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Heinrich Böll Stiftung e.V.: Öffentlicher Raum!

Cover Heinrich Böll Stiftung e.V.: Öffentlicher Raum! Politik der gesellschaftlichen Teilhabe und Zusammenkunft. Campus Verlag (Frankfurt) 2020. 350 Seiten. ISBN 978-3-593-51242-6. D: 29,95 EUR, A: 30,80 EUR, CH: 33,75 sFr.
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Thema

Nichts charakterisiert eine Stadt mehr als ihre öffentlichen Räume, deren städtebauliche Ausgestaltung und deren Infrastruktur, die Aufenthaltsqualität ihrer Plätze, der Charakter ihrer öffentlichen Bauten, der urbane Charakter ihrer jeweiligen Innenstadt. Und auch die ländliche Gemeinde und das Dorf kennen einen öffentlichen Raum, einen Dorfplatz, öffentliche Bauten wie das Rathaus, die Schule und die Kirche, die auf die Eigenheiten und die typische Struktur der Gemeinde verweisen.

Öffentliche städtische Räume verweisen auf eine gewisse Urbanität, auf eine spezifisch städtische Lebensweise, auf typische Verhaltenscodices, auf eine Offenheit im Umgang mit anderen; in städtischen Räumen ist man immer auch mit Fremdheit, Kontingenz und Widersprüchlichkeiten konfrontiert und es entstehen dadurch auch Spannungen, die der Städter auch aushalten muss.

Es geht bei öffentlichen Räumen inzwischen auch immer mehr um Öffentlichkeit, um öffentliche Diskurse, um demokratische Teilhabe an den gesellschaftlichen Ereignissen und Prozessen, die die Stadt ausmachen. Nachdem sich auch die Politik lange Zeit in spezifische Funktionsräume zurückgezogen hat und dort ihre Diskurse geführt hat, fordert eine demokratische Öffentlichkeit ihr Recht zurück, sich einzumischen, in Aushandlungsprozessen ihre Interessen und Bedürfnisse einzubringen.

Und inzwischen geht es auch um einen Funktionswandel. Öffentliche Räume werden als Erlebnis- und Handlungsräume anders angeeignet, genutzt und besetzt. Freiflächen werden z.B. in den Städten kreativ genutzt, Urban Gardening ist eine weiteres Anzeichen für diesen Prozess. Weiter werden politische Auseinandersetzungen im öffentlichen Raum sichtbar; der Maidan-Platz in Kiew ist zum Inbegriff des politischen Protestes geworden; seit den Anschlägen von Paris kennen wir auch öffentliches Trauern.

Dass die Medien die Öffentlichkeit prägen, ist inzwischen eine Binsenweisheit. Aber inzwischen werden viele andere gesellschaftliche Bereiche mit den Eigenschaften öffentlicher Räume konnotiert: Bildung, Kultur, Kunst, Sport und die spannende Frage ist, was an dem, was öffentliche Räume im Zusammenhang mit Öffentlichkeit ausmacht, im Kontext dieser Bereiche jeweils prägt.

Herausgeber

Die Herausgeberschaft verantwortet die Heinrich-Böll-Stiftung Berlin. Die Beiträge entstanden im Kontext eines Projektes mit dem Titel „Shared Spaces – Europäische Dialoge über öffentliche Räume“, das von 2018 - 2020 im Stiftungsverbund von Bundes- und Landesstiftungen der Heinrich-Böll-Stiftung durchgeführt wurde.

Autor*innen

Die Autor*innen kommen aus den Bereichen der Kulturwissenschaften und -politik, der Bildungswissenschaft und -politik, der Politik- und Sozialwissenschaften, der Wirtschafswissenschaften und der Planungswissenschaften.

Aufbau und Gliederung

Nach einem umfangreichen Einleitungskapitel gliedern sich die 15 Beiträge in fünf größere Kapitel:

  • I. Strategien
  • II. Öffentliche Räume in Stadt und Land
  • III. Medien als öffentliche Räume der Demokratie
  • IV. Bildungseinrichtungen als öffentliche Räume
  • V. Kunst und Sport als öffentliche Räume

Politik der öffentlichen Räume und Netze? Anforderungen an eine neue Infrastrukturpolitik (Peter Siller)

In einem umfangreichen Kapitel stellt Peter Siller das Konzept des Buches vor und begründet die Intention, die mit dem dem Buch zugrunde liegenden Projekt und den Beiträgen verbunden ist.

„In einer Politik der öffentlichen Räume und Netze entfaltet sich – gerade in grüner Perspektive – ein ganzes Programm, das die demokratischen und sozialen, ökologischen und ökonomischen Handlungsbedarfe an einem entscheidenden Punkt zusammenbringt.“ Und: „Die Zukunft der sozialen Integration wie der demokratischen Stabilität unserer Gesellschaft entscheidet sich im Zustand ihrer öffentlichen Räume und Netze.“ Auf der Grundlage dieser zentralen Thesen setzt sich der Autor zunächst mit der Frage auseinander, was Räume und Netze ausmacht. Dabei fordert Siller eine neue Strategie im Umgang mit dem Begriff der Infrastruktur und kommt zu einer qualitativ neuen Dimension der Infrastruktur: die Dimension der Teilhabe an öffentlichen Gütern, die sich längt nicht mehr mit dem Begriff der kollektiven Daseinsvorsorge abbilden lässt, die seinerzeit E. Forsthoff ins Spiel gebracht hat. Es geht also nicht mehr nur um Sicherstellen öffentlicher Güter, zu denen (auch) die sozial Benachteiligten Zugang haben sollten; es geht um kooperative Teilhabe, um Aushandlungsprozesse mit all denen, die diese Infrastruktur(en) nutzen und deswegen auch einfordern, sie mit gestalten zu wollen. Nicht nur Sicherung des Daseins ist das Thema, sondern Teilhabe.

Infrastrukturen sind also neben Institutionen Rahmenbedingungen der Teilhabe an der Gestaltung gesellschaftlicher Produktions- und Verteilungsbedingungen – so der Autor.

Öffentliche Güter sind konstitutiv mit dem öffentlichen Raum verbunden, in dem sie verankert sind, genutzt werden und/oder sich präsentieren. Ihre räumliche Zugänglichkeit aller wird nur dadurch gewährleistet, dass sie sich im öffentlichen Raum befinden.

Ebenso ist es mit Netzen. Netze kennen wir als Energienetze, Verkehrsnetze wie den öffentlichen Nahverkehr oder technische Kommunikationsnetze.

Die Öffentlichkeit von Räumen und Netzen liegt in der öffentlichen Zugänglichkeit für alle in gleicher Weise und nicht in der Unterschiedlichkeit ihrer Individualität und Identität. Sie liegt weiterhin in der öffentlichen Begegnung aller mit allen unabhängig ihrer unterschiedlichen sozialen Platzierung oder ethnischen Herkunft – auch mit der der durch die soziale Differenz entstehenden Widersprüchlichkeiten, Spannungen, Kontingenzen und Fremdheiten.

