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Wolfgang Beudels, Rudolf Lensing-Conrady u.a.: ... das ist für mich ein Kinderspiel

Cover Wolfgang Beudels, Rudolf Lensing-Conrady, Hans J. Beins: ... das ist für mich ein Kinderspiel. Handbuch zur psychomotorischen Praxis. verlag modernes lernen Borgmann (Dortmund) 2019. 12. völlig überarbeitete Auflage. 336 Seiten. ISBN 978-3-8080-0837-9. D: 22,50 EUR, A: 23,20 EUR, CH: 36,50 sFr.
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Thema

Psychomotorik für alle! Die Autoren stellen in diesem Klassiker psychomotorische Bewegungseinheiten und Spiele vor, die universell für alle Altersgruppen eingesetzt werden können – sozusagen von der Kindertagesstätte bis zum Seniorenwohnheim.

Bereits vor 25 Jahren erschien die erste Auflage dieses Bestsellers (45.000 verkaufte Exemplare), den die Autoren für diese Neuauflage gründlich überarbeitet, aktualisiert und mit vielen farbigen Übungsfotos illustriert haben.

Autoren

Wolfgang Beudels ist Professor an der Hochschule Koblenz, wo er den Studienschwerpunkt „Bewegung und Gesundheit“ im Masterstudiengang „Kindheits- und Sozialwissenschaften“ leitet. Er ist Autor zahlreicher Publikationen im Bereich „Psychomotorische Entwicklungsförderung“.

Hans Jürgen Beins ist Sportpädagoge und Geschäftsführer von „Förderverein Psychomotorik Bonn“ und Leiter der „Rheinischen Akademie“. Auch er ist Autor zahlreicher Fachbücher zur Psychomotorik vor allem mit jüngeren Kindern.

Rudolf Lensing-Conrady ist Sportpädagoge und leitet das „Institut für angewandte Bewegungsforschung“. Dem „Förderverein Psychomotorik Bonn“ ist er als ehemaliger Geschäftsführer verbunden. Auch Rudolf Lensing-Conrady ist Autor zahlreicher einschlägiger Veröffentlichungen, ist Referent der „Rheinischen Akademie“ und führt viele Fortbildungen im Bereich Psychomotorik durch.

Aufbau und Inhalt

Menschen aller Altersstufen können mit Psychomotorik ihr Wohlbefinden und ihre kognitiven und sozialen Fähigkeiten steigern. Davon sind die Autoren überzeugt und zeigen dies anschaulich in der Fülle der vorgestellten Spiele und Übungen.

Zunächst beschreiben die Autoren die Grundlagen der Psychomotorik und skizzieren die geschichtliche Entwicklung dieses ganzheitlichen Förderansatzes in Deutschland und besonders in ihrem Arbeitsschwerpunkt in Bonn.

Danach stellen sie im Hauptteil des Buches die Fülle ihrer Spiele vor. Diese werden im Buch zunächst nach Förderabsichten gegliedert vorgestellt:

Es finden sich Spiele für

  • Grobmotorik
  • Feinmotorik
  • Gleichgewicht
  • Konzentration
  • Entspannung
  • Wahrnehmung
  • Reaktion
  • Ausdauer
  • Denken und Bewegen sowie
  • Sozialverhalten

Jeder dieser Förderbereiche wird mit einem kleinen theoretischen Kapitel eingeleitet, das in die psychomotorischen Grundlagen zu diesem Förderbereich einführt und einige Literaturtipps gibt. 

Die LeserIn findet im Index eine zusätzliche Einteilung nach Spielanlässen und kann dann die Spiele entsprechend auswählen. Es werden vorgestellt Spielanlässe für

  • Aktive Pause
  • Umsonst und draußen
  • Auf kleinem Raum
  • Ohne spezifisches Gerät

Die einzelnen Spiele tragen neugierig machende phantasievolle Titel wie „Schatzräuber“, „Spaghetti finden“, „Schiffbruch“ oder „Kranke Tiere“.

Die Beschreibung der einzelnen Spiele findet sich in der Regel komplett auf einer Buchseite, was das Kopieren für den mobilen Einsatz erleichtert.

In der Kopfleiste des jeweiligen Spiels findet die LeserIn die Bereiche, die das Spiel fördert (beispielsweise „Gleichgewicht“ oder „Grobmotorik“).

Dann wird das Spiel knapp, aber deutlich beschrieben. Es folgen standardisierte Angaben zu Material und Altersgruppenempfehlung (in der Regel als Begrenzung nach unten wie „ab 3“/„ab 5“). Unter dem Titel „Organisationshilfen“ halten die Autoren spezielle Tipps und Hinweise für dieses Spiel bereit. Am Ende der Spielvorstellung finden sich Variationsmöglichkeiten des Spieles. Jedes Spiel ist durch farbige Fotos illustriert, die die Durchführung (in der Regel mit Kindern) zeigen.

Im Abschlussteil des Bandes erhält die LeserIn eine Zusammenstellung von Möglichkeiten, psychomotorische Übungen mit Materialien und Spielgeräten durchzuführen. Zunächst werden Alltagsmaterialien mit Verwendungs-Ideen in der Psychomotorik vorgestellt (Beispiele: Wäscheklammern, Stühle, Bierdeckel). Dann erfolgt eine Vorstellung von speziell angeschafften Spielgeräten. Dabei wird zunächst für allgemeine Sport-Standardgeräte erläutert, wie diese in der Psychomotorik nützlich verwendet werden können. Zum Abschluss werden spezielle psychomotorische Spielgeräte mit ihren Einsatzmöglichkeiten vorgestellt.

Am Ende des Buches findet die LeserIn eine Fülle von aktuellen Literaturhinweisen zum Thema.

Fazit und Zielgruppe

Anschaulich und begeisternd findet sich hier auf kleinem Raum eine derartige Fülle an psychomotorischen Spielideen, dass eine Fachkraft damit mühelos ein komplettes Jahr bestücken könnte. Beschreibung, Titel, Fotos und Erläuterungen wecken sofort die Lust auf den Einsatz dieser Übungen, sei es in Schule, in der Erwachsenenbildung oder in der Seniorengruppe.

Ich habe als Rezensentin etliche der Übungen mit Studierenden, kleinen Kindergruppen und in der Erwachsenenbildung ausprobiert und bin begeistert.

Wer dieses Buch noch nicht kennt, sollte es kaufen!


Rezensentin
Prof. Dr. Lilo Schmitz
Ethnologin und Dipl. Sozialpädagogin
Hochschule Düsseldorf, Lehrgebiet Methoden der Sozialarbeit am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
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Zitiervorschlag
Lilo Schmitz. Rezension vom 07.10.2019 zu: Wolfgang Beudels, Rudolf Lensing-Conrady, Hans J. Beins: ... das ist für mich ein Kinderspiel. Handbuch zur psychomotorischen Praxis. verlag modernes lernen Borgmann (Dortmund) 2019. 12. völlig überarbeitete Auflage. ISBN 978-3-8080-0837-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/25603.php, Datum des Zugriffs 12.11.2019.


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ISSN 2190-9245

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