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Wilhelm Reich, Andreas Peglau u.a.: Massenpsychologie des Faschismus

Cover Wilhelm Reich, Andreas Peglau, Andreas Peglau: Massenpsychologie des Faschismus. Der Originaltext von 1933. Psychosozial-Verlag (Gießen) 2020. 300 Seiten. ISBN 978-3-8379-2940-9. D: 32,90 EUR, A: 33,90 EUR.

Reihe: Bibliothek der Psychoanalyse.
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Autor

Wilhelm Reich wurde 1897 im damals zu Österreich gehörenden ostgalizischen Dobzau (Dobrjanytschi), heute in der ukrainischen Oblast Lwiw (Lemberg; bis 1918 Hauptstadt Galiziens) als erstes von zwei Kindern säkularer jüdischer Eltern geboren. Säkular hin, säkular her, für die Nazis war er ein Jude; ein „galizischer Jude“, was im Nazi-Jargon die höchste Steigerungsform von „Jude“ war – dazwischen lag „Ostjude“. Die Nazis hatten allen Grund, den „galizischen Juden“ am meisten zu fürchten, denn Galiziens Judentum, ob nun säkular oder religiös, brachte bedeutende Geister hervor, die gleich zwei revolutionäre Neuerungen auf den Weg bringen und befruchten sollten: den Zionismus und die Psychodynamische Psychologie (ausf. Heekerens, 2013).

Zur Illustration des zweiten Punktes: Als Jugendlicher aus Galizien in die USA ausgewandert ist Abraham A. Brill (1874, Kanczuga - 1948, New York City), die überragende Gründungsfigur der Psychoanalyse in den USA, und in Galizien geboren wurde einer der wirkungsträchtigsten Alfred Adler-Schüler: Manès Sperber (1905, Zablotow – 1984, Paris). Aus Galizien stammen die Großväter sowohl von Sigmund Freud als auch von einem seiner genialsten Schüler: Sándor Ferenczi. Da wir gerade bei Sándor Ferenczi sind: Hilarion Petzold hat anlässlich des bevorstehenden 100. Geburtstags von Wilhelm Reich einen Artikel veröffentlicht, in dem er seine Wertschätzung zum Ausdruck bringt für „das monumentale Epos von Freud“ (Petzold, 1996, S. 387) und „die Werke seiner genialen Schüler Reich, Rank, Ferenczi“ (ebd.). Diese „genialen Schüler“ wurden binnen nur einer Dekade (zwischen Mitte der 1920er und jener der 1930er) aus der psychoanalytischen Gemeinde exkommuniziert. Nicht nur mit Wissen Sigmund Freuds, sondern in allen Fällen wesentlich auf dessen Antrieb. Denn was auch sonst gegen die drei vorgebracht werden konnte, stets ging es um „die Sache“. Was diese sei, was zu ihr gehöre und was nicht, was sie fördere oder gefährde, das legte damals der (Über-)Vater und (Zucht-)Meister noch alleine fest. Das „Geheime Komitee“ (vgl. Wittenberger, 1994) war ihm mehr Echokammer als kollegiales Entscheidungsgremium; wer nicht mehr Paladin sein wollte, wurde von Sigmund Freud kaltgestellt.

Die drei „Exkommunizierten“ haben dennoch ihren Weg gemacht. Otto Rank (1884, Wien – 1939, New York City) gab entscheidende Anstöße sowohl zur Entwicklung der humanistisch-experienziellen Therapie als auch der Sozialen Einzelfallhilfe bis hin zur Klinischen Sozialarbeit (Heekerens, 2016a). Sándor Ferenczi hat in der Auseinandersetzung mit Sigmund Freud und in Abgrenzung zu ihm eine „Zwei-Personen-Psychologie“ an die Stelle dessen „Ein-Personen-Psychologie“ entworfen, mit sich daraus ergebenden Veränderungen der psychoanalytischen Behandlungspraxis experimentiert und parallel dazu die psychoanalytische Behandlungstheorie verändert (Heekerens, 2014a, 2015a). Er gehört damit zu den bedeutendsten Begründern einer „modernen Psychoanalyse, die von der Intersubjektivität des therapeutischen Geschehens ausgeht“ (Thomä, 2001, S. 263; vgl. Gödde & Stehle, 2016; Heekerens, 2016b, 2016c, 2019; Sassenfeld, 2015; Wirth & Pradeep Chakkarath, 2019).

Und Wilhelm Reich? Wie auch die beiden anderen der „genial“ genannten und als „abtrünnig“ bewerteten Freud-Schüler hat er Grund gelegt für die Psychotherapie von heute, indem er Pionier der Körperpsychotherapie (körperorientierten Psychotherapie; ich bevorzuge leiborientierten Psychotherapie), namentlich der Bioenergetischen Analyse (vgl. Heekerens, 2015b) wurde. Und ohne ihn dürfte es nie eine Gestalttherapie, zumindest keine in der Variante von Fritz Perls gegeben haben. Auch wenn ich den Einfluss Otto Ranks auf die Entwicklung der Gestalttherapie hoch einschätze (Heekerens, 2016a), verkenne ich doch nicht, dass Wilhelm Reich seinem Berliner Lehranalysanden Fritz Perls in den zwei bis drei Jahren, bis die Naziherrschaft dieses Arbeits- und Ausbildungsverhältnis 1933 abrupt enden ließ, vieles mitgegeben hat, das in die Gestalttherapie einfloss. Man denke da vor allem an das, was Wilhelm Reich in seiner 1933 erschienenen „Charakteranalyse“ dargelegt hat.

