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Erich Hollenstein, Frank Nieslony (Hrsg.): Schulsozialarbeit in mediatisierten Lebenswelten

Cover Erich Hollenstein, Frank Nieslony (Hrsg.): Schulsozialarbeit in mediatisierten Lebenswelten. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2020. 263 Seiten. ISBN 978-3-7799-6147-5. 29,95 EUR.
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Thema

Schulsozialarbeit hat sich in den vergangenen Jahren zu einem herausragenden Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe entwickelt, das bildungs- und schulpolitische Entwicklungen mitbeeinflusst. So findet Schulsozialarbeit zunehmend Berücksichtigung in der Frage nach Umsetzungsstrategien zu Inklusion, Ganztagsbildung und Schulentwicklungsprozessen. Auch Fragen der Digitalisierung/​Mediatisierung im schulischen Kontext werden das Arbeitsfeld vor neue Herausforderungen stellen. Das von Erich Hollenstein und Frank Nieslony herausgegebene Werk „Schulsozialarbeit in mediatisierten Lebenswelten“ liefert in sechs Kapiteln mit insgesamt 21 Beiträgen einen theorie- und praxisrelevanten Beitrag zur Frage nach bildungs- und sozialpolitischen Folgen und Herausforderungen der Mediatisierung im Kontext sozialisatorischer und schulbezogener Entwicklungen. Dabei werden insbesondere moderne Formen der Aneignung von Lebens- und Schulwelten bei Kindern und Jugendlichen diskutiert und auf die daraus notwendige weitere Professionsentwicklung der Schulsozialarbeit hin reflektiert.

Herausgeber

Prof. Dr. Erich Hollenstein lehrte von 1982 bis 2008 im Studiengang Soziale Arbeit, Fakultät V, an der Hochschule Hannover. Arbeitsschwerpunkte waren Sozialisation, Bildung, Erziehung sowie Gemeinwesenarbeit, Jugendhilfe/​Jugendarbeit und Schulsozialarbeit.

Prof. Dr. Frank Nieslony, Dipl.-Päd., Sozialarbeit, war Professor für Sozialarbeit an der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Arbeitsschwerpunkte waren Sozialadministration, Jugendhilfe und Schule, Schulsozialarbeit, Sozial- und Jugendhilfeplanung, Geschlechteridentität und Soziale Arbeit.

Aufbau und Inhalt

Nach einer Einleitung durch die Herausgeber ist der Band in sechs Kapitel mit insgesamt 21 Beiträgen von 26 Autorinnen und Autoren gegliedert:

  • Zugänge: Mediatisierung, Internet und Forschung
  • Mediatisierte Aneignung von Lebenswelten
  • Handlungsfelder der Schulsozialarbeit
  • Aus der Praxis – für die Praxis
  • Organisation und Vernetzung
  • Medienrechtliche Rahmenbedingungen

In der Einleitung betonen die Herausgeber Erich Hollenstein und Frank Nieslony, „dass das professionelle Niveau hinsichtlich des Themas Digitalisierung/​Mediatisierung für das Handlungsfeld Schulsozialarbeit theoretisch wie praktisch kaum befriedigend ausgebildet ist“ (S. 7). Gleichzeitig sei festzustellen, dass innerhalb der Schulsozialarbeit die Notwendigkeit erkannt wird, sich inhaltlich auf das Thema einzulassen und sich entsprechende Medienkompetenzen anzueignen. Insbesondere mit Blick auf die zahlenmäßige Entwicklung der Ganztagsschulen besteht hier die Möglichkeit für eine lebensweltorientierte Schulsozialarbeit, „den Prozess der Mediatisierung unter sozial- und medienpädagogischen Gesichtspunkten zu begleiten“ (S. 8).

