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Michael May, Angelika Ehrhardt u.a. (Hrsg.): MitLeben. Sozialräumliche Dimensionen der Inklusion (...)

Cover Michael May, Angelika Ehrhardt, Michael Schmidt (Hrsg.): MitLeben. Sozialräumliche Dimensionen der Inklusion geistig behinderter Menschen. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2018. 220 Seiten. ISBN 978-3-8474-2126-9. D: 28,00 EUR, A: 28,80 EUR.

Reihe: Beiträge zur Sozialraumforschung - Band 16.
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Thema

Mit dem Modellprojekt ‚MitLeben. Menschen mit Behinderungen leben mitten in der Gemeinde‘ wurden unterschiedliche Wohnformen und ein begleitendes Teilhabemanagement erprobt. Im beschriebenen Band werden die gesammelten Erfahrungen und die sozialräumliche Dimension des Projektes dargestellt. Die Sichtweise der beteiligten Menschen mit Behinderungen wurde von den AutorInnen über partizipative Methoden bei der Formulierung von Vorschlägen zur Weiterentwicklung eines inklusiven Gemeinwesens einbezogen.

AutorInnen

  • Angelika Ehrhardt (Prof. Dr. phil., Diplom Pädagogin) ist ehemalige Professorin für Methoden Sozialer Arbeit mit den Schwerpunkten Gesprächsführung, Einzelfallhilfe und soziale Gruppenarbeit am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule RheinMain in Wiesbaden und ist für den Bereich Weiterbildung verantwortlich im Vorstand des ‚Instituts Sozialer Arbeit für Praxisforschung und Praxisentwicklung‘ (ISAPP). Arbeitsschwerpunkte sind Konzipierung und Durchführung von Weiterbildungsveranstaltungen in den Bereichen Coaching, Führen und Leiten von Organisationen, Organisationsentwicklung und Projektmanagement.
  • Michael May (Prof. Dr. phil. habil, Diplom Pädagoge) ist Professor für Theorie und Empirie Sozialer Arbeit unter besonderer Berücksichtigung der Gemeinwesenarbeit am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule RheinMain in Wiesbaden und außerplanmäßiger Professor für Erziehungswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt sowie für den Bereich Forschung verantwortlich im Vorstand des ‚Instituts Sozialer Arbeit für Praxisforschung und Praxisentwicklung‘ (ISAPP). Forschungsschwerpunkte sind Politik und Pädagogik des Sozialen, Professionalität Sozialer Arbeit, Gemeinwesenarbeit und Intersektionalität. Michael May ist zudem Sprecher und Leitungsmitglied des Hessischen Promotionszentrums Soziale Arbeit.
  • Michael Schmidt (Prof. Dr. phil., Diplom Pädagoge) ist Professor für Organisation und Management sozialer Arbeit am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule RheinMain in Wiesbaden und Referent für Organisations- und Personalentwicklung am ‚Institut Sozialer Arbeit für Praxisforschung und Praxisentwicklung‘ (ISAPP). Forschungsschwerpunkte sind Träger- und Organisationsstrukturen, Organisationsentwicklung, Qualitätsmanagement, Unternehmensführung, Personalmanagement und Leadership, Unternehmenskultur und Unternehmenskultur und Corporate Governance, Wissensmanagement und organisationales Lernen, Existenzgründung, Social Entrepreneurship, Social Business, Corporate Sozial Responsibility.

Weitere Autorinnen und Autorensind als Fachleute in unterschiedlicher Weise am Modellprojekt ‚MitLeben: Menschen mit Behinderungen leben mitten in der Gemeinde‘ beteiligt: Susanne Baumann-Schardt, Anka Dolch, Werner Heimberg, Wolfgang Kopyczinski, Dagmar Lukas, Marie Seeger, Jens Steinmetz, Rolf Varchmin, Markus Zimmermann.

Entstehungshintergrund

Die Publikation stellt die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung des Modellprojekts ‚MitLeben: Menschen mit Behinderungen leben mitten in der Gemeinde‘vor und lässt die beteiligten Fachleute zu Wort kommen. Zudem werden Teilhabe- und Partizipationsmöglichkeiten, aber auch auf Teilhabe- und Partizipationshindernisse aus Sicht der Betroffenen dargestellt. Das Projekt wurde mit finanzieller Förderung durch die ‚Aktion Mensch‘ und mit Eigenmitteln des Lebenshilfe Landesverbands Hessen e.V. mit verschiedenen regionalen Projekten der Orts- und Kreisvereinigungen der Lebenshilfe in Hessen durchgeführt und hatte zum Ziel, Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung unabhängig vom Ausmaß der benötigten Unterstützung ein Leben in gemeinwesenorientierten ambulanten Wohnformen in unterschiedlichen Regionen Hessens zu ermöglichen (S. 13).

