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Marianne Friese (Hrsg.): Reformprojekt Care Work

Cover Marianne Friese (Hrsg.): Reformprojekt Care Work. Professionalisierung der beruflichen und akademischen Ausbildung. wbv Media GmbH & Co. KG (Bielefeld) 2018. 299 Seiten. ISBN 978-3-7639-5974-7. D: 47,90 EUR, A: 49,30 EUR.

Reihe: Berufsbildung, Arbeit und Innovation - Band 50.
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Thema

Die mit den Entwicklungen der 1970er Jahre eingeleitete Care Krise (vgl. Initiativgruppe Care Macht Mehr 2013 [1]) gewinnt seit der Corona-Krise deutlich an Sichtbarkeit (vgl. Initiativgruppe Care Macht Mehr 2020 [2]). Durch den viel zitierten ‚Brennglaseffekt‘ werden sowohl Bedarfe und Bedingungen von Caregiver:innen als auch von Careleaver:innen besonders deutlich. Vor allem die Relevanz professioneller Care-Work tritt durch ihre pandemiebedingte Abwesenheit deutlich zu Tage. Der hier rezensierte Sammelband „Reformprojekt Care Work. Professionalisierung der beruflichen und akademischen Ausbildung“ wurde zwar bereits 2018, also vor der weltweiten Pandemie veröffentlicht, gewinnt aber nicht zuletzt deshalb an Bedeutung. Denn besonders jetzt sollten Ausbildungsstrukturen mit Blick auf Professionalisierungsprozesse im Bereich Care-Work reflektiert werden, damit Care-Berufe und ihre inhärente Verschränkung mit der Gender-Debatte die gegenwärtige Aufmerksamkeit positiv nutzen können.

Herausgeberin und Autor:innen

Marianne Friese, die Herausgeberin des Sammelwerkes, ist Professorin für Erziehungswissenschaften. Sie forscht und lehrt mit dem Schwerpunkt auf berufliche und betriebliche Bildung sowie Arbeitslehre für Lehramt und behandelt Themen wie Gender, Soziale Ungleichheit und Care Work. Eine Kombination dieser Fokusse drückt sich in „Reformprojekt Care-Work“ aus.

Die Autor:innen der Beiträge sind vornehmlich in der Wissenschaft tätig und erfüllen dort diverse Aufgaben als Professor:innen, wissenschaftliche Referentinnen und Mitarbeiterinnen sowie studentische Hilfskräfte. Ihre Schwerpunkte liegen auf Didaktik u/o Pädagogik im jeweiligen Berufsfeld. Augenscheinlich ist der stark überwiegende Anteil von Autorinnen, was jedoch vor dem Hintergrund der geschlechtlichen Konnotierung von „Care-Work“ nicht überrascht.

Entstehungshintergrund

Der Sammelband basiert auf einem Workshop zum Thema „Care Work“, welcher Teil der „Hochschultage Berufliche Bildung“ im Jahr 2017 war. Für die Publikation wurden über den Workshop hinaus weitere Projekte und Befunde herangezogen.

Das Buch ist Teil der Reihe „Berufsbildung, Arbeit und Innovation“. Er soll sowohl Publikum auf disziplinärer als auch auf professioneller Ebene ansprechen.

Aufbau

„Reformprojekt Care-Work“ thematisiert Berufsfelder, die der personenbezogenen (haushaltsnahen) Care-Work zuzuordnen sind. Nach einer einführenden überblickshaften Darstellung der Beiträge (9-15) stellt die Herausgeberin fachübergreifende Erörterungen zur Professionalisierung im Feld Care-Work dar (17-44). Darauf folgen insgesamt 16 Beiträge zu den jeweiligen Berufsfeldern:

  • Pflege (4 Beiträge),
  • Gesundheit und Körperpflege (3 Beiträge),
  • Ernährung und Hauswirtschaft (4 Beiträge),
  • Soziale Arbeit und Sozialpädagogik (5 Beiträge)

Die Artikel folgen einer einheitlichen Struktur und werden je von Abstract (deu/eng), Schlagworten und meistens von abschließenden Gedanken gerahmt.

