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M. Fakhry Davids, Veronika Grüneisen u.a.: Innerer Rassismus

Cover M. Fakhry Davids, Veronika Grüneisen, Christiane Bakhit, Christiane Bakhit: Innerer Rassismus. Eine psychoanalytische Annäherung an race und Differenz. Psychosozial-Verlag (Gießen) 2019. 330 Seiten. ISBN 978-3-8379-2625-5. D: 38,00 EUR, A: 38,00 EUR.

Reihe: Bibliothek der Psychoanalyse.
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Thema

Das Thema des Titels setzt sich aus Internalisierungsprozesse rassistischer Inhalte und die Entstehung rassistischer Einstellungen zusammen.

Autoren

  • M. Fakhry Davids arbeitet als niedergelassener Psychoanalytiker in London. Er ist Lehranalytiker der British Psychoanalytic Society und Mitglied der Tavistock Society of Psychotherapists und beteiligt sich an akademischen und klinischen Projekten in Großbritannien und Südafrika.
  • Veronika Grüneisen ist Diplompsychologie und arbeitet als Psychoanalytikerin in eigener Praxis in Nürnberg. Sie ist Lehranalytikerin der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, gehört zum Mitarbeiterteam der Nazareth-Konferenzen und war von 2007–2015 Vorsitzend der Vereinigung Partners for Confronting Collective Atrocities e.V.
  • Ann Scott ist Mitglied der British Association of Psychotherapists, Herausgeberin des British Journal of Psychotherapy und Nachlassverwalterin der Schriften von Isabel Menzies Lyth.
  • Christiane Bakhit arbeitet als Psychoanalytikerin und Gruppenanalytikerin in eigener Praxis in München. Sie ist Lehranalytikerin der Akademie für Psychoanalyse in München, der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung und der Deutschen Gesellschaft für Gruppenanalyse und Gruppenpsychotherapie.

Entstehungshintergrund

Die Auswirkungen von „äußerem“ Rassismus und Erscheinungsformen des Institutionellen Rassismus und die Erschütterungen, die einen ‚inneren Rassismus’ freisetzen, der im Rahmen der Therapie wahrgenommen und durchgearbeitet werden muss. Rassistische Angriffe von Patienten und unbewusste rassistische Bilder im Analytiker können die Behandlung blockieren, solange sie nicht wahrgenommen und analysiert werden. Das Buch ist ein Beitrag zum Verständnis des ‚inneren‘, weitgehend unbewussten Rassismus.

Aufbau

Nach einer Einführung, Danksagung und dem Vorwort folgen:

  • Teil I: Innerer Rassismus (klinische und theoretische Überlegungen, etablierte Rassistische Organisation und Analyse von Rassismus in einer Gruppe).
  • Teil II: behandelt den psychoanalytischen Kontext (Franz Fanon: Das schwarze Problem, Psychoanalyse und Rassismus/​Antisemitismus, weiß-schwarzer Rassismus).
  • Teil III: Institutioneller Rassismus (versteckter, institutioneller, alltäglicher).

Es folgen eine Schlussbemerkung, ein Nachwort und Angaben zur Literatur.

Inhalt

Einführung zur deutschen Ausgabe von Christiane Bakhit

Die Verfasserin gibt eine kurzen Überblick über die einzelnen Kapitel und betont, angesichts rassistischer Angriffe in Deutschland die Bedeutung dieser Veröffentlichung. Davids ist in Südafrika aufgewachsen und praktiziert in London und schildert als ‚Schwarzer‘ aus eigener Erfahrung rassistische Angriffe während der Behandlungen. Zentral ist für ihn die Frage nach den innerpsychischen Bedingungen für das Entstehen von Rassismus, die er als Objektbeziehungstheoretiker theoretisch anhand von Arbeiten von Melanie Klein zu interpretieren sucht mit dem Ergebnis eines ‚normalen inneren Rassismus‘ gegenüber dem Anderen und Fremden Es handelt sich um eine Abgrenzung und Projektion zugleich als Schutz vor psychotischen Verfolgungsängsten, was auch beim Analytiker eine ‚rassistische Gegenübertragung‘ einschließt.

Vorwort von Ann Scott

Das Buch sei das Ergebnis einer 10jährigen Arbeit am Thema und zwar sowohl in der psychoanalytischen Einzelpraxis als auch in der Gruppenarbeit. Eine Ursache von Rassismus ist eine paranoide ‚Wir-die-Konstruktion die das Selbst und den racial other als dauerhafte Eigenschaften enthält‘. In detaillierten Einzeldarstellungen, als auch in der Gruppenarbeit, geht es darum, was jenseits von ‚racial divide‘ symbolisch für gelingende soziale Beziehungen erarbeitet wird.