Ferner ist da der Pädagoge Wilhelm Reich, der mit Alexander S. Neill von 1936 an bis zu seinem Tod in einem US-Gefängnis einen zunehmend in Freundschaft übergehenden Briefwechsel unterhielt (dokumentiert in Placzek, 1986). Alexander S. Neill war einer der Wenigen, die bis zuletzt dem Bedrängten die Treue hielten. Nach Wilhelm Reichs Verurteilung schrieb er ihm: „Reich, ich liebe Dich. Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dass Du mit einer irrsinnigen Gefängnishaft bestraft wirst. Du würdest es nicht aushalten, und Du weißt das.“ (Placzek, 1986, S. 24). Er sollte Recht behalten. Wilhelm Reich trat die Strafe im März 1957 an und starb ein gutes Jahr später in der Haft; als Todesursache gilt amtlicherseits „Herzversagen“. Ja, dass diese Einkerkerung ihm, der schon so Vieles durchlitten hatte, das Herz brechen sollte, ist sehr gut verständlich; aber von solchem Verstehen ist die Diagnose „Herzversagen“ um Welten entfernt. Wilhelm Reichs Verurteilung in den USA, wohin er 1939 von Skandinavien emigrierte, war strafrechtlich begründet (Missachtung des Gerichts), aber politisch motiviert. Sie galt, 1956 und damit noch in der McCarthy-Ära, dem Kommunisten, der er 30 Jahre zuvor in Wien geworden war und der er zeitlebens (auch ohne Parteibuch) blieb.

„Sein Leben lang hat er sehr hart an seiner Identität gearbeitet und mit seinen Büchern Dokumentationen dieser Arbeit hinterlassen, Monumente eines Schaffens unter den Bedingungen von Verrat, Diskriminierung, Verleugnung und Verleumdung, Miß-Verstehen-Wollens und des Verlustes von identitätsstiftenden Netzwerken: Verfolgung und Ausschluß aus der ‚psychoanalytic community‘ [1933/34], Verfolgung und Ausschluß aus der kommunistischen Bewegung [1933/34], Verfolgung durch faschistischen Terror und erzwungene Emigration, Verfolgung durch die amerikanischen Gesundheitsbehörden, oder genauer genommen, durch die antikommunistische Hexenjagd der McCarthy-Zeit …“ (Petzold, 1996, S. 389)

Es gibt einen Text von Wilhelm Reich, der in aller Kürze verständlich macht, warum er nicht nur von den üblichen Kommunistenfressern, sondern auch von den „offiziellen“ Kommunisten angegriffen wurde. Er weigerte sich, seinen kritischen Verstand zu opfern nicht nur auf dem Freudschen Altar, sondern auch auf dem Stalins, dem sich die KPD, die KPÖ und die ganze Komintern spätestens seit 1933 verschrieben hat. Bei dem angesprochenen Text handelt sich um die Einleitungspassage von „Ein Gespräch mit einem Frisörgehilfen“, das er unter seinem Pseudonym jener Jahre Ernst Parell und bereits im skandinavischen Exil 1935 in der „Zeitschrift für Politische Psychologie und Sexualökonomie“ (2[1], S. 46–48) veröffentlicht hat:

„Trotz aller Bemühungen der [von Wilhelm Reich in Deutschland initiierten] Sexpol [ausf. Peglau, 2014], ihre Anschauungen korrekt darzustellen, trotz aller ihrer Versuche, durch Diskussion aller Art von Einwänden Missverständnisse zu beseitigen und Auffassungen zurückzuweisen, die man ihr unterschiebt und die sie nie vertreten hat, stösst man immer wieder in der gleichen Weise auf Einwände, die bezeugen, dass es sowohl den angeblichen Freunden wie den ‚kritischen‘ Gegnern nicht darauf ankommt, zu begreifen, was sie will, sondern nur darauf, ‚prinzipiell marxistisch‘ zu sein. In dieser Zeitschrift und in den grundlegenden Schriften wird immer wieder betont, dass die Sexpol sich nur als einen Teil der Arbeiterbewegung, und ihre sexualpolitische Arbeit nur als einen Teil des sozialistischen Befreiungskampfes betrachtet. Doch man hört unausrottbar, dass wir die Wirtschaftspolitik durch die Sexualpolitik ersetzen wollen.

