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Serge K. D. Sulz: Gute Verhaltenstherapie lernen und beherrschen

Cover Serge K. D. Sulz: Gute Verhaltenstherapie lernen und beherrschen. CIP-Medien (München) 2017. ISBN 978-3-86294-049-3. D: 99,00 EUR, A: 101,80 EUR.
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Autor

Serge Sulz war viele Jahre Leiter der Münchner Ausbildungsinstitute für Psychotherapie CIP und BAP. Er hat in den 1990er Jahren eine moderne Form der Verhaltenstherapie konzipiert, die er in Auseinandersetzung mit anderen Vertretern der Psychotherapie wie Kanfer, Lazarus, Grawe, Fonagy, Epstein, Young kontinuierlich fortentwickelt hat. Mit seinem Ansatz einer integrativen Psychotherapie hat er eine Generation von Psychotherapeuten geprägt.

Entstehungshintergrund

In einer Vielzahl von Veröffentlichungen hat Sulz sein psychotherapeutisches Denken dargelegt. Hinzu kommen die Arbeiten, die seinen Ansatz empirisch untersucht haben. Der Autor und andere haben mehrfach zusammenfassende Darstellungen der „Strategisch-Behavioralen Therapie“ unternommen, die vorliegende Veröffentlichung ist die bislang letzte und umfassendste dieses Therapiekonzeptes, das im Buch auch als „Affektiv-kognitive Verhaltenstherapie“ firmiert.

Aufbau

Das gesamte Werk umfasst zwei Bände. Der erste Band ist den biologischen und psychologischen Grundlagen, der Störungstheorie und dem Verhältnis von Psychotherapie und Wissenschaft gewidmet.

Band 2 befasst sich mit der Verhaltenstherapie-Praxis.

Inhalt

Das Vorwort grenzt das Buchprojekt von einem umfassenden Lehrbuch ab und gibt einen knappen Überblick. Es geht dem Autor um eine Auswahl aus der Literatur im Interesse eines klaren psychotherapeutischen Verständnisses des Menschen, für das auch psychodynamisches, humanistisches und systemisches Denken integriert wird. Das besondere Anliegen ist dabei, den in der Verhaltenstherapie und der kognitiven Therapie im Allgemeinen unterschätzten Anteil der Entwicklung und der subjektiven Konstruktionen zu zeigen (p.319).

Kapitel 1.1 führt – auch mit einem ausführlichen Fallbeispiel – das zentrale Konzept der autonomen Psyche ein. Die Psyche steuert sich in einem nicht-bewussten Prozess überwiegend selbsttätig und strebt nach Gleichgewichtszuständen („Homöostasen“). Bewusste Prozesse spielen dabei nur eine sekundäre und unterstützende Rolle. Kognitive Therapie meint entsprechend nicht ein Verändern der Gedanken, um dadurch kausal das Erleben zu beeinflussen, sondern sieht Kognitionen in ihrer Einbettung in einen komplexen Erlebens- und Reaktionsablauf, den sie in einem multimodalen Ansatz verstehen und bearbeiten kann. Zentral sind dabei die unbewusst in der Sozialisation erworbenen kognitiven Konzepte des Selbst- und Weltbildes sowie der „Überlebensregel“.

Kapitel 1.2 stellt die neurobiologischen Grundlagen von Erleben und Handeln dar. Thematisch geht es hier zunächst von der Reizleitung zwischen Nervenzellen über verschiedene Gehirnstrukturen bis zu einem Strukturmodell von Wahrnehmen und Handeln auf der Ebene der kortikalen Verarbeitung. Einen besonderen Stellenwert haben dabei die Strukturen der Emotionsentstehung und -verarbeitung im limbischen System. Nach den Strukturen werden Gehirnfunktionen, die somatopsychischen Funktionen und – ausführlich – die psychologischen Funktionen erläutert. Ein besonderes Augenmerk gilt hier Damasios Gefühlstheorie, die betont, dass Wahrnehmungen mit Selbstwahrnehmungen, auch der Wahrnehmung der eigenen Motorik, durchweg verknüpft sind. Erleben ist daher immer auch körperliches Erleben und wird als körperliche Erinnerung gespeichert. Das Verstehen der Körpersprache ist ein wichtiger Zugang zu nicht bewussten psychischen Gehalten. Körperpsychotherapie und Embodiment werden mit wichtigen Vertretern dargestellt. Den Abschluss des Kapitels bildet ein Überblick zu den neurobiologischen Grundlagen der wichtigsten psychischen Störungen.