Aufbau und Einleitung

Das Buch eröffnet mit seiner Einleitung den Blick auf historische und sozialpolitische Aspekte und auf die konzeptionelle Anlage des Projektes, gefolgt von einer Erklärung zum Aufbau des Buches. Es gliedert sich dann in fünf Teile, die jeweils unterschiedlichen Themenräumen Platz gibt.

  1. Teil I beschreibt den ‚Raum der Vorbereitung‘ und die Begleitung von Eltern und Angehörige aus Sicht des Teilhabemanagements.

  2. In Teil II geht es um den ‚Wohnraum‘ beziehungsweise um Wohnmodelle aus der Perspektive der am Projekt beteiligten Fachkräfte.

  3. Teil III widmet sich dem ‚Organisations- und professionellen Raum‘ und beleuchtet die Projekterfahrungen auf dem Hintergrund verschiedener Organisations- und Managementmodelle und Rechtsformen sowie auf dem Hintergrund der Debatte um Professionalität Sozialer Arbeit im Bereich des Teilhabemanagements.

  4. Teil IV enthält Beitrage zur Gemeinwesen- und Sozialraumorientierung und thematisiert teilhabeorientierte Konzepte und Methoden zum Thema ‚Lebensraum‘.

  5. Teil V schließt den Band mit dem ‚Raum der Konsequenz‘ und Überlegungen zur konzeptionellen wie auch zur praktischen Weiterentwicklung Behindertenhilfe ab.

1. Zur Entwicklung der Behindertenhilfe in Deutschland

Michael May und Jens Steinmetz zeichnen zunächst die Entwicklung der Behindertenhilfe in Deutschland nach und beschreiben die „durch Machtaspekte, normierende Faktoren sowie institutionelle Zwänge“ (S. 9) geprägte Historie. Kritisiert wird vor allem, dass Menschen mit Behinderungen immer noch per „Teilhabe- und Hilfeplanung als Regierungstechnik“ (S. 12) anhand des individuellen Unterstützungsbedarfs kategorisiert werden und zu wenig in Entscheidungen einbezogen sind, denn selbst die Lebenshilfe, die sich als Verband von Betroffenen versteht, hat unter ihren Mitgliedern nur weniger als 5 % Menschen mit geistiger Behinderung. Die gegenwärtige institutionalisierte Behindertenhilfe wird als Inklusion in Exklusionsräumen bezeichnet.

2. Zur Anlage des Projektes MitLeben

Auf dem Hintergrund der beschriebenen Entwicklungen wird das Projekt MitLeben vorgestellt, das 50 bis 80 Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf eine selbstbestimmte Lebensführung mitten in der Gemeinde bzw. der Stadt ermöglichen und mit ganz unterschiedlichen Unterstützungsformen zur Weiterentwicklung des inklusiven Gemeinwesen in den Regionen der beteiligten neun hessischen Orts- und Kreisvereinigungen der Lebenshilfe Hessens beitragen soll. Beschrieben wird auch die wissenschaftliche Begleitung sowie die Evaluation des Prozesses mit Hilfe von formativer, also prozessbegleitender, und summativer, also ergebnisorientierter Evaluation. Unterschiedliche Methoden fokussieren dabei die Einschätzung der beteiligten Fachleute, beziehen aber über Zukunftswerkstätten und (digitalisierte) Netzwerkkarten auch die Perspektive der BewohnerInnen und ihrer Angehörigen ein.

Im Folgenden sind die strukturierenden Überschriften der einzelnen Aufsätze fett gedruckt.

Zu I Raum der Vorbereitung

Zwei Kapitel füllen den ‚Raum der Vorbereitung‘. Marie Seeger, Heilpädagogin und Teilhabemanagerin im Projekt berichtet in ihrem Kapitel Teilhabe von Anfang an – Wohnstammtische für Eltern und Menschen mit Unterstützungsbedarf im Main-Taunus-Kreis von verschiedenen Formen von Stammtischen, die im Vorfeld des Projektes Fachleute, Eltern und junge Menschen zusammenbrachten und dazu dienten herauszufinden, welche Wohnformen geeignet sein können. Dies waren ein ‚Wohnstammtisch für Eltern‘, ein Stammtisch für die potentiellen Projektbeteiligten und ein Stammtisch für junge Leute, die sich begleitet auf das selbstständige Wohnen vorbereiten wollen.