Einleitung von M. Fakhry Davids

‚In einer weißen Welt schwarz zu sein, ist eine Qual‘, das zeigt Davids an einer alltäglichen Begebenheit in einem Restaurant und bei einer Polizeikontrolle: die Erfahrung anders als die anderen behandelt und angesprochen zu werden. Dabei wir die ‚innere Dimension‘ des Rassismus meist vom Täter nicht bewusst wahrgenommen: Ödipal verschobener Hass auf den Vater? Soziale Ursachen? Seine Allgegenwart in unterschiedlichen Kulturen verführt, das Problem nur auf der Ebene des Bewusstseins zu analysieren und die Ambivalenz zu verleugnen, es in seinem Inneren zu entdecken. Für Davids ist der Ausgangspunkt die Erfahrung, die er als dunkelhäutiger Analytiker mit seinen Patienten macht, angestoßen durch Fanon (1952), den er 1975 als Doktorand in Kapstadt entdeckte, und der nach den tieferen unbewussten Elementen im Rassismus fragte: Wie wird ‚racial Differenz‘ in die Seele eingeschrieben? Wie zeigt sich das in der Gegenübertragung? Welcher Abwehr dient der Angriff? Wenn innerer Rassismus in der Psyche eines jeden Menschen existiert, kommt er auch im Gruppenbewusstsein zum Vorschein. In Teil II werden frühere psychoanalytische Erklärungsversuche diskutiert und in Teil III wie das Konzept des inneren Rassismus – zwischen dem Selbst und dem ‚racial other‘ – auch in der Außenwelt Anwendung finden kann.

Teil I: Innerer Rassismus

Davids beginnt mit der Schilderung einer klinischen Untersuchung eines rassistischen Angriffs seitens eines Patienten, der aber kein ‚üblicher‘ Rassist war und die Beziehungssituation auf eine ‚vernünftige Art‘ unter Ausschluss von emotionalem Kontakt regelte. Der Patient berichtete von einer Panikreaktion angesichts eines emotionalen Zusammenstoßes mit seinem Vater und knüpfte an eine frühe Erfahrung mit einer nicht haltenden Mutter an, die er auf den Analytiker projizierte, der ihn zur Anpassung (Unterdrückung von Wut) gezwungen habe, und gegen den sich jetzt auch seine (rassistisch unterlegte) Wut richte.

Lauerte hinter der liberalen Fassade des Patienten ein Rassismus? Hatte er den Analytiker verletzt und musste – paranoid – einen Gegenangriff befürchten? Der Angriff war ‚konkret‘ und symbolisch zugleich und zeigte, dass bei ihm mächtige, unverarbeitete Impulse freigesetzt worden waren. Er projizierte diese auf den Analytiker, der als ‚schwarzer Ausländer‘ um seine Akzeptanz in einer feindlichen Umwelt kämpfte (während dem Patienten in früher Kindheit die ‚Akzeptanz‘ verweigert worden war). Die Projektion wurde erleichtert durch die real sichtbare Differenz (Hautfarbe) und die verzweifelte Abwehr seiner eigenen Ungeborgenheit. Der unbewusste innere Rassismus diente der Entsorgung unerwünschter Aspekte des Selbst, wobei dem Analytiker die Rolle des Projektionsempfänger zugewiesen wurde. Damit konnte der Patient der Angst vor Abhängigkeit begegnen und bürdete die innere rassistische Organisation dem Analytiker auf, den er in der ihm zugewiesenen Rolle kontrollierte, um sein inneres Gleichgewicht zu stabilisieren.

Rassistische Organisation bedeutet Differenz, scharfe Trennung zwischen Privilegierung und Entbehrung. Als der Analytiker dem Patienten die Ablehnung einer Arbeitsstelle als einen ‚normalen Teil des Lebens‘ deutete, machte der Patient wutentbrannt einen Selbstmordversuch, um das Produkt ihrer gemeinsamen Arbeit zu zerstören. Seine rassistische Organisation schützte ihn vor Ängsten vor Hilflosigkeit und Abhängigkeit; (dazu Lorenzer: Rollenzuweisungen als Inszenierung, bei denen der Patient die Regie behält, aus Angst vor Ohnmacht und Abhängigkeit angesichts der Eigenständigkeit des Anderen. Ha.).

