird. Trotz intensiver Bemühungen in der Forschung in den letzten Jahrzehnten konnte man bisher dieser Alterskrankheit nicht Einhalt gebieten. Körperliche und geistige Gebrechlichkeit sowie Hilflosigkeit aufgrund des unaufhaltsamen neurodegenerativen Abbaus sind somit immer noch die Schattenseiten des hohen Alters, wenn zum Beispiel ca. jeder Dritte 90 bis 94-jährige demenziell erkrankt ist.

Die Biowissenschaften und vor allem hierbei die Neurowissenschaften stehen immer noch vor den vielen Rätseln des Hirns und seines Wirkens und damit zugleich auch vor den Erkrankungen dieses zentralen und äußerst bedeutsamen Organs. Doch unermüdlich wird weiter an dieser Problematik in allen Feldern der einschlägigen Forschungszweige gearbeitet, obwohl es manchmal an eine Sisyphusaufgabe erinnert. Die vorliegende Veröffentlichung ist Beleg für diesen Wissensdrang. Es können zwar keine Perspektiven auf baldige Heilungschancen gegeben werden, doch viele neue Erkenntnisse ließen sich in den letzten Dekaden ermitteln. 

Herausgeber, Autorinnen und Autoren

Frank Jessen, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Köln, fungiert als Herausgeber und Autor. Folgende Autorinnen und Autoren überwiegend aus den Bereichen Klinik und Forschung haben an diesem Handbuch mitgewirkt:

  • Sarah Anderl-Straub,
  • Claudia Bartels,
  • Christian Brettschneider,
  • Katharina Bürger,
  • Martin N. Dichter,
  • Sandra Dick,
  • Janine Diehl-Schmid,
  • Gabriele Doblhammer,
  • Richard Dodel,
  • Jan Dreyer,
  • Adina Dreyer-Wolfgramm,
  • Alexander Drzezga,
  • Emrah Düzel,
  • Jennifer Faber,
  • Heiner Fangerau,
  • Andreas Fellgiebel,
  • Emily Feneberg,
  • Anne Fink,
  • Klaus Fließbach,
  • Agnes Flöel,
  • Thomas Fritze,
  • Lutz Frölich,
  • Ingo Frommann,
  • Hermann-Josef Gertz,
  • Tim Götzelmann,
  • Timo Grimmer,
  • Michael Grothe,
  • Margareta Halek,
  • Gerhard Hamann,
  • Lucrezia Hausner,
  • Peter Häussermann,
  • Michael Heneka,
  • Wolfgang Hoffmann,
  • Daniela Holle,
  • Bernhard Holle,
  • Vjera Holthoff-Deto,
  • Sabine Jansen,
  • Ilker Karaca,
  • Elisabeth Kasper,
  • Ingo Kilimann,
  • Theresa Köbe,
  • Hans-Helmut König,
  • Johannes Kornhuber,
  • Alexander Kurz,
  • Tobias Luck,
  • Bernhard Michalowsky,
  • Michael Nerius,
  • Evgeni Neychev,
  • Markus Otto,
  • Rebecca Palm,
  • Johannes Pantel,
  • Klaus Maria Perrar,
  • Oliver Peters,
  • Christiane Pinkert,
  • Gabriele Pitschel-Walz,
  • Alfredo Ramirez,
  • Michael Rapp,
  • Steffi G. Riedel-Heller,
  • Matthias Riepe,
  • Martina Roes,
  • Anja Schneider,
  • Jonathan Serbser,
  • Cornel Sieber,
  • Daniel Strech,
  • Dieter Sturma,
  • Pawel Tacik,
  • Stefan Teipel,
  • Dietmar Rudolf Thal,
  • Jochen René Thyrian,
  • Francisca Savéria Rodriguez,
  • Jonathan Vogelsang,
  • Raymond Voltz,
  • Christiane von Armin,
  • Holger Wagner,
  • Michael Wagner,
  • Jochen Walter,
  • Saskia Weiß,
  • Jens Wiltfang,
  • Diana Wucherer und
  • Ina Zwingmann.