Kapitel 1.3 setzt nach der biopsychologischen Ebene im vorherigen Kapitel auf der rein psychologischen Ebene an und behandelt die für die Verhaltenstherapie einschlägigen Theorien des psychischen Systems, die den Bauplan der menschlichen Bedürfnisstruktur zeichnen. Es beginnt mit den Lerntheorien bis hin zu den Ansätzen der Kognitiven Therapie von Beck und der Schema-Therapie von Young, geht dann weiter zu den allgemeinen Systemtheorien von Deci, Bischof und Kuhl und zur „Kybernetik 2. Ordnung“, die offene Systeme ohne fixe Stellgrößen beschreibt. Anschließend wird ausführlich die Familie der dualen Systemtheorien behandelt. Sie bildet den Rahmen für das Konzept der autonomen Psyche des Autors. Es folgen psychoanalytische Konzepte. Schwerpunkte sind hier die interpersonellen Ansätze in der Folge von Sullivan (einem wichtigen amerikanischen Psychoanalytiker der Jahrhundertmitte) und die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD) als gemeinsamer Nenner der psychodynamischen Schulen. Die humanistische Richtung ist vor allem mit der Pesso-Therapie (PBSP) repräsentiert.

Kapitel 1.4 stellt auf der Basis der Konzepte Selbstorganisation, implizite Prozesse, Assimilation, Akkommodation und Bedürfnisstruktur die Theorie des Autors dar, die über diese Konzepte hinaus noch eine entwicklungstheoretische Dimension enthält, die sich an die strukturalistischen Entwicklungstheorien anlehnt. Diese affektiv-kognitive Entwickungstheorie ist die Grundlage der Strategisch-Behavioralen Therapie des Autors. Da es sich um eine klinisch orientierte Theorie handelt, wird an dieser Stelle auch der Weg zur Symptombildung skizziert: Als Überlebensstrategie in der Kindheit bilden sich Muster (Überlebensregeln, Schemata) von gebotenen und verbotenen emotionalen Reaktionen und Verhaltensweisen, die bei stark frustrierenden Entwicklungsbedingungen so starr sind, dass sie in der weiteren Entwicklung nur wenig modifiziert werden und die flexible Alltagsanpassung und die weitere Entwicklung behindern. In kritischen Auslösesituationen kommt es durch sie zu Notfallreaktionen, die mit dem kreativen Prozess der Symptombildung (89 ff.) das Welt- und Selbstbild der Überlebensregel beizubehalten erlauben.

Die Kapitel 1.5 ff. gehen dann ins Detail und erläutern die einzelnen Bausteine des strategisch-behavioralen Ansatzes. Dabei wird meistens so verfahren, dass im Eingang des Abschnitts ein Überblick über die für das klinisch-therapeutische Interesse einschlägigen Theorien zu den Konzepten Grundbedürfnisse, Angst, Emotionen, Persönlichkeit oder Entwicklung gegeben wird. Diese werden dann im Konzept des Autors vertieft dargestellt. Den Abschluss bildet ein Abriss der empirischen Untersuchungen, die vom Autor und vielen anderen zum vorgestellten Ansatz unternommen wurden. Am ausführlichsten werden dabei die Emotionen behandelt, denn „psychische Störungen sind überwiegend emotionale Störungen“ (180). Hier geht es um die Ersetzung von primären verbotenen Gefühlen durch sekundäre erwünschte oder nützliche Gefühle (184) und allgemein um die Emotionsregulation. Der Autor prognostiziert eine „emotive Ära“ (189) in der Psychotherapietheorie.

