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Theodor W. Adorno: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus

Cover Theodor W. Adorno: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus. Ein Vortrag. Suhrkamp Verlag (Berlin) 2019. 86 Seiten. ISBN 978-3-518-58737-9. D: 10,00 EUR, A: 10,30 EUR, CH: 14,90 sFr.
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Thema

Theodor W. Adorno hielt 1967 an der Universität Wien einen Vortrag, von dem bis jetzt nur eine Tonaufnahme vorlag. Er stützte sich beim Vortragen auf sieben Seiten handschriftlicher Notizen. Eingeladen war er vom Verband Sozialistischer Studenten Österreichs. Im Jahr, in dem des fünfzigsten Todestags des Philosophen, Soziologen und Komponisten gedacht wird, macht der Suhrkamp-Verlag diesen Vortrag in schriftlicher Form zugänglich. Er wird auch in den Band „Nachgelassene Schriften, Vorträge 1949–1968“ aufgenommen. In Zeiten, da die Grenzen zwischen Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus immer mehr verschwimmen, fragt man sich mit Spannung, inwiefern der prominenteste Vertreter der Kritischen Theorie der ersten Generation Fragen stellt und Antworten gibt, die noch in heutigen Tagen aktuell und relevant sind. Der Text lässt sich denn in einer historischen wie in einer gegenwartsbezogenen Perspektive lesen. Ihm ist ein Nachwort des Historikers Volker Weiß beigegeben.

Autor

Theodor W. Adorno (1903–1969) war zuletzt Professor für Philosophie und Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Volker Weiß ist Historiker und Publizist.

Aufbau

Das Buch enthält den 47seitigen Vortragstext sowie eine kurze editorische Notiz und ein 28seitiges Nachwort des Herausgebers.

Inhalt

Adorno stellt in seinem Vortrag gleich zu Beginn klar, dass er keine Theorie des Rechtsradikalismus vorzulegen beabsichtigt, sondern lediglich einige lose Bemerkungen im Sinn habe. Er erinnert an seine These, die er 1959 in seinem Vortrag „Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit“ (Gesammelte Schriften, Band 10 Zweite Hälfte) aufstellte – dieser frühere Vortrag ist der erste der von Gerd Kadelbach unter dem Titel „Erziehung zur Mündigkeit“ herausgegebenen Textsammlung (s. unten). Diese These besagt, wie Adorno nun in seinem Vortrag von 1967 formuliert, „daß die Voraussetzungen faschistischer Bewegungen trotz des Zusammenbruchs gesellschaftlich, wenn auch nicht unmittelbar politisch, nach wie vor fortbestehen“ (S. 10). Er nennt zwei solche Voraussetzungen: „die nach wie vor herrschende Konzentrationstendenz des Kapitals“ sowie „die Möglichkeit der permanenten Deklassierung von Schichten, die ihrem subjektiven Klassenbewußtsein nach durchaus bürgerlich waren, die ihre Privilegien, ihren sozialen Status festhalten möchten und womöglich ihn verstärken“ (ebd.). Diese Schichten neigten zu einem Hass nicht gegenüber der verantwortlichen gesellschaftlichen „Apparatur“, sondern auf jene, die diese kritisieren. Adorno erwähnt als Ängste weckende Aspekte „das Gespenst der technologischen Arbeitslosigkeit“ (S. 11), womit er explizit die Automatisierung meint, die Furcht vor außenpolitischer Bedrohung und überraschenderweise auch den sozialdemokratisch propagierten Keynesianismus. Überdies gebe es Ängste vor der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).

Der „neue Nationalismus oder Rechtsradikalismus“ habe „etwas Fiktives: „Es glaubt eigentlich niemand mehr so ganz daran“ (S. 13). Die Nationen seien in die großen Machtblöcke zu sehr integriert, als dass sie noch sehr bewegungsfrei wären. Und doch will Adorno diese faschistische Bewegung sehr ernst nehmen, denn „es ist ja sehr oft so, daß Überzeugungen und Ideologien gerade dann, wenn sie eigentlich durch die objektive Situation nicht mehr recht substantiell sind, ihr Dämonisches, ihr wahrhaft Zerstörerisches annehmen“ (ebd.). Ein „Moment des Angedrehten, sich selbst nicht ganz Glaubenden“ (S. 14) macht er aus und präzisiert, „daß es sich im Grunde um eine Angst vor den Konsequenzen gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen handelt“ (ebd.).