Öffentlichkeit der Räume und Netze ist auch verbunden mit den öffentlichen Gewährleistungen. Der Staat ist dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass unteilbare Grundinfrastrukturen vorhanden sind und aufrechterhalten werden. Bei öffentlichen Netzen wird diese Gewährleistung auch von nicht-staatlichen Akteuren bereitgestellt, aber der Staat sollte die Bereitstellung sicherstellen und gewährleisten – etwa bei der Digitalisierung.

All dies wird vom Autor fokussiert zu den „big four“ einer guten Infrastruktur, die da sind: Qualität, Zugänglichkeit, Begegnung und Organisation. Dabei kommt es auf die inklusive Qualität und Struktur an, also auf die interdependente und wechselseitige Abhängigkeit der einzelnen Merkmale von den jeweils anderen.

Weiter geht der Autor der Frage nach, in welche Handlungsfelder investiert werden muss; denn was nützt Teilhabe, wenn nichts investiv gestaltet werden kann?

Nach einer Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Investitionspolitik der Bundesrepublik geht es jedoch dem Autor um einen anderen tragfähigen Investitionsbegriff, der weiter geht als der traditionelle Begriff des Einsatzes von Mitteln zur Schaffung eines Wertes oder zur Aufrechterhaltung eines bestehenden Wertes. Es geht ihm um einen politischen und gesellschaftlichen Begriff der Investition, was er am Begriff der Bildung als Investition sehr klar verdeutlicht. Dazu gehört auch die Frage nach einer Teilhabestrategie. Und finanzpolitisch käme es darauf an, gesellschaftliche und ökonomische Leitbilder zu bemühen, die den gesellschaftlichen Wert für die Zukunft begründen.

Dies wird ausführlich entfaltet, bevor Siller nach den Räumen und Netzen fragt, auf die es seiner Meinung nach ankommt.

Räume sind:

  • öffentliche Bildungsräume, wo es um die „inklusive Qualität“ von Schulen und anderen Räumen des Erwerbs von Wissen und Kompetenzen geht;
  • öffentliche Informations- und Diskursräume mit einer „inklusive Qualität“ medialer Öffentlichkeit im digitalen Zeitalter;
  • öffentliche Räume des „Spiels“ mit einer „inklusive Qualität“ ästhetischer Räume der Kunst und des Sports;
  • öffentliche Räume vor Ort, bei denen es um „inklusive Qualität“ öffentlicher Orte und Plätze in Städten und auf dem Land geht.

Netze sind: öffentliche Mobilitätsnetze, öffentliche Energienetze und öffentliche Digitalnetze. Auch dies wird ausführlich erörtert und diskutiert.

Wie kann der Strategiewechsel gelingen? Das fragt der Autor und gleichzeitig fragt er kritisch, warum weder eine entsprechende Programmatik noch konkrete Schlüsselprojekte in Sicht sind. Die Beantwortung dieser Frage geht nicht ohne den Hinweis, dass dies alles auch mit Zumutungen verbunden ist. Es geht um Zumutungen des Öffentlichen, um gesellschaftliche Integration durch Auseinandersetzung, was meint, dass unter den Bedingungen sozialer Differenz, kultureller Diversität und der Pluralität von Lebensstilen Begegnung nicht ohne Auseinandersetzung mit dem anderen und sich selbst möglich ist. Das Spannungsverhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit verdeutlicht, dass Privatheit der Raum ist, der jemanden vor solchen Zumutungen des Öffentlichen schützt. Und es gibt Widerstände von denjenigen, die ihre Teilhabe einfordern, aber nicht teilhaben können oder gar dürfen. Eine etablierte Mittelschicht wird diesen Widerstand anders vorbringen als eine blockierte Unterschicht. Der Autor geht noch auf weitere Blockaden ein, nennt aber auch Teilhabegewinne, Vertrauensgewinne, Solidaritätsgewinne Kooperationsgewinne und Zukunftsgewinne.

Zum Schluss geht Peter Siller auf eine wirksame und vertrauenswürdige, auf eine aussichtsreiche und damit auch ermutigende Strategie ein als eine „neue Erzählung unserer öffentlichen Räume und Netze“, die eine Stärkung und Erneuerung unserer öffentlichen Infrastrukturen eröffnet.

I. Strategien

Begegnung und Berührung. Was für eine Gesellschaft wäre eine „inklusive“ Gesellschaft? (Heinz Bude)

Was hält eine heterogene Gesellschaft (überhaupt) noch zusammen? könnte die Frage von H. Bude lauten. Schließlich ist der Begriff der Inklusion einer der Schlüsselbegriffe einer emanzipatorischen Gesellschaftstheorie der Moderne – so der Autor. Bude diskutiert drei Stränge gesellschaftspolitischer Debatten.

Der erste Strang ist mit der Frage verbunden, was angesichts der Pluralität der Lebensentwürfe und Lebensstile und der divergierenden, auch widersprüchlichen Verhaltens- und Erwartungsstrukturen noch allgemein verbindlich ist.

Der zweite Strang ist eng mit der Frage des Verhältnisses von Individuum und Gesellschaft verbunden. Einem Individuum als einem autonom handlungsfähigen Subjekt mit unteilbaren Menschenrechten und mit einem Recht auf eine unverwechselbare Identität steht eine hoch differenzierte Gesellschaft gegenüber, in der diese Identität nicht nur schwerlich sicherbar ist, sondern bedroht ist und Nicht-Identität diskreditiert wird.

Ein dritter Strang für die Begründung einer sozialen Inklusion hat mit den veränderten Haltungen der sozialen Professionen und der Humanwissenschaften gegenüber Menschen zu tun, deren Inklusion eigentlich nie gesichert war. Es geht heute um einen Inklusionsbegriff, der letztlich die Unzulänglichkeit der Integration aller Individuen zum Maßstab der Inklusion aller macht.

Diese Stränge werden ausführlicher dargestellt und begründet und sind die Folie für eine veränderte Sichtweise von Vergesellschaftung, die nicht mehr Einpassung in ein einheitliches Wertesystem bedeutet, sondern angesichts der Wertepluralität Aushandlung und Verständigung über Prinzipien. Wenn Gesellschaft eine Konstruktion des Individuums ist, dann bedeutet dies auch eine Herausforderung und erfordert die Kompetenz des Individuums, was der Autor begründet.

Aber nicht nur das: es geht auch um Solidarität durch Begegnung, was immer auch heißt: die Einbeziehung des Anderen. Somit geht es auch um Empathie und Ambiguitätstoleranz und Solidarität bedeutet auch immer Anteilnahme und Engagement.

Fazit des Autors: „Vielleicht sollten wir uns die ‚inklusive Gesellschaft‘ als eine ‚solidarische Gesellschaft‘ vorstellen.“

Öffentliche Finanzen für öffentliche Räume (Michael Thöne)

Die Gestaltung öffentlicher Räume ist zugleich konstitutiv für die Gestaltung von Gesellschaft, von Kommunikation, von Gemeinschaft, von Integration und Inklusion.