Im Kapitel Angehörigenarbeit im Projekt MitLeben beschäftigt sich Susanne Baumann-Schardt, Erzieherin und Diplom Sozialarbeiterin (FH) als Leiterin eines Betreuten Wohnens mit der Arbeit mit Eltern und Angehörigen im Kontext der Behindertenhilfe und dem Projekt und legt dar, welche Unterstützung Fachleute im Prozess des Auszuges und der Verselbstständigung leisten können.

Zu II Wohnraum

Im zweiten Teil beschreibt zunächst Dagmar Lukas, Diplom Sonder- und Heilpädagogin, als Koordinatorin für den Bereich Wohnen das Behinderten-Werk Main Kinzig, wie im Rahmen des Projektes Teilhabe möglichst kompetent und in möglichst normalisierter Lebenswelt für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen umgesetzt werden kann. Sie zeichnet die Entwicklung vom separiertem Leben in Rundumversorgung in den 1970er Jahren hin zu neuen Formen der Realisierung individueller Wohnwünsche, Unterstützungsformen mit Sozialraumbezug sowie die neuen Anforderungen an die Hilfeplanung nach.

Es folgt ein Bericht zweier TeilhabemanagerInnen der Lebenshilfe Dieburg. Anka Dolch, Soziale Arbeit (B.A.), und Markus Zimmermann, Heilerziehungspfleger und Sozialfachwirt, beschreiben, wie in Dieburg im Rahmen des Projektes Inklusives Wohnens ermöglicht wurde. Zwei Männer mit Beeinträchtigungen leben mit zwei Frauen ohne Beeinträchtigungen zusammen, wobei die Frauen einen Teil der Assistenzdienste innerhalb des Projektes übernehmen.

Michael Mays Beitrag Wohnraum und Wohnzufriedenheit rundet den Themenbereich II ‚Wohnraum‘ ab. May führt zum Thema Notwendigkeit einer Raumanalytik die Unterscheidung in ‚Repräsentation des Raumes‘ und ‚Räume der Repräsentation‘ aus der kritisch materialistischen Raumsoziologie nach Henri Lefèbre ein, der den sozialen Raum als soziales Produkt versteht. Die kognitive Wahrnehmung des Raumes in seiner architektonischen und tatsächlichen Nutzung (‚Repräsentation des Raumes‘) von den symbolisch aufgeladenen Vorstellungen vom Raum (‚Räume der Repräsentation‘) zu unterscheiden, dient als Analyserahmen, um Wohnraum und Wohnzufriedenheit zu untersuchen und zu beschreiben. So zeigt sich mit dieser Sichtweise für die Einbeziehung der behinderten Menschen in die Wohnplanung, dass Menschen, die bisher nur mit dem ‚Anstaltswohnen‘ vertraut waren, über „sozialpädagogisches Ortshandeln“ (S. 63) neue Erfahrungsmöglichkeiten in den Sozialräumen eröffnet werden müssen, bevor sie ihr eigenständiges Wohnen planen können. Gesprächsrunden, Probewohnen und Wohnschulen waren in der Vorbereitungsphase daher sehr wichtig.

Als weitere Schwierigkeiten der Umsetzung von Partizipation in Bezug auf Wohnen werden die finanziellen und formalen Rahmenbedingungen benannt, die die Wahlfreiheit und damit auch die „Aneignung der Objektivität“ (S. 67, in Bezug auf Michaels Winklers aneignungstheoretischen Terminologie) für die behinderten Menschen stark einschränken. So zeigen die Evaluationsergebnisse bezüglich des Wohnens in MitLeben, dass „WGs mit einer hohen Zahl von Bewohner*innen deutlich in der Überzahl sind, […] was als Hinweise auf die beschränkten Möglichkeiten der behinderten Menschen gelesen werden [kann, S.D.], sich ihre Mitbewohnenden selbst auszusuchen“ (S. 68) und beim Aushandeln von unterschiedlichen Interessen die Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse und Positionen oft erschwert. Die Rückmeldungen der Bewohner*innen zeigen, dass häufig auch weniger erfolgreiche Aneignungs- und Aushandlungsprozesse zu dem Wunsch führen, alleine oder mit Partner*in zu leben. Mit Perspektiven für neue Modelle der Finanzierung von Wohnungen in gemeinschaftlichen beziehungsweise genossenschaftlichen Organisationsformen endet der Themenbereich ‚Wohnraum‘.