Wer hängt diesem „Alt- und Neufaschismus“ nun an? Kleinbürgerlich sei diese Bewegung hinsichtlich ihres Sozialcharakters, sie gehe aber, was ihre Zusammensetzung betrifft, darüber hinaus. Neben dem Kleinbürgertum – Adorno nennt zum Beispiel „kleine Einzelhändler“ – fänden sich Bauern darin, und es gebe „einen sich verschärfenden Gegensatz der Provinz gegen die Stadt“ (S. 15). Eine schematische Interpretation gelte es zu vermeiden, nach der die industrielle Entwicklung den Faschismus hervorbringe. Nur schon deshalb, da der Faschismus dazu neige, „sich auch den tragenden ökonomischen Interessen gegenüber zu verselbständigen“ (S. 16). Um „Unbelehrbare“ handle es sich nicht. Adorno ruft in Erinnerung, dass sich die Identifikation mit dem nationalsozialistischen Regime am Ende des Zweiten Weltkriegs nicht wirklich aufgelöst habe und sich denn auch deshalb wieder daran anknüpfen lasse. Die Demokratie habe sich auch nur formal, nicht jedoch „dem gesellschaftlich-ökonomischen Inhalt nach“ (S. 18) verwirklicht. Er bezeichnet die faschistischen Bewegungen denn als „Wundmale“ der Demokratie.

Trotz seiner Ablehnung schematischer Interpretationen kennzeichnet Adorno das Verhältnis rechtsradikaler Bewegungen zur Ökonomie als „ein strukturelles“, das eben auf der Tendenz zur Kapitalkonzentration und zur Verelendung fußt. Man dürfe es sich jedoch nicht als kurzfristiges, konjunkturabhängiges vorstellen. Zentral sei vielmehr das „Antizipieren des Schreckens“, das „in diesem sehr verkrüppelten und falschen Bewußtsein“ (S. 19) seinen Ausdruck finde. Die bedrängende Frage, wie es weitergehen solle, kontrastiere jedoch mit dem unbewussten Wunsch nach Katastrophe. „Wer nichts vor sich sieht und wer die Veränderung der gesellschaftlichen Basis nicht will, (…) der will (…) den Untergang des Ganzen“ (S. 20). Kurz streift Adorno hier die „deutsche Ideologie“, nach der es keine Einzelgänger und Einzelgängerinnen geben solle und in der die Meinung tief verwurzelt sei, „daß der politische Kompromiß an sich selbst bereits eine Verfallsform sei“ (S. 21).

Wer „wegen ihres niedrigen geistigen Niveaus und wegen ihrer Theorielosigkeit“ (S. 23) glaube, diese Bewegungen hätten keinen Erfolg, irre sich. Das liege an der Perfektion der gewählten Mittel, insbesondere der Propaganda, die mit der „Abstrusität der Zwecke“ einhergehe, die verfolgt werden. In einer schönen und treffenden Wendung bringt Adorno seine zeitdiagnostische Sicht auf den Punkt: Er erkennt eine „Konstellation von rationalen Mitteln und irrationalen Zwecken“ (ebd.). Bezeichnend für ihn ist, dass er hier das radikal Andere einer fortgeschrittenen Gesellschaft zugleich als ihr Eigenes auffasst: „Ich glaube, daß gerade diese Konstellation von rationalen Mitteln und irrationalen Zwecken (…) in gewisser Weise der zivilisatorischen Gesamttendenz entspricht, die ja überhaupt auf eine solche Perfektion der Techniken und Mittel hinausläuft, während der gesamtgesellschaftliche Zweck dabei eigentlich unter den Tisch fällt“ (ebd.). Genial an der vorgefundenen Propaganda findet er, dass sie „die fraglose Differenz zwischen den realen Interessen und den vorgespiegelten falschen Zielen“ (ebd.) ausgleiche. Die Mittel würden für die Zwecke substituiert. Das „Manipulierte und Angedrehte all dieser Bewegungen“ lässt ihn diese als „Gespenst eines Gespensts“ (S. 25) wahrnehmen. Als anfällig für solche Propaganda erachtet er wie schon in „The Authoritarian Personality“ von 1950 („Studien zum autoritären Charakter“, 1973) den „manipulativen Typ“ von Mensch, der „kalt, beziehungslos, strikt technologisch gesonnen“ sei (S. 27). „Diese merkwürdige Einheit von Wahnsystem und technologischer Perfektion, die scheint in der Aszendenz zu sein“ (ebd.), vermutet er.

