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Monika Fludernik: Metaphors of Confinement

Monika Fludernik: Metaphors of Confinement. The Prison in Fact, Fiction, and Fantasy. Oxford University Press (Oxford OX2 6DP) 2019. 848 Seiten. ISBN 978-0-19-884090-9. 109,95 EUR.
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Thematische Einführung

Gefängnisse wecken in der Regel Vorstellungen von gefährlichen Straftätern, Gewalttätern, die aus Sicherheitsgründen eingesperrt werden müssen, wobei in der breiten Öffentlichkeit nur wenig konkrete Vorstellungen vom Leben in Haft bestehen. Dieses unterscheidet sich auch heute noch erheblich zwischen einzelnen Ländern [1]. Das Interesse an den konkreten Bedingungen in Gefängnissen ist in der breiten Bevölkerung nicht besonders ausgeprägt, befinden sich dort doch Straftäter, mit denen man nichts zu tun haben möchte, von denen man annimmt, dass sie ihre Strafe zurecht verbüßen. Allerdings werden der Öffentlichkeit auch nur wenig konkrete Informationen über Haftbedingungen und dem Leben hinter Mauern geliefert. Presseberichte über (schwere) Straftaten und Gerichtsverfahren enden in der Regel mit dem Hinweis auf die ausgesprochene (Freiheits-)Strafe. Auch Kriminalfilme, die ein wesentliches Thema im Fernsehen sind, berichten kaum über die Ausgestaltung von Sanktionen für die Täter.

Fludernik spricht in ihrem Band über „Carceral Metaphors and the Carceral in Fact and Fiction“ einen ausgesprochen innovativen Aspekt an, diskutiert das „Gefängnis“ in einer breiteren Perspektive und betont „that a distinction between the real (historical and contemporary sites of incarceration and discourses about imprisonment) and the imaginary (representation of these in literature and the arts as well as metaphorical references to prisons) fails to explain the omnipresence of the carceral in literature but also in the world. Prisons are (perceived to be) everywhere, in language, in texts, in images, in our minds“ (S. IX). Unsere „carceral imaginary“ wirke sich auf unser Alltagsleben aus, Phantasien über „confinement“ beeinflussen uns aus verschiedener Perspektive, auch auf politischer Ebene. In den letzten Jahren seien Kriminalität und Inhaftierung zu einem zentralen Medienthema geworden, vor allem etwa vor dem Hintergrund der hohen Inhaftierungszahlen in den USA, dem Vorkommen von Misshandlungen von Häftlingen oder den hohen Kosten einer Freiheitsstrafe [2]. Täglich werden wir in den Medien mit den Themen Strafen, Kriminalität, Recht und Unrecht, Terrorismus und Frieden konfrontiert. „These discourses are mostly exclusionary, aggressive, retributive, and their main recipe is that of incarceration or exile – lock them up or shut them out“ (S. X).

Vor dem Hintergrund tief verwurzelter „images of imprisonment“ geht die Autorin der Frage nach: „What are the function and uses of carcerality in our societies? What are its ideological rewards and its psychological compensations?“ (S. IX). Das Thema wird außerordentlich breit unter umfangreicher Berücksichtigung der Literatur ab dem Mittelalter aufgearbeitet, das „Gefängnis“ wird aus unterschiedlichster Perspektive und Bedeutung betrachtet. Aufgrund des Umfangs des Bandes können hier nur einzelne ausgewählte Aspekte angesprochen werden.

Aufbau und Überblick – Inhalt

Der Band enthält neben einem in die Thematik einführenden Vorwort eine ausführliche Einleitung: „Prisons, Images of Confinement, and the Carceral Imaginary“ (S. 1–59) und ist untergliedert in 10 folgende Kapitel. Inhaftierung, zumindest auf der metaphorischen Ebene, „is a fairly familiar experience. We all, at times, feel confined in particular situations or relationships“ (S. 1). Auch in der Religion spielt Inhaftierung eine Rolle, selbst Christus war, wenn auch nur kurz, in Haft, sie hat Propheten und Märtyrer betroffen. Charakteristische Veränderungen von Gefängnissen und deren Einbettung in das gesellschaftliche Leben über die Jahrhunderte werden beschrieben (S. 11 ff.). Auf der Basis des Konzepts von Inhaftierung wird die betroffene Person in ein „moral laboratory“ verbracht, in welchem versucht wird, ihren früheren Lebensstil im Sinne eines „industrious citizen“ auch unter Einsatz von Staatsgewalt zu verändern (S. 16 f.).

Kapitel I (S. 60–108) beschäftigt sich mit „The Prison as World – The World as Prison. Similitudes and Homologies“. Die Themen Gefängnis als Welt einerseits und die Welt als Gefängnis andererseits werden vorwiegend im Kontext der englischen Literatur ab dem späten Mittelalter erörtert. Das Gefängnis wird als „Gegenwelt“ beschrieben, in welcher der Verlust der Freiheit allerdings vielfach Bedingungen wie in der Welt draußen schafft. Die meisten literarischen Texte gehen nur wenig auf die Verantwortung der Gesellschaft für die Gefängnisse, die sie geschaffen hat und unterhält, ein. „The very direct relationship between politics (and, in democracies, popular opinion) and the implementation of penal policies in fact makes the prison the product rather than the mere mirror image of society“ (S. 107).

