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Margit Miosga, Ursula Schele: Sexualisierte Gewalt und Schule

Cover Margit Miosga, Ursula Schele: Sexualisierte Gewalt und Schule. Was Lehrerinnen und Lehrer wissen müssen. Beltz Verlag (Weinheim, Basel) 2018. 159 Seiten. ISBN 978-3-407-25797-0. D: 19,95 EUR, A: 20,60 EUR, CH: 27,90 sFr.
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Thema

Seit den Aufdeckungsvorgängen von hunderten Fällen sexualisierter Gewalt in Internaten und Landschulheimen im Jahr 2010 hat die Prävention von sexualisierter Gewalt einen neuen gesellschaftlichen Stellenwert erreicht. Im Zuge der Forderung des Runden Tisches Sexueller Missbrauch, pädagogische Einrichtungen durch die Entwicklung von institutionellen Schutzkonzepten zu sicheren Räumen zu machen, kamen in den vergangenen Jahren zahlreiche Initiativen auf den Weg (vgl. BMBF o.J.). Dabei stehen im bundesweiten Diskurs zu Schutzkonzepten aktuell Schulen als Schutz- und Risikoräume im Fokus. Die Bundesinitiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) setzt gezielt dabei an, Schulen bei der Entwicklung von Schutzkonzepten zu unterstützen (vgl. Glammeier 2018, S. 197). Es liegt nun nahe, dass auch Lehrer*innen zu Akteur*innen bei der Prävention von sexualisierter Gewalt werden. Die große Schwierigkeit daran ist, dass Schulen ein Sammelbecken für vielfältige Aufgabenbereiche sind und Lehrkräfte in unterschiedlichsten Themenfeldern gleichermaßen Handlungskompetenzen brauchen. Im Kontext der Prävention von sexualisierter Gewalt bedeutet das einerseits positive Gesprächsräume über Sexualität zu schaffen und das Thema zu enttabuisieren. Damit tragen Lehrerkräfte dazu bei, dass Schüler*innen offen über Sexualität sprechen lernen und in ihrer sexuellen Selbstbestimmung gestärkt werden. Andererseits müssen Lehrer*innen auch vertrauensvolle und sicher agierende Ansprechpersonen bei der Aufdeckung von Vorfällen sexualisierter Gewalt sein und damit zum Schutz von Kindern und Jugendlichen beitragen.

Erfahrungen aus der Fort- und Weiterbildung, aber auch aktuelle Forschungsergebnisse lassen darauf schließen, dass noch nicht alle Lehrkräfte sicher im Umgang mit sexuellen Themen und der Prävention von sexualisierter Gewalt sind (vgl. Khamis 2019). Ursächlich dafür sind nicht zuletzt strukturelle Barrieren, die es den Lehrer*innen zusätzlich erschweren, Handlungssicherheit zu gewinnen (vgl. Urban 2019, S. 142). Das praxistaugliche Buch von Miosga und Schele setzt an diesem Punkt an und greift zahlreiche Fragen zur Intervention und zur Prävention im Kontext von sexualisierter Gewalt auf. Es gibt Lehrkräften Handlungsempfehlungen und liefert wichtige Ansätze, um sich im gesamten Kollegium auf den Weg zu machen, einen sicheren Umgang in Fragen von Sexualität und sexualisierter Gewalt zu erlangen.

Autorinnen

Wie beim Lesen von „Sexualisierte Gewalt und Schule. Was Lehrerinnen und Lehrer wissen müssen“ schnell deutlich wird, resultiert die gemeinsame Publikation von Margit Miosga und Ursula Schele aus einer offensichtlich fruchtbaren Kombination der Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen (Miosga ist seit mehr als vier Jahrzehnten als Journalistin tätig) und der Expertise, darauf aufschlussreiche und praxistaugliche, aber manchmal auch unbequeme Antworten zu geben (Schele arbeitete selbst als Lehrerin und ist seit mehr als vier Jahrzehnten eine der führenden Akteur*innen der Gewaltprävention im deutschsprachigen Raum).