Sie sind nie nur physisch oder geographisch definierte Räume, sie sind soziale Räume. So wichtig sie sind, sie sind dennoch nicht selbstverständlich; sie bedürfen eines Staates, der das Funktionieren öffentlicher Räume gewährleisten muss – und das ist auch eine Frage ihrer Finanzierung.

Was etwas kostet ist immer eine Frage, die eigentlich eine Frage, die am Ende eines Projektentwurfs gestellt wird – wenn also der Entwurf steht. Das gilt auch bei der Gestaltung öffentlicher Räume. Öffentliche Räume sind öffentliche Leistungen und müssen auch staatlich finanziert werden. Deshalb muss man auch darüber reden, aber nicht immer automatisch, wenn über die Gestaltung öffentliche Räume gesprochen wird.

Der Autor plädiert in Blick auf neue, zusätzliche Maßnahmen für die Berücksichtigung von drei Aspekten:

  • öffentliche Räume als staatliche Aufgaben müssen sich in der Konkurrenz mit anderen staatlichen Aufgaben bewähren,
  • öffentliche Räume müssen nicht unbedingt auch öffentliche Investitionen sein,
  • die staatliche Ebene muss geklärt werden, die für die öffentlichen Räume zuständig ist.

Und diese Aufgaben müssen zukunftsfest gemacht werden, was bedeutet: es geht um Nachhaltigkeit, inklusives Wachstum, Generationengerechtigkeit und es geht um Handlungsfelder, die mehr Engagement erfordern, wie den Wohnungsbau und die Wohnungsförderung und es geht um eine eher europäische Sicherheit.

Weiter geht es dem Autor um die Frage, ob jede Investition schon eine gute Investition ist und es geht um Finanzierungsmodi. Das wird ausführlich erörtert.

Schließlich wird noch diskutiert, dass konkrete Räume mit konkreten Orten verbunden sind und diese konkreten Orte liegen auf der lokalen Ebene, also in der Verantwortung der örtlichen Gemeinschaft, also von Städten und Gemeinden. Damit ist auch die Chance der Teilhabe an ihrer Gestaltung verbunden – ein wesentliches Element öffentlicher Räume!

Öffentliche Räume und intersektionale Stadtpolitik (Sabine Knierbein, Angelika Gabauer)

Sind öffentliche Räume wirklich allen zugänglich, was der Begriff der Öffentlichkeit eigentlich unterstellt? Oder haben wir es auch mit Abschottungen zu tun, mit öffentlichen Räumen, die nur einer bestimmten Klientel offenstehen, vor allem einer bestimmten Klientel nicht?

Vor dem Hintergrund von Studien beschäftigen sich die Autorinnen mit diesen Fragen; sie analysieren stadtpolitische Strategien und fragen kritisch, wie durch neoliberale Unternehmenspraktiken der öffentliche Raum besetzt wird. Dabei sind stadtpolitische Strategien dahingehend zu untersuchen, ob sie von den Städten selbst oder von anderen Politikebenen des Staates oder der EU definiert werden.

Zunächst werden Politikfelder ausführlich skizziert, die öffentliche Räume mitgestalten und beeinflussen und die für die Transformationsprozesse in Städten mit verantwortlich sind: Wirtschaft, Soziales, Kultur und Umwelt.

An Beispielen werden solche Transformationsprozesse der Politik der öffentlichen Räume beschrieben.

Als die Transformation des Orts der Erinnerung wird die Chlodna Straße im Warschauer Quartier Wola beschrieben. Diese Straße trennte das Warschauer Ghetto in zwei Teile, die mit einer Holzbrücke miteinander verbunden wurden.

Die Umgestaltung dieser Straße hat bestimmte Aspekte des Erinnerns ausgespart, weil auch die Initiativen, die diese Erinnerung wachhalten wollten, nicht genügend Einfluss hatten und die Stadt diesen Aspekt institutionell ausgespart hat.

Als die Transformation des Orts städtischen Alltags wird die Uferpromenade der griechischen Stadt Thessaloniki vorgestellt, die für die Bevölkerung eine große Bedeutung hat und an der sie ein Interesse ihrer Entwicklung, Erhaltung und Nutzung hat. Die Neugestaltung der Uferpromenade hat kultur- und umweltpolitische Akzente gesetzt; gleichzeitig konnte man hinter dieser Programmatik auch wirtschafts- und sozialpolitische Interessen, Standortinteressen vermuten.

Es geht dann um die Interpretation von flachen und tiefen Politiken des öffentlichen Raums. Die Wesensmerkmale öffentlicher Räume wie z B. ihre freie Zugänglichkeit, die transparente Regeln ihrer Nutzung, die partizipative und inklusive Gestaltungspolitik dieser Räume führen zu Spannungen und erfordern Regeln des Aushandelns, die sich ständig verändern. Diese Diskussion wird noch einmal auf die beiden Fallbeispiele bezogen. Dabei wird u.a. kritisch diskutiert, wie eine Stadtpolitik spezifische Teilöffentlichkeiten bestärkt, aktiviert und mobilisiert – andere nicht.

Schließich wird intersektionale Stadtpolitik als übergreifende Politik des öffentlichen Raums vorgestellt, das von dem Verständnis getragen ist, das einmal die einzelnen Raum- und Entscheidungsebenen bedenkt und zum anderen die Spannungsfelder zwischen Sektionen und spezifischen Diskursen im Blick hat.

II. Öffentliche Räume in Stadt und Land

Wohnzimmer für die Gesellschaft. Politische Bedeutung und Gestaltungsprinzipien des städtischen Raums (Arnold Bartetzky)

Wo präsentiert eine Familie ihren Gästen ihre Wohnung? Im Wohnzimmer! In der Tat sind die öffentlichen Räume – meist der Innenstädte – die Räume, wo Touristen oder auswärtige Besucher der Stadt den ersten Eindruck einer Stadt bekommen. Und diese Repräsentation der Stadt hat eine politische Bedeutung; überhaupt sind Räume nicht nur einfach physisch oder geographisch definierte und begrenzte Plätze und Straßen; sie sind Begegnungs- und Kommunikationsräume und ihre städtebauliche Gestaltung sowie ihre öffentlichen Bauten haben ebenfalls eine politische Bedeutung für die Gesamtstadt.

Vor diesem Hintergrund diskutiert Bartetzky, wie das Wohnzimmer einer Stadt aussehen muss, damit sie sich gut präsentieren kann und dass diese Präsentation eine politische Aufgabe einer Stadt ist. Dabei kommt noch ein wichtiger Aspekt dazu. Die bauliche Struktur von Räumen beeinflusst das Verhalten der Menschen. Es ist ein Unterschied, ob man in einer Trabantensiedlung lebt oder in einer Einfamilienhaussiedlung, ob es überhaupt öffentliche Räume gibt, die eine gewisse Urbanität und Aufenthaltsqualität ausstrahlen oder nur solche, die man eher meidet. Dies macht der Autor auch an Studien fest, die auf das Unbehagen an den unwirtlichen Städten aufmerksam machen, vor allem in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Aber auch gegenwärtig sucht man verlorene Raumqualitäten. Dabei diskutiert der Autor vor allem die Rekonstruktion und Aufwertung der Altstädte; in solchen Altstädten suchen Städte ein (auch verloren gegangenes) kollektives Gedächtnis und eine neue Identität.