Im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert spielte die Familie in ihrer hierarchisch und ideologisch geprägten Struktur in der politischen Diskussion noch eine deutlich größere Rolle als heute. Die Rolle des Staatsmannes als Vater der Nation ist mittlerweile in westlichen Ländern verschwunden. Familientypische Werte wie Hilfe, Unterstützung oder Vergebung wurden von ökonomisch bestimmten Kosten-Nutzen-Überlegungen überlagert. „As a result, rehabilitation and sympathy have been made redundant in the current climate of punitivity (…), where they merely survive as utopian clichés. A society which lacks forbearing and indulgence in general, will not display mercy in penal legislation or carceral policy“ (S. 107). Im frühen zwanzigsten Jahrhundert wurden die sozialen Einstellungen noch deutlicher von den Konzepten Anstand und Zivilisation geprägt. Im selben Sinne wie auch Churchill betonte Nelson Mandela 1994 [3]: „No one truly knows a nation until one has been inside its jails. A nation should not be judged by how it treats its highest citizens but its lowest ones“. Die Autorin betont: „The prison, indeed, is the world, or a part of it. The PRISON AS WORLD topos has a factual origin in the inevitable connection between societal values and structures at large and their specific implementation in the carceral domain. Any judgement on a society‘s moral standing will therefore have to be based on the treatment that it affords its least valued citizens“ (S. 107 f.). Die meisten Teile der Welt sind heute, wie die Autorin ausführt, mehr oder weniger in eine teilweise Barbarei verfallen, was die Vorstellung von einer „World as Prison“ unterstützt (S. 108).

Kapitel II (S. 109–170) trägt den Titel: „Poeta in Vinculis I. Textualizations of the Carceral Experience”. Die Autorin diskutiert autobiographische gegenüber fiktionalen Darstellungen von Inhaftierungen (S. 112 ff.). In der Literatur finden sich unterschiedlichste Interpretationen von Erfahrungen mit einer Inhaftierung. Auch autobiographische Schilderungen von Hafterfahrungen sind vielfach nicht realistischer als literarische Beschreibungen. Besonders geht die Autorin auf das Werk von Thomas More und John Bunyan im Zusammenhang mit Inhaftierung und Glauben bzw. Religion ein (S. 121 ff.).

In Kapitel III (S. 171–224), „Poeta in Vinculis II“ geht es ergänzend um das zwanzigste Jahrhundert. Analysiert werden vor allem postkoloniale Bedingungen, Autoren aus Irland, Nigeria und Südafrika. Der Zugang zu dem Thema Inhaftierung ist naheliegenderweise entsprechend unterschiedlich. Erörtert wird auch das Gefängnis und Kriminalisierung als politische Strategie in Zusammenhang mit dem Umgang mit ethnischen und anderen Minoritäten, vor allem auch politischen Dissidenten. Literatur über Gefängnisse hat eine politische Bedeutung erhalten, auch hinsichtlich einer Aufklärung der Öffentlichkeit, als Druckmittel hinsichtlich einer Verbesserung der Verhältnisse im Rahmen von Aktivitäten etwa des Roten Kreuzes, Amnesty International oder Human Rights Watch. Informierung der Gesellschaft wird als Möglichkeit gesehen, die Welt aufzuklären, sie könne durch politischen Druck auch eher Missbräuche stoppen.

Kapitel IV (S. 225–282) diskutiert „Prisons as Homes and Homes as Prisons“. From the Happy Prison to Strangulation by Domesticity“. Die Literatur über Gefängnisse beschreibt vielfach einerseits auch akzeptable Haftbedingungen, die sich Inhaftierte etwa durch individuelle Gestaltung ihrer Zellen geschaffen haben, ein „happy prison“, andererseits kann sich das Zuhause in Freiheit auch leicht zu einem Gefängnis für die Bewohner mit einschränkenden und erstickendem Charakter wandeln. Das treffe oft für Frauen in ihrer Erfahrung mit „domesticity“ zu. Es geht in dem Kapitel somit vor allem auch um „metaphoric female imprisonment“, einem bis heute auch in westlichen Industriegesellschaften aktuellen Thema (S. 225). Fludernik diskutiert Literatur von Emily Dickinson und Charles Dickens und deren Darstellungen von „prison like homes“ einerseits und positiven Darstellungen von Ausschluss und Inhaftierung andererseits. In dem Zusammenhang spielen auch die „Fesseln der Ehe“ eine zentrale Rolle. Die Autorin arbeitet positive bzw. negative Aspekte von „home“ versus „prison“, wie sie in den analysierten Texten dargestellt werden, eindrucksvoll heraus (S. 228). Insbesondere werden die Darstellungen von Dickens und die umfangreiche Literatur hierzu diskutiert. „Dickens is a good place to start for all kinds of work on prison and homes“ (S. 243).