Inhalt

Der einleitende Beitrag der Herausgeberin trägt den Titel „Berufliche und akademische Ausbildung für Care Berufe. Überblick und fachübergreifende Perspektiven der Professionalisierung“ (17-44). Marianne Friese stellt darin die Entwicklung von Care-Berufen seit der industriellen Revolution in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext. Dabei betont sie die unhintergehbare Verschränkung dieser Entwicklungsprozesse mit genderspezifischen Mustern, die in der Konsequenz sogenannte „Frauenberufe“ (18, Hervorhebung im Original) bei gleichzeitiger „Minderbewertung (re-)produktiver Arbeit“ (20) hervorgebracht haben. Diese Entwicklungen prägen die Care-Work bis heute in Form von „gendercodierten Berufsstrukturen“ (21). Fokussiert wird die Ausbildung in den diversen Berufen, indem die Durchlässigkeit der berufsbildenden Systeme mit Blick auf das „Wachstum des tertiären Sektors“ (26) unter der Devise „berufsbiografische[r] Flexibilität“ (27, Einfügung E.S.) beleuchtet wird. Friese fordert neue curriculare Konzepte, die sowohl horizontale als auch vertikale Durchlässigkeit ermöglichen, ohne die ohnehin existente Diffusität der Berufe weiter zu verschärfen. Dafür liefert die Autorin Vorschläge auf der Basis von Professionalisierungsdefiziten und -ansätzen, welche die im Kontext der Gender-Debatte stehen. Diese Verschränkung tritt sowohl offensichtlich (z.B. geschlechtsbezogene Schließung von Berufszugängen) als auch eingeschrieben (z.B. Gleichzeitigkeit von Rationalität und Emotionalität) zutage. Marianne Friese beleuchtet folgend die expandierende Landschaft der akademischen Lehramtsausbildung im Bereich der Care-Work. Abschließend stellt sie weitere curriculare und strukturelle Entwicklungsbedarfe und Herausforderungen, aber auch vielversprechende junge Konzepte für alle beteiligten Bildungsinstitutionen dar.

Die weiteren Beiträge werden subsummiert unter dem jeweiligen Berufsfeld vorgestellt.

Pflege

Das Berufsfeld Pflege wird mit dem Beitrag „Hochschulische Erstausbildung – Voraussetzung für eine nachhaltige Professionalisierung der Pflegepraxis“ (47-62) von Ingrid Darmann-Finck eingeleitet. Sie fokussiert dabei die Hochschuldidaktik mit der Herausforderung einer doppelten Sozialisation als „Entwicklung eines hochschulischen Habitus auf der einen und von praktischer Könnerschaft auf der anderen Seite“ (47).

In „Pflegepädagogik – eine Etappe auf dem Weg der Akademisierung und Professionalisierung der Lehrtätigkeit an pflegeberuflichen Schulen?“ (63-74) nimmt Karin Reiber den mehrdeutigen Begriff ‚Pflegepädagogik‘ und dessen Rolle in der Professionalisierung der Pflege in den Blick. Sie definiert den Begriff resümierend als Arbeitsgebiet, das sich sowohl mit diversen Bezugsdisziplinen auseinandersetzen muss als auch eine eigene disziplinäre Positionierung zu finden hat.

Darauf folgt ein Beitrag von Sabine Weber-Frieg, welcher die Ausbildung in der Altenpflege in zum Gegenstand hat. In „Professionelles Handeln in der Altenpflegeausbildung: Konstruktivistisches Bildungsverständnis und selbstreflexives, transformatives Lernen“ (75-90) fordert sie eine Neuorientierung der Ausbildung zur Altenpflege. Sie stellt die Notwendigkeit einer kooperativen, subjektorientierten Kompetenzentwicklung heraus, welche im Spannungsverhältnis mit den gegebenen Bedingungen in der Praxis stehen.

