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Björn Höcke, Sebastian Hennig: Nie zweimal in denselben Fluss

Björn Höcke, Sebastian Hennig: Nie zweimal in denselben Fluss. Manuscriptum Verlagsbuchhandlung (Waltrop) 2018. 297 Seiten. ISBN 978-3-944872-72-8. D: 18,90 EUR, A: 19,50 EUR.

Reihe: Politische Bühne. Originalton.
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Thema

Das Buch soll das Missverhältnis zwischen eigenständigen Äußerungen von Björn Höcke und der Berichterstattung durch die Medien korrigieren, indem es ihn selbst im Gespräch mit Sebastian Hennig zu Wort kommen lässt.

Autoren

Björn Höcke ist 1972 geboren und hat Sport und Geschichte für das Lehramt studiert und unterrichtete danach an einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und an einem Gymnasium. Er wurde Mitbegründer der AfD 2013 in Thüringen und Sprecher des Landesverbandes und ist seit 2014 Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag. Seit 2015 war er Mitinitiator der ‚Erfurter Resolution‘ und des ‚Flügels‘, der eine grundsätzlich politische Wende in Deutschland anstrebte und inzwischen aufgelöst wurde.

Sebastian Hennig ist 1972 in Leipzig geboren und hat Malerei und Grafik in Dresden studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Er ist seit 2003 als Kulturpublizist tätig. Veröffentlichungen über Pegida (2015), Unterwegs in Dunkeldeutschland (2017) und Kennst Du Theodor Fontane (2018).

Frank Böckelmann ist in Stuttgart aufgewachsen und lebte seit 1960 in München. Er beteiligte sich 1963 an der ‚Subversiven Aktion‘ (Kunzelmann, Dutschke, Rabehl u.a.), zog sich 1968 aus dem SDS zurück und ist seit 1976 als Medienforscher und Publizist tätig. Seit 2010 lebt er in seiner Geburtsstadt Dresden.

Entstehungshintergrund

Das Buch soll ein korrigiertes Bild von Höcke, seinen politischen Zielen und seiner Weltanschauung vermitteln.

Aufbau

Nach einem Vorwort von Frank Böckelmann geht es in den folgenden Kapiteln um diese Themen: Frühe Jahr, Im Schuldienst, Der Weg in die Politik, Partei und Fraktion in Thüringen, Volksopposition gegen das Establishment, Krise und Renovation.

Vorwort von Frank Böckelmann (13 Seiten)

Nach Böckelmann ersetzt in Deutschland eine ‚Nazi-Hysterie‘ und die ‚Anrufung europäischer Werte‘ eine nationale politische Orientierung. Durch die Digitalisierung werde zudem mittels Sprachregelung seit 2015 eine moralische Alleinherrschaft angestrebt und mit Attributen „rechtextrem“, „biologistisch-rassistisch“, „apokalyptisch“ Höcke verteufelt. Ihm werde vorgeworfen: Eine „übergroße Nähe zum Nationalsozialismus“, „antisemitische Bedeutungsinhalte“ in seinen Reden und „keine Berührungsängste mit dem rechten Rand“. Das Buch biete Gelegenheit, diese Einschätzung zu überprüfen. Die Selbstdarstellung sei Höcke wichtiger, als sich von den Vorwürfen reinzuwaschen. Er berufe sich vielmehr auf den ‚patriotischen Widerstand gegen Hitler‘ (Stauffenberg, Bonhoeffer), lehne aber eine Kollektivschuld ab und spreche sich für eine Kollektivscham (anstelle von Schuld) aus, der man sich als Nachgeborener nicht entziehen könne. Die fabrikmäßig organisierte Tötung in den Konzentrationslagern vermittele ein perverses Identitätsbild von den Deutschen und müsse historisch unter der Perspektive gesehen werden, dass Nationalsozialismus, Faschismus und Kommunismus mit brachialen Mitteln versucht hätten, die Krise der Moderne in den Griff zu bekommen und dabei Trümmerfelder hinterlassen hätten.

Sebastian Hennig lasse den Assoziationen von Höcke weitgehend freien Lauf, und so begegne der Leser einem unbekannten Höcke, der als Konservativer Alternativen zum Bestehenden sehe. Es gehe darum, an sinnstiftende Traditionsstränge anzuknüpfen, auch wenn wir als Volk inzwischen stark fragmentiert und keineswegs einheitlich seien. Der ‚tragische Riß‘ in der Menschheit sei die Unvereinbarkeit von himmelstürmenden Ideen und Schwäche/Endlichkeit. Sein Unmut richte sich nicht pauschal gegen Ausländer, sondern gegen die verantwortlichen Politiker.

Ein Volk sei ein Konstrukt, doch leite sich draus kein Imperativ zu einer Dekonstruktion ab. Mit seiner Äußerung zum Holocaustmahnmal habe er von einem ‚Denkmal der deutschen Schande‘, nicht von einem ‚Denkmal der Schande‘ sprechen wollen; diese Klarstellung sei ignoriert worden. Niemand könne, wenn er Höcke aufmerksam zuhöre, ihn für eine Rassisten oder Antisemiten halten. Es gehe ihm um ‚deutsche Selbstverachtung‘, um das Beharren auf ethnischen und kulturellen Unterschieden. Die Machthaber fürchteten um ihre Position. Der Faschismus sei eine ‚räumlich und zeitlich begrenzte Erscheinung‘ gewesen. Er selbst lehne Extremismus ab, ebenso eine biologischen Reduktionismus, halte jedoch einen ethnisch-indifferenten Weltmenschen weder für realisierbar noch für wünschenswert. Rassisch seien alle Völker Legierungen, aber auch Resultate einer langen Geschichte von ‚Tropfeneinwanderung‘. Statt ‚völkisch‘ bevorzuge er Begriffe wie ‚volksverbunden‘ und ‚volksfreundlich‘.

Er verurteilen einen ‚ichsüchtigen Kollektivismus‘. Sein Menschenbild bestehe aus ‚synthetisch-harmonisierenden Denkfiguren‘. Er sei dem Preußentum zugetan und einem Gleichgewicht zwischen Dauer und Veränderung, Wiederkehr und Fortschritt, Vernunft und Körperlichkeit, Natur und Geschichte. Schöpferische Individuen seien einem Volk sehr verbunden.

Massenhafte Einwanderung führe zu Chaos, Rechtlosigkeit, Willkür und brutale Verdrängung der Deutschen aus ihrem angestammten Siedlungsgebiet. Die Folge der Globalisierung sei eine weltweit freie Bewegung von Gütern, Kapital und Menschen. Ihm gehe es um die Verhinderung einer Islamisierung Deutschlands und Europas durch Masseneinwanderung, um ‚Durchsetzung unserer Rechts- und Werteordnung‘. Die Alternative sei entweder Selbstbehauptung oder Untergang. Die AfD repräsentiere eine wachsende Mehrheit. Deshalb könnten die Altparteien die populistische Gefahr nur bannen, indem sie das Programm der AfD selbst umsetzten. Damit hätten er und Gleichgesinnte Recht behalten.