Aufbau und Inhalt

Das Handbuch besteht aus 46 Beiträgen, die in 13 Kapiteln gegliedert sind. Zahlreiche Abbildungen und Tabellen illustrieren die Texte.

In Kapitel 1 (Geschichte der Alzheimer-Krankheit, Seite 1 - 12) wird kurz beschrieben, dass bereits 1838 in einem Lehrbuch über geistige Erkrankungen der Krankheitsverlauf der Demenz von den ersten Kurzzeitgedächtnisstörungen bis hin zum völligen geistigen Verfall beschrieben wurde. Doch erst technische Verbesserungen im Bereich der Mikroskopie und der histologischen Färbeverfahren der Hirnmasse zu Beginn des 20. Jahrhunderts führten dazu, dass man nun neben der klinischen Symptomatik auch hirnpathologische Befunde eruieren konnte. So gelang es Alois Alzheimer 1906, im Gehirn der verstorbenen Patientin Auguste D. die Neurofibrillen und senilen Plaques als hirnpathologische Korrelate zu ermitteln und diesen Sachverhalt auch zu publizieren. Sein Institutsleiter in München, der Psychiater Emil Kraepelin, klassifizierte dann diese Befundlage als Morbus Alzheimer. Bis vor einigen Dekaden wurde die Alzheimerdemenz als präsenile Demenz noch von der senilen Demenz unterschieden. Mit der zunehmenden Alterung der Industriegesellschaft rückten Alterskrankheiten und damit auch die Demenzen mehr und mehr ins Zentrum der Forschung und auch der Versorgungsstrukturen.

Kapitel 2 (Demographische Entwicklung und Epidemiologie von Demenzerkrankungen, Seite 13 - 34) enthält u.a. die Darstellung der verschiedenen Theorien zur Gesundheitsentwicklung bezogen auf die „gesunden Lebensjahre“ und die „Lebensjahre mit Morbidität“ („Expansion“, „Kompression“ und das „dynamische Gleichgewicht“ der Morbidität). Anschließend werden die aktuellen internationalen und nationalen epidemiologischen Daten bezogen auf die Demenzen (Prävalenz und Inzidenz) u.a. anhand von graphischen Darstellungen beschrieben.

In Kapitel 3 (Neuropathologie und molekulare Mechanismen, Seite 35 - 121) werden u.a. neue Erkenntnisse bezüglich der Neuropathologie der Alzheimer-Demenz hinsichtlich der Ausbreitung der senilen Plaques im Krankheitsverlauf vorgestellt. Ähnlich der Neurofibrillen (Braak-Stadien) breiten sich auch die Plaques nach einem stereotyp hierarchischen Muster in fünf Phasen im Hirn aus: von der Großhirnrinde bis hin zum Kleinhirn und zur Pons. Dabei sind unterschiedliche Typen der Plaques (u.a. Beta-Amyloid-Plaques) im Einsatz. Es wird angenommen, dass entzündliche Prozesse (Neuroinflammation) ein Bindeglied zwischen der Amyloid- und der Tau-Pathologie bilden könnten.

Untersuchungen geben zu der Schätzung Anlass, dass die Ätiologie der Alzheimer-Demenz überwiegend von genetischen Faktoren (ca. 80 Prozent) bestimmt wird. Der Anteil des ApoE-4-Allels beträgt hierbei nur 27,3 Prozent, so dass der Großteil der Erblichkeit noch ungeklärt ist.

In Kapitel 4 (Risikofaktoren und Prävalenz, Seite 123 - 156) werden zu Beginn die Hauptrisikofaktoren aufgezeigt: Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Adipositas, Depression, körperliche Inaktivität, Rauchen und niedrige Bildung. Auch ständiger Stress im Alltagsleben wird als ein Risiko diagnostiziert. Als Schutzfaktoren werden u.a. hoher Bildungs- und Sozialstatus, soziale Einbindung, ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität ausgemacht. Es wird darüber hinaus spekuliert, dass sowohl Alkoholkonsum als auch der Ausbau des Bildungssystems zur Minderung der Alzheimer-Demenz beitragen könnten. In diesem Kontext wird u.a. die verhaltensbezogene Variante der „kognitiven Reservekapazität“ als Wirkfaktor angeführt.

