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Ina-Maria Maahs: Utopie und Politik

Cover Ina-Maria Maahs: Utopie und Politik. Potenziale kreativer Politikgestaltung. transcript (Bielefeld) 2019. 482 Seiten. ISBN 978-3-8376-4842-3. D: 39,99 EUR, A: 39,99 EUR, CH: 48,70 sFr.

Reihe: Edition Politik - Band 81.
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Sind Utopien paradiesische Vorstellungen oder höllische Befürchtungen?

Diese in der gewählten Überschrift zu einer Rezension eines Vorstellungs- und Denkzusammenhangs von „Utopie und Politik“ wird eher als tautologisch und (allzu) allgemein-dimensionierte Standardisierung, denn als eine ernsthafte, wissenschaftliche Fokussierung auf faktische Unterschiede im politischen Denken und Tun von Menschen einzuschätzen sein. Beruht doch unser anthropologisches, aristotelisches Wissen vom Menschsein darauf, dass der anthrôpos ein politisches, mit Vernunft ausgestattetes, zur Bildung von Allgemeinurteilen befähigtes und zwischen Gut und Böse unterscheidungsfähiges Lebewesen ist (Otfried Höffe, Aristoteles-Lexikon, Stuttgart 2005, S. 620f). Erst wenn es uns gelingt, über die anthropischen Denkformen hinaus zu schauen und denken zu lernen, dass sich menschlicher Geist, und damit auch die Conditio Humana, evolutionär in seiner Welt entwickelt hat, die natürlich, biologisch, rational, kulturell und kosmisch entstanden ist: Der Mensch „ist grundlegend kein weltfremdes, sondern ein welthaftes Wesen“ (vgl. dazu: Wolfgang Welsch, Homo mundanus. Jenseits der anthropischen Denkform der Moderne, 2012, www.socialnet.de/rezensionen/14323.php), kann es uns gelingen, die Frage nach dem politischen Menschen zu beantworten.

„Utopie“ wird im antiken griechischen Denken als „Nichtort, Nirgendwo“ bezeichnet, im europäischen Mittelalter vom englischen Staatsmann Thomas Morus (1478 – 1535) als „Utopie – Wunschdenken“ charakterisiert, von Karl Marx als revolutionäre Aufforderung zur Sozial- und Gesellschaftsveränderung propagiert, und im Globalen Heute als existenz- und fortschrittssicherndes Denken und Handeln, als Utopie für eine lokale und globale, gerechte, friedliche Weltordnung entworfen wird, mit der Konkretisierung: „Die Utopie sprengt die Fesseln des Gewohnten, aber sie verlässt nicht die Grenzen der Vernunft“ (Jost Hermand, Die Utopie des Fortschritts, 2007, www.socialnet.de/rezensionen/5292.php. Mit dieser Hinführung wird auf die Dissertationsschrift der Kölner Politikwissenschaftlerin Ina-Maria Maahs aufmerksam gemacht.

Autorin

Ina-Maria Maahs legt hier nicht eine weitere, historiografische Auslegung zum Begriff „Utopia“ vor, sondern sie verpflichtet sich der politischen, aktuellen Herausforderung, Vergangenheit-, Gegenwarts- und Zukunftsbewusstsein auf zukünftige Erwartungshaltungen hin zu befragen. Sie stellt sich zwei Fragen: „Wenn politische Utopien auch heute weiter bestehen, welche aktuellen Zeitkriterien und alternativen Gesellschaftsmodelle präsentieren sie?“ und „Welche Potenziale bieten Utopien heute für die politische Gestaltung?“. Dabei begibt sie sich auf das unbestimmte und unbestimmbare Spannungsfeld von Prognostik, Diagnostik und Prophezeiung (vgl. dazu: Heiner Hastedt, Hg., Deutungsmacht von Zeitdiagnosen. Interdisziplinäre Perspektiven, 2019, www.socialnet.de/rezensionen/25798.php).