Frühe Jahre (59 Seiten)

Höcke stammt mütterlicherseits aus einer Vertriebenenfamilie und hat von Kindheit an über die Großeltern erfahren, was Heimatverlust bedeutet. Er blieb auch nach seinem Umzug von Lünen an der Lippe nach Neuwied mit ihnen verbunden. Mit dem Vater unternahm er Wanderungen zu den Burgen an Rhein und Mosel, war fasziniert von der Welt der Ritter, den deutschen Sagen (Lohengrin, Lorelei und Nibelungen) und vom Rhein, wo der Konflikt zwischen den Römern und Germanen ‚die Grundlage für das Entstehen unseres Volkes gelegt‘ habe. Der Rhein habe Dichter, Maler und Komponisten beflügelt. Bei ihm sei romantisches und kritisches Denken angeregt worden, dass sich Vergangenes nicht wiederholen lasse (‚niemals in denselben Fluss‘, Heraklit). Ein ‚Ende der Geschichte‘ sei Hybris: Menschen seien weder allmächtig, noch ohnmächtig. Preußen wird für den Rheinländer geschichtlich und politisch ein ‚wichtiger Bezugspunkt‘

Typisch für das Jugendalter sei das ‚ausschmückende Erkennen‘, “Geschichtsimaginationen“, dass das Vergangene auch im Heute präsent sei, und zwar nicht nur in der Erinnerung, sondern auch in der Architektur und in sozialen Strukturen, die für Menschen eine stabilisierende und identitätsstiftende Funktion hätten. Aufgewachsen in einer Grossfamilie voller Trubel und Hektik bringt er auch ein Familien- und Weltbild aus seiner Kindheit mit: Der malochende imponierende Großvater, der nach der Vertreibung – die Dornen nicht fürchtend – Rosen züchtet und mit dem Enkel auf dem Markt in Dortmund verkauft, die Großmutter, die mit ostpreußischer Backofenwärme beide mit Tee und Broten versorgt, deren Bratkartoffeln und ‚Kielkes mit Spirkel‘ (ostpreußische Kartoffelklöße) er lebhaft erinnert, identitätsstiftend eine arbeitsteilige familiäre Konstellation. Die Großmutter litt unter dem Verlust der Heimat, der Großvater war ein ‚Machertyp‘: ‚Klagloses Anpacken und Weitermachen‘. Erinnerungen an Vertreibungen 1920, 1945, und Bombenterror, unterstützten eine Gefühl für die ‚elementare Bedeutung von Heimat‘, deshalb auch Verständnis für Flüchtlinge in Not, aber nicht für Glücksritter (Plünderung der Sozialsysteme, Zerstörung des Gemeinwesens, dreiste Anspruchshaltung). Im Gegensatz dazu die Bescheidenheit der Großeltern, kein Nachdenken darüber, was ihnen widerfahren ist, keine ‚Willkommenskultur‘. Königsberger Städter mussten gegen rückständige Oberbayern und Franken mit einfachsten Arbeiten klein anfangen.

Es folgen Erinnerungen über Bandenkriege in Neuwied (er der Anführer), Klage über die Enge der Wohnung und Freude über das Erlebnis von Freiheit, Abenteuer und Naturverbundenheit (Stockfechten, Klettern, Schnitzen) nach dem Umzug aufs Land. Höcke wohnt mit seiner Familie jetzt ebenfalls auf dem Land in einem 500 Jahre alten Pfarrhaus. Die Eltern hätte konservativ-liberal seine Freiheitswünsche und eine gewisse Disziplinlosigkeit (keine Überbetreuung) akzeptiert, aber vielleicht doch mehr lenken sollen, z.B. zur Musik.

Es kommt ein Moment von Trauer über die Vergänglichkeit auf (die Lebensalter Kind-Jüngling-Mann-Greis, die fruchtlose Arbeit an Missständen) und dagegen der Wunsch, der Welt den Stempel aufzudrücken, im Guten oder Bösen, und experimentierend zu reifen. Das Leben sei eine Gratwanderung, durch Unersättlichkeit könne man Schaden an der Seele nehmen (Anspielung auf Globalisierung und Wachstumsideologie). Zwar wiederhole sich die Geschichte nicht strukturell, aber es bestehe doch mitunter ein Wiederholungszwang. Der globale Kapitalismus ziele auf den bindungslosen Einheits-Menschen.

Bei den Ritterburgen hätten ihn die Ruinen mehr interessiert als die restaurierten Burgen. Die kriegerische Behauptung des Eigenen als Tugend sei den Deutschen abhanden gekommen, damit werde der Staffellauf der Generationen unterbrochen, der einzige Trost gegen die Vergänglichkeit des Menschen.

Dem ‚Ego-Wahn‘ setzt Höcke den preußischen Offizier entgegen: ‚Ein unabhängiger Geist mit Ecken und Kanten‘, für den Befehl und Gehorsam kein Selbstzweck gewesen seien, sondern Verantwortung für das Ganze. Heute erzeuge der Konformitätsdruck einen ‚ichsüchtigen Kollektivismus‘.

Er respektiere Adenauer und Schumacher, aber seit 1990 gebe es keine eigenständig gestaltete deutsche Politik mehr. Er sei in die Politik gegangen, um an etwas Großem gemeinschaftlich mitzuwirken. Die evangelische Religion (über den Vater) sei ihm fremd geblieben, doch verdanke man die Kultur, Buchmalerei, die Gotik und die Musik von Bach der römischen Kirche; philosophisch pflege er einen sokratischen Agnostizismus,.

In Deutschland fehle eine eigenständige nationale Perspektive trotz großer Militärtradition, die jetzt einem Bildersturm zum Opfer falle. Dabei sei die Armee wichtig gewesen als eine männlich Initiation, aber die jetzige sei eine Söldnertruppe ohne ernsthafte Ziele. Mit 17 Jahren habe er gnadenlos alles hinterfragt (Moral, Tradition, Philosophie, Religion), Nietzsche ‚Genealogie der Moral‘ gelesen (von der Schwester geliehen). Der Tod sei ein Antrieb zum Leben, und selbst Unvollendetes, ein Torso, könne Größe ausstrahlen (Hinweis auf Bonhoeffer). Merkel werden als ‚Schutzmantelmadonna‘ ihrem eigenen Volk nicht gerecht. Das ‚Wir-schaffen-das‘ sei eine Suppe, die andere, z.B. auch die Enkel, auslöffeln müssten, Hybris ohne Demut. Ist Ambivalenz nach Carl Gustav Jung das reine Gold, auch nach 1945? Kann man die totale Niederlage gleichzeitig begrüßen und verdammen? Und daraus – reifend – Lehren (Katharsis) ziehen: Wie konnte das geschehen? Wo lief man fehl?

