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Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Gute Ganztagsschulen entwickeln

Cover Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Gute Ganztagsschulen entwickeln. Zwischenbilanz und Perspektiven. Verlag Bertelsmann Stiftung (Gütersloh) 2019. 260 Seiten. ISBN 978-3-86793-788-7. D: 25,00 EUR, A: 25,70 EUR, CH: 27,50 sFr.
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Thema

Anhand aktueller Forschungsergebnisse und dazugehörenden Schulporträts wird die Qualität von guten Ganztagsschulen (GTS) analysiert. Die Schulporträts als Praxis- und Erfahrungsbeispiele beziehen sich auf Grundschulen und Gymnasien. Wie sehen Chancen für gutes Lernen aus? Wie stellen sich die Kosten für Weiterentwicklungen dar? Wie ist eine angemessene Schulorganisation zu gestalten? Wie sehen Gelingensfaktoren für eine qualifizierte GTS aus und welche Aufgaben müssen Schulleitungen und Lehrpersonen übernehmen? Dies sind einige Fragen, denen im vorliegenden Band nachgegangen wird. Dazu werden drei Themenblöcke gebildet, die jeweils abschließend von Klaus-Jürgen Tillmann eingeordnet und kommentiert werden. Dadurch erhalten die Blöcke wie auch die einzelnen Beiträge einen Zusammenhang, der auch durch ein entsprechendes Layout betont wird. Damit wird dem komplexen Vorhaben GTS insofern Rechnung getragen, als dort viele Faktoren ineinandergreifen müssen.

Autor*innen

Einige der zwölf Autor*innen sind Professor*innen und wissenschaftlich Mitarbeiter*innen an Universitäten. Andere Autor*innen arbeiten in fachspezifischen Agenturen wie z.B. in einer Qualitätsagentur eines Landesamtes für Schule, im Deutschen Jugendinstitut oder bei dem Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap.

Im Folgenden wird im Inhalt aus jedem Themenblock ein Beitrag einschließlich Schulporträt und Kommentar dargestellt.

Aufbau

Themenblock I: Was sagt die Wissenschaft zum Lernen im Ganztag?

  • Ganztag: Eine Chance für gutes Lernen – Christine Steiner.
  • Schulporträt Grundschule
  • Zwischen Hoffnung und Realität: Die Wirkung von Ganztagsschule auf die Schülerkompetenzen in Lesen und Mathematik – Tobias Linberg, Olaf Struck, Thomas Bäumer.
  • Schulporträt Gymnasium
  • Positive Erfahrungen und ganz konkrete Wünsche: Die Elternsicht auf Ganztagsschule – Nicole
  • Hollenbach-Biele, Anja Simon, Dirk Zorn.
  • Schulporträt Grundschule
  • Einordnung und Kommentar Hans-Jürgen Tillman.
  • Schulporträt Grundschule

Themenblock II: Wie sind die Rahmenbedingungen für ganztägiges Lernen?

  • Flickenteppich Ganztag – Klaus Klemm, Dirk Zorn.
  • Schulporträt Grundschule
  • Gute Ganztagsschule für alle: Kosten für den Aufbau eines qualitätsvollen Ganztagsschulsystems in Deutschlands bis 2030 - Klaus Klemm, Dirk Zorn.
  • Schulporträt Gymnasium
  • Ganztagsschule als Verwaltung – Plädoyer für mehr Inspiration aus der Organisationstheorie - Werner Jann, Markus Seyfried.
  • Schulporträt Gymnasium
  • Einordnung und Kommentar – Klaus-Jürgen Tillmann.
  • Schulporträt Gymnasium

Themenblock III: Wie wird eine Schule eine gute Ganztagsschule?