Zu III Organisations- und professioneller Raum

Drei Unterkapitel befassen sich mit der organisationalen Ebene.

Angelika Ehrhardt, Michael May und Michael Schmidt beschäftigen sich in ihrem Kapitel Organisationsentwicklung im Rahmen selbstgesteuerten Wohnens von Menschen mit Behinderung – Inklusion hat ihren Preis zunächst mit dem Begriff Organisation und Institution im Kontext des Projekts MitLebenund stellen unterschiedliche Organisations-Konzeptionen vor. Probleme mit der Organisationsform zeigen sich demnach in äußeren Rahmenbedingungen und im Beharrungsvermögen bestehender Organisationen. So „gelang es in MitLeben nur bedingt, Strukturen und Organisationen so zu verändern, dass sie der Strategie zur Etablierung der Institution ‚Behinderung & Teilhabe‘ folgten“ (S. 82, Herv. i. O.). Es wird zum Beispiel dargelegt, dass es nicht gelang, hierarchische Strukturen hinreichend aufzulösen und (finanzielle) Verantwortung konsequent auf die Ebene des Teilhabemanagements zu verlagern. Im Umgang mit Mikropolitiken wird folglich auch beschrieben, dass die Organisationsmitglieder über Kontrolle und Zweckorientierung häufig den Zielen von Partizipation und Teilhabe entgegenwirken und eine partizipations- und teilhabefreundliche, lebendige Institution „umso eher möglich erscheint, je weniger sie in eine straffe Linienorganisation eingebunden sind und je mehr sie dennoch über Ressourcen verfügen bzw. sich diese erschließen können“ (S. 84).

Das Kapitel Zur Frage der Personalführung und der Personalentwicklung führt mit verschiedenen Modellen zur Beschreibung von Führungsfähigkeiten und -stilen ein und übt einmal mehr Kritik daran, Menschen – seien es Leitungskräfte oder Menschen mit Unterstützungsbedarf – kontextunabhängig zu beurteilen und in Variablen aufzulösen (S. 89). Die für das Projekt teilhabeförderliche Organisationen werden als lernende Organisationen gesehen, die „neue Denkformen“ (S. 91) fördern und in denen ein wertschätzender Umgang miteinander, Fehlerfreundlichkeit, Veränderungsbereitschaft, Prozessorientierung und Selbstregulation in Gruppen gelebt werden. Dies sei aber nicht einfach technisch herstellbar, da Organisationen dazu neigen, die gesellschaftlichen Gegebenheiten, denen sie unterliegen, in ihren Strukturen zu reproduzieren (S. 91).

Mit nicht unerheblichen Einfluss auf das Projekt wird das Problem des sozialstaatlichen Managerialismus beschrieben. In Folge des neuen Steuerungsmodells haben sich im öffentlichen Sektor „hochkomplexe Regularien der Finanzierung“ (S. 93), „unproduktiver Kontrollapparate“ (S. 94) und ein Wettbewerb um Effizienz und Qualität entwickelt, bei dem die Qualität der sozialen Dienstleistungen an quantifizierbaren Prüfkriterien gemessen werden soll. Ehrhardt, May und Schmidt beschreiben daher auch deutlich, dass die „anderen, nur schwerlich oder gar nicht quantifizierbaren Aspekte kaum mehr in einer professionellen Praxis zu realisieren“ (S. 94) seien. „In MitLeben wirkte sich dies vor allem blockierend im Hinblick auf die gemeinsame Exploration ‚verschütteter Bedürfnisse‘ […] der gerade auch in deren Ausdruck behinderten Menschen aus und betraf damit eine ganz zentral [!] Dimension deren ernsthafter Partizipation und Teilhabe auch an den konkreten Projektentwicklungen“ (S. 94, Herv. i. O.).

Das folgende Kapitel Intermediäre Organisation verdeutlicht, den Spagat, den Organisationen wie die Lebenshilfe im Spannungsfeld von Gemeinschaft, Staat und Markt auch im Projekt leisten müssen. „So suchten sie über eine [!] Dilemmatamanagement, aus den zum Teil gegensätzlichen (konkurrierenden) Zielen entsprechende Wege für ihre Organisation zu finden“ (S. 96, Herv. i. O.). Die Perspektiven schließen das Kapitel ab. Ehrhardt, May und Schmidt machen deutlich, dass für das Arbeitsprinzip Partizipation und eine solidarische Professionalität Sozialformen benötigt werden, die quer zu den herrschenden Organisationen liegen. Eine Chance läge im „Kampf um sozialgenossenschaftliche Organisationen oder entsprechende Stiftungen zwischen solidarischen Professionellen und den Selbstorganisationen bzw. Interessenvertretungen behinderter Menschen“ (S. 101, Herv. i. O.).