Stauffenberg habe für einen aristokratischen-patriotischen-preußischen Militarismus gestanden. Anstelle einer Verarbeitung von Wunden sei heute eine Neurotisierung eingetreten. Aus Fehlern lernen, heiße auch, sich mit sich selbst aussöhnen und nicht sich selbst abzuschaffen, das wäre ja suizidal. Es sei für Nachgeborene nicht egal, was die Vorfahren getan hätten, fehlgeleitet durch ein fanatisches Sendungsbewusstsein und eine fortgeschrittene Technik. Erinnerungen seien ethnisch exklusiv und sollten nach Nietzche das gegenwärtige Leben beflügeln, Lebenswille und Männlichkeit stärken. Die Deutschen seien bekannt für ihren Fanatismus, und dass die Zukunft wichtiger sei als die Gegenwart. Heidegger stehe für eine Denkpause, Nachdenken über ‚Holzwege‘, die auch zu den Quellen führen könnten. Eine Wegweisung sei das Bewahren von Natur und Landschaft und Kultur. Neben seinem Kamin hängt das Bild von Caspar David Friedrich des ‚Wanderers über dem Nebelmeer‘. Was verbirgt die deutsche Neurotisierung und Fixierung?

Im Schuldienst (22 Seiten)

Die zweite Examensarbeit leitete er mit einem Zitat von Martin Buber ein: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. An der integrierten Martin-Buber-Gesamtschule Groß-Gerau war ihm die Vitrine mit Werken von Buber aufgefallen. Im Lehrer-Schüler-Verhältnis war ihm wichtig, dass die Schüler über den Dialog mit dem Anderen sozial gemeinschaftsfähig wurden. Er bedauert, das in der Politik ein persönliches Gespräch nur selten möglich ist, da es mehr um Interessen, Machtpositionen und Massenbeeinflussung gehe als um eine konstruktive Zusammenarbeit. In Deutschland gebe es eine Streitkultur, die darauf aus sei, den politischen Gegner niederzumachen. So sei ‚Rassismus’ keine Meinung, sondern ein Verbrechen (Gedankenverbrechen), gegen das Psychoterror erlaubt sei (Farbbeutel, Brandanschläge auf Autos, Körperverletzung, Drangsalierung). Die Dämonisierung führe zu blankem Hass und Enthemmung. Die Opfer würden verhöhnt und ‚bewusst missverstanden‘. Das rufe Trotz hervor und ersticke die Dialogbereitschaft. Deutschland befinde sich politisch im ‚Zustand eines Irrenhauses‘ (Realitätsverweigerer, Hysteriker, Schizophrene, Autoaggressive, Psychopathen), was eine Diskussion erschwere. Im Gegensatz zur Rechten genieße die Linke Narrenfreiheit. Der Kampf gegen Denktabus und Sprechverbote müsse auch ohne Rücksicht auf gutmenschliche Befindlichkeiten offensiv geführt werden, um die Deutungshoheit des Establishment zu durchbrechen und einer krankhaften Normopathie vorzubeugen. Nach Mass seien die Außenseiter, Konsensstörer (AfD und Pegida) wichtig, weil sie auf Fehler und Irrwege hinwiesen.

Aus Angst vor Machtverlust werde dogmatisch reagiert. Wenn man das deutsche Volk fundamental abschaffen wolle, sei auch ein Gespräch nicht sinnvoll, deshalb müsse man handeln. In der Schule habe er beobachtet, dass Schüler mit Migrationshintergrund an deutscher und europäischer Kulturtradition nicht interessiert waren, während das Kollegium den Traum von einer multikulturellen Gesellschaft träumte. Kulturen bestünden aus einem komplexen Geflecht von Regeln, Anschauungen und Rechtsnormen, was von Multikulturalisten nicht ernst genommen werde. Multikulturelle Gesellschaften seien konfliktreiche ‚reine Misstrauensgesellschaften‘. Höcke berichtet, wie er als Lehrer auf die Provokation von emigrierten Jungen mit T-Shirts der Aufschrift Turkey, Russia, Italy, – nachdem ein Mädchen mit einem Germany-Ausdruck angegriffen worden war, – mit einem ‚originalen Deutschland-Schriftzug’ reagierte.

Da unsere öffentlichen Vertreter sich ‚in dem Gefühl der eigenen nationalen Verworfenheit geradezu suhlen‘, sei das nicht verwunderlich. Er habe aber auch Kollegen gehabt, mit denen ein konstruktiv-kritischer Dialog möglich war. Nach dem Wechsel nach Bad Sooden-Allendorf habe er ein respektvolles Miteinander erlebt und eine fünfte Klasse bis zum Abitur geführt. Doch die Verfallssymptome der Gesellschaft, das Desaster der Multikulturalisierung und die demographische Krise hätten ihm gezeigt, dass die Gesellschaft schwer krank sei.

Der Weg in die Politik (59 Seiten)

Höcke fühlte sich im Beruf ‚belagert und ausgehungert‘. Weil der Leidensdruck zu groß wurde, ging er- obgleich hauptsächlich interessiert an Geschichte – in die Politik, um gegen eine pogromartige Atmosphäre anzukämpfen. Während einer vorübergehenden Mitgliedschaft in der Jungen Union habe er beobachtet, dass Berufspolitiker oft mehr Ehrgeiz als Lebenserfahrung hätten. Deshalb habe er auch keine Karriere angestrebt. Die AfD erschien ihm als Partei anders, obgleich es auch da Probleme gab. Attraktiv war für ihn die fundamentale Kritik an der etablierten Politik. Sein Unmut über die Verhältnisse (Gender-Irrsinn, Energiewende, Ausländerintegration, EURO-Rettung, Konfrontation mit Rußland, soziale Schieflage) war gewachsen, auch wegen der Sorge um seine Kinder. Er sah das ganze Land ‚auf der schiefen Bahn‘. Der mündige Bürger sei eine Fassade, wie die neue Schmähfigur ‚Falschwähler‘ zeige. Die AfD werde abgekanzelt, geschmäht, dämonisiert und habe es doch bis zum Einzug in die Parlamente geschafft. Die jetzige Stille sei ein Irrtum: Eines Tages würden die geballten Fäuste in die Luft gerissen und das Volk, vor allem die Männer, an den ‚Festungstoren der Macht‘ rütteln, denn die Zukunft hänge von männlicher Ehre und Würde ab.

Nach Joachim Fernau gehöre die Mehrzahl der Männer zu den ‚Sackträgern‘, die ihren persönlichen Lebenssack hinter sich her schleifen und nicht über den privaten Bereich hinaus denken und handeln. Die andere, kleinere Gruppe habe den sonderbaren Drang, sich um alles kümmern zu müssen, einem inneren Befehl gehorchend: Du bist der Gemeinschaft, in die Du hineingeboren bist, etwas schuldig. Das kennen die Sackträger auch, aber sie folgen ihm nicht. Aufgrund ihres verkümmerten männlichen Selbstbewusstseins, nähmen sie das Ruder nicht mehr in die Hand. Braucht man wehrhafte Männer? Deutsche Männer bestünden zu 10 % aus verkrampften Machos, zu 80 % aus Weicheiern (durch fehlende männliche Vorbilder und weibliche Dominanz in der Kita und Schule, durch Antigewalt- und Antikörpererziehung und Verzicht auf männliche Initiation), eine große Verschwulung (Akif PirinccI), – aber auch schwule Männer könnten in ihrer Männlichkeit gefestigt sein. Das Geschlechterverhältnis sei kein Kampf, sondern Polarität, wenn diese geschwächt oder abgetötet würde, würden die Anziehungskräfte des Eros vernichtet. Es bestünden wesensmäßige Unterschiede: ‚Wehrhaftigkeit, Weisheit und Führung beim Mann‘ – ‚Intuition, Sanftmut und Hingabe bei der Frau‘. Selbst wenn sich die Eigenschaften vermischen, seien sie typisch männlich oder weiblich geprägt. Ein Kampf entstehe, wenn Männer mit dem ‚sprunghaften weiblichen Wesen ringen‘. Feministinnen seien gegen die Familie. In der idealtypischen Ehe werde die männliche Superiorität durch eine große Loyalität aufgewogen, wodurch die Familie zu einer uneinnehmbaren Festung gemacht werde: ein erfülltes Leben durch die unablässige empathische Mühe des Zusammenlebens und die Widerspiegelung des eigenen Wesens in den Kindern.