Adorno streift in seinem Vortrag nur an einer Stelle ganz kurz das Thema Wut. Sie stelle sich dann ein, wenn in der Bewegung festgestellt werde, dass die eigene Nation gerade wegen ihr gleichsam „provinzialisiert“ werde und aufgrund dieser politischen Besonderheit „aus der weltpolitischen Tendenz“ (S. 29) herausfalle. Diese Wut tobe sich in der Folge zuerst im „kulturellen Sektor“ aus.

Eine „ganze Reihe designierter Feinde“ der Bewegung vermag er aufzulisten: Antikommunismus, Antimaterialismus, Antiintellektualismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus seien prägend. Mit einem Seitenhieb gegen Heidegger zieht er auch die Existentialphilosophie in die Verantwortung und kritisiert an ihrem Einfluss fast schon mit Habermasschen Worten die „Abwehr der rationalen Argumentation, des diskursiven Denkens überhaupt“ (S. 34).

Auf Rechtspopulismus kommt Adorno nicht explizit zu sprechen, aber seine Gedanken gelangen immer wieder in dessen Nähe. Es fällt ihm nämlich ein „Moment der Gebrochenheit“ (S. 36 f.) auf, denn die vertretene Ideologie werde durch Gesetze gehindert, sich zu entfalten: „Der Zwang zur Anpassung an demokratische Spielregeln bedeutet auch eine gewisse Änderung in den Verhaltensweisen. (…) Das offen Antidemokratische fällt weg. Im Gegenteil: Man beruft sich immer auf die wahre Demokratie und schilt die anderen antidemokratisch“ (ebd.). Demagogie werde derart eingeschränkt. Und „wo die innerparteiliche Demokratie verletzt wird, droht das Verbot“ (S. 37). Eine völlig ausgearbeitete Ideologie findet Adorno aber ohnehin nicht vor; „dem politischen Willen dranzukommen“ (ebd.) werde der Vorzug gegeben. Er fügt bei, „daß es im Faschismus nie eine wirklich durchgebildete Theorie gab, (…) daß es auf Macht, begriffslose Praxis, schließlich auf unbedingte Herrschaft ankam“ (S. 40 f.). Die „Vorherrschaft einer begriffslosen Praxis“ macht er nicht nur im (Neo-)Faschismus aus, sie liege vielmehr auch einfach „im Geist der Zeit“ (S. 41). Adorno räumt zudem ein, „daß keineswegs alle Elemente dieser Ideologie einfach unwahr sind, sondern daß auch das Wahre in den Dienst einer unwahren Ideologie dabei tritt“ (S. 39). Er warnt nachdrücklich vor der dabei angewandten wichtigsten „Technik, (…) daß an sich wahre oder richtige Beobachtungen aus ihrem Zusammenhang herausgeschnitten, isoliert werden“ (ebd.).

Etwas näher geht Adorno sodann auf Propaganda ein, die er für „das Zentrum, für die Sache selbst in gewisser Weise“ (S. 41) hält. Sie sei eine massenpsychologische Technik, die auf dem „Modell der autoritätsgebundenen Persönlichkeit“ gründe. Deren unbewusste Tendenzen würden noch mehr ins Unbewusste gedrängt. „Der Antiintellektualismus, die Angst davor, daß das Unbewußte bewußt wird, und der autoritäre Charakter, die bilden hier eine Art von Syndrom miteinander“ (S. 43). Man bediene sich gerne schwer überprüfbarer Aussagen, plumper Lügen, der „Salami-Methode“ (Abschneiden eines Stücks und noch eines Stücks usf.), der Erweckung eines Scheins des Offiziellen und Amtlichen, der Monopolisierung des Wortes „deutsch“, der Verselbständigung des Symbols gegenüber dem mit ihm Gemeinten oder Thesen wie jener vom Ausverkauf der deutschen Wirtschaft, von der Überfremdung oder von der Entartung der Kunst sowie der Forderung nach dem Beenden des Bekennens irgendwelcher Schuld. Adorno spricht diesbezüglich auch von „Tricks“.