Kapitel 5 (Ethik und rechtliche Fragen, Seite 157 - 186) beschäftigt sich u.a. mit dem Aspekt der Selbstbestimmung bei Demenzkranken im Kontext des Spannungsfeldes von Freizügigkeit und Sicherheits- und Schutzfaktoren, wobei auf das Grundrecht der Selbstbestimmung auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung insistiert wird, ohne jedoch in diesem Zusammenhang das Grundrecht auf Unversehrtheit zu erörtern. Des Weiteren werden die Sujets der Forschungsethik bei Demenz und die Fahrtauglichkeit eingehend thematisiert.

Kapitel 6 (Diagnostische Methoden, Seite 187 - 351) beinhaltet das sehr breite Spektrum an diagnostischen Verfahren bei Demenzen. Zu Beginn werden die Instrumente zur Erfassung des Schweregrades der Erkrankung beschrieben: u.a. der mittlerweile weltweit angewandte psychometrische Test „Mini-Mental State Examination“ (MMSE), der „Uhrenzeichen-Test“, der „Demenz-Detektionstest“ (Dem Tect) und die so genannten „Reisberg-Skalen“ (GDS „Global Deterioration Scale“ und FAST „Functional Assessment Staging“). Hinsichtlich der Beeinträchtigung der Alltagskompetenz werden u.a. der „Barthel-Index“ und das Verfahren „Activities of Daily Life“ (ADL) angeführt. Es folgen u.a. Ausführungen zur neuropsychologischen Diagnostik u.a. zwecks Erfassung „leichter kognitiver Störungen“, die sich bei einer bestimmten Symptomatik (u.a. episodische Gedächtnisstörungen) zu einer Demenz entwickeln können. Hinsichtlich der bildgebenden Diagnostik im Bereich Demenz werden sowohl die Magnetresonanztomographie als auch nuklearmedizinische Verfahren mittels Falldarstellungen beschrieben. Interessant ist hierbei u.a. der Sachverhalt, dass der Verlauf des Hirnabbaus bzw. des Hirnmassenschwunds in Gestalt eines Atrophiemusters Ähnlichkeiten mit dem Muster der Neurofibrillenausbreitung in bestimmten Hirnarealen aufweist (Braak-Stadien). In weiteren Abschnitten werden u.a. die neurochemische Diagnostik, die diagnostischen Kriterien der Alzheimer-Demenz, kognitive Systempathologien und Geschlechtseffekte bei dieser Erkrankung erläutert.

Kapitel 7 (Differentialdiagnostik, Seite 353 - 425) beinhaltet zu Beginn die Beschreibung der vaskulären Demenz, wobei es sich hierbei nicht um eine isolierte Demenzform handelt, denn gegenwärtig werden bereits sieben verschiedene Typen der vaskulären Demenz unterschieden. Des Weiteren gibt es so genannte „gemischte Demenzen“ (vaskuläre und neurodegenerative Pathologien) mit einem Anteil von ca. 20 Prozent. Der Blutdruck ist bei diesen Demenzarten der entscheidende Wirkfaktor bzw. Risikofaktor. Regelmäßige Bewegung ist hierbei eine probate Präventionsmaßnahme, die das Risiko um 55 Prozent reduziert, an einer vaskulären Demenz zu erkranken.