Vor allem in der gothischen Literatur finden sich viele Ausführungen über „prison-like houses which are depicted as metaphoric graves … The Gothic novel documents a distrust of the home as a site of safety and happiness…“ (S. 256). Eheringe werden in diesem Kontext als “the World‘s smallest Handcuffs” charakterisiert, es wird von einem „Marital Confinement in the Home“ oder einer „Domestic Tragedy of Marriage“ gesprochen (S. 267 ff.). Das Zuhause scheint unterschiedliche und ambivalente Gefühle hervorzurufen, einerseits von Sicherheit und Glück, andererseits von Eingeschlossensein und Einschränkungen (S. 281). „Prison can be a happy place only intermittently and when it provides the space for creative transcendence“ (S. 281). Die Literaturanalyse zeige, „that the home has an uncanny tendency to turn into a dystopia, a counter-image of domestic bliss“ (S. 281). W„e have also observed that men‘s anxiety about domestic entrapment is predominantly figured in the imagery of bonds and fetters, whereas for women the traumas of marriage and domesticity are more often described by the metaphors of enclosure or carceral confinement“ (S. 282).

Kapitel V (S. 283–343) diskutiert „The Prison as Cage. Abjection and Transcendence“. In dieses Bild passt die Sichtweise von „Prisoners as Animals” (S. 283). Inhaftierung löst zwangsläufig Fantasien von Wiedererlangung von Freiheit und Flucht aus. Bereits in der englischen Literatur des achtzehnten Jahrhunderts spielt auch das Thema Wiedereingliederung in die Gesellschaft und Hilfe für die Gefangenen eine Rolle (S. 316).

Kapitel VI (S. 344–398) beschäftigt sich mit „The Cancer of Punitivity. Prisons of Slavery and Hell“. Die Autorin zitiert Eingangs Breytenbach[4], der kritisch betont: „Prisons only serve to create prisoners. If society view prisoners as its outcasts, its anti-social elements, then they will indeed become and remain that. Penal reform, the treatment of prisoners – these are not the problems of specialists but of concern to everybody. The solution to crime is one of social consciousness to be solved by the whole of society“. Das Verhältnis zwischen Rechtsbrechern und der Gesellschaft berührt das Zentrum sozialer und politischer Einstellungen. Der Missbrauch politischer oder wirtschaftlicher Macht zur Steigerung des eigenen Einflusses oder Reichtums ist nicht neu, findet sich etwa auch schon ausführlich dargestellt in der Literatur des achtzehnten Jahrhunderts. „Much of the nineteenth-century legislative struggles consisted in the righting of general social conditions whose injustice was increasingly coming to the public‘s attention“ (S. 345).

Die Entwicklung des Strafrechts wird bis heute deutlich von politisch mächtigen Parteien zu ihrem Vorteil beeinflusst. Auch die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten hat nicht zwangsläufig zu einer humaneren Kriminalpolitik geführt, was sich etwa deutlich an der Entwicklung in den USA zeigen lässt. „Criminal law, in particular, is fraught with the danger of overemphasizing punitivity and security to the detriment of any other consideration (rehabilitation, prisoners‘ personal needs, family access to inmates, etc.) [5]“. Metaphern, die in Zusammenhang mit einer Kritik an Gefängnissen geäußert werden sind vor allem „Gefängnis als Hölle“ oder „Gefängnis als Sklaverei“. Besonders geht Fludernik zunächst auf das Gefängnis in viktorianischen Zeiten ein, das ein Exempel exzessiver Punitivität liefert „and can serve as a warning about the ongoing re-Victorianization of our social attitudes. It marks the point at which penal realities become crimes against humanity“ (S. 345).

Die Entwicklung punitiver Einstellungen über die Kolonialzeit bis in die heutigen Tage wird anhand wesentlicher Literatur, etwa von Oscar Wilde oder George Bernard Shaw, dargestellt. Aus verschiedener Perspektive werden Einstellungen gegenüber Straftätern, deren Stigmatisierung als Feinde der Gesellschaft, die bekämpft werden müssen, und deren vielfach kontraproduktive Wirkung dargestellt. G. B. Shaw etwa betonte bereits in den 1940er Jahren, dass die Öffentlichkeit, teilweise aber auch Fachleute, wenig über die Situation in Gefängnissen informiert sind, eine Feststellung, die auch heute noch Aktualität besitzt. Als Konsequenz stellt er fest [6], für den „ordinary citizen … prison is only a reference in the police news, denoting simply a place where dishonest and violent people are very properly locked up“ (S. 355). Besonders weist er auch auf eine lebenslange Stigmatisierung durch eine Inhaftierung hin. Er betont, dass „the public is just as vindictive as it always used to „be“, punishment destroys the chances of moral improvement” (S. 355 f.). Fludernik hebt in Übereinstimmung mit kriminologischen Erkenntnissen besonders hervor: „Since, what really counts in penal policy is deterrence and this can be achieved only by means of certain punishment, it is the certainty of being caught that causes people to desist from criminal activities”, die Wahrscheinlichkeit, entdeckt und bestraft zu werden, hängt allerdings erheblich etwa von der Macht des Täters und seinen Beziehungen ab (S. 357).