Als Geschäftsführerin von PETZE, dem Präventionsbüro in Kiel, als Akteurin auf landes- aber auch bundesweiter Ebene im Einsatz zur Prävention von sexualisierter Gewalt und insbesondere als langjährig erfahrene Referentin für Bildungsveranstaltungen hat Schele in den vergangenen Jahrzehnten sicher fast jede Frage gehört, die Lehrer*innen sich in diesem Themenfeld stellen können. Nicht zuletzt, weil sie auch die strukturellen Hürden kennt, die es aktuell in Deutschland nach wie vor gibt (z.B. gibt es noch immer zu wenige spezialisierte Fachberatungsstellen, keine finanziellen und zeitlichen Ressourcen auf Seiten der Lehrkräfte, eine generelle Überforderung des Systems Schule etc.), kann sie konkrete Aussagen dazu treffen, was Lehrer*innen tatsächlich wissen müssen, wenn sie im schulischen Alltag mit sexualisierter Gewalt konfrontiert werden.

Aufbau und Inhalt

Das Buch entspricht über weite Strecken einem Dialog im Frage-Antwort-Format zwischen Miosga und Schele. Nach einem Vorwort des aktuellen UBSKM, Johannes Wilhelm-Rörig, werden den Folgekapiteln die Antworten auf elf Fragen vorangestellt, die Expertin Schele in der Praxis häufig als am drängendsten erlebt. Es finden sich darunter Fragen wie „Wo fängt Missbrauch an?“, „Muss das Jugendamt sofort informiert werden?“ und „Wie viele Kinder sind in Deutschland betroffen?“, die mit wenigen Sätzen beantwortet werden und damit erste potentielle Unsicherheiten von Leser*innen abfangen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

Im Anschluss daran steigen Miosga und Schele in ein, die Kapitel WissenHandelnService umfassendes, Zwiegespräch ein, in welchem sie insgesamt vier verschiedene Blickwinkel einnehmen:

  1. den Blick auf das Gesamtthema sexualisierte Gewalt,
  2. den Blick auf die Bedarfe des betroffenen Kindes,
  3. den Blick auf die handelnden Lehrkräfte und das für Interventionsschritte grundlegende Handlungswissen sowie
  4. den Blick auf die Institution Schule und die darin notwendigerweise zu verankernden präventiven Maßnahmen.

Gerahmt werden die Ausführungen durch verschiedene Praxiseindrücke von Fachkräften, aber auch Elternteilen und Schüler*innen und deren individuellen Erlebnissen mit Intervention, Prävention und sexualisierten Gewalterfahrungen im Lebensraum Schule.

Im Themenkomplex Wissen beleuchten die Autor*innen grundlegende Fakten des Phänomens sexualisierte Gewalt. Es gibt dabei zunächst eine Auseinandersetzung mit dem Begriff sexueller Missbrauch und anschließend Erläuterungen zu Täter*innen und ihrem strategischen Vorgehen. in Ihren Ausführungen geht Schele dabei auch auf die persönliche Konstitution von betroffenen Kindern und Jugendlichen ein und erläutert die besonderen Risikofaktoren körperliche und geistige Beeinträchtigung. Im Zuge der Frage, woran Lehrkräfte erkennen, dass sie handeln sollten, wird die Schwierigkeit des Aufdeckens von sexualisierter Gewalt verdeutlicht: Es gibt keine eindeutigen Hinweise darauf, dass ein Kind oder ein*e Jugendliche*r sexualisierte Gewalterfahrungen macht oder nicht macht und häufig steht und fällt eine Aufdeckung damit, dass jemand, z.B. ein*e Lehrer*in, ein ungutes Gefühl hat und diesem durch Beziehungsarbeit nachgeht. Da gerade im schulischen Alltag die Beziehung zwischen Gleichaltrigen eine bedeutsame Rolle spielt, binden Miosga und Schele die Problematik der Übergriffe unter Schüler*innen in ihre Ausführungen ein. Sie erläutern, dass neben notwendigen Entwicklungsschritten und damit mitunter verbundenen Grenzverletzungen und einer veränderten gesellschaftlichen Wahrnehmung von Übergriffen natürlich auch unter Gleichaltrigen konkrete sexualisierte Gewalthandlungen auftreten, die keinen Handlungsspielraum für pädagogische Fachkräfte einräumen: Sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen ist eine zu sanktionierende Handlung, deren Definitionsmacht bei der betroffenen Person liegt. Schele betont dabei die Notwendigkeit, das sowohl der betroffenen als auch der übergriffigen Person im Rahmen der Aufdeckung Unterstützungsangebote gemacht werden müssen. Bevor im weiteren Verlauf der Blick auf das betroffene Kind gerichtet wird, werden noch Ressourcen und Risiken der digitalen Medien erläutert und auch hier ein Kontinuum zwischen altersgerechter Entwicklung (z.B. im Zuge des einvernehmlichen Austauschs intimen Bildmaterials mittels digitaler Medien) und risikobehafteter Online-Nutzung aufgemacht, das es zwangsläufig erfordert, dass Erwachsene Einblick in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen nehmen.

