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Lena Nentwig: Berufsorientierung in der Inklusion?

Cover Lena Nentwig: Berufsorientierung als unbeliebte Zusatzaufgabe in der Inklusion? Eine Studie zur Bereitschaft von Lehrpersonen zum Engagement in der inklusiven Berufsorientierung. Julius Klinkhardt Verlagsbuchhandlung (Bad Heilbrunn) 2018. 329 Seiten. ISBN 978-3-7815-2262-6. D: 48,00 EUR, A: 49,40 EUR.

Reihe: klinkhardt forschung. Perspektiven sonderpädagogischer Forschung.
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Thema

Das Buch beschäftigt sich auf 329 Seiten mit der inklusiven Berufsorientierung und geht der Frage nach, welchen Stellenwert diese im Unterricht und Schulalltag einnimmt. Die Autorin spannt hierzu einen Bogen zum Forschungsgebiet der Professionskompetenzen von Lehrkräften und macht deutlich, dass sie die Schlüsselfiguren für eine gelingende Berufsorientierung von Schüler_innen mit Förderbedarf darstellen. Hieraus ergeben sich dann auch die für Nentwig grundlegenden Fragestellungen nach der „Bereitschaft zum Engagement in der Berufsorientierung in der Inklusion“ (S. 148) bei Lehrkräften und nach den hierfür relevanten Einflüssen. Anhand einer quantitativen Untersuchung (n=440 Lehrpersonen unterschiedlicher Professionen im Förderschwerpunkt Lernen) geht sie ihrer Forschungsfrage nach.

Autorin

Lena Nentwig ist seit ihrem erfolgreichen Studium der Sonderpädagogik an der TU Dortmund ebenda an der Fakultät Rehabilitationswissenschaften im Bereich „Rehabilitation und Pädagogik bei Lernbehinderungen“, sowie bei der Fort- und Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte tätig, seit 2018 als akademische Rätin a.Z.

Entstehungshintergrund

Das Buch ist die Promotionsschrift der Autorin.

Aufbau und Inhalt

Das vorliegende Werk ist in 11 Kapitel unterteilt, die sich folgenden inhaltlichen Themenbereichen zuordnen lassen:

  • Teil 1: (Inklusive) Berufsorientierung: Grundlagen
  • Teil 2: Bedeutung der Lehrkräfte für den Prozess der inklusiven Berufsorientierung
  • Teil 3: Handlungskompetenzen und Grundlagen derselben
  • Teil 4: Erläuterung der Forschung(smethoden)
  • Teil 5: Darstellung der Forschungsergebnisse und Diskussion

Teil 1: (Inklusive) Berufsorientierung: Grundlagen

Im hier besprochenen Buch wird das Thema der Berufsorientierung für Schüler_innen mit Förderbedarf dargestellt. Nentwig stellt zunächst die Grundlagen her, indem sie den Übergang Schule-Beruf als Herausforderung für die jungen Menschen darstellt. Besonders Schüler_innen mit Förderbedarf bzw. niedrigen Schulabschlüssen benötigen für diese Transition Unterstützung. Das Thema der schulischen Berufsorientierung spielt daher v.a. für diese Schüler_innen eine wichtige Rolle. Sie zeigt auf, dass die berufsorientierenden Maßnahmen in eine umfängliche, ganzheitliche und fächerübergreifende „Berufs- und Lebensweltorientierung“ (S. 23) umgewandelt werden sollten, denn gerade für Personen mit niedrigem Schulabschluss (und auf diese bezieht sich ihre Arbeit) wird ein nahtloser Übergang und das lebenslange Verbleiben in einem Beruf bzw. an einer Arbeitsstelle eher die Ausnahme sein – die Wahrscheinlichkeit im Niedriglohnsektor zu landen und somit auch längere Phasen der Arbeitslosigkeit zu erleben ist um ein Vielfaches höher als bei Höherqualifizierten. „Für Jugendliche mit Unterstützungsbedarf muss diese Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen und Möglichkeiten der Gestaltung des eigenen Lebens in jedem Fall die Berufs- und Arbeitswelt miteinbeziehen.“ (S. 23) Inhaltlich sollten also nicht nur die klassischen Themen der Arbeitslehre behandelt werden, vielmehr müssten die jungen Menschen mit schulischem Förderbedarf lernen ihren Tag auch ohne regelmäßige Erwerbsarbeit zu strukturieren und sich sinnvolle Tätigkeiten zu suchen.