Wie lässt sich nun der beschriebenen Problematik des Faschismus und Rechtsradikalismus – Adorno spricht von beidem, ohne diese Begriffe näher zu klären – wirksam begegnen? Beiläufig bemerkt er im Vortrag einmal, „daß das Kunststück der Gegenwehr wesentlich ist, den Mißbrauch auch der Wahrheit für die Unwahrheit aufzuspießen und dagegen sich zu wehren“ (S. 39). Am Schluss seines Vortags nennt er sodann drei Lösungen:

  1. Appell an die realen Interessen
    „Man soll nicht in erster Linie mit ethischen Appellen, mit Appellen an die Humanität operieren. (…) Das einzige, (…) was mir nun wirklich etwas zu versprechen scheint, ist, daß man die potentiellen Anhänger des Rechtsradikalismus warnt vor dessen eigenen Konsequenzen“ (S. 27 f.). Und: „Daß man nicht moralisieren, sondern an die realen Interessen appellieren soll“ (S. 51).
  2. Bewusstmachung
    „Wendung nach innen. Das heißt, daß man in der Abwehr versucht, bewußtzumachen, daß dieser ganze Komplex der autoritätsgebundenen Persönlichkeit und der rechtsradikalen Ideologie in Wirklichkeit seine Substanz gar nicht an den designierten Feinden hat, gar nicht an denen hat, gegen die man dabei tobt, sondern daß es sich dabei um projektive Momente handelt“ (S. 52). Allerdings: „Es gehört zu diesem Syndrom wesentlich dazu, daß diese autoritätsgebundenen Charaktere unansprechbar sind, daß sie nichts an sich herankommen lassen“ (S. 53).
  3. Aufklärung über Propagandatechniken
    „Schließlich sollte man die Tricks (…) dingfest machen, ihnen sehr drastische Namen geben, sie genau beschreiben, ihre Implikationen beschreiben und gewissermaßen versuchen, dadurch die Massen gegen diese Tricks zu impfen, denn schließlich will niemand ein Dummer sein“ (S. 54).

Über das politische Bekämpfen mit rein politischen Mitteln hinaus habe man sich dem sachlich Falschen, Unwahren zu stellen, nicht mit „Lüge gegen Lüge“ – heute fiele der Blick auf „fake news“ –, sondern „mit einer durchschlagenden Kraft der Vernunft, mit der wirklich unideologischen Wahrheit“ (S. 55).

Bemerkenswert ist der allerletzte Abschnitt, wenn man sich an einen der letzten Vorträge Adornos erinnert, an jenen über Resignation (Gesammelte Schriften, Band 10 Zweite Hälfte). In seinem Vortrag in Wien nämlich findet er gut zwei Jahre vor seinem Tod, die Frage nach der Zukunft des Rechtsradikalismus sei „zu kontemplativ“. Sie erinnert ihn an die Voraussage von Naturkatastrophen. Er wendet ein: „In dieser Art des Denkens (…) steckt bereits eine Art von Resignation drin, durch die man sich selbst als politisches Subjekt eigentlich ausschaltet, es steckt darin ein schlecht zuschauerhaftes Verhältnis zur Wirklichkeit. Wie diese Dinge weitergehen und die Verantwortung dafür, wie sie weitergehen, das ist in letzter Instanz an uns“ (ebd.).

In seinem Nachwort rollt Volker Weiß die Geschichte rund um Adornos Vortrag auf. Dieser wäre der Veröffentlichung skeptisch gegenüber gestanden. Mit solchen Publikationen wolle die verwaltete Welt Redende auf ihr ephemeres Wort vereidigen, kritisiert er einmal. Weiss erwähnt als wichtige publizistische Etappen insbesondere die „Dialektik der Aufklärung“ (1944), die Studies in Prejudice (mit „The Authoritarian Personality“, 1950), „Gruppenexperiment“ (1955) sowie den erwähnten ersten Text in „Erziehung zur Mündigkeit“ über die Aufarbeitung der Vergangenheit (1959). Weiß macht auf die drei zeitlichen Referenzen aufmerksam: den Nationalsozialismus, die späten 60er Jahre von Adornos Wiener Vortrag und die Gegenwart. Natürlich sind die ersten beiden mit Letzterer über den Rechtspopulismus verbunden. Weiß wägt jedoch sorgfältig Parallelen wie Unterschiede ab. Die Gemeinsamkeiten verblüffen. Weiß nennt vor allem folgende (S. 70–85):