Nun kennen wir Fehlentwicklungen der Stadtentwicklung, auf die der Autor hinweist und die mit einem Verlust an Urbanität und Lebensqualität einhergehen bzw. deren Korrektur deshalb auch viele Quartiers- und Stadtteilbewohner fordern: Funktionstrennung, und -entmischung und die autogerechte Stadt.

Deshalb ist die Frage, was eine gute Stadtgestaltung ausmacht, wofür der Autor einige zentrale Kriterien nennt:

  • die Nutzungsmischung statt Funktionstrennung,
  • urbane Dichte statt landschaftsfressende Expansion,
  • ein Miteinander der Verkehrsteilnehmer statt Unterordnung unter Bedürfnisse des Autorverkehrs,
  • gefasste Räume statt offene Weiten, kleinteilige Vielfalt statt unmaßstäbliche Monotonie,
  • hochwertige und wohnliche Gestaltung für alle statt uneffektive Vandalismusabwehr.

Gute Stadtgestaltung braucht Unterstützung durch die Politik und die Bevölkerung fordert der Autor. Auch hierfür nennt er einige Voraussetzungen wie gesetzliche Regelungen, Programme der Städtebauförderung, eine aktive Boden- und Liegenschaftspolitik und die Beteiligung und Mitwirkung der Bevölkerung an der Stadtgestaltung.

Ortsmomente in Stadt und Land. Sozialräumliches Alltagswissen im Kontext von Mobilität und Mediatisierung (Sabine Meier)

Alltagswissen ist ja ein Wissen, das man bei jeweils anderen voraussetzen darf, wenn man sich mit ihnen verständigen will. Sozialräumliches Alltagswissen bezieht sich einmal auf die sozialräumlichen Rahmenbedingungen der alltäglichen Lebensstilführung und der Alltagsbewältigung im Kontext der sozialräumlichen Bedingungen, auf Kommunikationsformen und Verständigungsmuster, die sich in spezifisch geprägten Sozialräumen je spezifisch ausbilden und die dort eine höhere Dignität besitzen als anderswo. Sie können in Quartieren, Stadtteilen oder Wohngebieten, aber auch in Dörfern umso dichter sein, je länger sich dort lokale Lebenszusammenhänge ausgebildet haben, die die individuelle Lebensgeschichte mit den strukturellen Lebensbedingungen des unmittelbaren Sozialraums verknüpfen. Und sie bilden sich eher aus, wenn wir es mit sozial relativ homogenen Milieus zu tun haben

Zum anderen kennen wir die Stadt und ihre öffentlichen Räume als Räume, die hochgradig sozial differenziert und kulturell divers sind und in denen die unterschiedlichsten Lebensstile aufeinander treffen. Das sozialräumliche Alltagswissen beruht hier gerade darauf, dass man damit rechnen muss, sich nicht verständigen zu können, ja sogar darauf, dass man sich auch nicht verständigen muss, um trotzdem handlungsfähig zu sein.

Das dürften die Ausgangsthesen sein, die S. Meier zu der Überlegung in ihrem Beitrag führen, dass es in einer hierarchischen – wir können auch sagen: sozial differenzierten – Gesellschaft keinen öffentlichen Raum gibt, der für alle zu jeder Zeit sozial inklusiv wirkt. H. P. Bahrdt hätte gesagt: in der man nur unvollständig integriert ist.

Sicher finden wir auch das Dörfliche in der Stadt, Stadtteile, in den sich ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt und gegenseitige nachbarschaftliche Vernetzung funktioniert und wir finden so etwas wie die Urbanisierung des Dorfes, in der es auch zu einer Trennung von Öffentlichem und Privatem kommt, die das traditionelle Dorf eigentlich nicht kennt. Die Autorin beschreibt dies mit einer mentalen Ruralität in der Stadt einerseits und einer mentalen Urbanität auf dem Dorf. Sie greift dabei auf eine Untersuchung von Peter Dirksmeier „Zur Sozialgeographie städtischen Lebens auf dem Land“ zurück. Mobilität wird dabei auch verstanden als ein verstärktes Pendler- und Umzugsverhalten.

Mediatisierung ist unterdessen ein Prozess, der digitale Sozialräume schafft, in der einmal Gleichgesinnte mit einander kommunizieren, aber im Zuge dessen andererseits ihre lokale Verortung verlieren. Mediatisierung erweitert die Kommunikationszusammenhänge und dies hat Auswirkungen auf die integrative Wirkung und urbane Bedeutung öffentlicher Räume in der Stadt als face-to-face-Begegnungs- und Kommunikationsräume.

Die Autorin diskutiert dann Beziehung zwischen Alltagswissen und öffentlichen Räumen vor dem Hintergrund der Studien von Simmel und den Geschwistern Muchow. So unterschiedlich diese Studien sind – Simmel spricht von einer temporären Aufhebung sozialer Differenzen im öffentlich Raum, die Muchows diskutieren die differenzierte Aneignung von öffentlichen Räumen durch Kinder in der Großstadt – sie kommen zu ähnlichen Ergebnissen: Die Zweckoffenheit und Mehrdeutigkeit öffentlicher Räume ermöglichen, dass unterschiedliche soziale Gruppen sich diese Räume unterschiedlich aneignen können, d.h. dass sie dort ihre je spezifischen Interessen realisieren und ihre Bedürfnisse befriedigen können, Bedürfnisse nach Begegnung, Kommunikation, Präsentation und Sicherung ihrer Identität. Weitere Studien werden genannt und vorgestellt.

Stadtpolitik müsste eigentlich öffentliche Räume entwickeln, die in einer hochgradig differenzierten Gesellschaft wirklich allen zugänglich sind, was auch bedeutet: die dafür notwendigen Infrastrukturen sicherzustellen und zu gewährleisten, die allen Bedürfnissen und Interessen gerecht wird. Dies ist sicher eine Masterplan-Perspektive in einer hochgradig differenzierten und diversifizierten Gesellschaft und angesichts der Ressourcen und Ansätze heutiger Stadtentwicklungspolitiken.

Die Verwobenheit des Landes mit der Stadt, die Entfaltung einer urbanen Lebensstilführung auf dem Dorf und die Entwicklung dörflicher Strukturen in der Stadt erlaubt eigentlich nicht mehr, von städtischen oder ländlichen Räumen zu sprechen.

Zu diesen Überlegungen nimmt die Autorin dann in ihrem Fazit Stellung.

