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Berthold Becher, Ingrid Hastedt: Innovative Unternehmen der Sozial- und Gesundheits­wirtschaft

Cover Berthold Becher, Ingrid Hastedt: Innovative Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Herausforderungen und Gestaltungserfordernisse. Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2018. 471 Seiten. ISBN 978-3-658-19503-8. D: 39,99 EUR, A: 41,11 EUR, CH: 41,50 sFr.
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Herausgeber und Herausgeberin

  • Berthold Becher,langjährig in leitenden Positionen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft, Berater und Publizist in diesen Sektoren
  • Ingrid Hastedt,seit 1997 Vorstandsvorsitzende des Baden-Württembergischen Wohlfahrtswerks

Weitere AutorInnen

  • Alina M. Baluch ist seit 2012 Senior Lecturer in Management an der University of St. Andrews (UK) und Associate Director des Centre for the Study of Philanthropy & Public Good. Forschungsschwerpunkt HRM in NPO.
  • Hanswalter Bohlander mit langjähriger Tätigkeit in Fach-, Führungs- und Beraterfunktionen in den Bereichen berufliche Bildung, Bildungsforschung, Personal- und Organisationsentwicklung, bis 2015 verantwortlich für die Entwicklung, Erprobung und Evaluierung des Qualifizierungsprojekts „InnovationsCoach Sozialwirtschaft“ als Referent in der Paritätischen BuntStiftung Thüringen, nunmehriges Arbeitsfeld u.a. die Entwicklung und Erprobung von transformativen Lern- und Entwicklungsformaten.
  • Berthold Broll ist seit 2000 bei der Stiftung Liebenau und seit 2002 als Vorstand. Weitere Funktionen als Kurator der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, Präsident des Stiftungsrates der Stiftung Helios, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe und Vizepräsident der Fondazione S. Elisabetta.
  • Wolfgang Deiters ist seit 2017 Professor für Gesundheitstechnologien an der Hochschule für Gesundheit in Bochum und zudem am Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik (ISST) weiterhin aktiv. Sein Arbeitsschwerpunkt ist e-Healthcare.
  • Michaela Friedrich, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Arbeitswissenschaft sowie am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation.
  • Bernd Halfar ist Professor für Management in sozialen Einrichtungen/OE an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Seine Arbeitsfelder sind wirkungsorientiertes Controlling, Social Return on Investment-Berechnungen, Dienstleistungsproduktivität, Finanzierungstheorie, meritorische Güter. Gemeinsam mit Helmut Kreidenweis leitet er die Arbeitsstelle für Sozialinformatik sowie die Arbeitsstelle für NPO-Controlling/SROI und das „Zentrum für die Ökonomie der Sonderimmobilie und Services“ beim TRANSMIT-Zentrum der hessischen Universitäten und Hochschulen in Gießen, Mitbegründer der Unternehmensberatung „xit GmbH“ in Nürnberg/Berlin, div. Aufsichtsräte und Beiräte, Mitglied im Beirat der Zeitschrift „Sozialwirtschaft“ des NOMOS-Verlages und der Deutschen Gesellschaft für Management und Controlling in der Sozialwirtschaft.
  • Ingrid Held ist langjährig im Gesundheitswesen tätig und seit 2015 Geschäftsführerin am Herzzentrum Dresden-Universitätsklinikum und zugleich Professorin der Steinbeis Hochschule, div. Stationen vom Business Consultant über die Vertriebsleitung bis hin zur Professur für Rechnungswesen und Controlling.
  • Marlene Hennicke ist freiberufliche Unternehmensberaterin von NGO's, Stiftungen und Unternehmen in den Themenfeldern Social Entrepreneurship, Innovationsmanagement, Führungskräfteentwicklung, Ehrenamt etc. Sie ist in nationalen und internationalen Organisationen des sozialen Sektors tätig.
  • Thomas Heymel ist seit 2009 Leiter Corporate Development bei der Stiftung Pfennigparade in München. Zudem ist er seit 15 Jahren in Führungsfunktionen, Berater und Projektleiter in Konzernen und mittelständischen Unternehmen. Er ist Vorstandsvorsitzender des Ashoka-Fellows Irrsinnig Menschlich e.V. sowie Gastdozent an verschiedenen Universitäten.