  • Versagen der weniger radikalen Kräfte in den rechtsradikalen Organisationen
  • nationalistische Tendenz inmitten europäischer Integration
  • Ausbildung von Ressentiments als Folge von Kontrollverlust
  • Ruf nach Souveränität
  • Erfahrung der Austauschbarkeit als Arbeitskraft
  • Berufung auf die vermeintlich wahre Demokratie
  • technische Automatisierung (heute Digitalisierung)
  • Kränkungen durch Prekarisierung
  • Schuldzuweisung nicht an das „System“, sondern an die Systemkritik
  • Verschränkung von Antiintellektualismus, Antimarxismus und Antisemitismus
  • Verweigerung des Erinnerns vergangener Schuld
  • Abwehr von Appellen an die Humanität
  • zerstörerische Rückkehr des objektiv Überholten
  • Propaganda als Substanz der Politik
  • Beschwörung des Ausnahmezustands
  • systematische Stimulation der autoritären Persönlichkeit
  • neurotisches Abhängigmachen von Führern
  • Affektmobilisierung mit Abkehr von diskursiver Logik
  • Perfektion der Mittel und Irrationalisierung der Zwecke
  • Kombination von Propaganda und Technik

Die Liste ist beeindruckend. „Zu einer Historisierung Kritischer Theorie besteht also kein Anlass“, folgert Weiß angesichts der vielen Parallelen und bemerkt:„Auch in diesen Tagen ist das Gespenst, dem sich Adornos Vortrag widmet, noch lange nicht erlöst. Erneut wandelt es als neuer Rechtsradikalismus umher“ (S. 87). Weiß webt in seine Ausführungen auch Bezüge zu Max Horkheimer, Herbert Marcuse und Leo Löwenthal ein. Für den Umgang mit aktuellen Erscheinungen am rechten Rand der Gesellschaft, der sich zur Mitte hin ausbreitet, hält er denn zuletzt die sozialpsychologischen Arbeiten des Instituts für Sozialforschung für unverzichtbar.

Ergänzend sei kurz noch auf Adornos Gedankengang in seinem Vortrag „Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit“ (in „Erziehung zur Mündigkeit“, hg. von Gerd Kaldenbach, Frankfurt/M. 1971) eingegangen, auf den er, wie zu Beginn geschildert, Bezug nimmt. „Ich betrachte das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie als potentiell bedrohlicher denn das Nachleben faschistischer Tendenzen gegen die Demokratie“, hebt er dort an (S. 10). Adorno offenbart sich „viel Neurotisches“ angesichts des Umgangs der Deutschen mit ihrer Vergangenheit. Statt auf „helles Bewußtsein“ stößt er auf „schlaffes Bewußtsein“, Verblendung. Dessen Wurzeln findet er in der Gesellschaft: „Aus der allgemeinen gesellschaftlichen Situation weit eher als aus der Psychopathologie ist denn wohl das Vergessen des Nationalsozialismus zu begreifen“ (S. 14). Die Beschäftigung mit der Vergangenheit hindere das Fortkommen. „Wer sich keine unnützen Gedanken macht, streut keinen Sand ins Getriebe“ (S. 14). Adorno trug seine Gedanken 1959 vor, die Demokratie hielt er in der damaligen Zeit noch nicht für fest institutionalisiert. „Demokratie hat nicht derart sich eingebürgert, daß sie die Menschen wirklich als ihre eigene Sache erfahren, sich selbst als Subjekte der politischen Prozesse wissen. Sie wird als ein System unter anderen empfunden, (…) nicht aber als identisch mit dem Volk selber, als Ausdruck seiner Mündigkeit (…), nicht als Einheit des eigenen Interesses mit dem Gesamtinteresse“ (S. 15). Adorno fügt bei, „daß in der Fremdheit des Volkes zur Demokratie die Selbstentfremdung der Gesellschaft sich widerspiegelt“ (S. 16).