  • Gelingensfaktoren guter Ganztagsschulen: Eine qualitative Studie bewährter Schulpraxis – Falk Radisch, Klaus Klemm, Klaus-Jürgen Tillmann.
  • Schulporträt Gymnasium
  • Von Basislagern Meilensteinen und Gipfelfahnen: Schulen auf dem Weg zum gebundenen Ganztag – Nicole Hollenbach-Biele.
  • Schulporträt Stadtteilschule
  • Das 3-B-Prinzip: Was Schulleitungen tun können, damit Lehrkräfte die Ganztagsschule akzeptieren – Dirk Zorn.
  • Schulporträt Gymnasium
  • Einordnung und Kommentar – Klaus-Jürgen Tillmann.
  • Schulporträt Schulcampus
  • Ganztagsrechtsanspruch für Grundschulkinder: Was jetzt passieren muss – Dirk Zorn.


Inhalt

Ganztag: Eine Chance für gutes Lernen (Themenblock I)

In der Regel erstreckt sich der Ganztagsbetrieb über ein viertägiges Angebot wobei rhythmisierte Zeitkonzepte eher selten sind. Auch außerunterrichtliche Angebote sind nur selten über den Tag verteilt. Dass für diese Angebote zuständige Fachpersonal unterliegt vielfach befristeten Arbeitsverträgen und eine multiprofessionelle Zusammenarbeit stellt für die Schulen eine Herausforderung dar. Dies gilt auch für die Verbindung zwischen diesen Angeboten und dem Fachunterricht. Schüler*innen schätzen allerdings die Freiwilligkeit der Teilnahme an außerunterrichtlichen Aktivitäten und dies fördert ihr Autonomiebefinden. Beliebt sind überfachliche und freizeitbezogene Angebote (z.B. Sport, Musik). Besonders im Primarbereich nehmen benachteiligte Kinder weniger am Ganztagsangebot teil. In der Sekundarstufe I lässt bei älteren Schüler*innen das Interesse am Ganztagsangebot nach. Eltern schätzen das lernfördernde Potenzial an der GTS wie auch die dadurch gegebene Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eine hohe Angebotsqualität erzielt positive Effekte bei den Lernvoraussetzungen der Schüler*innen. Dies gilt auch für ihre psycho-soziale Entwicklung. Vergleiche zu Halbtagsschulen kommen zu zum Teil zu widersprüchlichen Befunden. Das Ziel des Abbaus herkunftsbedingter Bildungsbenachteiligung bedarf größerer Anstrengungen. Auch sind finanzielle und personelle Rahmenbedingungen zu stärken.

Das Schulporträt stellt eine gebundene Grundschule in Bremen vor. Beschrieben wird das schwierige Umfeld eines sozialen Brennpunktes und der dann einsetzenden Schulentwicklung: Integration eines Hortes, Impulsfortbildung, Bildung einer Steuergruppe, Hospitationen an anderen Ganztagsschulen, Einbezug aller Fachkräfte wie auch der Eltern. Diese GTS bietet an drei Tagen eine Schulzeit bis 16.00 Uhr, an zwei Tagen bis 14.00 Uhr mit anschließender Betreuungszeit bis 16.00 Uhr. Eine Evaluation stellt eine zu enge Taktung mit der Folge hoher Personalbelastung fest, darüber hinaus aber eine große Zufriedenheit.

Im Kommentar stellt Hans-Jürgen Tillmann weitere empirische Untersuchungen zur GTS-Entwicklung vor. Insgesamt erscheint die Praxis an deutschen Ganztagsschulen ambivalent. Entwicklungshindernisse liegen in der unzureichenden Rhythmisierung, der seltenen Nutzung von fachlichen Förderkursen durch Schüler*innen und der Qualität der außerunterrichtlichen Angebote. Die Eltern sind zufrieden legen jedoch Wert auf eine bessere individuelle Förderung.