Nach einer kurzen Darstellung der historischen Entwicklung von schulischer Berufsorientierung, v.a. bezogen auf NRW, wird das Thema in Zusammenhang mit dem Bereich der Inklusion gebracht. Durch die Möglichkeiten des gemeinsamen Lernens von Schüler_innen mit und ohne Förderbedarf muss auch die Berufsorientierung inklusiv gestaltet werden, wobei dies laut Nentwig in NRW besonders die Haupt- und die Gesamtschulen betrifft (vgl. S. 34 ff.), denn v.a. diese seien mit dem Thema Inklusion betraut und verfügten über das Fach der Arbeitslehre, in welchem die Berufsorientierung zu verorten ist. Nentwig zeigt die Schwierigkeiten auf, schulübergreifende und universelle Qualitätsmerkmale für eine gelingende Berufsorientierung zu finden. Butz (2008) liefert ein Gerüst, welches die Eckpunkte „der Integration, Stärkenorientierung, Kooperation, methodischen Reformation sowie Reflexivität“ (S. 45) als Qualitätsmerkmale für eine gute und ganzheitliche Berufsorientierung nennt und welches im vorliegenden Werk ebenfalls herangezogen wird.

Teil 2: Die Bedeutung der Lehrkräfte in der (inklusiven) Berufsorientierung

Im zweiten großen Themenbereich betrachtet Nentwig die Rolle der Lehrkräfte, sowie deren fachliche und persönliche Voraussetzungen im Berufsorientierungsprozess. Diese nehmen gerade an Haupt- und Förderschulen eine Schlüsselrolle bei der Berufsorientierung ein und sind sowohl offizielle Vertreter_innen der Institution Schule als auch Vermittler_innen von Wertschätzung, Motivation und Wissen für die Schüler_innen. Auf Grund der curricularen Offenheit bzw. des Fehlens fachlicher Vorgaben im Lehrplan des Unterrichtsinhalts Berufsorientierung sind es – wie Nentwig zeigt – die Lehrkräfte, die entscheiden, in welchem Maße und Rahmen die Berufsorientierung angeboten wird, welche Schwerpunkte vermittelt werden und welche Netzwerke aufgebaut werden müssen. Dies stützt sie mit Dreer (2013), welcher die Themenbereiche „Unterricht, Organisation, Kooperation und Profesioneller Partner“ (S. 62) als Aufgaben für die Lehrkräfte in der Berufsorientierung ermittelt hat. Diese werden in diesem Kapitel aufgegriffen und eingehend beschrieben und diskutiert.

Teil 3: Handlungskompetenzen von Lehrpersonen

Nachdem Nentwig die Bedeutung der Lehrkräfte für die (inklusiven) Berufsorientierungsprozesse eingehende dargestellt hat, wendet sie sich dem Konstrukt der professionellen Handlungskompetenzen von Lehrkräften zu. Die Autorin entwickelt die bereits bestehenden Qualitätsmodelle für die (inklusive) Berufsorientierung weiter, indem sie diese um die Komponente der Lehrkräfte erweitert – denn diese fanden bisher in den gängigen Darstellungen keine Beachtung. Besonders stützt sie sich hierbei auf Butz (2008) und sein Modell „der Qualitätsmerkmale guter Berufsorientierung“ (S. 75).