Theoretisch geht Davids auf die pathologische Persönlichkeitsorganisation ein, indem er vorschlägt, das Modell der Psyche um eine paranoide „Wir-die“-Konstruktion zu erweitern, die das Selbst und den ‚racial other‘ als dauerhafte Eigenschaften und universale Kategorie zur Abwehr von Angst enthält. Handelt es sich dabei um eine pathologische innere rassistische Organisation? Oder, wie bei seinem Patienten, um ein ‚tiefgreifendes Abhängigkeitsproblem‘ von einer idealisierte Mutter, das eine reife, erwachsene Beziehung verhinderte?

In Krisensituationen wird der innere Rassismus zur Abwehr von überwältigender Angst mobilisiert in Form von abrupten Projektionen und Fantasien, die für Realität gehalten und durch Inszenierungen von stereotypen Rollenzuweisungen gleichzeitig verschleiert werden; einmal etabliert wird das Objekt in die ihm zugewiesene Rolle gezwungen. Wir bewegen uns in einem ‚empfindsamen Gebiet‘ (frühe Traumatisierungen) von intensiven Gefühlen und primitiver paranoider und depressiver Abwehr.

Diese innere rassistische Organisation findet sich, meist versteckt, auch in der normalen Psyche und wird benutzt zur Abwehr von Angst vor Hilflosigkeit. Frühe psychotische Ängste aufgrund der Hilflosigkeit des Säuglings angesichts seiner drängenden Bedürfnisse sind normal und werden abgebaut durch die gute Erfahrung mit einem bedürfnisbefriedigenden Objekt, das auch verinnerlicht wird. Das Fehlen einer solchen Erfahrung führt zu Spaltungen und Projektionen und nur, wenn es gut geht, später zur Integration und zur depressiven Position (Segal 1964).

Etwa im achten Monat wird über die Kernfamilie hinaus der Fremde als das neue ‚böse Objekt‘ wahrgenommen wird, das auch (wie frühere Objekte) ‚entgiftet‘ und als auch gutes Objekt integriert werden muss. Das wiederholt sich noch einmal in der Phase des Ödipuskomplexes und muss auch dann erneut bearbeitet werden.

Der innere Rassismus wird als Abwehr gegen überwältigende Angst mobilisiert, die mit wachsender Reifung des Ich an Bedeutung verliert. Ich-dyston besteht die Gefahr der Projektion in Figuren (denen wir uns menschlich überlegen fühlen), ws einen echten Kampf gegen Rassismus behindert, da es sich um eine Abwehrformation handelt, die mit sozialen Stereotypien übereinstimmt. Davids bringt ein Beispiel einer Patientin mit einer zwanghaften intellektuellen Abwehrorganisation von Rassismus, die Spontaneität und Kreativität verhinderte. Er geht dann auf die ‚antisemitische Abwehrorganisation‘ im liberalen London ein: Vorurteile gegenüber Juden, die dazu führen, dass sich z.B. ein Jude nahtlos mit den Engländern identifiziert und schamvoll mit Verachtung auf seine eigene jüdische Identität blickt (ausführliche Darstellung des Verlaufs einer Therapie).

Es folgt ein Kapitel ‚Analyse von Rassismus in einer Gruppe‘ (Tavistock Institute): Die Gruppe (Thema: ‚Über Rassismus nachdenken‘) bestand als Leiter aus vier Personen aus Südafrika und zwei Experten aus London und 24 (gemischten) Teilnehmern. Nach einem vorbereitenden Treffen wurde die Arbeit in Kleingruppen fortgesetzt. War die Apartheid tatsächlich vorbei? Subtile Vorurteile kamen in der Gruppe zur Sprache, gleichzeitig bereitete sich im Gespräch eine Lähmung i.S. ‚political correctness‘ aus. Gab es Schuldgefühle und eine kollektive Verantwortung für die Vergangenheit? Es bildeten sich konstruktive und destruktive (Konflikt vermeidende) Strategien ab: die Farbigen als ‚Patienten‘, die Weißen als die ‚Helfer‘, während tatsächlich die Farbigen mehr über ‚race‘ wussten als die Weißen. Als die Gruppe sich weniger polarisierte und sich von ihrem ‚normalen‘ inneren Rassismus verabschiedete, konnte die Lähmung im Denken überwunden werden. Da es leichter ist zuzugeben, ein Opfer von Rassismus zu sein als ein Täter, brach eine Farbige mit ihrem Kindheitsbericht das Schweigen und ermöglichte der Gruppe die Wahrnehmung, gemeinsam in einem Boot zu sitzen.