Die Sexpol betont immer wieder auf klarste Weise, dass die sozialistische hohe Politik, die den objektiven gesellschaftlichen Prozess zu verstehen und zu bewältigen versucht, unbedingt der Ergänzung durch massenpsychologisch richtige politische Handhabung des kleinen alltäglichen Lebens der Masse bedarf. Sie fordert, dass man nicht die hohe Politik, die keinen gewöhnlichen Sterblichen wirklich interessiert, mit der Berücksichtigung der Bedürfnisse der Bevölkerung verbrämt, dass man also nicht von der hohen Politik zu den Bedürfnissen herabsteigt, sondern dass die einzig mögliche Form der revolutionären Politik die Entwicklung der Politik aus dem kleinen Alltagsleben der Masse ist.“ (Parell/Reich, 1935, S. 46; https://archive.org/details/ZeitschriftFrPolitischePsychologieUndSexualoumlkonomieIi1935Heft1/page/n47).

Was der Wilhelm Reich jener Jahre unter „Kritik der Psychoanalyse“ verstand, hat er 1934 mit großer Klarheit in ganzen zwei Sätzen ausgedrückt, die in „Was ist Klassenbewusstsein?“ (Kopenhagen – Paris – Zürich: Verlag für Sexualpolitik) zu finden sind: „Wenn man Freuds wissenschaftliche Fehler dadurch ‚marxistisch‘ bekämpfen wollte, dass man ihn als ‚Reaktionär entlarvte‘, wäre man ein Dummkopf. Wenn man sachlich nachweist, wo Freud Naturwissenschaftler genialer Art und wo er bürgerlicher Philosoph ältester Schattierung ist, hat man echte, fruchtbare marxistisch-revolutionäre Arbeit geleistet.“ (S. 54 des Raubdruckes).

Herausgeber

Andreas Peglau, 1957 geboren in der Hauptstadt der DDR, Dr. rer. medic., Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut und Psychoanalytiker in eigener Praxis in Berlin, studierte 1976 bis 1981 (Klinische) Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und gründete in der „Wendezeit“ 1990 zusammen mit über 500 interessierten (Noch-)DDR-Bürger(inne)n den Verein „ich-e.V.“, der zunächst „Gemeinschaft zur Förderung der Psychoanalyse“ hieß (ausf. Peglau, 2001). Im Jahre 2013 wurde er am Medizinhistorischen Institut der (nunmehr wieder gesamtdeutschen) Berliner Charité promoviert mit einer Dissertation, die noch im selben Jahr im Gießener Psychosozial-Verlag als Buch unter dem Titel „Unpolitische Wissenschaft? Wilhelm Reich und die Psychoanalyse im Nationalsozialismus“ erschien.

Ich schaute mir schon damals regelmäßig Neuerscheinungen im Psychosozial-Verlag an. Wilhelm Reich kannte ich seit Heidelberger Studientage um 1970 – durch Raubdrucke von „Charakteranalyse“ (1933), „Massenpsychologie des Faschismus“ (2. Aufl. 1934) und „Was ist Klassenbewusstsein“ (1934). Die Geschichte der Selbst-Gleichschaltung der deutschen – schon 1933 an Kopf, weniger später auch am Rumpf – „judenfreien“ Psychoanalyse war mir seit jenen Zeiten wohl bekannt (und hielt mich zeitlebens davon ab, Psychoanalytiker werden zu wollen). Und dennoch brauchte es über ein Jahr und bis zur 2. Auflage sowie die Lektüre einschlägiger Peglauscher Arbeiten zu Wilhelm Reich (Peglau, 2014a, 2014b), bis ich dieses Werk zur Kenntnis nahm (Heekerens, 2015c). Die typische Alt-68er-Arroganz im Verbund mit üblicher Besser-Wessi-Mentalität hatte blind gemacht. Seither lese ich regelmäßig Andreas Peglaus „Anregungen zum (selbst)bewussten Leben“ (https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/).

In einer Notiz zum Erscheinen des vorliegenden Buches (https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/; letzter Zugriff am 22.1.2020) hat Andreas Peglau auf seiner Homepage eine knappe und klare Positionierung skizziert: „Insbesondere die Recherchen zu diesem Buch [von 2013] haben mich gezwungen, die Psychoanalyse kritischer zu sehen. Für unverzichtbar halte ich dennoch weiterhin die Aufarbeitung individueller Lebensgeschichte, das Bewusstmachen von Unbewusstem, auch – aber nicht nur – in therapeutischer Form. Sigmund Freud hat 1917 definiert, die Psychoanalyse lasse sich ‚auf Kulturgeschichte, Religionswissenschaft und Mythologie ebenso anwenden […] wie auf die Neurosenlehre‘, sie ‚beabsichtigt und leistet nichts anderes, als die Aufdeckung des Unbewussten im Seelenleben‘. Psychoanalyse ist also weit mehr als eine Therapiemethode. Aber es gibt auch keine isolierten seelischen Vorgänge. Sie sind verknüpft mit sozialen, kulturellen, ökonomischen, politischen und ökologischen Prozessen. Die nicht zuletzt globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden sich deshalb nur konstruktiv bewältigen lassen, wenn wir auch den psychischen Aspekten – endlich – die angemessene Aufmerksamkeit widmen. Diesen Zusammenhang hat Wilhelm Reich schon 1934 [im Nachwort zur 2. Auflage der Massenpsychologie; vgl. S. 195] benannt: ‚Versucht man die Struktur der Menschen allein zu ändern, so widerstrebt die Gesellschaft. Versucht man die Gesellschaft allein zu ändern, so widerstreben die Menschen. Das zeigt, dass keines für sich allein verändert werden kann.‘ Zu einem solchen Veränderungsprozess einen Beitrag zu leisten, bemühe ich mich seit langem.“