Das Kapitel Wissen mündet in einen intensiven Austausch darüber, wie Kinder und Jugendliche sexualisierte Gewalt erleben und welches Setting es braucht, damit sie sich beispielsweise Lehrer*innen gegenüber anvertrauen können. Schele verdeutlicht, dass Betroffene häufig nur dann über ihre Erlebnisse sprechen, wenn sie sicher sind, dass die Vertrauensperson gut mit dem Erzählten umgehen kann und es deshalb entsprechend wichtig ist, dass es Lehrer*innen gelingt, diese sicheren (Gesprächs-)Räume zu schaffen. Gleichzeitig erläutert sie jedoch auch unmissverständlich, dass Lehrer*innen nicht mehr als Gesprächsangebote machen können (zumindest dann, wenn es sich um ältere Kinder und Jugendliche handelt und es um eine Übergriffsvermutung im häuslichen Umfeld geht) und es letztlich immer die Entscheidung der*des Schüler*in ist, das Angebot zu nutzen oder nicht zu nutzen.

Das Folgekapitel Handeln fokussieren die Autor*innen zunächst auf Fragen (und Antworten) zu Intervention. Praxisnah beschreibt Schele in ihren Antworten, wie Lehrkräfte sinnvoll vorgehen können, wenn sie vermuten, dass ein*e Schüler*in sexualisierte Gewalt erlebt. Besondere Eckdaten sind hier, dass Lehrer*innen niemals alleinverantwortlich handeln sollen (und handeln müssen sollten, weil es keine einheitliche Regelung zum Vorgehen im Verdachtsfall an ihrer Schule gibt). Insbesondere dann, wenn sie unsicher sind, haben sie den Anspruch und das Recht auf Unterstützung durch interne Personen (z.B. die Schulleitung), aber auch externe Fachkräfte (z.B. insoweit erfahrene Fachkräfte, den Allgemeinen sozialen Dienst (ASD) des Jugendamts oder spezialisierte Fachberatung in einer Beratungsstelle oder über das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch) und sollten dies nutzen. Es wird deutlich, welche verantwortungsvolle Rolle Lehrkräfte hier innehaben: Gerade, wenn es zu einer strafrechtlichen Verfolgung der sexualisierten Gewalt kommt, sind möglichst detaillierte Dokumentationen von Lehrer*innen als erste Vertrauenspersonen nicht selten entscheidend für den Verlauf und Ausgang der Strafverfolgung. Durch Miosgas Fragen und Scheles dazugehörigen Erläuterungen bekommen Lehrkräfte konkrete Tipps, wie sie im Verdachtsfall agieren und intervenieren können. Explizit wird auch noch einmal die Rolle der Eltern betrachtet, sodass auch hier Sicherheit darüber erlangt werden kann, wann die Einbeziehung der Eltern sofort erfolgen sollte und wann es sinnvoll ist, erst (andere) Unterstützer*innen hinzuziehen.