Ähnlich ausführlich wird die Entwicklungstheorie integriert. Der Schwerpunkt liegt hier auf Kegans Theorie der Emotions- und Beziehungsentwicklung in Fortführung des Ansatzes von Piaget und Kohlberg. Kegan kennt sechs Entwicklungsphasen von dem „einverleibenden Stadium“ bis zum „überindividuellen“. Therapeutisch besonders wichtig sind die Phasenübergänge, die durch Entwicklungshemmungen behindert und durch Hilfestellungen unterstützt werden können (207). Sulz plädiert für eine Entwicklungsdiagnostik als zusätzliche Dimension des klinischen Verständnisses. Therapie bleibt mitunter erfolglos, weil ein erreichtes Entwicklungsniveau der Psyche als stabiler Zustand („Attraktor“) einer Veränderungen Widerstand entgegensetzt (219). Als wichtige Theorie, die einen etwas anderen Aspekt von Entwicklung beleuchtet, wird dann auch Entwicklung als zunehmende Mentalisierung im Sinne Fonagy‘s behandelt.

Als Ergänzung oder Vertiefung behandeln kleinere Abschnitte daneben einschlägige sozialpsychologische Konzepte (1.11), Konflikte (1.14), Werte und Ressourcen (1.13) sowie die Sexualität (1.16).

Die Kapitel 1.15 und 1.17 übertragen den Ansatz auf die Paartherapie und die Familientherapie. Der strategisch-behaviorale Ansatz kann mit seiner systemtheoretischen Konzeption auch ein Familiensystem verständlich machen. Die Konzepte Familienwut, Familienangst, Familienbedürfnisse und Überlebensregel der Familie sind dabei konsequente Fortführungen. Der Abschnitt schließt entgegen der Logik des Aufbaus der beiden Bände mit einem Überblick zum Therapieprozess bei Familien.

Das Kapitel 1.18 heißt „Abschiednehmen und Neubeginn“. Sein Thema sind die Übergänge in den verschiedenen Lebensphasen, die Verluste und die notwendige Trauer.

Kapitel 2 behandelt ein allgemeines und mehrere spezielle Störungsmodelle. Im allgemeinen Modell werden kausale Störungsfaktoren – die klassischen verhaltenstherapeutischen Ansatzpunkte – und subjektiv konstruierte Störungsfaktoren integriert. Der Anspruch ist dabei, ein Modell zu erstellen, das es ermöglicht mit Blick auf die individuellen Bedingungen eines Patienten die spezifische Symptomwahl und die Funktion eines Symptoms zu verstehen.

Ausgearbeitete spezielle nosologische Modelle werden für Agoraphobie, Zwang, Depression, Bulimie und Alkoholismus dargestellt.

Kapitel 3.1 und 3.2 behandeln das Verhältnis von Psychotherapie und Wissenschaft. Dabei positioniert sich der Autor als Vertreter einer wissenschaftlich orientierten Psychotherapie, er sieht aber auch deren Defizite: ihre prinzipielle Begrenztheit im Einzelfall und vor dem Faktorendschungel der Psychotherapiesituation sowie ihr allgemeines Defizit, dass aktuell noch kein verbindliches Gesamtkonzept zur Verfügung steht. Insgesamt charakterisiert Sulz die Psychotherapie als Kunst im Sinne eines kreativen Kunsthandwerkes.

Kapitel 3.3 erläutert die Bedeutung der einzelnen Ausbildungselemente, die mehr leisten können, als nur die Anwendung von Manualen zu vermitteln. Hier geht es um das praktische Lernen und Überlernen, damit die Therapeuten durch Routinisierung in ihrer Arbeit für die Patienten frei werden, und um die Supervision, die durch den Erfahrungsschatz der Supervisorin die Therapie mit Mikrointerventionen voranbringt und sogar die Manualtherapie erst wirksam macht.

Anhang 1 beschreibt die 43 wichtigsten Gefühle in ihren Qualitäten und besonders den primären Umgang mit ihnen. Einige Linien werden zur Psychopathologie und Psychosomatik gezogen, der Schwerpunkt ist hier aber die phänomenologische Charakterisierung. Die ausführliche Beschreibung soll das Erkennen und Benennen der Gefühle schulen (172).

Anhang 2 ist ein Glossar kybernetischer Begriffe. Es erklärt knapp die Grundbegriffe der synergetischen Selbstorganisationstheorie, die Grawe in die Psychotherapietheorie eingeführt hat.