Hier werden bereits wesentliche Erkenntnisse der modernen Kriminologie prägnant formuliert. Wichtig sei, dass eine Gesellschaft einem Täter auch verzeihen, ihn wieder in die Gemeinschaft aufnehmen könne. Fludernik diskutiert weitere Autoren mit unterschiedlichem Hintergrund, die ebenfalls begründet eine Inhaftierung kritisch sehen und auf deren Nachteile hinweisen. Die weiteren Ausführungen zu Punitivität bis in die heutige Zeit weisen auf die Bedeutung einer kritischen Auseinandersetzung mit den neueren gesellschaftlichen Bedingungen vor dem Hintergrund der modernen Entwicklung hin (S. 362 ff.). „Just as there are crime waves, there are waves of punitivity and of leniency in the history of criminal law“ (S. 362).

Die Autorin gibt eine differenzierte Diskussion der relevanten kriminologischen und sozialpolitischen Literatur bezüglich der neueren Entwicklung hinsichtlich Kriminalität und dem gesellschaftlich-politischen Umgang damit. Vor allem in den USA ist ein „Governing through Crime“ [7] bis in die heutigen Tage mehr und mehr in den Vordergrund gerückt, was hier zur welthöchsten Inhaftierungsrate führte, gleichzeitig ohne wesentliche präventiven Effekte auf die Kriminalitätsbelastung, vor allem was schwere Straftaten betrifft. Kriminalität und eine wenig fundierte Bekämpfungsideologie wird in westlichen Industrieländern mehr und mehr für eigene politische Zwecke, etwa (wieder-)gewählt zu werden eingesetzt, was sich vor allem etwa in den USA zeigt. So betont Tonry[8]zurecht: „American sentencing is a disaster – unjust, unprincipled, arbitrary, overly severe, and absurdly expensive“. Neue gesetzliche Regelungen weiten das Strafrecht immer mehr aus. So wurden während der Regierungszeit von Tony Blair in England innerhalb von einem Jahrzehnt von 1997 bis 2007 nahezu 700 neue Straftatbestände geschaffen (S. 365). In diesem Zusammenhang betonte Hassemer[9] bereits vor Jahren: „Das Strafrecht bewegt sich, wie andere Bereiche unseres Lebens auch, im Spannungsverhältnis von Sicherheit und Freiheit seit geraumer Zeit hin zum Pol der Sicherheit. In dieser Bewegung verschärft sich das Strafrecht, es verbessert sich nicht. Es dehnt sich aus durch mehr und kompliziertere Verbote, durch höhere Strafandrohungen und Strafen, durch Verschärfung der Ermittlungsinstrumente, durch Abbau von Garantien, die den Zielen von Schutz und Schonung dienen, das Verfahren aber verzögern können. Es antwortet damit auf eine wachsende Angst der modernen Gesellschaften vor unbeherrschbaren Risiken, auf verbreitete Kontrollbedürfnisse, auf Prozesse normativer Desorientierung, in denen Gewissheiten verblassen, auf die wir uns früher blind verlassen haben“.

Bereits vor über einhundert Jahren wurde davor gewarnt, den Rechtsbrecher als Feind der Gesellschaft zu sehen, eine Einstellung die eine Wiedereingliederung blockiert (S. 365 f.). Wie Fludernik deutlich herausarbeitet, wurde gerade in den USA Kriminalitätskontrolle mehr und mehr zu einer Industrie [10] mit einer zunehmenden Zahl privater Gefängnisse, die ausgelastet werden wollen, um möglichst viel Profit zu erzielen (S. 366 ff.). In den USA kommt eine deutliche Ungleichbehandlung ethnischer Minoritäten und eine Benachteiligung armer Bevölkerungsgruppen hinzu, wie auch neueste Beispiele von Polizeigewalt zeigen [11]. Besonders geht die Autorin auch auf den Aspekt von „punitivity in the treatment of inmates“ ein (S. 368 ff.). In den letzten Jahrhunderten wurde immer wieder auf die Bedeutung einer abschreckenden Gestaltung der Haft, etwa auch durch Körperstrafen, hingewiesen. In den USA hat sich die Situation für Gefangene seit der viktorianischen Zeit vielfach nicht verbessert, das zeigt sich etwa in der medizinischen Versorgung, dem Schutz vor Gewalt durch andere Gefangene, bei Frauen vor allem dem Schutz vor sexuellen Übergriffen, auch durch Angehörige des Wachpersonals.