Starke Frauen habe es schon immer gegeben. Höcke zitiert Wendt: ‚Die Frau ist stärker als der Mann – wenn sie einen hat.‘ Natürliche Männlichkeit zeige sich nicht in Tätowierung, Dreitagebart, schwellenden Muskeln; sie sei verloren gegangen, könne aber in ein/zwei Generationen unterstützt durch Literatur wieder erneuert werden, sodass aus den 10 % Omega-Männern wieder 80 % würden.

Manchmal sei er – wie Hobbes – angewidert von der Politik und würde lieber ‚einfach nach Hause gehen‘. Denn es gehe ihm nicht um materiellen Wohlstand, sondern um den ‚Verlust von Seele und Heimat‘ und Geborgenheit. ‚Liebende sehen mit dem Herzen‘ (Saint-Exupéry).

Die nationale Zugehörigkeit könne man nicht einfach wechseln wie ein Hemd, auch wenn man enttäuscht und verzweifelt sei. Zitat Lichtenberg über die Deutschen – patria fugimus. Das sei das Ergebnis einer autoritären männlichen Erziehung, unter der besonders sensible Kinder leiden. Gute Politik erfordere nicht nur Rationalität, sondern auch Herz und Leidenschaft (Max Weber). Selbstliebe könne man nicht erzwingen, aber eine Selbstfreundschaft (Wolfgang Schmidt) sei schon eine Heilung. Wenn man sich schon nicht lieben kann, so kann man sich doch wenigstens mit sich selbst als ein zwiespältiges, ambivalentes Wesen anfreunden, und so auch mit seinem Volk. Mit Freundschaft wäre der pathologische Selbsthass zu überwinden. Ein Verfassungspatriotismus könne das nicht ersetzen.

Völker sind Konstruktionen, was aber nicht heißt, dass sie dekonstruiert werden müssen. Ich habe mein Volk nicht erbaut, aber ich kann es zerstören und einen Trümmerhaufen hinterlassen. Die Einheit von Abstammung, Sprache, Kultur und gemeinsame Geschichte ist nicht so eng wie in der Familie, aber auch nicht so entfernt wie die Menschheit. Eine Kehrseite des universalistischen Kosmopolitismus ist ‚die spießige Ecke des kleinen Winkels‘. Es gebe eine ‚relative Endogamie‘ bei allen Völkern, dennoch sollte auch die Vielfalt erhalten bleiben. Das deutsche Volk habe keltische, romanische, slawische (jüdische, polnische, französische, holländische) und noch viele andere Anteile, ein Strom mit vielen Zuflüssen. Ethnisch-kulturelle Unterschiede erschwerten Assimilation und Integration, obgleich es auch geglückte Beispiele gebe (Adellbert von Chamisso). Anstelle von ’völkisch‘ spreche er lieber von ‚volksfreundich‘ und ‚volksverbunden‘, aber das Eigene an ersten Stelle.

Vorwurf an die politische Klasse: Phantasie- und Konzeptlosigkeit, Hexenjagd, Antifa-Konditionierung, 1969 und 1990 eingesetzt, um nationale Impulse zu ersticken. Was Mitte war ist Rechts, und was Rechts war ist ‚Nazi‘, eine Gesinnungsdiktatur, Faschismus im Gewand des Anti-Faschismus. Faschismus war eine zeitlich und räumlich begrenzte Erscheinung. Höcke plädiert für Preußen als Leitbild, für Respekt, und nicht Etikettierung. Radikal bedeutet für ihn ein tiefes, grundsätzliches und gründliches Denken, Ausdruck ausgeprägten Differenzierungsvermögens, denn Politik ohne letzten Grund sei fragwürdig. Meinungsfreiheit und Meinungsbildungsfreiheit gehörten zusammen. Extremismus ist Ausblenden der Wirklichkeit. Die Parole der AfD ist ‚Vernunft statt Ideologie‘. Unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlinge widerspricht dem gesunden Menschenverstand, der allerdings auch irren kann. Eine Verabsolutierung von Einzelaspekten führt zu geistiger Verengung, am Ende zu Terror und Verbrechen.

Die neoliberale Ideologie habe sich hemmungslos fortgesetzt nach dem Wegfall der östliche Kontrahenten, aber Ideologie verbaue den Blick auf die Wirklichkeit und auf andere Sichtweisen. ‚Idealistisches Denken schütze vor Extremen.‘ Es gebe keine langfristigen politischen Perspektiven ohne Offenheit für die Sichtweisen anderer. Bezugspunkt sei das Wohl und Wehe des eigenen Landes – gegen naive Menschheitsträume.

Nach Hobbes sei die Aufgabe der Politik: Die Abwehr äußerer Feinde, Sicherstellung des inneren Friedens, wirtschaftliche Entfaltungsmöglichkeiten und unschädliche Freiheitsausübung der Bürger. Hinzukomme noch Schutz und Pflege von Landschaft, Ökologie und Kultur und eine ausgewogene Sozialstruktur. Das ‚gute Leben‘, Gemeinwohl, sei keine empirische sondern sittliche Größe. (Josef Isensee, Staatsrechtler). In der Politik fehle eine gefestigte Elite (Beispiele Konrad Adenauer, Carlo Schmid, Kurt Schumacher, Konrad Dehler). Mit dem Aufstieg der Parteien sei ein Abstieg der Eliten verbunden, allerdings weniger auf der lokalen und regionalen Ebene, wo Fachkompetenz und charakterliche Integrität eine größere Rolle spiele. Zwar gehöre zum Leben Unrecht, Irrtum und Schuld, das sei aber nichts gegen den heutigen ‚Morast‘. Die Romantik sei die fruchtbarste Epoche unserer Kulturgeschichte gewesen: Deutsche Innerlichkeit gegen westlichen Rationalismus. Als gedankenvolles und tatenarmes Volk hätten wir die stärkste Wirtschaftsordnung der Welt geschaffen, anstelle von Gewinnmaximierung und Rentabilitätsideologie.