Mit Blick auf Die Gemeinschaft der Auftraggeber: Ein Weg zur Sicherung der Selbstbestimmung in Wohngemeinschaften fragt Rolf Varchmin als Diplom Soziarbeiter und Verantwortlicher für das Wohnangebot MitLeben des Lebenshilfewerks Waldeck-Frankenberg danach, ob Wohngemeinschaften, in denen Menschen mit hohem Hilfe- und Unterstützungsbedarf zusammenleben, vom Grunde her selbstbestimmt sein können. Mit der ‚Auftraggebergemeinschaft‘ wird eine Rechtsform nach dem Modell der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) vorgestellt, die die Selbstbestimmung der BewohnerInnen in hohem Maße sicherstellen soll. Die Gemeinschaft der Auftraggebenden dient als Bindeglied zwischen den Bedürfnissen der einzelnen Personen und den Anforderungen innerhalb und außerhalb der Wohngemeinschaft – gegebenenfalls auch mit Unterstützung durch die jeweiligen Betreuungen.

Mit dem Thema Teilhabemanagement: Eine neue Aufgabe zur Verwirklichung von Selbstbestimmung und Inklusion schließen Angelika Ehrhardt und Michael May zusammen mit Werner Heimberg (Heilpädagoge, Supervisor und Vorstand der Lebenshilfe Wetzlar) den Themenbereich ‚Organisations- und professioneller Raum‘ ab. Sie beschäftigen sich mit der Entstehung eines neuen Berufsbildes in der Behindertenhilfe und mit Kompetenzanforderungen und Professionsethik eines Teilhabemanagements in der Behindertenhilfe zur Verwirklichung von Teilhabe. So zeigen die Erfahrungen im Projekt, dass neben der Realisierung von Assistenzleistungen Aufgaben in der Erschließung von Ressourcen im Sozialraum und beim Schnittstellenmanagement zu übernehmen sind, bei denen es häufig zu Konflikten der unterschiedlichen Beteiligten komme. Das Problem der professionellen Unterstützung von Teilhabe in der Behindertenhilfe zeige auch im Projekt, dass es insbesondere „um die Entwicklung einer neuen Haltung, fachlichen Perspektive und Professionalität gegenüber den behinderten Menschen“ (S. 120) gehe, die eine klare Abkehr von bislang noch weit verbreiteten „Formen einer paternalistischen Expertokratie“ (S. 119) beinhaltet und eine „Aneignung des sozialräumlichen Umfeldes“ (S. 120) der behinderten Menschen begleitet. So beschreiben Ehrhardt, May und Heimberg Unterschiedliche Professionsverständnisse und Formationen eines professionellen Habitus von Teilhabemanagement, die sich im Projekt zeigten. Die unterschiedlich ausgestalteten Beziehungsverhältnisse der Fachleute zu den Assistenznehmenden ließen sich verschiedenen theoretischen Modellen zuordnen, die im Rahmen der Projektziele mehr oder weniger geeignet seien. Auch anerkennungstheoretische Überlegungen werden im Zusammenhang mit Begegnungsmomenten beschrieben, die für die „auf Autonomiegewinn zielende Veränderungsprozesse bedeutsam sind“ (S. 127) und eine solidarische Professionalität kennzeichnen.

Zu IV Lebensraum

Mit dem Kapitel Gemeinwesen- und Sozialraumorientierung wird der vierte Themenbereich ‚Lebensraum‘ eröffnet.

May entwickelt darin den Begriff Gemeinwesen in Zusammenhang mit Teilnahme und Teilhabe behinderter Menschen am staatlichen Gemeinwesen und kritisiert mit Hilfe der systemtheoretischen Terminologie Luhmanns mit dem Unterkapitel Zur unterschiedlichen Füllung des Inklusions-Begriffes und der Praxis der Inklusion in der Behindertenhilfe, „dass die Behindertenrechtsbewegung auch mit ihrem Inklusions-Begriff die gesellschaftlichen Funktionen der Institutionen nicht problematisiert. Es sind dies ja Institutionen einer Gesellschaft und eines staatlichen Apparates, aus dem behinderte Menschen bisher ausgeschlossen waren“ (S. 139, Herv. i. O.). Die behinderten Menschen bleiben – auch das macht May deutlich – mit dem neuen Bundesteilhabegesetz gegenüber einer starken Stellung der Professionen in einer Publikumsrolle, die administrativen Eingriffen ausgesetzt ist.