Im ersten Kapitel erfolgt eine Einführung in die Begrifflichkeit der Mediatisierung sowie eine Darstellung unterschiedlicher Forschungsperspektiven. Friedrich Klotz betont dabei, dass „Mediensozialisation und Sozialisation zukünftig zusammenfallen und nicht mehr getrennt voneinander gedacht werden können“ (S. 24). Zur Erhaltung einer zwischenmenschlichen Verständigungsfähigkeit bedarf es dabei einer kritischen und aktiven Zivilgesellschaft. Im Beitrag von Christian Geyer wird der Auftrag Sozialer Arbeit in der Schule im Zeitalter der Digitalität beschrieben. Die zunehmende Vermischung analoger und virtueller Orte (vireale Lebenswelten) erfordert ein erweitertes Methodenrepertoire der Sozialen Arbeit, wie etwa die virtuell-aufsuchende Arbeit oder Webwork. In Bezug auf die Digitalisierung sieht Nicole Ermel die Schulsozialarbeit in der Gefahr, „inhaltlich verkürzt auf den konkreten Ausgleich von Defiziten hin ausgerichtet zu werden“ (S. 44) und plädiert in der Folge für die Implementierung einer Digitalisierungsstrategie bei den jeweiligen Trägern. Diese müssen gleichzeitig eine fachliche Unterstützung für die Fachkräfte der Schulsozialarbeit gewährleisten. Dies ermöglicht der Schulsozialarbeit eine Scharnierfunktion zwischen Schule, sozialen Beziehungen und digitalen Bereichen.

Im zweiten Kapitel wird verdeutlicht, inwieweit das Zusammendenken von Lebens- und Medienwelten neues Aneignungshandeln bei Kindern und Jugendlichen ermöglicht. Oliver Schleck und Marc Witzel konstatieren zunächst, dass Schule „die Aufgaben und Herausforderungen im Kontext einer mediatisierten Gesellschaft und damit einhergehend einer mediatisierten Lernwelt nicht bewerkstelligen“ (S. 63) kann. Durch die Gestaltung eines sozialpädagogischen Ortes kann Schulsozialarbeit die Kinder und Jugendlichen in ihrem Aneignungshandeln unterstützen, um so die Handlungsfähigkeit in einer mediatisierten Gesellschaft zu befördern und gleichzeitig für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen. Ulrich Deinet und Christian Reutlinger diskutieren die Potenziale einer sozialräumlich orientierten Schulsozialarbeit. Dabei wird konstatiert, dass eine derartige Schulsozialarbeit „nicht ohne virtuelle Räume, ohne die Nutzung von sozialen Netzwerken auskommen“ (S. 76) kann. Die Schulsozialarbeit muss, auch um weiterhin für die Kinder und Jugendlichen attraktiv zu sein, zunehmend eine Verknüpfung von virtuellen und realen Räumen forcieren. Im Beitrag von Maria Busche-Baumann wird der Frage nachgegangen, ob Schulsozialarbeit vor dem Hintergrund zunehmender Mediatisierung einen neuen, erweiterten Bildungsauftrag enthält. Im Rahmen einer Online-Befragung an über 700 Schulen wurden Fachkräfte der Schulsozialarbeit zur künftigen Bedeutung der Digitalisierung für ihr Arbeitsfeld befragt. Erich Hollenstein und Frank Nieslony diskutieren die Herausforderungen von Schulsozialarbeit in Zeiten der Mediatisierung. Vor dem Hintergrund fehlender Ziele und Orientierungspunkte zur Arbeit mit digitalen Medien fordern die Herausgeber eine „digitale Offensive“, welche sowohl im Studium als auch in der Weiterbildung innerhalb der Sozialen Arbeit sichtbar wird.