Nach der Sichtweise der Öffentlichkeit sollten Gefängnisse vor allem punitiv, damit abschreckend, sein (S. 371). Insbesondere in „Maximum Security Prisons“ wird dieses Ziel, vielfach unter Verletzung der International Human Rights Conventions, verwirklicht. Gerade auch im Rahmen der Kolonialisierung spielt die Ausübung von Gewalt und Inhaftierung eine besondere Rolle (S. 373 ff.). „Colonialism is a system which operates by (metaphorical) surveillance and discipline, combining school, army, and prison regimes in the treatment of the native“ (S. 374). Sklaverei und Inhaftierung spielen in Zusammenhang mit Kolonialisierung eine wesentliche Rolle, wie Fludernik an zahlreichen Bespielen zeigt. Die Autorin zitiert zum Abschluss des Kapitels Churchill, der betonte: „The mood and temper of the public in regard to the treatment of crime and criminals is one of the most unfailing tests of the civilisation of any country“. Fludernik hebt hervor: „Liberty is not merely political freedom but also benevolence and generosity, the willingness to give away freely“ (S. 397).

Kapitel VII (S. 399–465) trägt den Titel: Industry and Idleness. Discipline and Punishment in the Capitalist Prison“ und wirft einen Blick auf das neunzehnte Jahrhundert, diskutiert etwa Arbeitsbedingungen in der Viktorianischen Zeit. Unterschiedliche Aspekte von Arbeit und Gefängnis werden im Kontext literarischer Darstellungen betrachtet, zum einen die Rolle von Arbeit in den neuen Vollzugsanstalten im Vergleich zu Fabriken, zum anderen die Rolle von Fabriken als Nota Bene-Gefängnisse. Es wird auch ein Blick auf die Beziehungen zwischen Marktbedingungen, allgemeinem Lebensstandard und den Bedingungen in Gefängnissen in heutiger Zeit geworfen. Dickens etwa betonte noch, dass die Arbeitsbedingungen in Gefängnissen schlechter sein sollten als in Fabriken (S. 400 f.). In der Antike und im Mittelalter wurde Arbeit von der herrschenden Schicht noch als Aufgabe von Bauern und Sklaven gesehen. Auch in der viktorianischen Zeit wurde harter Arbeit in Gefängnissen eine besondere Bedeutung zugeschrieben, bei gleichzeitig schlechten Ernährungsbedingungen und gesundheitlicher Versorgung. Die „Tretmühle“, eingeführt 1817 in England, kann als Symbol harten zwangsweisen körperlichen Einsatzes von Gefangenen gesehen werden (S. 416 ff.).

Die Affinität zwischen Gefängnis und Fabrik „can also be interpreted as the expression of capitalist ideology“ (S. 420). Die Autorin diskutiert relevante Zusammenhänge auf der Basis einer umfangreichen Literaturanalyse. In neuerer Zeit hat sich die Bedeutung industrieller Arbeit in den USA gewandelt, auch vor dem Hintergrund von Mangel an Arbeit, damit auftretender Arbeitslosigkeit, das führte auch zu einer „elimination of the central role of hard labour in the prison regime. Penal institutions have mutated from the traditional penitentiaries, which were work-centred, to ‘correctional facilities‘, where the reformative element (often a camouflage for exploitation) in the work ingredient of penitentiaries has given way to a policy of incapacitation and mere warehousing and thus economic uselessness” (S. 464). „The new mode of imprisonment results in unrelieved dysfunctionality and tedium, with the lack of meaningful activity for inmates (or any activity at all) settling on them like a pall“ (S. 464 f.).

Kapitel VIII (S. 466–531) wendet sich unter dem Titel: „Enthralment and Bondage. Love as a Prison“ einem weiteren Aspekt von „Gefängnis“, dem „Prison Amoureuse“ zu. Es geht um „Fesseln der Liebe“, Gefühle, Einstellungen und Weltsichten, Ideologien, politische und religiöse Glaubenssätze, auch Sado-Masochismus, beschrieben und dargestellt in der englischen Literatur, einschließlich psychoanalytischen Deutungsansätzen. Viele Situationen und Gegebenheiten werden als „Gefangenschaft“ erlebt. „Prisons of the mind proliferate to the extent that people feel they are curbed in the exercise of their desires of intentions, hemmed in by unwanted pressures and obligations, subjected to political structures or social policies that they find threatening or distasteful, or simply frustrated in their creativity and enthusiasm“ (S. 529 f.).

Kapitel IX (S. 532–591), „Prisons of Femininity”, versucht vor dem Hintergrund der meist männerdominierten Darstellungen, dem Patriarchat, einen wichtigen weiblichen Gegenpol zu setzen. Die, im Vergleich zu Männern, vielfach noch deutlich schlechtere Situation von Frauen in Haft wird kritisch erörtert, vor allem auch ihre Darstellung in der Literatur. Das Kapitel beginnt mit einem aussagekräftigen Zitat von Wollstonecraft[12]: „Was not the world a vast prison, and women born slaves?“ Frauen haben sich immer wieder über ihre Unterordnung in einer patriarchalen Welt beklagt, über ihr Gefangensein in der Ehe, im häuslichen Leben oder in den moralischen Vorgaben in der Gesellschaft (S. 532). Fludernik unterscheidet sieben Formen weiblicher „Inhaftierung“, die von ihr diskutiert werden:

  1. Frauen in Strafhaft,
  2. Häusliche Eingeschlossenheit,
  3. Die Ehe,
  4. Hysterie oder Krankheit als „typisch weiblich“,
  5. „the metaphorical imprisonment of women under social, patriarchal, and religious constraints“,
  6. their confinement in femininity and the female body as such, und
  7. „women artists‘ gender-related disadvantagement“ (S. 532).