Teil II: Der psychoanalytische Kontext

Davids beginnt mit einer Untersuchung über Frans Fanons Beitrag zur Psychologie des Rassismus, der im Unbewussten eine Idealisierung des weißen Kolonisators in der Psyche der Kolonisierten sah. Dunkle Haut lädt zur projektiven Identifizierung (Kolonisierung der Psyche eines anderen Menschen) ein. Die innere rassistische Organisation verschleiert diese Projektion und weckt beim Schwarzen den Wunsch, weiß zu sein auf Kosten des Schwarzseins. Die Macht der Kultur zwingt zur Anpassung, zur Entwertung der eigenen Herkunft und nimmt die Freiheit, die Verhältnisse infrage zu stellen.

Octave Mannoni (1950) ging von dem Konflikt zwischen beiden aus, der aus der Differenz stammt. Die Psychologie der Abhängigkeit werde bereits einem Kind eingeimpft und verführe dazu, eine Autorität durch eine andere zu ersetzen (Untergebenheitsverhalten) ohne Berücksichtigung der gegebenen kolonialen Strukturen. Fanon sah dagegen den Rassismus in der Struktur einer Gesellschaft, nach Davids eingebaut als projektiver Identifikationsmechanismus aufgrund von frühen Konflikte mit den Primärobjekten, die sich in der Beziehungsdynamik der Gegenwart lebendig niederschlagen.

Fanon bezog sich nicht auf das Konzept des kollektiven Unbewussten (C.G. Jung), bevorzugte indessen Adlers Begriff der Unterlegenheit/Überlegenheit in den Eltern/​Kind-Beziehungen. Akzeptanz der Unterlegenheit führt zu Anpassung, wobei allein die schwarze Haut eine hoffnungslose Unterlegenheit bedeutet.

Nach Davids bietet die Ödipustheorie ein Hinweis darauf, dass Autorität und Macht sich entlang einer sexuellen Linie spalten: dem frühen Wunschdenken folgt die Anpassung an Regeln. Das Überich als das Erbe des Ödipuskonflikts versöhnt das Kind mit der Elternbeziehung, meist allerdings verbunden mit einer als ‚natürlich‘ erlebten patriarchalen Ordnung. Das soziale Geschlecht und ‚race‘ sind jedoch miteinander verflochten, was Freud im ‚Wolfsmann‘ noch nicht erkannt habe. Inzwischen wird psychoanalytisch die Wahrnehmung des Elternpaares bereits präödipal verortet.

Es folgen – nur für Analytiker interessant – kritische Auseinandersetzungen mit Hypothesen von Calvo und Swartz. Das Konzept des ‚inneren Rassismus‘ ist in der Lage Konkretismen, Spaltungen, projektive Identifizierungen, mörderischen Hass, Idealisierungen und Entwertungen zu erklären, – Elemente die sich auch in Kinderspielen finden. Im Gegensatz zu Fanon müsse heute psychoanalytisch die Objektbeziehungstheorie (anstelle der Triebtheorie) berücksichtigt werden. Es bleibe eine lebenslange Aufgabe, mit den Kräften von Liebe und Hass umzugehen. Vorübergehende Spaltungen durch Idealisierungen ermöglichten Kindern über die Identifizierung mit dem Helden auch Entwicklungsschritte, was allerdings bei weißen Helden das schwarze Kind benachteilige, das damit bereits früh ein Opfer von sozialen Spaltungen werde. Der Gegensatz weiss/​schwarz (gleich ‚schmutzig‘) sei in die Haut eingeschrieben und wecke beim schwarzen Kind eine Sehnsucht nach weisser Haut. Die falschen Zuschreibungen garantieren eine unbewusste Zustimmung. Durch die Projektion weicht die weiße Person dem Konflikt aus (Verlagerung des Konflikts in den anderen), was der schwarzen nicht möglich ist, wenn sie sich mit der Projektion identifiziert.

Innerer Rassismus geht nicht, weil ‚normal‘, auf ein Entwicklungsversagen zurück. Weitgehend unbewusst und im Gefühl verankert, kann die innere Stereotypisierung durch Anpassung unerkannt bleiben. Sowohl beim Patienten als auch beim Analytiker würde das ‚race‘-Thema dann auch in einer Analyse nicht bearbeitet und weiterhin sowohl in Personen als auch in soziale Organisationen projiziert. Fanon argumentierte gegen eine Pathologisierung des schwarzen Menschen, das Problem bestand für ihn zwischen Individuum und Gesellschaft; allerdings beschäftigte er sich weniger mit den Vorgängen in der Psyche des weißen Menschen.