Das Berufsfeld Pflege wird mit einem Beitrag von Bettina Siecke mit dem Titel „Von der Schule in den Beruf – Herausforderungen für die Pflegeausbildung am Beispiel von Berufsorientierung und Heterogenität“ (91-105) beschlossen. Die Autorin rückt die Rekrutierung von Auszubildenden mit Fokus auf die „Heterogenität junger Menschen“ (91) in den Blick und stellt Lücken in der theoretischen wie empirischen Abhandlung zum Thema ‚Pflegeausbildung in der Berufsfindung‘ fest.

Gesundheit und Körperpflege

Das nächste Berufsfeld wird von Mathias Bonse-Rohmann mit „Herausforderungen und Perspektiven beruflicher und hochschulischer Bildung für das Berufsfeld Gesundheit und Körperpflege“ (109-123) eingeleitet. Der Autor thematisiert die Zusammenlegung der zunächst eigenständigen Berufsfelder mit dem Fokus auf: Lehrer:innenbildung, Gesundheit im Lernprozess, Inklusion und Digitalisierung sowie die Konsequenzen der Kooperation hochschulischer und beruflicher Bildung.

Weiter wird das Berufsfeld ‚Körperpflege‘ separat betrachtet. Dietmar Heisler schreibt in diesem Sinne zu „Professionalisierung zwischen ‚Care‘ und ‚Beauty‘: Historische und aktuelle Entwicklungen der Körperpflegeberufe am Beispiel Friseurhandwerk und Kosmetikbranche.“ (125-141). Dabei beleuchtet er Herausforderungen, Rahmenbedingungen und den hohen Frauenanteil unter den Fachkräften in einem komparativen Verhältnis der fokussierten Berufe.

„Wissenschaftliche Weiterbildung im Gesundheitswesen? Perspektiven, Potenziale und Herausforderungen am Beispiel einer explorativen Fallstudie“ (143-157) von Anika Denninger ist der letzte Beitrag zu diesem Berufsfeld. Die präsentierte Fallstudie behandelt die berufsbegleitende akademische Weiterbildung im Gesundheitswesen. Das Potenzial sei, mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel, keineswegs ausgeschöpft und bedarf weiterer Forschung.

Ernährung und Hauswirtschaft

Irmhild Kettschau eröffnet das nächste Kapitel mit dem Text „Die Lehrkräftebildung in der beruflichen Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft“ (161-173). Sie konstatiert eine vergleichsweise gute hochschulische Etablierung der pädagogischen Qualifikation und sieht gleichwohl Bedarfe hinsichtlich hochschulübergreifender „Essentials und Standards“ (161). Die disziplinäre Landschaft in dem Feld wird als aktiv beschrieben. Künftig soll sie verstärkt auf Nachwuchsförderung und auf ein Kernkurrikulum hinwirken.

Barbara Fegebank schreibt zu „Care Work – Innovation und Ergebnis der Professionalisierung in Hauswirtschaft und haushälterischer Bildung“ (175-188). Sie zeichnet Entwicklungslinien haushaltsnaher Dienstleistung mit Blick auf die berufliche Bildung nach. Abschließend arbeitet die Autorin ein Defizit zwischen fachimmanenter Anerkennung und gesamtgesellschaftlicher Abwertung heraus. Hoffnung liegt in professioneller öffentlichkeitswirksamer sowie praktischer Arbeit.

Alexandra Brutzer, Julia Kastrup und Irmhild Kettschau setzen sich in „Hauswirtschaftliche Berufe im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft – Entwicklungsstränge und weitere Reformbedarfe“ (189-205) mit der Entwicklung der „hauswirtschaftliche[n] Berufsfamilie“ (189) auseinander. Im Kontext des demografischen Wandels und der Etablierung eines Doppelverdienermodells werden die Fachkräfte als in der Zukunft geforderte „verantwortlich handelnde Generalisten“ (202) geschätzt.

Das Berufsfeld abschließend schreibt Uta Meier-Gräwe über ein etabliertes Phänomen sowie Lösungsmöglichkeiten in „Raus aus dem Schwarzmarkt: Wie subventionierte Gutscheine für haushaltsnahe Dienstleistungen sozial- und familienpolitisch wirken können“ (207-220). Vor dem Hintergrund des sich ausprägenden Care-Defizits werden prekäre Beschäftigungsverhältnisse problematisiert. Eine zukunftsfähige Perspektive erkennt die Autorin im „Belgischen Gutscheinmodell“ (207) und in der Reformierung digitaler Vermittlungsanbieter.