Bei der Demenz mit Lewy-Körpern (DLK) liegt eine recht hohe Komorbidität mit der Alzheimer-Demenz vor, so zeigt zum Beispiel ungefähr nur die Hälfte aller DLK-Fälle ausschließlich die klassische DLK-Symptomatik. Die Kernsymptome der DLK sind flukturierende Bewusstseinslagen (vor allem Aufmerksamkeit und Wachheit), Halluzinationen, REM-Schlafverhaltensstörung und eine spontane Parkinson-Symptomatik. Abzugrenzen gilt die DLK von der Parkinson-Krankheit mit Demenz (PDD), denn bei dieser Erkrankung treten die kognitiven Störungen erst mehrere Jahre nach Auftreten der motorischen Symptomatik auf.

Die frontotemporale Demenz (FTD), vormals Pick'sche Krankheit, ist bei den unter 65jährigen nach der Alzheimer-Demenz die zweithäufigste Demenzerkrankung, die u.a. neben der semantischen Demenz (primär progrediente Aphasie) zur Gruppe der frontotemporalen Lobärdegenerationen gezählt wird. Aufgrund unterschiedlicher Krankheitsbilder in diesem Bereich wird die FTD gegenwärtig als behaviorale oder Verhaltensvariante einer FTD (bvFTD) bezeichnet. Kernelemente der FTD sind u.a. Enthemmung (vor allem sozial unangemessenes Verhalten), Apathie, zwanghafte Verhaltensweisen und Hyperoralität (u.a. Essattacken, Verzehr von nicht essbarem Material).

Die Altersdepression ist eine Erkrankung, die sich oft von einer Alzheimer-Demenz im Frühstadium kaum unterscheiden lässt, da dieselben kognitiven Einschränkungen (Gedächtniseinbußen) diagnostiziert werden. Bis vor kurzem wurde der Sachverhalt einer Fehldiagnose – Demenz anstelle von Depression – als „Pseudodemenz“ klassifiziert. Gegenwärtig eindeutig geklärt sind noch nicht die folgenden kausalen Wirkungszusammenhänge: Ist die Depression ein eigenständiger Risikofaktor für die Alzheimer-Demenz? Existieren gemeinsame Risikofaktoren für die Depression und die Alzheimer-Demenz? Ruft die Alzheimer-Demenz selbst depressive Symptome hervor? Oder sind depressive Symptome entweder ein Prodrom der Demenz beziehungsweise eine Reaktion auf das Erleben dieses Leidens?

In Kapitel 8 (Medikamentöse Therapie, Seite 427 - 483) werden zu Beginn die Antidementiva als Medikamente zur symptomatischen Behandlung beschrieben. Hierbei handelt es sich um hemmende Medikamente bezüglich des Enzyms Acetylcholinesterase, das den Neurotransmitter Acetylcholin abbaut. Auch Memantin, Kombinationstherapien und Ginkgo biloba werden zu dieser Medikamentengruppe gezählt, über deren Wirksamkeit bisher keine Einigkeit erzielt werden konnte. Vorrangig wird gegenwärtig an Medikamenten geforscht, die eventuell das Voranschreiten der Erkrankung aufhalten bzw. verlangsamen könnten. Es folgen Ausführungen über den Einsatz von Psychopharmaka hinsichtlich der Beeinflussung der demenzspezifischen Krankheitssymptome des Verhaltens und der Wahrnehmung (u.a. ständige Unruhe und Furcht) mitsamt den Nebenwirkungen. Den Schluss bildet die Erläuterung von Therapieprinzipien bei Multimorbidität und Polypharmazie.

Kapitel 9 (Nicht-medikamentöse Therapie, Seite 485 - 551) beinhaltet die Darstellung der so genannten „nicht-medikamentösen Therapien“ bei der Alzheimer-Demenz: kognitives Training, Ergotherapie, Psychotherapie, körperliche Aktivität, Ernährung und die Palliativversorgung. Es wird darauf hingewiesen, dass die verhaltensmodifizierten Interventionsformen vor allem in den frühen Stadien eine begrenzte Wirkung zeigen.

Kapitel 10 (Angehörigenarbeit, Seite 553 - 563) beschreibt in recht knappem Umfang die Rollen und Aufgaben der Angehörigen Demenzkranker. Die Pflege und Betreuung ist mit hohen Belastungen verbunden, sodass Formen der Unterstützung u.a. in Gestalt von Beratung und Entlastungsangeboten entwickelt und eingesetzt werden.