Der Verlag

Man kann als Autor und Herausgeber noch so tolle Ideen haben, findet sich kein Verlag, dann landet das Manuskript, das heute meist ein Typoskript ist, in der Schublade oder man begräbt eine Herausgeber-Idee baldmöglichst sehr, sehr tief, wenn man von Verlagsseite nicht vorab schon positive Signale bekommt. Das Buch erschien in der von Hans-Jürgen Wirth, dem Gründer des Verlages, nach wie vor besorgten „Bibliothek der Psychoanalyse“ (vgl. S. 2 des vorliegenden Buches). Dessen Anliegen „besteht darin, ein Forum der Auseinandersetzung zu schaffen, das der Psychoanalyse als Grundlagenwissenschaft, als Human- und Kulturwissenschaft sowie als klinische Theorie und Praxis neue Impulse verleiht“. Insbesondere gilt: „Im Zuge ihrer Etablierung als medizinisch-psychologisches Heilverfahren hat die Psychoanalyse ihre geisteswissenschaftlichen, kulturanalytischen und politischen Bezüge vernachlässigt. Indem der Dialog mit den Nachbarwissenschaften wiederaufgenommen wird, soll das kultur- und gesellschaftskritische Erbe der Psychoanalyse wiederbelebt und weiterentwickelt werden.“

Der Psychosozial-Verlag fühlt sich dem Erbe der Psychoanalyse verpflichtet, aber er lässt sich nicht einengen bei der Frage, wer nun zur psychoanalytischen Traditionslinie gehöre oder nicht – nicht einmal durch vormalige Einschätzungen Sigmund Freuds selbst. Und so erschienen in dem Verlag auch Schriften von bzw. zu den o.g. drei Verfemten: zu Sándor Ferenczi, Otto Rank und eben Wilhelm Reich. Von dem erschien dort 2017 die deutsche Übersetzung des (erstmals) 1983 publizierten englischsprachigen Buches „Wilhelm Reich: Children of the future“ mit Reichschen Arbeiten aus mehreren Jahren und Jahrzehnten (vgl. Heekerens, 2018a).

Die „Massenpsychologie des Faschismus“ und ihre Ausgaben

Im vorliegenden Buch wird der Text der 1. Ausgabe, 1933 in dem von Wilhelm Reich noch in Berlin gegründeten Verlag für Sexualpolitik (Verlagsorte nunmehr: Kopenhagen, Prag und Zürich) einschließlich der dortigen „Vorrede“, die schon auf den Beginn der Naziherrschaft zurück blickt, geboten. Im folgenden Jahr erschien eine zweite Auflage, die gegenüber der ersten durch ein am Schluss platziertes „Nachwort zur II. Auflage“ erweitert wurde. Neu in dieser 2. Auflage ist auch die Widmung vor der „Vorrede zur I. Auflage“: „dem Andenken der gefallenen österreichischen Kämpfer für die sozialistische Zukunft“. Hier hat Wilhelm Reich offensichtlich jene Wiener antifaschistischen Kämpfer(innen) würdigend im Blick, die im Februar 1934 noch einmal und vergeblich gegen den aufkommenden Austrofaschismus die Waffen ergriffen und von Polizei, Militär und rechten Paramilitärs umgebracht oder durch Standgerichte erschossen wurden.

Die dritte Auflage des Buches, geschrieben ab 1942 von einem Wilhelm Reich, der bereits damals gedankliche Wandlungen auf dem Gebiet der Psychotherapie wie dem der Politik durchgemacht hatte, erschien 1946 und wurde 1971 vom Kölner Verlag Kiepenheuer & Witsch in deutscher Übersetzung unter dem Originaltitel veröffentlicht. Nach bis heute im Internet zu findenden Verlagsangaben handelt es sich dabei im Grunde um einen – gemessen an 1933 - „erweiterten“ Text. Das läuft auf „Irreführung“ hinaus, die wir damals beim Besprechen des Buches im Abgleich mit dem Raubdruck der 2. Auflage von 1934 schnell ausfindig machten: Das war nicht mehr der prägnante Text eines aus dem deutschsprachigem Kernland stammenden Antifaschisten, der sowohl in kommunistischen wie in psychoanalytischen Vereinigungen verankert war und Marx und Freud zusammen-denken konnte und wollte.