Diskussion

Schon äußerlich handelt es sich bei dem Werk um ein gewichtiges Buch. Es hat in etwa die Größe DIN A 4, in einem konventionellen Format würde es an die 800 Seiten umfassen. Inhaltlich ist es eine überaus reiche Darstellung der psychologischen Grundlagen der Psychotherapie in einem weiteren Sinn und dann der Psychotherapie in der schlüssigen Konzeption des Autors. Dabei kann es als eine faszinierende Summe einer über Jahrzehnte währenden Arbeit an einem aktuellen Konzept für eine Verhaltenstherapie gelten, die einen tieferen Begriff von Persönlichkeit kennt und die dem Aspekt der Entwicklung im Lebenslauf gerecht werden kann. Damit liefert das Werk nicht weniger als eine komplette psychotherapeutische Anthropologie.

Das nomologische Netzwerk, in das Sulz seine lerntheoretisch begründeten Konzepte einarbeitet, ist umfassend. Sein Überblick über die Literatur zur Psychotherapietheorie scheint alles zu kennen, was in den letzten Jahren als produktive Entwicklung in diesem Bereich bekannt geworden ist. So ist er beinahe durchweg mit der wissenschaftlichen Literatur verbunden, besonders spannend wird es aber an den Stellen (z.B. 137 ff.), an denen er Neuland betritt; wo er auf der Basis seiner psychotherapeutischen Erfahrungen über den Stand des wissenschaftlichen Wissens hinausgeht. Hier entwickelt er Konzepte („Wutformen“), die von der Forschung erst noch eingeholt und überprüft werden müssen. Sie haben sich aber in der therapeutischen Arbeit bereits als nützlich erwiesen. Seriöserweise zeigt er es an, wenn er in dieser Weise spekulativ wird.

Theoretisch offen bezieht sich Sulz auch auf Theorien anderer Schulen, dabei bleibt er aber im Wesentlichen auf der lern- und entwicklungstheoretischen Basis der akademischen Psychologie. Sein Konzept der ‚autonomen Psyche‘ ist nicht einfach ein anderer Begriff für das Unbewusste, sondern steht als eigenständiger Entwurf in der erstaunlich großen Familie der dualen Systemtheorien, die auch relativ ausführlich vorgestellt wird.

Die klassischen behavioralen Theorien („Reiz-Reaktionslernen“), die man bei dem Stichwort „Verhaltenstherapie“ erwartet, finden sich in dem Band auch, ihnen wird aber relativ wenig Platz eingeräumt. Hier kann inzwischen aber auch vieles als bekannt aus der Oberstufe oder dem Studium vorausgesetzt werden.

Dass auch die biologischen Grundlagen der Psychologie und Psychotherapie behandelt werden, ist nicht dem Umstand geschuldet, dass Sulz auch Mediziner ist. Das entspricht vielmehr dem inzwischen reichhaltigen Wissen über das Zusammenspiel von physiologischen und psychischen Prozessen. Inzwischen gehört zu den Grundlagen der Psychotherapie selbstverständlich auch das immense Wissen um die neurophysiologischen Vorgänge in Körper und Gehirn.

Neben der Vernetzung mit den bereits etablierten Theorien wird auch auf die Überprüfung der vorgestellten Konzepte durch empirische Forschung eingegangen. Dieser Teil wird von anderen bekannten Autoren wie Stavemann gerne weggelassen, die wie Sulz primär aus der Praxis und der Ausbildung und nicht von Lehrstühlen kommen. Um seinen Ansatz durch empirische Forschung überprüfen zu können, hat Sulz ein Set von psychodiagnostischen Materialien („Verhaltensdiagnostisches System“ – VDS) entwickelt und validiert, das inzwischen in einer Vielzahl von Untersuchungen zum Einsatz kam. Es ist eindrucksvoll, wie viele Aspekte der Strategisch-Behavioralen Therapie bereits empirisch untersucht sind.