Um eine Diskussionsgrundlage zu schaffen stellt sie unterschiedliche Handlungskompetenz-Modelle vor:

  • Das „Modell professioneller Handlungskompetenz im Lehrberuf nach COACTIV“ (S. 81), welches die Bereiche der übergeordneten Strukturen wie z.B. Wertvorstellungen und Motivation genauso beachtet wie die unterschiedlichen Kompetenzbereiche und deren entsprechende Facetten.
  • Das MT21-Modell nach Blömke, Kaiser & Lehmann (2011), welches „sich mit den Effekten der Lehrerausbildung auf die Kompetenzentwicklung der Profession“ (S. 84) befasst und welches die Handlungskompetenz unterteilt in die „kognitiven Komponenten“ und die „affektiv-motivationale(n) Komponenten“ (S. 86).
  • Das „Modell professioneller Handlungskompetenzen von Lehrpersonen“ (Schaper, 2009) nutzt eine ähnliche Struktur wie das vorher erwähnte, legt den Schwerpunkt jedoch auf die Inhalte im Studium und das dort vermittelte Wissen; jedoch stützt sich Nentwig auf die in diesem Modell genutzte Bezeichnung der „motivationale(n), volitionale(n) und soziale(n) Bereitschaften und Fähigkeiten“ (S. 87), welche sie im weiteren Verlauf immer wieder aufgreift und auch als Gliederungspunkt verwendet.

Für ihre Arbeit zum Thema inklusive Berufsorientierung nutzt und diskutiert sie das von Dreer (2013) entwickelte Schema der „Professionellen Handlungskompetenz von Lehrpersonen in der Domäne Berufsorientierung“ (S. 91), welches als eine Weiterentwicklung der o.g. Modelle gesehen werden kann, jedoch „ohne Einbezug fachdidaktischer Erkenntnisse“ (ebd.) auskommt und sich eher an der Praxis orientiert. Sie kommt zu dem Schluss, dass diese Struktur der professionellen Handlungskompetenz in der Berufsorientierung genauso für die inklusive Berufsorientierung gilt. Sie greift diese Struktur auf und erarbeitet zwei „nicht-koginitive(n)“ (S. 147) Punkte als Grundlage für ihre Frage nach der Bereitschaft zum Engagement in der inklusiven Berufsorientierung:

  1. Nentwig stellt den bereits o.g. Bereich der „motivationale(n), volitionale(n) und soziale(n) Bereitschaften“ (S. 101) heraus, welchen sie in einem gesonderten Kapitel ausführlich beschreibt. Hierzu stützt sie sich auf Banduras (1977) Konzept der „sozial-kognitiven Lerntheorie“ (S. 104) und das daraus entstandene Konstrukt der Selbstwirksamkeit, welches auch in den o.g. Strukturmodellen Beachtung findet. In diversen Studien konnte der positive Effekt einer hohen Lehrer-Selbstwirksamkeit „auf alle Bereich des unterrichtlichen Handelns“ (S. 113) nachgewiesen werden (vgl. Schwarzer & Jerusalem, 1999; Schwarzer & Schmitz, 1999; Schmitz & Schwarzer, 2000). Besonders die Bereitschaft zu einem positiven Umgang mit herausforderndem Schüler_innenverhalten steht in Zusammenhang mit einer hohen Lehrer-Selbstwirksamkeit und wird hier als Grundlage für einen qualitativ hochwertigen inklusiven Unterricht dargestellt.
  2. Als weiteren Basispunkt arbeitet Nentwig die professionellen Überzeugungen von Lehrkräften heraus, welche als einflussreich für „die Wahrnehmung, Zielvorstellungen und Handlungsintentionen von Lehrpersonen im Schulkontext“ (S. 122) gelten und somit ebenfalls mit den Leistungen der Schüler_innen in Zusammenhang stehen. Obwohl eine allgemeingültige Definition noch immer aussteht, arbeitet Nentwig die allen Ansätzen gemeinsamen Punkte heraus und stützt ihr weiteres Vorgehen auf die Kompetenz-Definition von Kuhl (2013). Im Verlauf zeigt sie die vielfältigen Komponenten, die diese Überzeugungen beeinflussen und stellt einen Zusammenhang zu den bereits erwähnten motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften sich im inklusiven Berufsorientierungsunterricht zu engagieren her.