Aber der Zeitpunkt des Erscheinens war von Kiepenheuer & Witsch klug gewählt. Man liest selbst in neusten Publikationen, „Massenpsychologie des Faschismus“ sei zuerst von den „68ern“ wieder aufgegriffen worden. Das ist eine missverständliche Redeweise. „68“ war in gewissem Sinne schon 1969 vorbei, wenn mit „68er“-Bewegung gemeint ist, die revoltenhafte, revolutionäre, tatsächlich extrem linke, antibürgerliche, zum Teil auch antidemokratische soziale Gruppe einer relativ kleinen, aber lauten studentischen Bewegung, die spätestens mit dem Ende der ersten Großen Koalition im Jahre 1969 endete (Nassehi, 2018; vgl. Heekerens, 2018b). Diese „68er“, zu denen auch ich mich rechne, lasen „Massenpsychologie des Faschismus“ nicht – wie sie denn überhaupt selten bei Lektüre eines Buches – bei (Kampf-)Broschüren, Flugblättern und Zeitungen war das anders – anzutreffen waren.

Bücher wurden wieder später gelesen: in dem von „68“ angestoßenen Alternativmilieu in den siebziger und frühen achtziger Jahren (1980 wurde unweit von Heidelberg in Karlsruhe die „Grünen“-Partei gegründet), das von dem nachgeborenen Sven Reichardt, einem Konstanzer Zeitgeschichtler, unter dem Titel „Authentizität und Gemeinschaft. Linksalternatives Leben in den siebziger und frühen achtziger Jahren“ (Berlin: Suhrkamp, 2014; vgl. Heekerens, 2014b) genau, empathisch, aber ohne Sentimentalität beschrieben wurde. Von dem damaligen „Alternativmilieu“, zu dem weder der maoistisch gesinnte Kommunistische Bund Westdeutschlands noch der Marxistische Studentenbund Spartakus, der nie so recht von Moskau loskam, zählte, wurden Reichsche Schriften, die es in vielen Universitätsstädten (meist an der Mensa oder Cafeteria) als Raubdrucke zu kaufen gab, dann von vielen gelesen und breit diskutiert. Oft im Zusammenhang mit Schriften seines Freundes A. S. Neill (vgl. Placzek, 1986), von denen vor allem zwei geradezu „verschlungen“ wurden: die beiden in Reinbek als Rowohlt-Taschenbuch erschienenen Werke „Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung. Das Beispiel Summerhill“ (1969) und „Das Prinzip Summerhill. Fragen und Antworten“ (1971).

Beide Bücher waren jeweils versehen mit einem Vorwort von Erich Fromm, den wir wie Wilhelm Reich zu den „Freudomarxisten“ zählten. Erich Fromm war es, der mit der erst später in den wissenschaftlichen Diskurs gebrachten Wortschöpfung „autoritärer Charakter“ auf den Begriff bringen sollte, worum es damals ging: Durch antiautoritäre Erziehung der Kinder, aber auch durch Abbau von Autoritätsbeziehungen in Partnerschaften (v.a. der männlichen Dominanz) sollte die familiär betriebene „Bereitstellung“ autoritärer Charaktere, den willigen Helfer(innen) autoritärer Regime (jeglicher Couleur) unterbunden werden. Das Private wurde politisch gedacht, und das Politische privat. Das dürfte ganz im Sinne Wilhelm Reichs gewesen sein,

Aufbau und Inhalt

Das vorliegende Buch besteht nach Autorschaft unterschieden aus zwei Teilen. Da gibt es zum einen Buchteile, die Texte Wilhelm Reichs aus den Jahren 1933 bzw. 1934 wiedergeben, und zum anderen solche, die vom Herausgeber stammen.

Die Reichschen Texte sind

  • Vorrede von 1933 zur ersten Ausgabe von „Massenpsychologie des Faschismus“
  • Text von 1933 der „Massenpsychologie des Faschismus“ mit den Kapiteln
  1. Die Ideologie als materielle Gewalt
  2. Die Familienideologie in der Massenpsychologie des Faschismus
  3. Die Rassetheorie
  4. Die Symbolik des Hakenkreuzes
  5. Die sexualökonomischen Voraussetzungen der bürgerlichen Familie
  6. Die Kirche als internationale sexualpolitische Organisation des Kapitals
  7. Die Voraussetzungen der sexualpolitischen Praxis im antireligiösen Kampf
  8. Einige Fragen der sexualpolitischen Praxis
  • Nachwort zur 2. Auflage (von 1934)
  • Fremdwörterverzeichnis

Ein „Fremdwörterverzeichnis“ zu bieten war für den Wilhelm Reich jener Jahre typisch und eine Selbstverständlichkeit; er wollte nicht nur, eher weniger für ein akademisches Publikum schreiben als für Menschen antifaschistischer Gesinnung, wozu es – damals wie heute – keiner akademischer Bildung bedarf. Das hiesige vierseitige Fremdwörterverzeichnis reicht von „abstrahieren, vom Wirklichen Einzelnen absehen“ bis „Zadruga, bosnische, vaterrechtliche Großfamilie“.