Aufbau und Inhalt

Neben der Einführung und der Konklusion gliedert Ina-Maria Maahs ihre empirische Forschungsarbeit in die folgenden Kapitel: „Vom Tod und Leben der Utopie“ – „Utopie als Produkt menschlicher Kreativität“ – „Utopien heute“ – „Utopisches Denken in der politischen Praxis der Gegenwart“. Dabei stützt sie sich überwiegend auf anthropologisches Denken und westliche Politikpraxis. Interessant in diesem Zusammenhang – das als Anregung für weitere Forschungen – wären Vergleiche von orthodoxen und heterodoxen, kulturellen und Interkulturellen, singulären und obskuren, morgen- und abendländischen Utopie-Entwürfen. Im lokalen und globalen politischen Diskurs über den Menschenrechtsanspruch, jedem Menschen auf der Erde ein gutes, gelingendes, menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, werden immer wieder Prognosen herangezogen, wie die Menschheit bei den menschengemachten Entwicklungen die dabei entstehenden positiven Ergebnisse human nutzen, und die negativen Auswirkungen verhindern können. Nur am Rand thematisiert die Autorin freilich die Gründe und Verläufe über das Scheitern von Utopien, wie sie sich z.B. durch die politischen Wandlungsprozesse bei der sozialistischen Utopie zeigen (Peter Robejsek, Abschied von der Utopie. Östliche Reformen und westliche Interessen, Herford 1989). Die seit fast einem halben Jahrhundert mit immer wieder neuen Fragestellungen und Herausforderungen an den Club of Rome adressierten Weltberichte über den Zustand der Welt (vgl. dazu auch: Jos Schnurer, Der Club of Rome wird 40, 1.10.2008, https://www.socialnet.de/materialien/49.php), kommen als Appelle, Warnungen und Aufforderungen zum Perspektivenwechsel daher (wie z.B.: Ernst Ulrich von Weizsäcker/Antony B. Lovins/L. Hunter Lovins, Faktor Vier: Doppelter Wohlstand – halbierter Naturverbrauch, München 1995), wie auch die von den Vereinten Nationen 2015 ausgerufenen globalen, nachhaltigen „Seventeen Goals“. Es sind Ziele, die als konkrete Visionen benannt werden und mehr sein wollen, als den Status Quo ein bisschen zu verändern.

Die Fragen nach den aktuellen Bedeutungen und Wirkungen von utopischen Vorstellungen müssen konsequenterweise sowohl realistische als auch unrealistische Denkweisen berücksichtigen, wobei im gesellschaftspolitischen Diskurs sicherlich ein Schwerpunkt darauf gelegt werden kann, welche Alternativen sich anbieten. Sind es Paradigmen der politischen, negativen Alternativlosigkeit, oder hoffnungsvolle, positive Denkmodelle? Je nach dem Definitionsansatz über utopisches Denken wird deshalb von intentionalen, anthropologisch begründeten, von totalitären, konfrontativen und von klassischen, innerweltlichen Begriffsauslegungen gesprochen. Die Autorin gliedert deshalb ihr Forschungsdesign in befürwortende und kritikgeleitete Forschungsansätze. Das Menschen- und Weltbild des heutigen Menschen im Anthropozän wird somit „ als grundsätzlich selbstgestalterisch… verstanden, gleichzeitig aber auch …, dass er sich in seiner freien Entfaltung stets mit strukturellen Hemmnissen und Ungerechtigkeiten konfrontiert sieht, seine prinzipielle Gestaltungsmöglichkeit… durch äußere Kräfte und Umstände beeinträchtigt wird“ (S. 48).