Wir verfügten über ein ‚Zweites Augenpaar‘ (Peter von Matt), das jenseits der sichtbaren Welt, eine unsichtbare hintergründige entdecke, die ‚das Wesen der Dinge‘ enthalte. Nach Goethe sei alles Vergängliche nur ein Gleichnis. Allerdings sei es auch verhängnisvoll, wenn sich Romantik in konkrete politische Entscheidungen einmische. Dennoch sei ‚romantische Tiefenhellsichtigkeit‘ stärkend und heilbringend. Sie habe uns aus Katastrophen (z.B. 30j. Krieg) immer wieder herausgeholfen.

Deutsche Mythen seien heute: das Wirtschaftswunder, die D-Mark, der Volkswagen, der Manteltarifvertrag, Europa (Erlösung von der Last des Eigenen). Sie seien Kraftquellen und Orientierungshilfen, wenn sie eine Resonanz hervorrufen wie z.B. der Kyffhäuser-Mythos: Die Raben kreisen um den mythischen Berg und der Geist des Kaisers erwacht wieder und das Deutsche Reich wird wieder hergestellt; Mythen eigneten sich allerdings nicht als Einsatz für politische Zwecke. Mehrdeutigkeit, Abgründigkeit machten den Reiz von Mythen aus (Nibelungen- und Faust-Mythos). Auch nach 100 Jahren sei der Arminius-Mythos noch virulent. Darin sei die tief in der Seele verankerte Hoffnung enthalten, dass Wunden heilen und Dinge in Ordnung gebracht werden. Das Technokratentum entzaubere die Welt und könne die inneren Kräfte der Menschen nicht freisetzen. Inzwischen seien selbst die Naturwissenschaften zum Staunen/​Geheimnis/Rätsel (das zweite Augenpaar) zurückgekehrt. Man müsse beide Augenpaare akzeptieren und in die politische Arbeit integrieren in Form von Gestaltungsideen und Perspektiven, wie man dem Land wieder eine Seele einhaucht ‚eine Wiederverzauberung der Welt‘.

Partei und Fraktion in Thüringen (19 Seiten)

Am Anfang der AfD in Thüringen 2013 war viel Enthusiasmus, und in Zusammenarbeit mit den Freien Wählern gelang der Einzug in den Landtag in Niedersachsen. Es war eine bunte Truppe aus Bürgerrechtlern, Idealisten, Pragmatikern aus der Kommunalpolitik, Mitgliedern anderer Parteien, dazu auch einige Glücksritter, Postenjäger und Wichtigtuer. Aber es gab auch Konflikte auf der Führungsebene wegen permanenter Überlastung und Egomanie, dennoch erreicht man beim Wahlkampf in Thüringen 6,2 %. Im Landtag wurde die AfD von Rot-Rot-Grün abgelehnt, während Kollegen der Union anfänglich freundlicher waren. Eine totale Distanz erfolgte durch die Merkel-Tauber-Doktrin 2015. Die – unerlaubte – Verwendung des Thüringer Löwen auf den Drucksachen sollte ein Bekenntnis zu Thüringen sein. Das Ziel war, den Staat zu verschlanken, deshalb auch kein stellvertretender Parlamentspräsident, und keine zähen Debatten über die Fraktionssatzung und Ausschussbesetzungen. Von einigen Kollegen musste man sich aufgrund mangelnder Kooperationsfähigkeit trennen. Er habe als Lehrer immer wieder versucht zu vermitteln. Viele Anträge wurden parlamentarisch gestoppt, z.B. Deutsch als Landessprache in die Thüringer Verfassung und Volksentscheid bei der Neugliederung des Landesgebiets. Trotz Behinderungen fanden zahlreiche Bürgerdialoge statt. Die Zuwanderungskrise und eine ‚gesetzesbrecherische Politik‘ machten Demonstrationen (Mobilisierung des Volkes) notwendig.

Die Bilanz sei zwiespältig, da viele Anstrengungen umsonst waren. Aber der direkte Kontakt mit den Menschen wurde verstärkt. Bei der Bundestagswahl 2017 erzielte die Thüringer AfD mit 22,7 % das zweitbeste Ergebnis aller Landesverbände trotz Zufriedenheit mit der rot-rot-grünen Landespolitik. Ramelow habe ‚Umerziehungsprojekte‘ unterstützt, wie das ausschließlich gegen rechts gerichtete ‚Landesprogramm für Demokratie, Menschenrecht und Toleranz‘. Thüringen habe eine stolze Handwerkerschaft und viele kleine Residenzstädtchen, die sich mit Stolz auf ihre Eigenheiten gegen einen Zentralismus behaupten. In Zeiten des Kampfes ums Überleben diene Partikularismus und Provinzialismus der Wahrung des Lebenskerns unserer Nation.

Volksopposition gegen das Establishment (72 Seiten)

Die Massenansiedlung außereuropäischer Völker und die Islamisierung unseres Landes seien ‚massive Rechtsbrüche‘ gegen den Mehrheitswillen der Deutschen. Die Einwanderungspolitik sei unpopulär und ein fortgesetzter Betrug. Die autochthone Bevölkerung werde marginalisiert, und gesinnungsethische Lösungen getroffen ohne Rücksicht auf die eigene Bevölkerung. Eine Einwanderung löse unsere demographischen Probleme nicht. Die ‚wirklichen‘ Flüchtlinge‘ müssten wir aufnehmen, weil wir sonst Schaden an unsere Seele nähmen, aber nicht kalabrische Maffia und afrikanische Menschenhändler. Das naive Gutmenschentum wolle stets das Gute und schaffe das Böse.

Kultur sei immer die Folge erfolgreicher Kolonisation, der nach der Landnahme die Selbstausbeutung folge und nicht die Ausbeutung der Kolonie und ihrer Menschen. Es habe auch hier Hungersnöte und Wirtschaftsflüchtlinge gegeben. Heute sei in Deutschland eher das Problem der Wohlstandsverwahrlosung, es fehle an Bescheidenheit und Orientierung an immateriellen Werten. Die bundesdeutsche Politikerkaste sei ‚unerträglich arrogant‘ und verfolge einen ‚antinationalen Nationalismus‘. Eine Islam-Abwehr sei in Europa traditionell; eine Zusammenarbeit sei notwendig, aber keine Islamisierung. Die islamische Religion und Lebensweise passe nicht zu unserer abendländisch-europäischen Kultur.

Warum werden wir im eigenen Land mit fremden Konflikten belästigt? Immigranten mit zerrissener Seele träfen bei uns auf einen ’Schuldkomplex‘ und eine ‚Ideologie der Selbstaufgabe‘. Unsere Herkunft, Geschichte, gewachsene Kultur mache uns attraktiv, aber man müsse Grenzen setzen, wenn man ausgenutzt werde. Ziehe der freie Verkehr von Waren einen ‚freien Verkehr des Menschen‘ nach sich, ohne Rücksicht auf Eigenständigkeit und Heimatrecht?