Davids geht ausführlich auf den blinden Fleck in der Wahrnehmung der Analytiker von Rassismus und Antisemitismus ein (auch Freud sprach, als ein Kind seiner Zeit, von ‚primitiven Völkern‘). Im Zeitalter der Globalisierung sind diese Themen besonders wichtig. Auch die Psychoanalyse baute – zeitbedingt – auf ethnozentrischen Konzepten und Ausklammerung des ‚race‘-Problems und dem sich daraus ergebenden sozialen Elend auf. Durch die Medizinalisierung fokussiert auf die Heilung von Leiden, hat sie sich von Gesellschaftskritik entfernt und ihre kritische Außenseiterrolle verloren. Freud ging nicht wegen persönlichen Unannehmlichkeiten der Wahrheit aus dem Weg, sondern weil er das Problem des Rassismus nicht verstanden hat.

Äußere Faktoren des Antisemitismus hat Fenichel benannt (Sündenbock, Bedrohungsgefühle, Hass, Demagogie), hervorgerufen durch die ‚Fremdheit‘ der Juden; Davids meint: eher Fremdheit gegenüber dem eigenen inneren Rassismus. Beispielhaft nennt er den Vorwurf

  • der ‚Brunnenvergiftung‘ als eine frühe Phantasie der vergifteten, weil frustrierenden Mutterbrust (Projektion),
  • der ‚hemmungslose Sexualität‘ der Juden als Projektion des kindlichen Hasses aufgrund seiner sexuellen Unterlegenheit,
  • der ‚eigenen Gesetze‘ als Projektion des ödipaler Aufstands gegen das eigene Elternpaar, unbewusst verknüpft mit Kastrationsangst.

Der Antisemit projiziert seine eigenen ungelösten Probleme in den Juden, was aus der Alltagsperspektive irreal erscheint, ist ein Hinweis auf die Beteiligung irrationaler Prozesse. Dass die Juden trotzdem überleben, weckt Neid und stimuliert Geschwisterrivalität (Abel und Kain).

Nach Fenichel (1940), Brenner (1948) und Simmel (1946) ist Antisemitismus eine soziale Krankheit: Juden sind, weil sie sich der Anpassung widersetzen, ein leichtes Ziel für Projektionen archaischer Konflikte. Dabei spielt der jüdische Monotheismus und das Auserwähltsein vielleicht eine Rolle in Anknüpfung an eine Geschwisterdynamik(Loeblowitz-Lennard 1945/47). Schon die Kategorie ‚race‘ ist durch einen rassistischen Diskurs der Grenzziehung geschaffen worden. Ist der Jude schuld? Gibt es Antisemitismus auch bei Gegnern des Antisemitismus? Lassen sich innere Dimensionen des Antisemitismus identifizieren (Frankfurt Schule)? Oder ist Antisemitismus ein Symptom einer sozialen Pathologie?

Ackerman und Jahoda fanden zwei Typen: Abwehr von Angst (Konformität mit der dominanten Gruppe) und grundlegende Störung in der Persönlichkeitsstruktur (psychopathische und paranoide Persönlichkeit), Angst vor Verletzung der Integrität: Selbsterhöhung aufgrund von Minderwertigkeitsgefühlen. Unsensible und autoritäre Eltern lassen die Kinder verletzlich zurück. Die Juden werden mit den verhassten Anteile (schmutzig, reizbar, anmaßend, besserwisserisch, sexbesessen, mächtig, unpatriotisch) projektiv identifiziert (Rosenfeld 1987, Spillius 1988).

Warum wird die depressive Position nicht erreicht, warum fehlen Trauer und Schuldgefühle?

Ein Hindernis zur Erforschung des ‚inneren Rasissmus‘ im Anstisemitismus ist psychoanalytisch die Gegenübertragung des Analytikers. Handelt es sich auch bei ihm um ein unbewältigtes Trauma, oft Generationen übergreifend (Kogan 1995)? Kann ein Analytiker das analysieren, wenn er für sich selbst (und seine Familie) die Schuld und Mittäterschaft in der NS-Zeit nicht analysiert hat? Da muss oft eine ‚Mauer‘ (Abwehr) – auf beiden Seiten – eingerissen werden, insbesondere wenn diese mit einer tief greifenden Persönlichkeitsstörung (Ackerman/​Jahoda 1948) verknüpft ist. Der Analytiker muss seinen ‚inneren Rassismus’ als Teil eines psychotischen Abwehrsystems, das zur normalen Psyche gehört, erkennen. Dem kollektiven Schweigen zum Thema Rassismus in Deutschland, folgte eine Auseinandersetzung ohne Wahrnehmung des eigenen rassistischen Abwehrsystems und mithin auch keine Bearbeitung des ‚inneren Rassismus‘.