Im dritten Kapitel werden die Handlungsfelder der Schulsozialarbeit diskutiert. Dabei fokussieren Erich Hollenstein und Frank Nieslony mit dem Medienhandeln von Kindern und Jugendlich im Kontext ihrer Sozialisationsprozesse ein in der Schulsozialarbeit bisweilen kaum beachtetes Thema. Unter Rückgriff auf eine Studie von Hermida (2017) wird verdeutlicht, dass die mediale Selbstsozialisation bereits mit dem 12. Lebensjahr einsetzt, was wiederum Auswirkungen auf die Schulsozialarbeitspraxis mit sich bringt. In der Folge werden Aufgaben für die operative und strategische Organisation der Schulsozialarbeit aufgeführt. Diese umfassen neben der Einrichtung von Informationspools sowie der stärkeren Berücksichtigung von Medienarbeit, welche auf Basis von Medienkonzepten durchgeführt wird, auch die kontinuierliche Verankerung im Bereich von Studium und Weiterbildung. Die von Thomas Pudelko thematisierte „Digitale Spaltung“ wird auf die daraus resultierenden Anforderungen an die Schulsozialarbeitspraxis diskutiert. Dabei müssen neben einer soliden technischen Infrastruktur insbesondere die Fachkräfte „die Bereitschaft haben und das Interesse mitbringen, sich mit dem ganzen Spektrum digitaler Medienbildung […] so weit auseinander zu setzen, dass sie entscheiden können, in welche Teilaspekte sie sich einarbeiten möchten, um diese dann in ihrer Arbeit als Schulsozialarbeiter*in einzubringen“ (S. 122). In diesem Kontext warnt Pudelko vor einer digitalen Benachteiligung der Schulsozialarbeit. Johannes Kloha und Lisa-Marie Kreß diskutieren den Stellenwert von sozialen Medien bei der Einbindung der Familienangehörigen von Kindern und Jugendlichen aus transnationalen Familienkonstellationen in den Prozess der Fallbearbeitung der Schulsozialarbeit. Unter Rückgriff auf ein wissenschaftlich begleitetes Projekt zur Digitalen Elternarbeit in der Jugendhilfe (Kreß/Kutscher 2019) wird verdeutlicht, dass es einer Erweiterung des Sozialraumbegriffs für die Schulsozialarbeit bedarf. Weiterhin werden die für eine transnationale und digital gestützte Elternarbeit erforderlichen Kompetenzen der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter beschrieben. Elisabeth Zügel-Hintz betont anhand eines Forschungsprojekts die Potenziale virtueller Räume zur Ermöglichung neuer Wirklichkeitserfahrungen, welche es pädagogisch bspw. im Rahmen von Projekten zu unterstützen gilt. Dabei wird ein interdisziplinärer Ansatz gefordert, der „ein Fundament für kreative Entwicklungsprozesse“ (S. 145) bildet. Der Beitrag von Daniel Hajok thematisiert das veränderte Aufwachsen mit digitalen Medien von Kindern im Vor- und Grundschulalter. Der Prozess einer medialen Vergemeinschaftung muss auch in der Schulsozialarbeitspraxis aufgegriffen werden, etwa um Kinder „für die realen Gefahren in der digitalen Welt zu sensibilisieren und bei der Ausbildung der Fähigkeit zu unterstützen, sich die Grenzen frühzeitig selbst setzen zu können“ (S. 152). Im Beitrag von Maria Busche-Baumann wird ein Lehrforschungsprojekt zur Schulsozialarbeit mit schulabsenten Jugendlichen vorgestellt. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob diese Zielgruppe durch niedrigschwellige online-basierte Zugänge leichter erreicht werden kann und welche Handlungsansätze sich daraus für die Schulsozialarbeit ergeben.