  • Anette Hild-Berg ist Leiterin der diakonischen Akademie Michaelshoven und dem Vorstandsbereich strategische Personalentwicklung zugeordnet.
  • Patrick Hofmacher ist Geschäftsführer der Malteser Werke gGmbH Köln. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Unternehmenskommunikation, Schulentwicklung, CSR und Nachhaltigkeit.
  • Markus Horneber ist Vorstandsvorsitzender der Agaplesion gAG Frankfurt, Vorstandsmitglied des Verbandes Diakonischer Dienstgeber und des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes sowie Mitglied im Zentralbeirat der Bank für Sozialwirtschaft. Er wurde 2017 als Vordenker des Jahres ausgezeichnet, das Unternehmen wurde 2016 und 2018 als Innovator des Jahres zu den TOP 100 in Deutschland gewählt sowie als Leading Employer ausgezeichnet.
  • Monika Huber war von 2000–2010 wissenschaftliche Geschäftsführung des Berliner Zentrums Public Health und seit 2005 zusätzlich die des Zentrums für innovative Gesundheitstechnologie an der TU Berlin. Seit 2012 ist sie bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH verantwortliche Projektleiterin, seit 2017 der Projektträgerschaft Ressortforschung für das BM für Gesundheit.
  • Martina Kauffeld-Monz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH und verantwortlich für das Themenfeld „Innovationssysteme und Förderinstrumente“ des iit-Berlin. Langjährige Innovations- und Regionalökonomin im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und hat dort Maßnahmen der EU-Strukturpolitik evaluiert und Methoden der Netzwerkanalyse zur Bewertung von regionalen Innovationsnetzwerken und für Akteursfeldanalysen entwickelt.
  • Nina Kloster vertritt das Lehrgebiet Gesundheit und Komfort in der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme an der TH Köln, tätig am Institut für Technische Gebäudeausrüstung. Sie leitete eine Vielzahl von Projekten, der Schwerpunkt liegt auf innovativen Assistenzsystemen und Systemen für die Medizin-, Sport- und Healthcare-Branche. Sie war Abteilungsleiterin am Fraunhofer-Institut für mikroelektronische Schaltungen und Systeme in Duisburg u.a. mit dem Themenbereich Produkte und Dienstleistungen für den Gesundheits- und Pflegebereich.
  • Miriam Kreibich ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH und stellvertretende Leiterin des Bereichs Gesellschaft und Innovation mit den Arbeitsbereichen Innovations- und Technologiemanagement, Soziale Innovationen, Erkenntnistransfer und Verwertung. Sie ist verantwortlich für das Themenfeld „Innovationssysteme und Förderinstrumente“.
  • Alexander Künzel ist seit 1987 bei der Bremer Heimstiftung und ab 1989 deren Vorstandsvorsitzender, Mitglied im Kuratorium Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen, Vorsitzender des Kuratoriums der Herrnhuter Diakonie sowie Aufsichtsrat der Sparkasse Bremen. Er ist Mitbegründer des „Netzwerk: Soziales neu gestalten“ und Kurator der Deutschen Altershilfe.
  • Markus Micken ist Vorstand bei thyssenkrupp AG Stahlunternehmen sowie Geschäftsführer und Chief Human Ressource Officer der thyssenkrupp Hohenlimburg Gmbh.
  • Reinhard Müller bis 2016 Landesgeschäftsführer des PARITÄTISCHEN Thüringen und Direktor der PARITÄTISCHEN BuntStiftung, heute Berater für Change Management in der Sozialwirtschaft. Vertretungsprofessur mit Schwerpunkt Sozialmanagement an der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der FH Erfurt.
  • Martina Oldhafer hat 20 Jahre Erfahrung im Gesundheitswesen in unterschiedlichen Führungsfunktionen, leitet seit 2015 das Change Management am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, zahlreiche Publikationen zu Führung, Führungskräfteentwicklung und Transitionsmedizin.
  • Hans-Gerd Ridder ist Professor an der Leibniz Universität Hannover am Institut für Personal und Arbeit. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt im strategischen Human Resource Management von Non-Profit-Organisationen.