Warum fehlen Depression und Schuldgefühle bei Patienten mit einem dominanten Antisemitismus? Hat dunklere Hautfarbe für den Weißen eine tiefere psychologische Bedeutung (unbewusste Gleichsetzung mit Kot, oder symbolisiert die Farbe etwas Unheimliches und weckt märchenhafte Assoziationen wie Gut/Böse und Assoziationen an den schwarzen Teufel?) Ist er verknüpft mit Geschwisterrivalität, mit ödipalen Mordimpulsen gegenüber dem Vater und dessen sexuelle Überlegenheit? Das erscheint plausibel, aber nicht zwingend. Lässt sich die Psychoanalyse als Wissenschaft nahtlos über die weiße, westliche Mittelklasse hinaus ausdehnen? Werden Angehörige der Minderheit in ihrem Leiden weniger verstanden? Interkulturelle Erfahrungen sprechen dafür, dass sich ethnokulturelle Faktoren auch in die psychoanalytische Theorie eingenistet haben.

Zwar ist psychologisches Leiden universal, aber die Konzeptualisierung dieses Leidens ist westlich (Littlewood 1992). Wir beschäftigen uns mit den Erfahrungen des Patienten in der Gegenwart, Verzerrungen in der Wahrnehmung behindern aber einen sinnvollen Kontakt, wenn Unsicherheit und Differenz nicht ertragen wird. Dabei handelt es sich nicht um ein Versagen der Theorie, sondern um die kulturspezifische Angst des Therapeuten, individuell und gruppenbezogen, vor einer ‚cross race‘ Begegnung. Die typisch westliche ‚individualistische Befangenheit‘ müsse überwunden werden gegenüber asiatischen ‚Netzwerken und Höflichkeitsregeln‘; deren Zerfall der Vorurteile löst Ängste aus, ähnlich den Ängsten beim Zerfall einer Selbstregulation. Das „Wir-Selbst“ der Inder, das „öffentliche Selbst“ und das „Ich-Selbst“ der Japaner sind verschiedene Versionen des kulturellen Selbst (Roland 1996). In einer bikulturellen Welt vollführen Einwanderer einen ‚Drahtseilakt‘ sich anzupassen, der unerkannt das therapeutische Arbeitsbündnis auf beiden Seiten gefährdet. Eine Abwehr gegen den kulturellen Drahtseilakt ist die Idealisierung und Entwertung als Konfliktvermeidung (L. & R. Grinberg 1984), sie kann auf beiden Seiten einen inneren Rassismus mobilisieren. Im Bericht des weißen Psychiaters Sachs über die Behandlung eines Schwarzen 1922 in Südafrika wurde erst 1997 durch Hayes die unbewusste ‚racial Dynamik‘ entdeckt.

Zunächst wurde die Auseinandersetzung mit ‚race‘ und Rassismus als ein Hindernis für die analytische Arbeit angesehen, dem folgte eine zaghafte Korrektur, die schließlich den Weg zu einer umfassenderen Beschäftigung mit dem Thema öffnete. Der Schwarze begegnet dem weißen Therapeuten aufgrund des gesellschaftlichen Rassismus mit Furcht, Argwohn und Misstrauen, wenn der ‚racial‘ Unterschied in der Übertragung nicht benannt und bearbeitet wird.

Inzwischen gibt es eine größere Offenheit gegenüber der Dynamik von racial Differenz, manche Beobachtungen bleiben allerdings an der Oberfläche, und insgesamt gibt es noch zu wenig Literatur. ‚Innerer Rassismus‘ bedeutet, dass dieser ein universales Merkmal der Psyche ist und in der Analyse angesprochen und bearbeitet werden muss.

Teil III: Anwendung

Der Lebensraum des natürlichen Rassismus ist die äußere Welt, wobei sich dieser oft unter der Oberfläche abspielt. Es folgen mehrere Beispiele (auch aus Filmen) über alltägliche Begebenheiten, die rassistisch eskalieren. Unerkannt führt das zu einer auch professionellen Lähmung (Beispiel Polizei). Davids bringt dann Fallvignetten, die den verborgenen Rassismus zeigen sollen, und Beispiele aus der Krankenhauskultur, speziell der Pflege, wenn die ‚Angst zwischen races‘ nicht erkannt und toleriert wird (wie psychiatrische Krankenhäuser durch den Einsatz von Psychopharmaka Verrücktheit nicht mehr tolerieren…). Mit einer Vignette zeigt er, wie man den institutionellen Rassismus bekämpfen kann. Unerkannt und unbearbeitet entsteht ein paranoides Klima mit Schuldzuweisungen und Lähmung der Denkfähigkeit, die Fortschritte behindern.