Zunächst geht die Autorin auf „Women‘s Double Confinement in the Penitentiary“ ein, stellt kurz die Frage, „what are the main problems of women prisoners in the real world“ wobei der Schwerpunkt auf der „double imprisonment of women inmates, namely their additional confinement in stereotypical women‘s roles even, or especially, in prison“ liegt (S. 533 ff.). Frauen stellen im Strafvollzug aufgrund ihrer relativ geringen Zahl bis heute eine deutlich benachteiligte Randgruppe dar. Gleichzeitig sind sie etwa weniger gewalttätig und zeigen nach Haftentlassung eine geringere Rückfallquote als Männer [13]. Frauen waren schon in früheren Zeiten in Gefängnissen präsent, teilweise lebten sie mit ihren verurteilten Männern zusammen. Viele Frauen besuchen Gefängnisse im Rahmen von Dienstleistungen oder als Angehörige von Gefangenen. Weibliche Gefangene waren dagegen in der Regel stets vergleichsweise selten. Vielfach wurden sie in Haft sexuell missbraucht, das Bridewell-Gefängnis in London organisierte sogar ein Bordell. „The association between criminality and prostitution was therefore a common one. Female felons were taken to be promiscuous and legitimate sexual prey; in general, women from the lower classes could not expect security from rape because notions of chastity and respectability remained an exclusive privilege of the upper classes“ (S. 534).

Weibliche Straffällige wurden auch moralisch mehr abgewertet, als minderwertiger dargestellt, als männliche, was bis heute ein Problem darstellt. Bereits Cesare Lombroso[14] betonte, „women pertained to a lower evolutionary state and, when they committed crimes, became worse (even more animalistic) than men“. Schon im 19. Jahrhundert haben sich Frauen, welche die unwürdigen Haftbedingungen kannten, für eine Reform eingesetzt. Besonders belastend ist die Situation auch heute noch für Frauen mit (kleinen) Kindern [15]. Die Möglichkeit, inhaftierte Frauen zu besuchen, ist oft zusätzlich durch weite Anfahrtswege erschwert. Inhaftierte Frauen benötigen besondere psychologische Unterstützung, was sich auch an der erhöhten Selbstmordrate zeigt (S. 536). „In the legal context, particularly in the United States and no doubt in many traditional societies, women suffer from having to adopt prescribed gender roles or from having prejudicial gender roles ascribed to them“ (S. 537). Auch die Arbeitsbedingungen nach Haftentlassung sind oft schlecht.

Seit den 1970er Jahren, der Frauenbewegung und der Zunahme weiblicher Inhaftierter, hat sich für diese die Haftsituation durch eine Annäherung an die Behandlungsstandards für Männer eher verschlechtert, insbesondere in den USA. Für Frauen unterer sozialer Schichten ist eine Inhaftierung teilweise ein geringeres Übel, „since their world is already a prison“ (S. 538). Die größten Probleme erleben Frauen in Haft in Zusammenhang mit ihrer Angst vor sexuellem Missbrauch und dem Verlust ihrer Kinder (S. 539). In den USA seien 80 % inhaftierter Frauen Mütter, oft Alleinerziehende. Plastisch beschreibt die Autorin Beispiele aus der Literatur, welche die Problematik deutlich machen (S. 539 ff.). In einem weiteren Abschnitt geht es um „women‘s imprisonment in the home, which is, likewise, closely linked to their sexuality“ (S. 561). Anhand von Beispielen aus literarischen Texten, etwa aus afrikanischen bzw. asiatischen Ländern, wird die Reduzierung von Frauen auf ihren Körper, ihre Sexualität, beschrieben. „Women‘s imprisonment or perceived confinement is predominantly metaphorical, though the traditional role of women in many societies does include a restriction of movement outside of, and seclusion within, the parental or marital home“ (S. 590).

Kapitel X (S. 592–645) schließt den Band ab: „Conclusions. The Aesthetics and Ethics of Carcerality“. Die Literatur wie vielfach auch die Medien zeichnen nur eingeschränkt ein Bild von der Realität der Haftbedingungen. „Indeed, the burning question becomes what, if anything at all, can be said to reflect actual, contemporary carceral conditions and convicts‘ experience“ (S. 593). Die Vorstellungen von Gefängnis in der Öffentlichkeit werden vor allem geprägt von literarischen Berichten, Filmen und politischen Debatten über Strafen und Strafrecht (S. 594). Viele Merkmale von Haft sind zeitlos, wie Mauern, Zellen, Fesseln, das Klappern großer Schlüssel, das Zuschlagen von schweren Eisentüren oder Grausamkeit (S. 600). Das Bild der Zelle bzw. des Käfigs in Zusammenhang mit Haft ist auch begründet durch die „underlying association of prisoners with animals“ (S. 600). Unterschiedliche Metaphern für Gefängnis in der Literatur werden diskutiert.