Die dazugehörigen psychischen Dispositionen kennzeichnet Adorno als autoritär. „Autoritätsgebundene Charaktere identifizieren sich mit realer Macht schlechthin, vor jedem besonderen Inhalt. Im Grunde verfügen sie nur über ein schwaches Ich und bedürfen darum als Ersatz der Identifikation mit großen Kollektiven und der Deckung durch diese“ (S. 17). Adorno nennt als typische Eigenschaften „Ohnmacht, Starrheit und Reaktionsunfähigkeit, Konventionalismus, Konformismus, mangelnde Selbstbesinnung, schließlich überhaupt mangelnde Fähigkeit zur Erfahrung“ (ebd.). Diese „Charakterstruktur“ entspreche nicht einfach politisch-ökonomischen Kriterien, sondern gehe sowohl mit dem Nationalsozialismus als auch mit dem Kommunismus einher. Zwei sozialpsychologische Aspekte des Nationalsozialismus hebt Adorno hervor. Zum einen die Linderung von Abstiegsängsten durch gesellschaftliche Integration: „Die vielberufene Integration, die organisatorische Verdichtung des gesellschaftlichen Netzes, das alles einfing, gewährte auch Schutz gegen die universale Angst, durch die Maschen durchzufallen und abzusinken. Ungezählten schien die Kälte des entfremdeten Zustands abgeschafft durch die wie immer auch manipulierte und angedrehte Wärme des Miteinander; die Volksgemeinschaft der Unfreien und Ungleichen war als Lüge zugleich auch Erfüllung eines alten, freilich von alters her bösen Bürgertraums“ (S. 18). Zum anderen Ersatzbefriedigung: „Nach der subjektiven Seite, in der Psyche der Menschen, steigerte der Nationalsozialismus den kollektiven Narzißmus, schlicht gesagt: die nationale Eitelkeit ins Ungemessene. Die narzißtischen Triebregungen der Einzelnen, denen die verhärtete Welt immer weniger Befriedigung verspricht und die doch ungemindert fortbestehen, solange die Zivilisationen ihnen sonst so viel versagt, finden Ersatzbefriedigung in der Identifikation mit dem Ganzen“ (S. 19).

Den Nationalismus hält Adorno für überholt und aktuell zugleich. Zum einen habe die souveräne Nation ihre historische Substantialität verloren. Zum anderen vermöge die Idee der Nation viele für Interessen einzuspannen, die nicht unmittelbar ihre eigenen sind. „Der Nationalismus glaubt sich selbst nicht ganz mehr und wird doch politisch benötigt als wirksamstes Mittel, die Menschen zur Insistenz auf objektiv veralteten Verhältnissen zu bringen. Daher, als ein sich selbst nicht ganz Gutes, absichtsvoll Verblendetes, hat er heute die fratzenhaften Züge angenommen“ (S. 21). Adorno schreibt dem Nationalismus paranoide Züge zu. „Paranoia, der Verfolgungswahn, der die anderen verfolgt, auf die er projiziert, was er selber möchte, steckt an“ (S. 22). Und dieser „Wahn ist der Ersatz für den Traum, daß die Menschheit die Welt menschlich einrichte, den die Welt der Menschheit hartnäckig austreibt“ (ebd.).

An dieser Stelle nun folgen jene Zeilen, auf die vor allem Adorno im oben referierten Vortrag von 1967 anspielt. Sie seien ausführlich wiedergegeben, denn hier komprimiert der Philosoph und Soziologe aus Frankfurt auf kleinem Raum zentrale Aspekte seiner Sicht: „Daß der Faschismus nachlebt; daß die vielzitierte Aufarbeitung der Vergangenheit bis heute nicht gelang und zu ihrem Zerrbild, dem leeren und kalten Vergessen, ausartete, rührt daher, daß die objektiven gesellschaftlichen Voraussetzungen fortbestehen, die den Faschismus zeitigten. Er kann nicht wesentlich aus subjektiven Dispositionen abgeleitet werden. Die ökonomische Ordnung und, nach ihrem Modell, weithin auch die ökonomische Organisation verhält nach wie vor die Majorität zur Abhängigkeit von Gegebenheiten, über die sie nichts vermag, und zur Unmündigkeit. Wenn sie leben wollen, bleibt ihnen nichts übrig, als dem Gegebenen sich anzupassen, sich zu fügen; sie müssen eben jene autonome Subjektivität durchstreichen, an welche die Idee von Demokratie appelliert, können sich selbst erhalten nur, wenn sie auf ihr Selbst verzichten. Den Verblendungszusammenhang zu durchschauen, mutet ihnen eben die schmerzliche Anstrengung der Erkenntnis zu, an welcher die Einrichtung des Lebens, nicht zuletzt die zur Totalität aufgeblähte Kulturindustrie, sie hindert. Die Notwendigkeit solcher Anpassung, die zur Identifikation mit Bestehendem, Gegebenem, mit Macht als solcher, schafft das totalitäre Potential. Es wird verstärkt von der Unzufriedenheit und der Wut, die der Zwang zur Anpassung selber produziert und reproduziert. Weil die Realität jene Autonomie, schließlich jenes mögliche Glück nicht einlöst, das der Begriff von Demokratie eigentlich verspricht, sind sie indifferent gegen diese, wofern sie sie nicht insgeheim hassen. Die politische Organisationsform wird als der gesellschaftlichen und ökonomischen Realität unangemessen erfahren; wie man selber sich anpassen muß, so möchte man, daß auch die Formen des kollektiven Lebens sich anpassen (…). Die, deren reale Ohnmacht andauert, ertragen das Bessere nicht einmal als Schein; lieber möchten sie die Verpflichtung zu einer Autonomie loswerden, von der sie argwöhnen, daß sie ihr doch nicht nachleben können, und sich in den Schmelztiegel des Kollektiv-Ichs werfen“ (S. 22 f.).