Die Vorrede vom Ende des Jahres 1933 blickt auf den Jahresanfang zurück und beginnt mit einem bis heute dramatisch klingenden Satz, dessen schreckliche Wahrheit erst im Mai 1945 vollends sichtbar werden sollte: „Die deutsche Arbeiterklasse hat eine schwere Niederlage erlitten und mit ihr alles, was es an Fortschrittlichem, Revolutionärem, Kulturgründendem, den alten Freiheitszielen der arbeitenden Menschheit Zustrebendem gibt“ (S. 11). Wilhelm Reich konnte den ganzen Schrecken, den die Nazis in den nur zwölf Jahren ihrer Herrschaft, heraufbeschworen, nicht ahnen (und auch sonst niemand). Aber er wusste um die Gefährlichkeit der Nazis, zu deren Bekämpfung er auch mit vorliegendem Buche beitragen wollte: „Diese Schrift entstand im Verlaufe des Anwachsens der reaktionären Flut in Deutschland in den Jahren 1930 bis 1933. Ihre Absicht ist es, der jungen, noch unentwickelten sexualpolitischen Bewegung ein Stück theoretischer Grundlage zu geben und einige der wichtigsten praktischen Angriffspunkte aus dem sexualreformerischen Chaos herauszuschälen“ (S. 14).

Das Nachwort zur 2. Auflage ist in weiten Teilen eine in immer neuen Wendungen vorgebrachte und an verschiedenen Beispielen demonstrierte Grundüberzeugung des Wilhelm Reich von 1934: „Versucht man die Struktur des Menschen allein zu ändern, so widerstrebt die Gesellschaft. Versucht man die Gesellschaft allein zu ändern, so widerstreben die Menschen“ (S. 195). Wenn gesellschaftliche Veränderungen nachhaltig gelingen soll, muss man mit Mitteln einer politischen Ökonomie und einer politischen Psychologie gleichermaßen und im Verbund denken und handeln. In seinem eigenen Falle hieß das konkret: Marx und Freud zusammen-fügen zu einem Denk- und Handlungsansatz, den er „Sexualökonomie“ nannte.

Der Inhalt des zwischen Vorrede und Nachrede stehenden Textes mit bald 180 Seiten lässt sich in knappster Form beispielsweise so skizzieren: Es handelt sich um die Entfaltung einer These, der sich Wilhelm Reich so genähert und die er folgendermaßen formuliert hat.

„Hitlers Erfolg lässt sich … keineswegs aus seiner objektiven Rolle in der Geschichte des Kapitalismus erklären, denn diese hätte, wäre sie unmittelbarer Inhalt der Propaganda gewesen, das Gegenteil des Beabsichtigten erzielt. Die Erforschung der massenpsychologischen Wirkung Hitlers, muss von der Voraussetzung ausgehen, dass ein Führer oder auch nur Vertreter einer Idee nur dann Erfolg haben kann…, wenn seine persönliche Anschauung, seine Ideologie oder sein Programm an die durchschnittliche Struktur einer breiten Schicht von Massenindividuen anklingt. Dann ergibt sich die weitere Frage, welcher historischen und soziologischen Situation diese Massenstrukturen verdanken. So verlegt sich die Frage der Massenpsychologie aus der Metaphysik in die Wirklichkeit des gesellschaftlichen Lebens. Nur dann, wenn die Struktur einer Führerpersönlichkeit mit massenindividuellen Strukturen breiter Kreise zusammenklingt, kann ein ‚Führer‘ Geschichte machen“ (S. 44).

Eine ausführliche und differenzierte Inhaltsangabe zwingt wegen der Verschiedenheit des betrachteten Materials, der Vielfalt der eingenommenen Perspektiven und Unterschieden im methodischen Vor- und Zugehen schnell zu einem Seitenumfang von guten zehn Seiten. Eine solche Art von Zusammenfassung hat Andreas Peglau schon vor Jahr und Tag geliefert (Peglau, 2017, S. 34–44). Eine bessere als diese bieten zu wollen, wäre eitles Bemühen; ein ganz und gar überflüssiges zudem, weil die Peglausche Zusammenfassung nur einen Mausklick entfernt ist: https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/wp-content/uploads/2014/09/Rechtsruck-Zweite-Auflage-3-11-17-1.pdf (letzter Zugriff am 27.1.2020).

Der vom Herausgeber besorgte Anhang besteht aus folgenden Teilen:

  • Editorische Notizen
  • Glossar
  • Zeitleiste mit dem Schwerpunkt 1930 bis 1933
  • Wilhelm Reich und die Originalausgabe der Massenpsychologie des Faschismus von 1933. Eine biografisch-zeitgeschichtliche Einordnung
  • Literatur

Die Editorischen Notizen sind ganz unterschiedlicher Art: Sie reichen von einer knappen Charakterisierung des 1933-Textes über die Begründung allfälliger Korrekturen bis Erläuterungen der Unterschiede zwischen originalem und jetzigem Satzspiegel. Das Glossar enthält ein Personen-, Ort- und Sachregister sowie Erklärungen zum sachlichen Verständnis des Textes. Die wenigsten heutigen Leser(innen) dürften beispielsweise (noch) wissen, was mit „Umfall der Führer der II. Internationale“ gemeint ist. Die Zeitleiste mit dem Schwerpunkt 1930 bis 1933 ist eine Chronologie von Leben und Werk Wilhelm Reichs sowie der zum Verstehen relevanten Kontexte unterschiedlicher Art. Da wird etwa zum 1.1.1932 notiert „Sigmund Freud beschließt ‚Schritte‘ gegen den einflussreichen Dissidenten Reich“ (S. 225). Und zum 30.1.1933: „Adolf Hitler wird deutscher Reichskanzler“ (S. 225).