Wissensökonomie und öffentliche Räume im Quartier (Anna Growe)

In ihrer Einleitung klärt die Autorin zunächst den Begriff der Wissensökonomie im Kontext des Begriff des Wissensgesellschaft, um dann die Akteure der Wissensökonomie zu nennen, die sich in drei Gruppen einteilen lassen: in forschungsintensive Industrien, wissensintensive Dienstleistungen und die Kultur- und Kreativwirtschaft. Diese werden dann in ihrem Verhältnis zu einander diskutiert. Weiter erörtert die Autorin die Arbeitsorte der Wissensökonomie, Orte die wichtig für die Wissensarbeit sind, weil sie eine spezifische Infrastruktur aufweisen, Austauschprozesse im wissensökonomischen Prozess ermöglichen oder/und die Generierung von Wissen unterstützen.

Dazu bietet die öffentliche Raum eines Quartier einige Rahmenbedingungen mit seinen Orten, die als „third places“ vorgestellt werden: Cafés, Bars, Restaurants. Es sind Orte, die weder eindeutig Wohnen noch eindeutig Arbeit sind, deshalb „third places“. Aber sie können auch Arbeitsplätze innerhalb einer Wohnung sein, sind dann aber nicht neutral. Homeoffice ist kein eigentlicher Arbeitsplatz in diesem Sinne.

Aber es gibt solche Arbeitsorte, die auch beschrieben werden und sie können auch im Wechsel mit anderen Arbeitsorten gewechselt werden. Dazu werden Beispiele aus dem städtischen und dem ländlichen Raum in Baden-Württemberg vorgestellt, die zeigen, dass third places als öffentliche Orte in der Stadt und auf dem Land eine sehr unterschiedliche Funktion haben. In der Stadt sind sie quasi eine Erweiterung der Optionen, wo gearbeitet wird; auf dem Land sie sie eher ein Basisangebot, sie können auch Impulsgeber sein.

III. Medien als öffentliche Räume der Demokratie

Öffentliche Räume, digital und analog (Gesa Ziemer)

Nach einer allgemeinen Thematisierung öffentlicher Räume beschäftigt sich G. Ziemer zuerst mit der Verbesserung von Bürgerdialogen und Bürgerbeteiligung. Vor dem Hintergrund der Verdichtung als größter Herausforderung für die zukünftige Stadtentwicklung geht sie den Fragen nach, wie der öffentliche Raum in Städten geschützt und (wieder)hergestellt werden kann, was auf den noch verbleibenden Flächen gebaut werden soll und welche Flächen der Öffentlichkeit vorbehalten werden soll und für was. Diese Fragen erfordern nicht nur Aushandlungsprozesse mit unterschiedlichen politischen und administrativen Akteuren; sie erfordert zunehmend auch die Beteiligung der Zivilgesellschaft, also der Bürger*innen in entsprechenden Foren. Es geht um Mitwirkung und Mitgestaltung von Anbeginn an. Dies wird ausführlicher entfaltet.

Ebenso diskutiert die Autorin eine kollaborierte Herstellung öffentlicher Räume. Stadteile haben in der Regel sehr unterschiedliche Funktionen, die notwendig zusammengehören, aufeinander verwiesen sind und deshalb auch in einer konstruktiven Auseinandersetzung zu Lösungen und Zielen kommen müssen. Am Beispiel zweier Hamburger Entwicklungsprozesse wird dies verdeutlicht.

Dass die Kunst im öffentlichen Raum ihren Platz haben muss und wie künstlerische Praktiken mit unterschiedlichen Akteuren auch zu Formen der diskursiven Auseinandersetzung mit der Geschichte und ihrer Präsentation im Stadtbild führt, erläutert die Autorin wiederum am Beispiel. Dabei spielen die Digitalisierung und der öffentliche Raum des Internets eine zunehmend bedeutsamere Rolle. Es geht um die (Forschungs-)frage, wie neue Technologien der Planung helfen können, nachhaltige Räume zu schaffen, die sozial integrativ wirken und eine gewisse Lebensqualität garantieren.

Öffentliche Medien im digitalen Zeitalter: Ein Public Open Space (Barbara Thomaß)

Es gibt keine Kommunikation ohne Raum, Kommunikation als Raum zu bezeichnen, hat eine lange Tradition und Medien stellen im öffentlichen Raum Kommunikation her. Und die Funktion von Medien in einer demokratischen Gesellschaft ist, Öffentlichkeit herzustellen. So führt die Autorin in ihr Thema ein.

Inwiefern sind digitale Medien öffentliche Räume? Können digitale Medien Öffentlichkeit konstituieren und eine kommunikative Begegnung unterschiedlicher Menschen gewährleisten? Sicher haben neue Technologien neue Medien- und Kommunikationsformate hervorgebracht, die auch das Nutzungsverhalten verändern und zu neuen Kommunikationsformen führen. Dies wird am Beispiel verschiedener Medien und sozialer Foren dargestellt.

Dann setzt sich B. Thomaß am Beispiel des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit den öffentlichen Medien als digitaler Raum auseinander. Seine Weiterentwicklung zu einem Public Open Space, also zu einem öffentlichen Raum einer digitalen Kommunikation, die zugleich zu einer offenen gesellschaftlichen Kommunikation führt und damit auch wirklich Öffentlichkeit garantiert, ist eine zwingende Herausforderung. Dies wird engagiert vorgestellt und ausführlich diskutiert.

Medienöffentlichkeit als Raum der Begegnung. Europäische Erfahrungen (Christian Schwarzenegger)

In seiner Einleitung macht der Autor deutlich, warum eine Gesellschaft eine Medienöffentlichkeit als Raum der Begegnung braucht. Er beschreibt die Informations-, Synchronisations- und Integrationsfunktion der Medienöffentlichkeit für die Gesellschaft, diskutiert dann die Medienöffentlichkeit im digitalen Zeitalter und deren Transnationalisierung sowie ihre Differenzierung, Fragmentierung und Pluralisierung.

In einem weiteren Schritt erörtert Schwarzenegger, warum öffentliche mediale Räume als soziale Begegnungsstätten gefährdet sind. So ist die Pluralität von Positionen und Inhalten dann problematisch, wenn sie nicht mehr diskursiv aufeinander bezogen sind, sondern eher neben einander stehen. Die damit verbundene Ausdifferenzierung lässt sich dann nicht mehr diskursiv bündeln und die Positionen verlieren ihre Bindungswirkung.

Der durch die digital vernetzten Öffentlichkeiten garantierte freie Zugang und ihre Transparenz wird allerdings ökonomisch und rechtlich gesteuert, was Einfluss hat auf die Informationsflüsse, die Informationsmöglichkeiten und die Inklusionsansprüche der Bürger*innen und es kommt zur Personalisierung, Manipulation und Misstrauen. Dies wird an Hand der technischen Bedingungen des Informationszugangs und der gezielt manipulierter Unterwanderung der Öffentlichkeitsräume ausführlich erörtert, die zu einer Legitimations- und Vertrauenskrise der traditionellen Medien führen kann.

Der Autor diskutiert dann den Populismus der Medien und kommt dann zu einem Europa, das zwar gemeinsame Erfahrungen hat, aber keine gemeinsame Öffentlichkeit.