In Kapitel 11 (Versorgung, Seite 565 - 590) wird zu Beginn die Versorgungssituation Demenzkranker in Deutschland beschrieben, um hierauf aufbauend Optimierungsstrategien im Sinne eines multiprofessionellen und sektorübergreifenden kollaborativen Strukturgefüges an Dienstleistungsangeboten aufzuzeigen. Hausarzt-basierte Versorgungsmodelle sind hierbei ein wichtiger Faktor. Anschließend wird die Thematik Versorgungskosten der Demenz anhand des Datenmaterials von mehreren Studien expliziert. Ein Großteil der Kosten entsteht durch den hohen Pflegebedarf, während die krankheitsspezifische medizinische Versorgung kostenmäßig einen geringeren Stellenwert besitzt.

Kapitel 12 (Pflege, Seite 591 - 621) thematisiert die Heimversorgung Demenzkranker unter den Gesichtspunkten der Wohn- und Pflegeformen (u.a. integrativ und segregativ bzw. homogen), wobei auch kurz auf Aspekte einer demenzspezifischen Architektur und Milieugestaltung eingegangen wird. Es wird vermutet, dass in Zukunft die homogenen stationären Versorgungsstrukturen favorisiert werden, teils auch, um im Wettbewerb mit dem wachsenden Angebot an ambulant betreuten Wohnformen wie z.B. die Demenzwohngemeinschaften mithalten zu können. Es folgt u.a. die Darstellung verschiedener demenzbezogener Pflegekonzepte und psychosozialer Interventionsformen.

Kapitel 13 (Modellprojekte und Versorgung, Seite 623 - 642) stellt einige Modellprojekte zur Versorgung von Demenzkranken im häuslichen Bereich vor, wobei besonders Konzepte mit einem primärärztlichen Schwerpunkt favorisiert werden. 

Die Deutsche Nationalbibliothek bietet Einblick in das vollständige Inhaltsverzeichnis.

Fazit und Diskussion

Das vorliegende Handbuch Alzheimerdemenz mit den Schwerpunkten Grundlagen, Diagnostik, Therapie, Versorgung und Prävention entspricht allen Kriterien eines ausgewogenen wissenschaftlichen Werkes: es enthält den Stand der Forschung, zeigt die noch nicht erforschten Themenbereiche und bisher ungeklärten Fragestellungen auf, weist auf die noch vorrangig zu bearbeitenden Themen in den verschiedenen Bereichen der Forschung (Grundlagenforschung, Pharmakotherapie und Frühdiagnose) hin und gibt wertvolle Hinweise für die klinische Praxis (Kasuistik, Differenzialdiagnosen u.a.). Es gilt nur kritisch anzumerken, dass die nicht-medizinischen Themenbereiche wie z.B. die nicht-medikamentöse Therapien und Interventionsformen einschließlich Pflege und die verschiedenen Versorgungsformen nicht das Niveau der naturwissenschaftlich ausgerichteten Beiträge erreichen.

So kann dann das Fazit gezogen werden, dass dieses recht umfangreiche Handbuch vor allem allen in der Behandlung, Forschung und Beratung involvierten Fachleuten (Medizinern, Biologen, Psychologen u.a.) zur Lektüre empfohlen werden kann.


Rezensent
Dr. phil. Dipl.-Psychol. Sven Lind
Gerontologische Beratung Haan
Homepage www.gerontologische-beratung-haan.de
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Zitiervorschlag
Sven Lind. Rezension vom 11.02.2019 zu: Frank Jessen (Hrsg.): Handbuch Alzheimer-Krankheit. Grundlagen – Diagnostik – Therapie – Versorgung – Prävention. Walter de Gruyter (Berlin) 2018. ISBN 978-3-11-040345-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/24698.php, Datum des Zugriffs 06.12.2019.


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ISSN 2190-9245

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