  • Joachim Rock leitet die Abteilung Arbeit, Soziales und Europa im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin und ist Dozent an der Paritätischen Akademie Berlin.
  • Andrea Rößner ist seit 2011 am Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Competence Team Dienstleistungsmanagement. Forschungsschwerpunkte sind Dienstleistungsproduktivität, Prozess- und Portfoliogestaltung sowie Geschäftsmodelle für Dienstleistungen.
  • Verena Sagante seit 20014 Referentin PR und Marketing am Fraunhofer-in Haus-Zentrum und seit 2015 zudem Pressereferentin für das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme Duisburg.
  • Björn Schmitz forschte sechs Jahre am Centrum für soziale Investitionen und Innovationen der Universität Heidelberg. Er ist mittlerweile Inhaber des Beratungsunternehmenes Phil!omondo und spezialisiert auf Strategieentwicklung, Innovation, Design Thinking, Agilität und Organisationsentwicklung.
  • Roland Schöttler ist Lehrbeauftragter an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel und Berater für Strategie, Innovation und Technologie in sozialen Organisationen. Zudem ist er Business Development Manager Public & Healthcare bei Hewlett Packard Enterprise.
  • Andreas Schröer war bis März 2017 Professor für Nonprofit Management an der Evangelischen Hochschule Darmstadt, Direktor des Instituts für Zukunftsfragen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie Dekan des Fachbereichs Wissenschaftliche Weiterbildung. Seine Forschungsschwerpunkte: Innovationsförderung in Nonprofit Organisationen, Führung und Organisationales Lernen, Design Thinking und strategisches Management. Mitglied in nationalen und internationalen Fachgesellschaften für Organisationspädagogik, Reviewer für mehrere Fachzeitschriften und Konferenzen. Nun ist er Professor für Organisationspädagogik an der Universität Trier und Mitherausgeber des Handbuchs Organisationspädagogik.
  • Bernd Schubert ist seit 20 Jahren im Controlling, der Organisations- und Sanierungsberatung und im kaufmännischen Management von Unternehmen der Sozial- und Gesundheitsbranche tätig. Heute ist er kaufmännischer Geschäftsführer bei der Arbeiterwohlfahrt in Schleswig-Holstein mit zahlreichen Veröffentlichungen und Lehraufträgen.
  • Carsten Schultz ist seit 2012 Professor für Technologiemanagement am Institut für Innovationsforschung der Universität Kiel sowie assoziierter Forscher an der Dänischen Technischen Universität. Seine Schwerpunkte sind das Innovationsmanagement im Gesundheitswesen, Managed Care und e-Health. Er ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Gesellschaften, Autor zahlreicher auch internationaler Publikationen und Herausgeber des Lehrbuches Innovationsmanagement.
  • Oliver Som war von 2005 – 2015 wissenschaftlicher Projektleiter im Competence Center „Industrie- und Serviceinnovationen“ am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe. Er forscht seit mehr als 12 Jahren zu Innovationsstrategien und Zukunftspotenzialen. Seit 2016 ist er Fachbereichsleiter für Innovationsmanagement und -ökonomie am Management Center Innsbruck und leitet dort das Research Lab „SME Innovation Networks“.
  • Franz Josef Stoffer war von 1979 bis 2011 Geschäftsführer der auf seine Initiative gegründeten CBT (Caritas Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH), er ist Inhaber der FJS-Consulting BALANCE. Zahlreiche Auszeichnungen, Mitbegründer der AcU (Arbeitsgemeinschaft caritativer Unternehmen) sowie des Netzwerks „SONG – Soziales neu gestalten“, Kurator und Aufsichtsratsmitglied des Kuratoriums der Deutschen Altenhilfe, Miglied im Care Management Deutschland u.v.a.
  • Jochen Walter ist seit 2002 Vorstand der Stiftung Pfenningparade in München.
  • Bettina Zippel-Schultz ist seit 2011 Leiterin des Innovationsmanagement bei der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke Berlin. Sie ist verantwortlich für die Entwicklung, Einführung und Evaluation von innovativen Versorgungskonzepten.