Die Autorin geht auch auf den Aspekt der „Aesthetics of Carcerality“ ein (S. 625 ff.). Die Ästhetik von Inhaftierung wird wesentlich gesteigert „by the exotic scenario of the penal institution and, even more promiently, the dungeon. As a heterotopia, the modern prison is a foreign country about which little is known – and particularly little that is reliable. All closed institutions stimulate outsiders‘ imaginations“ (S. 628). Das Thema Inhaftierung spricht auch zahlreiche ethische Fragen an, auf die Fludernik abschließend kurz eingeht (S. 637 ff.). Die Autorin betont: „Prison is a serious, existential business; the threat to a person‘s liberty, their chances of justice, their future lives, are all on the line“ (S. 637). Einerseits geht es um Fragen wie, ist Strafe – und wenn ja welche – ethisch vertretbar, andererseits, welche Ideologie steht hinter literarischen Berichten über Inhaftierung bzw. verwandten Metaphern (S. 637).

Grenzüberschreitungen und Kriminalität sind universell und zeitlos, die Reaktion hierauf ist allerdings regional und zeitlich deutlich unterschiedlich, „it is also subject to unpredictable change and swings of mood or fashion that result in drastic reorientations of policy and legal codification. The definition of what is or what is not a crime and which type of transgression merits prosecution and punishment is therefore a particularly problematic one“ (S. 638). Aus ethischer Perspektive kann geschlossen werden, dass eine breite Anwendung von Haftstrafen keine konstruktive Kriminalpolitik darstellt, „since it neither reduces the incidence of crime in the long run nor benefits the individual inmate“ (S. 641), Feststellungen, die aus kriminologischer Sicht uneingeschränkt bestätigt werden können.

Bereits George Bernard Shaw hat vor einem Jahrhundert zurecht darauf hingewiesen, „there may exist a few psychopaths and violent offenders who really need to be isolated from the community, but there is no need to make them suffer … For most other offenders, reformation, rehabilitation, and repatriation, especially by means of restitution and reparation, should be the common policy“ (S. 641). Kriminalpolitik wurde schon in früheren Zeiten vor allem durch Unsicherheiten in der Gesellschaft beeinflusst, etwa der Verstädterung, der industriellen Revolution oder Globalisierung (S. 641). Literarische Texte stellen Gefängnisse in der Regel aus der Innenperspektive dar, aus der Sicht der Inhaftierten, präsentieren somit wichtige Aspekte von Inhaftierung. „In our secular society, the exercise of charity and mercy is often perceived as an obsolete practice, and few can be persuaded that their demonized opponents are to be treated with respect“ (S. 644).

In Übereinstimmung mit einem Großteil kritischer moderner Kriminologie kommt die Autorin zu dem Schluss: „It is high time to think about a substitution of prisons by different institutions; we need to look for alternatives to the locking up of drug addicts and for different ways of dealing with the desperate, the inept, and the disoriented“ (S. 645). Es folgt ein Anhang, u.a. mit kriminalstatistischen Daten, umfangreichen Literaturangaben sowie ein Autoren- und Sachwort-Index.

Zielgruppen

Der Band enthält eine umfangreiche Darstellung zu Gefängnis, Strafe und Umgang mit Inhaftierten, einschließlich Problemen und Möglichkeiten einer Resozialisierung vor dem Hintergrund von Einstellungen und Sichtweisen gegenüber Straftätern in der Literatur. Während die „klassische“ kriminologische Literatur sich in aller Regel aus fachwissenschaftlicher Sicht auf den Straftäter und den konstruktivsten Umgang mit ihm, die Hintergründe seines abweichenden Verhaltens, konzentriert, geht Fludernik in dem Band deutlich darüber hinaus, stellt eine Sichtweise der Problematik aus gesellschaftlicher Perspektive dar. Welche Rolle spielt Inhaftierung, das Gefängnis, in einer breiteren gesellschaftlichen Sicht. „Gefängnis“ wird hier in einem weiteren Sinne verstanden, nicht nur als Inhaftierung von Straftätern, sondern in breiteren gesellschaftlichen Situationen, wie etwa der Ehe. Zahlreiche Aspekte von Gefängnis werden angesprochen, eine Fülle von einschlägiger Literatur wird verarbeitet, auch aus kriminologischer Sicht. Der Band ist für alle an der Thematik Interessierten, vor allem auch Kriminologen, eine Fundgrube, bietet eine Fülle von Erkenntnissen, die über ein enges fachwissenschaftliches Verständnis von Kriminologie hinausgehen.

Diskussion

Beeindruckend sind die zahlreichen Facetten der Thematik, die in dem ausführlichen Band angesprochen werden und die den Blick weiten. „Gefängnisse“ können sich in vielen Bereichen des Lebens auftun, was die Autorin deutlich herausarbeitet, das Gefängnis im strafrechtlichen Sinne ist nur eines davon. Ausgesprochen positiv ist, dass die Autorin auch intensiv auf die Situation von Frauen in Zusammenhang mit der Thematik eingeht. Diese sind nicht nur in Vollzugsanstalten bis heute benachteiligt, werden auch in vielen alltäglichen Situationen eingeschränkt. Imponierend ist vor allem auch die breite Literaturanalyse, die neben den differenzierten Ausführungen auch auf eine jahrelange Arbeit an dem Band hinweist.