Gute Ganztagsschule für alle: Kosten für den Ausbau eines qualitätsvollen Ganztagsschulsystems in Deutschland bis 2030 (Themenblock II)

Der Beitrag beginnt mit einem Rückblick und dem Ausbaustand 2015/2016 der Ganztagsschulentwicklung. Dieses Jahr ist zugleich das Bezugsjahr für die folgenden quantitativen Berechnungen und Schätzungen. Der Ausbaustand zeigt, dass ca. zwei Drittel der Schulen Ganztagsangebote durchführen. Damit werden 39,3 Prozent der Schülerschaft erreicht (im gebundenen System 18,7 Prozent, im offenen System 20,6 Prozent). Die Schülerzahl wird sich von 7.266.000 Millionen (2015) bis 2030 auf 8.016.000 Millionen erhöhen. Dies bedeutet einen Ausbau der Ganztagsplätze wobei die Schüler*innen, die von der Halbtags- zur Ganztagsschule wechseln noch mitbedacht werden müssen (72 Prozent der Eltern wünschen Ganztagsplätze). Unter einer Reihe von Annahmen, die insbesondere die in der Schule verbrachte Zeit betreffen, entsteht folgendes Kostenbild: Für 2030/2031 werden bei 100 Prozent der Ganztagsplätze in der pragmatischen Variante 5.414.000 Millionen Euro an Zusatzkosten entstehen, in der Maximalvariante sind es 12.033.000 Millionen Euro. Für die pragmatische Variante bedeutet dies für zusätzliche Lehrkräfte in der Primarstufe eine Steigerung um 45.432 Lehrkräfte (20.454 beziehen sich auf den Ganztagsausbau, 24.578 auf demografisch bedingten Zusatzbedarf). Der Beitrag schlüsselt auch die Bedarfe für die anderen Schultypen auf, Zahlen für andere pädagogische Berufsgruppen werden nicht genannt, sind aber grundsätzlich ermittelbar. Diesen eindrucksvollen Zahlen liegen, so die Autoren, grobe Richtwerte zugrunde. Sie sprechen von einer „gewaltigen Kraftanstrengung“ (S. 99) für das Bildungssystem mit starken Auswirkungen auf das System der Lehrerbildung und weiterer benötigter pädagogischer Berufe für die Schulen.

Das Schulporträt stellt ein Gymnasium aus dem Saarland dar. Ein motiviertes Kollegium und eine tatkräftige Steuergruppe (Lehrkräfte, Elternschaft, Schülerschaft, Träger, Sozialarbeit) entwickeln in dieser Schule mit offenem Angebot gebundene Klassen. Wichtig war dabei eine Politik der kleinen Schritte, um möglichst viele Lehrkräfte und Eltern von dieser Schulentwicklung zu überzeugen. Auch gaben Hospitationen an anderen Gymnasien wichtige Entwicklungsimpulse. In Folge „wächst“ der gebundene Ganztag langsam durch die genannten Bemühungen in den Jahrgängen. „Der Prozess muss von unten nach oben wachsen“ (S. 106). Teamsitzungen und der Abbau des Einzelkämpfertums gehören zu den erforderlichen Gelingensbedingungen. Das implementierte Förderkonzept reduziert die Zahl der Schulabbrecher.

In der Einordnung und dem Kommentar von Hans-Jürgen Tillmann wird auf die drei Beiträge im Themenblock II eingegangen. Themen der Beiträge sind finanzielle, organisatorische und personelle Rahmenbedingungen der pädagogischen Arbeit. Mit einem Hinweis auf den ersten Beitrag „Flickenteppich Ganztag“ wird auf die enormen Unterschiede in den Bundesländern aufmerksam gemacht was z.B. die Öffnungszeiten der Schulen betrifft. In Berlin besuchten 2015 66 Prozent der Schüler*innen eine GTS, in Bayern nur 16 Prozent – als ein weiteres Beispiel für Länderunterschiede. Hingewiesen wird ebenso auf die Jahre 2030/2031 mit den jährlichen Mehrkosten von 5,4 Milliarden Euro in der pragmatischen Variante. Der dritte, sich auf Verwaltung beziehende, Beitrag arbeitet institutionelle Widersprüche im Rahmen der Ganztagsschulen heraus. Ein Widerspruch ergibt sich u.a. bei hohen Zielsetzungen im Leistungsbereich und Handlungsengpässen in der Schulleitung, wenn diese auf eine Mangelverwaltung hinsichtlich verfügbarer Ressourcen angewiesen ist.

