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Oliver Decker, Christoph Türcke (Hrsg.): Autoritarismus

Cover Oliver Decker, Christoph Türcke (Hrsg.): Autoritarismus. Kritische Theorie und psychoanalytische Praxis. Psychosozial-Verlag (Gießen) 2019. 220 Seiten. ISBN 978-3-8379-2870-9. D: 29,90 EUR, A: 30,80 EUR.
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Thema und Hintergrund

Der vom Rezensenten schon mehrfach an dieser Stelle (z.B. https://www.socialnet.de/rezensionen/25185.php) erwähnte Schub in der Autoritarismusforschung setzt sich fort (siehe zum Beispiel: Decker und Brähler, 2018; Frankenberg, 2020; Heitmeyer, 2018; Weiß, 2017). Es ist ja auch kein Wunder, handelt es sich doch spätestens seit dem Roman „Der Untertan“ von Heinrich Mann (1918) um ein populäres Konzept, mit dem ein Gesellschafts-Charakter erklärt werden kann, der – wie Kurt Tucholsky in einer Besprechung des Mann‘schen Romans schreibt – zu den subtilsten Eigenschaften der Deutschen zu gehören scheint: „sklavisches Unterordnungsgefühl und sklavisches Herrschaftsgelüst“ (Tucholsky, 1919 hier zit. n. Tucholsky, 1972, S. 409). Erich Fromm, Max Horkheimer, Wilhelm Reich (z.B. Fromm, 1941; Fromm, Horkheimer und Marcuse, 1936; Reich, 1933, 2019) und nach ihnen die Autor/innen der „The Authoritarian Personality“ (Adorno, Frenkel-Brunswick, Levinson und Sanford, 1950) haben dazu die theoretischen Grundlagen und empirischen Befunde besorgt, auf die sich anschließend zahllose Autor/innen berufen haben (z.B. Lederer, 1995; Oesterreich, 1996). Robert Altemeyer hat mit seinem Buch „Right-wing Authoritarianism“ (1981) den Beginn einer modernen Autoritarismusforschung eingeläutet. Und Oliver Decker und Elmar Brähler (z.B. 2018) verweisen in ihren Studien auf die Aktualität des besagten Erklärungskonzepts: „Die Gesellschaft wird von einer autoritären Dynamik beherrscht, die das Einverständnis vieler Bürgerinnen und Bürger hat. Und diese Dynamik, so unsere These, bringt die rechtsextremen Einstellungen hervor“ (Decker & Brähler, 2018, S. 10).

Auch in der aktuellen Corona-Krise scheint das Autoritarismus-Konzept Relevanz zu besitzen, etwa dann, wenn darauf hingewiesen wird, wie autoritäre Regime im Schatten der Krise versuchen, politische Opposition zu unterdrücken (vgl. z.B. Wirth, 2020).

Um auf das vorliegende Buch zurückzukommen. Es wurde vor der Corona-Krise veröffentlicht und enthält Beiträge, die auf der sechsten Tagung „Kritische Theorie – Psychoanalytische Praxis“ 2017 in Leipzig vorgestellt wurden. Und wie Titel der Tagung und Untertitel des Buches zutreffend verkünden: Die Beiträge verdeutlichen einen interessanten und lesenswerten Mix aus theoretischen Reflexionen und praktischen Konsequenzen. Der Aufbau folgt einem Dialogprinzip: Jedem Hauptbeitrag folgt ein ausführlicher Kommentar.

Herausgeber und Autoren

PD Dr. Oliver Decker leitet den Forschungsbereich „Sozialer und medizinischer Wandel“ an der Medizinischen Fakultät und ist Direktor des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig.

Christoph Türke, Prof. em., hatte den Lehrstuhl für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig inne.

Autoren sind:

  • Helmut Dahmer, Prof. em., war Professor für Soziologie an der Technischen Universität Darmstadt. 1984 gehörte er zum Gründungsbeirat des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
  • Angelika Ebrecht-Laermann, Prof. Dr. phil., ist Germanistin, promovierte Psychologin und habilitierte Politikwissenschaftlerin sowie Psychologische Psychotherapeutin (Psychoanalyse) mit eigener Praxis.
  • Steffen Elsner, Dipl. Psych., studierte Psychologie und Sexualwissenschaft in Berlin und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der Universität Leipzig.
  • Mahrokh Charlier ist Psychoanalytikerin der Deutschen und Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung, Gruppenanalytikerin und Supervisorin. Außerdem ist sie Mitarbeiterin in der Freudian Group of Teheran.
  • Micha Böhme ist Diplom-Erziehungswissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Medizinische Psychologie und Soziologie der Universität Leipzig.
  • Philipp Lenhard, Dr. phil. arbeitet als wissenschaftlicher Assistent und Akademischer Rat am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München.
  • Johannes Buchholz, M.A., studierte Kulturwissenschaften, Philosophie und Erziehungswissenschaften in Leipzig und Berkeley und ist gegenwärtig Promotionsstipendiat der Hans-Böckler-Stiftung.
  • Lutz Eichler, Dr. phil., lehrt und forscht am Institut für Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg.
  • Jérôme Seeburger, Dipl.-Soz., arbeitet an einem sozialpsychologischen Dissertationsprojekt.
  • Matthias Burchardt, Dr. phil., ist Akademischer Rat an der Universität zu Köln.
  • Wolfgang Bock, Dr. phil., habil., ist Kulturwissenschaftler und Professor an der Fakultät für Philosophie und Sozialwissenschaft der Bundesuniversität von Rio de Janeiro in Brasilien.

Inhalt

Im Vorwort hebt Christoph Türcke drei wichtige Aspekte hervor, die für die weitere Lektüre wichtig sind: a) der enge Zusammenhang zwischen dem Autoritarismus-Konzept, der Kritischen Theorie und der Psychoanalyse, ein Zusammenhang, der sich einerseits aus der ideengeschichtlichen Entwicklung des Konzepts ergibt und der andererseits beim theoretischen und empirischen Rückgriff auf das Konzept häufig übersehen wird; b) den scheinbar veralteten Sozialisationsansatz, der dem frühen Konzept innewohnt, der aber heute nach wie vor aktuell ist; c) das Ziel, auf das sich die nachfolgenden Beiträge vor allem konzentrieren, nämlich „die psychoanalytischen Annahmen der Kritischen Theorie zur gewaltsamen Sozialisation zu überprüfen und für die Gegenwart erneut fruchtbar zu machen“ (S. 10).

Helmut Dahmer liefert im ersten Beitrag („Autoritärer Charakter und autoritärer Staat“) wichtige Anregungen für eine solche Fruchtbarmachung. Erinnert wird dabei noch einmal an die Genese des Autoritarismus-Konzepts, so u.a. an seine Ausdifferenzierung während des Exils der Frankfurter in den USA oder an die Marxschen Wurzeln des Konzepts. Auch die Brücke hin zu den Möglichkeiten, mittels des Konzepts die neuen rechtspopulistischen und rechtsextremen Bewegungen der Neuzeit (AfD, FPÖ, NSU etc.) zu erklären, wird geschlagen.

Angelika Ebrecht-Laermann („Einzelkämpfer – Wiedergänger des Autoritarismus?“) versucht im zweiten Beitrag interessante Bögen zu schlagen – von den Rap-Songs über Einzelkämpfer (z.B. den Liedern des Berliner Hip-Hop-Duos „Zugezogen Maskulin“), den Einzelkämpfern als kulturelles und historisches Phänomen (z.B. Odysseus, Hiob oder Christus) hin zur Dialektik der Aufklärung und den staatenlosen Terroristen des Islamischen Staats (IS). Um all diese Bögen nachvollziehen zu können, bedarf es der Mühe gründlicher Lektüre, die sich am Ende aber lohnt. Es scheint nämlich tatsächlich viele Ähnlichkeiten zwischen einzelkämpferischen Rappern und den IS-Terroristen zu geben. Eine dieser Ähnlichkeiten könnte mit der Suche nach einem „narzisstischen Rückzugsort“ (S. 43) und einer Identifikation mit autoritären Wir-Gemeinschaften zusammenhängen.

Auf diesen Beitrag antwortet Steffen Elsner mit seinem Kommentar im dritten Beitrag („Wer hat das Abjekt verschreckt? – Vom abgefallenen Subjekt zum fallenden Objekt“). Elsner fragt, ob der Rapper „mit seinem Einzelkämpfer-Song für die Konzeptualisierung einer Identitätsform im Übergangsbereich von Wort zu Tat, vom Sprechen zur Gewalt geeignet ist“ (S. 51). Um die Frage zu beantworten, greift Steffen Elsner ebenfalls auf Songs und Protagonisten der Hip-Hop-Kultur zurück sowie auf die Freud’sche Triebtheorie, auf die „Dialektik der Aufklärung“, auf die Phänomenologie der Selbstmordattentäter und auf die Zivilisationskritik von Slavoj Žižek. Der Rezensent las das alles mit Genuss, fragte sich aber am Ende seiner Lektüre, ob er wirklich alles verstanden habe. Seine Sicht z.B. auf die Motivationen salafistischer Selbstmordattentäter ruht eben auf anderen theoretischen Fundamenten (z.B. Frindte et al., 2016; Gill & Corner, 2017; Kruglanski et al., 2014).