Trump stehe für einen Bruch mit dem Establishment. Die Wut richte sich gegen die da oben, z.B. die Finanzhaie. In Deutschland fehle es an Mut, Zorn und Empörung (‚Thymusschwäche‘), am Rebellischen und Widerborstigen. Stattdessen seien die Deutschen eher fügsam, herrschaftsloyal, obrigkeitshörig. Protest würde nicht ernst genommen, es gebe kein Eingeständnis von Fehlern. Die AfD sei nicht pauschal gegen Ausländer. Sie werde gewählt, weil die Leute ihre Politik wollten, auch wenn sie, wie auch Pegida, dämonisiert und kriminalisiert werde. Das volksfeindliche Regime der DDR habe ein skeptisches und widerständiges Potenzial erzeugt. Man müsse sich der Hysterie nicht anschließen, da die Position der AfD ‚normal und vernünftig‘ sei. Auch später werde man den Riss in der Gesellschaft nicht durch Rache vertiefen, sondern christlich Vergebung und Gnade üben. Auch 1989 sei es gegen die Führungsfiguren der DDR gegangen, nicht aber gegen idealistische und vernünftige Leute, die es in der DDR auch gegeben habe.

Mit der Währungs-, Energie-, Familien- und Einwanderungspolitik habe die Regierung die Karre in den Dreck gefahren. Eine gute Demokratie sei am Gemeinwohl orientiert. Doch sei neben der Dekadenz der politischen Eliten eine Fraktionierung der Gesellschaft, Schwund des Gemeinschaftssinns, Gruppenegoismus, Macht- und Bereicherungsgier, keine Vaterlandsliebe, eine Erosion des moralischen und religiösen Bewusstseins, Umwandlung der traditionellen Werte eingetreten und insgesamt eine Ochlokratie (Herrschaft der Schlechten) entstanden. Die AfD befinde sich noch in der Kindheitsphase. Er habe den ‚Flügel‘ gegründet, um einer weiteren Verwässerung vorzubeugen. Ihre Mitglieder wünschten sich nicht Machtkämpfe, sondern ein patriotisches Profil, eine Einheit anstelle von Machtkämpfen, eine Fundamentalkritik und keine Kollaboration. Später könne man die gesunden, d.h. neutralen und sachkompetenten, Teile der Verwaltung weiter verwenden, doch vorerst gehe darum, die Regierung mit legalen Mitteln in die Zange zu nehmen durch eine protestierende Bürgerbasis und eine parlamentarische Speerspitze und den frustrierten Staats und Sicherheitsapparat durch Rückgriff auf das Remigrationsrecht zu reformieren.

In der vox populi stecke immer etwas Wahres, das aber staats- und regierungsfähig gemacht werden müsse. Die Politkaste habe sich dem Volk entfremdet, wie der Willkommenswahn 2015 gezeigt habe. Notfalls müsse man auch gegen öffentliche Befindlichkeiten die richtigen staatsmännischen Entscheidungen treffen. Gauland und Weidel seine keine Globalisierungsverlierer, hätten aber Verantwortungsgefühl über die Klassengrenzen hinweg gegenüber denen, die durch die Globalisierung und die Massenemigration am meisten leiden. Eine multikulturelle Gesellschaft sei ein ‚Reichenprojekt‘ für die, die die grenzenlose Vielfalt genießen und den hässlichen Begleiterscheinungen ausweichen können.

Ein politischer Paradigmenwechsel stehe bevor, denn die Widerstandskoalition kommen heute aus der Mittelschicht des selbstbewussten und renitenten Bürgertums, das gestern noch an die Notwendigkeit staatsbürgerlicher Disziplin und Systemtreue geglaubt habe, heute aber als Wutbürger auf die Straße gehe. Zur Volkspartei gehöre aber auch ‚der kleine Mann‘.

Vorwurf an die Linke, dass 1933 bereits die Arbeiterschaft zum Nationalsozialismus übergelaufen sei. Nach 1989 hätten sich antinationale Affekte gezeigt, eine Anbiederung an das Establishment und eine liberalistische No-Border-NoNation-Ideologie. Eine globalistische Linke sei ein Verrat an der ‚einheimischen Arbeiterklasse‘. Offene Grenzen und Wohlfahrtsstaat seien nicht möglich. Multikulturell sei unsolidarisch, unsozial und unfriedlich und führe zur Entfremdung von den einfachen Leuten. Es gehe darum, die innere Einheit wieder herzustellen durch Kampf gegen Lohndumping, Abbau sozialer Standards, Benachteiligung von Sozialbedürftigen gegenüber Migranten, Raubtierkapitalismus und Globalisierung. Man brauche eine Verständigung mit Rußland und eine Aussöhnung mit dem eigenen Volk und Land und vielleicht brauche einen neuen Karl Martell (gewaltsam errungene Alleinherrschaft). Liberalismus sei eine Krankheit mit tödlichem Ausgang. Wie bei Asterix und Obelix werde es zu einer Retribalsierung als neuer Keimzelle des Volkes kommen und von dort zu einer Rückeroberung autoritärer Positionen. Dabei seien harte Schritte, evtl. Amputationen, bei einem Remigrationsprojekt ‚mit temperierter Grausamkeit‘ (Peter Sloterdijk) notwendig, da existenzbedrohende Krisen auch ungewöhnliches Handeln erfordern.

Krise und Renovation (35 Seiten)

Eine neues Kapitel unserer Geschichte wird beginnen, auch wenn wir dabei ‚ein paar Volksteile‘ verlieren (Aderlass 30j. Krieg und 1945). Umfassende Renovierungsarbeiten seien nötig, um die Schutthalden der degenerativen Moderne zu beseitigen und Platz für eine neue Geschichts-Epoche zu machen. Es gelang der Moderne zunächst, die zerstörerischen Kräfte der Emanzipation in produktive Bahnen zu lenken: ethnoplurale Gemeinschaften, ein Nationalstaat, vorbildlich in Österreich und Preußen. Mit seinem Abbau wurden die Emanzipationskräfte zunehmend destruktiv, verstärkt durch den Kapitalismus. Das schöpferische Individuum wurde zum flachen Massenmenschen. Eine Gegenbewegung war die Romantik in Deutschland und eine eingebundene Nationalökonomie. Die konservative Revolution in Weimar konnte den Niedergang eine Weile aufhalten, doch veränderte sich das mit der Dominanz der Parteien. Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus versuchten mit brachialen Mitteln die Krisen der Moderne in den Griff zu bekommen. Sie scheiterten und hinterließen Trümmerfelder und einen zersetzenden Materialismus. Heute löse sich alles auf: die Identitäten der Geschlechter und Ethnien, die Familie, die religiösen Bindungen, die kulturellen Traditionen, der Sinn für Maß und Form, die schützenden Grenzen von Staaten und Kulturen, und am Ende stehe der Mensch zur Disposition. Ein neuer Mensch, ein Mensch-Maschine-Hybrid werde geschaffen. Alle verflüssige sich, löse sich auf, ohne dass es etwas Neues geschaffen werde, ein Rückfall in ein vorweltliches Chaos. Wenn wir nicht den Wiederaufbau in die Hand nehmen, kann uns nur ein Gott (oder ein Barbarossa) helfen. Es gehe nicht um die Restauration alter Strukturen, sondern um deren ‚erweiterte Fortführung‘; die Umsetzung erfolge nach Versuch und Irrtum. Anstelle von Entwurzelung werde eine neue Bodenständigkeit geschaffen, eine sinnstiftende Arbeit anstelle von Konsumtrotteln und Jobmonaden, eine soziale Wirtschaftsordnung, Wiederherstellung von Heimat als ein Ort der Geborgenheit und der geschlechtlichen und kulturellen Identitäten, Sicherstellung des Ansiedlungs- und Gestaltungsmonopols, – damit erhalte auch das Fremde seinen Zauber zurück, weil es nicht mehr bedrohlich sei, – Wiederherstellung der Schönheit von Landschaft und Gemeinschaften und eine metaphysische religiöse Wiederverankerung. Das letztere sei entscheidend: Da die Kirchen versagt hätten, brauche es eine Reformation in Deutschland, eine Herstellung größerer Sinnzusammenhänge und religiöse Geborgenheit, eine Volkskirche wie das Gotteshaus im Dorf. Die Kirche muss sich um das Seelenheil kümmern, nicht um Politik, aber Bräuche und Rituale der Volksfrömmigkeit pflegen mit idealistisch-romantischen Vorstellungen und spirituellen Impulsen des Christentums, – eine Arbeit für Generationen.