Fazit

Wer an dem Thema Gefängnis bzw. Inhaftierung interessiert ist, wird um den Band von Fludernik nicht herumkommen, liefert er doch eine unerschöpfliche Fülle von Hinweisen, differenzierte Analysen und einen breiten Blickwinkel auf die Thematik. Den einführenden Kommentaren von Hal Gladfelder, Universität von Manchester, und Elena Semino, Universität Lancaster, ist uneingeschränkt zuzustimmen. So betont Gladfelder (S. I), der Band liefere „a significant contribution to current and ongoing debates on the ethics of imprisonment, on the role of the prison in society and in the cultural imaginary, and on the relations between law and literature from the early modern period to the present“. Semino (S. I) hebt hervor: „This book is the culmination of decades of work by one of the world‘s top narratologists. Fludernik takes the reader through a fascinating, enlightening, and often troubling journey through representations of literal, imagined, and metaphorical prisons in literatures in English from the Middle Ages to the present day … There is no doubt that this book is destined to become a classic“. Dieser Einschätzung wird uneingeschränkt zugestimmt. Der Band bietet auch für Kriminologen eine Fülle von Anregungen, trägt zu einer Erweiterung des Blickwinkels bei. Wer an einer Weiterentwicklung der Diskussion um Kriminalstrafen, einem konstruktiven Umgang mit Kriminalität und sozialer Abweichung, einer kritischen Auseinandersetzung zu Reaktionsformen hierauf, interessiert ist, enthält eine Fülle von Anregungen.

Das Gesamturteil ist vor diesem Hintergrund: Sehr empfehlenswert.


[1] Vgl. etwa: Jan de Cock (2005). Hotel hinter Gittern. Von Knast zu Knast. Tagebuch einer außergewöhnlichen Weltreise. München: Kunth.

[2] Vgl. etwa: Thomas Hestermann (2016). „Violence Against Chilcren Sells Very Well“. Reporting Crime in the Media and Atttitudes to Punishment. In: H. Kury, S. Redo, E. Shea (Hrsg.)(2016), Women and Children as Victims and Offenders: Background, Prevention, Reintegration. Suggestions for Succeeding Generations. Vol. 1. International Publishing Switzerland: Springer, S. 923–947.

[3] Nelson Mandela (1994). Long Walk to Freedom. An Autobiography of Nelson Mandela. Boston/MA: Little, Brown & Co.

[4] Breyten Breytenbach (1994). The True Confessions of an Albino Terrorist. New York: Harcourt, Brace & Co, S. 345.

[5] Vgl. hierzu Helmut Kury (2020). Frauen und Kinder von Inhaftierten. Eine internationale Perspektive. FS – Forum Strafvollzug 69, 31–35. 

[6] George Bernard Shaw (1946). The Crime of Imprisonment. New York: Philosophical Library, S. 8.

[7] Jonathan Simon (1997). Governing through Crime. In: George Fisher u. Lawrence M. Friedman (Hrsg.), The Crime Conundrum. New York: Westview Press, 171–190.

[8] Michael Tonry (2016). Sentencing Fragments: Penal Reform in America, 1975–2025. Oxford: Oxford University Press, S. 1.

[9] Winfried Hassemer (2009). Warum Strafe sein muss. Ein Plädoyer. Berlin: Ullstein, S. 285 f.

[10] Vgl. Nils Christie (1993). Crime Control as Industry. Towards Gulags, Western Style? London: Routledge.

[11] Vgl. etwa: Katherine Beckett u. Theodore Sasson (2000). The Politics of Injustice: Crime and Punishment in America. Thousand Oaks/CA.: Sage.

[12] Mary Wollstonecraft (1994). Maria; or the Wrongs of Woman. New York: Norton, S. 11.

[13] Vgl. Helmut Kury & Meike Löw (2020). Frauen im Maßregelvollzug. Zur Unterbringung von straffälligen Frauen in Zusammenhang mit einer Suchtproblematik nach § 64 StGB. Forum Strafvollzug – FS. Zur Veröffentlichung angenommen.

[14] Cesare Lombroso u. Guglielmo Ferrero (1893). La donna delinquente, la prostitute e la donna normale. Turin: Roux.

[15] Vgl. Helmut Kury (2020), s. FN 5.


Rezension von
Prof. Dr. Helmut Kury
Universität Freiburg, Max Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht (pens.)
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Zitiervorschlag
Helmut Kury. Rezension vom 31.07.2020 zu: Monika Fludernik: Metaphors of Confinement. The Prison in Fact, Fiction, and Fantasy. Oxford University Press (Oxford OX2 6DP) 2019. ISBN 978-0-19-884090-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/26251.php, Datum des Zugriffs 29.09.2020.


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