An dieser Stelle nutzen die Autor*innen die Möglichkeit, die bisherigen Stränge zusammenzuführen: Zum einen stellt Schule nicht nur einen Kompetenzraum, sondern zweifelsohne auch einen Risikoraum dar, in dem sexualisierte Gewalt zum Thema werden kann. Gleichzeitig gibt es viel Unsicherheit darüber, was das jeweils richtige Vorgehen in der individuellen Situation ist und sind auch Lehrkräfte verschieden aufgestellt: Auch sie können beispielsweise von sexualisierter Gewalt betroffene Personen sein und deshalb (oder aus anderen Gründen) möglicherweise Schwierigkeiten haben, im Fall einer*eines betroffenen Schülers*in besonnen zu handeln. Dennoch treffen Kinder und Jugendliche eigenmächtig die Entscheidung, wem sie sich im Falle von Gewalterfahrungen anvertrauen wollen. Alle Lehrer*in sollten demzufolge vertrauensvolle Räume und Gesprächsangebote schaffen und verantwortungsvoll mit Vermutungen und Aufdeckungen umgehen (können). Mit dem letzten Perspektivwechsel hinterfragen Miosga und Schele deshalb, wie präventive Maßnahmen strukturell im System Schule verankert sein können. Neben Ressourcen, die das System Schule den Lehrer*innen bereitstellen muss, um Überlastungen zu vermeiden und Kapazitäten für eine Kultur des Hinsehens zu ermöglichen, sind aber gleichermaßen auch die Einbindung der Thematik sexualisierte Gewalt in das tägliche Unterrichtsgeschehen und die Nutzung bewährter Präventionskonzepte gemeint, die im Buch punktuell andiskutiert werden. Als Konklusion führen die Autor*innen letztlich institutionelle Schutzkonzepte ein und geben im Kapitel Service neben Hinweisen auf Fachberatungs- und nicht regional verorteten Anlaufstellen einen Überblick über die Bestandteile von Schutzkonzepten gemäß des UBSKM.

Diskussion

Mit den schließenden Ausführungen zum System Schule und der gesellschaftlichen Verantwortung dafür, es so aufzustellen, dass Lehrer*innen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt beitragen, bleibt ein wesentlicher Punkt in der Verantwortungskette nur eine Randbemerkung: Lehrkräfte werden im Studium nicht flächendeckend (und fächerübergreifend) darauf vorbereitet, Inhalte Sexueller Bildung zu vermitteln, präventive Angebote zu machen und im Verdachtsfall zu intervenieren (vgl. Khamis 2019). Miosga und Schele schließen mit ihrer Publikation deshalb eine bedeutsame Lücke, deren Größe sich jedoch mit geeigneten Aus- und Fortbildungsinhalten für Lehrer*innen relativieren lassen könnte. Das im Buch vermittelte praxisnahe Handlungswissen kann und sollte deshalb kein Ersatz für eine adäquate Ausbildung von Lehrkräften im Themenfeld sexualisierter Gewalt sein. Da es das jedoch aktuell noch muss, hat die Veröffentlichungen für im Schulbetrieb tätige Personen hohen Wert und Nutzen, bietet sie doch Orientierung und konkrete Handlungshinweise vor und nach einem Vorkommnis und während des Interventionsprozesses.

Auch der Verweis auf Beratung und Unterstützung durch insoweit erfahrene Fachkräfte und Mitarbeiter*innen des ASDs neben spezialisierten Fachberatungsstellen ist hier sicherlich hilfreich, fällt im Buch von Miosga und Schele allerdings weniger kritisch aus, als er möglicherweise sollte. Denn auch hier gibt es in der Aus- und Fortbildung von Fachkräften Leerstellen, die dafür sorgen, dass nicht alle insoweit erfahrenen Fachkräfte oder ASD-Mitarbeiter*innen tatsächlich Auskunft zu Fragen sexualisierter Gewalt geben können und es auch hier zu ungünstigen Konstellationen kommen kann, aus denen Überforderungssituationen oder für die Betroffenen nachteilige Entscheidungen resultieren können.