Thema und Zielsetzung

Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft müssen sich zur Sicherung ihrer Zukunft auf die sich ändernden Rahmenbedingungen reagieren. Ein wesentliches Thema dabei ist die „Innovation“ in allen Schattierungen. Der vorliegende Band zeigt die Gründe für das beschreiten eines innovativen Weges auf. Weiters sind handlungsrelevante Informationen für den Leser über die zu schaffenden strategischen, organisatorischen, personellen und finanziellen Voraussetzungen zur Steigerung der Innovationsfähigkeit und Innovationskraft der Unternehmen enthalten. Praxisberichte zeigen in ihrer Vielfalt zum einen die recht unterschiedlichen Ansatzpunkte und zum anderen auch die unterschiedlichen Erfahrungen der Unternehmen mit Umsetzungsprozessen.

Zielgruppen der vorliegenden Arbeit sind vor allem Führungskräfte in den Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft und deren Verbänden, feldnahe Beratungsorganisationen, Hochschulen und Forschungsinstitute sowie auch Studenten, die sich im Rahmen ihres Sozialmanagement-Studiums mit Innovationen beschäftigen.

Aufbau und Inhalt

Das Buch gliedert sich in drei große Kapitel.

In der recht umfangreichen Einführung (Kapitel eins) der beiden Herausgeber wird die Erfolgsnotwendigkeit von Innovationen betont, auch wenn es Thema „Innovation“ bereits zu einem Modewort geworden ist. Mit einem pragmatischen Verständnis gehen sie an die Arbeit und die Autoren betonen die Innovationskraft der Unternehmen in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Es geht ihnen dabei nicht nur um eine strategische Verantwortung in der Führung, sondern auch um eine Stärkung der Innovationsfähigkeit durch die organisatorische Verankerung des Themas. Auch nehmen sie den Innovationsprozess von der Entwicklung bis zur Implementierung unter die Lupe. Sie gehen dabei auch auf Anforderungen an das Unternehmen, die Wirtschaftsform und die Marktsteuerung sowie das Thema Finanzierung ein.

Im zweiten Kapitel „Gestaltungsansätze und förderliche Rahmenbedingungen“ lassen sie eine Reihe Autoren aus den unterschiedlichsten Praxisfeldern zu Wort kommen. Oliver Som beginnt mit einem Artikel zur Frage, wann ein Unternehmen „innovativ“ ist, gefolgt von Roland Schöttler mit „Innovationsprozesse in Sozialunternehmen: Entfalten von Paradoxien“. Ridder/Baluch widmen sich einem zentralen Punkt: HRM in NPO's. Sie diskutieren dabei die Voraussetzungen für die Innovationsfähigkeit. Die organisatorische Verortung diskutieren Schultz/Oldhafer/Zippel-Schultz entlang der Frage; Warum bedarf es einer Stelle für das Innovations- und Change Management im Krankenhaus? Eine Methode zur Innovationsförderung beschreiben Schröer/Schmitz mit dem Labor für Diakonisches Unternehmertum als Alternative zu den vielen Start Ups. Der Nutzwert der Szenario-Methode für Innovationen erscheint von Bärbel Held klingt im Verbund mit den anderen Artikeln auf den ersten Blick als etwas instrumentell. Einen interessanten Aspekt bringt Joachim Rock ein, in dem er die Kooperation von Wohlfahrtspflege und Social Entrepreneurs beleuchtet. Zum Abschluss dieses Kapitels widmen sich Kauffeld-Monz/Kreibich/Huber den Rahmenbedingungen, der Finanzierung und der Förderung von Innovationen im Sozial- und Gesundheitsbereich.