Gelingensfaktoren guter Ganztagsschulen: Eine qualitative Studie bewährter Schulpraxis. (Themenblock III)

Hintergrund dieses Beitrages ist die Analyse von zehn mehr oder weniger gebundenen Ganztagsschulen, die mit dem Deutschen Schulpreis oder dem Jakob-Muth-Preis ausgezeichnet wurden. Fünf zentrale Handlungsfelder kristallisieren sich dabei heraus:

  1. Ganztagszeiten und -strukturen.
  2. Ganztagselemente und Verbindungen.
  3. Steuerung und Weiterentwicklung des Ganztags.
  4. Professionen und ihre Kooperation im Ganztag.
  5. Ganztag und räumliche Gestaltung.

zu 1.) Die befragten Schulen plädieren für die gebundene GTS ausgestattet mit flexiblen Zeitfenstern (Kernzeit, Angebotszeit). Dabei verlieren die Bezeichnungen „gebunden“ oder „offen“ ihre ursprüngliche Bedeutung, weil insgesamt längere Öffnungszeiten gewünscht werden. Erforderlich gehalten werden ebenso ausreichende Team- und Kooperationszeiten, auch um eine bessere Angleichung von Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten zu erreichen.

zu 2.) Bei der pädagogischen Ausgestaltung wird auf ein vielfältiges Angebot Wert gelegt, realisiert durch ein multiprofessionelles Personalangebot. Dieses qualifizierte Personal muss von einer gemeinsamen pädagogischen Grundrichtung getragen sein, um die pädagogisch-inhaltliche Verzahnungen der Ganztagsteile zu fördern. Gefordert werden Veränderungen in den Richtlinien der Kultusministerkonferenz.

zu 3.) Zwei Steuerungsebenen scheinen erforderlich zu sein: Übergreifende Konzeptarbeit sowie die alltagsbezogene Organisation des Ganztags. Notwendig ist mehr Schulautonomie wie auch Ressourcenkapazität (materiell, personell, räumlich), um innovative Steuerung zu ermöglichen. Festgestellt wird, dass verschiedene Wege zur guten GTS führen.

zu 4.) Gute Kooperationen und fest verankerte Kooperationszeiten stellen ein „Muss“ dar. Für die unterschiedlichen Berufsgruppen im Team muss Gleichberechtigung herrschen. Hingewiesen wird auf Anpassungserfodernisse in der Lehrer*innenausbildung und -fortbildung. Hervorgehoben wird die besondere Bedeutung der Klassenleitung, gerade auch um die Verzahnung von Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten zu verbessern. Letztlich wird unter diesem Punkt die unterschiedliche Bezahlung des Personals erörtert, einschließlich der daran vorhandenen Kritik.

zu 5.) Das Raumangebot an Ganztagsschulen muss wesentlich flexibler ausgerichtet sein, sodass eine Passung zum Konzept wie auch zu Weiterentwicklungen möglich ist. Notwendig sind feste Arbeitsplätze für Lehrkräfte wie auch für das weitere pädagogische Personal. Angemahnt werden offenere Vorstellungen über Raumbedarf und Raumgestaltung bei den Schulträgern.

Das vorgestellte Gymnasium in Köln befindet sich auf dem Weg zum Ganztag. Erschwerend ist das Verhältnis zur Elternschaft, ermutigend ist ein weitgehend motiviertes Kollegium. Durch Dienstbesprechungen, Konferenzen und die Moderationen eines erfahrenen Experten beschließt die Schulkonferenz dann einstimmig die Entwicklung eines gebundenen Ganztags. Intensiv wurde vorher auf die Eltern eingegangen durch Seminare und durch Lehrerbesuche bereits in der Grundschule. Letztlich konnten Eltern von den pädagogischen Möglichkeiten des Ganztags überzeugt werden. Jedoch ist für ein Viertel des Lehrerkollegiums immer noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Diese Schule befindet sich im Netzwerk „Zukunftsschulen“.