Das Kernstück des institutionellen Rassismus ist das Versagen, sich seiner Schuld zu stellen und sich stattdessen projektiv dieser unangenehmen Gefühle zu entledigen. Mit dem Effekt, dass man sich nicht mehr verantwortlich fühlen muss.

Schlussbemerkung

Das Buch beschäftigt sich mit dem ‚inneren Rassismus‘ als einer universellen Komponente. Dieser operiert unbewusst und gestaltet die Beziehung zwischen dem Selbst und dem sozialen Stereotyp des Anderen nach dem paranoiden Muster einer „Wir-die“-Struktur, innerlich eine Struktur der Ungleichheit, äußerlich eine der Machtbeziehung. Andersartigkeit wird gewaltsam in das Opfer projiziert, setzt Verletzungen und kann als Struktur auch vom Opfer verinnerlicht werden (Identifikation mit dem Angreifer). Selbst bei einer Gegenidentifikation wird diese Struktur verinnerlicht. Ein rassistischer Angriff führt zu Spaltung, projektiver Identifizierung und Regulierung der Beziehung. Es handelt sich beim ‚inneren Rassismus‘ um ein universelles Merkmal der menschlichen Psyche, das sowohl in der inneren als auch äußeren Welt zu beobachten ist, wobei die projektiven Anteile meist verborgen bleiben und somit auch keine Schuldgefühle entstehen. Das Objekt des Rassismus wird unbewusst zur Wiederholung rassistischer Stereotype und Handlungen benutzt. Auch für die psychoanalytische Einzel- und Gruppenarbeit ist es wichtig die Schwierigkeiten, die in der ’cross race/cultural‘ Begegnung auftreten, zu erkennen und sich des institutionellen Rassismus, auch in der Psychoanalyse, bewusst zu werden. Mit der Globalisierung werden diese Prozesse offenbarer und können unerkannt zu unkontrollierbaren gewaltsamen Handlungen führen.

Veronika Grüneisen: Nachwort

Davids konzipiert die Feindseligkeit gegenüber Fremden als pathologische Abwehrreaktion im normalen Seelenleben, die sich in der Kindheit entwickelt hat und kulturell verstärkt werden kann. Rassistische Projektionen dienen der Befreiung von inneren Ängsten. Er benutzt kleinianische Konzepte für das Verständnis von frühen Ängsten, Aggressionen und Abwehrmechanismen. Unerkannt behindert der ‚innere Rassismus‘ auch die analytische Arbeit, wenn wir uns nicht mit unserer eigenen Destruktivität und unseren Vorurteilen auseinandersetzen, diese vielmehr in Handlungen/​Deutungen umsetzen. Vorurteile gegenüber Juden, Geschlechtern und anderen Kulturen sind auch soziale Phänomene, die individuell, sozial und selbstanalytisch untersucht werden müssen. Wiedergutmachung in Form von Schuldanerkenntnis und Trauer (Melanie Klein), auch bei unbewussten Identifikationen mit den Eltern und Großeltern, führt zu einer inneren und äußeren Befreiung und zum Erwachsenwerden. Ohne dieses Durcharbeiten landen wir, allein und mit unseren Patienten, in einer Sackgasse (Hinweis auf die Erfahrungen bei den „Nazareth-Konferenzen“, die später auch mit Palästinensern fortgeführt wurden).

Die Gefahr ist, dass konkretistisches Denken sich durchsetzt und Selbst- und Fremdbilder organisiert werden entlang eines „Wir gegen die“-Systems, das die eigene Destruktivität verdunkelt. Das Buch dient dazu diesen Lernprozess in Gang zu setzen und zu beschleunigen angesichts der Herausforderungen (Migration) der Moderne.

Diskussion

Dieses, auch für Fachleute nicht leicht zu lesende, Buch enthält ein nicht nur für Analytiker wichtiges Thema: Der ‚innere Rassimus‘, der unsere Beziehungen zu Andersfarbigen, anderen Kulturen, zum anderen Geschlecht prägt, und nach Meinung des Autors universell in unserer Psyche seit früher Kindheit (Fremdenangst) angelegt ist und unerkannt sein Unwesen treibt. Durch die grundsätzliche Unterscheidung zwischen ‚Ich und der Andere‘, oder ‚Wir und die‘ wird eine projektiv verzerrte Wahrnehmung unterstützt, ichsyntone Destruktivität (paranoid als Abwehr gegen vermeintliche Bedrohung) ohne Scham- und Schuldgefühle freigesetzt, da das Opfer unbewusst zum Täter gemacht wird.