Was bewahrt öffentliche mediale Räume als soziale Begegnungsstätten?

Es geht einmal um die Erinnerung als ein gemeinsamer Raum der Medienöffentlichkeit, dann um öffentliche Räume der Entschleunigung und um lokal, translokal und europäisch verankerte mediale öffentliche Räume.

IV. Bildungseinrichtungen als öffentliche Räume

Sozialstaat und öffentlicher Raum: Bildung als Paradigma investiver Sozialpolitik (Marius R. Busemeyer)

Natürlich ist der Sozialstaat kein konkreter sozialer Raum; damit ist aber nicht zwangsläufig eine abstrakte Konstruktion. Er ist ein öffentlich verfasstes und institutionalisiertes sozialpolitisches System der sozialen Sicherung; er umfasst sowohl soziale Sicherungssysteme (Versicherungen) als auch soziale Hilfesysteme, die Lebensrisiken absichern, die die Integration von Menschen in einer Gesellschaft gefährden. Und er soll sicher auch zu einem gerechten Ausgleich von Chancen und Möglichkeiten beitragen; er soll soziale Ungleichheiten und regionale Disparitäten abbauen, die zu sozialen Ungleichheiten und Benachteiligungen führen. Solidarität ist ein zentrales Prinzip der Sozialpolitik, dass allerdings ohne Subsidiarität nicht zu denken ist. Der Sozialstaat war aber nie in einem umfassenden Begriff eine Solidargemeinschaft. Bestenfalls sind die Versicherungen institutionell verfasste Solidargemeinschaften. Und sicher ist die Privatisierung von Sozialleistungen, die der Sozialstaat garantieren muss, eine Erosion des sozialstaatlichen Solidaritätsgedankens, ob es auch eine Erosion des sozialstaatlichen Leistungsgedankens ist, muss differenzierter betrachtet werden.

Güter der kollektiven Daseinsvorsorge, Infrastrukturen die allen in gleicher Weise, also unabhängig ihres jeweils auch ungleichen Sozialstatus zugänglich sein müssen, die der Staat gewährleisten muss und an dem Menschen teilhaben sollen, in den Leistungskatalog der Sozialpolitik aufzunehmen, bedeutete eine interessante Wendung des sozialpolitischen Denkens.

Der Autor plädiert dafür, den Sozialstaat als einen virtuellen öffentlichen Raum zu verstehen, dessen Sicherung eine ständige Herausforderung sein muss. Er fragt weiterhin, wie verhindert werden kann, dass der Sozialstaat als öffentliche Solidargemeinschaft erodiert. Es geht um soziale Investitionen, die eingefordert werden; der Autor diskutiert dies in einem allgemeinen Rahmen. Als Beispiel nennt er Bildung. Soziale Investitionen in Bildung und in eine aktive Arbeitsmarkt-, Familien- und Pflegepolitik sollen Menschen in die Lage versetzen, aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen. Dem Rezensenten verschließt sich allerdings der Erkenntnisgewinn, den Sozialstaat als (virtuellen) Raum zu betrachten.

Lass uns Freunde sein! Wie Schule und Sozialraum sich gegenseitig stärken und verbessern können (Hannelore Trageser)

Zunächst ist Schule immer öffentlich und sie spielt in den Stadtquartieren und auf dem Dorf eine bedeutende öffentliche Rolle. Sie soll integrativ wirken und als Bestandteil des Sozialraums Stadtteil oder Dorf hat sie eine wichtige Funktion. Nun meint die Autorin, dass eine weniger gute Schule in besser gestellten Quartieren durch Ersatzangebote kompensiert werden kann; die schlechte Schule in benachteiligten Quartieren hat eher eine benachteiligende Wirkung, weil sie auffangen muss, was außerhalb der Schule versäumt wird, aber es nicht kann. Die Autorin fragt nach der Bildungsgerechtigkeit in Schulen sozial deprivierter Quartiere. Und sie fragt, ob Schulen in benachteiligten Quartieren immer auch schlechte Schulen sein müssen. Benachteiligte Quartiere sind strukturell benachteiligt und ihre Strukturen wirken benachteiligend. Können Schulen als Teile des Sozialraums das auffangen, was strukturelle Benachteiligung durch den Sozialraum bedeutet?

An Hand des Berliner Projekts School-Turnaround erörtert die Autorin, wie Schulen urbane Resilienz entwickeln können, also sich selbst als System stärken können gegenüber negativen Einflüssen, ihre Arbeit an Veränderungen anzupassen, für Innovationen bereit und befähigt zu sein und eine Schulkultur zu schaffen, die nicht von Resignation und Misserfolgserwartungen geprägt ist.

Schule im Sozialraum und Schule als Sozialraum müssen sich gegenseitig verstehen und vernetzen. Lernorte außerhalb der Schule müssen mit dem Lernen in der Schule zusammengebracht werden. Das führt die Autorin detailliert aus, bevor sie nach den bildungsfernen Eltern und deren Integration fragt und nach den Kommunikationsstörungen, die auftreten, wenn unterschiedliche Akteure ihre unterschiedlichen Interessen einbringen und unterschiedliche Rollen spielen bzw. Funktionen erfüllen. Die Autorin geht dann weiter auf die Schule und ihre Segregationsfunktion ein, die ja in Deutschland institutionell verfestigt ist und sie schließt mit einer Reihe von Thesen und Empfehlungen.

Politische Erwachsenenbildung im öffentlichen Raum (Helmut Bremer)

Das „Unbehagen an der politischen Kultur“ in diesem Land ist greifbar. Politische Eliten und Akteure, auch politische Institutionen kommen ohne das Volk aus und die Abwendung von der Politik verweist auf Resignation, Enttäuschung und Wut einer Bevölkerung. Diese Resignation und Wut äußert sich in Protesten, kreativen Aktionen, Empörung oder auch in Verweigerung und Rückzug und findet in einer Wahl von Protestparteien oder nicht-etablierten politischen Akteuren ihren Ausdruck.

Vor dem Hintergrund dieser Diagnose erörtert der Autor zunächst den Zusammenhang von politischer Erwachsenenbildung und öffentlichem Raum, ist doch die Erwachsenenbildung historisch meist auch aus sozialen Bewegungen, wie Partizipations- und Emanzipationsbewegungen hervorgegangen, die zugleich auch Öffentlichkeit hergestellt haben, öffentliche Diskurse initiiert haben (Habermas) oder aber auch um ihre Deutungshoheit gerungen haben (Bourdieu).

In Anschluss daran diskutiert Bremer die Entfremdung und Krise der politischen Repräsentation. Es geht auch darum, wie sich soziale Ungleichheit in der politischen Ungleichheit widerspiegelt. Der Autor geht dabei auf einige Untersuchungen ein, die im Fazit nachweisen, dass soziale Ungleichheit mit der politischen korreliert.