Hans-Jürgen Tillman macht in seinem Kommentar deutlich, dass es sich in diesem Themenblock um die Entwicklung von Halbtagsschulen zu Ganztagsschulen handelt. Der erste Beitrag zu Gelingenesfaktoren hat die Aufgabe, ein Zielmodell zu beschreiben. Der zweite Beitrag konzentriert sich eher auf Entwicklungsschritte und Vorgehensweisen. Diesem Beitrag liegt eine Interviewstudie mit 21 Schulen zugrunde. Der letzte Beitrag beschäftigt sich mit Entwicklungswiderständen (z.B. im Kollegium). Aus der US-amerikanischen Organisationsforschung wird zu dieser Aufgabe das 3-B-Prinzip vornehmlich für Schulleitungen empfohlen: Beteiligung, Begegnung und Bedeutsamkeit.

Der Band schließt mit einem Appell hinsichtlich des Ganztags-Rechtsanspruchs für Grundschulkinder. Dieser ist zwar im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien verankert aber es gibt mächtige Hürden: Ein fehlendes Konzept, fehlende pädagogische Fachkräfte und fehlende finanzielle Mittel: „Die Zukunftschancen unserer Kinder sollten es uns wert sein, diese Aufgaben unverzüglich anzupacken“ (S. 255).

Diskussion

Ein gelungenes Kompendium zum Thema GTS. Inhalte, Zusammenhänge, Praxis und vor allem Perspektiven werden dargestellt und durch ein lesefreundliches Layout unterstützt. Die präsentierten Forschungsergebnisse werden auch in ihren kritischen Aussagen dargestellt (z.B. Qualitätsmängel im Ganztag). Gleichwohl wären auch Hinweise auf weitere kritische Wahrnehmungen der GTS angemessen. Zu nennen wären hier die beiden letzten Kinder- und Jugendberichte der Bundesregierung. Dort wird beispielsweise das zunehmende Desinteresse und die Nichtteilnahme am Ganztagsangebot der älteren Schüler*innen durchaus als dramatisch dargestellt und daraus geschlossen, dass der (offene) Ganztag an den Bedürfnissen und Interessen der genannten Gruppe vorbeigeht. Dies zeigt zugleich was geschehen müsste wenn 2030/2031 nahezu zu 100 Prozent gebundene Ganztagsschulen bereitgestellt werden sollen. Auch wenn diese Maximalvariante in 11 Jahren nicht erreicht wird, so die hier vertretene Position, verweisen die Schätzungen und Berechnungen der Forscher auf einen Kraftakt sondergleichen im Schulsystem.

In dem Band wird sehr deutlich herausgestellt, dass das außerunterrichtliche Angebot und damit einhergehend die Kooperation in multiprofessionellen Teams wichtige Bausteine für die weiterzuentwickelnde GTS darstellen. Diese Thematik hätte allerdings eine Vertiefung verdient, z.B. dadurch, dass auch auf Qualität und Entwicklung der außerunterrichtlichen Angebote eingegangen worden wäre.

Fazit

Ein gelungener und wichtiger Band zum Thema Ganztagsschulentwicklung. Forschungsergebnisse, Inhalte, Zusammenhänge, Praxis und vor allem Perspektiven werden in drei Themenblöcken dargestellt. Gelingensfaktoren guter Ganztagsschulen werden u.a. herausgearbeitet anhand einer Studie zu zehn Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises und des Jakob-Muth-Preises. Die einzelnen Beiträge in den Themenblöcken sind mit Schulporträts versehen und werden durch einen Zusammenhänge herausstellenden Kommentar zusammengefasst. Dadurch wird das komplexe Thema transparent aufbereitet und es ergibt sich so ein wissenschaftlich fundiertes Fachbuch für Studierende im Lehramtsstudium, für Lehrerinnen und Lehrer sowie für alle Personen und Institutionen, die sich für die Ganztagsschulentwicklung engagiert einsetzen.


Rezensent
Prof. Dr. Erich Hollenstein
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Zitiervorschlag
Erich Hollenstein. Rezension vom 25.09.2019 zu: Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Gute Ganztagsschulen entwickeln. Zwischenbilanz und Perspektiven. Verlag Bertelsmann Stiftung (Gütersloh) 2019. ISBN 978-3-86793-788-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/25397.php, Datum des Zugriffs 12.11.2019.


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ISSN 2190-9245

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