Der vierte Beitrag stammt von Mahrokh Charlier („Autorität und Postmigranten“). Den Begriff Postmigranten nutzt Mahrokh Charlier als Alternative für „Menschen mit Migrationshintergrund“. Die Autorin vertritt die These, „dass es im neuen kulturellen Umfeld zu einem Verfall der Autorität der Männer kommt, sodass sie in den Familien ihre Funktionen als Väter nicht mehr ausreichend erfüllen können“ (S. 67). Mahrokh Charlier argumentiert schlüssig.

Micha Böhme differenziert in seinem Kommentar, dem fünften Beitrag, die These von Charlier und macht u.a. darauf aufmerksam, „dass islamisch-patriarchale Traditionen nicht erst im Migrationskontext erhebliche psychosoziale Probleme verursachen“ (S. 83). Auch gegen die Auffassung, dass die schweren psychischen Belastungen, die nach Mahrokh Charlier wichtige Ursachen für Gewaltneigungen und religiösen Opfermut darstellen, wendet sich Micha Böhme. Vielmehr müsse sich die Menschheit der Tradition der Aufklärung stellen und, unter Berufung auf Max Horkheimer, das unabhängige Denken entfachen (S. 87 f.).

Im sechsten Beitrag („Falsche Propheten. Zur Aktualität der Demagogiestudien von Leo Löwenthal und Norbert Gutermann“) erinnert Philipp Lenhard an die klassische Medieninhaltsanalyse „Prophets of Deceit“ von Löwenthal und Gutermann. Diese Studie wurde 1949 veröffentlicht und war Teil des umfassenden Projekts „Studies in Prejudice“, welches das Institute of Social Research mit Unterstützung des American Jewish Committee in den 1940er Jahren durchgeführt hat. Bekanntlich haben sich Löwenthal und Gutermann in ihrer Studie mit der faschistischen Agitation in den USA beschäftigt. Philipp Lenhard prüft in seinem Beitrag, ob und inwieweit diese Studie auch heute noch Relevanz besitzt, zum Beispiel, wenn es um die Wirkung rechter oder islamistischer Demagogen, um Verschwörungstheoretiker oder gar manipulativ agierende Manager geht. Gegen seine These, der Typus des Agitators habe sich diversifiziert, ist sicher nichts einzuwenden.

So sieht es auch Johannes Buchholz im siebten Beitrag („Der Agitator der Prophetenstudien als Vorbild des »Managers« und »Politikers«“), plädiert aber dafür, den Politiker und den Manager eher als Typen zu betrachten, die das agitatorische Verhalten nur imitieren, weil ihnen wesentliche Eigenschaften der Agitatoren, wie sie von Löwenthal und Gutermann beschrieben werden, fehlen. Nun gut, das dürfte Ansichtssache sein, die eigentlich nur durch seriöse, aktuelle Medieninhaltsanalysen fundiert werden kann.

Lutz Eichler betrachtet im achten Beitrag („Vater Staat und Mutterland“) den Autoritarismus als „gescheiterte adoleszente Triangulation“ (S. 123) und versucht den ursprünglichen Zusammenhang zwischen autoritärem Charakter und individueller Sozialisation unter Hinzuziehung neuerer Befunde und Erklärungsansätze zu revitalisieren. Wichtige Anregungen dafür findet Eichler in aktuellen Narzissmustheorien. „Das Befriedigungsziel des Narzissmus ist das Geliebtwerden, also nicht Lust, sondern Wohlbefinden und Sicherheit“ (S. 140). Dabei gebe es zwei Varianten oder Strategien, um Störungen des „narzisstischen Gleichgewichts“ (zwischen Selbsterleben und Selbstdarstellung) zu kompensieren: a) die Flucht ins Phantasma der Einzigartigkeit und b) die Flucht in die nationalistische Überhöhung (S. 148).

Jérôme Seeburger wendet sich im neunten Beitrag („Im Spiegelkabinett der Narzissmustheorie“), dem Kommentar zum Beitrag von Lutz Eichler, gegen dessen vertretene Auffassung, der Narzissmus sei die Normalpathologie des Kapitalismus. Auch könne mit keiner Methode die „fundamentale libidinöse Konstellation der gesamten kapitalistischen Epoche“ (Seeburger zitiert hier Eichler, S. 154) abgesichert werden. Eine derartige Makrodiagnose bleibe spekulativ. Aus der dilettantischen Perspektive des Rezensenten, was sein psychoanalytisches Wissen betrifft, könnte das auch heißen, dort, wo sich die psychoanalytische Expert/innen allein auf das deformierte Individuum konzentrieren, verstellen sie sich selbst den Blick auf die Dialektik von sozialen Verhältnissen und individuellen Besonderheiten.