Soziale Arbeit und Sozialpädagogik

Rita Braches-Chyrek gibt in „Soziale Arbeit: Beruf und Wissenschaft“ (223-236) einen verdichteten Einstieg in das Berufsfeld ‚Soziale Arbeit und Sozialpädagogik‘. Zentral wird ein Verhältnis zwischen der Akademisierung und Expansion des Berufsfeldes und einer ausgeprägten Diversität bzgl. der Ausbildungswege der Fachkräfte gestellt. Dadurch wird das Berufsfeld ‚Soziale Arbeit und Sozialpädagogik‘ zu einem „Experimentierfeld für fluide kompetenzorientierte und untergeschichtete Beschäftigungsfelder“ (233), das in Teilen einer „Entprofessionalisierung“ (ebd.) ausgesetzt ist.

Den Fokus auf die Lehrgestaltung legt Anke Karber in „Didaktische Mehrdimensionalität der beruflichen Fachrichtung Sozialpädagogik – Zur Notwendigkeit sozialpädagogischer Didaktikforschung“ (237-251). Als notwendig wird die Anerkennung der Vielfältigkeit von Forschung zur Ausbildung des Lehrpersonals, was jeweils sowohl universitär als auch außeruniversitär erfolgt, erachtet. Herausfordernd und zukunftsfähig ist darüber hinaus die Schnittstellenarbeit zu weiteren, berufsfeldexternen personenbezogenen Dienstleistungen.

Das Arbeitsfeld ‚Frühe Bildung‘ wird von Anke König, Joanna Kratz und Katharina Stadler in „Erzieher:innenausbildung revisited: Expansion als Schubkraft? Der arbeitsfeldbezogene Diskurs in der vollzeitschulischen Ausbildung“ (253-268) in den Blick genommen. Vor dem Hintergrund des sozialen Wandels geht es um die Ausweitung und Gestaltung des Feldes mit dem Fokus auf berufliche Qualifikation. Die Autorinnen attestieren eine zunehmende „Steuerungsproblematik im Ausbildungssystem“ (263) und erkennen Potenziale um „den Sektor als attraktives Arbeitsfeld für die Zukunft“ (265) ausrichten zu können.

In „Berufsfachschulausbildungen als Einstiegsqualifizierung für die Frühe Bildung?“ (269-284) gehen Angélique Gessler, Kirsten Hanssen und Clarissa Uihlein den Berufen der Kinderpflege und Sozialassistenz nach. Die Autorinnen beleuchten verschiedene Ausbildungswege sowie die Durchlässigkeit der im unteren Qualifikationssegment angesiedelten Berufe. Einem zunehmenden Professionalisierungsanspruch werden die aktuellen Entwicklungen nicht gerecht, wenngleich sie anzustreben sind.

Das Berufsfeld und das Buch beschließend, schreiben Marianne Friese, Clemens Hafner und Simon C. Vollmer über „Flucht und Traumapädagogik in der Kita. Konzeption und Evaluation berufsbegleitender Weiterbildung des pädagogischen Personals“ (285-299). Sie stellen zwei erfolgreiche Weiterbildungsangebote dar und erkennen in den Konzepten neben der Kompetenzerweiterung eine Chance bezogen auf die Professionalisierung des Erzieher:innenberufs. Die Autor:innen erachten die Verstetigung und berufspolitische Anerkennung derartiger Maßnahmen als notwendig und sinnvoll.

Diskussion

Redaktionell fällt ein klarer und einheitlicher Aufbau von „Reformprojekt Care Work“ positiv ins Gewicht. Die vorangestellten Schlagworte zu Beginn jedes Aufsatzes ermöglichen eine rasche Einschätzung der Orientierung des Beitrages.

Der einleitende Beitrag von Marianne Friese fungiert als Orientierungsrahmen für die übrigen Texte. Der Autorin gelingt eine überblickshafte Darstellung der Diskussion. Darüber hinaus schafft sie Schnittstellen zu den Beiträgen des Sammelwerkes.