Obwohl die Autorin eingangs zum Ausdruck bringt, dass sich in der Vielfalt der konkreten und abstrakten Utopie-Vorstellungen der Menschen eine einheitliche Begriffsbestimmung nicht ausmachen lässt, unternimmt sie in ihrer Arbeit doch den Versuch, eine Abgrenzung vorzunehmen. Als Utopien sollen hier bezeichnet werden als „Produkte menschlicher Kreativität mit der Intention, durch die eigene Vorstellungskraft den Weg zu einem besseren Leben für alle innerhalb einer bestimmten Sozietät zu suchen“. Es sind somit in einer Gesellschaft bisher nicht realisierte Möglichkeiten für ein anderes, besseres, menschenwürdigeres, individuelles, lokales und globales Dasein. Damit wird deutlich, dass hier nicht in erster Linie individuelle oder gar egoistische Glückserwartungen, sondern kollektive, menschenrechtliche Grundlagen und Voraussetzungen gemeint sind. Zur Verwirklichung dieser Ansprüche ist Kreativität gefordert, wie sie im alltäglichen und gesellschaftlichen Leben notwendig ist, eingeübt und erfahren werden muss (siehe dazu auch: Timon Beyes/Jörg Metelmann, Hrsg., Der Kreativitätskomplex. Ein Vademecum der Gegenwartsgesellschaft, 2018, www.socialnet.de/rezensionen/25118.php). Es sind Fantasmen, die sowohl als positive Vorstellungs-, wie auch als Zerrbilder wirken können; es sind die Einstellungen, wie sie sich als positives, negatives, fatalistisches, skeptisches, kritisches … Denken und Handeln darstellt; und es sind idealistische oder realistische Vorstellungen, die eine Suche nach Idealbildern erleichtern oder erschweren. Die Autorin stellt einige aktuelle, zeitkritische Entwürfe aus dem literarischen und medialen Schaffen der Menschen vor, analysiert ihre utopischen Zielsetzungen und vergleicht sie mit alternativen Forderungen und Modellen in den Bereichen der lokal- und globalgesellschaftlichen Kontroversen. So kommen Utopien zutage, bei denen es um verantwortungsvollen oder verantwortungslosen Umgang mit der Umwelt geht; um Verwendung oder Verschwendung von Ressourcen; um Hierarchien oder Gleichheiten; um aktive oder passive gesellschaftliche Beteiligung; um Be- oder Entwertung von materiellen und immateriellen Werten; um Toleranz oder Intoleranz; um Bildung oder Einbildung.

Der empirische Anteil an der Forschungsarbeit wird in einer explorativen Online-Befragung ermittelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden in einer Internet-Recherche ermittelt. Es handelt sich um alternative Organisationen und Gemeinschaften, die in ihren Selbstdarstellungen und Identitätsbeschreibungen utopische, alternative, demokratische, gesellschaftsverändernde Ziele formulieren. Aus den Ergebnissen filtert die Autorin eine Wertigkeitsskala heraus, in der die Kritik am real existierenden (deutschen) Gesellschaftssystem deutlich wird. Als wesentlichstes Manko wird die zunehmende „Ökonomisierung der Gesellschaft“ genannt. Es folgen „Soziale Ungerechtigkeit“, „Ignoranz innerhalb von Politik und Bevölkerung“, „Mangel an (ökologischer) Nachhaltigkeit“, „Zwang, Bevormundung und Überwachung“, „Mangel an Funktionalität der Demokratie“, „Beschränkung der Kreativität, Fantasielosigkeit“, „Egoismus und Individualismus“, „Fremdenfeindlichkeit“ und „einengendes Bildungssystem“. Diese und die weiteren Ergebnisse der Analyse zu Fragen nach wünschbaren Veränderungsprozessen und einem gesellschaftlichen Perspektivenwechsel könnten z.B. auch für die Bildungs- und Curriculum-Diskussion bedeutsam sein. Utopisten (oder soll man sie als Optimisten, Positivisten oder Hoffnungsträger bezeichnen?) sehnen sich deshalb im individuellen und gesellschaftlichen Leben nach

  • gemeinsamen Aktionen statt sozialer Isolation,
  • gesellschaftlicher Solidarität statt Anonymität,
  • gegenseitiger Unterstützung statt Egoismus und Ethnozentrismus,
  • direkter Demokratie statt Hierarchie und Ungleichheit,
  • nach individuellen Freiräumen statt Regulation und Bürokratie,
  • Toleranz statt Fundamentalismus,
  • Dialog statt Diktat.