Hilft aufsuchende Bildungsarbeit als Methode der Erwachsenenbildung? Gerade für Menschen aus bildungsfernen und benachteiligten Milieus ist ein politisch motiviertes Handeln und Denken eher fremd; sie zu motivieren erfordert eine Geh-Struktur, die die Menschen dort abholt, wo sie stehen. Der Autor nennt eine Reihe von Aspekten der aufsuchenden Bildungsarbeit wie doppelte Distanz, Sozialraumorientierung, Netzwerke, Schlüsselpersonen, Interdisziplinarität oder pädagogische Reflexivität und Umgang mit Heterogenität. Diese Aspekte werden ausführlich begründet.

Weiter setzt sich Bremer mit rechtspopulistischen Protesten auseinander, die generell betrachtet Ausdruck einer tiefsitzenden Unzufriedenheit mit den etablierten politischen Akteuren ist. Und er befasst sich mit der Emotionalisierung der Politik, die in solchen rechtspopulistischen Kreisen verstärkt diskutiert wird und Anlass für Proteste gibt.

V. Kunst und Sport als öffentliche Räume

Zur Stärkung öffentlicher Kultureinrichtungen. Warum Kulturräume unter Druck geraten und was europäische Politik tun kann (Helga Trüpel, Jochen Eisenburger)

Die Kultur hat es nicht leicht. Wo öffentliche Räume eigentlich auch die Räume sind, in denen Kultur sich präsentieren kann, werden sie in urbanen Zentren und Ballungsräumen knapp und deshalb auch teuer und wo sie billiger sind – in ländlichen Räumen – fehlt oft die für die Kultur wichtige Klientel. Auf der anderen Seite konstatieren die Autorin und der Autor ein gestiegenes Interesse an kulturellen Ereignissen und Aktionen im europäischen Kontext und einen Aufwind der europäischen Kulturpolitik.

Nach einer kurzen Begründung dieser Thesen plädieren Trüpel und Eisenberger für eine Stärkung öffentlicher Kultureinrichtungen als kulturelle Daseinsvorsorge und berufen sich dabei auf Debatten der frühen 2000er Jahre und auf die UN-Menschenrechtserklärung von 1948, in der sich die Vertragsstaaten verpflichten, die zur Erhaltung und Entwicklung der Kultur notwendigen Maßnahmen zu treffen. Damit wäre der Staat verpflichtet, ein gewisses Maß an kulturellen Einrichtungen und Programmen zu schaffen, die eine Grundversorgung mit kulturellen Gütern sicherstellen und die Teilnahme daran gewährleisten, also Zugänglichkeit zusichern.

Die Teilnahme an kulturellen Gütern kann in drei Dimensionen unterschieden werden:

  • Möglichkeiten, das eigene kulturelle Schaffen als Selbstentfaltung und Kreativität zu erfahren,
  • Möglichkeiten der Teilnahme an und Auseinandersetzung mit kulturellen Gütern und Präsentationen und
  • kulturelle Bildung als Voraussetzung für die genannten anderen Möglichkeiten.

Diese drei Dimensionen werden ausführlicher erörtert.

NGO‘s und Forschungsinstitute verweisen dabei auf mehrere Anforderungen, die im Rahmen kollektiver Daseinsvorsorge erfüllt sein sollten:

  • benachteiligte Gruppen sollten inkludiert werden und sich repräsentieren können,
  • der demographische Wandel, Landflucht und Raumnot in Städten müssen als Ausgangsbedingungen berücksichtig werden,
  • die kulturelle Diversität und soziale Heterogenität müssen berücksichtigt werden,
  • die Digitalisierung schafft Herausforderungen.

In Anschluss daran werden sehr breit der europäische Beitrag zur kulturellen Daseinsvorsorge diskutiert, die Kompetenzen der EU vorgestellt, Programm und Maßnahmen der EU zur kulturellen Daseinsvorsorge erörtert, Fördermittel im ländlichen Raum diskutiert, der Zugang benachteiligter Gruppen zu kulturellen Einrichtungen thematisiert und EU-Programme zu Herausforderungen und Potenzialen der Digitalisierung angesprochen und finanzielle Barrieren und Bildungshürden erwähnt.

Zum Schluss entfalten die Autorin und der Autor noch Ideen, die die kulturelle Daseinsvorsorge stärken könnten.

Spielplatz der Gesellschaft. Zur öffentlichkeitsstiftenden Funktion des Fußballs (Ronny Blaschke)

Sicher hat der Fußball eine öffentlichkeitsstiftende, ja sogar eine öffentlichkeitskonstituierende Funktion in unserer Gesellschaft! Dies wird auch zunächst dargestellt. Das diese öffentlichkeitsstiftende Funktion auch mit Risiken und Problemen verbunden ist, geht uns spätestens seit den Hooligans, Ultras und rechtspopulistischen Gruppen auf. Dass der Fußball auch anders sein kann, begründet der Autor mit seiner Brückenfunktion der Fußballfans als Jugendkultur zwischen Heranwachsenden und bestimmten politischen Milieus. Dazu nennt er einige einleuchtenden Bespiele.

Führungspositionen werden selten von Frauen besetzt, was begründet wird mit bekannten Stereotypen als gesellschaftlich verfestigte Vorurteile gegen über Frauen.

Der Autor sieht das Problem bei der Verantwortung und dem Bewusstsein der Profivereine und nennt dazu einige Beispiele. Stadien sind in diesem Zusammenhang auch Lern- und Erfahrungsorte; Lernziele wären die Förderung des kritischen Denkens und der demokratischen Teilhabe; dass außerschulische Lernorte in einer Gesellschaft auch immer mit nicht gewollten und beabsichtigten Nebeneffekten einher gehen, ist ohnehin das Risiko einer offenen und demokratischen Gesellschaft.

Ausführlicher werden dann die Herausforderungen im Breiten- und Amateurfußball diskutiert. Eine seiner größten Herausforderung war sicher die mit der Migration einhergehende kulturelle Diversität und die damit verbundenen Fragen und Probleme. Diese und andere Fragen werden ausführlich besprochen, wobei die Frage interessant ist, wie solche Fragen und Probleme die Kultur einer Stadt und damit die Stadtentwicklung beeinflussen – auch dies wird kurz behandelt.

Kulturpolitik für den öffentlichen Raum. Wie man Kunst und Kultur mit urbanem Wandel zusammendenkt (Daniel Gad, Johannes Crückeburg)

Wie kann Kunst und Kultur die Stadtentwicklung beeinflussen und hat die Stadtplanung und -entwicklung ein Verständnis für die Fragen der Kultur und Kunst, die über das hinausgeht, was das Baugesetzbuch dazu sagt?

Die Autoren leiten ein mit einer idealtypischen Skizze und Diskussion der Funktionen und die Bedeutung des öffentlichen Raums für eine Stadt am Beispiel der griechischen Polis. Sie kommen dann aber zu dem, was heute auch Urbanität ausmacht, nämlich die Gestaltung öffentlicher Räume in der Stadt und ihre Wirkung auf das Verhalten und die Kommunikation der Städter*innen. Die Frage wie wir leben wollen, muss also präzisiert werden zu der Frage, wie heute Städte aussehen und öffentliche Räume sich darstellen, in denen man (gut) lebt. Dabei greifen die Autoren auf prominente Studien zurück (Sennett, Delgado).