Das vierte Kapitel präsentiert eine Reihe von Beiträgen aus der beruflichen Praxis. Im Beitrag von Lisa Egler-Mitschke und Jan Pascal Goldmann wird am Beispiel einer Datenbankstruktur der Schulsozialarbeit in der Stadt Wiesbaden gezeigt, wie „die Digitalisierung zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit“ (S. 180) beitragen kann. Gleichzeitig wird konstatiert, dass ohne „zusätzliche Personalressource […] keine Standards zur Mediatisierung in der Schulsozialarbeit entwickelt werden können“ (S. 183). Björn von Lindeiner und Christoph Truthe zeigen, wie ein Sozial- und Medienkompetenztraining mit dem Online-Spiel „Minecraft“ in einer konfliktlastigen Klasse durchgeführt werden kann. Angesichts der positiven Rückmeldungen und Evaluationsergebnisse halten es die Autoren „für unabdingbar, dass die Soziale Arbeit in schulischer Verantwortung ihre Methoden und Arbeitsweisen digitalisiert und die Vermittlung von Medienkompetenz als eine Kernaufgabe ihres Fachgebietes anerkennt.“ (S. 199). Erkenntnisse aus zahlreichen Medienprojekten an Schulen mit unterschiedlichen Ziel- und Altersgruppen werden von Clemens Beisel vorgestellt. Dabei wird zur nachhaltigen Medienbildung an Schulen die Ausbildung von Medienscouts beworben. Bei diesem Peer-to-Peer-Ansatz können Schülerinnen und Schüler höherer Klassen selbst Medienworkshops in unteren Klassen durchführen. Um perspektivisch nicht den Anschluss an die jeweiligen Zielgruppen zu verlieren, muss die Schulsozialarbeit „ein kompetenter Ansprechpartner im Bildungsfeld der modernen und zukunftsorientierten Medienpädagogik“ (S. 208) sein. Die Mitglieder eines multiprofessionellen Beratungsteams für die Schulsozialarbeit, Mirko Barheier, Tasmin Hendricks und Wolfgang Foltin schließen das Kapitel mit einem Reflexionsgespräch zur eigenen digitalen und beruflichen Situation und deren Auswirkung auf den Umfang mit der mediatisierten Lebenswelt der Schüler*innen. In Bezug auf die Schulsozialarbeit bzw. generell für den gesamten Schulbereich wird konstatiert, „dass das Thema [Digitalisierung bzw. Mediatisierung] noch nicht unbedingt ausreichend angekommen ist“ (S. 219). Folglich bedarf es einer professionellen Konzeptarbeit, in der die Chancen und Potenziale der Mediatisierung berücksichtigt und gleichzeitig die enthaltenen Risiken eingedämmt werden.

Im fünften Kapitel werden Aspekte der Organisation und Vernetzung in Bezug auf die Förderung von Medienkompetenzen bei Schüler*innen und Fachkräften diskutiert. Im Beitrag von Guido Bröckling werden Medienkompetenzen auf ihre Potenziale für die Stärkung gesellschaftlicher Handlungsfähigkeit und Teilhabe hin untersucht. Für eine wirksame und ganzheitliche Medienbildung in formalen Bildungskontexten bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Schule und außerschulischer Akteure (z.B. offene Kinder- und Jugendarbeit). Hier wird der Schulsozialarbeit aufgrund seiner Schnittstellenfunktion eine entscheidende Rolle zugeschrieben, „weil sie einerseits im Schulleben und im System Schule verankert, andererseits in den Prinzipien der Jugendarbeit und an einer den Interessen der Zielgruppen verpflichteten Handlungsverantwortung orientiert ist“ (S. 236). Anne Schulze skizziert in ihrem Beitrag Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung für Schulsozialarbeiter*innen. Als zentrale Herausforderung wird hier die Entwicklung einer digitalen (Rollen-)Kompetenz bei den Fachkräften erachtet. Hierzu müssen sowohl die Hochschulen als auch die Aus- und Weiterbildungsinstitutionen dazu beitragen, „dass die Disziplin Soziale Arbeit eine professionsbewusste Haltung bzw. eine deutliche Position gegenüber Digitalisierungseinflüssen entwickelt, um den fortschreitenden Digitalisierungsprozess mitzugestalten und auf die eigenen Bedarfe hin ausrichten zu können“ (S. 246). 

Im sechsten Kapitel werden anhand des Beitrags von Thorsten Junge medienrechtliche Rahmenbedingungen erörtert. Dabei lässt sich zunächst die hohe Bedeutung des Datenschutzes aus den Bestimmungen des Grundgesetzes, der neuen europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), der jeweiligen Spezifizierungen in den Landesdatenschutzgesetzen sowie in den Verwaltungsvorschriften der Kultusministerien ablesen. Aufgrund der Komplexität der juristischen Sachlage scheint sowohl für die Schulen als auch für die Schulsozialarbeit die Erstellung eines Datenschutz-Konzepts unausweichlich. Mit Blick auf die Nutzung von Social Media für dienstliche Zwecke sollten künftig trotz der unbestrittenen Potenziale auch die rechtlichen Hürden beachtet werden.