Bei den Fragen nach den aktuellen, gesellschaftspolitischen Befindlichkeiten in der (deutschen) Bevölkerung dürfen die Imponderabilien und Irritationen nicht fehlen, wie sie sich zu den beunruhigenden Entwicklungen zur Demokratie- und Parteienverdrossenheit und -kritik darstellen. Dem Bonmot „Wir schaffen das“ steht die Verzagtheit „Alles geht den Bach runter“ gegenüber. Um Land und Hoffnung zu sehen, bedarf es den Blick auf die Ganzheit. Wer sich ein- und ausschließt, und die Gesellschaft, die sich eingrenzt und einmauert, wird blind für die Welt! Der Soziologe und Gesellschaftsdenker Harald Welzer ist ein Optimist und Wertedenker. Er ist überzeugt, dass die Menschen als vernunftbegabte, humane Lebewesen fähig sind, freiheitlich, friedlich und gerecht, also demokratisch zusammen zu leben. Es ist die „Offene Gesellschaft“, die begrenztes, egoistisches und populistisches Denken und Handeln überwindet. Er plädiert für eine „Realisierung des Utopischen“, für eine Denke des scheinbar Undenkbaren, für einen Einspruch beim Widersprüchlichen, für eine Heterotopie des Utopischen (Harald Welzer, Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen, 2019, www.socialnet.de/rezensionen/25575.php). Es ist das Gemeinwohl, das als „Commons“ (Elinor Ostrom, 2011; Silke Helfrich u.a., 2019) gesellschaftswissenschaftlichen Diskurs als neues Ufer des Verstehens ins Spiel gebracht und konfrontiert wird mit Entwicklungen – zumindest in den westlichen Industrie- und Konsumgesellschaften – die sich eher an den Auffassungen „Keine Experimente“ orientieren, als an den Überzeugungen, dass eine gegenwartsbewusste und zukunftsorientierte Gesellschaftspolitik die Balance zwischen Erhaltenswertem und Neuem zustande bringen muss: „Die Bedingung, das Andere gedanklich zu entwickeln und in den Diskurs einzubeziehen, stellt eine intellektuelle und partizipatorische Grundbedingung einer lebendigen Demokratie dar und bedeutet an und für sich nicht zwangsläufig eine radikale und vollständige Ablehnung des Bestehenden“ (S. 323).

Fazit

Die Denkschlüsse des zôon politikon zum Phänomen „Politik und Utopie“ sind vielfältig. Es ist die Rede von der Rationalität, der Emotionalität, der Empathie, der Kreativität, der Verantwortung, der Macht und Ohnmacht der Politik. Und es sind die Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichen, überkommenen und aktuell wirkenden Bedeutungen und Zuschreibungen, ob und wie Utopien dazu beitragen können, ein gutes, gelingendes, gerechtes, menschenwürdiges Leben im Kosmos des Daseins führen zu können: „Erst mit einem Verständnis für die auf Erfahrungen gründende tiefe Verwurzelung der Utopie in der jeweils (existenz-, JS) raum- und zeitspezifischen Realität wird sie als konstruktives politisches Mittel nutzbar“. Dazu bedarf es eines gesellschaftlichen Bewusstseins, dass „Utopie“ kein realitätsfernes Zaubermittel ist, sondern eine intellektuelle, notwendige Herausforderung für ein bene vivere und ein euzôia, ein gutes Leben ist.

Die Forschungsarbeit von Ina-Maria Maahs zeigt dafür Grundlagen und Weiterdenk-Prozesse auf. Das umfangreiche Literaturverzeichnis und die im Anhang abgedruckten Dokumente und praxisbezogenen Materialien sollten es ermöglichen, die Arbeit auch für den politikwissenschaftlichen und -curricularen Diskurs zu verwenden.


Rezension von
Dipl.-Päd. Dr. Jos Schnurer
Ehemaliger Lehrbeauftragter an der Universität Hildesheim
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Zitiervorschlag
Jos Schnurer. Rezension vom 21.02.2020 zu: Ina-Maria Maahs: Utopie und Politik. Potenziale kreativer Politikgestaltung. transcript (Bielefeld) 2019. ISBN 978-3-8376-4842-3. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/26573.php, Datum des Zugriffs 06.04.2020.


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