Mit seiner Argumentation Zur Notwendigkeit eines anderen Gemeinwesenbegriffes favorisiert May ein menschliches Gemeinwesen ohne Paternalismus und führt dies mit seinen Implikationen eines Begriffes von menschlichem Gemeinwesen für Inklusion bzw. Integration näher aus. Ansatzpunkte für eine professionelle Gemeinwesenarbeit ergeben sich aus der Notwendigkeit, dass sich die behinderten Menschen von den wenig einflussreichen ‚Publikumsrollen‘ gegenüber der starken Position der professionellen ‚Leistungsrolle‘ der Fachleute loslösen. Sozialgenossenschaftliche Organisationsformen werden als erster Schritt hin zu einem demokratischen sozialen Gemeinwesen angesehen.

Zum Sozialraumbegriff und den Konzepten von Sozialraumentwicklung und Sozialraumorganisation erinnert May mit Verweis auf vorherige Kapitel erneut an die Prozesse der ‚Repräsentation des Raumes‘ und fordert eine „Sozialraumorganisation [orientiert, s.D.] an den sich soziokulturell stark unterscheidenden Formen der Raumnutzung und Raumaneignung derjenigen Menschen, die von spezifischen, sich häufig intersektional überlagernden Blockierungszusammenhängen an der Verwirklichung der Subjektivität ihres menschlichen Gemeinwesens gehindert werden“ (S. 148, Herv. i. O.).

Zu den Erfahrungen im Projekt MitLeben gehört dann auch die von May dargelegte Einsicht, dass ein übergreifendes Konzept von Sozialraumentwicklung und Sozialraumorganisation im Rahmen des Projektes MitLeben nicht realisiert werden kann. Realisiert wurde aber eine „partizipative Sozialraumforschung“ (S. 151). Sogenannte Teilhabekarten und Workshops zur „Schatzsuche nach verschütteten Bedürfnissen“ (S. 152) und Aktionen zur Öffentlichkeitsarbeit haben sich bewährt. Als Grenzen der sozialräumlichen Teilhabe beschreibt May auch sehr alltagsnahe Gründe, wie die Unübersichtlichkeit von Fahrplänen und mangelnde Barrierefreiheit, die die Aneignung von Sozialräumen erschwerte oder verunmöglichte.

Im folgenden Kapitel Zukunftswerkstatt „Schatzsuche nach verschütteten Bedürfnissen“ entwickelt Jens Steinmetz, Dipl. Sozialarbeiter (FH) und M.A. in Sozialer Arbeit – Sozialraumentwicklung, auf dem Hintergrund des Begriffes der „verschütteten Bedürfnisse“ das Konzept, mit dem die formative Evaluation von Partizipationshindernissen im Projekt erfolgte.

Zur Methode der Zukunftswerkstatt und ihrer Modifizierung für eine Schatzsuche nach verschütteten Bedürfnissen erläutert er den dialogischen und partizipativen Erarbeitungsprozess, der eine Politik der Bedürfnisinterpretation nach Fraser und Staub-Bernasconi anstoßen sollte. Das Prinzip Kodierung/Dekodierung nach Freire wird dann mit Hilfe von Fotografie unter anderem als ein Element in der Beschreibung Zum Konzept der formativen Evaluation von Partizipationshindernissen und verschütteten Bedürfnissen eingeführt. Für die verschiedenen Phasen der Evaluation werden weitere Methoden zur Erfassung von Wunsch-, Wohlfühl- und Angstorten (‚Nadelmethode‘), Elemente der Zukunftswerkstatt und verschiedene Diskussionsrunden unter anderem auch mit Angehörigen und Vertreterinnen der Kostenträger beschrieben.

Ein detaillierter Bericht Zur Realisierung der Workshops zur Schatzsuche nach den verschütteten Bedürfnissen rundet das Kapitel ab.