Eine Rekonstitution des Staates in einer neuzeitlich-klassischen Form sei notwendig, in dem das Volk als geschichtliche Einheit in einem klar umrissenen Ordnungs- und Gestaltungsrahmen Souveränität garantiert. Schließlich ließen auch die No-Border-Ideologen ihre Häuser nicht den ganzen Tag offen. Grenzen und Beschränkungen könnten zu verstärkter Entfaltung führen, so führe die Beschneidung im Materiellen zu einer Vertiefung des Immateriellen. Das Überschreiten der Grenzen werde dann zu einem jugendlichen Abenteuer.

Anstelle von Infantilisierung und Hypermoralisierung gehe es darum, Grenzen und Fundamente zu sichern i.S. einer Verantwortungsethik, anstelle eines gesinnungsethischen Emotionalismus. Statt eines politischen ‚Kindergarten‘ eine neue Elite in der Politik, die sich auf die wesentlichen Fragen – Volk und Nation – konzentriert. Der politische Freund oder Feind dürfe nicht mit der Privatsphäre verwechselt werden, denn es könne politisch auch mit Feinden einen partiellen Konsens geben. Politik dürfe nicht zum Schlachtfeld der Eiferer und religiösen Krieger werden. Außenpolitisch brauche man eine fähige Diplomatie, eine intakte Armee zur Landesverteidigung und eine Rückkehr zur nationalen Souveränität: Gegen einseitige Exportorientierung, kein Boykott von Russland, das sogar ein Vorbild für Autarkie sei, eine Redemokratisierung durch einen wirtschaftssouveränen Staat und Globalisierung nur nach dem Primat von nationaler Politik. Es gehe um nationale Souveränität, ethnische und kulturelle Eigenständigkeit, keine Entmündigung und Nivellierung und eine mitteleuropäische Friedensordnung unter Einbezug von Rußland, einen übernationalen Staatenbund mit vielen Sprachen und Kulturen anstelle einer Weltgesellschaft und anstelle von verbitterter Konfrontation das Gespräch und als Leitstern, die ‚Selbstveredelung‘ oder ‚Selbstoptimierung‘. Dazu braucht es eine politische Elite. Er sehe sich als politischen Gestalter und sei gegen eine antinationale Apokalypse und freue sich auf die künftige Erneuerung durch eine Mobilisierung kreativer Potenziale. Anstelle von Hell- und Dunkeldeutschland und Parteiengeist wünsche er eine innere Einheit in Vielfalt gemäß dem preußischen Toleranzprinzip, eine Synthese von Weimar und Potsdam. Trotz historischer Veränderungen, Wechseln und Brüchen solle ‚die innere Substanz‘ erhalten bleiben, auch wenn nur in Bonhoefferschen Fragmenten.

Beim Scheitern helfe ein guter Wein und Philosophie.

Personenregister (5 Seiten).

Diskussion

Ein verwirrendes Buch und Gespräch, da die zahlreichen Widersprüche nicht hinterfragt und deshalb auch nicht aufgeklärt werden. Um nur einige aufzuzählen:

  • Die Großeltern, Vertriebene aus Ostpreußen, zu denen Höcke eine frühe und intensive Bindung entwickelt hat, reagierten unterschiedlich auf den Heimatverlust: die Großmutter litt darunter, der Großvater war ein ‚Machertyp‘ (‚klagloses Anpacken und Weitermachen‘ (38). Das klingt nach Vergangenheit, Trauerarbeit und Versöhnung, wenn nicht später deutliche Ressentiments – im Vergleich zur Flüchtlingskrise 2015 – zum Ausdruck kämen: ‚Keine Willkommenskultur‘, was sicher stimmt, aber 1945 auch nicht zu erwarten war, begleitet von einem Seitenhieb auf ‚rückständige Oberbayern und Franken‘ und Vertreibung aus dem ‚angestammten Siedlungsgebiet‘ in Ostdeutschland‘(?). Ist das frühere Ostreußen immer noch Ostdeutschland für ihn?
    Höcke ist 1972 geboren, hat die Vertreibung nicht selbst erlebt, sondern ist über die familiären Narrative damit in Kontakt gekommen, was nicht heißen muss, dass diese von Ressentiments und Unversöhnlichkeit geprägt waren, da, wie er selbst sagt, das ‚ausschmückende Erkennen‘ (25) typisch für das Kindes- und Jugendalter ist, es mithin sowohl eigene Zutaten als auch Generationen übergreifende Narrative sein könnten, die traumatisierende und unverarbeitete Spuren – 75 Jahre nach Kriegsende – hinterlassen haben.
  • Er beschreibt anschaulich das Kriegsende …‚neben der Massenvertreibung aus ‚Ostdeutschland‘ auch … die hunderttausend Alten, Frauen und Kinder, die im Inferno des anglo-amerikanischen Bombenterrors umkamen‘ (39). Tatsächlich war es ein Inferno. Aber: wie steht es mit dem Inferno, das die Deutschen initiiert und angerichtet haben? Das wird nicht erwähnt.
  • Höcke bezieht sich auf Buber und betont wiederholt seine Dialogbereitschaft, dennoch versagt diese Bereitschaft offensichtlich, als ihn ausländische Schüler in der Gesamtschule mit T-Shirts der Aufschrift Turkey, Russia, Italy provozieren und ein Mädchen mit Germany-Aufschrift angreifen. Er reagiert auf gleicher Ebene mit einem Germany-Aufschrift und berichtet nicht von einem durch die Provokation doch offensichtlich gesuchten, und notwendigen, Dialog über Herkunft und verletzten Nationalstolz, worüber er – Buber folgend – doch mit den Schülern hätte sprechen können. Nach Winnicott sind Provokationen von Kindern meist mit der Hoffnung verbunden, endlich gehört und ernstgenommen zu werden.
  • Die Dialogbereitschaft endet völlig, als er dem deutschen Volk, seinen Landsleuten, vorwirft sich in der Mehrheit im Zustand eines Irrenhauses zu befinden (‚Realitätsverweigerer, Hysteriker, Schizophrene, Autoaggressive, Psychopathen‘), die zudem, wie die Linke, auch noch ‚Narrenfreiheit‘ genössen. Im Kern bedeutet das, dass er und die AfD die einzig Vernünftigen sind. Und: mit Narren kann man bekanntlich nicht diskutieren, jedenfalls nicht auf einer intellektuellen, wenn überhaupt, dann eher auf einer affektiven Ebene. Es gibt allerdings zwei Gruppe von – keineswegs (!) Psychiatriepatienten – Menschen, mit denen man nicht diskutieren kann, weil die Offenheit und Bereitschaft dazu komplett fehlt: Fanatische Fundamentalisten, die glauben allein im Besitz der Wahrheit zu sein und Menschen, denen nichts an Wahrheit und Tatsachen liegt, weil es ausschließlich um autoritäre Rechthaberei geht und darum, als ‚Sieger‘ das Schlachtfeld zu verlassen.
  • Glaubt Höcke sich etwa im Besitz der Wahrheit über sein eigenes Volk, das zwar zweifellos Realitätsverweigerer hat (Impfgegner, Corona- und Klima-Leugner), aber vielleicht auch in Höcke selbst, der sich offensichtlich mit modernen Entwicklungen, die man durchaus kritisch sehen kann (Marktliberalismus), nicht nur nicht anfreunden kann, sondern davon träumt, das Rad der Geschichte umzudrehen und anzuknüpfen an NS-Versatzstücke, zwar nicht dieselben, aber doch sehr ähnliche: eine völkische politische Nationalreligion (‚Volkskirche‘) von Abstammung, Kultur, spirituellen Erfahrungen und Mythen, die für die Gläubigen dogmatisiert werden; geschlechtsspezifische Typisierungen von Mann und Frau: ‚Wehrhaftigkeit, Weisheit und Führung beim Mann – Intuition, Sanftmut und Hingabe bei der Frau‘ (115), obgleich es dem Historiker Höcke bekannt sein dürfte, dass Männer bis zur Selbstaufgabe (Nibelungentreue) hingabefähig waren an Führer, Gefolgschaften, Ideen, die ihnen wichtig waren, und Frauen auch führen können und müssen, bereits in der Kindererziehung und in Berufen, die Führung erfordern. Der Wunsch, dass die Omega-Männer (Konsensstörer) zu 80 % die ‚Führung‘ übernehmen, würde, wenn erfüllt, wahrscheinlich in einem Chaos von Konsensstörern enden. Da wünschte man sich vielleicht mehr Sanftmut, wozu übrigens auch Mut gehört.Ist Höcke selbst ein Realitätsverweigerer, der einem Rad in die Speichen greifen will, das längst nicht mehr rollt, was er im Dialog mit nicht Gleichgesinnten sehr schnell erfahren könnte.
  • Zweifellos ist Höcke ein Romantiker, der sich an Mythen – Kyffhäuser oder Nibelungenmythos – berauscht, seine Ideale in der Vergangenheit findet, die sich gegen Wunschinterpretationen nicht wehren können. Er entwirft ein Untergangsszenarium, das nach einem Retter schreit:
    ‚Wir erleben die finale Auflösung aller Dinge‘:
    – der identitäten der Geschlechter (sie lösen sich nicht auf, aber finden in ihrer Vielfalt Anerkennung) und
    – der Ethnien: unklar, was er unter ‚Auflösung‘ versteht, wenn gerade das Zusammentreffen unterschiedlicher Ethnien so kreative Folgen hatte: ‚Am Rhein trafen die Römer auf die Germanen, mit diesem Konflikt wurde die Grundlage unseres Volkes gelegt, und so kommen Dichter, Maler und Komponisten immer wieder auf den Rhein zurück‘ (23).
  • Der Auflösung der Familien, gemeint sind wohl die Patchworkfamilien (?), – da Höcke vieles nur andeutet und nicht konkret benennt –, die doch unter veränderten Bedingungen gerade bemüht sind, am sozialen Modell der Familie festzuhalten.
  • Der religiösen Bindungen, die er selbst nach der Konfirmation aufgegeben hat und gleichzeitig von einer Volkskirche träumt – für einigende politische Zwecke. Eine politische Religion?
  • Der kulturellen Traditionen, die immer schon vielfältig und lebendig waren, bereichert durch fremde Zuflüsse, und selbst in Deutschland von Schleswig-Holstein bis Bayern unterschiedlich.
  • Der Sinn für Form und Maß, der sicher im Chaos verloren geht, und den ich im Interview vermisse, weil es z.B. auch bei der ‚Volkskirche‘ und ‚Remigration‘ außer wagen Hinweisen keine konkreten (!) Hinweise gibt.
  • Der formenden Grenzen von Staaten – im Moment in Europa eher überbetont –, die auch in einer europäischen Gemeinschaft nicht generell aufgelöst werden. Allerdings wurden sie 2015 durch die emotional verständliche, dennoch autoritäre Entscheidung von Merkel, die aber im Nachhinein weitgehende Zustimmung in Deutschland erfahren hat, in einer Notsituation vorübergehend aufgehoben, um danach umso vehementer wieder befestigt zu werden.

Das apokalyptische Untergangsscenario erzwingt eigentlich, wenn es ernstgenommen wird, ein sofortiges Eingreifen (dem Rad in die Speichen fassen) und passt so gar nicht zu der Beschaulichkeit eines Pfarrhauses in Thüringen und vor allem zu den letzten Sätzen: Träumt der Romantiker Höcke von einer ‚Wiederverzauberung der Welt‘, die Träumen, Wünschen und Mythen Raum schafft (was sie ohnehin schon reichlich tut, wie die vielen Sekten, Verschwörungstheorien, Ersatzreligionen zeigen)? Es gibt – leider – konstruktive und destruktive Illusionen und Ideale: Die politische Religion des Nationalsozialismus und der Glaube an den Führer hat Deutschland in den Untergang geführt. Die ‚Krankheit der Idealität‘ hat die Frnzösin Chasseguet-Smirgel das genannt.

Wäre es nicht besser, Höcke würde gleich dem Rat des Vaters folgen und sich mit einem ‚guten Wein‘ und seiner Lebensphilosophie zufrieden geben? Denn, was er nicht kontrollieren kann: Man kann als Politiker aus Ressentiments – aus unterschiedlichen Quellen (!) – Kapital schlagen und diese verstärken. Aber: ist man nicht auch für die Folgen – z.B. rechtsradikale Gewalttaten – verantwortlich?

Fazit

Ein tatsächlich lesenswertes Buch, aber anders als vom den Autoren und von Höcke beabsichtigt.


Rezension von
Prof. Dr. Gertrud Hardtmann
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Zitiervorschlag
Gertrud Hardtmann. Rezension vom 20.10.2020 zu: Björn Höcke, Sebastian Hennig: Nie zweimal in denselben Fluss. Manuscriptum Verlagsbuchhandlung (Waltrop) 2018. ISBN 978-3-944872-72-8. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/26353.php, Datum des Zugriffs 25.11.2020.


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