„Verträge, Prozeduren, Trainingsräume. Versuch über den pädotechnologischen Autoritarismus“ ist der zehnte Beitrag überschrieben, verfasst von Matthias Burchardt. Der Rezensent fragte sich zunächst, was es nicht alles zu geben scheint. Nun, es geht in diesem Beitrag schlicht um die kritikwürdigen Auswüchse sozialtechnologischer Programme im Erziehungsbereich. Derartige Programme sind aus Sicht des Autors oftmals formalistische und schematische Regelvorgaben oder Klassen- und Schulverträge, in denen Verhaltensvorschriften, Verbote oder Gebote festgehalten sind, an denen sich die ganze Klasse oder Schule zu halten habe. Ob mit solchen Vorgaben und Verträgen tatsächlich die pädagogische Autorität verherrlicht und gerechtfertigt wird, vermag der Rezensent nicht einzuschätzen. Dem Satz, personale Pädagogik brauche einen Raum des Vertrauens, damit Humanität gedeihen könne, stimmt der Rezensent aber unbedingt zu.

Im sehr lesenswerten elften Beitrag („Autoritarismus in Deutschland. Das Gruppenexperiment 1950-1955“) schildert Wolfgang Bock das Anfang bis Mitte der 1950er Jahre am wieder eröffneten Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main durchgeführte „Gruppenexperiment“ und seine Hintergründe. Mit diesem Experiment, oder besser: mit den umfangreichen Gruppendiskussionen, wollten Friedrich Pollock und Kollegen die politischen Meinungen und Einstellungen verschiedener Bevölkerungsgruppen in Westdeutschland untersuchen. Wolfgang Bock gibt in seinem Beitrag quasi eine Kurzfassung seines Buches „Dialektische Psychologie. Adornos Rezeption der Psychoanalyse“ (Bock, 2018) wieder. Wie gesagt, der Beitrag ist interessant; vor allem empfiehlt der Rezensent aber die Originalquelle, eben das besagte Buch. Nur einen Einwand hat der Rezensent: Wolfgang Bock meint, dass „die DDR bekanntlich eine Gesellschaft ohne Studentenbewegung und ohne Psychoanalyse“ (S. 194) gewesen sei. Politisch alternative Gruppen, in denen auch Studenten sehr aktiv waren, gab es schon in der DDR. Sie waren u.a. inspiriert von der kirchlichen Friedensbewegung, vom Einfluss osteuropäischer Dissidentenbewegungen, von Rudolf Bahros Buch „Die Alternative“ und natürlich von Robert Havemann und Wolf Biermann (vgl. auch Kähler, 1996; Pollack, 2013). Und zur Psychoanalyse in der DDR lässt sich zumindest so viel sagen: Sie wirkte subversiv, nannte sich „psychodynamisch“ oder „intendiert-dynamisch“ und war praktisch durchaus vorhanden (vgl. auch Maaz, 2011).

Der letzte, zwölfte Beitrag im vorliegenden Band gibt die „Podiumsdiskussion zum Beitrag von Wolfgang Bock“ wieder.

Fazit

Das Buch enthält lesenswerte und aufschlussreiche Beiträge. Nicht alle überzeugen den Rezensenten. Überdies konnte der Rezensent in der Vorstellung der einzelnen Beiträge nur einige wenige inhaltliche Schwerpunkte hervorheben. Der eigentliche Mehrwert des Buches zeigt sich vor allem im kritischen Engagement, mit dem sich die Autorinnen und Autoren dem Zusammenhang zwischen dem Autoritarismus-Konzept, der Kritischen Theorie und der Psychoanalyse (oder besser, dem Problem) gewidmet haben. Dass sich Leserinnen und Leser dabei mühen müssen, um Anschluss an die vielfältigen, auch kontroversen, Argumente herstellen zu können, liegt auf der Hand. Aber es lohnt sich durchaus, diese Mühe aufzubringen. Und noch etwas liegt dem Rezensenten am Herzen: Das vorliegende Buch erschien im Gießener Psychosozial-Verlag, eine hervorragende Adresse, um über aktuelle Diskussionen zum Verhältnis von Psychoanalyse und gesellschaftliche Trends auf dem Laufenden zu bleiben.

