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Tim Cole: Wild Wild Web

Cover Tim Cole: Wild Wild Web. Was uns die Geschichte des Wilden Westens über die Zukunft der Digitalen Gesellschaft lehrt. Verlag Franz Vahlen GmbH (München) 2018. 226 Seiten. ISBN 978-3-8006-5788-9. 24,90 EUR.
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Thema

Wir sollten die Vergangenheit kennen, um sie nicht zu wiederholen (S. 15). Leider glauben viele, das digitale Zeitalter und viele seiner Phänomene seien absolut einmalig, sozusagen unser unentrinnbares Schicksal. Ein solches Narrativ verurteilt uns zum Fatalismus. Dagegen setzt sich der Autor Tim Cole für eine neue Souveränität im Umgang mit der digitalen Transformation, die alle Bereiche erfasst, ein. Wild Wild West und Wild Wild Web sind sich nämlich gar nicht so unähnlich, und diese Analogie kann produktiv sein (S. 17). Damals wie heute wurde nämlich eine neue Welt erschlossen und am Anfang herrschte das Gesetz des Stärkeren – wenn es überhaupt Gesetze gab.

Der Wilde Westen begann 1804 mit einer 12.000 km langen Expeditionsreise an die Pazifikküste und endete am 10. Mai 1869, als der symbolische letzte Gleisnagel der ersten transkontinentalen Eisenbahn im Bundesstaat Utah eingeschlagen wurde. Irgendwann war das Land zivilisiert in dem Sinne, dass Recht und Ordnung herrschten, Wachstum und Wohlstand, Fortschritt und Vielfalt. Uns steht diese Arbeit im Hinblick auf das Internet noch bevor, aus der Wildnis einem blühenden Garten zu machen. Aber dazu müssen wir zuerst einmal aufräumen, Ordnung schaffen, Gesetze erlassen und sie durchsetzen, Auswüchse beschneiden, die Bösewichte hinter Gitter bringen, die Räuberbarone in die Schranken weisen und das Land urbaner und lebenswert machen. Allen Beteuerungen zum Trotz ist nämlich das Internet immer noch ein weitgehend rechtsfreier Raum. Ohne Widerstand werden die heutigen Nutznießer den Trog nicht räumen, denn sie haben zu viel zu verlieren. Sie haben sich daran gewöhnt, unsere Daten zu stehlen und unsere Identitäten zu klauen, unsere Informationen zu vermarkten und uns anzufixen, mit ihren Plattformen und Apps (S. 22-24).

Auch für den zweiten Schritt haben wir ein Vorbild in der amerikanischen Geschichte, nämlich die Wende vom 19. zum 20. Jahrhunderts, als die Räuberkapitalisten wie John D. Rockefeller, Cornelius Vanderbilt, Andrew Carnegie und J. Pierport Morgan riesige Imperien und mächtige Monopole aufbauten und die Menschen skrupellos ausbeuteten. Wir befinden uns heute in einer ähnlichen Position wie die US Präsidenten damals mit ihren Anti-Trust Gesetzen und ihrem Kampf gegen die Monopolkapitalisten. Dabei wird der Weg in eine zivilisierte online-Welt nicht ohne eine Revolution von unten abgehen. Was wir brauchen, ist eine neue, eine digitale Souveränität. Und Cole meint dies in einem doppelten Sinn.