Diskussion

Der Sammelband stellt eine wichtige Veröffentlichung für die Schulsozialarbeit dar, da das Thema Mediatisierung bzw. Digitalisierung und deren Auswirkungen für das Arbeitsfeld bisher noch nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Anhand der einzelnen Beiträge konnte deutlich herausgearbeitet werden, dass das Thema Digitalisierung in den kommenden Jahren zunehmend Einfluss auf die Schulsozialarbeitspraxis ausüben wird. So werden perspektivisch Ansätze einer virtuell-aufsuchenden Arbeit zunehmend eine Rolle für die Schulsozialarbeit spielen. Hierzu konnten anhand zahlreicher Beiträge Handlungsempfehlungen sowie erste Impulse für mögliche Digitalisierungsstrategien an den jeweiligen Schulen gegeben werden. Gleichzeitig konnte anhand empirischer Untersuchungen aufgezeigt werden, dass von einer „digitalen Offensive“ im schulischen wie auch im schulsozialarbeiterischen Umfeld derzeit noch nicht gesprochen werden kann, was nicht zuletzt auf fehlende Wissensbestände in den jeweiligen Bereichen zurückzuführen ist. Insbesondere für Fachkräfte der Schulsozialarbeit muss die Frage nach dem Erwerb digitaler Kompetenzen gestellt werden. Die derzeitigen Studienangebote im Bereich der Sozialen Arbeit in Verbindung mit Digitalisierung decken den Bedarf bisweilen noch nicht ausreichend ab. Dieser Umstand kann grundsätzlich auch für das Arbeitsfeld Schulsozialarbeit ausgemacht werden. Aufgrund des ohnehin bereits komplexen Anforderungsprofils von Schulsozialarbeiter*innen (vgl. Schieder 2020) sollte die vom Kooperationsverbund Schulsozialarbeit (2009) erwähnte Forderung nach der Etablierung von Studienangeboten auf Bachelor- und Masterniveau zum Arbeits- und Berufsfeld Schulsozialarbeit, nochmals aufgegriffen werden. Das Qualifikationsprofil Schulsozialarbeit (Kooperationsverbund Schulsozialarbeit 2009, Schieder 2020) wäre hierfür ein erster Orientierungspunkt.

Fazit

Das Buch leistet einen theorie- und praxisrelevanten Beitrag zur Schulsozialarbeit. Es beinhaltet vielseitige und facettenreiche Einblicke in das Thema Mediatisierung und Schule bzw. Schulsozialarbeit. Es beinhaltet sowohl Artikel, die sich sehr grundsätzlich mit dem Thema Mediatisierung und Aneignungshandeln von Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen (z.B. Friedrich Klotz, Christian Geyer), als auch solche, die im Spannungsfeld von Digitalisierung, Sozialer Arbeit und Schule angesiedelt sind, und zwar sowohl aus theoretischer, empirischer als auch konzeptioneller Perspektive. Bei dem Sammelwerk handelt es sich weniger um eine systematisierte Einführung in den Bereich Mediatisierung und Schulsozialarbeit, vielmehr können Schulsozialarbeiter*innen, Studierende der Sozialen Arbeit, Lehrende und Forschende umfangreiche Anregungen und Klärungen finden. 

Literatur

Kooperationsverbund Schulsozialarbeit (2009). Qualifikationsrahmen für das Berufs- und Arbeitsfeld Schulsozialarbeit. In N. Pötter & G. Segel (Hrsg.), Profession Schulsozialarbeit. Beiträge zu Qualifikation und Praxis der sozialpädagogischen Arbeit an Schulen (1. Auflage, S. 61–76). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Schieder, M. (2020). Schulsozialarbeit mit Kompetenz. Qualifikationserfordernisse eines entstehenden Berufsbildes. Baden-Baden: Tectum Verlag.


Rezension von
Dr. Michael Schieder
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Zitiervorschlag
Michael Schieder. Rezension vom 11.11.2020 zu: Erich Hollenstein, Frank Nieslony (Hrsg.): Schulsozialarbeit in mediatisierten Lebenswelten. Beltz Juventa (Weinheim und Basel) 2020. ISBN 978-3-7799-6147-5. In: socialnet Rezensionen, ISSN 2190-9245, https://www.socialnet.de/rezensionen/27351.php, Datum des Zugriffs 25.11.2020.


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