Gleich nachfolgend relativiert Adorno: „Ich habe das Düstere übertrieben, der Maxime folgend, daß heute überhaupt nur Übertreibung das Medium von Wahrheit sei“ (S. 23). Und dennoch: Selten hat Adorno so dicht die wichtigsten Elemente seiner soziologisch-psychologischen Zeitdiagnose verwoben und dabei den theoretischen Vorrang der objektiven, gesellschaftlichen vor den subjektiven, psychischen Voraussetzungen betont. Die zentralen Aspekte, die er hier zueinander in Beziehung setzt, sind: Fortbestand gesellschaftlicher, insbesondere wirtschaftlicher Verhältnisse, ohnmächtige individuelle Abhängigkeit, Unmündigkeit, Anpassungsdruck, Verfehlen der Demokratievoraussetzung autonomer Subjektivität, Verzicht auf ein Selbst, Verblendungszusammenhang, kulturindustrielle Verhinderung von Selbsterkenntnis, Identifikation mit Macht, Gefühle von Unzufriedenheit und Wut, Verwehrung möglichen Glücks, Hass auf und Anpassungserwartung gegenüber Demokratie, Ablehnung der Pflicht zur Autonomie, Selbstauslieferung an das kollektive Ich. Diese Gemengelage hält laut Adorno die faschistische Mentalität am Leben und behindert die Gesellschaft, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten. Das sei „eine von der glatten Fassade des Alltags verdeckte Tendenz“ (ebd.), und er möchte verhindern, dass „sie die institutionellen Dämme überspült, die ihr einstweilen gesetzt sind“ (ebd.). Mit Nachdruck betont er: „Die Gefahr ist objektiv; nicht primär in den Menschen gelegen“ (ebd.). Die Möglichkeiten demokratischer, aufklärender Pädagogik erachtet er deswegen als begrenzt. Von ihr verspricht er sich allerdings die Bildung von „Kaders (…), deren Wirken in den verschiedensten Bereichen dann doch das Ganze erreicht“ (S. 24).

Adorno scheut nicht, zum Schluss nach Lösungen zu suchen. „Propaganda aber, die rationale Manipulation des Irrationalen, ist das Vorrecht der Totalitären. Die diesen widerstehen, sollten nicht sie nachahmen auf eine Weise, die sie doch nur notwendig ins Hintertreffen brächte“ (S. 26). Das liest sich fast schon wie eine Kritik am Linkspopulismus. Wenig gibt Adorno überdies auf Freundschaftsveranstaltungen. So „sollte man nicht zuviel vom Verweis auf Fakten erwarten, die sie vielfach nicht an sich heranlassen“ (ebd.), wobei Adorno besonders an antisemitisch Gesinnte denkt. Diese Einschätzung spricht aber nicht grundsätzlich gegen Gespräche, wie sie heutzutage von namhaften Zeitungen organisiert werden, um Menschen aus entgegengesetzten politischen Lagern in der direkten Auseinandersetzung einander näher zu bringen. So „sollte man die Argumentation auf die Subjekte wenden, zu denen man redet. Ihnen wären die Mechanismen bewußt zu machen, die in ihnen selbst das Rassevorurteil verursachen“ (S. 27). Das ließe sich tatsächlich auf alle anderen menschenfeindlichen Gesinnungen verallgemeinern. Adorno selber bezieht diese Idee auf sein Thema und möchte mit ihr vor allem die Pädagogik und die Psychologie ansprechen: „Aufarbeitung der Vergangenheit als Aufklärung ist wesentlich solche Wendung aufs Subjekt, Verstärkung von dessen Selbstbewußtsein und damit auch von dessen Selbst. Sie sollte sich verbinden mit der Kenntnis der paar unverwüstlichen Propagandatricks, die genau auf jene psychologischen Dispositionen abgestimmt sind, deren Vorhandensein in den Menschen wir unterstellen müssen“ (ebd.). Solche Kenntnis wäre „für eine Art von Schutzimpfung zu verwenden“ (ebd.).