  • Einmal bedeutet Souveränität Selbstbestimmung, zum anderen beschreibt sie aber auch eine gewisse Gelassenheit, die aus dem Gefühl kommt, die Lage im Griff zu haben (S. 25 - 27). 1873 identifizierte Mark Twain das erste Blattgold-Zeitalter im Anschluss an den wilden Westen (S. 31). Um die Reaktion auf diese Räuberkapitalisten machte sich insbesondere Theodore Roosevelt, der am 14. September 1901 als 26. Präsident der USA ins Amt gewählt wurde. Bereits zehn Jahre vorher hatte der US-Kongress mit dem Sherman Act eine ganze Serie von Anti-Monopol-Gesetzen erlassen (S. 33). Erst Roosevelt machte Ernst mit dem Kampf gegen die Monopole, weshalb er als „Trust Buster“, als Monopol-Zerschlager, in die Geschichte einging. 1906 erhob die Regierung Anklage gegen Rockefellers übermächtigen Konzern Standard Oil. Er ging die Monopolisten einen nach dem anderen an. Was er mehr oder weniger aus dem Bauch heraus empfand, wurde später in einer Serie von Gerichtsurteilen als „Rule of Reason“ kodifiziert, erstmals 1911 im Prozess gegen Standard Oil. Die Lehre aus diesen Geschichten sind sonnenklar. Erstens haben Monopole langfristig keine Chance. Irgendwann übertreiben sie – und in Politik und Öffentlichkeit zieht der gesunde Menschenverstand ein.
  • Zweitens ist keiner so groß, dass er nicht zu Fall gebracht werden kann. Es ist heute wohl jedem klar, wer die neuen Räuberbarone sind. Ihre Firmennamen werden inzwischen sogar zusammengefasst als GAFA bezeichnet, Google, Apple, Facebook und Amazon (S. 34-36).

Autor und Entstehungshintergrund

Tim Cole ist Experte für Themen rund um das Internet, E-Business, Social Web und IT-Sicherheit. Er gilt als Wanderprediger des deutschen Internets (Süddeutsche Zeitung). Von 1998–2002 war er Chefredakteur des Wirtschaftsmagazin Net Investor. Als Kommentator schätzt man seine klaren, neutralen Analysen und seine kritische Einschätzung technologischer Entwicklungen sowie ihrer Folgen für die Wirtschaft.

Tim Coles Buch „Erfolgsfaktor Internet“, das 1999 Econ erschien, wurde zum Bestseller, weil es erstmals in einer für Manager verständlichen Sprache erklärte, warum das Internet für Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist. In dem Buch „Das Kunden-Kartell“ sagte Cole die Machtverschiebung zu Gunsten des Kunden aufgrund von digitaler Vernetzung voraus. Das Handelsblatt nahm Kunden-Kartell in seine Liste der 100 wichtigsten Wirtschaftsbücher auf.

Inhalt

Die neuen Monopolisten des Internet-Zeitalters

Die neuen Monopolisten sind Nutznießer des mobilen Zeitalters (S. 81). So viel ist klar: es muss etwas geschehen. Wir können weltweit nicht einfach zusehen, wie riesige Internetkonzerne mehr Macht an sich reißen als je Firmen zuvor in der Geschichte, dabei unvorstellbare Reichtümer anhäufen und letztlich bestimmen, wie unsere gemeinsame Zukunft aussehen soll (S. 103). Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Was soll denn das bedeuten: ein Ort, an dem geltendes Recht aufhört, geltendes Recht zu sein? Natürlich gelten das Grundgesetz und alle anderen deutschen Rechtsvorschriften auf deutschem Boden genauso für das Internet. Das Problem besteht darin, dass das World Wide Web geographisch nicht lokalisierbar – es kennt keine Landesgrenzen. Das macht es besonders schwer, Recht durchzusetzen. Tatsächlich verschleiert das Gerede vom rechtsfreien Raum die wahren Probleme. Es herrscht keineswegs Mangel an gesetzlichen Regelungen, die auch oder gar nur für das Internet gelten. Nur seien die Gesetze von sehr unterschiedlicher Qualität. Richter legten die Regel sehr unterschiedlich aus und die Behörden verfolgten Vergehen oft sehr halbherzig oder überhaupt nicht. Eigentlich sollen in der EU alle Dienstleistungen und Warenlieferungen dort besteuert werden, wo sie verbraucht bzw. konsumiert werden.