Da diese Abwehrmechanismen gegen das Fremde tief unbewusst in der Psyche verankert sind, sind sie auch unter Psychoanalytikern lange verborgen geblieben und der Selbstwahrnehmung entzogen worden. Sie spielen auch in Institutionen und sozialen Gruppenbeziehungen eine Rolle und sind vor allem ungeeignet, die gegenwärtigen Probleme durch eine zunehmende Globalisierung und Migration zu bewältigen.

Aus diesem Grund wäre zu wünschen, dass dieses Buch in einer nicht nur für Analytiker lesbaren Fassung (was vor allem die Fallgeschichten anbetrifft) auch Lesern zugänglich gemacht wird, die mit dem alltäglichen Rassismus in sich selbst und bei ihrer Arbeit zu kämpfen haben.

Da Davids davon ausgeht, dass es sich um ein ubiquitäres und insofern ‚normales frühkindliches Phänomen‘ handelt, kann es schon hilfreich, die Spuren in der Gegenwart nachzuweisen und zu bearbeiten. Etwas zu kurz gekommen ist mir in der Darstellung, dass die Fremdenangst des 8-Monats-Kindes in vielen Fällen auch im zweiten Schritt zu einer Annäherung und Neugier auf das Fremde führt und dass diese ‚Heilungsprozesse‘ sich auch zeigen in der differenzierten ( und nicht mehr verleugnenden ) Weise, wie mit dem Fremden umgegangen wird, zwar zu Beginn möglicherweise mit ‚normalen‘ Projektionen, die aber korrigiert werden können und nicht zu ‚projektiven Identifizierungen‘ führen.

Dass Davids sich mit Leidenschaft dieses Themas angenommen hat, mit der Leidenschaft eines unmittelbar Betroffenen, der durch die Projektionen verletzt wurde, zeigt die schmerzhafte Sensibilität des Verletzten, während der, der projiziert, sich in der Verleugnung seiner destruktiven Gefühle eher ‚befreit‘ fühlt. Verletzungen machen scharfsichtig einerseits, könne jedoch auch blind machen, wenn der Schmerz unerträglich wird. So bleibt für mich die Frage, ob es nicht doch auch resiliente Kräfte gegen den ‚inneren Rassismus‘ gibt, die ihn nicht verleugnen, aber ichsynton (oder erwachsen) einen anderen Umgang damit pflegen, was auch die Hoffnung einer jeden Therapie – ob mit Einzelnen oder mit Gruppen – ist.

Das wirft auch Fragen auf, ob man nicht dem 8-Monatskind, das sich mit destruktiven und feindseligen Gefühlen gegen das Fremde wehrt, weil es ihm einfach nicht ‚schmeckt‘, über ein einfühlendes Verstehen seitens der Erwachsenen das Fremde schmackhaft machen kann. Gibt es nicht doch eine Resilienz gegenüber der ‚normalen‘ Krankheit des Antisemitismus und des Fremdenhasses durch guten Erfahrungen mit den primären Liebesobjekten, Erfahrungen die ohne projektive Verzerrungen die Eigenständigkeit der Objekte und des Anderen akzeptieren. Und sei es nur in der Form, wie ein Patient von mir nach langer projektiv verzerrter Wahrnehmung von Frauen endlich erkannte: ‚Frauen sind in erster Linie Menschen, wie ich‘, – was ihm zum ersten Mal Freundschaften mit Frauen ermöglichte.

Fazit

Sehr zu empfehlen. Dem Verlag ist zu danken, dass dieses bereits 2011 veröffentlichte Buch endlich auch in Deutschland in einer Übersetzung erscheint. Es ist nicht leicht lesbar, deshalb schlage ich vor, mit dem sehr einprägsamem Nachwort von Grüneisen zu beginnen.


Rezension von
Prof. Dr. Gertrud Hardtmann
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Zitiervorschlag
Gertrud Hardtmann. Rezension vom 19.12.2019 zu: M. Fakhry Davids, Veronika Grüneisen, Christiane Bakhit, Christiane Bakhit: Innerer Rassismus. Eine psychoanalytische Annäherung an race und Differenz. Psychosozial-Verlag (Gießen) 2019. ISBN 978-3-8379-2625-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/26298.php, Datum des Zugriffs 21.01.2020.


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ISSN 2190-9245

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