Adorno überschätzt freilich seinen Lösungsvorschlag nicht. „Angesichts der objektiven Gewalt hinter dem fortlebenden Potential jedoch wird die subjektive Aufklärung (…) nicht ausreichen. Will man objektiv der objektiven Gefahr etwas entgegenstellen, so genügt dafür keine bloße Idee, auch nicht die von Freiheit und Humanität, die ja, wie man mittlerweile gelernt hat, in ihrer abstrakten Gestalt den Menschen nicht eben gar zu viel bedeutet. Knüpft das faschistische Potential an ihre, sei‘s auch noch so begrenzten, Interessen an, dann bleibt das wirksamste Gegenmittel der durch seine Wahrheit einleuchtende Verweis auf ihre Interessen, und zwar auf die unmittelbaren“ (ebd.). Gruppenbezogen menschenfeindliche Menschen, so ließe sich nochmals verallgemeinern, wären also nicht mit Bezug auf Ideale, sondern bei ihren Interessen abzuholen. Mit dem letzten Vortragssatz relativiert Adorno auch noch dies, denn hinter den oder durch die Motivationen menschenfeindlicher Individuen wirken eben gesellschaftliche Verhältnisse: „Aufgearbeitet wäre die Vergangenheit erst dann, wenn die Ursachen des Vergangenen beseitigt wären. Nur weil die Ursachen fortbestehen, ward sein Bann bis heute nicht gebrochen“ (S. 28).

Diskussion

Die erstmalige Herausgabe des Vortrags von 1967 in schriftlicher Form ist verdankenswert. Es verblüfft tatsächlich, dass, bei allen Unterschieden, ein halbes Jahrhundert nach Adornos Vortrag die vordringlichen Themen die gleichen sind. Seine Erläuterungen und Erklärungen regen mit Blick auf die heutige Situation weiterhin an. Hilfreich ist der Kommentar von Volker Weiß. Von der Lektüre des Vortrags profitiert mehr, wer noch einen Blick in die Literatur wirft, auf die der Kommentator hinweist. Es handelt sich ja eben um einen Vortrag und nicht um einen durchgestalteten Aufsatz. Gewiss, das Ende des Kalten Krieges, die deutsche Wiedervereinigung, Globalisierung, Prekarisierung, Einkommens- und Vermögensdifferenzierung, wirtschaftliche Destabilisierung, Digitalisierung, die Ausbreitung des Rechtspopulismus usw. haben die Gesellschaft seit Adornos Tagen verändert. Die sozialen Grundmechanismen und -zusammenhänge scheinen indessen ähnlich geblieben zu sein. Indem Adorno das Verhältnis von Gesellschaft und Psyche thematisiert, stellt sich heutigen Lesenden nebenbei die Frage, mit welchen theoretischen Mitteln dieses Verhältnis gegenwärtig zu erhellen wäre, wenn dies denn nicht mehr eine theoretische Verknüpfung von Marx und Freud leisten soll oder kann. Die psychisch folgenreiche gesellschaftliche Brüchigkeit hält derweil an.

Fazit

Adornos Schriften gelten gemeinhin als nicht leicht zugänglich für jene, die mit seinem philosophischen und soziologischen Denken wenig vertraut sind. Adorno wählte für sich jedoch bewusst die Rolle des öffentlichen Intellektuellen, die später von Habermas übernommen wurde. Im öffentlichen Vortrag war er gezwungen, zugunsten der Verständlichkeit auf sehr komplexe Argumentationen zu verzichten. Seine Radiovorträge eignen sich denn sehr gut dafür, wichtigste Gedanken kennenzulernen, wenngleich ihr Verfasser selber deren Bedeutung relativiert. Wie aktuell Adornos damalige Analyse angesichts heute verschwimmender Grenzen zwischen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus ist, überrascht und beeindruckt nachhaltig.


Rezensent
Prof. Dr. Gregor Husi
Professor an der Hochschule Luzern (Schweiz). Ko-Autor von „Der Geist des Demokratismus – Modernisierung als Verwirklichung von Freiheit, Gleichheit und Sicherheit“. Aktuelle Publikation (zusammen mit Simone Villiger): „Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Soziokulturelle Animation“ (http://interact.hslu.ch)
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Zitiervorschlag
Gregor Husi. Rezension vom 23.10.2019 zu: Theodor W. Adorno: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus. Ein Vortrag. Suhrkamp Verlag (Berlin) 2019. ISBN 978-3-518-58737-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/26100.php, Datum des Zugriffs 14.11.2019.


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