Da beispielsweise Amazon für einen Großteil dieser Umsätze entweder selbst oder über sein Händlernetzwerk verantwortlich ist, ist kaum vorstellbar, dass Regierungen auf der ganzen Welt untätig zusehen, wie diese Geldströme an ihren Steuerkassen vorbeifließen. Geistiges Eigentum sollte natürlich auch im Internet geschützt werden. Ein Problem ist dabei allerdings, dass Urheberrecht heute eigentlich immer noch Verlegerrecht ist. Raubkopieren ist übrigens nicht ein Produkt des digitalen Zeitalters, sondern schon im 17. Jahrhundert wurde Geisteseigentum geklaut. Auch in der Blütezeit des wilden Westens wurde Charles Dickens ein Opfer von Raubkopien. Dreiste US-Verleger waren die Urahnen unserer modernen Copyright-Piraten. Im Januar 1842 rächte sich Dickens, indem er mit seiner Frau nach Amerika reiste und große Theatersäle entlang der Ostküste mietete und aus seinen Werken vorlas. Die Tournee war sagenhaft erfolgreich und entschädigte Dickens weitgehend für den Verdienstausfall, den er durch Raubkopierer erlitten hatte. Im Digitalzeitalter, wo es bekanntlich zwischen Original und Kopie keinen Unterschied mehr gibt, sieht Dickens Geschäftsmodell auf einmal brandaktuell aus! Immer mehr Musiker setzen auf Life-Konzerte, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen (S. 107-112).

Google übersetzte das Schlagwort „Information soll frei sein“ in den Zugang „Information will umsonst sein“. Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo! hatten schnell heraus, dass sie diese kostenlose Nachrichtenflut dazu benutzen konnten, selbst in das Geschäft mit der Nachrichtenverbreitung einzusteigen. Gegen den Schutz des Copyrights im Internet ist daher nichts einzuwenden, wenn es aber, wie seine Anhänger fordern, mit der verpflichtenden Einführung sogenannter Content-Filter verbunden wird, droht dem Internet echter Schaden durch Zensur. Wir brauchen also einen Sherman Act für das digitale Zeitalter, welche auf die Mitwirkung der internationalen Politik angewiesen ist, nämlich bei der längst überfälligen Anpassung des Monopolrechts an die digitale Neuzeit, nicht zuletzt aufgrund des Daten-Monopols von Google zum Beispiel. Wenn man Hayek folgt, mag der Aufstieg mächtiger Informations-Monopolisten wie eine logische Weiterentwicklung des kapitalistischen Prinzips aussehen. Sie ist es aber nicht. Was Sorgen machen muss, ist das schiere Ausmaß der informationellen Ausbeutung, welche GAFA und Konsorten betreiben (S. 113-117). Leitlinien für KI zu bestimmen, bevor es zu spät ist, ist das Gebot der Stunde. Aber wie soll man etwas regulieren, von dem man noch nicht genau weiß, wie es funktionieren wird zu es fähig ist? (S. 121). Wir brauchen also einen New Data Deal. (S. 124). Dabei könnte Europa die letzte Rettung für das Web werden, weil die EU entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen auf den Weg zumindest gebracht hat (S. 127).

Durch das Internet kann eine Voreingenommenheit durch die Auswahl der Daten stehen. Sexistische Bots und rassistische KI sind Realität. Filtermechanismen versagen oder sind erst gar nicht vorhanden. So muss man Internetfirmen fragen: was ist Ihnen wichtiger – Vertrauen oder Profitabilität? Die Antwort ist nicht ganz so einfach, denn Vertrauensverlust kann am Ende vielleicht schlimmere Folgen für den Aktienkurs haben als ein etwas schlechteres Quartalsergebnis. Insofern werden digitale Sündenfresser eingesetzt, denn solange intelligente Filtersysteme fehlen, müssen Menschen eben die Drecksarbeit machen. Facebook hat Deutschland offenbar deshalb als Sitz seines größten Löschzentrums ausgesucht, weil hier die Gesetze strenger sind als anderswo. Fakenews sind wie eine Hydra. Allerdings warnen auch sonst eher liberale Menschenrechtsorganisationen davor, dass die deutsche Löschpraxis autoritäre Staaten inspirieren könnte, es ihnen gleich zu tun. Es ist eben heute wie schon damals im wilden Westen: für Ruhe und Ordnung muss doch der Sheriff sorgen (S. 148-153). Allerdings tut sich Deutschland schwer mit dem digitalen Wandel. Denn mental ist Deutschland in der Industrieökonomie hängen geblieben und droht heute im Sandwich zwischen China und den USA zu verkümmern. Also muss Deutschland einen dritten Weg versuchen. Als eine weltoffene und tolerante Gesellschaft kann Deutschland in Zukunft besonders punkten im Vergleich zum liberalen System Amerikas und dem autokratischen System Chinas, so der Gastkommentator Thomas Sattelberger (S. 154-157).