Teil 4: Erläuterung der Forschung(smethoden)

Aufbauend auf dem gezeigten Bedarf an professioneller Handlungskompetenz und der Lehrer-Selbstwirksamkeit als Grundlage für Motivation entwickelt Nentwig ihre zu diskutierende Leitfrage nach der „Bereitschaft zum Engagement in der Berufsorientierung in der Inklusion“ (S. 148) von Lehrkräften „unterschiedlicher Professionen“ (ebd.) und deren Einflüssen. Zur Beantwortung der Frage werden einzelne Teilbereiche genauer untersucht: diese sind die Analyse der Einflussfaktoren auf die Selbstwirksamkeit, die Untersuchung der Bedeutung der Profession der Befragten und die Frage nach den Zusammenhängen von persönlichen Überzeugungen zum Erfolg von inklusiven Angeboten und individuellen Erfahrungen mit dieser Schüler_innengruppe. Als Methode wählt Nentwig die quantitative Befragung von Lehrpersonen mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen an 68 Regelschulen mit inklusivem Förderbereich; insgesamt werden 440 Personen mit Hilfe eines Fragebogens befragt, welcher in diverse Teilbereiche unterteilt wird. Diese sind sowohl die „Überzeugungen von Lehrpersonen zur Berufsorientierung“ als auch „die Lehrer-Selbstwirksamkeit in der Berufsorientierung“ und „die Rahmenbedingungen der Berufsorientierung an Schulen“ gemessen, welche sich durch die „drei Schwerpunkte(n) Angebotsstruktur und -gestaltung, Kooperationen und Qualifikationen des Kollegiums“ auszeichnen (S. 157).

Der Fragebogen umfasst neben den Angaben zur Person insgesamt elf Bereiche; die Antwortskala reicht von 1) „stimme gar nicht zu“ bis 6) „stimme völlig zu“ (s.157), es fehlt eine neutrale Antwortmöglichkeit, sodass die Befragten gezwungen sind sich zu positionieren.

Zur Erfassung der Einstellung zur Inklusion legt Nentwig das Instrument EZI-D („Einstellung zur Integration“) nach Kunz et.al (2010) zu Grunde, wohingegen sie für die Messung der Überzeugungen zur Berufsorientierung auf Grund von Ermangelung deutscher Untersuchungen bzw. der Besonderheiten im deutschen Berufsorientierungssystem die Items beruhend auf Aiken (1996) selbst entwickelt. Für die Untersuchung der Lehrer-Selbstwirksamkeit liegen diverse Ergebnisse und Instrumente vor, jedoch nicht für die „fächerübergreifenden Domänen der Berufsorientierung“ (S. 162). Daher wurden für die vorliegende Arbeit neue Items entwickelt, welche „den Hinweisen zur Selbstwirksamkeitsmessung nach Schmitz und Schwarzer (2000)“ (ebd.) folgt. Für die Analyse der allgemeinen Selbst-Wirksamkeit wurde auf die „erste deutschsprachige Skala zur Erfassung des Konstrukts“ (ebd.) nach Schwarzer und Jerusalem (1999) zurückgegriffen. Schließlich wurden noch die Rahmenbedingungen untersucht und hierfür die Erhebung von „Knauf, Oechsle und Rosowski (2009)“ (S. 165) genutzt und auf das eigene Forschungsinteresse angepasst.

Da Nentwigs Arbeit sich mit dem Teilbereich der inklusiven Berufsorientierung beschäftigt, kommen für ihre Stichprobe nur Schulen in Frage, die auch über einen Förderbereich verfügen, in dem „Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf gemeinsam“ (S. 167) unterrichtet werden. Eine weitere Begrenzung erfolgt regional, sodass nur Schulen mit diesen Vorgaben aus „dem Regierungsbezirk Arnsberg“ (ebd.) in Nordrhein-Westfalen Einzug finden. Die befragten Lehrkräfte sollten sowohl unterschiedliche Professionen als auch Aufgabenbereiche abdecken, sodass Sonderpädagog_innen an Förderschulen und an allgemeinbildenden Schulen und Regelschullehrkräfte befragt wurden. Des Weiteren beschreibt sie die grundlegenden Punkte ihrer Datenanalyse, wie z.B. das Vorgehen bei der Item- bzw. Skalenanalyse, die Normalverteilung oder die Korrelationen.