Bereits in der Gliederung von „Reformprojekt Care-Work“ wird das zentrale Anliegen von mehr Strukturiertheit und Eindeutigkeit in der Zuweisung von Berufen zu definierten Berufsfeldern transparent gemacht. Dies kann als Antwort auf ein bislang mangelhaftes statistisches Monitoring gelesen werden, was symptomatisch für die mannigfaltigen Tätigkeiten und diversen Ausbildungswege im Bereich der Care-Work ist. Es werden zwei weitere Problematiken betont, die im Kontext von sozialem Wandel stehen. Erstens das Spannungsverhältnis von „Bedeutungswachstum und Prekarisierung“ (17) und zweitens die damit in Verbindung stehenden „genderspezifische Berufsstrukturen“ (ebd.) im Feld der Sorgearbeit. Die Publikation wird diesen Anforderungen durch Analyse und Sichtbarmachung in den vielfältigen Beiträgen gerecht.

Ebenfalls positiv zu werten ist die partnerschaftliche Abhandlung von beruflicher und akademischer Ausbildung, welche dem vielfältigen Feld der Care-Work gerecht wird und im Zusammenhang mit der Genese der Tätigkeiten und Berufsfelder steht. Gleichwohl wird die Akademisierung als vielversprechender Weg im Professionalisierungsprozess auch in Form von akademischen Fort- und Weiterbildungsangeboten hoffnungsgeladen beschrieben.

Schwachstellen sind in der Darstellung, Formatierung sowie der Beschriftung von Tabellen/​Abbildungen zu erkennen: Hier fehlen eindeutig kontrastierte Legenden (Abbildung 1, S. 22) und transparent gemachte Werte (Abbildung 3, S. 24), was dazu führt, dass diese Tabellen und Abbildungen nicht unmittelbar verstehbar sind.

Für die Nachvollziehbarkeit des Buches wird Wissen über Sorgearbeit vorausgesetzt, womit sich „Reformprojekt Care-Work“ nicht als Einstiegswerk in die Debatte um Professionalisierung von Care-Work eignet. Dennoch bündelt das Werk Wissensbestände in einer strukturierten Form und setzt damit Maßstäbe für weitere Abhandlungen.

Fazit

„Reformprojekt Care Work. Professionalisierung der beruflichen und akademischen Ausbildung“ schafft Maßstäbe für weitere Abhandlungen im Feld der Sorgearbeit. Es gelingt eine Bündelung und Strukturierung von professionsbezogenen und disziplinären Wissensbeständen im weitläufigen Feld. Ein erster Eindruck von diffusen Zuweisungen und uneindeutigen Abgrenzungen wird damit nicht als Mangel der Publikation, sondern als zentraler Diskussionspunkt in der Debatte um die Professionalisierung von Care-Work im Kontext von sozialem Wandel erkannt. Die Systematisierung des undurchsichtigen respektive reformierten Feldes schreitet durch diese Publikation voran.


[1] Initiativgruppe Care Macht Mehr (2013): Manifest 2013. Von der Care-Krise zur Care-Gerechtigkeit. https://care-macht-mehr.com/manifest-2013-2/, zuletzt geprüft am 4.3.2021

[2] Initiativgruppe Care Macht Mehr (2020): Großputz! Care nach Corona neu gestalten. Ein Positionspapier zur Care-Krise aus Deutschland, Österreich, Schweiz. https://care-macht-mehr.com/, zuletzt geprüft am 4.3.2021


Rezension von
Elisabeth Sommer
Promovendin an der HAW Landshut und der Universität Bamberg; M. A. Soziale Arbeit; B. A. Soziale Arbeit; Examinierte Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin
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Zitiervorschlag
Elisabeth Sommer. Rezension vom 25.03.2021 zu: Marianne Friese (Hrsg.): Reformprojekt Care Work. Professionalisierung der beruflichen und akademischen Ausbildung. wbv Media GmbH & Co. KG (Bielefeld) 2018. ISBN 978-3-7639-5974-7. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/26857.php, Datum des Zugriffs 22.04.2021.


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