Coles Fazit: Über die Notwendigkeit eines kulturellen Erwachens

Im wilden Westen herrschten Solidarität und Sozialität. Hilfe zur Selbsthilfe war angesagt, zum Beispiel beim Bau von Häusern und Scheunen. Aus diesem Grund brauchen wir als Gefangene in unseren Filterblasen als vereinsamte digitale Egozentriker ein kulturelles Erwachen, um aus dem digitalen System herauszufinden, das nur einem Zweck dient, uns abhängig zu machen (S. 162 f.). Digitales Fasten kann helfen (S. 164). Die größte Gefahr einer exponentiell wachsenden Digitaltechnologie besteht in der Überforderung des einzelnen. Wir neigen dazu, unseren Maschinen immer komplexere – und immer überlebenskritischere – Entscheidungen zu überlassen, ganz einfach, weil wir es können und weil es so bequem ist. Andererseits gibt es Anzeichen dafür, dass Internet-Nutzer ihr Verhältnis zu den Tech-Riesen zu überdenken beginnen und ein digitales Misstrauen aufbauen (S. 167 f.). In diesem Zusammenhang wird eine Genossenschaftsreform vorgeschlagen, wobei das Problem darin besteht, dass digitale Coops in der Regel recht kurzlebig sind (S. 172). Insofern machen Gedanken über digitale Gewerkschaften und einen ebensolchen Betriebsrat ebenso Sinn wie das Plädoyer für eine digitale Ethik als neuer moralischer Kompass (S. 174-177). Dabei ist digitale Ethik nicht nur eine Frage der Umgangsformen in sozialen Netzen (S. 181). So brauchen wir ein digitales Manifest gemäß dem Schlachtruf: Macht kaputt, was euch kaputt macht (S. 185). Wir müssen die Souveräne unserer Daten sein – oder werden (S. 191).

Fazit

Cole stellt ein überzeugendes Plädoyer gegen die GAFA-Kultur vor, die abhängig macht und in die digitale Vereinsamung führt. Hilfe verspricht nur ein kultureller Ausbruch aus der digitalen Bevormundung und Ausbeutung wie Kontrolle. Er empfiehlt digitales Fasten und einen kompetenten Umgang mit den neuen Technologien, die eine entsprechende digitale Kultur ermöglichen. Cole hat recht: wir müssen um die kulturelle Bewältigung der neuen Technologie kämpfen und daran arbeiten, diese zu zähmen, zu domestizieren und zu entkriminalisieren, kurz zu kultivieren wie bei den anderen technologischen Revolutionen zuvor. Die Parallelen mit dem wilden Westen und der Blattgold-Räuberkultur sind nicht von der Hand zu weisen. Ein anregendes Buch für diejenigen, die nicht jedem technologischen Hype folgen müssen, sondern bereit sind, darüber nachzudenken, welche Techniken uns als Menschen wirklich fördern.


Rezensent
Prof. Dr. Dr. Bernhard Irrgang
Der Rezensent lehrte Technikphilosophie und angewandte Ethik an der TU Dresden
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Zitiervorschlag
Bernhard Irrgang. Rezension vom 09.05.2019 zu: Tim Cole: Wild Wild Web. Was uns die Geschichte des Wilden Westens über die Zukunft der Digitalen Gesellschaft lehrt. Verlag Franz Vahlen GmbH (München) 2018. ISBN 978-3-8006-5788-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/25083.php, Datum des Zugriffs 16.10.2019.


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