Teil 5: Darstellung der Forschungsergebnisse und Diskussion derselben

In diesem Kapitel finden die Ergebnisse, die zur Klärung der Forschungsfrage nach der Bereitschaft zum Engagement und diesbezügliche Einflüsse bei inklusiver Berufsorientierung dienen, Erwähnung und werden im Folgenden kurz zusammengefasst.

  • Die Rahmenbedingungen in der Berufsorientierung sind trotz der rechtlichen Vorgaben einer verpflichtenden Berufsorientierung in allen Schulformen äußerst heterogen, sodass auch die berufsorientierenden Angebote allgemein und im speziellen für eine Schüler_innenschaft mit Förderbedarf nicht einheitlich gestaltet sind. Es zeigt sich, dass sich besonders die Hauptschulen in den untersuchten Punkten (inklusives Angebot, Organisation) positiv von den anderen Schulformen abheben.
  • Die Überzeugungen seitens der Lehrkräfte bezüglich der Berufsorientierung von Schüler_innen mit und ohne Förderbedarf erscheinen in dieser Untersuchung schulübergreifend als ähnlich und werden von individuellen Faktoren beeinflusst. Besonders lässt sich ein Zusammenhang zwischen individuellen Erfahrungen mit und Überzeugungen zur Inklusion feststellen.
  • Die erlebte Selbstwirksamkeit besonders bezüglich der Schülerschaft mit Förderbedarf erscheint in dieser Studie als negativ. Auch hier kann ein Zusammenhang zwischen persönlichen Erfahrungen hergestellt werden.
  • Es besteht ein Zusammenhang von erlebter Selbstwirksamkeit und den Überzeugungen bezüglich der inklusiven Berufsorientierung, d.h. Personen mit hoher Selbstwirksamkeit machen eher positive Erfahrungen mit dieser besonderen Schülerschaft und sind eher von der positiven Wirkung ihrer Angebote überzeugt.

Abschließend weist Nentwig noch auf die Grenzen der Studie hin.

Diskussion und Fazit

Lena Nentwig greift mit ihrer Dissertationsschrift ein Thema auf, welches in der deutschen Forschungslandschaft bisher wenig Beachtung gefunden hat und schließt somit eine Forschungslücke. Dass eine Diskrepanz zwischen der Ausbildung von Lehrkräften und deren Aufgaben in der Praxis besteht, ist bekannt. Nentwigs Arbeit leistet daher einen wichtigen Beitrag, um herauszufinden an welchen Stellschrauben gedreht werden muss, um die universitäre Lehrer_innenausbildung und die schulische Praxis anzunähern und so die Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, die ja als Schlüssel für die Entwicklung von Handlungskompetenzen im Bereich der inklusiven Berufsorientierung identifiziert werden konnten, zu fördern. 

Auf Grund des großen Forschungsteils und den Ausführungen zum statistischen Vorgehen ist dies sicherlich kein Grundlagenwerk für Einsteiger_innen; die Ergebnisse der Studie sollten jedoch in den Curricula der Lehramtsausbildungen Einzug finden.


Rezension von
Gisa Stich
Geschäftsführerin beim Institut für innovative Bildung, Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Sozialpädagogik der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg
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Zitiervorschlag
Gisa Stich. Rezension vom 16.01.2020 zu: Lena Nentwig: Berufsorientierung als unbeliebte Zusatzaufgabe in der Inklusion? Eine Studie zur Bereitschaft von Lehrpersonen zum Engagement in der inklusiven Berufsorientierung. Julius Klinkhardt Verlagsbuchhandlung (Bad Heilbrunn) 2018. ISBN 978-3-7815-2262-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/25014.php, Datum des Zugriffs 22.02.2020.


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ISSN 2190-9245

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