Stilistisch ist das Buch etwas uneinheitlich. Der bei weitem überwiegende Teil bietet normale, gut zu lesende Wissenschaftsprosa. Aber man merkt die verschiedenen Adressaten der einzelnen Kapitel, für die die Texte aus früheren Veröffentlichungen zum Teil mit nur wenig Änderungen in den Band integriert wurden. Zudem sind einige Abschnitte auch erzählerisch mit einer subjektiven Perspektive gestaltet, andere sind essayistisch gehalten. Dann finden sich einige ungeheuer dichte Auszüge aus der Grundlagenliteratur. Erzählerisches wie Essayistisches ist sicher auch so gewollt. Die Abwechslung in den Textsorten hat schon äußerlich einen Unterhaltungswert, den ein Buch von diesem Gehalt und Umfang gut gebrauchen kann. Aber vor allem wird der Autor damit seinem Anspruch gerecht, mit der Darstellung nicht nur linear-logische, „linkshemisphärische“ Prozesse, sondern auch das implizite System anzusprechen. Dem dient auch ein weiteres stilistisches Merkmal des Textes. Sulz verfügt über eine bewundernswerte Fähigkeit Metaphern und Vergleiche zu bilden. Kostprobe: Das Selbstwertreservoir der Narzisstischen Persönlichkeit ist wie ein durchlöcherter Eimer (159). Daneben ist aber auch einiges exzerptartig verkürzt. Dort ist der Text nur verständlich, wenn man sehr viel Vorwissen mitbringt. So bei der PSI-Theorie von Kuhl: „Das Empfinden ist die elementare explizite diskrepanzsensitive modalitätsspezifische kontextabstrahierende fokussierende Objekterkennung“ (31). Das Buch erscheint nun, wie das gesamte Verlagsprogramm von CIP-Medien, im Psychosozial-Verlag. Das lässt hoffen, dass die nächste Auflage noch einmal redigiert und dann übrigens auch gründlich durchkorrigiert wird. Der alte Verlag hat sich offenbar kein Korrektorat geleistet.

„Gute Verhaltenstherapie lernen und beherrschen“ ist für angehende oder fertige Psychotherapeuten geschrieben. Mit seinem spezifischen Fokus auf Menschen, deren primäre Bezugspersonen viele ihrer Bedürfnisse schwer frustriert haben, sodass sie in ihrer Entwicklung blockiert wurden (mit oder ohne Symptombildung), ist es auch ein ausgezeichnetes Lehrbuch der Psychologie für die Soziale Arbeit. Hier findet sich in einer systematisch geschlossenen Weise das Werkzeug für ein umfassendes psychologisches Verständnis der Klienten. Manch einem mag dieser große Wurf zu viel erscheinen. Da bleibt der Ausweg, sich – vielleicht in einem ersten Schritt – mit kürzeren Büchern wie dem „Lesebuch“ von Sulz[1] oder der Einführung von Hauke[2] zu begnügen. Aber den ganzen Schatz, der da gehoben werden kann, den findet man nur hier.

Fazit

Großartige Gesamtdarstellung, in der die Grundlagen ausbreitet werden für eine anspruchsvolle und moderne Verhaltenstherapie, die mit allem, was in der Psychotherapie aktuell erscheint, vertraut ist. Auch eine ebenso profunde wie nützliche Psychologie für die Soziale Arbeit.


[1] Serge K.D. Sulz. Als Sisyphus seinen Stein losließ. Oder: Verlieben ist verrückt!: Ein psychologisches Lesebuch über menschliche Überlebensformeln und individuelle Entwicklungschancen. Psychosozial-Verlag, 2012.

[2] Gernot Hauke. Strategisch-Behaviorale Therapie (SBT). Emotionale Überlebensstrategien – Werte – Embodiment. Berlin: Springer, 2013.


Rezensent
Prof. Dr. Carl Heese
Professur für Rehabilitation an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg
Homepage www.oth-regensburg.de/de/nc/kontakt/contact/
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Zitiervorschlag
Carl Heese. Rezension vom 21.11.2019 zu: Serge K. D. Sulz: Gute Verhaltenstherapie lernen und beherrschen. CIP-Medien (München) 2017. ISBN 978-3-86294-049-3. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/25553.php, Datum des Zugriffs 13.12.2019.


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ISSN 2190-9245

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