Literatur

Bock, W. (2018). Dialektische Psychologie. Adornos Rezeption der Psychoanalyse. Wiesbaden: Springer VS.

Decker, O., und Brähler, E (Hrsg.). (2018). Flucht ins Autoritäre. Rechtsextreme Dynamiken in der Mitte der Gesellschaft. Die Leipziger Autoritarismus-Studie. Gießen: Psychosozial-Verlag (siehe auch: https://www.socialnet.de/rezensionen/25136.php).

Gill, P., & Corner, E. (2017). There and back again: The study of mental disorder and terrorist involvement. American Psychologist, 72(3), 231.

Frankenberg, G. (2020). Autoritarismus. Verfassungstheoretische Perspektiven. Berlin: Suhrkamp.

Frindte, W., Ben Slama, B., Dietrich, N., Pisiou, D., Uhlmann, M., und Kausch, M. (2016). Motivationen und Karrieren salafistischer Dschihadistinnen und Dschihadisten. In: Biene, J., Daase, Ch., Junk, J. & Müller, H. (Hrsg.), Salafismus und Dschihadismus in Deutschland. Frankfurt am M.: Campus.

Fromm, E. (1941). Escape from Freedom. In Fromm, E. (1999). Erich-Fromm-Gesamtausgabe in 12 Bänden, Band 1, herausgegeben von Rainer Funk. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt.

Fromm, E., Horkheimer, M., und Marcuse, H. (Hrsg.) (1936). Studien über Autorität und Familie. Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialforschung, Band V. Paris: Félix Alcan.

Gill, P., & Corner, E. (2017). There and back again: The study of mental disorder and terrorist involvement. American Psychologist, 72(3), 231.

Heitmeyer, W. (2018). Autoritäre Versuchungen. Signaturen der Bedrohung I. Berlin: Suhrkamp (siehe auch: https://www.socialnet.de/rezensionen/25185.php).

Kähler, Ch. (1996). Kirchliche Hochschulen in der DDR. In Pasternack, P. (Hrsg.), Hochschule & Kirche. Theologie & Politik. Besichtigung eines Beziehungsgeflechts in der DDR. Berlin: Berliner Debatte Wissenschaftsverlag.

Kruglanski, A. W., Gelfand, M. J., Bélanger, J. J., Sheveland, A., Hetiarachchi, M., und Gunaratna, R. (2014). The Psychology of Radicalization and Deradicalization: How Significance Quest Impacts Violent Extremism. Political Psychology, 35/1, 69–93.

Lederer, G. (1995). Die „Autoritäre“ Persönlichkeit: Geschichte und Theorie. In G. Lederer und P. Schmidt (Hrsg.). Autoritarismus und Gesellschaft. Trendanalysen und vergleichende Jugenduntersuchungen 1945 – 1993. (S. 25–51). Opladen: Leske + Budrich.

Maaz, H. J. (2011). Zur Geschichte der Psychotherapie in der DDR. European Journal of Mental Health, 6(02), 213–238.

Mann, H. (1918). Der Untertan. Leipzig: Kurt Wolff Verlag.

Oesterreich, D. (1996). Flucht in die Sicherheit. Opladen: Leske + Budrich.

Pollack, D. (2013). Politischer Protest. Politisch alternative Gruppen in der DDR. Opladen: Leske + Budrich.

Reich, W. (2019; Original: 1933). Massenpsychologie des Faschismus. Gießen: Psychosozial-Verlag.

Tucholsky, K. (1919, 1972). „Der Untertan“. Kurt Tucholsky Ausgewählte Werke, Band 1, Berlin: Verlag Volk und Welt.

Weiß, V. (2017). Die autoritäre Revolte. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung.

Wirth, H.-J. (2020). Wir sind verwundbar – und das ist auch gut so. Quelle: https://www.spiegel.de/psychologie/corona-pandemie-wir-sind-verwundbar-und-das-ist-auch-gut-so-a-a01d35d9-01db-4603-ab8f-a804319101d8; aufgerufen: 05.05.2020.


Rezension von
Prof. Dr. Wolfgang Frindte
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Institut für Kommunikationswissenschaft - Abteilung Kommunikationspsychologie
Homepage www.ifkw.uni-jena.de
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Zitiervorschlag
Wolfgang Frindte. Rezension vom 27.05.2020 zu: Oliver Decker, Christoph Türcke (Hrsg.): Autoritarismus. Kritische Theorie und psychoanalytische Praxis. Psychosozial-Verlag (Gießen) 2019. ISBN 978-3-8379-2870-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/26568.php, Datum des Zugriffs 11.07.2020.


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