Das dritte Kapitel „Praxisberichte“ ist in zwei Unterkapitel geteilt: Ein Unternehmen innovationsfähig ausrichten und Berichte aus Innovationsprojekte aus einschlägigen Verbänden.

Zwei Artikel stellen im ersten Teil „Unternehmen innovationsfähig ausrichten“ auch Unternehmen in den Mittelpunkt: Zuerst Markus Horneber die AGAPLESION gAG, dann Berthold Broll die Stiftung Liebenau.

Im zweiten Teil beginnt Bernd Schubert mit dem Beitrag der modernen Unternehmenssteuerung zur Stärkung der Innovationsfähigkeit. „Hospital Engeneering“ als multiperspektivische Innovationsplattform für das Krankenhaus der Zukunft ist das Thema von Kloster/Sagante/Deiters. Franz Josef Stoffer geht von der Vision aus und zeigt die Entwicklung sowie die Implementierung eines neuen Leistungskonzeptes für eine Senioreneinrichtung. Servicerobotik in einem Altenheim ist das Thema von Rößner/Friedrich. Sie schildern die Erfahrungen im Zuge der Entwicklung und Einführung. Innovationscoaches werden von Hanswalter Bohlander/Reinhard Müller beleuchtet. Bernd Halfar und Markus Micken fragen sich, ob innovative Konzepte der Industrie auch in sozialen Dienstleistungsunternehmen anwendbar sind. Das strategische Personalmanagement und die Arbeitgeberbewertungsportale sind flüchtig betrachtet als Orchideen-Thema von Anette Hild-Berg als Abrundung des innovativen Themenbogens dabei. Becher/Künzel nehmen sich des spannenden Themas „Innovation durch Kooperation“ an und gehen auf die Netzwerk-Idee des „Getrennt arbeiten und gemeinsam handeln“ ein. Ebenso der folgende Artikel von Patrick Hofmacher. Spannend wird es bei der „Erhöhung der Wertschöpfungsbeiträge durch sektorübergreifende Leistungsbeziehungen“ von Walter/Heymel. Zum Schluss kommt dann Marlene Hennicke mit einer vergleichenden Fallstudie zur Innovationsfähigkeit in zwei Leistungsbereichen eines Unternehmens.

Fazit

Das Buch ermöglicht dem Leser nach einer Einführung in das Thema Innovation eine Vertiefung in zwei große Themenfelder. Der Leser erhält damit einen Überblick zu den Gestaltungsfeldern von Innovationen in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Darüber hinaus lassen die beteiligten AutorInnen Einblicke in Praxisbeispiele von Innovationsvorhaben in diesem Bereich zu. Für den Leser wäre es somit möglich, zum einen Anregungen für sein eigenes Unternehmen zu erhalten und zum anderen Lust und Motivation für weitere Recherchen für Innovationsvorhaben zu erhalten. Wenn man schon kritische Bemerkungen auf sehr hohem Niveau anbringen will, dann könnte dies die Frage nach der strategischen Ausrichtung von Innovationen sein. Aus der Sicht eines Betriebswirtes wäre auch noch der Supply-Chain-Gedanke bei sektorübergreifenden Dienstleistungen vertiefenswert. Zwei Themenfelder, die man sich für einen zweiten Band vormerken könnte.


Rezensent
Prof. Dr. Paul Brandl
Studiengang Sozial- und Verwaltungsmanagement (SVM). Masterstudiengang Services of General Interest (SGI). Koordinator des Studiengangs Sozialmanagement. FH OÖ-Studienbetriebs GmbH, Campus Linz
Homepage www.fh-ooe.at
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Zitiervorschlag
Paul Brandl. Rezension vom 04.12.2018 zu: Berthold Becher, Ingrid Hastedt: Innovative Unternehmen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Herausforderungen und Gestaltungserfordernisse. Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften (Wiesbaden) 2018. ISBN 978-3-658-19503-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/25092.php, Datum des Zugriffs 19.12.2018.


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ISSN 2190-9245

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