Es geht dann um die kulturelle Zivilgesellschaft und ihr Verhältnis zum öffentlichen Raum. Zivilgesellschaft meint hier im Rückgriff auf Habermas „nicht-staatliche und nicht-ökonomische Zusammenschlüsse und Assoziationen auf freiwilliger Basis“. Damit versteht der Autor unter kultureller Zivilgesellschaft „die im Kulturbereich aktiven Akteure“. Dies wird ausführlich erörtert und an Hand von Beispielen auch begründet.

Der Autor setzt sich dann mit dem Begriff der Kulturpolitik auseinander und diskutiert kritisch ihr Verhältnis zu einer partizipativen Stadtentwicklung und deren Protagonisten: die Politik und Verwaltung. Danach nennt und erörtert er eine Reihe von kulturpolitischen Handlungsfeldern:

  • Stadtidentität und Miteinander: Kultur als Stadtgesellschaft,
  • Rahmung des Lebens in einer Stadt: Stadt-Architektur und Raumgestaltung,
  • Bestandteil, Begleitung, Störung des Alltags: Kunstobjekte, -aktivitäten, -aktionen im öffentlichen Raum,

gemeinsamer Moment mit großem und vielfältigem Publikum: Kulturevents im öffentlichen Raum und

  • Kunst und Kultur als ergänzende Ressource zu alternativen Lösungsfindung.

Der Autor schließt mit zehn Handlungsempfehlungen, die sich auf die Planung und die Vision einer Kulturpolitik beziehen, auf öffentliche Räume und ihre Gestaltung, auf die Struktur und Zusammensetzung der Stadtgesellschaft und auf Förderformate und -politik.

Diskussion

Das Buch diskutiert eine neue Perspektive in der Betrachtung öffentlicher Räume. Haben wir bisher öffentliche Räume in Städten und Kommunen als Räume betrachtet, deren physische Struktur und geographische Ausdehnung Ausgangspunkt für die Überlegung war, wie sie gestaltet werden und wie sich ihre Gestaltung auf das Begegnungs- und Kommunikationsverhalten auswirken, werden in diesem Buch Institutionen und Begegnungsstätten und -einrichtungen als öffentliche Räume betrachtet.

Weiter wird der öffentliche Raum neben seiner Aufenthaltsqualität, seiner Funktion und seiner Wirkung auf das Begegnungs- und Kommunikationsverhalten unter dem Aspekt der sozialen Teilhabe und seiner demokratischen Zugänglichkeit für alle diskutiert.

Und neben der Betrachtung analoger Räume müssen wir virtuelle Räume zunehmend in die Analyse öffentlicher Räume mit einbeziehen, die sich in den sozialen Medien konstituiert haben und die durch die Digitalisierung zunehmende Bedeutung erhalten. Denn wie wird sich das Begegnungs- und Kommunikationsverhalten in analogen Räumen – auch in Institutionen und Begegnungsstätten und Einrichtungen – durch die Digitalisierung verändern?

Die spannende Frage wird dann auch sein, wie sich damit auch eine Stadtentwicklungspolitik verändert, weil sich der Charakter der Stadt, ihre Urbanität, die Art ihrer Repräsentation und das Verhalten und die Lebensstilführung ihrer Bewohner*innen und Besucher*innen im öffentlichen Raum verändert.

Dass eine Stadt öffentliche Räume kennt, ja sogar eine Öffentlichkeit, die in einem Spannungsverhältnis zu einer Privatheit steht, muss nicht neu erfunden werden. Wie sich allerdings das Spannungsverhältnis unter den veränderten Voraussetzungen verändert, ist eine noch offene und spannende Frage.

Und wir diskutieren ja längst auch die Frage, wem die Stadt gehört, und dass sich also Teilhabeansprüche formieren, die auch legitim sind, wissen wir auch. Aber wie Teilhabeansprüche durchgesetzt werden und über diese Ansprüche gleiche Zugänglichkeit zu öffentlichen Räumen aller eingefordert wird und sichergestellt und gewährleistet wird, also selbstverständlich wird, dass also soziale Segregation innerhalb von Städten strukturell aufgehoben wird – das ist noch ein langer, aber spannender Weg!

Mit der Betrachtung sehr unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche und Handlungsfelder als öffentliche Räume wird auch der Begriff der demokratischen Öffentlichkeit thematisiert und problematisiert. Damit wird deutlich, dass öffentliche Räume nur in demokratisch verfassten Gesellschaften ihre politische Funktion erfüllen können.

Das Buch bietet eine Reihe von interessanten Ansätzen. Nicht in allen Beiträgen wird der Charakter von Institutionen als Begegnungsstätten und als Kommunikations- und Teilhabeorte konsequent argumentativ begründet; nicht immer wird schlüssig gezeigt, dass es sich jeweils um öffentliche Räume handelt, die den Ansprüchen der Autor*innen und denen des Projekts entsprechen. Aber es finden sich immer wichtige und interessante Anregungen zum Nachdenken und Weiterentwickeln.

Fazit

Das Buch ist eine Sammlung von Analysen und Betrachtungsweisen sehr unterschiedlicher gesellschaftlicher Handlungsfelder, Institutionen als öffentliche Räume in demokratisch verfassten Gesellschaften. Es sei all denen empfohlen, die sich mit der Politik und ihrer Repräsentation praktisch und theoretisch auseinandersetzen.

Summery

This book presents in 15 articles a new perspective on public spaces in cities and in rural contexts. Public spaces are not only defined by their physical or geographical structure. They are defined by their functions as places, where people find together, where these people communicate with others, where the state ensure by its policy that people have an access to these places and their infrastructures and where these people have the chance to participate in the shape of public spaces and to influence in planning processes.

With this new perspective can we not only consider the urban places or places in villages. We can also consider other fields of a society like education, culture, media or sport, „kindergartens” and playgrounds for children. How can people have influence in planning processes of kindergartens and playgrounds; how can they participate in the shaping of public spaces by their creativity and their ideas and how changes this participation the urbanity of a city and the relationships to public spaces and the lifestyles und feelings in these spaces?


Rezension von
Prof. Dr. Detlef Baum
Professor em. Arbeits- u. Praxisschwerpunkte: Gemeinwesenarbeit, stadtteilorientierte Sozialarbeit, Soziale Stadt, Armut in der Stadt Forschungsgebiete: Stadtsoziologie, Stadt- und Gemeindeforschung, soziale Probleme und soziale Ungleichheit in der Stadt
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Zitiervorschlag
Detlef Baum. Rezension vom 17.07.2020 zu: Heinrich Böll Stiftung e.V.: Öffentlicher Raum! Politik der gesellschaftlichen Teilhabe und Zusammenkunft. Campus Verlag (Frankfurt) 2020. ISBN 978-3-593-51242-6. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/27092.php, Datum des Zugriffs 22.10.2020.


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