Im nächsten Abschnitt verdeutlicht Steinmetz MitLeben im Kontext verinselter Sozialräume die Ausgangsthese einer verinselten Lebenswelt von Menschen mit Behinderungen und legt Zum Aneignungs- und Verinselungsbegriff ein Verständnis sozialräumlicher Aneignung zugrunde, wie es bereits im Themenbereich Wohnraum erläutert wurde. Raumbezogene Interessenorientierungen werden in einem Zonenmodell verdeutlicht, dass die „Wechselbeziehung zwischen sozialer Umwelt und sozialem Verhalten“ (S. 185) in Anlehnung an Bronfenbrenners konzentrische ökologische Zonen als sich dynamisch ausweitend versteht. Allerdings stellt Steinmetz auch klar, dass gesellschaftliche Entwicklungs- und Umwälzprozesse neue sozialräumliche Analyseansätze nötig machen und schließlich ein ‚Inselmodell‘ die separaten, zum Teil räumlich weit auseinanderliegenden Zentren der Lebenswelt sowie die neuen medialen und virtuellen Räume am besten erfasst. Behinderung wird als Phänomen, das in sozialräumlichen Verhältnissen erst wirksam wird, beschrieben. Daher überträgt Steinmetz den eigentlich aus der Kindheits- und Jugendforschung stammenden Ansatz der Verinselung im Kapitel „Verinselung“ und „Sozialraum“ in der Behindertenhilfe und im Projekt MitLeben auf den Kontext Behinderung. Die einzelnen Inseln seien für Menschen mit Behinderungen nicht autark erreichbar und zudem seien die einzelnen Räume hochgradig durchstrukturiert bzw. paternalistische Eingriffe verhindern eine eigentätige Raumaneignung. Die partizipativen Methoden im Projekt richten sich auf Prozesse aus, die „im Kontext der verinselten Lebenswelt von Menschen mit Behinderungen […] die damit zusammenhängenden, reduzierten Möglichkeiten einer verknüpfenden Aneignung (= Syntheseleistung) überwinden und für die mitwirkenden behinderten Menschen weitere Orte als Räume der Repräsentation ihrer Lebenserfahrungen und -entwürfe zu erschließen helfen“ (S. 191, Herv. i.O.).

Steinmetz führt Zu den Methoden der Sozialraumanalysen im Kontext von MitLeben das Vorgehen und die Erkenntnisse im Kontext der Anwendung der Nadelmethode und der Fotografie der Lebenswelt aus und schließt mit der Quintessenz aus den Erkenntnissen. Diese bestätigt die bereits in den vorigen Kapiteln verdeutlichte Notwendigkeit einer angemessenen Sozialraumorientierung zur Schaffung von Räumen der Repräsentation auch im öffentlichen Raum des Wohnumfeldes für Menschen mit Behinderungen.

Zu V Raum der Konsequenz

Der Band schließt mit dem Kapitel Die Krux mit der Selbstbestimmung: Überlegungen zur Weiterentwicklung der Praxis und der Konzepte in der Behindertenhilfe aus den Erfahrungen mit dem Projekt MitLeben ab.

Wolfgang Kopyczinski, Diplom Soziologe und Supervisor resümiert aus Sicht des zuständigen Fachreferenten des Landesverbandes und fasst die wichtigsten Aspekte zusammen:

  1. Assistenz der Selbstbestimmung – Leben und Wohnen nach eigenen Interessen, 2
  2. Gibt es einen Arbeitsplatz in der Eingliederungshilfe?,
  3. Gegen die Stagnation des Immergleichen: Die bestehenden Angebote und die verlässliche Versorgung in kleinen Schritten weiterdenken,
  4. Gestaltung des Arbeitsbündnisses im Dreieck Menschen mit Beeinträchtigungen + Professionelle + Eltern,
  5. Berufliches Selbstverständnis – Handlungsauftrag in der Eingliederungshilfe I: Konzeption personorientierter Arbeit.
  6. Berufliches Selbstverständnis – Handlungsauftrag in der Eingliederungshilfe II: Konzeption sozialräumlicher Arbeit,
  7. Die Ermöglichung neuer sozialer Rollen und neuer Erfahrungsräume für Menschen mit Beeinträchtigungen stiften identitätsbildende Anerkennungserfahrungen,
  8. Herausforderungen für die Organsiation: die Begleitung von selbstbestimmtem Wohnen und Leben benötigt unabhängige und individualisierte Angebote in Beratung, Bildung, Empowerment und Assistenz,
  9. Eine neue Funktionsstelle in der Organisation: Teilhabemanagement und schließlich
  10. Selbstaussagen von Menschen mit Behinderungen – Impulse und Erkenntnisse aus Zukunftswerkstätten und einer Fachtagung.