Wilhelm Reich und die Originalausgabe der „Massenpsychologie des Faschismus von 1933. Eine biografisch-zeitgeschichtliche Einordnung“ ist der umfangreichste und inhaltlich bedeutsamste Teil des Anhangs. Er ist zweierlei. Zum einen Kurzbiographie Wilhelm Reichs, die eindrücklich zeigt, wie eng bei ihm Leben und Werk verbunden sind; so eng, dass wir zumindest für den „mittleren Reich“ der 1930er Jahre ohne Kenntnis des einen das andere nicht verstehen – und umgekehrt. Zum anderen eine gelungene „textgebundene Erörterung“ zur „Massenpsychologie“.

Ein ausführliches Literaturverzeichnis gibt Zeugnis von der wissenschaftlichen Arbeit an und zu diesem Herausgeberwerk.

Diskussion

Die „Massenpsychologie“ wird heute zu den bedeutendsten Schriften der Sozialwissenschaften gezählt. Der durch seine Antisemitismusforschung bekannte Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn hat sie in „Klassiker der Sozialwissenschaften: 100 Schlüsselwerke im Portrait“ (Wiesbaden: Springer VS, 2. Aufl. 2016) aufgenommen. Dort findet die „Massenpsychologie“ einen würdigen Platz zwischen „Die Arbeitslosen von Marienthal“ (Marie Jahoda u.a., 1933) und Georg Herbert Meads „Mind, Self, And Society“ (1934). Die „Massenpsychologie“ ist die erste bedeutsame Publikation zur Faschismus- und Rechtsextremismusforschung, deren Gegenstand keineswegs ein ausschließlich historischer, sondern ein höchst aktueller ist. In Publikationen zu diesen Themengebieten sowie zu Autoritarismus, Populismus und Totalitarismus fehlt eine Bezugnahme auf die „Massenpsychologie“ in aller Regel. Das hat natürlich auch und vielleicht sogar vornehmlich damit zu tun, dass die „Massenpsychologie“ von 1933/34 von vornherein nicht den Weg in öffentliche Bibliotheken finden konnte, vereinzelte Originalausgaben nur zu Liebhaberpreisen zu haben sind und Raubdrucke von den jeweiligen Besitzer(inne)n diskret be- und verwahrt werden.

Das ist das erste große Verdienst von Andreas Peglau: dass er den Originaltext von 1933/34 einem breiten Publikum – nicht wieder, sondern – erstmals (!) zugänglich gemacht hat; die Anerkennung dafür teilt er sich mit dem Psychosozial-Verlag. Ihm alleine aber gilt in einem zweiten Punkte der alleinige Respekt: Er erschließt mit seinem Anhang (und weiterführend in Peglau, 2017) die „Massenpsychologie“ einer heutigen Leserschaft, die von jener um 1970 nicht nur zeitlich, sondern auch affektiv und kognitiv viel weiter vom Text entfernt ist. Diesen muss man nicht in jedem Detail so verstehen, wie Andreas Peglau das tut, aber der Herausgeber wirft all die Fragen auf, deren Beantwortung zum Textverstehen notwendig sind.

Fazit

Das Buch gehört dahin, wovon es die Nazis und ihre allzu willigen Helfer bis in die Spitzen der deutschen Professorenschaft zur klammheimlichen Freude der kommunistischen wie psychoanalytischen Orthodoxie erfolgreich bald neun Jahrzehnte ferngehalten haben: in die Hochschulbibliotheken und sonstige Bibliotheken, die der Bildung in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter dienen. Dafür können „Kümmerer“ sorgen, die sich an Hochschulen in Gestalt von Dozent(inn)en finden (können). Für meine Bezugsdisziplin, die Soziale Arbeit, empfehle ich für jede Institutsbibliothek die Anschaffung von mindestens zwei Exemplaren, von denen eines Studierenden in der Präsenzabteilung oder in der Kurzzeitausleihe zur Verfügung stehen sollte.

Literatur

Gödde, G. & Stehle, S. (Hrsg.) (2016). Die therapeutische Beziehung in der psychodynamischen Psychotherapie. Ein Handbuch. Gießen: Psychosozial-Verlag.

Heekerens, H.-P. (2014a). Rezension vom 20.03.2014 zu Ferenczi, S. (2013). Das klinische Tagebuch. Gießen: Psychosozial-Verlag. socialnet Rezensionen (online verfügbar unter www.socialnet.de/rezensionen/16363.php; letzter Zugriff am 18.1.2020).