Auffällig ist die Entscheidung, im Rahmen der beantworteten Fragen nur in Ausnahmefällen auf weiterführende Literatur zu verweisen (verwendete Literatur wird durchgehend gar nicht zitiert oder aufgeführt). Von Schele erwähnte Studien werden weder namentlich benannt, noch inhaltlich aufbereitet oder durch Abbildungen vorgestellt, es gibt in Summe lediglich fünf Quellen, auf die im Kapitel Service von den beiden Autor*innen verwiesen wird und auch im Fließtext selbst finden sich keine darüberhinausgehenden Literaturempfehlungen. In Abgrenzung zu wissenschaftlichen Texten macht dies das Buch auch für ungeübte Leser*innen und trotz seines herausfordernden Themas damit niedrigschwellig und leicht lesbar. Für Personen, die sich gern über das vorliegende Buch hinaus noch belesen würden, erschwert es den Zugang zu vorhandenen Veröffentlichungen jedoch erheblich. Denkbar wären hier kleinere Literaturverweise am Ende eines Kapitels gewesen oder beispielweise die Verwendung von QR-Codes, hinter denen sich weitere empfehlenswerte Publikationen verbergen. So hätte sich der praxisnahe Charakter durchaus erhalten lassen ohne auf die Fülle an inzwischen vorhandener Literatur (denn gerade in den beiden Förderlinien zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in pädagogischen Kontexten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sind in den vergangenen Jahren viele wertvolle Veröffentlichungen auf den Weg gekommen, auch wenn sie sich nur punktuell konkret auf Lehrkräfte beziehen) zu verzichten.

Fazit

Die ansprechende Publikation „Sexualisierte Gewalt und Schule. Was Lehrerinnen und Lehrer wissen müssen“ ist ein praxisnaher Ratgeber für Lehrkräfte, die in ihrem Berufsalltag nicht selten mit Fällen sexualisierter Gewalt konfrontiert sind. Miosga und Schele vermitteln neben notwendigen Fakten zum Phänomen sexualisierte Gewalt konkretes Handlungswissen, um als Lehrkraft mit Vermutungen umzugehen und auch bei Aufdeckungen von Vorkommnissen versiert agieren zu können. Die Autor*innen schließen damit eine durch mangelhafte und mangelnde Aus- und Fortbildungsangebote entstehende Lücke: (zukünftige) Lehrkräfte sind nicht gut vorbereitet auf den Umgang mit sexualisierter Gewalt und befinden sich jedoch aufgrund ihrer Nähe und ihres intensiven Kontakts zu Schüler*innen in einer mitunter entscheidenden Schlüsselrolle. Über zahlreiche Antworten auf drängende Fragen hinaus vermitteln kurze Praxisberichte von Fachkräften, Eltern und Schüler*innen eine klare Vorstellung davon, warum es kompetente Lehrer*innen braucht, die zum Schutz von Kindern und Jugendlichen beitragen.

Literatur

BMBF (o.J.): Sexualisierte Gewalt: Kinder und Jugendliche schützen. Online unter: https://www.bmbf.de/de/schutz-von-kindern-und-jugendlichen-vor-sexueller-gewalt-1241.html (Zugriff am 15.03.20).

Glammeier, Sandra (2018): Sexuelle Gewalt und Schule. In: Wazlawik, Martin/Voß, Heinz-Jürgen/Retkowski, Alexandra/​Henningsen, Anja/Dekker, Arne (Hg.): Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten. Aktuelle Forschungen und Reflexionen. Springer Fachmedien: Wiesbaden, S. 197 – 209.

Khamis, Celina (2019): Pressekonferenz: Große Lehramtsstudie zu Sexualität – Ergebnispräsentation des Forschungsprojekts „SeBiLe“. Online unter: https://sebile.de/pressekonferenz-grosse-lehramtsstudie-zu-sexualitaet-ergebnispraesentation-des-forschungsprojekt-sebile/ (Zugriff am 15.03.20).

Urban, Maria (2019): Sexuelle Bildung und sexualisierte Gewalt in Schulen. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Gießen: Psychosozial-Verlag.


Rezension von
Maria Urban
M.A. Angewandte Medien- und Kulturwissenschaft, B.A. Soziale Arbeit
Seit 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin in den BMBF-Forschungsprojekten Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Traumatisierung und SeBiLe – Sexuelle Bildung für das Lehramt. Schwerpunkte: Prävention von sexualisierter Gewalt, Schule als Schutzraum vor sexualisierter Gewalt und Ort sexueller Bildung – Lehrer*innenperspektive, Schutzkonzepte in Schulen.
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Zitiervorschlag
Maria Urban. Rezension vom 16.04.2020 zu: Margit Miosga, Ursula Schele: Sexualisierte Gewalt und Schule. Was Lehrerinnen und Lehrer wissen müssen. Beltz Verlag (Weinheim, Basel) 2018. ISBN 978-3-407-25797-0. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/25103.php, Datum des Zugriffs 26.05.2020.


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ISSN 2190-9245

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