Diskussion und Fazit

Der vorliegende Band gibt einen guten und differenzierten Einblick in ein eindrucksvolles Modellprojekt, das personzentrierte Aspekte und sozialräumliche Dimensionen für das Wohnen von Menschen mit Behinderungen mitten in der Stadt oder der Gemeinde zusammenbringt. Das Projekt stellt damit einen klaren Bezug zu Artikel 19 der UN-BRK und das Grundrecht auf unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Dem Werk hätte es dennoch gut gestanden, Sozialraumorientierung nicht nur als Begleitung der behinderten Menschen zur „Aneignung des sozialräumlichen Umfeldes“ (S. 122) zu sehen, sondern auch den Auftrag der UN-BRK aus Artikel 8 für ‚Bewusstseinsbildende Maßnahmen zur Vermeidung von Diskriminierung und Benachteiligung aufgrund von Behinderung in der gesamten Gesellschaft‘ zu thematisieren – also die bewusstseinsbildende Arbeit mit den von Behinderung nicht betroffenen AkteurInnen im Sozialraum.

Mit der Aufteilung des Buches in fünf – passenderweise ‚Räume‘ genannte – Themengebiete gelingt eine intuitiv erfassbare Gliederung der unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die Erfahrungen detailliert beschrieben werden. Leider ist die schöne Unterteilung zwar im Inhaltsverzeichnis dargestellt, aber zwischen den einzelnen Kapiteln findet sich beim Lesen des Buches kein Hinweis auf die einzelnen ‚Räume‘. Kapitelzwischenblätter oder zumindest deutliche Zwischenüberschriften wären sehr hilfreich gewesen.

Die Idee, praxisbezogene Berichte mit hochkomplexen theoretischen Analysen zu kombinieren, erscheint zunächst sehr spannend. An einigen Stellen könnte aber der Zusammenhang zwischen den Kapiteln mit der theoretischen Rahmung und den Kapiteln zu den praxisbezogenen Erfahrungen noch nachvollziehbarer beschrieben werden. So stechen die sehr praxisnahen und verständlichen Texte aus Sicht von PraktikerInnen gegenüber den hoch abstrakten Darstellungen zum Beispiel zur Notwendigkeit einer Raumanalytik oder bei der Beschreibung der Organisationskonzeptionen stark heraus und unterscheiden sich auch sehr in Bezug auf die Verständlichkeit der Textpassagen. In den theoriebezogenen Kapiteln wird teilweise sehr viel an Wissen über zahlreiche theoretische Modelle vorausgesetzt, die vor allem in den Texten von Ehrhardt, May und Schmidt extrem dicht getaktet verarbeitet sind und zu Satzkonstruktionen führen, die schwer zu entschlüsseln sind. So entsteht an manchen Stellen der Eindruck eines Sammelsuriums unterschiedlicher Aufsätze, die entweder für AdressatInnen mit eher praxisbezogenem Wissen geeignet erscheinen oder AdressatInnen mit eher wissenschaftlichem Hintergrund ansprechen sollen.

Am Rande sei noch erwähnt, dass sich die meisten der Verfasserinnen und Verfasser bemühen, gendergerechte Sprache zu verwenden, aber an einigen Stellen leider nicht konsequent genug an allgemeinen Aussagen das generische Maskulinum vermeiden oder in einzelnen Aufsätzen es sogar ausschließlich verwenden.

Insgesamt handelt es ich aber um einen lesenswerten Band, der mit sehr unterschiedlichen Beiträgen umfangreich und exemplarisch die Erfahrungen eines bemerkenswerten Modellprojektes zusammenfasst und mit einer theoretischen Rahmung versieht.


Rezensentin
Prof.in Dr. Simone Danz
Professorin für Inklusive Pädagogik und Heilpädagogik, Evangelische Hochschule Ludwigsburg
Homepage www.eh-ludwigsburg.de/hochschule/personenverzeichni ...
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Zitiervorschlag
Simone Danz. Rezension vom 09.05.2019 zu: Michael May, Angelika Ehrhardt, Michael Schmidt (Hrsg.): MitLeben. Sozialräumliche Dimensionen der Inklusion geistig behinderter Menschen. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2018. ISBN 978-3-8474-2126-9. Reihe: Beiträge zur Sozialraumforschung - Band 16.
Inhaltsverzeichnis bei der DNB In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/25792.php, Datum des Zugriffs 24.07.2019.


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