Heekerens, H.-P. (2014b). Rezension vom 17.07.2014 zu Reichardt, S. (2014). Authentizität und Gemeinschaft. Berlin: Suhrkamp. socialnet Rezensionen. Online verfügbar unter http://www.socialnet.de/rezensionen/16987.php; letzter Zugriff am 23.1.2020.

Heekerens, H.-P. (2015a). Rezension vom 26.08.2015 zu Haynal, A. (2015). Die Technik-Debatte in der Psychoanalyse. Freud, Ferenczi, Balint (3. Aufl.). Gießen: Psychosozial-Verlag. socialnet Rezensionen (online verfügbar unter https://www.socialnet.de/rezensionen/19358.php; letzter Zugriff am 18.1.2020).

Heekerens, H.-P. (2015b). Rezension vom 01.07.2015 zu International Institute for Bioenergetic Analysis (Ed.) (2015). Bioenergetic Analysis. Gießen: Psychosozial-Verlag. socialnet Rezensionen (http://www.socialnet.de/rezensionen/18676.php).

Heekerens, H.-P. (2015c). Rezension vom 05.05.2015 zu Peglau, A. (2015). Unpolitische Wissenschaft? Wilhelm Reich und die Psychoanalyse im Nationalsozialismus (2. Aufl.). Gießen: Psychosozial-Verlag. socialnet Rezensionen (http://www.socialnet.de/rezensionen/18421.php).

Heekerens, H.-P. (2016a). Psychotherapie und Soziale Arbeit. Online verfügbar unter https://zks-verlag.de/wp-content/uploads/Hans-Peter-Heekerens-Psychotherapie-und-Soziale-Arbeit.pdf; letzter Zugriff am 22.1.2020.

Heekerens, H.-P. (2016b). Rezension vom 06.12.2016 zu Sassenfeld, A. J. (2015). Relationale Psychotherapie. Grundlagen und klinische Prinzipien. Gießen: Psychosozial-Verlag. socialnet Rezensionen (online verfügbar unter http://www.socialnet.de/rezensionen/21236.php; letzter Zugriff am 18.1.2020).

Heekerens, H.-P. (2016c). Rezension vom 06.12.2016 zu Gödde, G. & Stehle, S. (Hrsg.) (2016). Die therapeutische Beziehung in der psychodynamischen Psychotherapie. Ein Handbuch. Gießen: Psychosozial-Verlag. socialnet Rezensionen (http://www.socialnet.de/rezensionen/21944.php).

Heekerens, H.-P. (2018a). Rezension vom 05.03.2018 zu Reich, W. (2017). Kinder der Zukunft. Zur Prävention sexueller Pathologien. Gießen: Psychosozial-Verlag. socialnet Rezensionen. Online verfügbar unter https://www.socialnet.de/rezensionen/22944.php; letzter Zugriff am 23.1.2020.

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Nassehi, A. (2018). Gab es 1968? Eine Spurensuche. Hamburg: Kursbuch.

Peglau, A. (2001). Meine Annäherungen an die Psychoanalyse in DDR und BRD, von 1957 bis 2000. Luzifer-Amor: Zeitschrift zur Geschichte der Psychoanalyse, 14(27),104-125

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Peglau, A. (2014b). Die deutsche „Sexpol“: Massenorganisation oder „kleine Splittergruppe“? Zur Glaubwürdigkeit Wilhelm Reichs. Online verfügbar unter https://andreas-peglau-psychoanalyse.de/die-deutsche-sexpol-massenorganisation-oder-kleine-splittergruppe-zur-glaubwuerdigkeit-von-wilhelm-reich/; letzter Zugriff am 20.1.2020.

Peglau, A. (2017). Rechtsruck im 21. Jahrhundert: Wilhelm Reichs Massenpsychologie des Faschismus als Erklärungsansatz (2. Aufl.). Berlin: Nora. Online verfügbar unter https://docplayer.org/63202454-Andreas-peglau-rechtsruck-im-21-jahrhundert.html; letzter Zugriff am 20.1.2020

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Wittenberger, G. (1995). Das „Geheime Komitee“ Sigmund Freuds. Institutionalisierungsprozesse in der Psychoanalytischen Bewegung zwischen 1912 und 1927. Tübingen: edition diskord.


Rezension von
Prof. Dr. Dr. Hans-Peter Heekerens
Hochschullehrer i.R. für Sozialarbeit/Sozialpädagogik und Pädagogik an der Hochschule München
Homepage de.wikipedia.org/wiki/Hans-Peter_Heekerens
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Zitiervorschlag
Hans-Peter Heekerens. Rezension vom 25.02.2020 zu: Wilhelm Reich, Andreas Peglau, Andreas Peglau: Massenpsychologie des Faschismus. Der Originaltext von 1933. Psychosozial-Verlag (Gießen) 2020. ISBN 978-3-8379-2940-9. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/26581.php, Datum des Zugriffs 12.08.2020.


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