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Ansgar Klein, Petra Fuchs u.a. (Hrsg.): Handbuch Kommunale Engagementförderung im sozialen Bereich

Cover Ansgar Klein, Petra Fuchs, Alexander Flohé (Hrsg.): Handbuch Kommunale Engagementförderung im sozialen Bereich. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. - DV (Berlin) 2011. 373 Seiten. ISBN 978-3-7841-2025-6. D: 25,90 EUR, A: 26,70 EUR, CH: 36,50 sFr.

Reihe: Deutscher Verein für Öffentliche und Private Fürsorge: Hand- und Arbeitsbücher - H 19.
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Thema

Kommunen befinden sich im Umbruch. Gesellschaftlicher Wandel, Migration oder auch finanzielle Belastungen bringen neue Herausforderungen. Eine strategische, reflektierte Planung und Förderung in den Kommunen tragen dazu bei, den Bedürfnissen der Bürger nach Mitbestimmung und Mitgestaltung nachzukommen und zugleich ihr Engagement als Ressource einzubinden.

Herausgeber*innen

Dr. Ansgar Klein ist Privatdozent für Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin und Geschäftsführer des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftlichen Engagement (BBR) Berlin.

Petra Fuchs ist Leiterin der Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement im Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V., Berlin.

Alexander Flohé ist Lehrbeauftragter für Soziologie an der Fachhochschule Düsseldorf und Redakteur beim Forschungsjournal Soziale Bewegungen.

Aufbau

  1. Einleitung
  2. Einführung: Die Notwendigkeit kommunaler Engagementförderung
  3. Grundlagen
  4. Handlungsfelder kommunaler Engagementförderung
  5. Zielgruppenbezogene kommunale Engagementförderung
  6. Rahmenbedingungen und Infrastruktur zur Stärkung des bürgerlichen Engagements
  7. Anhang
  8. Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

Inhalt

Die Einführung des Handbuchs zeigt auf, inwiefern bei der Entwicklung der Kommunen zur Bürgerkommune das bürgerschaftliche Engagement eine entscheidende Rolle spielt. Wenn Engagementförderung z.B. als politische Querschnittsaufgabe integriert wird, bieten sich neue Lösungsmöglichkeiten für aktuelle Aufgaben an.

Im Teil zu den theoretischen Grundlagen werden u.a. bisherige kommunalpolitische Ansätze zur Engagementförderung erläutert. Grundbegriffe wie z.B. Sozialkapital werden definiert und diskutiert.

Anschließend folgt der Abschnitt zu den Handlungsfeldern. Im Einzelnen reflektieren die Beiträge die Entwicklung von Bildungslandschaften, den Pflege- und Gesundheitsbereich, die Stadt- und Dorfentwicklung, sowie Engagement in Bezug zum Arbeitsmarkt. Die Auswahl greift wichtige Trends und Probleme auf. Dabei sind Diskussionspunkte u.a. die Abgrenzung von Engagement und Arbeit oder die Zusammenarbeit von Fachkräften und freiwillig Engagierten.

Der nächste Teil des Handbuchs setzt sich mit der zielgruppenbezogenen kommunalen Engagementförderung auseinander. Hierbei wird auf folgende Zielgruppen gesondert eingegangen:

  • Kinder bzw. Jugendliche,
  • Familien,
  • ältere Menschen,
  • Menschen mit Migrationshintergrund,
  • Menschen mit Behinderung.

Die Unterabschnitte beginnen mit einem einführenden Beitrag, der die Zielgruppe sowohl als Adressat von freiwilligem Engagement als auch Engagementerbringer vorstellt. Aktuelle Entwicklungen, ausgewählte Projekte und Ansätze werden dargestellt. Außerdem gehen die Beiträge auf die jeweiligen Besonderheiten des Bereiches bei der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements ein.

Der folgende Teil über die Rahmenbedingungen und Infrastruktur veranschaulicht weiter die Komplexität des Themas. Die Beiträge behandeln u.a. die Wirkung kommunaler Leitbilder, Freiwilligenagenturen und Engagement und Bürgerorientierung als kommunalpolitischen Erfolgsfaktor. Es werden Aspekte wie zum Beispiel Formen der öffentlichen und politischen Anerkennung, Monetarisierung des Engagements oder Qualifizierung von bürgerschaftlich engagierten Menschen diskutiert. Bürgerstiftungen und Unternehmen als Akteure von kommunalem Engagement werden beleuchtet. Einen kurzen Ausblick auf Möglichkeiten digitaler Vernetzung des Engagements gibt ein weiterer Beitrag.

Der Anhang des Handbuchs bietet einen Überblick über im Internet einsehbare Studien, Grundlagentexte und Serviceangebote.

Diskussion

Bürgerschaftliches Engagement ist eine wichtige Ressource und bietet Entwicklungspotenzial für Kommunen für die Zukunft. Dies gilt es kommunalpolitisch zu stärken.

Bürgerschaftliches Engagement als ein zentraler Ausdruck der Zivilgesellschaft richtet sich nach anderen Zielen und Abläufen als diese in der kommunalen Verwaltung und Politik. Spannungen oder auch Konflikte bei der Einbindung von bürgerschaftlichem Engagement können auftreten. Die Planung und Gestaltung zur Förderung von Engagement ist daher ein komplexer Prozess, der von allen Beteiligten mitgestaltet und mitgetragen werden muss.

Fazit

Das von Ansgar Klein, Petra Fuchs und Alexander Flohé herausgegebene Handbuch, Kommunale Engagementförderung im sozialen Bereich, gibt einen Überblick über Grundlagen und Methoden zur Förderung von bürgerschaftlichem Engagement. Anhand von aktuellen Projekten und Analysen werden neue und zielgruppenbezogene Ansätze zur Förderung der Bürgerbeteiligung aufgezeigt.

Fachkräfte aus Verwaltung und öffentlichen Verbänden finden praxisnahe Informationen zur Stärkung von bürgerschaftlichem Engagement. Das Handbuch regt zur Diskussion und Umsetzung neuer Formen der Engagementförderung an, ohne die möglichen Schwierigkeiten zu verdecken.


Rezension von
Alexandra Günther
M.A., Pädagogin/Ethikerin
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Zitiervorschlag
Alexandra Günther. Rezension vom 10.03.2020 zu: Ansgar Klein, Petra Fuchs, Alexander Flohé (Hrsg.): Handbuch Kommunale Engagementförderung im sozialen Bereich. Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. - DV (Berlin) 2011. ISBN 978-3-7841-2025-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/25580.php, Datum des Zugriffs 06.04.2020.


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ISSN 2190-9245

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